Heftvorrichtung zum Heften mehrerer aufeinanderliegender Papierbahnen, insbesondere eines endlosen Durchschreibeformularsatzes Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Heftvorrichtung zum Heften mehrerer aufeinanderlie- gender Papierbahnen, insbesonere eines endlosen Durchschreibeformularsatzes gemäss der Schweizer Patentschrift Nr. 389 652.
Es ist bereits bekannt, mehrere aufeinanderlie- gende Papierbahnen von Hand an ihren seitlichen Rändern mittels Klebestreifen derart aneinander zu heften, dass der Klebestreifen an die seitlichen Rän der angelegt wird und seine beiden überstehenden Enden umgebogen werden, so dass der Klebestreifen die oberste und die unterste Papierbahn überlappt, worauf diese beiden Enden an die Aussenseite der obersten bzw. untersten Papierbahn angedrückt und so mit diesen Aussenseiten verklebt werden.
Diese Heftmethode, welche sich mit spezifischen Vorteilen bei der Heftung der bereits erwähnten end losen Durchschreibeformularsätze anwenden lässt (vgl. Schweizer Patentschrift Nr. 389 652), hat jedoch den Nachteil, dass das Heften von Hand umständlich und zeitraubend ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen, d.h. eine Vorrichtung zu schaffen, mittels deren mehrere aufeinanderliegende Papierbahnen, insbesondere eines endlosen Durch schreibeformularsatzes, rasch und ohne Mühe in der zuvor angegebenen Weise maschinell geheftet werden können.
Die Heftvorrichtung gemäss der Erfindung ist gekennzeichnet durch einen mit einem Anschlag versehenen Tisch zum Auflegen der aufeinanderlie- genden Papierbahnen, eine Führung zum Hin durchführen eines senkrecht zur Tischfläche angeord neten Klebebandes durch die Vorrichtung, ein Stanz werkzeug mit Matrize zum Ausstanzen der zum Hef ten der Papierbahnen dienenden Klebestreifen aus dem Klebeband, ein relativ zum Stanzwerkzeug be- wegbares Andrückwerkzeug zum Andrücken der bei den Enden des ausgestanzten Klebestreifens an die Aussenseiten der äusseren Papierbahnen und ein Be tätigungsorgan,
mittels dessen die Arbeitsbewegungen des Stanz- und Andrückwerkzeugs nacheinander be- wirkbar sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Heftvorrichtung gemäss der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 die Heftvorrichtung in Ausgangsstellung, im Längsschnitt, Fig. 2 einen Ausschnitt aus der Heftvorrichtung in einer Draufsicht, Fig. 3 einen Ausschnitt aus dem Andrückwerk- zeug vor dem Andrückvorgang, in einer Draufsicht, Fig. 4 einen Ausschnitt aus dem Andrückwerk- zeug nach dem Andrückvorgang, in einer Draufsicht,
Fig. 5 das hintere Ende des Stanzwerkzeugs in einer Draufsicht, Fig. 6 das vordere Ende des Stanzwerkzeugs im Längsschnitt, Fig. 7 das Stanzwerkzeug in einer Draufsicht von vorn, und Fig. 8 einen ausgestanzten Klebestreifen in per spektivischer Ansicht.
In Fig. 1 ist der Aufbau der in Ausgangsstellung befindlichen Heftvorrichtung gezeigt. Ein Stanzwerk- zeug 1 ist in zwei Lagern 2 und 3, welche an einer Grundplatte 4 befestigt sind, axial verschiebbar, jedoch unverdrehbar gelagert. Das Stanzwerkzeug 1 besteht aus einer zylindrischen Hülse 5, die eine durchgehende Längsbohrung 6 aufweist, und einem vorn in diese Bohrung eingesetzten und mittels einer Schraube 7 an der Hülse 5 befestigten Stanzstempel B.
Vor dem Stanzstempel 8 befindet sich eine Stanz- matrize 37, die mit der Grundplatte 4 fest verbunden ist. Eine am Lager 3 mittels einer Schraube 9 befe stigte Nutfeder 10 greift in eine Längsnut 11 der Hülse 5 ein und sorgt so für die Unverdrehbarkeit der letzteren und damit des Stanzwerkzeugs 1 gegen über dem Lager 3 und damit auch gegenüber der mit der Grundplatte 4 fest verbundenen Stammatrize 37.
Ein Andrückwerkzeug 12 ist koaxial im Stanz werkzeug 1, diesem gegenüber axial verschiebbar, jedoch unverdrehbar gelagert. Das Andrückwerkzeug 12 besteht aus einem Federträger 13, der als zylindri scher Bolzen ausgebildet und in der Längsbohrung 6 der Hülse 5 gelagert ist, und zwei in den Fig. 3 und 4 näher veranschaulichten, später noch im einzelnen zu beschreibenden blattförmigen Andrückfedern 14,
deren hintere Enden in den Federträger 13 eingelas sen und mit letzterem hart verlötet sind. Eine in die Hülse 5 eingeschraubte Zapfenschraube 15 ragt mit ihrem Zapfen in eine Längsnut 16 des Federträgers 13 hinein und gewährleistet so die Unverdrehbarkeit des Federträgers 13 gegenüber der Hülse 5, d.h. damit auch die Unverdrehbarkeit des ganzen Andrückwerkzeugs 12 gegenüber dem Stanzwerkzeug 1.
In die Längsbohrung 6 der Hülse 5 ist eine als Druckfeder wirkende Schraubenfeder 17 eingesetzt, welche sich, von den beiden, von ihr umschlossenen Andrückfedern 14 distanziert, einerseits am Stanz- stempel 8 und andererseits am Federträger 13 abstützt.
Eine als Druckfeder wirkende Schraubenfeder 18 ist auf die Hülse 5 aufgeschoben und stützt sich einer seits am Lager 2 und andererseits am Boden eines hülsenartig ausgedrehten Stellringes 19 ab, welch letzterer auf die Hülse 5 aufgeschoben und mit ihr durch eine in Fig. 1 nur angedeutete Schraube 20 fest verbunden ist.
Ein als Betätigungsglied dienender zylindrischer Bolzen 21 ist in den hinteren Teil der Längsbohrung 6 eingeschoben und in ihr bei seiner in Fig. 1 gezeig ten Ausgangslage gegenüber der Hülse 5 drehbar, jedoch ihr gegenüber in Richtung auf den Federträger 13 hin axial unverschiebbar gelagert.
Diese axiale Unverschiebbarkeit des Bolzens 21 gegenüber der Hülse 5 wird dadurch gewährleistet, dass ein senk recht zu seiner Längsachse in ihn eingepresster Stift 22 mit zwei aus dem Bolzen 21 herausragenden Armen<I>22a</I> und<I>22b</I> an einer Stirnfläche 23 des mit zwei radial angeordneten, längsverlaufenden Schlit zen<I>24a</I> und<I>24b</I> versehenen Endes der Hülse 5 an liegt (vgl. auch Fig. 5).
Der Bolzen 21 liegt mit sei nem einen Ende über eine als Anschlagfläche die nende Stirnfläche 34 am Federträger 13 und mit sei nem anderen Ende an einem einarmigen Betätigungs hebel 25 an, welcher um einen in Fig. 1 nur angedeu teten, senkrecht angeordneten und mit der Grund platte 4 fest verbundenen Zapfen 26 drehbar gelagert ist und in der in Fig. 1 gezeichneten Ausgangsstellung an einem in die Grundplatte 4 fest eingelassenen An schlagstift 27 anliegt.
An der Grundplatte 4 ist mittels einer Schraube 28 eine Steuerplatte 29 angeschraubt, welch letztere eine Kurve 30 aufweist, auf der sich der aus dem Bol zen 21 herausragende Arm 22a des Stiftes 22 unter dem Druck einer mittels einer Schraube 31 an der Grundplatte 4 befestigten Blattfeder 32 abstützt.
Wird der Bolzen 21 in seiner in Fig. 1 gezeigten Aus gangsdrehlage samt der Hülse 5 durch Schwenken des Betätigungshebels 25 aus seiner in Fig. 1 darge stellten Ausgangsschwenklage gegenüber der Grund platte 4 in Richtung auf die Stammatrize 37 axial verschoben, dann dreht während dieser Verschiebung die Kurve 30 über den von ihr gegen den Druck der Blattfeder 32 angehobenen, als Nocke dienenden Arm 22a den Bolzen 21 in eine zweite Drehlage,
in der die beiden Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> des Stiftes 22 in die beiden sich diametral gegenüberliegenden Schlitze 24a bzw. 24b der Hülse 5 einrasten. Dadurch wird plötzlich der Bolzen 21 relativ zur Hülse 5 axial ver schiebbar und die Hülse 5, welche durch die axiale Verschiebung des Bolzens 21 unter Zusammendrük- kung der Feder 18 mitverschoben worden war, wird unter dem Druck der Feder 18 schlagartig zurückge schoben, wobei die beiden Arme<I>22a</I> und<I>22b des</I> Stiftes 22 in die Schlitze<I>24a</I> bzw.<I>24b</I> hineingleiten,
während der Bolzen 21 infolge der Weiterschwen kung des Betätigungshebels 25 seine Axialbewegung in Richtung auf die Stanzmatrize 37 fortsetzt, und zwar solange und soweit, bis der Betätigungshebel 25 an einem in Fig. 1 mit strichpunktiert gezeichneten Linien nur angedeuteten, in die Grundplatte 4 fest eingelassenen Anschlagstift 33 anschlägt.
An der zuvor beschriebenen axialen Verschie bung der Hülse 5 in Richtung auf die Stanzmatrize 37, nimmt das Andrückwerkzeug 12 teil, da sich der Federträger 13 mit seinem hinteren Ende an der vor deren Stirnfläche 34 des sich zusammen mit der Hülse 5 verschiebenden Bolzens 21 abstützt.
Diese Axialverschiebung des Andrückwerkzeugs 12 in Richtung auf die Stanzmatrize 37 wird weiter fortge setzt, wenn die Hülse 5 nach dem Einrasten der bei den Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> in die Schlitze 24a bzw.<I>24b</I> unter dem Druck der Feder 18 plötzlich in ihre axiale Ausgangslage zurückkehrt, da auch der Bolzen 21 unter Weiterschwenken des Betätigungshebels 25 seine Axialverschiebung in Richtung auf die Stam matrize 37 weiter fortsetzt.
Von dem Zeitpunkt an, in welchem die Hülse 5 sich axial zurückzubewegen be ginnt, verschiebt der seine Axialverschiebung weiter fortsetzende Bolzen 21 über seine vordere Stirnflä che 34 den Federträger 13 und damit das ganze Andrückwerkzeug 12 relativ zur jetzt zurückweichen den Hülse 5 und damit zum Stanzwerkzeug 1, und zwar gegen den Druck, der dabei immer mehr zusam mengedrückten Feder 17, wobei schliesslich die bei den Andrückfedern 14, welche nicht nur von der Wandung der Längsbohrung 6 der Hülse 5,
sondern auch von der Wandung einer sich nach vorn in eine Öffnung 35a mit länglichem Querschnitt fortsetzen den Längsbohrung 35 des Stempels 8 (vgl. Fig. 1, 7 und 8) distanziert sind, mit ihren vorderen Enden aus dem Stanzmaul 8c des Stanzstempels 8 heraustreten und eine Stanzöffnung 36 der Stanzmatrize 37 in axialer Richtung durchqueren, um weiterhin auch noch einen Schlitz 38 einer mit der Grundplatte 4 fest verbundenen, mit einer Anschlagfläche 39 versehe- nen Anschlagleiste 40 zu durchqueren.
Ein vor der Anschlagleiste 40 liegender Teil der Grundplatte 4 bildet einen Auflagetisch 41, der eine Auflagefläche 42 aufweist, welch letztere gegen die Stanzmatrize 37 hin von der Anschlagfläche 39 begrenzt ist. Eine schlitzförmige Aussparung 43 im Auflagetisch 41 (vgl. Fig. 1 und 2) gewährleistet, dass beim Vorschie ben des Andruckwerkzeugs 12 das nach unten abge bogene, vordere Ende der unteren Andruckfeder 14 seine Axialbewegung beenden kann, ohne dabei mit dem Auflagetisch 41 zu kollidieren.
Auf der Auflage fläche 42 liegen gemäss Fig. 1 mehrere aufeinander liegende Papierbahnen 44, (in Fig.2 weggelassen), welche mit ihrem seitlichen Rand 44a an der An schlagfläche 39 anliegen. Zwei abgerundete Führungsleisten 45a und 45b, welche hinter der Stanzmatrize 37 angeordnet und mit der Grundplatte 4 fest verbunden sind, dienen der Führung eines Kle bebandes 46, (vgl. Fig.2), welches zwischen der Stanzmatrize 37 und den Führungsleisten 45a und 45b, an letzteren anliegend und auf einer Fläche 47 der Grundplatte 4 sich abstützend,
in Richtung der in Fig. 2 eingezeichneten Pfeile quer zur Längsachse des Stanzwerkzeugs 1 durch die Heftvorrichtung hin durchgezogen werden kann. Das Klebeband 46 kann hierzu in Pfeilrichtung von einer in Fig. 2 nicht dar gestellten Vorratstrommel ruckweise im Rhythmus der Stanz- und Andruckperioden intermittierend ab gewickelt werden, und zwar durch Zug an demjeni gen Trum des Klebebandes 46, welches die Führungsleiste 45b bereits passiert hat.
Bei stillste hendem Klebeband 46, dessen Klebeseite der Stanz- rnatrize 37 zugekehrt ist, erfolgt der Stanz- und der nachfolgende Andruckvorgang, wobei vom Stanz- stempel 8 mittels der Stanzmatrize 37 aus dem Klebe band 46 ein Klebestreifen 47 (vgl. Fig. 8) ausgestanzt und letzterer in später noch näher zu beschreibender Weise mit dem Stapel aufeinanderliegender Papier bahnen 44 verklebt wird.
Die beiden Andruckfedern 14 sind in Fig. 3 näher veranschaulicht, und zwar in ihrer Stellung vor dem Andruckvorgang. Mittels einer kleinen Niete 45 sind die beiden Andruckfedern 14 im Bereich ihrer vorde ren, von der Längsachse 12a des Andruckwerkzeugs 12 abgebogenen Enden miteinander verbunden. In Fig. 4 ist gezeigt, welche Lage die vorderen Enden der beiden Andruckfedern 14 unmittelbar nach dem Andruckvorgang bei dem sich die Andruckfedern 14 in Richtung der in Fig. 4 eingezeichneten Pfeile be wegt haben, einnehmen. Der Andruckvorgang selbst wird später noch ausführlicher beschrieben.
Die Fig. 7 und 8 veranschaulichen nähere Einzelheiten der Ausbildung des Stanzstempels B.
Im folgenden soll nun die Gesamtwirkungsweise der zuvor beschriebenen Heftvorrichtung mit ihren einzelnen Bewegungsabläufen, so wie sie bei der Hin- und Rückbewegung der beiden Werkzeuge 1 und 12 nacheinander bzw. miteinander erfolgen, in zeitlicher Reihenfolge kurz beschrieben werden, wobei auch noch spezielle Bemerkungen über den eigentlichen Stanz- und Andruckvorgang gemacht werden.
Wird der in Ausgangsstellung stehende Betäti gungshebel 25 in Richtung auf die Stammatrize 37 hin geschwenkt, dann spielt sich folgendes ab: Der Bolzen 21 wird samt dem Stanzwerkzeug und dem relativ zu letzterem stillstehenden Andruckwerk zeug 12 gegenüber den Lagern 2 und 3 axial in Rich tung auf die Stanzmatrize 37 hin gegen den Druck der Feder 18 verschoben.
Beim letzten Teil der Ver schiebung des Stanzwerkzeugs 1 wird ein Klebestrei fen 47 vom Stanzstempel 8 mittels der Stammatrize 37 aus dem Klebeband 46 ausgestanzt, welcher zu nächst, wie später noch näher erläutert wird, im Stanzmaul 8c des Stanzstempels 8 hängen bleibt.
Beim letzten Teil der Verschiebung des Bolzens 21 läuft der Arm 22a auf die Hubkurve 30 auf, wodurch der Zapfen 21 während seiner weiter fortge setzten Axialverschiebung aus seiner Ausgangsdreh lage soweit verdreht wird, bis die Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> in die Schlitze 24a bzw. 24b einrasten. Damit wird aber das Stanzwerkzeug 1 plötzlich frei und schnellt infolge des Druckes der Feder 18 in Richtung auf seine axiale Ausgangslage zurück, wobei die Arme 22a und<I>22b</I> weiter in die Schlitze<I>24a</I> bzw. 24b hin eingleiten.
Unter dem Druck des weiterschwenkenden Betä tigungshebels 25 setzt der Bolzen 21 nach dem Einra sten seiner Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> in die Schlitze<I>24a</I> bzw. 24b seine axiale Bewegung nunmehr gegen den Druck der Feder 17 in Richtung auf die Stanzmatrize 37 fort, wobei die Andruckfedern 14 aus dem Stanz- maul 8c des Stanzstempels 8 heraustreten, dabei zu gleich den im Stanzmaul 8c hängenden Klebestreifen 47 erfassen und denselben bei ihrer weiteren Axial bewegung mitnehmen,
bis der Klebestreifen 47 am seitlichen Rand 44a der aufeinanderliegenden Papier bahnen 44 zur Anlage kommt. Bei der weiteren Ver schiebung der Andruckfedern 14 tritt jetzt ein Vor gang ein, dessen Endphase in Fig. 4 veranschaulicht ist:
Die beiden Andruckfedern 14, welche gemäss Fig. 3 an einer Stelle 14c mit ihren einander zuge kehrten Flächen aneinander anliegen, werden beim Auflaufen ihrer abgebogenen Enden 14a auf den Rand 44a der aufeinanderliegenden Papierbahnen 44 aufgespreizt und biegen bei ihrer weiteren Verschie bung die oben und unten über den Stapel der Papier bahnen 44 überstehenden Enden 47a und 47b so um, dass hierdurch die oberste und die unterste Papier bahn 44 vom Klebestreifen 47 überlappt wird.
Beim weiteren Vorschieben der beiden Andruckfedern 14 gleiten diese mit Stellen 14b (vgl. Fig. 4) in Längs richtung über die Enden 47a und 47b des Klebestrei fens 47 und drücken sie dabei sukzessive fest an die Aussenseiten 44b und 44c der obersten bzw. unter- steh Papierbahn 44, wodurch der Klebestreifen 47 mit den Aussenseiten 44b und 44c verklebt wird. Zur Sicherheit gleiten die Stellen 14b der Andruckfedern 14 bei deren Verschiebung noch ein bestimmtes Stück über die Ränder der Enden<I>47a</I> und<I>47b</I> hin aus (vgl. Fig. 4).
Die Andruckfedern 14 haben diese Endstellung (in Fig.2 strichpunktiert gezeichnet) dann erreicht, wenn der Betätigungshebel 25 am An schlagstift 33 anschlägt. Nunmehr ist der Heftvor gang beendet.
Im Folgenden werden nun die Bewegungsabläufe beschrieben, die sich abspielen, wenn das Stanz- und Andruckwerkzeug wieder in ihre Ausgangslage zurückkehren.
Wird der Handgriff 25a des Betätigungshebels 25 freigegeben, dann bewegt sich das Stanzwerkzeug 1 unter dem Druck der Feder 18 in Richtung auf seine axiale Ausgangslage zurück. Hierbei bewegt sich zu gleich aber auch das Andruckwerkzeug 1 samt dem Bolzen 21 unter dem Druck der Feder 17 in Richtung auf seine Ausgangslage zurück, wobei der Bolzen 21 den Betätigungshebel 25 zurückschwenkt.
Wenn hierbei das Stanzwerkzeug 1 durch An schlagen des Stellringes 19 mit seiner hinteren Stirn fläche 19a am Lager 3 seine Ausgangsstellung er reicht hat, setzt das Andruckwerkzeug 1 samt dem Betätigungsbolzen 21 unter Wirkung der Feder 17 seine Rückwärtsbewegung weiter fort. Hierbei gleiten die Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> aus den Schlitzen <I>24a</I> bzw.
24b heraus, wonach die als Rückstellorgan wirkende Blattfeder 32 durch Herunterdrücken des Armes 22a den sich axial weiter zurückbewegenden Bolzen 21 in seine in Fig. 1 dargestellte Ausgangsdrehlage zurück dreht. Der Bolzen 21 und das ihm nachfolgende Andruckwerkzeug 1 haben ihre axiale Ausgangslage dann erreicht, wenn der Betätigungshebel 25 am An schlagzapfen 27 anschlägt.
Nunmehr befindet sich die Heftvorrichtung wieder in ihrer Ruhestellung und es kann nach Verschiebung der Papierbahnen 40 auf der Tischfläche 42 und entsprechendem Vorziehen des Klebebandes 46 der nächste Stanz- und Heftvor gang erfolgen.
Wie aus Fig. 7 zu ersehen ist, besitzt der Stanz- stempel 8 einen mundstückartigen Fortsatz 8a mit länglichem Querschnitt, welcher hinten in einen kreisrunden Flansch 8b übergeht. Das Stanzmaul 8c des Stanzstempels 8 ist durch eine ringsum verlau fende Abschrägung 49 nach hinten leicht verjüngt.
Eine durch die Abschrägung 49 gebildete, ringsum verlaufende Stanzkante 50 ist lediglich durch zwei an ihr vorspringende Lappen 51 unterbrochen, welche ihrerseits kurze Stanzkanten <I>51a</I> aufweisen, so dass durch die Stanzkanten 51 und 51a eine endlose, in sich geschlossene Stanzkontur gewährleistet ist.
Die beiden Lappen 51 haben den Zweck, den ausgestanz ten Klebestreifen 47 zwischen sich festzuhalten, damit das Andruckwerkzeug 12 mit seinen Andruck federn 14 ihn sicher und an der richtigen Stelle wie auch in seiner richtigen Lage fassen und an den seitli- chen Rand 44a der aufeinanderliegenden Papierbah nen 44 anlegen kann.
Der Auflagetisch 41 ist vorzugsweise, was der Einfachheit wegen in Fig. 1 nicht dargestellt ist, in seiner Höhe gegenüber der Grundplatte 4 verstellbar, damit verschieden hohe Stapel aufeinanderliegender Papierbahnen 44 mit ein- und derselben Heftvorrich tung geheftet werden können, ohne dass beim etwai gen Übergang von einer als normal gewählten Stapel höhe auf eine erheblich grössere Stapelhöhe die Überlappungen der obersten und untersten Papier bahn ungleich lang ausfallen.
Denn eine gleichmäs- sige überlappung ist natürlich nur dann gewährlei stet, wenn die Hauptachse 12a des Andruckwerk zeugs 12 (vgl. Fig. 3) genau auf halber Höhe des Papierbahnstapels liegt.
Durch Langlöcher 48 und 49 in der Steuerplatte 29 bzw. der Blattfeder 32, wie auch durch die axiale Verstellbarkeit des Stellringes 19 lässt sich die Heft vorrichtung weiterhin einstellen.
Die Feder 18 ist vorzugsweise stärker als die Feder 17 und mit einer gewissen Vorspannung einge baut, um beim Vorschieben des Andruckwerkzeugs 12 gegen die Feder 17 eine nochmalige Vorwärtsbe wegung des Stanzwerkzeugs 1, die aber als Leer hub an sich unerheblich wäre, zu beschränken bzw. zu verhindern.
Die als Rückstellorgan wirkende Blattfeder 32 dient auch dazu, bei der Stanzbewegung des Stanz- werkzeugs 1 zu verhindern, dass der Arm 22a beim Auflaufen auf die Kurve 30 hochgeschleudert wird, was das spätere Einrasten der Arme 22a und 22b in die Schlitze<I>24a</I> bzw.<I>24b</I> in Frage stellen könnte.
Abweichend vom in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel könnte der Stift 22 auch so aus gebildet sein, dass er nur mit dem Arm 22a aus dem Bolzen 21 herausragt. Der Arm 22b und der Schlitz 24b in der Hülse 5 könnten also fehlen.
Abweichend von der Zeichnung könnte die Heft vorrichtung unter Beibehaltung ihres Grundaufbaus und ihrer prinzipiellen Wirkungsweise auch halbauto matisch oder sogar vollautomatisch ausgebildet wer den. So könnte mit der Bewegung des Betätigungshe bels 25 zugleich der periodische Vorschub des Kleb bandes 46 und zusätzlich auch die periodische Ver schiebung der Papierbahnen 44 bewirkt werden. An stelle des Betätigungshebels 25 könnte auch ein pneu matischer oder hydraulischer Zylinder mit Arbeits kolben vorgesehen werden, dies natürlich auch mit der vorgenannten Kopplung mit den erforderlichen Klebeband- und/oder Papierbahn-Vorschubelemen- ten, wobei sich z.
B. eine Druckknopfbedienung ver wirklichen lässt. Der Betätigungshebel könnte auch vorzugsweise in Kopplung mit den Vorschubelemen- ten, durch eine von einem dauernd umlaufenden Kur beltriebwerk hin- und hergeschwenkten Antriebs stange ersetzt werden.
Die Erfindung ist also nicht an die gezeigte Ausführungsform gebunden, sondern die Einzelhei- ten können innerhalb des Rahmens der Erfindung variiert werden.