Quer zur Faserrichtung gestrecktes selbsttragendes Furnier Das Patent betrifft ein quer zur Faserrichtung gestrecktes selbsttragendes Furnier.
Obgleich Holz wegen seiner weiten Verbreitung und seiner leichten Bearbeitbarkeit ein sehr be liebter Baustoff ist, hat es doch den Nachteil, Wasser zu absorbieren und daher aufzuquellen.. Wenn z. B. Holzfurnier mit einem anderen Baustoff verbunden ist, führt es bei seinem Aufquellen eine relative Be wegung in bezug auf den anderen Baustoff aus, oder wenn es eingespannt ist, verzieht es sich und baucht aus.
Es wurden viele Versuche unternommen, um diesen Nachteil zu vermeiden. Beispielsweise wurden in beide Furnierseiten Nuten eingefräst, um ein Aufquellen der Fasern zuzulassen. Da dadurch die Furniere unansehnlich werden, fand diese Massnahme keine praktische Anwendung. Auch wurde versucht, Risse in die Furniere einzubringen oder diese gar zu zerbrechen. Dadurch wird natürlich die Festig keit der Furniere zerstört, so dass diese auf eine Trägerschicht aufgebracht werden müssen. Wenn nun aber die Furniere auf eine Trägerschicht gebracht werden müssen, so gehen die durch das Trennen der einzelnen Fasern erzielten Vorteile wieder verloren.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines Furniers, bei welchem zwar der Zusammenhalt der einzelnen Fasern gelockert ist, ohne dass jedoch die Festigkeit des Holzes so stark vermindert wird, dass das Furnier nicht mehr selbst tragend ist.
Das erfindungsgemässe Furnier ist dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens ein Teil der einzelnen Holzfasern durch Risse voneinander getrennt sind, welche sich von beiden Aussenseiten des Furniers bis mindestens annähernd in den Bereich der neu tralen Zone des Furniers erstrecken und Hohlräume bilden, in welche hinein sich die durch Wasserab sorption aufgequollenen; Fasern ausdehnen können: In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt; es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt der Vorrichtung zur Behand lung des Furniers, wobei der erste Behandlungsschritt dargestellt ist, Fig. 2 einen Teilschnitt des Furniers vor dessen Behandlung, Fig.3-6 vier der Fig.2 ähnliche Teilschnitte, welche das Furnier nach dem 1., 2., 3. bzw. 4.
Durchgang durch die Vorrichtung zeigen, Fig. 7 einen der Fig. 2 ähnlichen Teilschnitt des Furniers nach dem letzten Behandlungsschritt und Fig.8 eine teilweise Draufsicht des Furniers, wobei die Hohlräume auf der Furnieroberseite als Risse sichtbar sind.
Gemäss Fig. 1 wird das Furnier in einer Vorrich tung 10 behandelt, die eine Walze 12 von kleinem Durchmesser aufweist, welche mittels Wälzlager 16 auf einer Welle 14 drehbar gelagert ist. Eine Druck walze 18, deren Durchmesser bedeutend grösser ist als derjenige der Walze 12 und welche vorzugsweise aus Gummi besteht, liegt auf der Walze 12 auf und übt auf sie einen gewissen Druck aus.
Zwei Förderbänder 20 und 22, von welchen das eine 20 die Walze 12 umschlingt und das andere 22 von der Druckwalze 18 gefasst wird, tragen zwi schen sich ein nasses Furnier 24, dessen Fasern 26 (Fig.2) quer zu der Furnieroberseite und -unter- seite verlaufen und. bringen es zu den Walzen 12 und 18. Dort wird das Furnier 24 von der elastischen Walze 18 auf die kleine Walze 12 gedrückt, so dass in der der Gummiwalze 18 zugekehrten Seite des Furniers 24 Risse 32 (Fig. 3) entstehen.
Diese Risse 32 trennen die .einzelnen Fasern voneinander und erstrecken sich als Hohlräume bis in die Nähe der Neutralachse 30 (Fig. 3) oder Mitte der Dicke des Furniers. Dadurch, dass sich die Hohlräume nicht durch die ganze Schichtdicke des Furniers hindurch erstrecken, wird das gänzliche Zerbrechen des Fur niers verhindert, obwohl die einzelnen Fasern von einander getrennt werden, so d.ass das Furnier selbst tragend bleibt und daher nicht verstärkt werden muss.
Gemäss Fig. 3 ist das Furnier 23 nach dem ersten Durchgang durch die Vorrichtung 10 etwas länger geworden, da sich an: den Trennstellen 28 (Fig. 2) der Fasern 26 Risse 32 gebildet haben.
Für den nächsten Durchgang durch die Vorrich tung 10 wird das Furnier 24 gewendet, so dass sich auf der anderen Seite des Furniers 24 Risse 34 (Fig. 4) ausbilden, welche auch wieder bis ungefähr zur Mitte der Furnierdicke reichen. Dabei ist das Furnier wieder etwas gestreckt worden.
Beim dritten, vierten und fünften Durchgang durch die Vorrichtung 10, vor welchem das Furnier 24 jedesmal gewendet wird, bilden sich weitere Risse 36, 38 und 40 (Fig.5-7) aus, und. das Furnier ist nochmals gestreckt worden. Die effektiv benötigte Anzahl der Risse bzw. Hohlräume ist durch die erforderliche Streckung bestimmt und muss auf Grund von Versuchen ermittelt werden.
Das noch nasse Furnier muss nun getrocknet werden, und zwar in eingespanntem Zustand: und vorzugsweise zwischen Pressplatten, so dass ihm die Möglichkeit, beim Trocknen zu schwinden, genom men wird und die eingebrachten Risse auch tat sächlich geöffnet bleiben.
Das so erhaltene Furnier 24 ist, obwohl es selbsttragend ist und seine Quellenspannungen sehr klein geworden sind, auch nach der Trocknung in der Plattenpresse nicht völlig dimensionsbeständig, sondern spricht auf Feuchtigkeitsänderungen noch an, und muss für den Transport aus diesem Grunde feuchtigkeitssicher verpackt werden. Die Dimensions beständigkeit tritt vielmehr erst dann ein, wenn das behandelte Furnier mit der Unterlage (Fuss boden, Wand, Möbelstück) mit einem Leim starr verklebt ist, welcher nicht zu elastisch und zu weich sein darf.
Dabei ist eine flexible Trägerschicht nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich und zerstört die Vorzüge des vorliegenden Furniers wieder.
Das vorliegende Furnier ist sehr flexibel und absolut flach. Natürlich kann es auch auf gekrümmte Flächen aufgeleimt werden., was infolge seiner gro ssen Flexibilität sehr leicht ist. Da sich die Risse erstens nicht durch die ganze Dicke des Furniers hindurcherstrecken und zweitens in der Länge be grenzt sind (Fig. 8), findet keine komplette Tren nung der Fasern weder in der Dicke des Furniers noch in der parallel zu der Faserrichtung verlaufen den Breite des Furniers statt.
Auch hat das vor liegende Furnier quer zur Faserrichtung eine grössere Länge, als erhalten würde, wenn das Furnier voll- ständig mit Wasser gesättigt wäre. Wenn nun das vorliegende Furnier infolge Aufbringen auf die Unter lage eingespannt ist, können sich die einzelnen Fa sern 26, wenn sie durch Wasser aufgequollen sind, in die zahlreichen Hohlräume hinein ausdehnen. Da mehr Hohlräume vorhanden sind als die Fasern beim Aufquellen ausfüllen können, so verzieht sich das Furnier nicht.
Self-supporting veneer stretched across the grain The patent relates to a self-supporting veneer stretched across the grain.
Although wood is a very popular building material because of its widespread use and its easy workability, it has the disadvantage of absorbing water and therefore swelling. B. wood veneer is connected to another building material, it performs a relative movement with respect to the other building material when it swells, or when it is clamped, it warps and bulges.
Many attempts have been made to avoid this disadvantage. For example, grooves were milled into both sides of the veneer to allow the fibers to swell. Since this made the veneers unsightly, this measure was not used in practice. Attempts have also been made to create cracks in the veneer or even to break it. This of course destroys the strength of the veneers, so that they have to be applied to a carrier layer. If, however, the veneers have to be placed on a carrier layer, the advantages achieved by separating the individual fibers are lost again.
The purpose of the present invention is therefore to create a veneer in which, although the cohesion of the individual fibers is loosened, the strength of the wood is not reduced so much that the veneer is no longer self-supporting.
The veneer according to the invention is characterized in that at least some of the individual wood fibers are separated from one another by cracks which extend from both outer sides of the veneer to at least approximately the area of the central zone of the veneer and form cavities into which the swollen by water absorption; Fibers can expand: The drawing shows an embodiment of the subject matter of the invention; show it:
Fig. 1 is a section of the device for treating the veneer, the first treatment step being shown, Fig. 2 is a partial section of the veneer before its treatment, Fig. 3-6 four partial sections similar to Fig ., 2nd, 3rd or 4th
7 shows a partial section of the veneer similar to FIG. 2 after the last treatment step and FIG. 8 shows a partial top view of the veneer, the cavities on the top of the veneer being visible as cracks.
According to Fig. 1, the veneer is treated in a Vorrich device 10, which has a roller 12 of small diameter, which is rotatably mounted on a shaft 14 by means of roller bearings 16. A pressure roller 18, the diameter of which is significantly larger than that of the roller 12 and which is preferably made of rubber, rests on the roller 12 and exerts a certain pressure on it.
Two conveyor belts 20 and 22, one of which 20 wraps around the roller 12 and the other 22 is gripped by the pressure roller 18, carry a wet veneer 24, the fibers 26 of which (FIG. 2) transversely to the top and bottom of the veneer - side run and. bring it to the rollers 12 and 18. There the veneer 24 is pressed by the elastic roller 18 onto the small roller 12, so that cracks 32 (FIG. 3) arise in the side of the veneer 24 facing the rubber roller 18.
These cracks 32 separate the individual fibers from one another and extend as cavities up to the vicinity of the neutral axis 30 (FIG. 3) or the middle of the thickness of the veneer. The fact that the cavities do not extend through the entire layer thickness of the veneer prevents the veneer from breaking completely, although the individual fibers are separated from one another, so that the veneer remains self-supporting and therefore does not need to be reinforced.
According to FIG. 3, the veneer 23 has become somewhat longer after the first pass through the device 10, since cracks 32 have formed at the separating points 28 (FIG. 2) of the fibers 26.
For the next pass through the device 10, the veneer 24 is turned so that on the other side of the veneer 24 cracks 34 (FIG. 4) form, which again extend to approximately the middle of the veneer thickness. The veneer has been stretched a little again.
During the third, fourth and fifth passage through the device 10, before which the veneer 24 is turned each time, further cracks 36, 38 and 40 (FIGS. 5-7) form, and. the veneer has been stretched again. The actually required number of cracks or cavities is determined by the required elongation and must be determined on the basis of tests.
The still wet veneer must now be dried, namely in the clamped state: and preferably between pressing plates, so that it is deprived of the possibility of shrinking during drying and the cracks actually remain open.
The veneer 24 obtained in this way, although it is self-supporting and its source tensions have become very low, is not completely dimensionally stable even after drying in the plate press, but still responds to changes in moisture, and for this reason must be packed moisture-proof for transport. Rather, dimensional stability only occurs when the treated veneer is rigidly bonded to the base (floor, wall, piece of furniture) with a glue that must not be too elastic or too soft.
A flexible carrier layer is not only unnecessary, it is even harmful and destroys the advantages of the existing veneer.
The present veneer is very flexible and absolutely flat. Of course, it can also be glued onto curved surfaces, which is very easy due to its great flexibility. Since the cracks firstly do not extend through the entire thickness of the veneer and secondly are limited in length (Fig. 8), there is no complete separation of the fibers neither in the thickness of the veneer nor in the width parallel to the fiber direction of the veneer.
The veneer in front of it also has a greater length transversely to the fiber direction than would be obtained if the veneer were completely saturated with water. If the present veneer is clamped as a result of being applied to the base, the individual fibers 26, when they are swollen by water, can expand into the numerous cavities. Since there are more cavities than the fibers can fill when swelling, the veneer does not warp.