CH399344A - Belebtschlammanlage für die biologische Abwasserklärung - Google Patents

Belebtschlammanlage für die biologische Abwasserklärung

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CH399344A
CH399344A CH215763A CH215763A CH399344A CH 399344 A CH399344 A CH 399344A CH 215763 A CH215763 A CH 215763A CH 215763 A CH215763 A CH 215763A CH 399344 A CH399344 A CH 399344A
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Schreiber August Ing Dr
Spohr Gunther
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Schreiber August
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Description


      Belebtschlammanlage    für die biologische     Abwasserklärung       Die     Erfindung    betrifft eine     Belebtschlammanlage     für die biologische Abwasserklärung.  



  Derartige Anlagen sind insbesondere, wenn sie  für geringe     und/oder        ungleichmässig        anfallende        Ab-          wassermengen    bestimmt sind, wegen zu hoher Anla  gekosten meist auf nur einen Belüftungsraum und  einen einstufigen Reinigungsvorgang beschränkt.  Diese Beschränkung ist jedoch nachteilig, da beim  Anfall grösserer Abwassermengen das Abwasser das  gesamte Belüftungsbecken überflutet und eine zeit  weise Überlastung hervorruft, die mit einer ungenü  genden Reinigung des Abwassers verbunden ist. Bei  Anlagen, die für     grössere    Abwassermengen     bestimmt     sind, können zwar mehrere Belüftungsbecken, z. B.

         langgestreckter    Form reihenweise angeordnet und die  Reinigung     zwei-    oder mehrstufig     durchgeführt    wer  den. Derartige Anlagen erfordern jedoch einen gros  sen     Platzbedarf    und einen erheblichen     Einrichtungs-          und    Betriebsaufwand. Wenn Abwasser mit sehr       hohem    Verschmutzungsgrad, z.

   B. aus Schlachthäu  sern, Frucht- oder Gemüsekonservenfabriken, an  fällt, ist oft auch     eine        Ausfällung    oder     Neutralisation     des Abwassers notwendig, wodurch besondere Bau  werke für Misch- und     Fällungsbecken    erforderlich  werden.  



  Durch die vorliegende Erfindung soll eine Belebt  schlammanlage geschaffen werden, die bei gering  stem Raumbedarf ermöglicht, die biologischen Reini  gungsvorgänge in einem     einzigen,    in einfacher Weise  unterteilten Bauwerk ein- oder mehrstufig durch  zuführen.  



  Demgemäss besteht die Erfindung darin, dass  mehrere Belüftungsbecken und ein     Nachklärbecken     oder mehrere     Naohklärbecken    um den     Mittelpunkt     eines gemeinsamen Bauwerkes angeordnet und die  unmittelbar vor jedem     Nachklärbecken    liegenden    Belüftungsbecken in ihrem oberen Teil mit dem  nachfolgenden     Nachklärbecken    jeweils über einen  diesem     Nachklärbecken    vorgeschalteten     Beruhi-          gungsraum    durch     Öffnungen    verbunden sind, die in  ,

  der zwischen dem     Belüftungsbecken    und dem     Beruhi-          gungsrau    m angeordneten Trennwand so ausgebildet  sind, dass von dem aus dem     Belüftungsbecken    in den  oberen Teil des Beruhigungsraumes eingeleiteten Ab  wasser eine     Teilmenge    aus der     Oberfläche    des Beru  higungsraumes wieder in das Belüftungsbecken       zurückfliesst,    während die andere Teilmenge im Be  ruhigungsraum absinkt und über das     Nachklärbecken     entschlammt und     gereinigt        zum        Abfluss    .gelangt,

    wobei unmittelbar     hintereinanderliegende    Belüftungs  kammern durch schmale,     annähernd    durch die ganze  Wassertiefe gehende, senkrechte     Durchtrittsschlitze          miteinander    verbunden sind, die zwischen den Enden  der die     Belüftungsbecken    abteilenden Trennwände  und der     Umfassungswand    des Bauwerkes     gebildet     sind.  



  Dabei ist die Ausbildung vorzugsweise derart,  dass     in    der Spitze des ersten     Nachklärbeckens    eine       Schlammentnahmeeinrichtung    vorgesehen ist, die den       abgesetzten        Schlamms    und grobe Verunreinigungen  über eine Rohrleitung     mit    dem     Rohwasserzulauf    ver  mischt und über einen Rechen oder     Rechengutzer-          kleinerer    der ersten     Belüftungskammer    zuführt.  



  Nachstehend ist die     Erfindung    anhand der in der  Zeichnung als Beispiele dargestellten Ausführungs  formen näher     beschrieben.     



  In der Zeichnung zeigen:       Fig.    1     einen    senkrechten Schnitt durch eine be  vorzugte Ausführungsform einer     einstufigen    Anlage  nach der     Erfindung    nach der     Linie        1I    der     Fig.    2;       Fig.    2 einen waagerechten Schnitt nach der Linie       11-II    der     Fig.    1;           Fig.    3 einen waagerechten Schnitt nach der Linie       III-111    der     Fig.    l;

         Fig.    4 einen senkrechten Schnitt durch eine be  vorzugte Ausführungsform einer zweistufigen Anlage  nach der Erfindung und       Fig.    5 Einzelheiten der Zu- und     Ablauföffnungen     an der     Zwischenwand        zwischen    einem     Belüftungsbek-          ken    und einem     Beruhigungsraum.     



  Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind :bei der       Belebtschlammanlage    nach der Erfindung alle zur  biologischen Reinigung des Abwassers erforderlichen  Becken und Einrichtungen in einem     einzigen    Bau  werk zusammengefasst. Dieses Bauwerk kann, wie  dargestellt, kreisrunden Grundriss haben, sein     Grund-          riss    könnte aber auch z. B. oval oder vieleckig ausge  bildet sein.

   Bei den dargestellten     Ausführungsformen     ist das Bauwerk unterhalb einer Zwischendecke 17  durch vier radiale Trennwände 13, 15 in vier Becken  unterteilt. Über der Decke 17 sind im mittleren Teil  des Bauwerkes ein Betriebsraum 9 mit den erforderli  chen Maschinen und Betriebsgeräten sowie einem  Raum 10 für die     Chlorung    angeordnet. In dem Be  triebsraum 9, der     zugleich    als     Aufenthaltsraum    für  den Klärwärter dienen kann, sind u. a. die für den  Betrieb der Pumpen erforderlichen Maschinen, die  Luftverdichter 19 sowie ein elektrisches     Zeitschaltge-          rät    20 aufgestellt. Von den Räumen 9, 10 gehen Be  tonlaufstege in beliebiger Anordnung aus.  



  Bei der einstufigen Anlage nach den     Fig.    1 bis 3  sind durch die Unterteilung des Raumes unter Decke  17 drei aufeinanderfolgende Belüftungsbecken 3, 4  und 5 gebildet. In das erste Belüftungsbecken 3  mündet die     Zulaufleitung    1, die in bekannter Weise  über nicht     dargestellte    Rechen und/oder Rechengut  zerkleinerer     geführt    sein kann. Die Trennwände 13       zwischen    den     Belüftungsbecken    3, 4, 5 gehen von der       Sohle    bis zu der Zwischendecke 17 durch und sind in  er senkrechten Mittelachse des Bauwerkes miteinan  der verbunden.

   Mit ihren äusseren Enden bilden die  Trennwände 13 mit an der     Umfassungswand    11 des  Bauwerkes angeordneten Innenpfeilern 12 schmale       senkrechte        Durchlasschlitze    14, 14', durch die das  Abwasser in     Pfeilrichtung    von einem zum anderen       Belüftungsbecken    strömen kann. Wie aus     Fig.    1 er  sichtlich ist, können die Trennwände 13 im oberen  Teil etwas länger ausgebildet und mit der     Umfas-          sungswand    11 verbunden sein, so dass     :die    Schlitze 14  nur unterhalb des Wasserspiegels vorhanden sind.

    Infolge der Anordnung der Schlitze am äusseren  Rand der     Trennwände    13 ist das     Abwasser-Belebt-          schlammgemisch    .gezwungen, einen sehr langen       Belüftungsweg    zurückzulegen. Da im übrigen die  Wasserstände in den     Belüftungsbecken    3, 4 und 5  etwa gleich hoch liegen und der Wasserdruck daher  auf beide Seiten einer     Trennwand    in etwa gleicher  Höhe einwirkt, können die Trennwände     verhältnis-          mässig    dünn ausgebildet sein. In jedem Belüftungs  becken sind Belüftungsrohre 18 mit Luftverteilern  angeordnet, die mit     Rückschlagventilen    versehen sind.

      Bei der Ausführungsform der Anlage nach     Fig.    1  .bis 3 ist das vierte Becken 6 als     Nachklänbecken    aus  gebildet,     dem    ein Beruhigungsraum 6' vorgeschaltet  ist. Die Trennwände 15 zwischen dem     Nachklärbek-          ken    6 und den Belüftungsbecken 5 und 3 sind eben  falls von der Sohle bis zu der Zwischendecke 17       hochgeführt,    aber auch an ihren     äusseren    Enden mit  der     Umfassungswand    11 verbunden.

   Zwischen den  beiden     Trennwänden    15 ist innerhalb des     Nachklär-          beckens    6 eine im Grundriss viertelkreisförmige Zwi  schenwand 16     gespannt,    die, wie aus     Fig.    1     ersicht-          lioh    ist, nur bis zu einer     gewissen    Tiefe reicht und den  inneren Teil des     Nachklärbeckens    zu dem Beruhi  gungsraum 6' gestaltet. Die Zwischenwand 16 kann  auch aus statischen Gründen gerade ausgeführt sein.

    In der an .den Beruhigungsraum und das letzte Belüf  tungsbecken 5 angrenzenden Trennwand 15 ist nach       Fig.    1 und 2 eine     COffnung    15'     mit    nach der Zwischen  wand 16 zu schräg aufsteigender Unterkante 15" an  geordnet. Der     Absetzraum    des     Nachklärbeckens    6 ist  :mit einer trichterförmig ausgebildeten     Sohle    verse  hen, in dem sich beim Betrieb der Anlage der Belebt  schlamm absetzt.

   In den trichterförmigen     Absetz-          raum    ragt das     Förderrohr    einer     Pumpe    21, vorzugs  weise einer     Mammutpumpe,    hinein, die durch eine  Leitung 21' mit der     Zulaufleitung    1 verbunden ist.  Am     äusseren        Rand    des     Nachklärb.eckens    ist eine       Überlaufentnahmerinne    24 angeordnet, von der die       Ablaufleitung    2 für das gereinigte Abwasser abgeht.  



  Statt ,der in der Trennwand 15 angeordneten     öff-          nung    15' mit schräg ansteigender Unterkante können  entsprechend     Fig.    5 in der Trennwand 15 auch zwei  voneinander getrennte Öffnungen 25 und 26 ange  ordnet sein, von denen die an der     Zwischenwand    16  gelegene Öffnung 26 in Höhe des Wasserspiegels und  die Öffnung 25 unter dem Wasserspiegel liegt. An den  Öffnungen können entsprechend der in     Fig.    5 dar  gestellten Draufsicht je ein Zu- und Ablaufrohr 25',  26' angeordnet sein.  



  Die     Umfassungs-    und Trennwände des Bauwer  kes werden vorzugsweise aus Betonfertigteilen er  stellt. Dabei können, wie in     Fig.    2 und 3 gezeigt ist,  für die     Umfassungwand    11, Bogenteile oder -steine  mit inneren und     äusseren        Pfeileransätzen        verwendet     werden, die ermöglichen, dass an der     Umfassungs-          wand    die bereits erwähnten     Innepfeiler    12, wechsel  weise     damit    aber auch Aussenpfeiler 12' gebildet  werden können.

      Beim Betrieb der beschriebenen einstufigen An  lage tritt das zu reinigende Abwasser mit zerkleiner  ten Feststoffen oder grob     vorgereinigt,    vermischt mit  dem durch die Pumpe 21 und die Leitung 21' zu  geführten     Belebtschlamm    aus dem     Nachklärbecken     6, in das erste     Belüftungsbecken    3 ein und wird dort  zusammen mit dem -belebten Schlamm aus dem       Nachklärbecken    6 durch     Zuführung    von Druckluft  durch die Belüftungsrohre 18 .belüftet.

   Durch den       Durchtrittsschlitz    14 tritt dieses     Schlammabwasserge-          misch    in das zweite Belüftungsbecken 4 ein, aus      dem     ebenfalls        Schlammabwassergemisch    durch den       Durchtrittsschlitz    14' in das dritte Belüftungsbecken  5 gelangt. In den Belüftungsbecken 4 und 5 wird das       Schlammabwassergemisch    ebenfalls belüftet und tritt  aus dem Becken 5 durch die     Offnung    15'     bzw.    25 der  Trennwand 15 in einer wallenden Strömung in den  oberen Teil des     Beruhigungsraumes    6' ein.

   Durch  den nach der Zwischenwand 16 zu gelegenen Teil der  Öffnung 15' bzw. die Öffnung 26 wird dabei ein Teil  des     Schlammabwassergemisches    aus der Oberfläche  wieder in das Belüftungsbecken 5 zurückgespült. Der  andere Teil des     Schlammabwassergem@isches    wird  durch den Beruhigungsraum 6' nach unten abgeleitet,  verliert seine Strömungsenergie und tritt am unteren  Ende der Zwischenwand 16 in den     Trichterraum    des       Naehklärbeckens    6 ein.

   Von hier aus steigt das       Schlamm-Abwassergemisch    langsam und zur Ober  fläche, von der aus das gereinigte Wasser über die  Überfallrinne 24 in den Ablauf 2 oder in das Belüf  tungsbecken einer weiteren Reinigungsstufe gelangt,  während der     Belebtschlamm    infolge seiner     grösseren     Schwere in die Spitze des     Nachklärbeckens    6 absinkt,  von wo er durch die Pumpe 21 wieder in das Belüf  tungsbecken 3 zurückgepumpt wird. Die trichterför  mige Sohle des     Nachklärbeckens    ermöglicht, dass der  sich absetzende     Belebtschlamm    leicht in die Trichter  spitze abrutschen kann.

   Die symmetrisch gegenüber  der Zwischenwand 16 angeordnete     überlaufrinne     und die Anordnung der Unterkante der Zwischen  wand 16 im     Trichterraum    des     Nachklärbeckens    er  möglichen dabei ein gutes Absetzen und     Zurückhal-          ten    des     Belebtschlammes.     



  Die Reinigung des aus dem unteren     Nachklärbek-          ken    langsam nach oben zur Überfallrinne 24 gelan  genden     Schlammabwassergemisches    und die Abfüh  rung von gereinigtem Wasser über die Abflussleitung  2 zum     Vorfluter    wird dadurch     begünstigt,

      dass die       Steigegeschwindigkeit    des     Gemisches    geringer ist als  die     Sinkgeschwindigkeit    der einzelnen     Schlammteil-          chen.    Diese absinkenden Schlammteilchen verdichten  sich in Richtung der     Trichterspitze    des     Nachklärbek-          kens    immer mehr und werden als konzentriertes     Be-          lebtschlamm,Abwassergemisch    wieder :

  dem ersten  Belüftungsbecken 3     zugeführt.    Durch die laufende       Luftsauerstoffzufuhr    entwickelt sich bekanntlich be  lebter Schlamm, der die     ,gelösten    und teilgelösten  organischen Verunreinigungen des Abwassers als  Nahrung aufnimmt und sie als wasserunlösliche  Stoffe ausscheidet oder sie als wasserunlösliche     Zell-          substanz        aufbaut.    Bei de beschriebenen Reinigungs  vorgang sind diese Stoffe schwerer als Wasser,     sinken     deswegen im     Nachklärbecken    zu Boden und können  deswegen beseitigt werden.  



  Bei der zweistufigen Anlage nach     Fig.    4 ist das  Bauwerk im wesentlichen in der gleichen Weise aus  gebildet wie bei der Ausführungsform nach     Fig.    1 bis  3. Ein Unterschied besteht nur insofern, als auf das  Belüftungsbecken 3 ein erstes     Nachklärbecken    7 und  auf das Belüftungsbecken 5 ein zweites     Nachklär-          becken    8 folgt. Demgemäss sind die zwischen den vier    Becken 3, 7, 5, 8 angeordneten Trennwände alle ent  sprechend den Trennwänden 15 der ersten Ausfüh  rungsform auf ihrer ganzen Höhe mit dichtem An  schluss an die     Umfassungswand    11 ausgeführt und  auch hier wieder mit 15 bezeichnet.

   Die Ausbildung       der        Nachklärbecken    7 und 8 entspricht derjenigen des       Nachklärbeckens    6 nach     Fig.    1 bis 3. Die Trenn  wände 15 sind demgemäss durch die Öffnung 15', 15"  der     Fig.    1     oder    den Öffnungen 25, 26 der     Fig.    5 ent  sprechende Öffnungen mit den     Beruhigungsräumen     7', 8' der     Nachklärbecken    7 und 8 verbunden, wobei  die Beruhigungsräume wiederum durch Zwischen  wände 16 von     den        Absetzräumen    der     Nachklärbecken     getrennt sind.

   Im     Trichterraum    des     Nachklärbeckens     7 ist das Förderrohr einer Pumpe 22 angeordnet, die       mit    der     Einlaufleitung    1 durch eine Leitung 22' ver  bunden ist. Ebenso ist der     Trichterraum    des Nach  klärbeckens 8 mit einer Pumpe 23 verbunden, die  aber bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    4 sowohl     mit     dem ersten Belüftungsbecken 3 über eine Leitung 23"  als auch     mit    dem Belüftungsbecken 5 über eine Lei  tung 23' verbunden sein kann.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    4 ist in ein  facher Weise ermöglicht,     dass    mit sehr viel gelösten  Stoffen     verschmutztes        Abwasser    mit guter Wirkung  in zwei Stufen     gereinigt    werden kann. In der gleichen  Weise könnte aber durch eine Unterteilung des Bau  werkes     oder    eines Bauwerkes von anderer     Grundriss-          form    in mehr als vier, z. B. sechs Becken, z. B. eine  dreistufige Reinigung erreicht werden.

   Bei derartigen  Anlagen wird jeweils der     grösste    Teil des Belebt  schlammes aus dem ersten     Nachklärbeoken    über den  Rechen oder den     Rechengutzenkleinerer    des     Zulaufes     dem ersten Belüftungsbecken zu- und der     Überschuss,     Schlamm abgeleitet. Ein Teil des     R.elebtschlammes     des oder der folgenden     Nachklärbecken    wird dann  .dem davor liegenden Belüftungsbecken     zugeführt,     während der entstehende Überschusschlamm der da  vorliegenden Reinigungsstufe zugeführt wird.

   Hier  durch werden in den ersten     Belüftungs-    und Nach  klärbecken für die Reinigungswirkung nachteilige  Stoffe zurückgehalten, und .das Abwasser     fliesst    teil  gereinigt in die nachfolgenden Reinigungsstufen, in  denen eine weitere Reinigung bei abnehmender Was  sermenge und     Wasserverschmutzung    und einstellba  rer     Konzentration    ,des     Belebtschlammgemisches     sowie der     Luftzuführung    durchgeführt wird, bevor  das     gereinigte    Abwasser in den Ablauf gelangt.  



  Die Luftzugabe bei .dem mehrstufigen     Reini-          gungsvorgang    kann ebenso wie bei der einstufigen  Reinigung durch Drosselventile entsprechend dem  Sauerstoffbedarf eingestellt und so den einzelnen Rei  nigungsvorgängen     angepasst    werden, ohne dass dabei  ein Vermischen des Wassers eintritt, wie es sonst bei       kleinen    und kurzen Belüftungsräumen unvermeidbar  ist.  



  Die mehrstufige     Ausführungsform    ermöglicht fer  ner, dass bei sehr hoher Verschmutzung des Abwas  sers dem ersten Belüftungsbecken ausser     über-          schusschlimm    auch     Fällungs-    oder Neutralisations-      mittel zugegeben werden können. Der     Rohabwasser-          schlamm    wird mit dem     Fällungsschlamm    aus dem  ersten     Nachklärbecken    beseitigt und belastet dann  nicht mehr den weiteren Reinigungsvorgang. Beson  dere Bauwerke werden hierdurch eingespart.  



  Die zweistufige     Beleabtschlammanlage    nach     Fig.    4  arbeitet demgemäss nach demselben     Prinzip    wie die  Anlage nach     Fig.    1 bis 3. Der Reinigungsvorgang       wird    nur wiederholt, d. h. das Abwasser zweimal ge  reinigt. Die     Belüftungszeiten    werden dabei     verkürzt     und der belebte Schlamm nicht mit dem Abwasser  durch die ganze     Kläranlage    gezogen und     am    Zulauf  wieder     zugepumpt,    sondern es werden zwei Kreis  läufe des belebten Schlammes geschaffen.

   Falls die  Schlammkonzentration im zweiten Schlammkreis  lauf zu     gross    wird, wird     Schlamm    mittels der     Mam-          mutpumpe    23 über die Rohrleitung 23" nach der er  sten Reinigungsstufe der Belüftungskammer 3  zurückgepumpt.  



       Sammelt    sich bei beiden Ausführungsformen  während des laufenden     Reinigungsbetriebes    zuviel  Schlamm in den     Belüftungsbecken    an, so wird er  durch erhöhte Belüftung zu Kohlensäure und Nitrat       oxydiert    oder     sonstwie    beseitigt. Zur besseren Luft  ausnutzung und Anpassung an den     Abwasserzufluss     und zur teilweisen     Umwandlung    von Nitrat in Stick  stoffgas können die     Luftverdichter    durch das Zeit  schaltgerät 20 gesteuert werden.

   Dieses ist so     ausge-          ,bildet,    dass die Förderzeit und die Förderpausen ent  weder von Hand eingestellt werden können oder  durch ein Stauwehr am Zu- oder Ablauf oder durch  eine     .elektrische        Redoxmessung    gesteuert werden. Die       Einstellung    oder Steuerung erfolgt so, dass für den  Wechsel .der sich wiederholenden Zeitintervalle die       Förderzeit    am grössten und die Förderpause am  kleinsten für die     grösste    Belastung und umgekehrt für  die kleinste Belastung die     Förderzeit    am kleinsten  und die     Förderpause    am grössten wird.

   Dabei dürfen  die Förderpausen nur so gross gewählt werden, dass  die biologische Reinigungswirkung infolge Sauerstoff  mangel nicht aussetzt. Durch die Zeitschaltung wird  ferner insbesondere bei sehr weitgehender Reinigung  oder einer nassen Verbrennung des Schlammes eine       teilweise        Denitrifikation    des gereinigten Abwassers  erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Belebtschlammanlage für .die biologische Abwas serklärung, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Belüftungsbecken (3, 4, 5) und ein Nachklärbecken (6) oder mehrere Nachklärbecken (7, 8) um den Mit telpunkt eines gemeinsamen Bauwerkes angeordnet und die unmittelbar vor jedem Nachklärbecken (6 bzw. 7, 8) liegenden Belüftungsbecken (5 bzw. 3, 5) in ihrem oberen Teil mit dem nachfolgenden Nach- klärbecken (6 bzw. 7, 8) jeweils über einen diesem Nachklärbecken vorgeschalteten Beruhigungsraum (6' bzw. 7', 8') durch Öffnungen (15' bzw.
    25, 26) verbunden sind, die in der zwischen .dem Belüftungs becken und dem Beruhigungsraum angeordneten Trennwand (15) so ausgebildet sind, dass von dem ,aus dem Belüftungsbecken in den oberen Teil des Beruhigungsraumes eingeleiteten Abwasser eine Teil menge aus der Oberfläche des Beruhigungsraumes wieder in das Belüftungsbecken zurückfliesst, wäh rend die andere Teilmenge im Beruhigungsraum ab sinkt und über das Nachklärbecken entschlammt und gereinigt zum Abfluss gelangt, wobei unmittelbar hin tereinanderliegende Belüftungskammern (3, 4, 5) durch schmale, annähernd durch die ganze Wasser tiefe gehende, senkrechte Durchtrittsschlitze (14)
    mit einander verbunden sind, die zwischen den Enden der die Belüftungsbecken abteilenden Trennwände (13) und der Umfassungswand (11) des Bauwerkes gebildet.sind. UNTERANSPRüCHE 1. Anlage nach Patentanspruch, bei der das oder die Nachklärbecken jeweils mit einem trichterförmi gen Absetzraum versehen sind, dadurch gekennzeich net, dass in der Spitze des ersten Nachklärbeckens (6 bzw. 7) eine Schlammentnahmeeinrichtung (21 bzw. 22) vorgesehen ist,
    die den abgesetzten Schlamm und grabe Verunreinigungen über eine Rohrleitung (21', 22') mit dem Rohwasserzulauf (1) vermischt und über einen Rechen oder Rechengutzerkleinerer der ersten Belüftungskammer (3) zuführt. 2.
    Anlage nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass :der ersten Belüftungskammer (3) nur der überschusschlamm aus dem zweiten Belüftungsbecken (4) sowie Rohabwas ser und Fällun;gsmittel zugeleitet werden und das Ge misch aus Rohabwasser, Belebtschlamm und Fäl- lungsmittel aus dem ersten Nachklärbecken (6 bzw. 7) beseitigt wird. 3.
    Anlage nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungseinrichtungen (18) überdimensioniert und mit einem von Hand oder durch den Wasserstand oder ein Redoxmessgerät gesteuerten Zeitschaltwerk (20) mit einstellbarer Belüftungspause versehen sind, durch welche die Luftzuführung durch Verlängerung oder Verkürzung von Förderzeit oder Förderpause an die Abwasserverschmutzung bzw. die Reinigungs wirkung an die geforderte Reinheit des Abflusses an gepasst und eine teilweise Denitrifikation erreicht wird. 4.
    Anlage nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 bis 3 mit runder Umfassungswand und radia len Trennwänden, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfassungswand (I1) und die vorzugsweise gebogene Zwischenwand (16) zwischen dem jeweiligen Beruhi gungsraum (6' und 7', 8') und dem zugehörigen Belüftungsraum (5 bzw. 3, 5) aus gebogenen Beton formsteinen bestehen, die für die Umfassungswand mit Pfeileransätzen zur Bildung von Innenpfeilern (12) und/oder gegenüber diesen versetzten Aussen pfeilern (12') versehen sind. 5.
    Anlage nach Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass über einer auf den radialen Trennwänden (13, 15) aufgelagerten Zwischendecke (17) ein Maschinen-, Kontroll- und ein Bedienungsraum (9) angeordnet ist, in welchen alle für den Betrieb erforderlichen Maschinen, Appa raturen, Schalt-, Mess- und Bedienungsgeräte unter gebracht sind. 6.
    Anlage nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zwi- schen der jeweiligen Belüftungskammer (5 bzw. 7, 8) und dem damit verbundenen Beruhigungsraum (6' bzw. 7', 8') angeordnete Zwischenwand (15) eine Öff nung (15') mit einer unter dem Wasserspiegel nach der Mittel zu nach unten fallenden Unterkante (15") oder zwei Öffnungen (25, 26) mit je einem rechtwink lig abgewinkelten Rohr (25', 26') aufweist,
    von denen eines im Wasserspiegel mit nach der Mitte ge richteter Austrittsöffnung und eines mit nach der Umfassungswand gerichteter Eintrittsöffnung inner halb der Belüftungskammer eingebaut sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3013881A1 (de) * 1980-04-10 1981-10-15 Schering Ag Berlin Und Bergkamen, 1000 Berlin Verfahren zur abwasserbelueftung in ausgleichs- und speicherbecken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3013881A1 (de) * 1980-04-10 1981-10-15 Schering Ag Berlin Und Bergkamen, 1000 Berlin Verfahren zur abwasserbelueftung in ausgleichs- und speicherbecken

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