CH421918A - Verfahren zur Reinigung von Siliciumchloroform - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von SiliciumchloroformInfo
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Description
verfahren zur Reinigung von Siliciumchloroform Das nach üblichen Verfahren hergestellte Sili- ciumchloroform ist bekanntlich noch mit Spuren von Borchlorid verunreinigt. Ausser Borchlorid kön nen auch entsprechend geringe Anteile von Arsen chlorid, Antimonchlorid, Galliumchlorid, Indium- chlorid und andere Chloride im Siliciumchloroform enthalten sein.
Mit Ausnahme von Borchlorid liegen die Siedetemperaturen dieser noch vorhandenen an deren Chloride erheblich höher als die Siedetem peratur von Siliciumchloroform, so dass sie beispiels weise durch sorgfältige Destillation aus dem Silicium chloroform entfernt werden können. Die dann aber stets noch verbleibende Beimengung von Borchlorid ist nun für etliche Verwendungszwecke äusserst stö rend, wie z.
B. dann, wenn das Siliciumchloroform als Ausgangsstoff für die Herstellung von Silicium- transistoren oder Siliciumgleichrichtern dienen soll.
Die vorliegende Erfindung befasst sich demge mäss mit einem Verfahren zur Reinigung von Sili- ciumchloroform, welches noch mindestens Borchlorid enthält.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nun dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens mit Borchlorid verunreinigte Siliciumchloroform mit einem Aluminiummetall aufweisenden Reaktionspart ner bei einer Temperatur behandelt wird, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Siedetemperatur von Siliciumchloroform. Vorzugsweise erfolgt jedoch die Behandlung bei einer Temperatur, welche wenig stens gleich hoch ist wie die Sublimationstemperatur von Aluminiumchlorid.
Das erfindungsgemässe Reinigungsverfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeübt werden. Das zu reinigende Siliciumchloroform, welches noch Bor chlorid enthält, wird verdampft und das Dampf gemisch in einen mit Aluminiumspänen gefüllten Reaktionsbehälter geleitet. Die Siedetemperatur von Siliciumchloroform beträgt etwa 33 C und diejenige von Borchlorid etwa 13 C.
Der Reaktionsbehälter wird beispielsweise auf 120 C aufgeheizt, d. h. auf eine Temperatur die erheblich höher ist als die Siedetemperatur von Siliciumchloroform. Es wurde nun gefunden, dass bei solchen Reaktionstempera turen das Siliciumchloroform mit Aluminium nicht umgesetzt wird, während anderseits das Borchlorid mit Aluminium reagiert. Es entsteht reines Bor, wel ches sich auf dem Aluminium absetzt und für jedes ausgeschiedene Bormolekül bildet sich ein Molekül Aluminiumchlorid, welches auf der vorher reinen Aluminiumoberfläche entsteht.
Der das Reaktions gefäss verlassende Dampf ist weitgehend von Bor chloriddampf befreit und nach Abkühlung desselben unter 33 C erhält man das gereinigte flüssige Sili- ciumchloroform. Dabei kann dieser ganze Zyklus gegebenenfalls mehrfach wiederholt werden.
Das oben beschriebene Verfahren kann indessen noch wesentlich wirtschaftlicher gestaltet werden. Dadurch nämlich, dass auf der Aluminiumoberfläche des Reaktionspartners ausser reinem Bor auch Alu miniumchlorid gebildet wird, entsteht eine rasche Abdeckung derselben, so dass schon nach kurzer Zeit neue und noch saubere Aluminiumspäne verwendet werden müssen. Prozentual betrachtet fällt die Ab deckung der Aluminiumoberfläche durch das abge setzte Bor gegenüber der Abdeckung durch das ge bildete Aluminiumchlorid nicht in Betracht.
Von die sem Befund ausgehend kann das erfindungsgemässe Verfahren zur Reinigung von Siliciumchloroform nun dadurch wirtschaftlicher gestaltet werden, dass man die oben beschriebene Behandlung im Reak tionsbehälter bei einer Temperatur stattfinden lässt, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Sublima tionstemperatur von Aluminiumchlorid. Die letztere beträgt etwa 180 C; es hat sich indessen als vorteil haft erwiesen, die als Reaktionspartner dienenden Aluminiumspäne auf einer Temperatur zwischen 220 und 250 C zu halten.
Bei solchen Reaktions- temperaturen wird das gebildete wegsublimiert und kann zusammen mit dem Siliciumchloroformdampf aus dem Reaktionsbehälter etwa durch Absaugen entfernt werden. Durch an schliessende Abkühlung des Dampfgemisches auf bei spielsweise 120 C kondensiert das Aluminiumchlorid aus.
Es verbleibt dann der nunmehr gereinigte Sili- ciumchloroformdampf, der nach weiterer Abkühlung in das flüssige Siliciumchloroform übergeführt wird. Die Abdeckung der Aluminiumoberfläche innerhalb des Reaktionsbehälters findet hierbei nur noch durch das gebildete Bor statt und sie geht dementsprechend langsamer vor sich.
Im Reaktionsbehälter können ausser Aluminium auch noch weitere Metalle als Reaktionspartner vor gesehen werden, sofern gleichzeitig mit der Aus scheidung von Bor auch noch andere Chloride aus dem Siliciumchloroform entfernt werden sollen. Vor aussetzung ist dabei, dass auch diese weiteren- Reak tionspartner bei den in Frage kommenden Reaktions temperaturen sich mit dem zu reinigenden Silicium- chloroform nicht umsetzen.
Dies trifft für Silber, Kupfer und Antimon weitgehend zu. So kann man etwa durch Zugabe von Kupfer zum Aluminium das Siliciumchloroform gleichzeitig von Borchlorid und von Chloriden der fünften Gruppe des periodischen Systems, z. B. von Arsenchlorid und Antimon chlorid befreien, obwohl diese Chloride auch- durch reine Destillation weitgehend aus dem Siliciumchloro- form entfernt werden könnten.
Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet somit auch die Anwendung ver schiedener Varianten, um besonderen Anforderungen Rechnung zu tragen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Reinigung von Siliciumchloro- form, welches noch mindestens mit Borchlorid ver- unreinigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das ver- unreinigte Siliciumchloroform mit einem Aluminium metall aufweisenden Reaktionspartner bei einer Tem peratur behandelt wird, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Siedetemperatur von Siliciumchloro- form. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Behandlung bei einer Tem peratur erfolgt, welche wenigstens gleich hoch ist wie die Sublimationstemperatur von Aluminiumchlorid. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Reaktionspartner ausser Alu- minium noch wenigstens ein weiteres Metall ver wendet wird, welches mit Siliciumchloroform bei der angewandten Temperatur nicht reagiert.
Priority Applications (1)
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| CH803961A CH395949A (de) | 1961-07-10 | 1961-07-10 | Verfahren zur Reinigung von Silicium-IV-chlorid |
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1961
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