CH398328A - Belüftungsanlage für Luftschutzräume - Google Patents

Belüftungsanlage für Luftschutzräume

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CH398328A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B13/00Special devices for ventilating gasproof shelters

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Ventilation (AREA)

Description


      Belüftungsanlage        für    Luftschutzräume    Für die     Frischluftversorgung    von Luftschutzräu  men werden     Belüftungsanlagen    verwendet, welche       einen    Ventilator, ein     den    Schutzraum mit der       Aussenluft    verbindendes     Luftansaugrohr    und einen im  Strömungsweg der     angesaugten    Luft angeordneten       Schutzfilter    aufweisen, wobei letzterer die     angesaugte     Luft von     evtl.        mitgeführtem    Staub,

   radioaktivem       Ultrastaub    sowie von     giftigen    Gasen und, Rauch  befreit. Da die als Luftschutzkeller vorgesehenen;  meist fensterlosen Räume in normalen     Zeiten    als  Lagerräume verwendet werden, wird die Belüftungs  anlage dauernd in Betrieb gehalten.

   Um aber bei  diesem     Normalbetrieb    der Anlage den hochwertigen  und teuren     Filter    zu schützen, wird dieser aus dem  Strömungsweg der angesaugten Luft herausgenom  men und die Ein und Ausgangsstutzen des     Filters     luftdicht verschlossen, was derart ausgeführt werden  muss, dass der     Filter    im Katastrophenfall sofort mit       möglichst    wenig Mühe und Zeitverlust wieder zwi  schen Ansaugrohr und Ventilator geschaltet werden  kann.  



  Eine     bekannte    Belüftungsanlage zeigt beispiels  weise eine Anordnung, bei welcher der Filter auf  den motorisch oder von Hand     antreibbaren    Ventila  tor aufgesetzt ist, wobei der     Ausgangsstutzen    des  Filters mit einem Eingangsstutzen des     Ventilators     verbunden ist.

   Das     Luftansaugrohr    ist bei dieser  Anordnung über einen Faltenschlauch wahlweise     mit     dem     Eingangsstutzen    des Filters (im Katastrophen  falle) oder mit     einem    weiteren Ansaugstutzen des  Ventilators verbunden.

       Im        Normalfall,    bei Ausschal  tung des Filters, ist der     Filtereingangsstutzen        mit     einem     Verschlussdeckel        luftdicht    verschlossen, wäh  rend zwischen dem     Filterausgangsstutzen    und, dem  entsprechenden     Ventilatoransaugstutzen    eine     Dich-          tungsscheibe    angeordnet ist.

   Muss bei dieser Anord-         nung    im Katastrophenfall der     Filter    in den Strö  mungsweg der Luft gebracht werden, ist es not  wendig, diesen zwecks Entfernung der Dichtungs  scheibe und     Herstellung    der Verbindung zwischen       Filter    und     Ventilator    anzuheben.

   Da     ein    solcher  Filter aber ein Gewicht von bis zu 60 kg aufweist,  ist für den Wechsel der     Betriebszustände    ein er  heblicher     Kraftaufwand        notwendig.    Im Katastrophen  falle kann dies zu unerwünschten Verzögerungen der  Inbetriebnahme der Belüftungsanlage führen, ins  besondere dann, wenn Frauen oder     Kinder    die Be  reitstellung durchführen müssen.  



  Bei einer weiteren bekannten Ausführung der  Belüftungsanlage ist vorgeschlagen worden, den Fil  ter auf dem Boden und den     Ventilator    darüber an  zuordnen, wobei der     Filterausgangsstutzen        mit    dem       Ventilatoransaugstutzen    durch     ein    Zwischenstück,       beispielsweise        einen    Faltenschlauch     verbindbar    ist,  während der Anschluss von     Ventilator    bzw. Filter  an das Ansaugrohr     ähnlich    wie bei der vorstehend  beschriebenen Anordnung in leicht zugänglicher Lage       mittels    eines Faltenschlauches erfolgt.

   Auch diese  Anordnung     kann    nicht vollständig befriedigen, da       immer        damit    gerechnet     werden    muss, dass im Kata  strophenfall und der damit verbundenen Panik  Frauen und Kinder nicht     in    der Lage sind, die  Betriebsumstellung richtig vorzunehmen, da auch  hier erst     die        Dichtungsscheibe    bzw.     ein,        Abschluss-          deckel    vom     Filterstutzen    entfernt werden muss, ehe  das Anschliessen des Filters erfolgen kann.

   Bei bei  den Ausführungsformen ist ferner     nachteilig,        d!ass     eine der     Anschlussstellen    sich zwischen Ventilator  und Filter befindet, was deren Auffinden bei einem  möglichen Lichtausfall erschwert.  



  Es ist auch schon vorgeschlagen worden,     Ventile     in den     einzelnen        Zuführungsstutzen    anzuordnen. Da      diese     Ventile    aber     luftdicht    schliessen müssen, ist  deren     Anschaffungspreis    sehr hoch, und ferner be  dürfen solche Ventile einer     sorgfältigen        Wartung,     um im Katastrophenfall nicht zu versagen. Eine  besondere Erschwerung ist auch dadurch gegeben,  dass     Umschaltklappen        vermieden    werden müssen und  dass der Filter nicht auf der Druckseite des Ventila  tors angeordnet werden     -darf.     



       Die        vorliegende    Erfindung bezweckt nun die       Schaffung    einer     Belüftungsanlage,    welche die Nach  teile der bekannten Anlagen vermeidet und welche  mit ausreichender     Paniksicherheit    das richtige Ein  schalten des Filters zwischen Ventilator und An  saugrohr auch durch ungeübte     Personen    gewähr  leistet.  



  Die     erfindungsgemässe        Belüftungsanlage    zeichnet  sich dadurch aus, dass ein weiteres bewegliches Rohr  stück vorhanden und am     Filterausgangsstutzen    be  festigt ist, dessen freies Ende wahlweise und wechsel  weise mit dem erstgenannten     beweglichen    Rohr  stück an dem     Ventilatoransaugstutzen    und dem     Fil-          tereingangsstutzen        anschliessbar    ist.  



  Durch diese Anordnung wird gewährleistet,     dass     der     Filter,    welcher im- Normalbetrieb der     Belüftungs-          anlage    mittels des zweitgenannten     beweglichen    Rohr  stückes kurzgeschlossen ist, im     Katastrophenfall        rasch     und     einfach    durch blosses     Vertauschen    von erst  genanntem Rohrstück- und     zweitgenanntem    Rohr  stückanschluss zwischen Ansaugrohr und Ventilator  geschaltet werden kann.  



  Eine beispielsweise     Ausführungsform    der     Erfin-          dung    ist in     der    Zeichnung dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 die Belüftungsanlage     in    Seitenansicht im  ersten Betriebszustand,       Fig.    2 eine Draufsicht der     Belüftungsanlage    ge  mäss     Fig.    1,

         Fig.    3 die     Belüftungsanlage    in     Seitenansicht    im  zweiten Betriebszustand und         Fig.4    eine Draufsicht der     Belüftungsanlage    ge  mäss     Fig.    3.  



       Gemäss    den     Fig.    1 und 2, welche die     Belüftungs-          anlage        in.        einer    als     Normalbetriebszustand    bezeichne  ten Anordnung zeigen, weist diese einen Ventilator  1 auf, dessen     Ansaugstutzen    2 über ein     bewegliches     Rohrstück, vorzugsweise einen Faltenschlauch 3 mit       einem    den     Kellerraum    mit der Aussenluft verbinden  den     Luftansaugrohr    4 verbunden ist.

   Dem     Ventila-          tor    1 benachbart ist     ein        Schutzfilter    5     aufgestellt,     welcher einen Eingangsstutzen 6 und einen Ausgangs  stutzen 7 aufweist. Am     Ausgangsstutzen    7 ist ein       Rohrkrümmer    8 drehbar gelagert, dessen freies Ende  9 hier     mit    dem     Filtereingangsstutzen    6 verbunden ist.

    Die Anordnung der Stutzen 2, 6 und 7 ist hierbei  so getroffen, dass sie in einer gemeinsamen     Anschltrss-          ebene        münden,    welche vorzugsweise etwa 100 bis  120 cm über dem Boden     liegt.    Die     Anschlussstelle     zwischen     Rohrkrümmer    8 und     Filterausgangsstutzen     7 kann aber auch tiefer als die übrigen Anschluss-    stellen angeordnet sein.

   Zudem weisen der     Ventila-          toransaugstutzen    2 und der     Filtereingangsstutzen    6  je von der Schwenkachse des Rohrkrümmers, die mit  der Rohrachse des     Filterausgangsstutzens    7     zusam-          menfällt,    den gleichen Abstand     a        (Fig.2)    auf.

   Diese  Anordnung erlaubt ein     Verschwenken    des Rohr  krümmers 8 vom     Filtereingangsstutzen    6 zum     Ven-          tüansaugstutzen    2     hin,    welche Stellung in den     Fig.    3  und 4 näher     veranschaulicht    ist.

       Gemäss    der Darstel  lung     in    den     letztgenannten    Figuren, welche die     Be-          lüftungsanlage    im Betriebszustand für den Kata  strophenfall     zeigen,    ist     ferner    der     Faltenschlauch     3 mit dem     Filtereingangsstutzen    6 verbunden.

       In     diesem Fäll strömt die vom Ventilator     angesaugte     Aussenluft über Faltenschlauch 3 und Filtereingangs  stutzen 6     in    den     Filter    5 und von dort über     Filter-          ausgangsstutzen    7,     Rohzkrümmer    8 und     Ventilator-          ansaugstutzen    2 durch den Ventilator hindurch in den  Luftschutzraum, wie dies durch die Pfeile     in        Fig.    3  angedeutet .ist.  



  Für die Umstellung der Anlage vom Normal  betriebszustand     in,    den für den Katastrophenfall vor  gesehenen Betriebszustand genügt es     somit,    nach  Lösen des Faltenschlauches 3 vom     Ventilatoransaug-          stutzen    2 und des Rohrkrümmers 8 vom     Filteran-          saugstutzen    6 Faltenschlauch- und     Rohrkrümmer-          anschluss    zu vertauschen und hierauf das freie Ende  des Rohrkrümmers 8 auf den     Ventilatoransaugstutzen     2 und den Faltenschlauch 3 auf den Filtereingangs  stutzen 6 aufzuschrauben.

   Dieses Austauschen der  beiden Anschlüsse kann sehr schnell erfolgen und  auch bei Lichtausfall leicht durchgeführt werden,  zumal bei der 'beschriebenen Belüftungsanlage Ab  schlussdeckel, welche den Filter im Normalbetriebs  zustand schützen sollen,     entfallen,    da der Filter durch  den     Rohrkrümmer    8 gegen aussen abgeschlossen ist.  



       Selbstverständlich    ist es möglich, den Rohrkrüm  mer 8 wenigstens teilweise flexibel     auszuführen,    z. B.  durch Ansetzen     eines        Faltenschlauchstückes.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Belüftungsanlage für Luftschutzraum, welche ein Zuleitungsrohr für Aussenluft, einen Ventilator mit Ansaug- und Ausblasstutzen und einen mit Ein gangs- und Ausgangsstutzen versehenen Filter auf weist,
    wobei in einem ersten Betriebszustand der Anlage das Luftzuleitungsrohr über ein bewegliches Rohrstück direkt mit dem Ventilatoransaugstutzen verbunden und der Filter an seinen Stutzen luft dicht verschlossen ist,
    wogegen in einem zweiten Betriebszustand der Ventilatoransaugstutzen am Fil terausgangsstutzen und das Luftansaugrohr über das bewegliche Rohrstück am Filtereingangsstutzen an geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres bewegliches Rohrstück vorhanden und am Filterausgangsstutzen befestigt ist,
    dessen freies Ende wahlweise und wechselweise mit dem erstgenannten beweglichen Rohrstück an dem Ventilatoransaug- stutzen und dem Filtereingangsstutzen anschliessbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Belüftungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das zweitgenannte beweg liche Rohrstück ein schwenkbarer Rohrkrümmer ist, dessen freies Ende mit dem Ventilatoransaugstutzen und dem Filtereingangsstutzen in einer gemeinsamen Anschlussebene mündet, wobei beide Stutzen zur Schwenkachse des Rohrkrümmers den gleichen Ab stand aufweisen. z.
    Belüftungsanlage nach Unteranspruch 1, da- durch gekennzeichnet, dass der Filterausgangsstutzen mit dem Filtereingangsstutzen und: dem Ventilator ansaugstutzen in einer gemeinsamen Anschlussebene mündet. 3. Belüftungsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das zweitgenannte be wegliche Rohrstück wenigstens teilweise flexibel ist.
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