CH398934A - Verfahren zum Entfeuchten von Mauerwerk durch Einbringen von Luftführungen - Google Patents

Verfahren zum Entfeuchten von Mauerwerk durch Einbringen von Luftführungen

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CH398934A
CH398934A CH1239662A CH1239662A CH398934A CH 398934 A CH398934 A CH 398934A CH 1239662 A CH1239662 A CH 1239662A CH 1239662 A CH1239662 A CH 1239662A CH 398934 A CH398934 A CH 398934A
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    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/70Drying or keeping dry, e.g. by air vents
    • E04B1/7069Drying or keeping dry, e.g. by air vents by ventilating
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Description


      Verfahren    zum Entfeuchten von Mauerwerk durch     Einbringen    von     Luftführungen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ent  feuchten von Mauerwerk durch Einbringen von  Luftführungen aus jeweils wenigstens zwei unter  einem Winkel     aufeinandertreffenden    Bohrungen.  



  Zur Trockenlegung von     Mauerwerk    ist es u. a.  bekannt, nach dem Mauerinnern zu schräg nach  oben verlaufende Bohrungen vorzusehen, in     die     im allgemeinen mit geeigneten     Durchbrechungen     versehene rohrförmige Körper aus Metall oder Kunst  stoff, sogenannte Mauerkondensatoren, eingesetzt  werden, um ein übermässiges Abbröckeln der Bohr  lochwandungen zu vermeiden. Es wurden auch ent  sprechend ausgebildete Steine aus Ton eingebaut, die  jedoch wegen des hohen Kostenpunktes im allgemei  nen nur bei Neubauten Verwendung finden konnten.  



  Da die Wirkung derartiger einfacher Bohrlöcher  sehr stark von den jeweiligen äusseren Luft- und  Temperaturverhältnissen abhängt, ist sie erheblichen  Schwankungen unterworfen und im     allgemeinen    nur  sehr gering.  



  In ungünstigen Fällen,     insbesondere    bei grossem  Feuchtigkeitsgehalt der Aussenluft und kaltem  Mauerwerk, besteht ausserdem die Gefahr von     Kon-          denswasserbildung    in der Bohrung.  



  Zur Verbesserung der Luftführung ist vorgeschla  gen worden, diese     V-förmig    oder bogenförmig so  auszubilden, dass ein an beiden Enden offener Luft  kanal     ensteht.    Je nach den gerade herrschenden     Luft-          und    Temperaturverhältnissen entsteht eine von oben  nach unten oder umgekehrt verlaufende Luftströmung  in den     Entfeuchtungskanälen,    die eine wesentlich  wirksamere Austrocknung des umgebenden Mauer  werkes ermöglicht.  



  Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung der       Trockenlegung    von Mauerwerk unter Verwendung  von vorzugsweise V-förmigen Luftführungen, indem  einerseits eine bei kaltem Mauerwerk mögliche Kon-         denswasserbildung    verhindert und anderseits die beim  Einbringen der Bohrungen für die Luftführungen ent  stehenden Schwierigkeiten vermieden werden. Diese  bestehen darin, dass vor allem bei altem, aus Natur  steinen bestehendem Mauerwerk bei der Bohrarbeit  meist grössere     Abbröckelungen,        Risse        im        Gefüge    so  wie Lockerungen des Mörtels auftreten, und zwar  vor allem an der Verbindungsstelle der beiden Boh  rungen im Innern der Mauer.

   Durch diese Schäden  können die Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung des  Mauerwerkes nachteilig beeinflusst werden. Das  dauernde     Nachrieseln    von     lockerwerdendem    Mörtel,  Geröll und dergleichen führt leicht zu     Verstopfungen     der Luftführungen.  



  Die genannten Nachteile werden dadurch ver  mieden, dass erfindungsgemäss die Bohrungen nach  Einsetzen eines später     entfernbaren    Kernes     mit    einem  Mantel aus einer     einspritzbaren    und nach dem Ab  binden porösen und saugfähigen Masse ausgekleidet  werden.  



  Für den Mantel werden zweckmässig keramische  Massen aus Ziegel- oder     Tonröhrenmehl,        Bimsstein,     Tuff,     Silicagel,        Hochofenschlacke    in Verbindung mit  hochwertigem Zement verwendet. Eine derartige  Masse kann beispielsweise aus etwa 80 %     Ziegel-          oder        Tonröhrenmehl,    etwa 10 % fein gekörntem Bims  stein, etwa 10 % Tuff feiner Körnung mit einem Zu  satz von     Tonerdezement    oder     Schmelzzement    im Ver  hältnis 1 : 3 bis 1 : 8 hergestellt werden.  



  Mit dem Einbringen der Mantelmasse kann  zweckmässig gleichzeitig eine an sich bekannte Imp  fung des Mauerwerkes zur Vorbeugung oder zur  Unterdrückung von Schwammbildung vorgenommen  werden. Es hat sich gezeigt, dass bei Zusatz ge  eigneter     Schwammschutzmittel,    insbesondere von       Fluaten,    eine     Dauerwirkung    erreicht werden kann,  da später an die Mantelmasse heranwachsende           Myzelfäden    zugrunde gehen. Die     Fluate    werden  zweckmässig in einer Verdünnung von 1 : 3 bis 1 : 5  zugesetzt, und als     Bindemittel        Eisenportlandze-          ment    375 verwendet.  



  Bei einer Ausführungsform des Verfahrens wer  den die jeweils     aufeinandertreffenden    Bohrungen  einer Luftführung sowohl in der Lotrechten als auch  gegenüber der Waagrechten geneigt eingebracht.  Beide Bohrungen einer Luftführung laufen dann dia  gonal nach ihrer im Mauerinnern     liegenden    Verbin  dungsstelle, so dass Anfang und Ende der Luft  führung nicht mehr übereinander liegen. Es kann  nun das Ende von jeweils     zwei    eine     Luftführung    bil  denden Bohrungen oberhalb bzw. unterhalb des An  fanges der die folgende Luftführung bildenden Boh  rungen angebracht werden.  



  Auf diese Weise lassen sich über die ganze Länge  der zu trocknenden Mauer erstreckende Luftführun  gen erzielen, die auch vorübergehend zu einem durch  gehenden Kanal durch geeignete     übergangsstücke     verbunden werden können, beispielsweise um zu  nächst mittels am einen Ende eingeblasener heisser  Luft schnell eine gewisse     Vortrocknung    durchführen  zu können.  



  Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der  Erfindung dargestellt, und zwar zeigen:       Fig.    1 einen lotrechten Schnitt durch eine     V-för-          mige        Luftführung,    die mit einem Mantel nach der  Erfindung ausgekleidet ist,       Fig.    2 eine Vorderansicht auf ein Mauerstück  mit diagonal verlaufenden Luftführungen, teilweise  im Schnitt,       Fig.    3 eine Draufsicht auf die Luftführungen der       Fig.    2, teilweise     im    Schnitt.  



  In     Fig.    1 ist schematisch ein Mauerstück dar  gestellt, das unter Verwendung von Natursteinen und  Mörtel hergestellt ist. Beim Einbringen der     für    jede  Luftführung vorgesehenen     V-förmig    angeordneten  Bohrungen 1, 2 lassen sich mehr oder weniger grosse       Abbröckelungen    von Gesteinsteilen 3 und Mörtel  teilen 4 nicht vermeiden. Diese     Abbröckelungen    tre  ten in besonderem Masse an der Verbindungsstelle 5  der beiden Bohrungen 1, 2 auf, wie bei 6 und 7  angedeutet ist.

   Ausserdem können Risse im Gefüge  entstehen, die die Wärme- und Feuchtigkeitsdäm  mung der Mauer     beeinträchtigen    und ein dauerndes       Nachrieseln    von Mörtel und     Abbröckelungen    zur  Folge haben.  



  Zur Behebung dieser Schwierigkeiten werden die  Bohrungen 1, 2 mit einem Mantel 8 ausgekleidet,  der aus porösem und     saugfähigem    Material besteht,  eine für den Luftdurchgang günstige glatte Innen  wandung besitzt und ausserdem alle vorhandenen oder  durch die Bohrarbeit entstandenen Risse und Fugen  in der Umgebung der     Bohrungen    1, 2 sowie vor allem  an ihrer Verbindungsstelle 5 im Innern der Mauer  völlig ausfüllt.

   Diese     völlige    Abdichtung der Wan  dung der Luftführungen ist auch besonders bei     zwei-          hauptigem    Mauerwerk     mit    einer Zwischenschicht aus  Füllmaterial wichtig, da hier die Bohrungen 1, 2 im    allgemeinen bis in die Zwischenschicht geführt wer  den müssen. Zu diesem Zweck werden vorzugsweise  einspritzbare keramische Massen, gegebenenfalls auch  Kunststoffmassen, die nach dem Abbinden porös und  saugfähig bleiben, verwendet. Das Einspritzen der  den Mantel 8 bildenden Masse erfolgt nach Ein  setzen von dem inneren Hohlraum 9, 10 der beiden  Bohrungen 1, 2 entsprechenden Kernen mittels einer  geeigneten Haltevorrichtung.

   Als vorteilhaft haben  sich Kerne aus geöltem glatten Holz erwiesen, die  sich ohne Schwierigkeiten nach dem Abbinden der       Einspritzmassen    herausziehen lassen.  



  Bei der Ausführung der Luftführungen nach       Fig.    2 und 3 sind die beiden Bohrungen 1 und 2  nicht nur in der Lotrechten zueinander geneigt an  geordnet, sondern auch gegenüber der Waagrechten  geneigt     eingebracht,    so dass beide     Bohrungen    1, 2  diagonal nach ihrer im Mauerinnern liegenden Ver  bindungsstelle 8' verlaufen. Durch passende Neben  einanderanordnung derartiger Luftführungen ist es  auf einfache Weise möglich, grosse Mauerlängen gut  zu entfeuchten.

   Wird entsprechend den Ausführungen  nach     Fig.    2 und 3 das Ende 9 einer     Luftführung    1,  2     jeweils    etwa über dem Anfang 10 der folgenden  Luftführung vorgesehen, so ist es leicht     möglich,     aufeinanderfolgende     Luftführungen    durch zwischen  den Enden 9 und 10 jeweils eingesetzte,     nicht    dar  gestellte Verbindungskrümmer aus Rohr oder  Schlauch so zu verbinden, dass ein sich über die  gesamte Mauerlänge erstreckender durchgehender  Kanal entsteht, in den am einen Ende zur schnel  leren     Vortrocknung    vorübergehend heisse Luft ein  geblasen werden kann.  



  Anfang und Ende der einzelnen Luftführungen  können in der in     Fig.    1 angedeuteten Weise mit  üblichen     Jalousie-Abdeckungen    11 und 12 versehen  sein, die ein Eindringen von Schlagregen und von  Fremdkörpern in die Luftführung verhindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Entfeuchten von Mauerwerk durch Einbringen von Luftführungen aus jeweils wenigstens zwei unter einem Winkel aufeinander treffenden Bohrungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (1, 2) nach Einsetzen eines später entfernbaren Kernes mit einem Mantel (8) aus einer einspritzbaren und nach dem Abbinden porösen und saugfähigen Masse ausgekleidet werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für den Mantel (8) keramische Massen aus Ziegel- oder Tonröhrenmehl, Bimsstein, Tuff, Silicagel, Hochofensehlacke in Verbindung mit hochwertigem Zement verwendet werden. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die keramische Masse aus etwa 80 % Ziegel- oder Tonröhrenmehl, etwa 10 % fein gekörntem Bimsstein, etwa 10 % fein gekörntem Tuff mit einem Zusatz von hochwertigem Zement, ins besondere Tonerdezement oder Schmelzzement im Verhältnis 1 : 3 bis 1 : 8, hergestellt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Masse für den Mantel (8) Schwammschutzmittel, insbesondere Fluate, zugesetzt werden. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Zusatz von Fluaten in einer Verdünnung von 1 : 3 bis 1 : 5 als Bindemittel Eisen portlandzement<B>375</B> verwendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jede der jeweils aufeinandertreffen- den Bohrungen (1, 2) sowohl in der Lotrechten, als auch gegenüber der Waagrechten geneigt eingebracht wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das Ende (9) von jeweils zwei eine Luftführung bildenden Bohrungen (1, 2) ober halb bzw. unterhalb des Anfanges (10) der die fol gende Luftführung bildenden Bohrungen angebracht wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass Ende (9) und Anfang (10) aufein anderfolgender Luftführungen (12) zur Erzielung eines sich über ein längeres Mauerstück erstrecken den Luftkanals über Verbindungskrümmer verbun den und durch den Kanal heisse Luft geblasen wird.
CH1239662A 1962-05-19 1962-10-23 Verfahren zum Entfeuchten von Mauerwerk durch Einbringen von Luftführungen CH398934A (de)

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