<B>Schaltungsanordnung zur Einzelauflösung der Verschlüsse von Weichen einer</B> Fahrstrasse <B>in einem elektrischen Eisenbahnstellwerk</B> Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsan ordnung zur Einzelauflösung der Verschlüsse der Weichen einer Fahrstrasse in einem elektrischen Eisenbahnstellwerk, in dem jeder Weiche ein Fahr strassenstellrelais, ein erstes und ein zweites Fahr- strassenverschlussrelais und zwei Auflöserelais zuge ordnet sind. Bekanntlich werden die Fahrstrassen stellrelais nur betätigt, wenn durch Drücken einer Start- und einer Zieltaste eine Fahrstrasse ausgewählt wird, zu der die Weiche als zu befahrende Weiche gehört.
Das erste Verschlussrelais wird betätigt, wenn eine Fahrstrasse für eine Rangierfahrt ausgewählt worden ist und die Weiche die richtige Lage ein nimmt. Das zweite Verschlussrelais wird betätigt, wenn eine Fahrstrasse für eine Zugfahrt ausgewählt worden ist und die Weiche die richtige Lage ein nimmt. Das Zurückstellen dieser Relais, d. h. das Auflösen der Teilfahrstrasse über die Weiche, erfolgt bei einer Fahrt über die Fahrstrasse automatisch, wenn beide Auflöserelais in der Wirkstellung sind und der Weichenabschnitt von Fahrzeugen geräumt ist.
Ist die automatische Auflösung gestört oder findet die beabsichtigte Fahrt nicht statt, so können die für eine Rangierfahrstrasse betätigten Fahrstrassenrelais durch Drücken einer Rücknahmetaste jederzeit ohne Nachweis zurückgestellt werden und die für eine Zug fahrstrasse betätigten Fahrstrassenrelais können hilfs weise durch Drücken einer Hilfsauflösetaste zurück gestellt werden. Diese Hilfsauflösung wird automa tisch registriert, z. B. durch ein Zählwerk, und muss als betrieblich notwendig nachgewiesen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zum Steuern der Auflöserelais von Weichen zu schaffen, bei der sichergestellt ist, dass bei Zugfahrten das erste Auflöserelais einer Wei che beim Besetzen des vor der Weiche liegenden Ab- schnittes und das zweite Auflöserelais unabhängig vom Gleisrelais des eigenen Abschnittes erst beim Besetzen des in der vorgesehenen Fahrrichtung fol genden Abschnittes angeschaltet wird.
Die Schal tungsanordnung besteht zweckmässig aus solchen Teilschaltungseinheiten, die in einfacher Weise den örtlichen Verhältnissen angepasst werden können. Dies ist beispielsweise erforderlich, wenn ein Gleisab schnitt nicht nur eine, sondern mehrere durch das selbe Gleisrelais überwachte Weichen enthält. Ferner ist es vorteilhaft, ohne wesentliche Änderungen das Auflösen einer Weiche, d. h. das Zurückstellen der Fahrstrassenrelais der Weiche, beim Räumen des eigenen Abschnittes oder erst beim Räumen des fol genden Abschnittes auszulösen.
Gemäss der Erfindung ist dies dadurch erreicht, dass jedes Auflöserelais zwei Wicklungen hat, von denen die erste über einen der Gleisanlage nachgebil deten Stromkreis in Abhängigkeit von einem Kontakt des Gleisrelais und eines Auflöserelais des an dem einen Ende des eigenen Abschnittes angrenzenden Nachbarabschnittes anschaltbar ist, während die zweite Wicklung durch Kontakte des Gleisrelais, der Fahrstrassenstellrelais und beider Auflöserelais des eigenen Abschnittes anschaltbar ist und den beim Besetzen des benachbarten Abschnittes angezogenen Anker nach dem Räumen dieses Abschnittes und des eigenen Abschnittes angezogen hält, bis mindestens die Fahrstrassenstellrelais des eigenen Abschnittes zurückgestellt worden sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt die auf einen Gleisabschnitt mit einer Weiche entfallende Teilschaltungseinheit für die Stromkreise der ersten Wicklungen der beiden Auflö- serelais einer Weiche. In Fig. 2 sind die Stromkreise der zweiten Wick lungen der beiden Auflöserelais, in Fig. 3 die Rückstellstromkreise der zugehöri gen Fahrstrassenstellrelais und in Fig. 4 der Rückstellstromkreis des ersten Ver- schlussrelais gezeigt.
In Fig. 5 ist ein Gleisplanausschnitt und in Fig. 6 die schaltungsmässige Verbindung der Ansprechstromkreise der in den Relaisgruppen be nachbarter Weichen angeordneten Auflöserelais dar gestellt.
Fig. 7 und 8 zeigen einen Gleisabschnitt mit einer doppelten Kreuzungsweiche und die Schaltung der ersten Wicklungen der zugehörigen Auflöserelais.
Fig. 9 und 10 zeigen einen Gleisabschnitt mit drei durch dasselbe Gleisrelais überwachten Weichen und die Schaltung der ersten Wicklungen der zugehörigen Auflöserelais.
Gewöhnliche Relais bzw. deren Wicklungen sind durch einen Kreis dargestellt. Stützrelais, von denen nur die Rückstellwicklungen gezeigt sind, sind durch ein Quadrat dargestellt. Die Pfeile mit Querstrich in diesen Symbolen deuten an, dass der Anker der Rückstellwicklung in der angezogenen Lage durch den abgefallenen Anker der nicht gezeigten Einstell wicklung abgestützt ist. Ein geöffneter Kontakt, z. B. WA 1 a3 in Fig. 1, ist durch einen kurzen Strich darge stellt, der die zugehörige Leitung rechtwinklig kreuzt. Ein geschlossener Kontakt, z. B. WA1a5 in Fig. 4, ist durch eine kurze Linie dargestellt, die an der Leitung endet.
Neben Kontakten von normalerweise erregten Relais, z. B. neben dem Kontakt WF1l (Fig. 1) des Gleisrelais WF1 der Weiche W1, ist ein Pfeil einge zeichnet. Die einer Weiche oder einem Gleis zugeord neten Relais sind mit den Buchstaben W bzw. G be zeichnet; die in den Bezugszeichen ausserdem ver wendeten Buchstaben bedeuten:
EMI0002.0003
F <SEP> Gleisrelais <SEP> für <SEP> Rangier A <SEP> Auflöserelais <SEP> fahrstrasse
<tb> S <SEP> Fahrstrassen- <SEP> VZ <SEP> Festlegerrelais
<tb> stellrelais <SEP> für <SEP> Zugfahrstrasse
<tb> L <SEP> Lageüber- <SEP> T <SEP> Taste
<tb> wachungsrelais <SEP> P <SEP> Pluslage
<tb> VR <SEP> Verschlussrelais <SEP> M <SEP> Minuslage Die hinter diesen Buchstaben folgende Ziffer ent spricht der Ziffer der zugehörigen Weiche bzw. des Gleises.
Die beiden Auflöserelais, von denen jedes je eine Wicklung<I>X</I> und<I>Y</I> hat, sind durch die Buchsta ben a und b unterschieden. Bei Relaiskontakten ist an die Bezeichnung des Relais eine laufende Ziffer angehängt, z. B. sind WA1 b 1 bis WA 1b5 Kontakte des Relais WA1b, d. h. des zweiten b Auflöserelais A der Weiche W1. Der Kontakt TH wird von einer Hilfsauflösetaste und der Kontakt TW1 von einer der Weiche W1 zugeordneten Taste gesteuert.
Die in den Fig. 1 bis 4, 8 und 10 gezeichnete Lage der Relais bzw. ihrer Kontakte gilt bei Grund- Stellung der Schaltung. Dabei ist angenommen, dass sämtliche Weichen die in Fig. 5 und 9 durch stark ausgezogene Linien angedeutete Pluslage einnehmen. Die Kontakte WLP11 und WLP31 (Fig. 1), WLP41 und WLP51 (Fig. 8) sowie WLP61, WLP71 und WLP81 (Fig. 10) von nicht dargestellten Lageüber- wachern für die Pluslage der Weichen W 1 und W3 bzw. W4 und W5 bzw. W6 bis W8 sind daher ge schlossen.
Wird in der Gleisanlage nach Fig. 5 die Zugfahr strasse von Gleis G1 nach Gleis G2 eingestellt, bei welcher die Pluslagen der Weichen W1 und W3 er forderlich sind, so werden in nicht dargestellten Stromkreisen die Wirkstellwicklungen der den Wei chen W1 und W3 zugeordneten Fahrstrassenstellre lais für die Pluslage und die Wirkstellwicklungen der Verschlussrelais angeschaltet.
In der in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien um randeten Teilschaltungseinheit der Weiche W1 und in den zugehörigen Teilschaltungen nach Fig. 2 bis 4 wechseln dabei die Kontakte WSP11 bis WSP14 und <I>W</I> VR 11 ihre Stellung. In der nur teilweise dargestell ten Teilschaltungseinheit der Weiche W3 wird der Kontakt WSP31 geschlossen. Bei einer Zugfahrt von links nach rechts werden vor bzw. bei Besetzen des vor der Weiche W1 liegenden isolierten Gleisab schnittes G1 der Kontakt GA1a3 eines nicht darge stellten Auflöserelais und der Kontakt GF11 des Gleisrelais GF1 (Fig. 5) des Abschnittes G1 geschlos sen, so dass der Stromkreis der ersten Wicklung X des Auflöserelais WA1a der Weiche W1 geschlossen wird. Durch Ansprechen dieses Relais werden die Kontakte WA1a1 bis WA1a5 betätigt.
Besetzt der Zug den isolierten Abschnitt der Weiche W1, so wer den die Kontakte WF11 bis WF13 des Gleisrelais WF1 der Weiche W1 betätigt. Über die Kontakte WF11, WA1a3, WSP11 und WLP31 wird das Auflö serelais WA3b des vorausliegenden Abschnittes der Weiche W3 angeschaltet, so dass der Kontakt WA3b3 geschlossen wird. Fährt der Zug weiter und räumt den Gleisabschnitt G1, so wird durch Öffnen des Kontaktes GF11 zwar der Ansprechstromkreis des Relais<I>WA 1 a</I> unterbrochen; das Relais bleibt aber noch angezogen, da seine zweite Wicklung Y (Fig. 2) über die Kontakte WSP13, WF12 und WA1a1 noch erregt ist.
Besetzt der Zug den folgen den Abschnitt der Weiche W3, so wird der vom Gleisrelais WF3 dieses Abschnittes gesteuerte Kon takt<I>WF31</I> geschlossen, so dass über die Kontakte WF31, WA 3b3, WSP31 und WLP11 die erste Wick lung X des Auflöserelais WA 1 b angeschaltet wird, das bei seinem Ansprechen die Kontakte WAlb bis WAlb5 betätigt.
Da jetzt die beiden parallel zum Kontakt<I>WF12</I> in Reihe angeordneten Kontakte WAla2 und WAlb2 geschlossen sind, so bleiben die zweiten Wicklungen<I>Y</I> der beiden Relais WAla und WAlb auch nach dem Räumen der Weiche W1 und dem Öffnen des Kontaktes<I>WF12</I> zunächst noch über ihre Selbsthaltekontakte <I>WA 1</I> a1 <I>bzw. WA 1 b 1,</I> WA1b2 und WAla2 sowie den Kontakt WSP13 er- regt.
Erst wenn beim Räumen der Weiche W1 der Kontakt WF13 im Stromkreis der Rückstellwicklung des Fahrstrassenstellrelais WSP1 für die Pulslage der Weiche W1 geschlossen wird, so dass dieses Relais anspricht und seine Kontakte WSP11 bis WSP14 wieder in die dargestellte Grundstellung gelangen, werden durch den Kontakt<I>WSP13</I> die Stromkreise der Wicklungen Y der Relais WA1a und WA1b un terbrochen. Das Relais WA1a fällt ab. Seine Kon takte WA1a1 bis WA1a5 nehmen wieder die gezeich nete Grundstellung ein. Das Relais WA1b bleibt jedoch angezogen, da seine Wicklung X über die Kon takte WF31, WA3b3, WSP31 und WLP11 noch Strom erhält solange der Abschnitt der Weiche W3 besetzt ist. Wird dieser Abschnitt geräumt, so schaltet der Kontakt WF31 das Relais WA1b ab. Die Kon takte<I>WA 1 b 1</I> bis<I>WA 1b5</I> nehmen dann ebenfalls wieder die gezeichnete Stellung ein.
Daher wird jetzt über die Kontakte WSP14, WSM14, WA1a5, WA l b5 und W VR 11 die Rückstellwicklung des Ver- schlussrelais WVR1 angeschaltet und der Verschluss der Weiche W1 aufgelöst. Die der Weiche W1 zuge ordneten Fahrstrassenrelais werden also nacheinan der zurückgestellt und zwar bei der betrachteten Fahrt das Fahrstrassenstellrelais WSP1 bei Wirkstel lung beider Auflöserelais, d. h.
bei geschlossenen Kontakten<I>WA 1a4</I> und<I>WA 1b4,</I> durch den beim Räumen des eigenen Weichenabschnittes schliessen- den Kontakt WF13, dagegen des Verschlussrelais WVR1 bei Grundstellung beider Auflöserelais, von denen das Relais WA1b erst beim Räumen des fol genden Abschnittes durch den Kontakt<I>WF31</I> in die Grundstellung gebracht wird. Im Stromkreis der Rückstellwicklung des Verschlussrelais wird dabei ausser der Grundstellung beider Auflöserelais WA1a und WA1b (Kontakte WA1a5 und WA1b5 geschlos sen) auch die Grundstellung beider Fahrstrassenstell relais WSP1 und WSM1 (Kontakte WSP14 und <I>WSM14</I> geschlossen) überprüft.
Wird eine Fahrstrasse über die Weichen W1 und W2, d. h. über den Minusstrang der Weiche W1, eingestellt, so wird anstatt des Stehrelais WSP1 das Stellrelais WSM1 betätigt, so dass die Kon takte WSM11 bis WSM14 ihre Stellung wech seln. Beim Umstellen der Weiche wird der Kontakt WLP11 geöffnet und der Kontakt WLM11 geschlos sen. Das Anziehen und Halten des Auflöserelais WA1b ist dann anstatt vom Gleisrelais WF3 der Wei che W3 vom Gleisrelais WF2 der Weiche W2 abhän gig. Bei Fahrten in entgegengesetzter Richtung spricht in der Teilschaltungseinheit der Weiche W1 zunächst das Auflöserelais WA1b an und zwar je nach dem Fahrweg entweder beim Besetzen der Wei che W3 oder der Weiche W2. Dabei wird der Kon takt WA1b3 geschlossen, so dass beispielsweise das Auflöserelais WA3b beim Besetzen der Weiche W1 ansprechen kann.
Treten Störungen auf, bei denen die betriebsmäs- sige Auflösung durch die Zugfahrt unterbleibt, so können die Rückstellwicklungen der Fahrstrassen- stellrelais WSP1 und WSM1 durch den von einer Hilfsauflösetaste mittelbar oder unmittelbar gesteuer ten Kontakt<I>TH</I> und den von der Weichentaste der Weiche W1 gesteuerten. Kontakt WT11 angeschaltet werden. Mit dem Kontakt TH sind die Hilfsauflöse stromkreise der Fahrstrassenstellrelais sämtlicher Weichen verbunden. Durch das stufenweise Auflösen bzw.
Zurückstellen der jeweils in Wirkstellung be findlichen Fahrstrassenrelais ergeben sich besonders einfache Verhältnisse für die Hilfsauflösung, da in den Stromkreisen der Weichenverschlussrelais keine von der Hilfstaste abhängigen Schaltmittel erforder lich sind.
Soll bei einer Fahrt von links nach rechts in. das Bahnhofsgleis G2 auch das Verschlussrelais WVR1 schon beim Räumen der Weiche W1 zurückgestellt werden, d. h. soll kein stufenweises Zurückstellen der Fahrstrassenrelais erfolgen, so kann zu diesem Zweck in Fig. 1 anstelle des von dem Weichenlagere lais gesteuerten Kontaktes WLP11 oder in Reihe mit diesem Kontakt ein Arbeitskontakt des Fahrstrassen stellrelais WSP1 angeordnet werden. Bei Fahrten in Gegenrichtung, d. h. von Gleis G2 nach Gleis G1, sowie bei allen Fahrten zwischen den Gleisen G1 und G3 bzw. G4 bleibt dann das stufenweise Zurück stellen der Fahrstrassenrelais bestehen.
Wenn das Verschlussrelais WVR1 bei sämtlichen Fahrten nach dem Räumen der Weiche W1 zurückgestellt werden soll, so kann dies ohne Änderung der Schaltung nach Fig. 1 durch Auslassen oder Kurzschliessen der Kon takte WA1a5 und WA1b5 in Fig. 4 erreicht werden. Es ist aber auch möglich, zu diesem Zweck die Stromkreise der ersten Wicklungen X der Auflösere lais WA 1 a und WA 1 b über die in Fig. 1 gestrichelt gezeichneten, parallel liegenden Kontakte WSP15 und<I>WSM15</I> zu führen. In diesem Fall werden beide Auflöserelais beim Räumen der Weiche W1 abge schaltet, so dass die Grundstellung dieser Auflösere lais im Rückstellstromkreis des Verschlussrelais WVR1 überprüft werden kann.
In Fig. 1 ist ferner angedeutet, dass die Strom kreise der Teilschaltungseinheit der Weiche W1, die von Relais benachbarter Abschnitte abhängig sind oder zum Steuern der Auflöserelais dieser Abschnitte benötigt werden, der Gleisanlage nachgebildet sind. Diese Leitungen enden an Klemmen s1,<I>s2,</I> p1, <I>p2,</I> <I>m1, m2,</I> von denen s1 und s2 der Weichenspitze, p1 und<I>p2</I> dem Plusstrang und m1 und<I>m2</I> dem Minus strang der Weiche W1 zugeordnet sind. In gleicher Weise sind die Klemmen der Teilschaltungseinheiten für die Weichen W2 und W3 bezeichnet.
Die für den Gleisplan nach Fig.5 erforderlichen Verbindungen der gleichartig aufgebauten Teilschaltungseinheiten aller drei Weichen können dann durch steckbare Ver bindungen zwischen den entsprechenden Klemmen hergestellt werden, wie in Fig. 6 schematisch ange deutet ist.
Schliesst sich an einen Weichenabschnitt ein Gleis abschnitt an, dem keine Auflöserelais zugeordnet sind, so ist lediglich eine einzige Verbindung von der dem betreffenden Weichenstrang zugeordneten Klemme s2, p2 bzw. m2 nach dem Kontakt des Gleis relais des benachbarten Gleisabschnittes erforderlich.
Bei der praktischen Anwendung der Erfindung werden die Stromkreise nach Fig. 1 bis 4 mit ihren Schaltungselementen zweckmässigerweise in den Weichenrelaisgruppen angedeutet.
Wenn mehrere Weichen in einem gemeinsamen Isolierabschnitt liegen, so können die in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Schaltungen für jede einzelne Wei che im wesentlichen beibehalten werden. Die Teil schaltungen dieser Weichen nach Fig. 1 sind dann ebenfalls entsprechend dem Gleisplan miteinander und mit den Teilschaltungen der Nachbarabschnitte zu verbinden.
Um auch in diesen Fällen das zweite Auflöserelais einer Weiche immer erst dann zum An sprechen zu bringen, wenn der folgende Isolierab- schnitt besetzt wird, können die Teilschaltungen nach Fig. 1 entsprechend den anhand der Fig. 7 und 8 bzw. 9 und 10 erläuterten Beispielen geändert werden.
In Fig. 7 ist angenommen, dass zwischen dem Gleis G1 und der Weiche W3 eine doppelte Kreu zungsweiche W4/W5 liegt, für die ein gemeinsamer Isolierabschnitt vorgesehen ist, der durch das Gleisre lais WF415 überwacht wird. Fig. 8 zeigt die Strom kreise für die ersten Wicklungen X der Auflöserelais WA4a und WA4b sowie WA5a und WA5b der bei den Weichen W4 und W5. Befinden sich beide Wei chen in der Pluslage, so sind die Kontakte<I>WLP41</I> und WLP51 der zugehörigen Weichenlageüberwa cher für die Pluslage geschlossen. Wird eine Fahr strasse zwischen Gleis G1 und Weiche W3 eingestellt, so werden die Kontakte WSP41, WSP51 und WSP31 der Fahrstrassenstellrelais für die Pluslage geschlos sen. Bei einer Fahrt von rechts nach links spricht das Auflöserelais WA5b an, wenn beim Besetzen der Weiche W3 der Kontakt<I>WF31</I> geschlossen wird.
Beim anschliessenden Besetzen des Kreuzungswei chenabschnittes werden durch Abfallen des Gleisre lais WF415 die Kontakte<I>WF41</I> und<I>WF51</I> gleich zeitig geschlossen. Dabei spricht über die Kontakte WF51 und WA5b3 das Auflöserelais WA4a an, das den Kontakt WA4a3 schliesst, der das Auflöserelais GA1b des folgenden Abschnittes G1 anschaltet.
Wären die Schaltungspunkte a4 und b4 wie in Fig. 1 durch eine Kurzschlussbrücke verbunden, so würde zwar das Auflöserelais WA4b der Weiche W4 ord- nungsgemäss erst ansprechen, wenn beim Besetzen des folgenden Abschnittes G1 der Kontakt GF11 ge schlossen wird; das Auflöserelais WA5a der Weiche W5 würde aber bereits beim Besetzen des Kreuzungs weichenabschnittes ansprechen, d.h. das Ansprechen dieses Auflöserelais wäre unabhängig vom Besetzen des folgenden Abschnittes G1.
In entsprechender Weise würde bei der entgegengesetzten Fahrtrichtung und bei leitend verbundenen Schaltungspunkten a5 und b5 zwar das Auflöserelais WA5b erst beim Be setzen der Weiche W3 des Abschnittes B1, das Auf löserelais WA4a aber schon beim Besetzen des Kreu zungsweichenabschnittes ansprechen. Um den gleichen Wirkungsablauf der Schaltvor gänge wie bei einzeln isolierten Weichen einer dop pelten Kreuzungsweiche zu erzielen, ist zwischen den Schaltungspunkten a4 und b4 bzw. a5 und b5 eine Kontaktbrücke mit einem Arbeitskontakt WA4b6 bzw. WA5b6 desjenigen Auslöserelais WA4b bzw. WA5b angeordnet, das beim Besetzen des der be treffenden Weiche unmittelbar benachbarten Ab schnittes G1 bzw. W3 angeschaltet wird.
Diese Kon takte WA4b6 und WA5b6 schalten die Kontakte WA4a3 und WA4b3 bzw. WA5a3 und WA5b3 erst parallel, wenn der unmittelbar benachbarte Abschnitt besetzt wird. Beispielsweise werden bei einer Fahrt von rechts nach links die Kontakte WA5b3 und WA5a3 durch den Kontakt WA5b6 erst beim Beset zen des. der Weiche W5 unmittelbar benachbarten Abschnittes der Weiche W3, die Kontakte WA4a3 und WA4b3 durch den Kontakt WA4b6 beim Beset zen des der Weiche W4 unmittelbar benachbarten Abschnittes G1 parallelgeschaltet.
In Fig. 9 ist angenommen, dass mehr als zwei Weichen, z. B. die drei Weichen W6, W7 und W8, in einem gemeinsamen Isolierabschnitt liegen, an den die isolierten Abschnitte G1 und W3 angrenzen.
Die in Fig. 10 dargestellten Teilschaltungen für die an den Enden des gemeinsamen Isolierabschnittes liegenden Weichen W6 und W8 sind in gleicher Weise aufgebaut wie die Teilschaltungen nach Fig. 8, d. h. zwischen den Schaltungspunkten a6 und b6 bzw. a8 und b8 ist eine Kontaktbrücke mit einem Kontakt WA6a6 bzw. WA8b6 desjenigen Auflöse relais WA6a bzw. WA8b angeordnet, das beim Besetzen des unmittelbar angrenzenden Nachbarab schnittes G1 bzw. W3 durch den Kontakt GF11 bzw. <I>WF31</I> des entsprechenden Gleisrelais angeschaltet wird. Dagegen ist in der Teilschaltung für die Weiche W7 zwischen den Schaltungspunkten<I>a7</I> und<I>b7</I> weder eine Kurzschlussbrücke noch eine Kon- takbrücke angeordnet.
Die Arbeitskontakte WA7a3 und WA7b3 sind daher nur einpolig parallelgeschal tet. Jeder dieser Kontakte ist im Stromkreis des ent sprechenden Auflöserelais der Nachbarweiche ange ordnet, das bei einer bestimmten Fahrrichtung zuerst ansprechen soll.
Ist eine Fahrstrasse von Weiche W3 über die drei Weichen W8,<I>W7</I> und<I>W6</I> nach Gleis G1 eingestellt, so sind ausser den Kontakten WLP61, WLP71 und WLP81 auch die Kontakte WSP61, WSP71 und WSP81 geschlossen. Bei einer Fahrt von rechts nach links wird beim Besetzen der Weiche W3 durch den Kontakt WF31 das Auflöserelais WA8b der Weiche W8 angeschaltet.
Wird der gemeinsame Isolierab- schnitt der Weichen W6 bis W8 besetzt, so werden gleichzeitig die Kontakte<I>WF61</I> bis<I>WF81</I> geschlos sen. Über die Kontakte WF81, WA8b3, WA8b6 und WSP81 bzw. WF81, WA8b3 und<I>WLP71</I> sprechen das Auflöserelais WA3b des zurückliegenden Ab schnittes<I>W3</I> und das Auflöserelais WA7b der Wei che<I>W7</I> an.
Danach spricht über die Kontakte WF71, WA7b3 und WLP61 zunächst das dem Relais WA7b entsprechende Auflöserelais WA 6b der Weiche W6 und dann über die Kontakte WF61 und WA6b3 das entsprechende Auflöserelais GA1b des Abschnit tes G1 an. In der Teilschaltungseinheit jeder der Wei chen W6 bis W8 ist jetzt also nur ein Auflöserelais angeschaltet. Wird der Abschnitt G1 besetzt, so spricht über den Kontakt GF11 das Auflöserelais WA6a an, das mit seinen Kontakten WA6a3 und WA6a6 das Auflöserelais WA7a anschaltet, bei des sen Ansprechen durch den Kontakt WA7a3 das Auflöserelais WA8a angeschaltet wird.
Die Auflöse relais der Weichen W6 bis W8 sprechen also beim Besetzen des Nachbarabschnittes kettenförmig nach einander an.
Liegen innerhalb eines gemeinsamen Isolierab- schnittes noch mehr Weichen, z. B. eine weitere Wei che zwischen den Weichen W7 und W8, so wird auch die Teilschaltungseinheit dieser Weiche in gleicher Weise aufgebaut wie die für die Weiche W7, d. h. zwischen den zugehörigen Schaltungspunkten<I>a</I> und<I>b</I> wird weder eine Kurzschlussbrücke noch eine Kon taktbrücke angeordnet.
Um die Teilschaltungseinheiten wahlweise für Weichen mit eigenen Isolierabschnitten oder mit einem gemeinsamen Isolierabschnitt verwenden zu können, ist es zweckmässig, die Kurzschluss- bzw. Kontaktbrücken zwischen den Schaltungspunkten a und b leicht auswechselbar zu machen, z. B. mittels Steckeranschlüssen.
Die bisher beschriebenen Schaltungsanordnungen können für Stellwerke mit Zug- und Rangierfahr- strassen noch derart ergänzt werden, dass Rangier- fahrstrassen auch dann aufgelöst werden, wenn eine Rangierabteilung den letzten Weichenabschnitt nicht durch Weiterfahren, sondern Zurückfahren räumt. In diesem Fall würde bei den bisher beschriebenen Schaltungen das jeweils zweite Auflöserelais nicht ansprechen können.
Um dies zu erreichen, wird die Schaltung der Wicklungen Y der Auflöserelais nach Fig. 2 durch den gestrichelt gezeigten Kontakt WVZ11 eines der Weiche W1 zugeordneten Festlege relais oder eines ähnlichen Relais ergänzt, das nur nach dem Stellen von Zugfahrstrassen über die Weiche W1 in die Wirkstellung gebracht wird. Da bei wird der Kontakt WVZ11 geöffnet, so dass die zwischen den Wicklungen Y der Auflöserelais WA1a und<I>WA 1 b</I> bestehende Leitungsverbindung unterbro chen wird. Die Relais arbeiten dann in der bereits beschriebenen Weise.
Bei Rangierfahrstrassen bleibt dagegen der Kontakt WVZ11 geschlossen, so dass stets beim Anschalten der Wicklung Y eines der bei den Auflöserelais durch den Kontakt WF12 auch die Wicklung Y des zweiten Auflöserelais mit angeschal tet wird. Das zweite Auflöserelais spricht dann über diese Wicklung an. Die Fahrwegstellrelais WSP1 und WSM1 werden beim Räumen des Weichenabschnittes zurückgestellt, und zwar unabhängig davon, ob die Fahrzeuge in der ursprünglichen Richtung weiter fahren oder zurückfahren.
Bei Ergänzung der Schal tung durch den nur bei Zugfahrstrassen öffnenden Kontakt WVZ11 können also die Fahrstrassenstell und Verschlussrelais der Weiche ohne Mitwirkung des in der ursprünglichen Fahrrichtung folgenden Abschnittes zurückgestellt werden. Bei Rangierfahr- strassen erfolgt somit im Gegensatz zu Zugfahrstras sen die Auflösung fahrrichtungsunabhängig.
Die Erfindung kann auch in Stellwerken ange- wendet werden, in denen zur Gleisfreimeldung keine isolierten Schienen, sondern andere bekannte Mittel, z. B Schienenkontakte, Achszähler, Zugschlussmel- der oder dergleichen, vorgesehen sind.