CH396078A - Regelvorrichtung für die Bremseinrichtung, insbesondere von Schienenfahrzeugen - Google Patents

Regelvorrichtung für die Bremseinrichtung, insbesondere von Schienenfahrzeugen

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CH396078A
CH396078A CH1213860A CH1213860A CH396078A CH 396078 A CH396078 A CH 396078A CH 1213860 A CH1213860 A CH 1213860A CH 1213860 A CH1213860 A CH 1213860A CH 396078 A CH396078 A CH 396078A
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electropneumatic
switch
control
piston
valve
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CH1213860A
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Inderau Karl
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Westinghouse Bremsen Ges Mbh
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Description


  Regelvorrichtung für die     Bremseinrichtung,        insbesondere    von     Schienenfahrzeugen       Die     Erfindung    bezieht sich auf eine Regelvor  richtung zur Beeinflussung der pneumatischen Brems  einrichtung sowie der pneumatischen Steuerung des  Antriebsaggregates, insbesondere von Schienenfahr  zeugen, welche auf die Relativbewegung einer rotie  renden Masse gegenüber der sich drehenden Achse  eines Fahrzeuges anspricht und dadurch sowohl eine  Einrichtung zum     Verhindern    des     Durchdrehens    als  auch eine Einrichtung zum Vermeiden des Blockie  rgins der Räder     steuert,

      wobei die Relativbewegung  der rotierenden Masse in eine     Axialbewegung    um  gewandelt wird.  



  Es ist bereits eine Regelvorrichtung dieser     Art     bekanntgeworden, bei welcher ein mit einer Masse  verbundener Regler über ein Schaltgerät entweder  eine     Blockierschutzeinrichtung    oder eine     Durchdreh-          schutzeinrichtung    steuert. Dabei betätigt ein Schalt  ventil entsprechend den vorliegenden Verhältnissen  entweder die     Sandstreuanlage    oder nimmt in an sich  bekannter Weise die Antriebskraft weg. Nachteilig  ist bei dieser an sich bekannten Einrichtung, dass  durch das plötzliche Wiedergreifen der Räder Ge  triebeschäden auftreten. Auch ist die Trägheit der  Einrichtung insofern vergleichsweise gross, als     zur     Steuerung ausschliesslich Druckluft verwendet wird.

    Bei Einrichtungen dieser Art ist aber eine hohe An  sprechempfindlichkeit eine unabdingbare Forderung.  



  Es sind ferner Regelvorrichtungen bekannt, bei  welchen eine     Trägheitsmasse    bei Überschreiten einer  zulässigen Beschleunigung des Treibrades mit     Hilfe     eines Ventilgis Überwachungseinrichtungen zum     Be-          und    Entlüften des Bremszylinders steuert. Dabei ist  eine vom Druck in der     Hauptluftleitung    gesteuerte  Ventileinrichtung vorgesehen, durch die bei gelösten  Bremsen die Überwachungseinrichtung zum Belüften  oder im     Bremszustand    die Überwachungseinrichtung    zum Entlüften des Bremszylinders an das Ventil  anschliesst.

   Die     ausschliessliche    Verwendung von  Druckluft     zur    Steuerung führt zu einer geringeren       Ansprechempfindlichkeit    als bei     elektrischer    Impuls  übertragung.  



  Der     Erfindung    liegt die Aufgabe zugrunde, eine  Regelvorrichtung der eingangs genannten     Art    zu  schaffen, welche sich durch hohe     Ansprechempfind-          lichkeit    kennzeichnet und auch die weiteren Nach  teile der bekannten Einrichtungen vermeidet.  



  Als Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, dass  durch die     Axialbewegung    beim Durchdrehen und  beim Blockieren mittels Stössel ein elektrischer Schal  ter     umgeschaltet    wird,     durch    dessen zwei Kontakt  paare zwei Stromkreise schliessbar sind, von denen  der eine ein die Leistung des Antriebsaggregates über  eine     Druckluftleitung    steuerndes     elektropneumati-          sches    Ventil einschliesst, das bei     Stromlosigkeit    eine       Minderung    oder Abschaltung der Leistung bewirkt,  und der zweite Stromkreis über das andere Kontakt  paar mittels eines elektropneumatischen Schalters in  zwei Abzweigstromkreise umschaltbar ist,

   von denen  der erste eine teilweise     Abbremsung    der Treibräder  und der zweite die Entlüftung des Bremszylinders  mittels eines elektropneumatischen Ventils bewirkt.  



       Zweckmässig    ist der Steuerkolben des     elektro-          pneumatischen    Umschalters vom     Bremsleitungsdurck          beaufschlagbar.     



  Statt dessen kann der Steuerkolben des     elektro-          pneumatischen    Umschalters auch von der das An  triebsaggregat steuernden     Druckluft    über     Leitungen    und  über ein mit einer verstellbaren     Rückflussdrossel        ver-          sehenes        Rückschlagventil    entgegen der Kraft einer  vorgespannten Feder     beaufschlagbar    sein, wobei eine  nach Art einer Schleppkupplung mit dem Kolben  verbundene Federkammer vorgesehen ist,

   durch wel-           chen    der elektrische Schalter über einen Stössel bei  durch die     Rückflussdrossel    verzögerter Entlüftung  der Kolbenkammer     rückschaltbar    ist.  



  Mit dieser Ausbildung der Vorrichtung wird er  möglicht, dass beim Durchdrehen und beim Blockie  ren sowohl die Antriebskraft des Motors     herunterge-          regelt    wird als auch die Bremsen     beaufschlagt    bzw.  entlüftet werden. Hierdurch wird eine schnelle Wirk  samkeit bei vergleichsweise geringer Abnahme des       Steuerdruckes    sichergestellt, so     dass.    die Motorleistung  infolge der geringen Abnahme des     Steuerdruckes    sehr  bald wiederhergestellt ist. Bei einer Zurücknahme  der     Leistung    und gleichzeitigen Bremsung im Falle  des     Durchdrehens    ist ein sanftes Greifen der Räder  gewährleistet.

   Die Gefahr von Getriebeschädigungen  ist dadurch so gut wie ausgeschlossen. überdies sorgt  die Anwendung des elektrischen Stromes für die  Steuervorgänge für eine hohe     Ansprechempfindlich-          keit    der Vorrichtung.  



  Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemä  ssen Vorrichtung sind nachstehend an Hand der  Zeichnung ausführlich erläutert. In dieser zeigt in  rein schematischer Weise       Fig.    1 eine schematische Darstellung der erfin  dungsgemässen Vorrichtung,       Fig.    la eine Draufsicht auf die Masse in der  Regelvorrichtung mit dem der Übertragung der Re  lativbewegung dienenden Hebel und       Fig.    2 eine schematische Darstellung eines wei  teren     Ausführungsbeispieles    der erfindungsgemässen       Vorrichtung.     



  Eine Masse 1     vollführt    im Falle des     Blockierens     bzw.     Durchdrehens    des Fahrzeugrades gegenüber der  Radachse 2 eine Relativbewegung. Dadurch. wird  eine mit einem Hebel 5 fest verbundene Rolle 3 aus  einer in der Masse 1 befindlichen Aussparung 4       herausbewegt,    derart, dass hierbei der Hebel 5 ent  gegen der Kraft einer Feder 6 im Sinne des Uhrzei  gers     herausschwenkt.    Der Hebel 5 ist in einem La  ger 7 schwenkbar gelagert, welches mit einem mit  der Radachse 2 fest verbundenen     Führungsteil    8  verbunden ist.  



  Beim     Verschwenken    des Hebels 5 im Sinne des  Uhrzeigers werden Stössel 9a, 9b nach rechts     bewegt,     wodurch ein gewölbtes elastisches Kontaktstück 10  eines Schalters 11 aus den Kontakten 12, 13 in. die  Kontakte 14, 15 bewegt wird. Die Umschaltung  erfolgt hierbei durch die     Elastizität    des gewölbten  Kontaktstückes 10, welches nach überschreiten eines  bestimmten mechanischen Impulses, der von den  Stösseln 9a, 9b bewirkt wird, nach der entgegen  gesetzten Seite ausbaucht. Diese Schaltvorgänge sind  sowohl beim Einsetzen des     Blockierens    als auch des       Durchdrehens    gleich.  



  Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Vor  richtung im Falle des     Durchdrehens    der Räder des  Fahrzeuges ist wie folgt:  Wenn die vorstehend näher erläuterte Schaltung  durchgeführt ist, dann ist die Verbindung der Kon  takte 12, 13 des Schalters 11 unterbrochen, was    zur Folge hat, dass eine mit dem Kontakt 13 in  Verbindung stehende Leitung 16 stromlos ist. Da  durch sperrt ein Magnetventil 17 eine pneumatische  Steuerleitung 18 zur Motorregulierung ab und ent  lüftet sie. Auf diese Weise wird der in der Zeichnung  nicht weiter dargestellte Antriebsmotor gegebenen  falls bis auf  Leerlauf      heruntergeregelt.     



  Nachdem die Verbindung der Kontakte 14, 15  des Schalters 11 hergestellt ist, wird über Leitungen  19, 20 und 21 sowie einen Umschalter 23 eine an  sich bekannte, jedoch zeichnerisch nicht dargestellte       Durchdrehschutzeinrichtung    betätigt, wobei Druck  luft von etwa 1 atü in den Bremszylinder 22 einge  steuert wird.  



  Beim  Greifen  des Rades auf der Schiene wird  die eingeleitete     Durchdrehschutzeinrichtung    ausge  schaltet, und alle Teile befinden sich wieder in der  normalen Fahrstellung.  



  Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Vor  richtung im Falle des     Blockierens    der Räder des  Fahrzeuges ist wie folgt:  Da ein Blockieren des Rades nur auftreten kann,  wenn eine Vollbremsung eingeleitet worden ist, ist  auch der     Umschalter    23 durch den eingespeisten  Druck     in    dem Bremszylinder 22 bei etwa 1,5 atü  umgeschaltet worden, weil der Steuerkolben 23a  dieses     Schalters    vom     Bremszylinderdruck        beaufschlag-          bar    ist.

   Dadurch stehen die beiden Leitungen 20 und  24 miteinander in Verbindung, so dass ein     Brems-          zylinder-Magnetentlüftungsventil    25 betätigt wird.  Dieses schliesst die Zuleitung zum Bremszylinder ab  und     bewirkt    im Bremszylinder 22 durch Entlüftung  eine kurzzeitige Druckabsenkung, bis sich das     blok-          kierte    Rad des Fahrzeuges wieder dreht. Als zusätzli  che Sicherung ist das Magnetventil 17 stromlos ge  worden, so dass die Leitung 18 für die Motorregulie  rung auf jeden Fall entlüftet ist.  



  Das in     Fig.    2 der Zeichnung dargestellte weitere  Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrich  tung ist bezüglich ihrer wesentlichen Elemente mit  der in     Fig.    1 gezeigten Anordnung identisch. Ein       Unterschied        besteht    darüber hinaus in allem darin, dass  der vom Druck des Bremszylinders     beaufschlagbare     Umschalter 23 durch einen Umschalter 26 ersetzt  ist, welcher von einem mit dem     Motorregulierungs-          druck    in der Leitung 28     beaufschlagten        Membrankol-          ben    26a     betätigbar    ist.  



  Ferner ist bei diesem Ausführungsbeispiel zwi  schen den Leitungen 18 und 28 ein     Rückschlagven-          til    27 mit einer einstellbaren Drossel 27a angeordnet,  welche die Aufgabe hat, beim Entlüften der Leitung  18 eine verzögerte Entlüftung der Leitung 28 zu  bewirken.  



  Die verzögerte Entlüftung bewirkt     hieibei    fol  gendes: Zunächst sei angenommen, die     pneumati-          sehe    Motorregulierung arbeite in dem Druckbereich  von 2,2 bis 4 atü, die Regulierung eines vorge  sehenen     Turbogentriebes    hingegen in dem Bereich  von 0,2 bis 2 atü. Wird nun beim Durchdrehen  durch Einschalten der erfindungsgemässen Vorrich-           tung    -das Magnetventil 17 kurzzeitig zum Entlüften  der Leitung 18 gezwungen, so wird der Druck in  der Leitung 28 nicht     unter    2,2 atü abgesenkt werden.

    Dies bedeutet, dass beim Einschalten der     Durchdreh-          bremse    der Antriebsmotor bis auf seinen Leerlauf       heruntergeregelt    werden kann, eine     Entleerung    des  Turbogetriebes aber auf jeden Fall vermieden wird.  



  Es wird ferner auch eine Kammer 31 vor dem       Membrankolben    26a verzögert entlüftet, so dass bei  einem angenommenen Druck von beispielsweise 2,0  atü die Kraft einer den     Membrankolben    26a be  lastenden Feder 36 diesen und damit auch eine Fe  derkammer 35 nach links bewegt. Der Schalter 11  wird dabei so umgeschaltet, dass die Verbindung 12,  13 verzögert wiederhergestellt wird. Dadurch ist ge  währleistet, dass der     Durchdrehschutz    unabhängig von  der mechanischen Betätigung genügend lange wirkt.  



  Die Wirkungsweise der in     Fig.    2 der Zeichnung  dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist im  Falle des     Durchdrehens    der Räder des Fahrzeuges  wie folgt:  Durch Unterbrechen der Verbindung 12, 13 wird  über das Magnetventil 17 die Leitung 18 entlüftet.  Über die Leitungen 19, 20, 21 sowie die Anschlüsse  14, 15 bzw. 29, 30 in dem Umschalter 26 wird die       Durchdrehschutzeinrichtung    in der bereits beschrie  benen Weise     beaufschlagt    und speist einen Druck bis  1,0 atü in den Bremszylinder 22 ein.  



  Die Wirkungsweise im Falle des     Blockierens    der  Räder des Fahrzeuges ist wie folgt:  Beim Einleiten einer Vollbremsung wird durch  den Lokomotivführer der Antriebsmotor auf  Leer  lauf      heruntergeregelt,    wobei das Turbogetriebe nicht  entleert ist. Damit ist auch die Kammer 31 der  erfindungsgemässen Vorrichtung auf beispielsweise  2 atü entlüftet. Eine Feder 32 im Umschalter 26 be  wirkt eine Unterbrechung der     Verbindung    29, 30  unter gleichzeitiger Herstellung der Verbindung 33,  34. Die kurzzeitige Druckabsenkung im Brems  zylinder 22 beim Gleiten erfolgt nunmehr durch Be  tätigung des     Bremszylinder-Magnetentlüftungsventils     25 über die Leitungen 24, 20, 19 sowie die An  schlüsse 33, 34 und 14, 15.  



  Die Federkammer 35 hat die Aufgabe, die Be  wegung bei der     Gleitschutzbetätigung    über die Stössel  <I>9a, 9b,</I> 9c aufzunehmen und von dem Umschalter  26 fernzuhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Regelvorrichtung zur Beeinflussung der pneuma tischen Bremseinrichtung sowie der pneumatischen Steuerung des Antriebsaggregates, insbesondere von Schienenfahrzeugen, welche auf die Relativbewegung einer rotierenden Masse gegenüber der sich drehen den Achse eines Fahrzeugrades anspricht und da durch sowohl eine Einrichtung zum Verhindern des Durchdrehens als auch eine Einrichtung zum Ver meiden des Blockierens der Räder steuert, wobei die Relativbewegung der rotierenden Masse in eine Axialbewegung umgewandelt wird, dadurch gekenn zeichnet, dass durch die Axialbewegung beim Durch drehen und beim Blockieren mittels Stössel (9a, 9b) ein elektrischer Schalter (11)
    umgeschaltet wird, durch dessen zwei Kontaktpaare (12, 13 und 14, 15) zwei Stromkreise schliessbar sind, von denen der eine Stromkreis (19, 12, 13, 16) ein die Leistung des Antriebsaggregates über eine Druckluftleitung (18) steuerndes elektropneumatisches Ventil (17) ein schliesst, das bei Stromlosigkeit eine Minderung oder Abschaltung der Leistung bewirkt, und der zweite Stromkreis über das andere Kontaktpaar (14, 15) mittels elektropneumatischen Schalters (23 bzw. 26) in zwei Abzweigstromkreise (19, 14, 15, 20, 21 bzw.
    19, 14, 15, 20, 24) umschaltbar ist, von denen der erste eine teilweise Abbremsung der Treibräder und der zweite die Entlüftung des Bremszylinders (22) mittels eines elektropneumatischen Ventils bewirkt. UNTERANSPRÜCHE 1. Regelvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da'ss der Steuerkolben (23a) des elektropneumatischen Umschalters (23) vom Bremszylinderdruck'beaufschlagbar ist. 2.
    Regelvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben (26a) des elektropneumatischen Umschalters (26) von der das Antriebsaggregat steuernden Druckluft über Lei tungen (18, 28) und über ein mit einer verstellbaren Rückflussdrossel (27a) versehenes Rückschlagventil (27) entgegen der Kraft einer vorgespannten Fe der (36) beaufschlagbar ist und! dass eine nach Art einer Schleppkupplung mit dem Kolben verbundene Federkammer (35) vorgesehen ist, durch welche der elektrische Schalter (11) über einen Stössel (9c) bei durch die Rückflussdrossel (27a) des Rückschlagven- tils (27)
    verzögerter Entlüftung der Kolbenkammer (31) rückschaltbar ist.
CH1213860A 1960-06-24 1960-10-31 Regelvorrichtung für die Bremseinrichtung, insbesondere von Schienenfahrzeugen CH396078A (de)

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