CH397599A - Heftvorrichtung zum Heften mehrerer aufeinanderliegender Papierbahnen, insbesondere eines endlosen Durchschreibeformularsatzes - Google Patents

Heftvorrichtung zum Heften mehrerer aufeinanderliegender Papierbahnen, insbesondere eines endlosen Durchschreibeformularsatzes

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CH397599A
CH397599A CH1429962A CH1429962A CH397599A CH 397599 A CH397599 A CH 397599A CH 1429962 A CH1429962 A CH 1429962A CH 1429962 A CH1429962 A CH 1429962A CH 397599 A CH397599 A CH 397599A
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CH
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CH1429962A
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Inventor
Brechbuehl Walter
Original Assignee
Baumer Ag P
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C9/00Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding
    • B42C9/0056Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding applying tape or covers precoated with adhesive to a stack of sheets

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  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description


  Heftvorrichtung zum Heften mehrerer     aufeinanderliegender    Papierbahnen,  insbesondere eines endlosen     Durchschreibeformularsatzes       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine  Heftvorrichtung zum Heften mehrerer     aufeinanderlie-          gender    Papierbahnen,     insbesonere    eines endlosen       Durchschreibeformularsatzes    gemäss der Schweizer       Patentschrift    Nr. 389 652.  



  Es ist bereits bekannt, mehrere     aufeinanderlie-          gende    Papierbahnen von Hand an ihren seitlichen  Rändern mittels Klebestreifen derart aneinander zu  heften, dass der Klebestreifen an die seitlichen Rän  der angelegt wird und seine beiden überstehenden  Enden umgebogen werden, so dass der     Klebestreifen     die oberste und die unterste Papierbahn überlappt,  worauf diese beiden Enden an die Aussenseite der  obersten bzw. untersten Papierbahn angedrückt und  so mit diesen Aussenseiten verklebt werden.  



  Diese Heftmethode, welche sich mit     spezifischen     Vorteilen bei der     Heftung    der bereits erwähnten end  losen     Durchschreibeformularsätze    anwenden lässt  (vgl. Schweizer Patentschrift Nr. 389 652), hat jedoch  den Nachteil, dass das Heften von Hand umständlich  und zeitraubend ist.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese  Nachteile zu beseitigen,     d.h.    eine Vorrichtung zu  schaffen, mittels deren mehrere     aufeinanderliegende     Papierbahnen, insbesondere eines endlosen Durch  schreibeformularsatzes, rasch und ohne Mühe in der  zuvor angegebenen Weise maschinell geheftet werden  können.

   Die Heftvorrichtung gemäss der Erfindung  ist gekennzeichnet durch einen mit einem Anschlag  versehenen Tisch zum Auflegen der     aufeinanderlie-          genden    Papierbahnen, eine Führung zum Hin  durchführen eines senkrecht zur     Tischfläche    angeord  neten Klebebandes durch die Vorrichtung, ein Stanz  werkzeug mit Matrize zum Ausstanzen der zum Hef  ten der Papierbahnen dienenden Klebestreifen aus  dem Klebeband, ein relativ zum     Stanzwerkzeug    be-    wegbares     Andrückwerkzeug    zum Andrücken der bei  den Enden des ausgestanzten     Klebestreifens    an die  Aussenseiten der äusseren     Papierbahnen    und ein Be  tätigungsorgan,

   mittels dessen die Arbeitsbewegungen  des     Stanz-    und     Andrückwerkzeugs    nacheinander     be-          wirkbar    sind.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der  Heftvorrichtung gemäss der Erfindung schematisch  dargestellt.  



  Es zeigen:       Fig.    1 die Heftvorrichtung in Ausgangsstellung,       im    Längsschnitt,       Fig.    2 einen Ausschnitt aus der Heftvorrichtung  in einer Draufsicht,       Fig.    3 einen Ausschnitt aus dem     Andrückwerk-          zeug    vor dem     Andrückvorgang,    in einer Draufsicht,       Fig.    4 einen Ausschnitt aus dem     Andrückwerk-          zeug    nach dem     Andrückvorgang,    in einer Draufsicht,

         Fig.    5 das hintere Ende des     Stanzwerkzeugs        in     einer Draufsicht,       Fig.    6 das vordere Ende des     Stanzwerkzeugs    im  Längsschnitt,       Fig.    7 das     Stanzwerkzeug    in einer Draufsicht von  vorn, und       Fig.    8 einen ausgestanzten Klebestreifen in per  spektivischer Ansicht.  



  In     Fig.    1 ist der Aufbau der in Ausgangsstellung  befindlichen     Heftvorrichtung    gezeigt. Ein     Stanzwerk-          zeug    1 ist in zwei Lagern 2 und 3, welche an einer  Grundplatte 4 befestigt sind, axial verschiebbar,  jedoch     unverdrehbar    gelagert. Das     Stanzwerkzeug    1  besteht aus einer zylindrischen Hülse 5, die eine  durchgehende Längsbohrung 6 aufweist, und einem  vorn in diese Bohrung eingesetzten und mittels einer  Schraube 7 an der Hülse 5 befestigten     Stanzstempel     B.

   Vor dem     Stanzstempel    8 befindet sich eine Stanz-           matrize    37, die mit der Grundplatte 4 fest verbunden  ist. Eine am Lager 3     mittels    einer Schraube 9 befe  stigte     Nutfeder    10     greift    in eine Längsnut 11 der  Hülse 5 ein und sorgt so für die     Unverdrehbarkeit     der letzteren und damit des     Stanzwerkzeugs    1 gegen  über dem Lager 3 und damit auch gegenüber der mit  der Grundplatte 4 fest verbundenen     Stammatrize    37.  



  Ein     Andrückwerkzeug    12 ist koaxial im Stanz  werkzeug 1, diesem gegenüber axial verschiebbar,  jedoch     unverdrehbar    gelagert. Das     Andrückwerkzeug     12 besteht aus einem Federträger 13, der als zylindri  scher     Bolzen        ausgebildet    und     in    der Längsbohrung 6  der Hülse 5 gelagert ist, und     zwei    in den     Fig.    3 und 4  näher veranschaulichten, später noch     im        einzelnen    zu  beschreibenden blattförmigen     Andrückfedern    14,

    deren hintere Enden in den Federträger 13 eingelas  sen und     mit    letzterem hart verlötet     sind.    Eine in die  Hülse 5 eingeschraubte Zapfenschraube 15 ragt mit  ihrem Zapfen in eine Längsnut 16 des Federträgers  13 hinein und gewährleistet so die     Unverdrehbarkeit     des Federträgers 13 gegenüber der Hülse 5,     d.h.     damit auch die     Unverdrehbarkeit    des ganzen       Andrückwerkzeugs    12 gegenüber dem     Stanzwerkzeug     1.

   In die Längsbohrung 6 der Hülse 5 ist eine als  Druckfeder wirkende Schraubenfeder 17 eingesetzt,  welche sich, von den beiden, von ihr umschlossenen       Andrückfedern    14     distanziert,    einerseits am     Stanz-          stempel    8 und andererseits am Federträger 13       abstützt.     



  Eine als Druckfeder wirkende Schraubenfeder 18  ist auf die Hülse 5 aufgeschoben und stützt sich einer  seits am Lager 2 und andererseits am Boden eines  hülsenartig ausgedrehten     Stellringes    19 ab, welch  letzterer auf die Hülse 5 aufgeschoben und mit ihr  durch eine in     Fig.    1 nur angedeutete Schraube 20 fest  verbunden ist.  



  Ein als Betätigungsglied dienender     zylindrischer          Bolzen    21 ist     in    den hinteren Teil der Längsbohrung  6 eingeschoben und in ihr bei seiner in     Fig.    1 gezeig  ten Ausgangslage gegenüber der Hülse 5 drehbar,  jedoch ihr gegenüber in Richtung auf den Federträger  13 hin axial     unverschiebbar    gelagert.

   Diese axiale       Unverschiebbarkeit    des     Bolzens    21 gegenüber der       Hülse    5 wird dadurch gewährleistet,     dass    ein senk  recht     zu    seiner Längsachse in ihn eingepresster     Stift     22 mit zwei aus dem     Bolzen    21 herausragenden  Armen<I>22a</I> und<I>22b</I> an einer Stirnfläche 23 des mit  zwei radial angeordneten, längsverlaufenden Schlit  zen<I>24a</I> und<I>24b</I> versehenen Endes der Hülse 5 an  liegt (vgl. auch     Fig.    5).

   Der     Bolzen    21     liegt    mit sei  nem einen Ende über eine als     Anschlagfläche    die  nende Stirnfläche 34 am     Federträger    13 und mit sei  nem anderen Ende an einem einarmigen Betätigungs  hebel 25 an, welcher um einen in     Fig.    1 nur angedeu  teten, senkrecht angeordneten und mit der Grund  platte 4 fest verbundenen Zapfen 26 drehbar gelagert  ist und in der in     Fig.    1 gezeichneten Ausgangsstellung  an einem in die Grundplatte 4 fest eingelassenen An  schlagstift 27 anliegt.  



  An der Grundplatte 4 ist mittels einer Schraube    28     eine    Steuerplatte 29 angeschraubt, welch letztere  eine Kurve 30 aufweist, auf der sich der aus dem Bol  zen 21 herausragende Arm 22a des Stiftes 22 unter  dem Druck einer mittels einer Schraube 31 an der  Grundplatte 4 befestigten Blattfeder 32 abstützt.

    Wird der     Bolzen    21 in seiner in     Fig.    1 gezeigten Aus  gangsdrehlage samt der Hülse 5 durch Schwenken  des Betätigungshebels 25 aus seiner in     Fig.    1 darge  stellten     Ausgangsschwenklage    gegenüber der Grund  platte 4 in Richtung auf die     Stammatrize    37 axial  verschoben, dann dreht während dieser Verschiebung  die Kurve 30 über den von ihr gegen den Druck der  Blattfeder 32 angehobenen, als     Nocke    dienenden  Arm 22a den     Bolzen    21 in eine zweite     Drehlage,

      in  der die beiden Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> des Stiftes 22 in  die beiden sich diametral gegenüberliegenden     Schlitze     24a bzw. 24b der Hülse 5 einrasten. Dadurch     wird     plötzlich der     Bolzen    21 relativ zur Hülse 5 axial ver  schiebbar und die Hülse 5, welche durch die axiale       Verschiebung    des     Bolzens    21 unter     Zusammendrük-          kung    der Feder 18     mitverschoben    worden war, wird  unter dem Druck der Feder 18 schlagartig zurückge  schoben, wobei die beiden Arme<I>22a</I> und<I>22b des</I>  Stiftes 22 in die Schlitze<I>24a</I> bzw.<I>24b</I> hineingleiten,

    während der Bolzen 21 infolge der Weiterschwen  kung des Betätigungshebels 25 seine     Axialbewegung     in Richtung auf die     Stanzmatrize    37 fortsetzt, und  zwar solange und soweit, bis der Betätigungshebel 25  an einem in     Fig.    1 mit strichpunktiert gezeichneten  Linien nur angedeuteten, in die Grundplatte 4 fest  eingelassenen Anschlagstift 33 anschlägt.  



  An der zuvor beschriebenen     axialen    Verschie  bung der Hülse 5 in Richtung auf die     Stanzmatrize     37, nimmt     das        Andrückwerkzeug    12 teil, da sich der  Federträger 13 mit seinem hinteren Ende an der vor  deren     Stirnfläche    34 des sich zusammen mit der  Hülse 5 verschiebenden     Bolzens    21 abstützt.

   Diese       Axialverschiebung    des     Andrückwerkzeugs    12 in  Richtung auf die     Stanzmatrize    37 wird weiter fortge  setzt, wenn die Hülse 5 nach dem Einrasten der bei  den Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> in die Schlitze 24a bzw.<I>24b</I>  unter dem Druck der Feder 18 plötzlich in ihre axiale  Ausgangslage zurückkehrt, da auch der     Bolzen    21  unter     Weiterschwenken    des Betätigungshebels 25  seine     Axialverschiebung    in Richtung auf die Stam  matrize 37 weiter fortsetzt.

   Von dem Zeitpunkt an,     in     welchem die Hülse 5 sich axial zurückzubewegen be  ginnt, verschiebt der seine     Axialverschiebung    weiter  fortsetzende     Bolzen    21 über seine vordere Stirnflä  che 34 den Federträger 13 und damit das ganze       Andrückwerkzeug    12 relativ zur jetzt zurückweichen  den Hülse 5 und damit zum     Stanzwerkzeug    1, und  zwar gegen den Druck, der dabei immer mehr zusam  mengedrückten Feder 17, wobei     schliesslich    die bei  den     Andrückfedern    14, welche nicht nur von der  Wandung der Längsbohrung 6 der Hülse 5,

       sondern     auch von der Wandung einer sich nach vorn in eine  Öffnung 35a mit     länglichem    Querschnitt fortsetzen  den Längsbohrung 35 des Stempels 8 (vgl.     Fig.    1, 7  und 8) distanziert sind, mit ihren vorderen Enden aus      dem     Stanzmaul    8c des     Stanzstempels    8 heraustreten  und     eine        Stanzöffnung    36 der     Stanzmatrize    37 in  axialer Richtung durchqueren, um weiterhin auch  noch einen Schlitz 38 einer mit der Grundplatte 4 fest  verbundenen, mit einer Anschlagfläche 39     versehe-          nen    Anschlagleiste 40 zu durchqueren.

   Ein vor der  Anschlagleiste 40     liegender    Teil der Grundplatte 4  bildet einen Auflagetisch 41, der eine Auflagefläche  42 aufweist, welch letztere gegen die     Stanzmatrize    37  hin von der Anschlagfläche 39 begrenzt ist. Eine  schlitzförmige Aussparung 43 im Auflagetisch 41  (vgl.     Fig.    1 und 2) gewährleistet, dass beim Vorschie  ben des Andruckwerkzeugs 12 das nach unten abge  bogene, vordere Ende der unteren Andruckfeder 14  seine     Axialbewegung    beenden kann, ohne dabei mit  dem Auflagetisch 41 zu kollidieren.

   Auf der Auflage  fläche 42 liegen gemäss     Fig.    1 mehrere aufeinander  liegende Papierbahnen 44, (in     Fig.2    weggelassen),  welche mit ihrem seitlichen Rand 44a an der An  schlagfläche 39 anliegen. Zwei abgerundete  Führungsleisten 45a und 45b, welche hinter der       Stanzmatrize    37 angeordnet und mit der Grundplatte  4 fest verbunden sind, dienen der Führung eines Kle  bebandes 46,     (vgl.        Fig.2),    welches zwischen der       Stanzmatrize    37 und den Führungsleisten 45a und  45b, an letzteren anliegend und auf einer Fläche 47  der Grundplatte 4 sich abstützend,

   in Richtung der in       Fig.    2 eingezeichneten Pfeile quer zur Längsachse des       Stanzwerkzeugs    1 durch die Heftvorrichtung hin  durchgezogen werden kann. Das Klebeband 46 kann  hierzu in Pfeilrichtung von einer in     Fig.    2 nicht dar  gestellten Vorratstrommel     ruckweise    im     Rhythmus     der     Stanz-    und Andruckperioden     intermittierend    ab  gewickelt werden, und zwar durch Zug an demjeni  gen     Trum    des Klebebandes 46, welches die       Führungsleiste    45b bereits passiert hat.

   Bei stillste  hendem Klebeband 46, dessen Klebeseite der     Stanz-          rnatrize    37     zugekehrt    ist,     erfolgt    der Stanz- und der  nachfolgende Andruckvorgang, wobei vom     Stanz-          stempel    8 mittels der     Stanzmatrize    37 aus dem Klebe  band 46 ein Klebestreifen 47 (vgl.     Fig.    8) ausgestanzt  und letzterer in später noch näher     zu    beschreibender  Weise mit dem Stapel     aufeinanderliegender    Papier  bahnen 44 verklebt wird.  



  Die beiden Andruckfedern 14 sind in     Fig.    3 näher  veranschaulicht, und zwar in ihrer Stellung vor dem  Andruckvorgang. Mittels einer kleinen Niete 45 sind  die beiden Andruckfedern 14 im Bereich ihrer vorde  ren, von der Längsachse 12a des Andruckwerkzeugs  12 abgebogenen Enden miteinander verbunden. In       Fig.    4 ist gezeigt, welche Lage die vorderen Enden  der beiden     Andruckfedern    14 unmittelbar nach dem  Andruckvorgang bei dem sich die Andruckfedern 14  in Richtung der in     Fig.    4     eingezeichneten    Pfeile be  wegt haben, einnehmen. Der Andruckvorgang selbst  wird später noch ausführlicher beschrieben.

   Die       Fig.    7 und 8 veranschaulichen nähere Einzelheiten  der Ausbildung des     Stanzstempels    B.  



  Im folgenden soll nun die Gesamtwirkungsweise  der zuvor beschriebenen Heftvorrichtung mit ihren         einzelnen    Bewegungsabläufen, so wie sie bei der     Hin-          und    Rückbewegung der beiden Werkzeuge 1 und 12  nacheinander bzw.     miteinander    erfolgen, in zeitlicher  Reihenfolge kurz beschrieben werden, wobei auch  noch spezielle Bemerkungen über den eigentlichen  Stanz- und     Andruckvorgang    gemacht werden.  



  Wird der in Ausgangsstellung stehende Betäti  gungshebel 25 in Richtung auf die     Stammatrize    37  hin geschwenkt, dann spielt sich folgendes ab:  Der Bolzen 21 wird samt dem     Stanzwerkzeug    und  dem relativ zu letzterem stillstehenden Andruckwerk  zeug 12 gegenüber den Lagern 2 und 3 axial in Rich  tung auf die     Stanzmatrize    37 hin gegen den Druck  der Feder 18 verschoben.

   Beim letzten Teil der Ver  schiebung des     Stanzwerkzeugs    1 wird ein Klebestrei  fen 47 vom     Stanzstempel    8 mittels der Stammatrize  37 aus dem Klebeband 46 ausgestanzt, welcher zu  nächst, wie später noch     näher    erläutert wird, im       Stanzmaul    8c des     Stanzstempels    8 hängen bleibt.  



  Beim letzten Teil der Verschiebung des     Bolzens     21 läuft der Arm 22a auf die Hubkurve 30 auf,  wodurch der Zapfen 21 während seiner weiter fortge  setzten     Axialverschiebung    aus seiner Ausgangsdreh  lage soweit verdreht wird, bis die Arme<I>22a</I> und<I>22b</I>  in die     Schlitze    24a bzw. 24b einrasten. Damit wird  aber das     Stanzwerkzeug    1 plötzlich frei und schnellt  infolge des Druckes der Feder 18 in Richtung auf  seine axiale Ausgangslage zurück, wobei die Arme  22a und<I>22b</I> weiter in die Schlitze<I>24a</I> bzw. 24b hin  eingleiten.  



  Unter dem Druck des weiterschwenkenden Betä  tigungshebels 25 setzt der     Bolzen    21 nach dem Einra  sten seiner Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> in die Schlitze<I>24a</I>  bzw. 24b seine axiale Bewegung     nunmehr    gegen den  Druck der Feder 17 in Richtung auf die     Stanzmatrize     37 fort, wobei die Andruckfedern 14 aus dem     Stanz-          maul    8c des     Stanzstempels    8 heraustreten, dabei zu  gleich den im     Stanzmaul    8c hängenden     Klebestreifen     47 erfassen und denselben bei ihrer weiteren Axial  bewegung mitnehmen,

   bis der     Klebestreifen    47     am     seitlichen Rand 44a der     aufeinanderliegenden    Papier  bahnen 44     zur    Anlage kommt. Bei der weiteren Ver  schiebung der Andruckfedern 14     tritt    jetzt ein Vor  gang ein, dessen Endphase in     Fig.    4     veranschaulicht     ist:

    Die beiden Andruckfedern 14, welche gemäss       Fig.    3     an    einer     Stelle    14c mit ihren einander zuge  kehrten Flächen aneinander     anliegen,    werden beim  Auflaufen ihrer abgebogenen Enden 14a auf den  Rand 44a der     aufeinanderliegenden    Papierbahnen 44       aufgespreizt    und biegen bei ihrer weiteren Verschie  bung die oben und unten über den Stapel der Papier  bahnen 44 überstehenden Enden 47a und 47b so um,  dass hierdurch die oberste und die unterste Papier  bahn 44 vom Klebestreifen 47 überlappt wird.

   Beim  weiteren Vorschieben der beiden Andruckfedern 14  gleiten diese mit Stellen 14b (vgl.     Fig.    4)     in    Längs  richtung über die Enden 47a und 47b des Klebestrei  fens 47 und drücken sie dabei sukzessive fest an die  Aussenseiten 44b und 44c der obersten bzw. unter-      steh Papierbahn 44, wodurch der     Klebestreifen    47  mit den Aussenseiten 44b und 44c verklebt wird. Zur  Sicherheit gleiten die Stellen 14b der Andruckfedern  14 bei deren Verschiebung noch ein bestimmtes  Stück über die Ränder der Enden<I>47a</I> und<I>47b</I> hin  aus (vgl.     Fig.    4).

   Die     Andruckfedern    14 haben diese  Endstellung (in     Fig.2    strichpunktiert gezeichnet)  dann erreicht,     wenn    der Betätigungshebel 25 am An  schlagstift 33 anschlägt. Nunmehr ist der Heftvor  gang beendet.  



  Im Folgenden werden nun die Bewegungsabläufe  beschrieben, die sich abspielen, wenn das Stanz- und  Andruckwerkzeug wieder in ihre Ausgangslage  zurückkehren.  



  Wird der     Handgriff    25a des Betätigungshebels 25       freigegeben,    dann bewegt sich das     Stanzwerkzeug    1  unter dem Druck der Feder 18 in Richtung auf seine  axiale Ausgangslage zurück. Hierbei bewegt sich zu  gleich aber auch das Andruckwerkzeug 1 samt dem       Bolzen    21 unter dem Druck der Feder 17 in Richtung  auf seine Ausgangslage zurück, wobei der     Bolzen    21  den Betätigungshebel 25     zurückschwenkt.     



  Wenn hierbei das     Stanzwerkzeug    1 durch An  schlagen des Stellringes 19 mit seiner hinteren Stirn  fläche 19a am Lager 3 seine Ausgangsstellung er  reicht hat, setzt das Andruckwerkzeug 1 samt dem       Betätigungsbolzen    21 unter Wirkung der Feder 17  seine     Rückwärtsbewegung    weiter     fort.    Hierbei gleiten  die Arme<I>22a</I> und<I>22b</I> aus den     Schlitzen   <I>24a</I> bzw.

    24b heraus, wonach die als     Rückstellorgan    wirkende  Blattfeder 32 durch Herunterdrücken des Armes 22a  den sich axial weiter zurückbewegenden     Bolzen    21 in  seine in     Fig.    1 dargestellte     Ausgangsdrehlage    zurück  dreht. Der     Bolzen    21 und das ihm nachfolgende  Andruckwerkzeug 1 haben     ihre    axiale Ausgangslage       dann    erreicht, wenn der Betätigungshebel 25 am An  schlagzapfen 27 anschlägt.

   Nunmehr befindet sich die  Heftvorrichtung wieder in ihrer Ruhestellung und es  kann nach Verschiebung der Papierbahnen 40 auf  der Tischfläche 42 und entsprechendem Vorziehen  des Klebebandes 46 der     nächste        Stanz-    und Heftvor  gang erfolgen.  



  Wie aus     Fig.    7 zu ersehen ist, besitzt der     Stanz-          stempel    8 einen     mundstückartigen        Fortsatz    8a mit  länglichem Querschnitt, welcher hinten in einen  kreisrunden Flansch 8b übergeht. Das     Stanzmaul    8c  des     Stanzstempels    8 ist durch eine     ringsum    verlau  fende     Abschrägung    49 nach     hinten    leicht verjüngt.

    Eine durch die     Abschrägung    49 gebildete, ringsum  verlaufende     Stanzkante    50 ist lediglich durch zwei an  ihr vorspringende Lappen 51 unterbrochen, welche  ihrerseits kurze     Stanzkanten   <I>51a</I> aufweisen, so dass  durch die     Stanzkanten    51 und 51a eine endlose, in  sich geschlossene     Stanzkontur    gewährleistet ist.

   Die  beiden Lappen 51 haben den Zweck, den ausgestanz  ten Klebestreifen 47 zwischen sich festzuhalten,  damit das Andruckwerkzeug 12     mit    seinen Andruck  federn 14 ihn sicher und an der richtigen Stelle wie  auch in seiner richtigen Lage fassen und an den seitli-         chen    Rand 44a der     aufeinanderliegenden    Papierbah  nen 44 anlegen kann.  



  Der Auflagetisch 41 ist vorzugsweise, was der  Einfachheit wegen in     Fig.    1 nicht dargestellt ist, in  seiner Höhe gegenüber der Grundplatte 4 verstellbar,  damit verschieden hohe Stapel     aufeinanderliegender     Papierbahnen 44 mit ein- und derselben Heftvorrich  tung geheftet werden können, ohne dass beim etwai  gen Übergang von einer als normal gewählten Stapel  höhe auf eine erheblich grössere     Stapelhöhe    die       Überlappungen    der obersten und untersten Papier  bahn ungleich lang ausfallen.

   Denn eine     gleichmäs-          sige        überlappung    ist natürlich nur dann gewährlei  stet, wenn die Hauptachse 12a des Andruckwerk  zeugs 12 (vgl.     Fig.    3) genau auf halber Höhe des       Papierbahnstapels    liegt.  



  Durch Langlöcher 48 und 49 in der Steuerplatte  29 bzw. der Blattfeder 32, wie auch durch die axiale       Verstellbarkeit    des Stellringes 19 lässt sich die Heft  vorrichtung weiterhin einstellen.  



  Die Feder 18 ist vorzugsweise stärker als die  Feder 17 und mit einer gewissen     Vorspannung    einge  baut, um beim Vorschieben des Andruckwerkzeugs  12 gegen die Feder 17 eine nochmalige Vorwärtsbe  wegung des     Stanzwerkzeugs    1, die aber als  Leer  hub  an sich unerheblich wäre, zu beschränken     bzw.     zu verhindern.  



  Die als     Rückstellorgan    wirkende Blattfeder 32  dient auch dazu, bei der     Stanzbewegung    des     Stanz-          werkzeugs    1 zu verhindern,     dass    der Arm 22a beim  Auflaufen auf die Kurve 30 hochgeschleudert wird,  was das spätere Einrasten der Arme 22a und 22b in  die Schlitze<I>24a</I> bzw.<I>24b</I> in Frage stellen könnte.  



  Abweichend vom in der Zeichnung dargestellten  Ausführungsbeispiel könnte der Stift 22 auch so aus  gebildet sein, dass er nur mit dem Arm 22a aus dem  Bolzen 21 herausragt. Der Arm 22b und der     Schlitz     24b in der Hülse 5     könnten    also fehlen.  



  Abweichend von der Zeichnung könnte die Heft  vorrichtung unter Beibehaltung ihres     Grundaufbaus     und ihrer prinzipiellen Wirkungsweise auch halbauto  matisch oder sogar vollautomatisch ausgebildet wer  den. So könnte mit der Bewegung des Betätigungshe  bels 25 zugleich der periodische Vorschub des Kleb  bandes 46 und zusätzlich auch die periodische Ver  schiebung der Papierbahnen 44 bewirkt werden. An  stelle des Betätigungshebels 25 könnte auch ein pneu  matischer oder     hydraulischer    Zylinder mit Arbeits  kolben vorgesehen werden, dies natürlich auch mit  der vorgenannten Kopplung mit den erforderlichen  Klebeband- und/oder     Papierbahn-Vorschubelemen-          ten,    wobei sich z.

   B. eine     Druckknopfbedienung    ver  wirklichen lässt. Der Betätigungshebel könnte auch  vorzugsweise in Kopplung mit den     Vorschubelemen-          ten,    durch eine von einem dauernd umlaufenden Kur  beltriebwerk hin- und     hergeschwenkten    Antriebs  stange ersetzt werden.  



  Die Erfindung ist also nicht an die gezeigte  Ausführungsform gebunden, sondern die Einzelhei-           ten    können innerhalb des Rahmens der     Erfindung          variiert    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Heftvorrichtung zum seitlichen Heften mehrerer aufeinanderliegender Papierbahnen mittels Klebe streifen und insbesondere eines endlosen Durch schreibeformularsatzes, gekennzeichnet durch einen mit einem Anschlag (39) versehenen Tisch (41) zum Auflegen der aufeinanderliegenden Papierbahnen (40), eine Führung (45a, 45b) zum Hindurchführen eines senkrecht zur Tischfläche (42) angeordneten Klebebandes (46) durch die Vorrichtung, ein Stanz werkzeug (1) mit Matrize (37) zum Ausstanzen der zum Heften der Papierbahnen dienenden Klebestrei fen (47) aus dem Klebeband,
    ein relativ zum Stanz werkzeug bewegbares Andrückwerkzeug (12) zum Andrücken der beiden Enden<I>(47a, 47b)</I> des ausge stanzten Klebestreifens an die Aussenseiten (44b, 44c) der äusseren Papierbahnen und ein Betätigungs organ (21), mittels dessen die Arbeitsbewegungen des Stanz- und Andrückwerkzeugs nacheinander be- wirkbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Heftvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückwerkzeug in Bewe gungsrichtung des Stanzwerkzeugs relativ zu letzte rem axial verschiebbar ist. 2.
    Heftvorrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückwerkzeug koaxial im Innern des Stanzwerk- zeugs relativ zu letzterem unverdrehbar gelagert und gegenüber der Matrize axial verschiebbar ist. 3.
    Heftvorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Betätigungsorgan dienender und mit An schlagflächen<I>(22a, 22b,</I> 34) zur axialen Verschie bung des Stanz- und Andrückwerkzeugs versehener zylindrischerBetätigungsbolzen(21) koaxial imStanz- werkzeug gelagert und gegenüber der Matrize ver schiebbar ist. 4.
    Heftvorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsbolzen in einer ersten Drehlage gegen über dem Stanzwerkzeug drehbar, jedoch axial un- verschiebbar und in einer zweiten Drehlage diesem gegenüber axial verschiebbar ist, und dass Steuermit tel (22a, 30, 32)
    zur Drehung des Betätigungsbolzens aus der einen Drehlage in die andere vorhanden sind und die Arbeitsbewegung des Stanzwerkzeugs durch axiale Verschiebung des in der ersten Drehlage und die Arbeitsbewegung des Andrückwerkzeugs durch axiale Weiterverschiebung des in der zweiten Dreh lage befindlichen Betätigungsbolzens bewirkbar ist, wobei die Arbeitsbewegung des Andrückwerkzeugs und die axiale Weiterverschiebung des Betätigungs bolzens relativ zum Stanzwerkzeug erfolgen. 5.
    Heftvorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Andrückwerkzeug aus einem als zylindrischer Bolzen ausgebildeten und im Stanzwerkzeug gelager ten Federträger (13) und zwei mit letzterem fest ver bundenen blattförmigen Andrückfedern (14) besteht, wobei der Federträger mit dem Betätigungsbolzen über eine als Anschlagfläche dienende Stirnfläche (34) des Betätigungsbolzens mit letzterem in Wirkver bindung steht. 6.
    Heftvorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Flachseiten der Andrückfedern parallel zueinander angeordnet und ihre freien Enden (14a) von der Längsachse (12a) des Andrückwerkzeugs abgebogen sind. 7.
    Heftvorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Steuermittel zur Dre hung des Betätigungsbolzens aus der ersten Drehlage in die zweite aus einer Kurve (30) und einer Nocke (22a) und diejenigen zu seiner Rückdrehung aus der zweiten Drehlage in die erste aus einer Rückstellfeder (32) und einem mit letzterer in Wirkverbindung ste henden Rückstellanschlag (22a) bestehen. B.
    Heftvorrichtung nach Unteransprüchen 3, 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein senkrecht zum Betätigungsbolzen angeordneter und mit ihm fest verbundener Stift (22) die Anschlagfläche (22a) zur axialen Verschiebung des Stanzwerkzeugs aufweist und zugleich als Nocke und Rückstellanschlag dient,
    wobei das Stanzwerkzeug zur Verschiebung des in der zweiten Drehlage befindlichen Betätigungsbol zens relativ zum Stanzwerkzeug mit einem Schlitz (24a) zur Aufnahme des Stiftes (22) versehen ist. 9. Heftvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Tisch (41) in seiner Höhe relativ zur Stanz- und Andrück-Hauptachse (12a) einstellbar ist. 10.
    Heftvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzkante (50) des Stanzwerkzeugs (1) durch an ihr vorspringende Lappen (51) unterbro chen ist, welch letztere ihrerseits Stanzkanten (51a) aufweisen und der Festhaltung des Klebestreifens dienen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0054009A1 (de) * 1980-12-10 1982-06-16 Paolo Conti Vorrichtung zum Verbinden von Endlosformularsätzen mit Klebstoffstreifen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0054009A1 (de) * 1980-12-10 1982-06-16 Paolo Conti Vorrichtung zum Verbinden von Endlosformularsätzen mit Klebstoffstreifen

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