CH397636A - Verfahren zur Herstellung aromatischer halogensubstituierter Nitrile - Google Patents

Verfahren zur Herstellung aromatischer halogensubstituierter Nitrile

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Description


  Verfahren zur Herstellung aromatischer     halogensubstituierter        Nitrile       Aromatische     Nitrile,    die in beiden     Ortho-Stellun-          gen    zur     Cyangruppe    durch ein Halogenatom, z. B. ein  Chlor- oder Bromatom, substituiert sind, beispiels  weise     2,6-Dichlor-benzonitril    und dessen Derivate,  eignen sich nicht nur als Zwischenprodukte zur Her  stellung der entsprechenden     Amide    und Säuren sowie  zur Erzeugung von Farbstoffen,     sondern    es wurde  festgestellt, dass sie ausgezeichnete     herbizide    Eigen  schaften aufweisen.

   Die Herstellung des     2,6-Dichlor-          benzonitrils    ist bekannt, doch gestaltet sie sich als       Mehrstufenverfahren        unwirtschaftlich.     



  Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein Verfahren  zur Herstellung aromatischer     Nitrile,    bei denen die       Nitrilgruppe    unmittelbar am aromatischen Kern haf  tet, und die durch Brom oder Chlor in beiden     o-          Stellungen    zur     Cyangruppe    substituiert sind, das da  durch gekennzeichnet ist, dass man ein     o,o'-Dinitro-          oder        o-Halogen-o'-nitro-arylnitril    mit     Chlor    oder Brom  oder mit     Thionylchlorid    oder     Thionylbromid    auf min  destens l30 , vorzugsweise auf mindestens 180 ,

    erwärmt. Eine Temperatur im Bereich von 190 bis  300  eignet sich ganz besonders.  



  Bei der Umsetzung wird die Nitrogruppe der       Halogennitrocyanverbindung    oder beide     Nitrogrup-          pen    der     Dinitrocyanverbindung    gegen ein Chlor- bzw.  Bromatom ausgetauscht. Chlor stellt das bevorzugte       Halogenierungsmittel    dar. Die im Verfahren der Er  findung verwendeten und hergestellten aromatischen       Nitrile        sindvorzugsweise        monocyclische        Verbindungen.     Es können auch     polycyclische    Verbindungen mit zwei  oder mehr     kondensierten    Ringen verwendet werden.

    Die im Verfahren der Erfindung verwendeten aro  matischen     Nitrile    können neben den     Nitro-    oder       Nitro-    und     Halogensubstituenten    in den     o-Stellungen     zur     Nitrilgruppe    mindestens einen der nachstehend       aufgeführten        Substituenten    enthalten: Chlor, Brom,         Methoxyl,        -COOCH3    oder eine Gruppe R,     0R    oder       -COOR,    wobei R eine gegebenenfalls durch Chlor  oder Brom substituierte     Phenylgruppe    bedeutet.  



  Von besonderem Interesse ist das     2,6-Dichlor-          benzonitril    sowie die im     Benzolkern    substituierten  Derivate davon. Zu diesen     Benzonitrilen    gelangt  man, wenn man     2,6-Dinitrobenzonitril    oder     2-Chlor-          6-nitro-benzonitril    oder deren entsprechende substi  tuierte Derivate, z. B. mit Chlor oder     Thionylchlorid     bei 180 bis 300  behandelt. Bei     chargenweisem    Ver  fahren eignet sich eine Arbeitstemperatur im Bereich  von 195 bis 205<B>1</B>.  



  Die Umsetzung wird vorzugsweise in flüssiger  Phase, z. B. in flüssiger oder gasförmiger oder sowohl  in flüssiger als auch in gasförmiger Phase durch  geführt.  



       Zweckmässigerweise    leitet man Chlor- oder Brom  gas durch das geschmolzene Ausgangsmaterial oder  tropft flüssiges Brom in die Masse. Man kann die  theoretische Menge an dem Halogen verwenden,  doch setzt man vorzugsweise einen     überschuss    ein  und lässt das nicht umgesetzte Halogen kreisen. Bei       Verwendung    von     Thionylchlorid    oder     Thionylbromid          kann    man diese Verbindungen ebenfalls     dampfför-          mig    durch das geschmolzene Ausgangsmaterial lei  ten oder in flüssiger Form     eintropfen    lassen.

   Es kann  auch     vorteilhaft    sein, die Reaktion in einem geschlos  senen Gefäss, z. B. in einem     Autoklaven,    durchzu  führen.  



  Manchmal ist es zweckmässig, ein     inertes    Lösungs  mittel geeigneten Siedepunkts als Reaktionsmedium  zu verwenden, z. B. einen     chlorierten    oder fluorier  ten Kohlenwasserstoff, beispielsweise wenn der       Schmelzpunkt    des Ausgangsmaterials oberhalb der  gewünschten     Reaktionstemperatur        liegt.         Sobald die Umsetzung vollständig oder prak  tisch vollständig ist, lässt man vorteilhaft das Reak  tionsgemisch abkühlen. Die erfindungsgemäss herge  stellte     o,o'-Dihalogen-arylcyanverbindung    verfestigt  sich im allgemeinen.  



  Das Verfahren der Erfindung wird vorzugsweise  derartig durchgeführt, dass man die     Halogennitro-          cyanverbindung    oder die     Dinitrocyanverbindung    in  flüssiger Form im Gegenstrom einem Strom des       Halogenierungsmittels    entgegenschickt. Hierbei eignet  sich eine Reaktionstemperatur im Bereich von 230  bis 270  besonders.  



  Vorzugsweise wird die     Nitrocyanverbindung    im       Geger_strom    einem nach aufwärts strömenden Strom  des     Halogenierungsmittels    entgegengeführt. Die im  allgemeinen stärker flüchtige gebildete     o,o'-Dihalo-          gen-arylcyanverbindung    wird zweckmässig am Kopf  oder in der Nähe des Kopfes des Reaktionsgefässes  zusammen mit nicht umgesetztem     Halogenierungsmit-          tel    abgezogen, während die nicht umgesetzte     Nitro-          cyanverbindung    vom Boden des Gefässes abgelassen  wird.

   Der Gasstrom des     Halogenierungsmittels    er  leichtert die Abtrennung der     o,o'-Dihalogen-aryl-          cyanverbindung    aus dem Reaktionsgemisch und seine  Entfernung aus dem Reaktionsgefäss. Man kann die  theoretische Menge an     Halogenierungsmittel    verwen  den, doch ist es vorteilhaft, das     Halogenierungsmit-          tel    in beträchtlichem     überschuss,    z. B. die 2- bis  6fache Menge der äquivalenten Menge einzusetzen.  Ausser dem allenfalls überschüssigen     Halogenierungs-          mittel    kann man auch ein     Inertgas,    z. B.

   Stickstoff,       verwenden.    Das     Halogenierungsmittel    kann aus  schliesslich durch die     Einlassöffnung    in die Reak  tionszone zugeführt werden oder in zwei oder meh  rere Ströme aufgeteilt der Zone durch den Einlass  und an zahlreichen anderen Stellen der Reaktions  zone zugeleitet werden. In gleicher Weise kann man  das gegebenenfalls verwendete     Inertgas    ebenfalls in  einem oder mehreren Strömen zuführen.  



  Einer oder alle     Reaktionsteilnehmer    können vor  dem Vermischen     mit    dem anderen Reaktionsteilneh  mer im     Reaktionsgefäss        vorerwärmt    werden. Beson  ders zweckmässig ist es, die     Nitrocyanverbindung,    die  im allgemeinen eine feste Substanz darstellt, auf eine  Temperatur     vorzuerwärmen,    bei der sie flüssig ist  und durch beheizte Röhren dem     Reaktionsgefäss    zu  geführt werden kann.

   Bei     Verwendung    von     Thionyl-          chlorid    oder     Thionylbromid    als     Halogenierungsmit-          tel    ist es auch ratsam, diese     Verbindungen        vorzuer-          wärmen.    Die     Vorerwärmung    wird im allgemeinen auf  eine Temperatur vorgenommen, bei der die Reak  tionsteilnehmer in der Reaktionszone leicht auf die  Reaktionstemperatur gebracht werden können.  



  Die Geschwindigkeit, mit der die Reaktionsteil  nehmer durch die Reaktionszone geführt werden,  hängt von der angewandten Reaktionstemperatur, der       Vorerwärmungstemperatur    der Reaktionsteilnehmer,  ihren relativen     Mengenverhältnissen,    der Anwesen  heit von Verdünnungsmitteln, den Ausmassen des  Reaktionsbehälters und anderen Bedingungen ab. Bei    niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten der     Nitrocyan-          verbindung    kann     überhalogenierung,    insbesondere       L7berchlorierung,    erfolgen.

   Es ist aus diesem     Grunde     erwünscht, eine Strömungsgeschwindigkeit der Reak  tionsteilnehmer durch die Reaktionszone einzustel  len, bei der die     Verweilzeit    zur Substitution der       Nitrogruppe    oder     -gruppen    durch Halogen, insbeson  dere Chlor, ausreicht, jedoch unerwünschte Neben  reaktionen nicht ablaufen. Unter den im nachste  henden Beispiel 4 angegebenen speziellen Reaktions  bedingungen wird ein Produkt hoher Reinheit in  praktisch quantitativer Ausbeute erhalten bei einer  Strömungsgeschwindigkeit, die einer     Verweilzeit    in  der Reaktionszone von etwa drei Minuten entspricht.

    Diese Zeitangabe darf jedoch keineswegs als Ein  schränkung des Verfahrens nach der Erfindung auf  gefasst werden, da Variationen der Strömungsge  schwindigkeit möglich sind und gleich gute Ergeb  nisse erhalten werden.  



  Die aus dem Reaktionsgefäss entfernte     o,o'-Di-          halogen-aryleyanverbindung    wird in der Regel in ein  Auffanggefäss geleitet, in dem sie abgekühlt und ver  festigt werden kann. Als     Verunreinigung    vorliegendes       Halogenierungsmittel    kann leicht entfernt werden,  insbesondere aus dem geschmolzenen Produkt, durch  Arbeiten unter vermindertem     Druck    oder Hindurch  leiten von Luft.  



  Man kann das Produkt jedoch auch     mit    Wasser  oder wässriger     Alkalilauge    waschen.  



  Im allgemeinen kann man die     o,o'-Dihalogen-          arylcyanverbindung    nach dem Verfahren der Erfin  dung in hoher Reinheit und in praktisch theoretischen  Ausbeuten erhalten. Gegebenenfalls kann das Pro  dukt in an sich bekannter Weise weiter gereinigt  werden, z. B. durch Destillation, Sublimation oder  Umkristallisation aus einem Lösungsmittel.  



  Zur     Durchführung    der     Chlorierungs-    oder     Bro-          mierungsreaktionen    im Gegenstromverfahren kann  jedes     hierfür    geeignete Reaktionsgefäss verwendet  werden. Besonders eignet sich ein Röhrenreaktor,  der entweder senkrecht oder mit Neigung aufgestellt  ist, z. B. mit einem Winkel von 45 . Im weiteren  weist der Reaktor vorteilhaft folgende Merkmale auf:  Der Reaktor soll aus korrosionsbeständigen Stoffen  hergestellt sein, z. B.

   Glas, Kohlenstoff, nicht rosten  dem Stahl oder     Monlellegierung,    einer zur Haupt  sache aus Nickel und Kupfer bestehenden     Legie-          rung.    Der Reaktor wird mit     inerten    Füllkörpern ge  füllt, z. B.     Raschigringen.    Er kann gegebenenfalls  über seine gesamte Länge von aussen, z. B. in einem  Ofen, oder auch von innen     beheizt    werden.

   Am Kopf  oder in der Nähe des Kopfes ist der Reaktor mit  einem Einlass versehen, durch den Flüssigkeit zuge  führt werden kann, vorzugsweise geschmolzenes     Ni-          trobenzonitril.    Ebenfalls befindet sich hier ein     Auslass,     durch den das Reaktionsprodukt, die     o,o'-Dihalogen-          arylcyanverbindung    und nicht umgesetztes     Halogenie-          rungsmittel    oder     Inertgas,    abgezogen wird.

   Die     Di-          halogencyanverbindung    kann in einem gekühlten Auf  fanggefäss gesammelt und verfestigt oder flüssig ge-      halten werden, um die nachfolgende Entfernung von  verunreinigendem     Halogenierungsmittel,    z. B. bei ver  mindertem Druck oder durch     Hindurchleiten    von  Luft, zu erleichtern. Am oder in der Nähe des Reak  torbodens befindet sich ein Einlass, durch den das       Halogenierungsmittel    eintritt. Am Boden befindet sich  auch ein     Auslass,    durch den man nicht umgesetztes       Nitrobenzonitril    abziehen kann.

   Es sind weiterhin  Einrichtungen vorhanden zum     Vorerwärmen    eines  oder jedes Reaktionsteilnehmers und zum     im    Kreis  laufführen des     Halogenierungsmittels    oder     Inertgases.       <I>Beispiel 1</I>  183 g     2-Chlor-6-nitro-benzonitril    werden auf  200  erwärmt und Chlor so lange durch die Flüs  sigkeit perlen gelassen, bis keine braunen     Stickoxyd-          dämpfe    mehr entwickelt werden. Nach dem Abküh  len verfestigt sich das Produkt.

   Man erhält reines       2,6-Dichlor-benzonitril.    Ausbeute 172 g = 100 % der  Theorie.     Fp.    142  nach Umkristallisation aus     Petrol-          äther.     



  <I>Beispiel 2</I>  193 g     2,6-Dinitro-benzonitril    werden auf 250   erwärmt und so lange Chlor eingeleitet, bis keine  braunen     Stiekoxyddämpfe    mehr entwickelt werden.  Man erhält 160 g, 93 % der Theorie, reines     2,6-          Dichlor-benzonitril.       <I>Beispiel 3</I>  60 g     2-Chlor-6-nitro-benzonitril    werden mit 39 g       Thionylchlorid    in einem     Autoklaven    12 Stunden auf  190 bis 200  erwärmt.

   Nach dem Abkühlen wird der       Autoklaveninhalt    in Wasser     eingerührt    und die Kri  stalle     abfiltriert.    Ausbeute an praktisch     reinem    Pro  dukt 56 g, 98,5 % der Theorie. Das Produkt     schmilzt     bei 138 bis 1401.  



  <I>Beispiel 4</I>  Ein 100 cm langes Glasrohr mit einem Durch  messer von 2,5 cm wird     mit    1 cm langen Glasrohr  stücken vom Durchmesser 0,5 cm gefüllt. Das Rohr  wird in einen senkrecht stehenden elektrischen Röh  renofen mit einem Innendurchmesser von 4 cm ge  bracht. Die Temperatur des Ofens wird mit Hilfe  eines     Thermoelements    gemessen. Am Boden der  Kolonne wird ein Einleitungsrohr befestigt, am Kopf  ein     Claisenaufsatz    angebracht. Auf den     Claisenauf-          satz    wird ein Tropftrichter aufgesetzt, der mit einem  elektrischen Heizband beheizt werden kann. Aus der  anderen Hülse des Aufsatzes führt ein Rohr nach  abwärts in einen gekühlten Auffangbehälter.  



  Die Temperatur des Elektroofens wird zwischen  250 bis 275  gehalten. In den Tropftrichter wird  festes     2-Chlor-6-nitro-benzonitril    gegeben und der  Tropftrichter mit dem Heizband derart erwärmt, dass  das Material im Tropftrichter     geschmolzen    bleibt.  Trockenes Chlor     wird    am Boden der Kolonne einge  leitet und das geschmolzene     Chlornitrobenzonitril    am  Kopf der Kolonne aus dem Tropftrichter eingetropft.  Der nach aufwärts gerichtete Gasstrom reisst das  Reaktionsprodukt mit über. Nicht umgesetztes Mate-         rial,    das einen viel niedrigeren Dampfdruck aufweist,  steigt die Kolonne herab und sammelt sich in einem  am Boden der Kolonne angebrachten Behälter.

   Die       Verweilzeit    beträgt etwa drei Minuten.  



  In einem typischen Versuch werden 1015 g       2-Chlor-2-nitro-benzonitril    innerhalb sechs Stunden  bei einem Chlorverbrauch von 650 g zugesetzt. Es  wird ein beträchtlicher Überschuss an     Chlor    verwen  det, um das Reaktionsprodukt mit     überzureissen.    Die  Ausbeute an     2,6-Dichlor-benzonitril    ist praktisch  quantitativ und das Produkt besitzt eine Reinheit von  mehr als 96 %.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung aromatischer, in den beiden o-Stellungen zur Nitrilgruppe chlor- oder bromsubstituierter Nitrile, dadurch gekennzeichnet, dass man o,o'-Dinitro- oder o-Halogen-o'-nitro-aryl- nitrile mit Chlor oder Brom oder mit Thionylchlorid oder Thionylbromid bei einer Temperatur von min destens 130 behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung bei minde stens 180 durchführt. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung bei einer Tem peratur im Bereich von 190 bis 300 durchführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Chlor als Halogenierungsmittel verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man ein monocyclisches aromatisches Nitril ver wendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in einem geschlossenen Gefäss unter Verwendung von Thionylchlorid oder -bromid als Halogenierungsmittel durchführt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Nitro-arylcyanverbindung oder die o-Halo- gen-o'-nitro-arylcyanverbindung mit dem Halogenie- rungsmittel im Gegenstrom miteinander umsetzt. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Nitro-aryleyanverbindung im Gegenstrom einem nach aufwärts strömenden Strom des Halogenierungsmittels entgegenführt. B. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Überschuss an Halogenierungsmittel ver wendet. 9. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man in die Reaktionszone ein Inertgas einleitet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktionsteilnehmer vorerwärmt. 11. Verfahren nach den Unteransprüchen 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in einem eine inerte Füllung enthaltenden, senk recht oder geneigt stehenden beheizten Röhrenreak tor durchführt. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktor am oder in der Nähe seines oberen Endes mit einem Einlass für die Nitro-arylcyanverbindung und einem Auslass für die erzeugte o,o'-Dihalogen-aryleyanverbindung und gas förmige Komponenten versehen ist und am oder in der Nähe seines Bodens einen Einlass für das Halo- genierungsmittel und einen Auslass für nicht umge setzte Nitro-arylcyanverbindung aufweist.
    13. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man 2 -Chlor - 6 - nitrobenzonitril oder 2,6 - Dinitro- benzonitril mit Chlor behandelt. 14. Verfahren nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion chargenweise bei einer Temperatur zwischen 195 bis 205 durch führt. 15. Verfahren nach den Unteransprüchen 6, 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass man die Um setzung bei einer Temperatur im Bereich zwischen 230 und 270 durchführt.
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