Innennahtrippenbeschneidmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Beschneiden der Innennahtrippen von teil weise fertiggestellten Rahmenschuhen. Der Ausdruck Innennahtrippe bezeichnet hier die Rippe aus der durch die Innennaht zusammengehaltenen Brandsoh- lenrippe, dem Rahmen und dem Schaftwerkstoff.
Es ist allgemein bekannt, dass der an die Brand sohlenrippe angenähte Rahmen sich an den Schuh schaft anlegt, anstatt die wünschenswerte flache Lage einzunehmen, in welcher der Rahmen sich in einer parallel zur Unterseite der Brandsohle verlaufenden Ebene befindet. Dieses Anlegen des Rahmens an den Schuhschaft ist das Ergebnis der auf den Aussen rand des Rahmens einwirkenden Spannung und des auf die Nahtlinie zur Wirkung kommenden Druckes und tritt insbesondere an der Schuhspitze und anderen Stellen mit verhältnismässig kleinen Krümmungsra- dien auf.
Damit der Rahmen die erwünschte flache Lage einnimmt, wird er nach dem Beschneiden der Innennahtrippe gewöhnlich einem Anklopfvorgang unterworfen. Das Anklopfen des Rahmens wird mit tels einer besonderen Maschine vorgenommen, wel che die sich auf den Rahmen auswirkenden Belastun gen aufhebt oder in erwünschtem Mass verringert.
Nach dem Beschneiden der Innennahtrippe ist es häufig erwünscht, ihre beschnittene Oberfläche zu glätten, damit die von dem Beschneidvorgang herrüh renden Unregelmässigkeiten ausgeglichen werden. Dieser Arbeitsvorgang wird ebenfalls in einer beson deren Maschine ausgeführt.
Man hat schon versucht, eine Maschine herzustel len, mit welcher die Innennahtrippe beschnitten und ihre Oberfläche durch Klopfen und Reiben geglättet werden kann, wobei die Neigung des Rahmens, sich an den Schuhschaft anzulegen, gleichzeitig aufgeho ben oder verringert wird, jedoch konnte bislang keine handelsmässig annehmbare Maschine erzeugt werden.
Dieses Ergebnis hat seine Ursache darin, dass die zusätzlichen, zum Ausführen des Klopfens und des Reibens der Oberfläche der Innennahtrippe erforder lichen Mittel den Sichtbereich der Bedienungsperson über die Beschneidstelle derartig beeinträchtigen, dass die Arbeitsgeschwindigkeit in beträchtlichem Masse verringert wird. Infolgedessen wird der durch das Vereinigen dieser Arbeitsvorgänge in einer Maschine erhaltene Vorteil zunichte gemacht.
Die Erfindung bezweckt, eine Maschine zu schaf fen, in welcher die Arbeitsschritte des Beschneidens der Innennahtrippe und des Glättens ihrer Ober fläche vereinigt werden und die erforderlichen zu sätzlichen Mittel den Sichtbereich der Bedienungs person über die Beschneidstelle nicht beeinträchtigen, die jedoch genau so leicht und schnell bedient wer den kann, wie Maschinen zum Ausführen der Ar beitsschritte des Beschneidens der Innennahtrippe, des Glättens ihrer Oberfläche und des Anklopfens des Rahmens je für sich.
Die erfindungsgemässe Innennahtrippenbeschneid- maschine mit Werkstückvorschubmitteln, mit einem Beschneidwerkzeug und reit Mitteln zum Antreiben der Werkstückvorschubmittel und des Beschneid werkzeuges, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Be- schneidwerkzeug mit Mitteln, z. B. Ansätzen oder Vorsprüngen, zum Ausüben einer Anklopf- und Reibwirkung auf das Werkstück während des Be- schneidvorganges versehen ist.
Das Beschneidwerkzeug kann eine drehbar an geordnete, eine Klinge aufweisende Halterung ent halten und mit einer Vielzahl von Ansätzen auf dem Umfang der Halterung neben der Klinge versehen sein. Das Beschneidwerkzeug kann aber auch ein drehbares, tassenförmiges Messer sein, das mit einer Vielzahl von auf seinem Umfang neben seiner Schneidkante vorgesehenen Ansätzen versehen ist.
In beiden Fällen können sich die Ansätze des Beschneid- werkzeuges radial nach aussen über die Schneidkante des Beschneidwerkzeuges hinaus erstrecken, und jeder der Ansätze kann aus einem im wesentlichen keil förmigen Vorsprung bestehen, der zum Klopfen und Reiben der Innennahtrippe während des Beschneid- vorganges mit dem Werkstück in Eingriff tritt.
Die Innennahtrippenbeschneidmaschine kann ein einen Teil der Werkstückvorschubmittel bildendes Vorschubrad aufweisen, welches einen konkaven Teil umfassen kann, in welchen die Schneidkante des Be- schneidwerkzeuges und die Ansätze hineintreten,
wo bei eine Umdrehungsachse des Vorschubrades in be zog auf die Ebene der Schneidkante des Beschneid- werkzeuges und auf die Umdrehungsachse des Be- schneidwerkzeuges geneigt sein kann.
Das Beschneidwerkzeug kann ein gebogenes Be- schneidmesser sein und mit einem Glätteisen mit Vorsprüngen zum Klopfen und Reiben der Innen nahtrippe während des Beschneidvorganges versehen sein. Dabei kann das zusammen mit dem Beschneid- messer bewegliche Glätteisen an der Seite des Beschneidmessers angeordnet sein, welche seiner Schneidkante gegenüberliegt.
Weiter können an einer mit dem Werkstück in Eingriff tretenden Oberfläche des Glätteisens Vorsprünge vorgesehen sein, und die mit dem Werkstück in Eingriff tretende Oberfläche kann sich von der Schwenkachse des Beschneidmes- sers nach aussen über seine Unterfläche hinaus er strecken. Schliesslich kann das Glätteisen einstellbar an einem zum Betätigen des Beschneidmessers die nenden Hebel angeordnet sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Maschine dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht eines Teiles einer Ma schine zum Beschneiden der Innennahtrippe und zum Glätten ihrer Oberfläche, Fig. 2 eine Schnittansicht eines sich in Bear beitung befindlichen Rahmenschuhes und der Be schneide- und Vorschubmittel der Maschine, wobei der Schnitt durch den breitesten Teil des Schuhes Cr führt worden ist, Fig. 3 eine durch den breitesten Teil des Schuhes geführte Schnittansicht, in welcher ein Rahmen ab gebildet ist, der sich an den Schuhschaft angelegt hat,
Fig. 4 eine Einzelansicht einer Ausführungsform eines mit Anklopfmitteln versehenen Beschneidwerk- zeuges in Arbeitslage in bezog auf die Werkstück vorschubmittel der Maschine, Fig. 5 eine Einzelansicht einer weiteren Ausfüh rungsform des mit Anklopfmitteln versehenen Be- schneidwerkzeuges, Fig. 6 eine Draufsicht auf abgeänderte Mittel zum Beschneiden der Innennahtrippe und zum Glät ten ihrer Oberfläche,
Fig. 7 eine Schnittansicht nach der Linie VII-VII der Fig. 6 einschliesslich eines Teiles eines Schuhes, Fig. 8 eine Seitenansicht der in Fig. 6 abgebilde ten Mittel, Fig. 9 eine Seitenansicht der in Fig. 8 abgebil deten Mittel einschliesslich einer im Schnitt dargestell ten Ansicht der Innennahtrippe eines in die Maschine eingeführten Schuhes,
Fig. 10 eine Schnittansicht der beschnittenen Innennahtrippe des in Fig. 9 abgebildeten Schuhes vor dem Glätten der Oberfläche der Innennahtrippe und Fig. 11 eine der Fig. 10 ähnliche Ansicht, in welcher die Innennahtrippe nach dem Glätten ihrer Oberfläche abgebildet ist.
In Fig. 1 sind die in einer Innennahtrippenbe- schneidmaschine gewöhnlich vorgesehenen Werk stückvorschubmittel und ein drehbares, zum Be schneiden der Innennahtrippe dienendes Beschneid- werkzeug 2 abgebildet.
Ein angetriebcnes Vorschub rad 4, eine Rahmenfaltenführung 6 und eine sich drehende Rippenführung 8 wirken mit dem Be- schneidwerkzeug 2 zusammen und befinden sich neben einem Beschneidpunkt C, der innerhalb einer die Schneidkante des Beschneidwerkzeuges 2 darstel lenden Ebene P (Fig. 1, 4 und 5) liegt.
Die Rahmen faltenführung 6 ist so ausgebildet und in der Ma schine angeordnet, dass sie in die Falte zwischen einem Rahmen 10 (Fig. 2) und einem Schuhschaft 12 eines teilweise fertiggestellten Schuhes eintritt, um den Rahmen 10 gegen das Vorschubrad 4 zu drücken und das Bewegen des Schuhes in die Maschine hin ein zu beschränken. Das Vorschubrad 4 hat eine gerändelte Aussenfläche 14, die mit der der Rahmen faltenführung 6 gegenüberliegenden Oberfläche des Rahmens 10 in Eingriff tritt. Das Vorschubrad 4 ist zum Aufnehmen eines Teiles des Beschneidwerk- zeuges 2 konkav ausgebildet.
Die Rippenführung 8 tritt mit der Innenfläche einer Brandsohlenrippe 16 in Eingriff und kann ortsfest oder drehbar angeordnet sein oder auch angetrieben werden.
Die Maschine hat ein Gestell 18, in dem eine Antriebswelle 20 lagert, die in geeigneter Weise, zum Beispiel mittels eines motorgetriebenen Riemens und einer Riemenscheibe 22 (Fig. 1), angetrieben wird. Das Vorschubrad 4 ist auf einer nicht dargestellten, eine Achse A aufweisenden Welle befestigt. Diese Welle ist ebenfalls in dem Gestell 18 gelagert und wird mittels nicht dargestellter Zahnräder von der Antriebswelle 20 her angetrieben. Wie aus Fig. 1,4 und 5 - ersichtlich, verläuft die Achse A der das Vorschubrad 4 tragenden Welle schräg zu der die Schneidkante des Beschneidwerkzeuges 2 darstellen den Ebene P.
Die Rahmenfaltenführung 6 besteht aus einem auf einem Stift 24 gelagerten Leerlaufrad. Der Stift 24 ist in einen Hebel 26 eingeschraubt, der an dem Gestell 18 verschwenkbar angeordnet ist. Die Rah menfaltenführung 6 steht unter einer dieselbe in Richtung auf das Vorschubrad 4 gegen den Rahmen 10 drängenden Federkraft und kann zum Erleichtern des Einbringens eines Schuhes in die Maschine mit- tels eines nicht dargestellten Fusshebels aus ihrer Arbeitsstellung fortbewegt werden.
Die Maschine ist mit nicht dargestellten und an sich bekannten Mitteln zum Einstellen des Abstandes der Rahmenfaltenführung 6 von dem Vorschubrad 4 versehen. Die Rippenführung 8 ist drehbar an einem Befestigungsarm 28 angebracht, der um eine nicht dargestellte, in dem Gestell 18 befestigte Welle ver- schwenkbar ist. Wie schon erwähnt, kann die Rip penführung 8 kraftbetrieben werden oder am Unter ende des Befestigungsarmes 28 leerlaufen. Die Schwenkbewegung des Befestigungsarmes 28 wird mit tels eines Hebelarmes 30 geregelt, der an den oben erwähnten Fusshebel angeschlossen ist.
Beim Betäti gen des Fusshebels werden der Hebelarm 30 und der einstellbar mit dem Hebelarm 30 verbundene Be festigungsarm 28 zum Fortbewegen der Rippenfüh- rung 8 aus ihrer Arbeitsstellung verschwenkt, damit ein Schuh leicht in die Maschine eingeführt werden kann. Sobald der Fusshebel freigegeben wird, drückt eine nicht dargestellte Feder die Rippenführung. 8 gegen die Innenfläche der Brandsohlenrippe 16.
Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, befindet sich der zu bearbeitende Schuh auf einem Leisten 32 und enthält ausser dem Rahmen 10, dem Schuhschaft 12 und der Brandsohlenrippe 16 eine Brandsohle 34, Brandsohlenverstärkungsmaterial 36, ein Futter 38 und eine die Innennaht bildende Nahtlinie 40. Der in Fig. 3 mit ausgezogenen Linien dargestellte Rah men 10 hat sich an den Schuhschaft 12 angelegt, während der mit gestrichelten Linien angedeutete Rahmen 10 die erwünschte, im wesentlichen parallel zur Oberfläche der Brandsohle 34 verlaufende flache Lage einnimmt.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform des Be- schneidwerkzeuges 2 abgebildet, und zwar enthält dieses Beschneidwerkzeug 2 eine auswechselbare Klinge 42, die an einer aus mehreren Teilen beste henden Halterung 44 befestigt ist. Die Halterung 44 befindet sich auf einer um eine Achse B drehbaren Welle 46, die ein Zahnrad 48 trägt. Der Antrieb des Zahnrades 48 erfolgt mittels eines nicht dar gestellten, die Welle 46 mit der Antriebswelle 14 verbindenden Zahnradgetriebes. Das Beschneidwerk- zeug 2 ist mittels einer Einstellschraube 50 entlang seiner Umdrehungsachse B in an sich bekannter Weise verstellbar.
Eine Vielzahl von gleich weit von einander entfernten Ansätzen 52 sind in geringem Abstand von der die Schneidkante der Klinge 42 darstellenden Ebene P an der Aussenfläche der Hal terung 44 befestigt. Die Ansätze 52 sind im wesent lichen keilförmig, haben jedoch abgerundete Ecken 54 und 56.
In Fig. 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform des ebenfalls mit den Ansätzen 52 versehenen Be- schneidwerkzeuges 2 abgebildet. Dieses Beschneid- werkzeug 2 hat keine auswechselbare Klinge wie das in Fig. 4 dargestellte Beschneidwerkzeug 2, sondern besteht aus einer tassenförmigen, eine Schneidkante 60 aufweisenden Klinge 58.
Während die Ansätze 52 bei der in Fig. 4 abgebildeten Ausführungsform des Beschneidwerkzeuges 2 an der Halterung 44 an gebracht sind, befinden sich die Ansätze 52 des in Fig. 5 dargestellten Beschneidwerkzeuges 2 unmittel bar an der Klinge 58. Bei beiden Ausführungsformen des Beschneidwerkzeuges 2 wirken die Ansätze 52 in der gleichen Weise.
Da die Achse A des Vorschubrades 4 zu der Ebene P der Schneidkante des Beschneidwerkzeu- ges 2 geneigt ist, steht genügend Raum zum Aufneh men der Schneidkante des Beschneidwerkzeuges 2 und der Ansätze 52 in dem konkaven Teil des Vor schubrades 4 zur Verfügung.
Zwar erstreckt sich die Schneidkante des Beschneidwerkzeuges 2 bis an die Oberfläche des Vorschubrades 4, jedoch verbleibt ein geringer Zwischenraum zwischen der Oberfläche des Vorschubrades und der Schneidkante des Be- schneidwerkzeuges 2.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird der Schuh so in die Maschine eingebracht, dass der Rahmen 10 zwischen dem Vorschubrad 4 und der Rahmenfalten führung 6 erfasst wird. Das Vorschubrad 4 und die sich drehende Rippenführung 8 wirken zum Vor schieben der Innennahtrippe nach der Schneidkante des Beschneidwerkzeuges 2 mit der Rahmenfalten führung 6 zusammen.
Der mittels des Beschneidwerk- zeuges 2 ausgeführte Schnitt erstreckt sich entlang einer Linie 62 (Fig. 2). Während des Beschneidens der Innennahtrippe gelangen die einen grösseren Um fang als die Schneidkante des Beschneidwerkzeuges 2 aufweisenden Ansätze 52 mit der Innennahtrippe in Eingriff und glätten die Oberfläche der Innennaht- rippe, indem sie eine Reibwirkung auf diese Ober fläche ausüben.
Infolgedessen wird die Höhe der be schnittenen Innennahtrippe in einem Mass verringert, das durch eine Linie 64 in Fig. 2 angedeutet ist. Ausserdem dienen die Ansätze 52 zum Anklopfen zu mindest des inneren Teiles des Rahmens 10 an die Rahmenfaltenführung 6.
Infolge der verhältnismässig grossen Anzahl der Ansätze 52 an dem Beschneidwerkzeug 2 und der hohen Umdrehungsgeschwindigkeit des Beschneid- werkzeuges 2 wird eine grosse Vielzahl von schnell aufeinander folgenden Schlägen auf die beschnittene Innennahtrippe ausgeübt.
Hierdurch wird nicht nur die Oberfläche der Innennahtrippe geglättet, sondern es werden auch die in dem Rahmen 10 bestehenden Spannungen aufgehoben oder verringert, so dass der Rahmen 10 in die Lage gebracht wird, in welcher er parallel zu der beschnittenen Oberfläche der Innen nahtrippe und der Oberfläche der Brandsohle 34 verläuft.
Das Beschneidwerkzeug 2 kann auch die Form eines Beschneidmessers 66 (Fig. 6 bis 9) aufweisen. Da das Beschneidmesser 66 zum Beschneiden der Innennahtrippe nicht wie die in Fig. 4 und 5 abgebil deten Beschneidwerkzeuge 2 gedreht, sondern mit hoher Geschwindigkeit hin und her geschwenkt wird, muss die Ausbildung der Innennahtrippenbeschneid- maschine entsprechend verändert werden.
Diese Ver- änderungen bilden jedoch keinen Teil der Erfindung und werden deshalb nicht ausführlich beschrieben.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich, besteht das Beschneid- messer 66 aus einer gebogenen Klinge, die mit dem Vorschubrad 4 in Schereingriff steht. Das Beschneid- messer 66 ist einstellbar an einem Hebel 68 fest- geklen=.mt, der um einen Stift 70 verschwenkbar ist. Der Stift 70 befindet sich in einem einstellbar an dem Gestell 80 befestigten Tragarm 72.
Ein Kurbel arm 74 ist an dem Hebel 68 angelenkt und wird in bekannter Weise von einer nicht dargestellten Kur belwelle bewegt, die mittels Riemen und Riemen scheiben oder dergleichen an die Antriebswelle 20 angeschlossen ist.
Das Beschneidmesser 66 ist so ausgebildet und angeordnet, dass seine Unterfläche 76 mit dem Kreis bogen eines Kreises zusammenfällt, dessen Mittel punkt M durch die Achse des Stiftes 70 gebildet wird. Die Klinge des Beschneidmessers 66 ist in der in Fig. 6 bis 8 dargestellten Weise so geschliffen, dass auf einer Seite eine Schrägfläche 78 entsteht, welche mit der Unterfläche 76 eine bogenförmig; Schneidkante 80 auf dieser Seite des Beschneidmes- sers 66 bildet.
Obwohl lediglich die Unterfläche 76 des in den Zeichnungen dargestellten Beschneidmes- sers 66 mit einer Riffelverzahnung 82 versehen ist, kann auch die Schrägfläche 78 mit einer Riffelver- zahnung ausgestattet werden.
Das Beschneidmesser 66 wirkt mit einer kon kaven Scherfläche 84 des zusammen mit dem Be- schneidmesser 66 verwendeten Vorschubrades 4 zu sammen und wird so eingestellt, dass die Unterfläche 76 mit der Scherfläche 84 in Schereingriff steht.
Wenn das Beschneidmesser 66 durch die über den Kurbelarm 74 und den Hebel 68 wirkende Kurbel welle hin und her bewegt wird, führt es kurze Arbeits hübe mit hoher Geschwindigkeit aus, wobei es von der mit ausgezogenen Linien in Fig. 6 und 8 ab gebildeten Stellung in die in diesen Figuren mit strichpunktierten Linien dargestellte Lage gelangt und nicht aus der Aussenkante 86 des V orschub- rades 4 heraustritt.
Damit das Beschneidmesser 66 die Innennaht rippe durch Reiben und Klopfen glättet, ist dem Beschneidmesser 66 ein Glätteisen 88 zugeordnet. Ein Oberende 90 des Glätteisens 88 ist mittels einer aus einem Schlitz und einer Schraube bestehenden Verbindung 92 einstellbar an dem Hebel 68 befestigt, so dass es zusammen mit dem Beschneidmesser 66 hin und her geschwenkt wird. Eine bogenförmige, mit dem Werkstück in Eingriff tretende Fläche 94 des Glätteisens 88 ist mit einer Anzahl von Vor sprüngen 96 versehen.
Wie aus Fig.6 und 7 er sichtlich, befindet sich das Glätteisen 88 an der Seite des Beschneidmessers 66, die der Schneidkante 80 gegenüberliegt. Ein Vorderteil 98 des Glätteisens 88 erstreckt sich unterhalb der kegelförmigen Aussen fläche 14 des Vorschubrades 4.
Das Glätteisen 88 wird mittels der Verbindung 92 so eingestellt, dass seine mit dem Werkstück in Eingriff tretende Oberfläche 94 sich unterhalb der Unterfläche 76 des Beschneidmessers 66 (siehe Fig. 7 und 8) erstreckt.
Die mit dem Werkstück in Eingriff tretende Oberfläche 94 ist vorzugsweise nicht gleich mittig mit der Unterfläche 76 des Beschneidmessers 66, sondern hat einen grösseren Krümmungsradius, damit sie eine sich fortschreitend erhöhende Reib wirkung auf die Oberfläche der von dem Beschneid- messer 66 beschnittene Innennahtrippe ausübt. Es ist somit ersichtlich, dass die Vorsprünge 96 nicht nur zum Reiben der Oberfläche der Innennahtrippe, sondern auch zum Klopfen der Innennahtrippe die nen.
Wenn das Beschneidmesser 66 als das Beschneid- werkzeug 2 verwendet wird, dann wird der Schuh so in die Maschine eingebracht, dass die Rahmen faltenführung 6 mit dem Rahmen 10 in Eingriff tritt und ihn nach oben gegen die gerändelte Aussen fläche 14 des Vorschubrades 4 drückt, und dass die Rippenführung 8 in Anlage an die Innenfläche der Brandsohlenrippe 16 gerät.
Falls ein Teil der Innen nahtrippe nach aussen über den Rahmen 10 hinweg gebogen ist, wird dieser Teil von einer Schuhführung 100 (Fig. 6) erfasst und in aufrechtstehende Lage ge führt, bevor dieser Teil der Innennahtrippe die Be- schneidstelle erreicht.
Der Schuh wird in Richtung auf die sich hin und her bewegende Schneidkante 80 des Beschneidmessers 66 vorbewegt. Zum Beschnei den der Innennahtrippe in dem in Fig. 10 dargestell ten Masse wirkt die Schneidkante 80 mit der Scher- fläche 84 des Vorschubrades 4 zusammen. Der Schnitt wird oberhalb der Nahtlinie 40 ausgeführt, damit die Stiche nicht zerschnitten werden.
Die be schnittene Oberfläche der Innennahtrippe wird dar aufhin der Einwirkung des Glätteisens 88 ausgesetzt, das zusammen mit dem Beschneidmesser 66 hin und her geschwenkt wird. Da die mit dem Werkstück in Eingriff tretende Oberfläche 94 des Glätteisens 88 sich über die Unterfläche 76 des Beschneidmessers 66 hinaus erstreckt, wird die Höhe der Innennaht- rippe so weit verringert, dass die Inn--nnahtrippe nur etwas über die Nahtlinie 40 hinausragt. Die Rahmen faltenführung 6 wirkt bei diesem Arbeitsvorgang als Amboss.
Je nach dem Ausmass des Verkippens des Schuhes kann das Glätteisen 88 auch mit der an der Laufsohle anliegenden Oberfläche des Rahmens 10 in Eingriff treten, um eine Anklopfwirkung auf den von der Rahmenfaltenführung 6 abgestützten Rah men 10 auszuüben. Dies ist besonders dann vorteil haft, wenn der Rahmen 10 sich an den Schuhschaft 12 angelegt hat.
Da das Glätteisen 88 zusammen mit dem Be- schneidmesser 66 bewegt wird, hat es die gleiche Ge schwindigkeit und Schwingungsweite wie das Be- schneidmesser 66. Das Glätteisen 88 kann auch mit dem Beschneidmesser 66 aus einem Stück bestehen oder unmittelbar an dem Beschneidmesser 66 be festigt werden. Falls das Glätteisen 88 unmittelbar an dem Beschneidmesser 66 angebracht ist, kann es in Höhenrichtung in bezug auf das Beschneidmesser 66 einstellbar sein.