Aufhängbarer Schüttgutbehälter
Bei Scfriittgutbehäkern, wie sie z. B. im Baugewerbe zum Transport von Beton oder dergleichen verwendet werden, ist es schwierig durch Flachschieber oder dergleichen eine Entleerung zu bewirken, weil das auf dem Schieber lastende Gewicht des Schüttgutes eine grosse Reibung des Schiebers in seinen Führungen zur Folge hat. Es sind schon aufhängbare Schüttgutbehälter bekannt geworden, die einen Kasten mit einem aus zwei Klappen bestehenden Boden aufweisen. Auch zur Betätigung dieser Klappen waren grosse Kräfte erforderlich, z. B. musste ein Riegel oder Keil weggeschlagen werden, worauf die Klappe nur nach vollständiger Entleerung wieder zugemacht werden konnte.
Die Erfindung bezweckt diesen Nachteil zu vermeiden. fler Schüttgutbehälber nach der Erfindung zeichnet sich aus durch einen Gelenkmechanismus mit zwei Paaren von Schweniklaschen, die einerseits an den Klappen und andererseits paarweise an den unteren Enden zweier mindestens angenähert vertikaler Aufhängelaschen angelenkt sind, welche oben durch ein zur Aufhängung des Behälters dienendes Organ miteinander verbunden sindi, wobei zwei zueinander parallele, am Kasten schwenkbar befestigte Hebel gelenkig mit den beiden Aufhängelaschen verbunden und mittels eines gemeinsamen B edienungsorganes verschwenkbar sind, so dass bei gefülltem,
in der Schliesslage aufgehängtem Behälter, das Gewicht des auf den Klappen ruhenden Schüttgutes die Wirkung einer im Öffnungssinne an das Bedienungsorgan angelegten Kraft unterstützt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindung & gegenstandes schematisch dargestellt. Es ist:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Behälters und Fig. 2 eine Seitenansicht desselben in Richtung des Pfeiles II von Fig. 1.
Der dargestellte Behälter, der z. B. zum Transport von fertigem Beton, oder von Kies, Sand d oder der- gleichen bestimmt ist, weist einen oblen offenen Kasten 1 von viereckigem Querschnitt auf, dessen z. B. aus Eisenblech bestehende Wände 2-5 nach unten leicht divergieren. Der Kasten 1 weist einen aus zwei zu einer vertikalen Mittelebene 6-6 symmetrischen Klappen 7 bestehenden Boden auf.
Jede ;Klappe 7, die um eine am unteren Ende einer Seitenwand 2, bzw. 4 angebrachte, horizontale Achse 8 schwenkbar ist, besteht aus einem rechteckigen Bodenblech 9 und zwei rechtwinklig von demselben abgebogenen, dreieckigen Lappen 10, die in der in Fig. 1 in vollen Linien dargestellten Schliesslage zwei dreieckige, untere Fortsätze 3a und 5a der vorderen5 bzw. hinteren Kastenwand 3, bzw. 5 weitgehend überlappen. Das Bodenblech 9 ist durch zwei Winkeleisen 11 verstärkt. Ferner ist jede Klappe 7 mit zwei je aus einem zweimal abgebogenen T-Eisen bestehenden Füssen 12 versehen, deren Stanüflächen mit 13 bezeichnet sind.
In Fig. 2 sind mit 14 bzw. 15 andas Bodenblech 9, bzw. die Seitenwand 4 angeschweisste Rohrstücke bezeichnet, die mit der betreffenden Achse 8 ein Scharnier'bilden.
Die Lappen 10 sind d paarweise, je über einen Zap- fen 16 und eine zur Verschwenl:ung der Klappe 7 dllenende Doppellasche 17 an einem Zapfen 18 angelenkt, der am unteren Ende einer Doppellasche 19 angebracht ist. Die Doppellasche 19, deren Mittellinie in der Mittelebene 6-6 liegt, ist in zwei Briden 20, die an der Vorderwand 3 sind, vertikal geführt.
Eine ebensolche Doppellasche 19 ist in gleicher Weise an der hinteren Wand 5 angebracht und an die oberen Enden der beiden Laschen 19 ist bei 21 ein Bügel 22 angelenkt, der zum Aufhängen des Behälters an einem Kran, einer Laufkatze oder einer anderen Hebevorrichtung dient. Da der Körper des Behälters an den Laschen 19 hängt, werden dieselben als Aufhängelaschen bezeichnet.
An n der Vorderwand 3 und an der Rückwand 5 sind zwei gleiche Hebel 23 je über einen Zapfen 24 an einem ihrer Enden angelenkt. Die anderen Enden der beiden Hebel 23 sind durch eine e horizontale Be- dienungsstange 25 fest miteinander verbunden Die Wände 2-5 sind oben mit einem verstärkten Rand 26 versehen, der vorne und hinten mit einem Ausschnitt 27 für die Lasche 19 und auf der Seite der Bedienungsstange 25 mit einem kleinen Lappen 28 versehen ist, an dem bei 29 ein Verriegelungshebel 30 angelenkt ist, welcher in der in Fig. 1 dargestellten Verriegelungslage die Bedienungsstange 25 teilweise umfasst.
An der Lasche 19 ist über einen Zapfen 31 das obere Ende einer Zwischenlasche 32 angelenkt, deren unteres Ende über einen Zapfen 33 am Hebel angelenkt ist.
Die Öffnungslage der Klappen 7 und des zu deren Betätigung dienenden Gelenkmechariismus 17, 19, 32, 23, 25 ist in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt, wobei diese Teile in der Öffnungslage mit 7', 17', 19', 32', 23', und 25'bezeichnet sind. Dabei ist zu bemerken, dass die Öffnungslage relativ zum Kasten 1 dargestellt ist, und nicht t relativ zum Aufhängebügel 22, der bei einer zur Öffnung des Behälters vorgenommenen Verschwenkung der Hebel 23 in Richtung des Pfeiles 34 seine wahre Höhenlage nicht ändert, relativ zum Kasten 1 jedoch in die Lage 22' kommt.
Bei der Öffnungsbewegung des Hebels 23 bewegt sich in Wirklichkeit dessen Schwenkzapfen 24 und somit der ganze Kasten 1 nach oben. Demzufolge verschwenken sich die Laschen 17 in Bezug auf den fest stehenden Zapfen 1.8 8 gegensinnig, wie durch die Pfeile 35 angedeutet ist. Relativ zum Kasten 1 kommen dabei die Laschen 17 und der Zapfen 18 in die Lage 17' bzw. 18', was eine Schwenkung der Klappen 7 um ihre Scharnierachse 8 in die Lage 7' zur Folge hat.
Es ist ersichtlich, dass das Gewicht des im Behälter befindlichen Schüttgutes das Bestreben hat, die Öffnungsbewegung der Klappen 7 zu unterstützen, so dass bei zweckmässiger, etwa der Zeichnung g entspre- chender Dimensionierung des ganzen Mechanismus eine sehr geringe Kraft genügt, um denselben zu betätigen.
Um den aufgehängten Behälter zu entleeren, genügt es daher, den Verriegelungshebel 30 zu lösen, d. h. ihn durch Druck oder einen kleinen Schlag im Gegenuhrzeigersinne von Fig. 1 zu verschwenken, und hierauf die Bedienungsstange 25 nach unten zu ziehen. Wenn man die Stange 25 nicht nach unten zieht, so bleiben die Klappen 7 in der Schliesslage, d. h. dass Selbsthemmung vorhanden ist. Zum Schliessen der Klappen genügt es, die Stange 25 leicht nach oben zu drücken. Wenn man den Behälter nur teilweise entleeren will, wird man selbstverständlich die Stange 25 nicht ganz in die Öffnungslage 25' hinunberziehen, sondern sich mit einem teilweisen Öffnen begnügen und dann rasch wieder schliessen.
Es sei noch hervorgehoben, dass das Material in keinem Fall die Neigung hat im Behälter zu bleiben, d h. sogenannte Briücken zu bilden.
In einer nicht dar, gestellten Variante sind die Laschen 19 etwa um die Höhe des Bügels 22 nach oben verlängert und an ihren oberen Enden fest durch eine zur Aufhängung des Behälters dienende Traverse verbunden. Die obere Bride 20 und die Lasche 32 fehlen und der Hebel 23 ist direkt an der langen Lasche 19 angelenkt, die nunmehr nicht genau vertikal geführt ist und in der unteren Bride 20 mit Spiel geführt t ist. Diese Variante arbeitet ebenfalls befriedigend, hat aber den Nachteil, dass die Öff- nungs-und Schliessbewegung der Klappen 7 nicht zwangsweise symmetrisch erfolgt.
PATENIIANSPRUCH Aufhängbarer Schilftgutbehälter, der einen Kasten mit einem aus zwei Klappen bestehenden Boden aufweist, gekennzeichnet durch einen Gelenkmechanismus mit zwei Paaren von Schwenkiaschen (17), die einerseits an den Klappen und andererseits paarweise an den unteren Enden zweier mindestens angenä ! hlert vertikaler Aufhängelaschen (19) angelenkt sind, weiche oben durch ein zur Aufhängung des Behälters dienendes Organ (22) miteinander ver bunden sind, wobei i zwei zueinander parallele, am Kasten (1) schwenkbar befestigte Hebel (23) gelenkig mit den beiden Aufhängelaschen verbunden und mittels eines gemeinsamen Bedienungsorganes (25)
verschwenkbar sind, so dass bei gefülltem, in der Schliesslage aufgehängtem Behälter, das Gewicht des auf den Klappen ruhenden Schüttgutes die Wirkung einer im Öffnungssinne an das Bedienungsorgan angelegten Kraft unterstützt.