CH399384A - Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten

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CH399384A
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hops
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CH977660A
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Alfred Dr Hoelle
Vollmar Heinz
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Briem Maria
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C3/00Treatment of hops
    • C12C3/04Conserving; Storing; Packing
    • C12C3/08Solvent extracts from hops

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von Hopfenextrakten    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von Hopfenextrakten durch Behand  lung von Hopfen mit     organischen        Lösungsmitteln.     



  Die Brauindustrie sucht im Bestreben, die Pro  duktionskosten     zu    senken, seit langer Zeit nach Me  thoden, um die Ausbeute an     Bitterstoffen        (Brauwert-          bestandteilen)    aus dem Hopfen zu verbessern. Im  normalen     Sudprozess    gehen nur etwa     3,5%    dieser       Brauwertbestandteile    (Kochprodukt) des Hopfens ins  Bier über.  



  Es ist bekannt, bei der Herstellung von Bier  einen Teil oder die Gesamtmenge des Hopfens durch  Hopfenextrakt zu     ersetzen    und hierdurch eine wesent  liche     Erleichterung    bei der Bierherstellung     zu    er  zielen..  



  Es hat sich bereits gezeigt, dass man mit einer  Extraktion des Hopfens mit Wasser und später durch  organische Lösungsmittel, wie Alkohol, Äther oder       halogenhaltige    Lösungsmittel, die Ausbeute an Brau  wertbestandteilen aus dem Hopfen     merklich    ver  bessern kann, so dass bei Verwendung solcher  Hopfenextrakte die Hopfengabe je 1 hl Bier herab  gesetzt werden konnte.  



  Diese Verfahren zur Gewinnung des Hopfen  extraktes benötigen jedoch relativ lange Extraktions  zeiten und erbringen nur eine geringe Konzentration  des Extraktes, so dass aus diesen Lösungen, soweit  man sie nicht, wie bei der     Extraktion    mit Wasser,  unmittelbar verwenden     kormte,    sehr grosse     Lösungs-          mittelmengen    abgetrieben werden müssen. Es lag  daher nahe, nach einem Verfahren zu suchen, das den  Hopfen mit     relativ    geringen     Lösungsmittelmengen    so       vollkommen    extrahieren lässt, dass praktisch alle       Brauwertbestandteile    des Hopfens im Extrakt ent  halten sind.

   Eine solche Gewinnung konzentrierter  Hopfenextrakte hat darüber     hinaus    den Vorteil, dass  man eine praktisch     unbeschränkte    haltbare Hopfen-         konserve    gewinnt, denn damit erhält der Bierbrauer  die Möglichkeit, sich Dauerkonserven von Hopfen  auf sein Lager zu legen, dem     üblichen,    relativ hohen  Wertverlust des     Presshopfens        in    seinem Hopfenlager  auszuweichen und in Jahren hoher Hopfenpreise  mehr Hopfenkonserven und entsprechend weniger       Presshopfen    seinem     Brauprozess    zuzuführen, und sol  cherart einen preisregelnden Einfluss auf den Hopfen  markt zu gewinnen.  



  Es wurde ein solches Verfahren der Extraktion  von Hopfen nun in langjährigen Versuchen ent  wickelt. Die     vorliegende        Erfindung    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass die Extraktion unter     gleichzeitiger     weitgehender Zerkleinerung des Hopfens mit hoch  tourigen     Dispergiergeräten    mit einer Randgeschwin  digkeit von     mindestens    2     m/sec    durchgeführt wird  und die anfallende     Extraktlösung    vom     Treber    ab  getrennt und vom     Lösungsmittel    befreit wird.  



  In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus  führungsform der Erfindung schematisch dargestellt.  Der trockene Hopfen wird in den Fülltrichter 1  gegeben und gelangt von hier in ein     Extraktionsgefäss     2, das     mit    einem     Dispergiergerät    3 ausgerüstet ist.  Aus einem Behälter 4 wird im voraus ein Lösungs  mittel - meist     Trichloräthylen    - zugeführt. Unter  Einwirkung der mit dem     Dispergiergerät    erreichten  Oberflächenvergrösserung des Hopfens und seiner       Brauwertbestandteile    wird die Extraktion selbst bin  nen kurzer Zeit beendet.

   Die entstehende Maische       wird        dann    in     alternativ    arbeitende Filterpressen 5  abgeführt, filtriert, worauf eine Dünnlösung in Vor  lagen 6 gelangt. Von hier aus     kann    die Dünnlösung  über eine Pumpe 7 und eine Leitung 8 (Anreicherung  im Gegenstrom) für die nächste Hopfengabe im       Extraktor    als     Extraktionsmittel    verwendet werden.  Nach     beendeter        Anreicherung    gelangt die Extrakt  lösung über     eine        Leitung    9 in einen Sammel-           behälter    10.

   Von diesem wird die     Extraktlösung    über  eine Leitung 11, eine Pumpe 12 und ein Rohr  system 13 zum     Vorverdampfer    14 geleitet, in wel  chem mittels eines Reglers ein Teil des Lösungs  mittels abgedampft und über einen Kondensator 16  durch eine Leitung 17 dem     Lösungsmitteltank    18  zugeleitet wird. Die eingedickte     Extraktlösung        ver-          lässt    den     Vorverdampfer    14 durch die Leitung 19  über eine gesteuerte     Dosierpumpe    20 und gelangt  durch die Leitung 21 zum     Dünnschichtverdampfer     22.

   In diesem wird der Rest der Lösungsmittel bis  zur vollkommenen Reinheit des Extraktes ausge  dampft und in einem Apparat 23 kondensiert, von  wo das Kondensat mittels einer Pumpe 24 durch  die Leitung 25 in den     Lösungsmitteltank    18 be  fördert wird. Das fertige Extrakt wird bei 26 mittels  einer Pumpe 27 abgezogen und beispielsweise in  Konservendosen, hermetisch verschlossen, verpackt.  



  Aus der Filterpresse 5 werden die als Rück  stand verbleibenden     Treber    durch einen Stutzen 33  und eine Leitung 34 in     einen    Verdampfer 35 ab  gezogen. Die hier entwickelten Dämpfe werden in be  kannter Weise (nicht dargestellt) kondensiert und,  falls notwendig, vom Wasser getrennt und dann zum       Lösungsmitteltank    18 geleitet.  



  Im einzelnen     wird    das     Verfahren    etwa wie folgt  durchgeführt: Eine bestimmte Menge Hopfen wird  mit einer bestimmten Menge Lösungsmittel unter  hochwirksamer Zerkleinerung mit einem entsprechen  den     Dispergiergerät    extrahiert. Bei dieser Extrak  tionsweise wird in wenigen: Sekunden oder Minuten  eine ausserordentliche Vergrösserung der     Oberfläche     des Hopfens erzielt, wodurch die Drüsen der Hopfen  blüten     freigelegt    und     für        das    Lösungsmittel zugänglich  gemacht werden.

   Durch diese schnelle Extraktion  werden die den Brauwert des Hopfens ausmachenden       Bittersäuren,    Weichharze und gegebenenfalls Gerb  stoffe in Sekunden vollkommen und bei etwa Raum  temperatur in Lösung gebracht. Der     Extraktions-          prozess    verläuft somit unter     Luftabschluss    und inner  halb einer kurzen Zeit.  



  Als Lösungsmittel für das vorliegende Verfahren  können alle organischen Lösungsmittel, die die Bitter  stoffe lösen, verwendet werden,     also-    Äther, Äther  alkoholgemische,     Petroläther    sowie bevorzugt chlo  rierte     Kohlenwasserstoffe,    wie     Methylendichlorid,          Isopropylchlorid,        Dichloräthylen,        Trichloräthylen,    so  wie auch     Perchloräthylen.    Für die technische Durch  führung der Extraktion haben sich eine Reihe von  zusätzlichen Massnahmen als vorteilhaft erwiesen.  



  Um an Energie bei der Konzentrierung der Dünn  lösungen zu sparen, ist es vorteilhaft, die Dünn  lösungen unmittelbar weiter als Lösungsmittel     für     weitere Hopfenchargen zu verwenden.  



  Diese Wiederverwendung der Dünnlösung als  Lösungsmittel und damit die Anreicherung der Dünn  lösung kann mehrmals wiederholt werden, so dass  schliesslich wesentlich geringere Mengen an Lösungs  mittel zur vollkommenen     Extraktion    des Hopfens ge-         nügen    und dadurch die     Lösungsmittelverluste    re  duziert werden.  



  Im allgemeinen benutz man die Dünnlösung des  Extraktes für etwa zwei bis sechs weitere Ex  traktionen.  



  Es hat sich ferner gezeigt, dass auch die     Treber     nach der     Filterung    noch     Lösungsmittelreste    enthalten.  Auch diese werden zweckmässig gewonnen, wozu  man die     Treber    einem     Ausdampfer        zuführt    und die  restlichen Lösungsmittel verdampft,     gegebenenfalls     unter Einleitung von direktem Wasserdampf. Aus  den Dämpfen schlägt man die Lösungsmittel in einem  Kühler nieder und leitet das     Lösungsmittelkondensat     den     Lösungsmitteltanks    zu, von denen aus das rück  gewonnene Lösungsmittel zur erneuten Verwendung  zur Verfügung steht.  



  Wichtig ist, dass auch die     Lösungsmittelrück-          gewinnung    bei möglichst niedriger Temperatur er  folgt, um auch an dieser Stelle eine     Brauwertminde-          rung    der     Extraktstoffe    zu verhindern.  



  Wichtig ist die Verwendung eines hochwirksamen       Dispergiergerätes.    Hierbei hat es sich herausgestellt,  dass es wesentlich ist, dass die Randgeschwindigkeit  des     Dispergierkopfes    mindestens 2 m je Sekunde  beträgt, vorzugsweise mindestens 15 m je Sekunde.  Ferner hat es sich     als    vorteilhaft herausgestellt, dass  der     Dispergierkopf    während der Extraktion im Ex  traktionsgemisch     bewegt    wird. Vorteilhaft ist ein  Heben und Senken des     Dispergiergerätes,    um eine  gleichmässige Extraktion des gesamten Gefässinhalts  zu erzielen.  



  Die anfallende     Extraktlösung    mit der Hopfen  maische     wird    abgezogen und einer Filtration unter  worfen. Die hierbei angefallene filtrierte Dünnlösung  wird sodann vorzugsweise durch eine die Hopfen  harze schonende Verdampfung des Lösungsmittels  im Vakuum bei etwa 30  C vom Lösungsmittel ge  trennt, so dass ein vollkommen reiner, konzentrierter  Hopfenextrakt mit einer Konsistenz eines dicken  Honigs zur Abfüllung gelangt. Das Lösungsmittel  läuft über Kondensatoren wieder in die     Lösungs-          mitteltanks        zurück,    um von dort für weitere Ex  traktionen verwendet zu werden.  



  Die angereicherte     Extraktlösung,    die aus dem       Extraktionsprozess    herausgezogen wird, wird nach  einer bevorzugten     Ausführungsform    in einem Be  hälter gesammelt und zunächst von dort einem Vor  verdampfer zugeleitet, in dem sie eingedickt wird.  Dann wird der eingedickte, aber noch     lösungsmittel-          haltige    Extrakt einer zweiten     Vorverdampferzone,     z. B. einem     Dünnschichtverdampfer,    zugeführt, aus  dem ein vollkommen     lösungsmittelfreier    Harzextrakt  erhalten wird, der dann in Büchsen verpackt und ver  sandt werden kann.  



  Da die Extraktion ohne Wärme und zweckmässig  unter     Luftabschluss    verläuft und der Extrakt aus dem       Dünnschichtverdampfer    direkt ohne Luftzutritt in  die Versandbüchsen gelangt, ist er praktisch unbe  schränkt haltbar, was für Brauereizwecke erwünscht  und wichtig ist.      Die Extraktion gemäss dem beschriebenen Ver  fahren bietet den grossen technischen Vorteil, dass  sie bei sehr niedrigen Temperaturen und somit bei  äusserster Schonung für die im Hopfen enthaltenen       Extraktstoffe    vor sich geht. Auch die Abtrennung  des Lösungsmittels vom Extrakt erfolgt bei     möglichst     niedriger Temperatur, vorzugsweise im Vakuum.

   Der  reine Extrakt enthält am Ende die     Bitterstoffe    in  Form von     Humulon    und     Lupulon    und die sich aus  diesen bildenden Weichharze, wobei die Hartharze  das dem Hopfen eigene Mass nicht überschreiten.

    Die hohe     Konzentration    des Extraktes von 80 bis  95     rn        Brauwertbestandteilen,    d. h. an Stoffen, die in  das Bier übergehen, in Abhängigkeit der     Herkunft     und Qualität des Hopfens,     gewährleistet    (neben der  besonderen Haltbarkeit) im     Brauprozess    eine beson  dere Ergiebigkeit, letztlich gemessen als     Isohumulon     in der Würze bzw. im Bier, so dass der Extrakt im  Verhältnis zum trockenen Hopfen bei der     Hopfung     des Sudes verwendet werden kann wie 1 zu 8  bis 12, je nach Herkunft und Qualität des Hopfens.

    Auch hierin offenbart sich eine absolute Neuartigkeit  des vorliegenden Verfahrens und sein besonderer  ökonomischer Effekt.  



  Gemäss einer weiteren Ausführungsform des be  schriebenen Verfahrens wird die     Bitterstoffextraktion     technologisch dahin ergänzt, dass aus den     Hopfen-          trebern    mit warmem bis kochendem Wasser auch  die Gerbstoffe ausgezogen werden.

   Hierbei handelt  es sich - entgegen einem schon bekannten Verfahren,  das auf Wasserauszug der     Treber    mit angesäuertem  Wasser und nachfolgender Vakuumtrocknung und       Zerstäubung    beruht - um einen Vorgang, bei wel  chem die     Hopfentreber    mit Leitungswasser, so wie  es im Betrieb zur Verfügung steht, ausgezogen wer  den und die Menge des Wassers in sehr begrenzten  Mengen gehalten wird,     nämlich    auf etwa der drei  fachen bis zehnfachen der     Hopfentrebermasse,    und  die so entstehende     Dünngerbstofflösung    nach Ab  pressung und Eindickung des     Gerbstoffextraktes    ge  wonnen wird.  



  Die Extraktion der     Treber    wird durch Einstellung  des     pH-Wertes    des zur     Extraktion    verwendeten Was  sers auf den alkalischen Bereich, vorzugsweise auf  einen     pH-Wert    8 bis 9, beschleunigt und intensiviert.  Die Einstellung des     pH-Wertes    auf einen alkalischen    Bereich erfolgt mit bekannten Mitteln, am einfachsten  durch Zugabe .einer kleinen Menge verdünnter Na  tronlauge; es können aber auch alle anderen basisch  wirkenden Zusätze, wie     Alkalihydroxyd,        Carbonate     oder     Bicarbonate    u. ä., verwendet werden.  



  Dadurch, dass beide Stoffe,     nämlich    der Bitter  stoffextrakt und der     Gerbstoffauszug,    in     fliessfähigem     Zustand vorliegen, lässt sich mittels     Emulgierung     eine gute gleichmässige     Vermischung    ohne Schwierig  keiten am besten im Temperaturbereich der     Pasteuri-          sierung    erreichen.  



  Die auf diese Weise hergestellte     hochkonzentrierte     Hopfenkonserve ist     praktisch    unbegrenzt haltbar und  genügt den höchsten Ansprüchen im Brauwesen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten durch Behandlung von Hopfen mit organischen Lö sungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die Ex traktion unter gleichzeitiger weitgehender Zerkleine rung des Hopfens mit hochtourigen Dispergiergerä- ten mit einer Randgeschwindigkeit von mindestens 2 m/sec durchgeführt wird und die anfallende Ex traktlösung vom Treber abgetrennt und vom Lö sungsmittel befreit wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Dispergiergerät während der Extraktion periodisch oder kontinuierlich auf und ab bewegt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nach Abtrennung der extrahierten Treber angefallene Ex traktlösung vor der Aufarbeitung mehrmals zur Ex traktion von weiteren Hopfenchargen verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die anfallenden Treber im wässrigen Milieu mit heissem Wasser in einer Menge von etwa der drei- bis zehn fachen Menge des Trebergewichts extrahiert werden, die anfallende Gerbstofflösung eingedickt und ganz oder teilweise mit dem Bitterstoffextrakt vermischt wird.
CH977660A 1960-03-11 1960-08-30 Verfahren zur Herstellung von Hopfenextrakten CH399384A (de)

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