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Vorrichtung zum Erhitzen von staubförmigen Stoffen, insbesondere Zementrohmehl Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erhitzen von staubförmigen Stoffen, insbesondere Zementrohmehl mit einer Reihe hintereinander geschalteter Staubabscheider, insbesondere Zentrifu- galabschneider (Zyklone).
Gemäss dem Hauptpatent wird bei einer bevorzugten Ausführung der staubförmige Stoff einem Trichter aufgegeben und über ein Eintragsrohr in den Weg der durch die Rohre strömenden Gase eingeführt. Der staubförmige Stoff wird von dem im Rohr aufsteigenden Gasstrom mitgerissen und in einem nachgeschalteten Abscheider ausgeschieden. Von hier aus wird der Stoff erneut einem mit Abstand darunter angeordneten Rohr, welches seinerseits wiederum in einen Staubabscheider mündet, aufgegeben.
So durchläuft der staubförmige Stoff kontinuierlich mehrere Abscheider, bis es erhitzt und von den Abgasen getrennt über eine Rohrleitung dem Drehrohrofen zugeführt wird. Hierbei besteht, abhängig von der Beschaffenheit des Stoffes, die Gefahr, dass .es an den inneren Rohrwänden der Abgasrohre, vor allem an den Rohrkrümmungen, zu unerwünschten Staubablagerungen und Anbackungen kommt, die von Zeit zu Zeit entfernt werden müssen. Zur leichteren Reinigung von Staubablagerungen und Anbackungen an den inneren Rohrwänden wurden die Abgasrohre gemäss der Erfindung des Hauptpatentes mit einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt ausgeführt.
Derartige Abgasrohre haben sich in der Praxis zwar gut bewährt, aber es zeigte sich, dass insbesondere bei einer Vergrösserung der Rohrquerschnitte Schwierigkeiten in bezug auf die Anbringung der feuerfesten Auskleidung an den Dek- ken der Rohrkrümmer und auch bei der Reinigung von Anbackungen an den Rohrwänden infolge der Notwendigkeit der Verwendung sehr langer Reinigungsstangen auftreten. Diese Schwierigkeiten kön- nen zwar technisch beherrscht werden, z. B. durch Erhöhung der Zahl der Befestigungspunkte der feuerfesten Auskleidung, durch Erhöhung der Zahl der Reinigungsöffnungen usw.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer einfacheren, für den Bau und die Instandhaltung der Wärmetauschersysteme zweckmässigeren Lösung.
Gemäss der Erfindung werden die erwähnten Schwierigkeiten dadurch behoben und die bekannte Vorrichtung dahingehend vorteilhaft verbessert, dass die Querschnitte der Abzugsrohre mit mehr als vier Ecken, vorzugsweise als regelmässiges Sechseck, ausgebildet sind.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Abzugrohre wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass trotz Querschnittsvergrösserung der Rohre ihre Kan- tenlängen klein, vorzugsweise kürzer als 2 m, ausgeführt werden können. Daraus ergibt sich vor allem der Vorteil, dass eine Auskleidung der Rohre mit feuerfesten Stoffen, insbesondere an den Decken der Rohrkrümmer, ohne Schwierigkeit vorgenommen werden kann. Auch kann die Reinigung infolge der geringeren Kantenlängen erheblich vereinfacht werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 eine Gesamtansicht einer Vorrichtung zum Erhitzen von Zementrohmehl dargestellt, und in Fig. 2 eine beispielsweise Ausführungsform eines Abgasrohres gemäss der Erfindung im Längsschnitt, und in Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie A-B in Fig. 2.
Die Erhitzungsvorrichtung gemäss Fig. 1 besteht aus den Zentrifugalstaubabscheidern (Zyklonen) 1, 2, 3 und 4 und einem Drehrohrofen 5. Dabei setzt sich der Abscheider 4 aus zwei Einzelabscheidern zusammen. Der Abscheider 1 ist durch ein Abgas-
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rohr 6 mit der feststehenden Haube 7 des Drehofens verbunden. Die aus dem Drehofen strömenden heissen Abgase gelangen durch das Rohr 6 in den Abscheider 1. Von hier aus durchziehen die Abgase nacheinander die Abscheider 2, 3 und 4, die durch Abgasrohre 8, 9 und 10 miteinander verbunden sind.
Im Anschluss daran werden die Abgase von einem Gebläse 11 über einen Staubabscheider 12, der aus mehreren einzelnen Zentrifugalabscheidern mit verhältnismässig kleinem Durchmesser besteht, abgesaugt.
Das Aufgabegut wird dem Trichter 13 aufgegeben und gelangt durch das Eintragrohr 14 in das Abgasrohr 10, wo es über einem (nicht dargestellten) Trichter oder einer Pendelklappe abläuft und fein verteilt dem aufsteigenden Gasstrom zugeführt, von ihm mitgerissen und in den beiden Abscheidern 4 ausgeschieden wird. Von dort aus gelangt das Aufgabegut wiederum durch das Staubaustragsrohr 14 in das Abgasrohr 9, von wo es erneut fein verteilt vom aufwärtsströmenden Gasstrom mitgenommen und im Abscheider 3 abgeschieden wird.
Derselbe Vorgang wiederholt sich jeweils bei den Abscheidern 2 und 1, bis das Aufgabegut, auf diese Weise erhitzt, durch die Rohrleitung 16 in den Ofen 5 gelangt. Das restliche, noch im Gasstrom enthaltene Gut wird im Staubabscheider 12 ausgeschieden und von dort unmittelbar über die Rohrleitung 16' dem Drehrohrofen 5 zugeführt.
Die Abgasrohre 6, 8, 9 und 10 weisen einen sechseckigen Querschnitt auf. Der übergang von der kreisförmigen Austrittsöffnung an den Decken 17 der Abscheider 1, 2 und 3 erfolgt unter Zwischenschaltung von kurzen zylindrischen Rohrstutzen 18, deren Ausmauerung so ausgeführt ist, dass sich der Kreisquerschnitt allmählich von einem runden auf den sechseckigen Querschnitt der Rohre 8, 9 und 10 erweitert.
Wie Fig. 2 zeigt, sind zur Durchführung der Reinigung von unerwünschten Anbackungen an den Innenflächen 19 der Abgasrohre 6, 8, 9 und 10 eine Anzahl von Reinigungsöffnungen 20 und 21 vor- gesehen. In vorteilhafter Weise sind die Öffnungen gemäss den Fig. 2 und 3 an den Ecken der Rohrinnenfläche angeordnet und weisen zum Zwecke der Reinigung länglichen Querschnitt auf. Die Abstände der Öffnungen untereinander sind vorzugsweise so gewählt, dass bei einer Reinigung der Rohrinnenfläche mittels Stangen anliegende, dreieckförmige Flächen bestrichen und von anhaftenden Teilen befreit werden können. Beispielsweise ist jede Stelle der Innenfläche 19 von den Öffnungen 20 und 21 aus zu erreichen.
Es wird also jedes Dreieck z. B. zu einer Öffnung 21 von zwei Dreiecken der öff- nungen 20 eingeschlossen. Auf diese Weise sind sämtliche Innenflächen der Rohrleitungen aufgeteilt und lassen sich Stück für Stück von den Ansätzen befreien. In den Rohrkrümmern sind ebenfalls öff- nungen vorgesehen, deren Abstände voneinander jedoch im allgemeinen geringer gehalten werden, so dass sich die Dreiecke in gewissen Grenzflächen überschneiden. Die von den Innenflächen abgestossenen Gutteile werden entweder vom Gasstrom mitgerissen und in den höherliegenden Zyklon ausgeschieden oder sie fallen direkt in den tieferliegenden Zyklon bzw. in den Drehrohrofen hinein.
Wie Fig. 3 zeigt, sind die Öffnungen zum Zwecke der Reinigung, die auch während des Betriebes vorgenommen werden kann, mit Deckeln 22 versehene und von aussen her leicht lösbar angeordnet.