CH398775A - Verfahren zur Herstellung eines aus Blechen mit magnetischer Vorzugsrichtung geschichteten Magnetkerns, insbesondere für Transformatoren und Drosseln - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines aus Blechen mit magnetischer Vorzugsrichtung geschichteten Magnetkerns, insbesondere für Transformatoren und DrosselnInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines aus Blechen mit magnetischer Vorzugsrichtung geschichteten Magnetkerns, insbesondere für Transformatoren und Drosseln Die Geräuschbildung ist eine bei Transformatoren und anderen Induktionsapparaten charakteristische Erscheinung und wird besonders dann als störend empfunden, wenn beispielsweise Freiluftum- spannstationen in der Nähe von Wohngegenden errichtet werden. Seit langem ist man bemüht, geräuscharme Transformatoren, vorzugsweise durch am Transformatorkessel vorgenommene Änderungen, z. B. vermittels an den Kesselaussenflächen angebrachter Dämmfächer, Schallabsorber, biegeweiche Wände usw., zu bauen. Auch ergriff man schon Massnahmen, um die Geräuschausbreitung zu unterdrücken, z. B. durch Aufstellung der Transformatoren in Zellen, oder so zu lenken, z. B. vermittels vor dem Transformator aufgestellter Wände, dass die Geräusche auf die Umgebung nicht mehr so störend wirken. Es ist bekannt, dass für die Geräuschbildung beim Transformator, insbesondere bei Grosstransformatoren, die in der Regel einen aus Blechlamellen geschichteten Eisenkern haben, neben anderen, aber wesentlich geringeren Einflüssen in erster Linie die Magnetostriktion des Eisenkerns die Ursache ist. Bekanntlich durchläuft die Magnetostriktion, d. i. die Längenänderung des Eisenkerns, unter dem Einfluss des magnetischen Feldes in Abhängigkeit von der Flussdichte die sog. Magnetostriktionsschleife. Die Längenänderung erreicht beim positiven und negativen Scheitelwert der Flussdichte bei üblichen Induktionen je einen Höchstwert. Dies hat die Erzeugung der doppelten Frequenz, bezogen auf die Erregerfrequenz als Grundfrequenz des Schalls zur Folge. Demnach beträgt beispielsweise bei 50 Hz Erregung der Grundton des Geräusches 100 Hz. Der Eisenkern wirkt somit als Schallgenerator mit einer Grundfrequenz von 100 Hz. Dazu kommen noch Oberwellen bis etwa 600 Hz. Die Schwingungen des Eisenkerns werden zum grössten Teil direkt auf den Transforma- torkessel, teils aber auch auf das ihn umgebende Medium, z. B. Öl übertragen. Der Kessel und die daran angebrachten Kühlelemente strahlen die auf sie übertragenen Schwingungen zusammen mit teilweise erregten Eigenfrequenzen an die umgebende Luft ab. Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, den Eisenkern so aufzubauen, dass er selbst möglichst wenig Geräusche abgibt. Gemäss der Erfindung wird dies in einfachster und billiger Weise dadurch erreicht, dass zur Kernaufschichtung Bleche mit magnetischer Vorzugsrichtung annähernd gleicher mageti- tischer Eigenschaften verwendet werden, die aber eine thermische und mechanisch verschiedene Be- handlung erfahren haben. Beispielsweise kann man so verfahren, dass man einen Teil der zur Blechschichtung verwendeten Bleche, die zwar, wie erwähnt, etwa gleiche magnetische Eigenschaften wie die übrigen Bleche haben, in herkömmlicher Weise glühbehandelt, insbesondere einer Schlussglühung unterwirft, während die übrigen Bleche diese Nach- glühbehandlung nicht erfahren. Es ist auch möglich, alle Bleche zu glühen, aber einen Teil bei einer anderen Temperatur wie den übrigen Teil. Bei der möglichen mechanisch unterschiedlichen Behandlung kann ein Teil der Bleche zusätzlich gewalzt, gehämmert oder sonstwie mechanisch bearbeitet werden, während der andere Teil der Bleche diese Behandlung nicht erfährt. Die Schichtung der unterschiedlich behandelten Bleche erfolgt mit besonderem Vorteil abwechselnd, wobei also das Mischungsverhältnis 1:1 eingehalten ist. Es ist aber auch möglich, mit anderen Mischungsverhältnissen bis zu 1:5 noch recht gute Resultate hinsichtlich Geräuschminderung zu erzielen. <Desc/Clms Page number 2> Der erfindungsgemässe Kernaufbau führt, wie durchgeführte Versuche bestätigen, zu einem überraschend guten Ergebnis hinsichtlich Geräuschentstehung am Kern. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass sich diese Geräuschminderung ohne grosse Kosten und Arbeitsaufwand erzielen lässt, denn von grosser Bedeutung ist die Tatsache, dass bei einem Teil der Bleche beispielsweise eine Nachglühbehand- lung in Wegfall kommt oder die Nachglühung nicht mehr so viel Zeit beansprucht wie bisher. Auch die vorgeschlagene mechanische Behandlung eines Teils der Bleche bereitet keine besonderen Schwierigkeiten. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Magnetkerns in Stirnansicht wiedergegeben. Dabei sind die Bleche 1 einer anderen thermischen und/oder mechanischen Behandlung unterworfen als die gemischt geschichteten Bleche 2.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines aus Blechen mit magnetischer Vorzugsrichtung geschichteten Magnetkerns, insbesondere für Transformatoren und Drosseln, dadurch gekennzeichnet, dass zur Blechpaketschichtung Bleche verwendet werden, die annähernd gleiche magnetische Eigenschaften besitzen, jedoch thermisch und mechanisch unterschiedlich behandelt worden sind. LTNTTERANSPRECHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtung der unterschiedlich behandelten Bleche abwechselnd erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis unterschiedlich behandelter Bleche 1:1 bis 1:5 beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DES63114A DE1224828B (de) | 1959-05-23 | 1959-05-23 | Verfahren zur Herstellung von aus Blechen geschichteten Magnetkernen fuer Transformatoren und Drosseln |
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ID=7496142
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| CH502060A CH398775A (de) | 1959-05-23 | 1960-05-02 | Verfahren zur Herstellung eines aus Blechen mit magnetischer Vorzugsrichtung geschichteten Magnetkerns, insbesondere für Transformatoren und Drosseln |
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Also Published As
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