CH395949A - Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV-chlorid - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV-chloridInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV-chlorid Das nach üblichen Verfahren hergestellte Sili- cium-IV-chlorid ist bekanntlich noch mit Spuren von Borchlorid verunreinigt. Ausser Borchlorid kön nen auch entsprechend geringe Anteile von Arsen chlorid, Antimonchlorid, Galliumchlorid, Indium- chlorid und andere Chloride im Silicium-IV-chlorid enthalten sein. Mit Ausnahme von Borchlorid liegen die Siedetemperaturen dieser noch vorhandenen ande ren Chloride erheblich höher als die Siedetemperatur von Silicium-IV-chlorid, so dass sie beispielsweise durch sorgfältige Destillation aus dem Silicium-IV- chlorid entfernt werden können. Die dann aber stets noch verbleibende Beimengung von Borchlorid ist nun für etliche Verwendungszwecke äusserst stö rend, wie zum Beispiel dann, wenn das Silicium-IV- chlorid als Ausgangsstoff für die Herstellung von Siliciumtransistoren oder Siliciumgleichrichtern die nen soll. Die vorliegende Erfindung befasst sich demgemäss mit einem Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV- chlorid, welches noch mindestens Borchlorid enthält. Das erfindungsgemässe Verfahren ist nun dadurch ge kennzeichnet, dass das mindestens mit Borchlorid ver- unreinigte Silicium-IV-chlorid mit einem Aluminium metall aufweisenden Reaktionspartner bei einer Tem peratur behandelt wird, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Siedetemperatur von Silicium-IV- chlorid. Vorzugsweise erfolgt jedoch die Behandlung bei einer Temperatur, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Sublimationstemperatur von Aluminium chlorid. Das erfindungsgemässe Reinigungsverfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeübt werden. Das zu reinigende Silicium-IV-chlorid, welches noch Bor chlorid enthält, wird verdampft und das Dampf gemisch in einen mit Aluminiumspänen gefüllten Reaktionsbehälter geleitet. Die Siedetemperatur von Silicium-IV-chlorid beträgt etwa 60 C und diejenige von Borchlorid etwa<B>13'</B> C. Der Reaktionsbehälter wird beispielsweise auf l20 C aufgeheizt, d. h. auf eine Temperatur, die erheblich höher ist als die Siedetemperatur von Silicium-IV-chlorid. Es wurde nun gefunden, dass bei solchen Reaktionstemperatu ren das Silicium-IV-chlorid mit Aluminium nicht umgesetzt wird, während anderseits das Borchlorid mit Aluminium reagiert. Es entsteht reines Bor, welches sich auf dem Aluminium absetzt und für jedes ausgeschiedene Bormolekül bildet sich ein Molekül Aluminiumchlorid, welches auf der vorher reinen Aluminiumoberfläche entsteht. Der das Reak tionsgefäss verlassende Dampf ist weitgehend von Borchloriddampf befreit, und nach Abkühlung des selben unter 60 C erhält man das gereinigte flüssige Silicium-IV-chlorid. Dabei kann dieser ganze Zyklus gegebenenfalls mehrfach wiederholt werden. Das oben beschriebene Verfahren kann indessen noch wesentlich wirtschaftlicher gestaltet werden. Dadurch nämlich, dass auf der Aluminiumoberfläche des Reaktionspartners ausser reinem Bor auch Alu- miniumchlorid gebildet wird, entsteht eine rasche Abdeckung derselben, so dass schon nach kurzer Zeit neue und noch saubere Aluminiumspäne ver wendet werden müssen. Prozentual betrachtet, fällt die Abdeckung der Aluminiumoberfläche durch das abgesetzte Bor gegenüber der Abdeckung durch das gebildete Aluminiumchlorid nicht in Betracht. Von diesem Befund ausgehend, kann das erfindungs gemässe Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV- chlorid nun dadurch wirtschaftlicher gestaltet werden, dass man die oben beschriebene Behandlung im Reaktionsbehälter bei einer Temperatur stattfinden lässt, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Sublimationstemperatur von Aluminiumchlorid. Die letztere beträgt etwa l80 C; es hat sich indessen als vorteilhaft erwiesen, die als Reaktionspartner dienen den Aluminiumspäne auf einer Temperatur zwischen 220 und 250 C zu halten. Bei solchen Reaktions temperaturen wird das gebildete Aluminiumchlorid sofort verdampft und kann zusammen mit dem Siliciumchloriddampf aus dem Reaktionsbehälter etwa durch Absaugen entfernt werden. Durch anschliessende Abkühlung des Dampfgemisches auf beispielsweise 120 C kondensiert das Aluminiumchlorid aus. Es verbleibt dann der nunmehr gereinigte Silicium chloriddampf, der nach weiterer Abkühlung in das flüssige SiliciumWIV-chlorid übergeführt wird. Die Abdeckung der Aluminiumoberfläche innerhalb des Reaktionsbehälters findet hierbei nur noch durch das gebildete Bor statt, und sie geht dementsprechend langsamer vor sich. Im Reaktionsgefäss können ausser Aluminium auch noch weitere Metalle als Reaktionspartner vor gesehen werden, sofern gleichzeitig mit der Aus scheidung von Bor auch noch andere Chloride aus dem Silicium-IV-chlorid entfernt werden sollen. Vor aussetzung ist dabei, dass auch diese weiteren Reak tionspartner bei den in Frage kommenden Reaktions temperaturen sich. mit dem zu reinigenden Silicium- IV-chlorid nicht umsetzen. Dies trifft für Silber, Kupfer und Antimon weitgehend zu. So kann man etwa durch Zugabe von Kupfer zum Aluminium das Silicium-IV-chlorid gleichzeitig von Borchlorid und von Chloriden der fünften Gruppe des periodi schen Systems, wie von Arsenchlorid und Antimon chlorid, befreien, obwohl diese Chloride auch durch reine Destillation weitgehend aus dem Silicium-IV- chlorid entfernt werden könnten. Das erfindungs gemässe Verfahren gestattet somit auch die An wendung verschiedener Varianten, um besonderen Anforderungen Rechnung zu tragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV-chlorid, welches noch mindestens mit Borchlorid verunreinigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das verunreinigte Silicium-IV-chlorid mit einem Aluminiummetall auf weisenden Reaktionspartner bei einer Temperatur behandelt wird, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Siedetemperatur von Silicium-IV-chlorid. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Behandlung bei einer Tem peratur stattfindet, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Sublimationstemperatur von Aluminium chlorid. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Reaktionspartner ausser Alu minium noch wenigstens ein weiteres Metall ver wendet wird, welches mit Silicium-IV-chlorid bei der angewandten Temperatur nicht reagiert.
Priority Applications (2)
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| CH803961A CH395949A (de) | 1961-07-10 | 1961-07-10 | Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV-chlorid |
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH395949A true CH395949A (de) | 1965-07-31 |
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1961
- 1961-07-10 CH CH803961A patent/CH395949A/de unknown
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