CH395101A - Verfahren zur Herstellung von 3,3-disubstituierten Azetidinonen-(2) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3,3-disubstituierten Azetidinonen-(2)

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CH395101A
CH395101A CH5895258A CH5895258A CH395101A CH 395101 A CH395101 A CH 395101A CH 5895258 A CH5895258 A CH 5895258A CH 5895258 A CH5895258 A CH 5895258A CH 395101 A CH395101 A CH 395101A
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disubstituted
acid
anhydrous
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CH5895258A
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Testa Emilio
Fontanella Luigi
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Lepetit Spa
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    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07D205/00Heterocyclic compounds containing four-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D205/02Heterocyclic compounds containing four-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D205/06Heterocyclic compounds containing four-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D205/08Heterocyclic compounds containing four-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with one oxygen atom directly attached in position 2, e.g. beta-lactams

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von 3, 3-disubstituierten Azetidinonen- (2)
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur   Herstel-    lung von 3, 3-disubstituierten   Azetidinonen¯ (2) der    Formel :
EMI1.1     
 in welcher R und Ri gleich oder verschieden sein können und ein niederes, normales oder verzweigtes, gesättigtes oder ungesättigtes   und/oder    halogensubsti  tuiertes    Alkyl-,   Aminoalkyl-,    Mono-oder   Dialkyl-      aminoalkylradikal    oder ein Aryl-,   Aralkyl-,    Cycloalkyl-oder   Cycloalkenylradikal    bedeuten.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen werden dadurch hergestellt, dass man a,   a-disubsti-      tuierte Cyanessigsäurealkylester    der Formel
EMI1.2     


<tb> R <SEP> COOA <SEP> ! <SEP> kyi
<tb>  <SEP> C
<tb>  <SEP> C
<tb> Ri <SEP> CN
<tb>  mit Raney-Nickel in einem inerten, wasserfreien   orga-    nischen Lösungsmittel, z. B. wasserfreien Athanol, unter 10-150 Atm.

   Druck und bei zwischen 20 und    100  C liegenden Temperaturen hydrie} t, wobei sich    ein a,   a-disubstituierter      ss-Aminopropionsäurealkyl-    ester der folgenden Formel bildet :
EMI1.3     


<tb> R\/COOAlkyl
<tb>  <SEP> C
<tb> Ri <SEP> CHsNHz
<tb>     Dieser Estef    wird in die freie Carbonsäure durch Hydrolyse mit einer starken Mineralsäure, dann in das entsprechende   Carbonsäurechlorid-hydrochlorid    durch Behandeln mit überschüssigem   Phosphor-    pentachlorid in Gegenwart von Acetylchlorid bei 0 bis   20  C übergeführt    :

  
EMI1.4     

Die letzte Verbindung wird in einem wasserfreien, inerten, organischen Lösungsmittel mit was  serfreiem    Ammoniak oder mit einem wasserfreien ter  tiären    Amin bei Raumtemperatur umgesetzt. Die ver  fahrensgemäss    hergestellten Verbindungen werden in guter Ausbeute erhalten. Zwecks Isolierung der Endprodukte wird das Lösungsmittel vorteilhaft ver  dunstet.   



   Die Ausgangsverbindungen für das   erfindungs-      gemässe    Verfahren können auf zwei Wegen. dargestellt werden. Auf dem einen Weg wird ein a, a  disubstituierter Malonsäuredialkylester (I)    zu dem Monoester   (II) hydrolysiert,    der durch Behandlung mit Thionylchlorid in das   Monoesterchlorid    (III) übergeführt wird.

   Diese Verbindung gibt durch Umsetzung mit wasserfreiem Ammoniak in einem was  serfreien    organischen Lösungsmittel den   Amidester    (IV), der durch Erwärmen mit Phosphorpentoxyd die Ausgangsverbindung gibt : 
EMI2.1     


<tb> Rs/COOAlkyl <SEP> \C//\
<tb>  <SEP> c <SEP> c <SEP> c <SEP> I
<tb>  <SEP> /\/\/\
<tb> Ri <SEP> COOAlkyl <SEP> R, <SEP> COOAlkyl <SEP> R, <SEP> COOAlkyl
<tb>  <SEP> I <SEP> II <SEP> III
<tb>  <SEP> R <SEP> CONHs <SEP> R <SEP> CN
<tb>  <SEP> C <SEP> C
<tb>  <SEP> /\/\
<tb>  <SEP> Ri <SEP> COOAlkyl <SEP> R, <SEP> COOAlkyl
<tb>  <SEP> IV
<tb> 
Man kann die Ausgangsverbindungen auch erhalten, wenn man ein Nitril der Formel RCH2CN mit wasserfreiem Dialkylcarbonat in einem wasserfreien inerten organischen Lösungsmittel, wie z. B.



  Toluol, in Gegenwart eines alkoholfreien Natrum  alkoholats    umsetzt. Der erhaltene a-substituierte Cyanessigsäurealkylester
EMI2.2     

  <SEP> /CN
<tb> R-CHH
<tb>  <SEP> COOAlkyl
<tb>  wird durch Behandlung mit einem Alkylhalogenid der Formel   Ri    Hal in Gegenwart eines   Natriumalkoholats    nach bekannten   Verfahren in die Ausgangsverbin-    dung übergeführt. Wenn eines oder beide Symbole R und   R1    Cycloalkyl bedeuten, dann können die Verbindungen auch durch Hydrierung der   entsprechen-    den ungesättigten Derivate dargestellt werden.



   Die Ausbeuten betragen in der Regel   80-90%    der Theorie. Wenn R und   R3    der Formel
EMI2.3     
 verschieden sind, besitzen die   erfindungsgemä#    hergestellten Verbindungen ein asymmetrisches Kohlenstoffatom und können sowohl in razemischen als auch in optisch aktiven Formen vorkommen. Beispiele für die Darstellung optisch aktiver Verbindungen werden weiter unten gegeben. Sowohl die Endprodukte aIs auch die Zwischenprodukte des   erfindungsgemä#en    Verfahrens, die den Formeln :
EMI2.4     


<tb> R/COOAlkyl <SEP> R\/COOH
<tb>  <SEP> C <SEP> und <SEP> C
<tb>  <SEP> und <SEP> C
<tb> Ri <SEP> CH2NH2 <SEP> Rl <SEP> CH2NH2
<tb>  entsprechen, besitzen hervorragende sedative, hypnotische und zentrallähmende Eigenschaften.

   Ihre Toxizität ist sehr niedrig ; sie verursachen keine   Neben-    erscheinungen auf das autonome Nervensystem, den   Aderdruck, das    Herz und die Atmung.



   Beispiel 1    3-Phenyl-3-äthylazebidinon-(2)   
Eine Mischung von 25   g      a-Phenyl-n-äthylmalon-    säuremonoäthylester und 25 cm3 Thionylchlorid wird 2 Stunden am Rückfluss erhitzt. Das überschüssige Thionylchlorid wird im Vakuum entfernt und der Rückstand destilliert, wobei die bei   130-132  C/    3 mm übergehende Fraktion gesammelt wird. Ausbeute 25 g   (92S) a-Phenyl-a-äthylmalonsäuremono-      äthylesterchlorid.   



   In eine Lösung von 6, 3 g der letzteren   Verbin-    dung in 50 cm3 wasserfreiem Äthyläther wird 30 Minuten lang trockenes Ammoniak eingeleitet. Die Lösung wird filtriert und bis zu einem kleinen Volumen eingeengt. Nach Abkühlen kristallisiert   a-Carb-      äthoxy-a-phenylbuttersäureamid.    Ausbeute   5,    5 g (95 %), Smp. 77-79  C.



   Eine enge Mischung von 35 g   a-Carbäthoxy-a-    phenylbuttersäureamid und 16 g   Phosphorpentoxyd    wird allmählich bis   150-160     C im Vakuum in einem mit   Destilliereinrichtung versehenen    Kolben erhitzt.



  Ein klares   01    geht bei   118-120  C/1,    5 mm über, Ausbeute 30 g   (93 %) a-phenyl-a-cyanbubtersäure      äthylester.   



   Eine Mischung von   25    g   &alpha;-Phenyl-&alpha;-cyanbutter-    säureäthylester, 200 cm3 wasserfreiem Athanol und 6 g Raney-Nickel wird 6 Stunden lang in einem Autoklav bei 60  C unter 75 Atm. Wasserstoffdruck erhitzt. Die Mischung wird über Nacht stehengelassen, dann wird sie filtriert, das Lösungsmittel   abdestil-    liert, der Rückstand mit Salzsäure angesäuert und mit   ithyläbher    extrahiert. Die wässrige Schicht wird durch Zusatz von wässrigem Natriumcarbonat alkalisch gemacht und mit   Äth. yläther    extrahiert.

   Nach Verdunsten des Lösungsmittels geht der Rückstand bei   130     C/1, 5 mm über, Ausbeute 22 g (86   %)      a-Phenyl-      a-äthyl-ss-aminopropionsäureäthylester.   



   Der obige Ester (36 g) wird am Rückflusskühler 6 Stunden lang mit konz. Salzsäure verseift. Nachdem die Salzsäure im Vakuum entfernt worden ist, wird der Rückstand in 100 cm3 Wasser gelöst und mit Na2CO3-Lösung bis zu pH   6,    0 versetzt. Der weisse Niederschlag wird gesammelt. Ausbeute 28 g   (90 %) a-Phenyl-a-äthyl-ss-aminopropionsäure,    Smp.



     278-279     C.



   Zu einer Suspension von 10 g Aminosäure in 100 cm3 Acetylchlorid werden, nach Abkühlen zu   0     C, 12 g Phosphorpentachlorid rasch zugesetzt.



  Die Mischung wird 20 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und filtriert. Das gesammelte Produkt schmilzt bei etwa 170 C. Ausbeute 11 g   (86%) &alpha;-Phenyl-&alpha;-    äthyl-ss-aminopropionsäurechlorid-hydrochlorid.



   In eine Suspension von 10 g des obigen Hydrochlorids in wasserfreiem Äthyläther wird trockenes Ammoniak 30 Minuten lang eingeleitet. Nachdem alles Unlösliche abfiltriert worden ist, wird die   fil-      trierte    Lösung zur Trockne eingeengt und der Rückstand aus   Petroläther-Benzol    umkristallisiert. Ausbeute 6, 5 g (92%) 3-Phenyl-3-äthylazetidinon-(2), Smp.   69-70  C.   



   Analyse : C11H13NO (M. G. 175, 22)    berechnet C    75, 39 H 7, 48 N 7, 94 gefunden %: C 75, 12 H 7, 21 N 8, 11
Die Molekulargewich, tsbestimmung nach Rast gab 169 ; die kryoskopische Bestimmung in Eisessig 172.



   Beispiel 2
3, 3-Diäthylazetidinon-(2)
Eine Mischung von   121    g   a-Athyl-a-cyanbutter-    säuräthylester, 430 cm3 wasserfreiem   Athanol    und 50   g    Raney-Nickel wird in einem Autoklav unter 70 Atm.   Wasserstoffdlnsck    und bei   80  C    2 Stunden lang erhitzt. Nach Abkühlen wird der Katalysator abfiltriert und die Lösung im Vakuum zur Trockne eingeengt. Der Rückstand wird mit 200 cm3 Wasser versetzt, mit 10% iger Salzsäure angesäuert und mit   Athyläther geschüttelt    ; die Atherschicht wird abgeworfen. Die Wasserschicht wird mit konz.   NaCOg-    Lösung alkalisch gemacht und mit Äthyläther extrahiert.

   Nach Entfernen des Äthers im Vakuum wird der Rückstand destilliert und die bei 85-90  C/8 mm übergehende Fraktion gesammelt. Ausbeute   106    g    (85%) &alpha;,&alpha;-Diäthyl-ss-Aminopropionsäureäthylester.   



   Der Ester (65 g) wird am Rückflusskühler mit konz. Salzsäure (1250   cm3)    10 Stunden lang verseift. Nach Abkühlen scheidet sich das Aminosäurehydrochlorid aus ; Smp. 166-167 C. Die freie Aminosäure wird dadurch erhalten, dass man das Hydrochlorid in Wasser löst, die Lösung alkalisch macht und mit   Athylather    extrahiert. Ausbeute   prak-    tisch quantitativ ; Smp. 239-240  C.



   Zu einer zu   0  C gekühlten Lösung    von a,   ce Di-    äthyl-ss-aminopropionsäure und 50 cm3 Acetylchlorid werden auf einmal 5 g   Phosphorpentachlorid ge-    geben ; die Mischung wird 20 Minuten bei   0     C und 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die aus  geschiedenen    Kristalle werden abgesaugt und mit Äthyläther gewaschen. Ausbeute 5 g (75 %).



   In eine Lösung des so erhaltenen a,   &alpha;-Diäthyl-ss-      aminopropionsäurechlorid-hydrochlorids    (4 g) in 100 cm3 Äthyläther wird 40 Minuten lang Ammoniak eingeleitet, der feste Niederschlag wegfiltriert und die ätherische Lösung zur Trockne eingedampft. Der ölige Rückstand wird destilliert, wobei die bei 115 bis 120  C/4 mm übergehende Fraktion gesammelt wird. Ausbeute 2, 2 g   (87%)    3,   3-Diäthylazetidinon- (2).   



   Analyse :   C7H, 3NO    (M. G. 127, 18) berechnet% : C 66, 10 H 10, 30 N 11, 01 gefunden% : C 66,   18    H 10, 16 N   10,    87
Beispiel 3
3-Phenyl-3-methylazetidinon-(2)
Eine Mischung von 68 g   a-Phenyl-a-methyl-ss-    aminopropionsäureäthylester und 1200 cm3 konz.



  Salzsäure wird   10    Stunden lang mit Rückfluss gekocht und dann über Nacht stehengelassen. Der Nie  derschlag wird    abgesaugt,   in wenïg    Wasser bei   50     C gelöst und mit wässrigem Kaliumhydroxyd bis pH 6-6, 2 versetzt. Nach Abkühlen wird der Niederschlag abgesaugt und getrocknet. Ausbeute 52 g (88   %) &alpha;-Phenyl-&alpha;-methyl-ss-aminopropionsäure.   



   Die obige Aminosäure (50 g) wird in 500 cm3 Acetylchlorid gelöst, dann werden bei   0  C    60 g   PCls    zugefügt und die Masse 3 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt. Der feste Anteil wird gesammelt und mit   Athyläther gewaschen. Ausbeute    65 g (99   %) &alpha;-Phenyl-&alpha;-methyl-ss-aminopropionsäure-      chlorid-hydrochlorid.    Smp.   144-147  C    (mit Zers.).



   Das Hydrochlorid (36 g) wird in 600   cm3      Äthyl-    äther suspendiert, dann werden in der Reihe 36 cm3 Triäthylamin und 600 cm3 Wasser zugegeben. Die Mischung wird mit Äthyläther extrahiert und das Lösungsmittel in Vakuum entfernt. Der Rückstand wird aus Benzol umkristallisiert. Ausbeute 18 g   (72 %) 3-Phenyl-3-methylazetidinon- (2).    Smp. 92 bis 94  C.



   Beispiel 4
3. 3-Diphenylazetidinon-(2)
Eine Mischung von 70 g   a, a-Diphenyl-a-cyan-    essigsäureäthylester, 400 cm3 Äthylalkohol und 20 g Raney-Nickel wird unter 80-90 Atm. bei   80-100     C hydriert, bis 2 Mol Wasserstoff aufgenommen werden. Der Katalysator wird abfiltriert, das   Lösungs-    mittel in Vakuum entfernt und der Rückstand mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Nach Extraktion mit Äthyläther wird das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand aus   Athylalkohol    umkristallisiert.   Aus ;    beute 50 g   (70%)      a,      &alpha;-Diäthyl-ss-aminopropionsäure-    äthylester, Smp. 58-60 C, Sdp. 165-167 C/1 mm Hydrochlorid, Smp.   194-197  C (Zers.).   



   Der obige Ester   (50    g) mit   100    cm3 konz. Salzsäure 10 Stunden lang gekocht, gibt 49 g Hydrochlorid der freien Säure, Smp.   225-228  C    (Zers.).



  Zu einer Mischung von 25 g a,   &alpha;-Diphenyl-ss-amino-      propionsäure-hydrochlorid    und   350 cm3 Acetylchlo-    rid werden bei   0  C    30 g PC15 hinzugefügt, dann wird die Mischung 30 Minuten bei   0     C und 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der feste Anteil wird abgesaugt und mit wasserfreiem Äthyläther gewaschen.



  Ausbeute 26, 5 g (quantitativ) a,   &alpha;-Diphenyl-ss-amino-      propionsäurechlorid-hydrochlorid,    Smp.   138-140  C    (Zers.).



   Zu 5 g des obigen Produkts in 100 cm3 Athyl äther werden 5 cm3 Triäthylamin portionsweise in wenigen Minuten zugesetzt. Nach 15 Minuten bei  Raumtemperatur wird die Reaktionsmasse mit 200   cm3    Athyläther und 100 cm3 Wasser versetzt, die Ätherschicht abgetrennt und verdunstet, bis sich Kristalle abzuscheiden beginnen. Nach Abkühlen) wird der Niederschlag abgesaugt. Ausbeute 3, 1 g   (82So)    3, 3-Diphenylazetidinon-(2). Smp. 172-173  C.



   Beispiel 5    3-Phenyl-3- (2-methylpropyl)-azetidinon- (2).   



   Eine Mischung von 108 g   &alpha;-Phenyl-&alpha;-(2-methyl-      propyl)-&alpha;-cyanessigsäureäthylester,    350 cm3 wasserfreiem Athylalkohol und 50 g Raney-Nickel wird unter   60    Atm. bei   60-90  C    3 Stunden lang erhitzt.



  Der Katalysator wird abfiltriert, das Lösungsmittel im Vakuum entfernt, der Rückstand mit verdünnter Salzsäure angesäuert, mit Athyläther extrahiert und die Atherschicht abgeworfen.



   Die Wasserschicht wird mit wässrigem   Na2CO3    alkalisch gemacht, mit   Athyläther    extrahiert, das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand destilliert, wobei die bei   117-120  C/1    mm   übergebende Frak-    tion gesammelt wird. Ausbeute 83 g (75 %) a-Phenyl   a- (2-methylpropyl)-ss-amino-propionsäureäthylester.   



  Letzterer wird mit konz. Salzsäure verseift : Ausbeute 88% freie Säure, Smp. 241-243  C. Die Säure wird ins Säurechlorid-hydrochlorid durch Reaktion mit   PCls,    wie im Beispiel 4 für das   Diphenylanalogon    beschrieben, übergeführt. Ausbeute quantitativ, Smp.



  146-149  C   (Zers.).   



   Eine Mischung von 7 g    &alpha;-Phenyl-&alpha;-(2-methylpropyl)-ss-amino-    essigsäurechlorid-hydrochlorid, 100 cm3 wasserfreiem Äthyläther und   10 cmS Tri-      äthylamin    wird 30 Minuten lang bei Raumtemperatur gerührt, dann mit 200 cm3 Wasser versetzt, mit Äthyläther extrahiert, das Lösungsmittel entfernt und der Rückstand aus   Benzol-Petroläther umkristalli-    siert. Ausbeute 4, 5   g    (87 %) 3-Phenyl-3-(2-methyl  propyl)-azetidinon- (2)    ; Smp. 120-122  C.



   Beispiel 6    3-Phenyl-3-butylazetidinon- (2)   
Eine Mischung von 120 g   a-Phenyl-a-butyl-a-      cyanessigsäure-äthylester,    320 cm3 wasserfreiem Athylalkohol und   50      g    Raney-Nickel wird wie in den vorigen Beispielen beschrieben hydriert. Ausbeute 96 g   (87%) &alpha;-Phenyl-&alpha;-butyl-ss-aminopropionsäure-      äthylester    ; Sdp.   120  C/0,    5 mm.



   Der Ester   (65      g)    wird mit   1200    cm3 konz. Salzsäure verseift, wobei 56 g (97%) der entsprechenden Säure erhalten werden, Smp. 251-253 C (Zers.), die mit   PCls    ins Säurechlorid-Hydrochlorid übergeführt wird.



   In eine Suspension von 4 g   a-Phenyl-a-butiyl-ss-    aminopropionsäurechlorid-hydrochlorid in 80 cm3 Athyläther wird trockenes Ammoniak 1 Stunde lang eingeleitet. Der feste Anteil wird   wegfiltriert    und die Lösung zur Trockne eingedampft. Der ölige Rückstand kristallisiert beim Stehen : Ausbeute 2, 5 g   (85 S) 3-Phenyl-3-butylazetidinon-(2)    ; Smp. 65 bis 66  C.



   Beispiele 7 bis 10
Die folgenden Verbindungen wurden über die in der Tabelle angegebenen Zwischenprodukte dargestellt. Die Tabelle gibt auch die   Schmelz-bzw.   



  Siedepunkte, die Ausbeuten und die bei dem   endgül-    tigen Ringschluss verwendeten Basen. Das Verfahren ist dasselbe, das in den ersten 6 Beispielen erläutert worden ist.
EMI4.1     




   7 R   =Äthyl Sdp. 101-102 C/0,    8 mm Smp. 242-244  C
R1 = Cyclohexyl Ausbeute 76% Ausbeute 88%
8 R=PhenylSdp. 132-135  C/2   mm Smp. 289-292     C    Ri    = Cyclohexyl Ausbeute 46 % Ausbeute 92 %
9 R = Phenyl Sdp. 170-172 C/0, 5   mm Smp. 277-280     C    Ri    = Benzyl Ausbeute 66 % Ausbeute 44 % 10 R   =    Äthyl Sdp. 135-137 C/0, 6   mm Smp. 267-268     C
Ri = Benzyl Ausbeute 57   %Ausbeute 88 %   
EMI4.2     
 Base 7 Smp. 158-160 C Smp. 70-71 C Triäthylamin
Ausbeute 97 % Ausbeute 82 % 8 Smp. 169-170 C Smp. 175-176 C Ammoniak
Ausbeute 82 % Ausbeute 72 %

Claims (1)

  1. 9 Smp. 15-151 C Smp. 129-130 C Ammoniak Ausbeute 77 % Ausbeute 86 % 10 Smp. 160-162 C Smp. 50 C Ammoniak Ausbeute 94 % Ausbeute 72 % PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 3, 3-disubstituier- ten Azetidinonen-(2) der Formel EMI5.1 in welcher R und RI gleich oder verschieden sein können und ein niederes, normales oder verzweigtes, gesättigtes oder ungesätbigtes und/oder halogensub- stituiertes Alkyl-, Aminoalkyl-, Mono- oder Dialkyl- aminoalkylradikal oder ein Aryl, Aralkyl-, Cyclo alkyl-oder Cycloalkenylradikal bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man einen a, a-disubstituierten Cyanessigsäurealkylester der Formel EMI5.2 <tb> Rs/COOAlkyl <tb> <SEP> C <tb> <SEP> C <tb> Ri <SEP> CN <tb> mit Raney-Nickel in einem inerten wasserfreien organischen Lösungsmittel unter 10-150 Atm. Druck bei zwischen 20 und 100 C liegenden Temperaturen hydriert, den erhaltenen a, a-disubstituierten ss-Amino- propionsäureäthylester mit einer starken Mineralsäure verseift, die entstandene a, a-disubstituierte ss-Amino- propionsäure mit überschüssigem Phosphorpentachlo- rid in Gegenwart von Acetylchlorid bei zwischen 0 und 20 C liegenden Temperaturen rührt und das gebildete a,
    a-disubstituierte ss-Aminopropionsäurechlo- rid-hydrochlorid mit wasserfreiem Ammoniak oder einem wasserfreien tertiäreni Amin bei Raumtemperatur in Gegenwart eines inerten wasserfreien organi schen Losungsmittels versetzt.
CH5895258A 1957-05-06 1958-04-30 Verfahren zur Herstellung von 3,3-disubstituierten Azetidinonen-(2) CH395101A (de)

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