CH400782A - Beutelförmiger Bereitschaftsbehälter für Rettungs- und Atemschutzgeräte - Google Patents
Beutelförmiger Bereitschaftsbehälter für Rettungs- und AtemschutzgeräteInfo
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Description
Beutelförmiger Bereitschaftsbehälter für Rettungs- und Atemschutzgeräte Die Erfindung betrifft beutelförmige Bereit schaftsbehälter für Rettungs- und Atemschutzgeräte, und zwar für solche Geräte, die an einer Gefahren stelle oder an einem durch Gasausbruch gefährdeten Arbeitsort in diesen beutelförmigen Bereitschaftsbe hältern untergebracht sind, bis in einem Gefahrenfall der plötzliche Gebrauch und das schnelle Anlegen des Gerätes notwendig wird. Das kann z.
B. in chemi schen Betrieben sein, in denen man einen Gasaus bruch befürchten muss, der bei den dort beschäftigten Personen zu Vergiftungen führen würde. Als be sonders vorteilhaft hat sich erwiesen, für solche Zwecke sogenannte Mundstückgeräte bereitzustellen, die durch Einsetzen des Mundstückes in den Mund der Person und Abklemmen der Nase mittels einer Nasenklemme sofortigen Schutz gewährleisten. Ist jedoch der Ausbruch von Gasen mit grosser Reiz wirkung zu befürchten, so muss anstelle des Mund stückgerätes eine Vollmaske getragen werden.
Es ist nun bereits eine Ausführung bekannt, bei der alle Öffnungen eines Mundstückgerätes durch Verschlüsse gesichert sind. Die Verschlüsse sind alle an einer Kordel vereinigt und können alle mit einem Mal abgerissen werden. Das Gerät selbst ist in einem beutelförmigen Bereitschaftsbehälter aus Gewebe, Gummi, Leder oder Kunststoff-Folie untergebracht und so aufgehängt, dass beim Abreissen des Beutels von dem Aufhängeort sich der Beutel selbsttätig öffnet und das Gerät freigibt.
In der Hülle können jedoch auch Reissdrähte oder ähnliche Vorrichtungen eingebracht sein, die zum Aufreissen der Beutelwand dienen.
Bei den vorbekannten Geräten, die in Bereit schaftsbehältern von ungenügender Gasdichtigkeit un tergebracht sind, war es bisher notwendig, die offenen Stellen des Gerätes, also die Ein- oder Amatem- öffnungen, ebenso das Ausatemventil, durch Ver schlüsse zu sichern. Hierdurch sollte erreicht wer den, dass schädigende Einflüsse von den Filtermassen ferngehalten werden.
Wenn auch das Abreissen der Verschlüsse nur kürzeste Zeit in Anspruch nimmt, so muss das Ver schliessen der Atemwege des Gerätes jedoch als Nachteil angesehen werden, und es ist vorzuziehen, das Atemschutz- oder Rettungsgerät mit offenen Atemwegen in den Bereitschaftsbeutel unterzubrin gen und zu lagern.
Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe und betrifft einen Bereitschaftsbehälter der eingangs er wähnten Art, der dadurch gekennzeichnet ist, dass als Material für die Hülle eine Folie aus einer lang- kettigen Verbindung dient, deren Inneres, zum Zwecke der Möglichkeit des Verschweissens, mit einer Polyäthylen-Schicht belegt ist, und dass an dem Schweissrand ein oder mehrere, den Schweissrand nicht überbrückende Einschnitte angeordnet sind, von de nen aus die Folienhülle augenblicklich aufgerissen und dadurch das Gerät entnommen werden kann.
Die langkettigen Verbindungen bestehen zweck mässig aus Terephthalsäureester oder Polystyrol und zeigen neben der guten Dichtigkeit gegenüber Gasen und Dämpfen noch eine andere nützliche Eigen schaft für den vorliegenden Zweck. Sie haben eine grosse Reissfestigkeit, reissen aber dann ein, wenn ein Einschnitt oder eine Randeinkerbung vorhanden ist. Andere Folien, z.
B. die aus Polyäthylen, lassen sich auch bei Anbringung einer Randeinkerbung nicht definiert einreissen, sondern reissen, nachdem sie stark gedehnt sind, völlig undefiniert. Man kann zwischen zwei Einkerbungen des Schweissrandes an dem Schweissrand eine Lasche, eine Zunge, einen Ring oder dergleichen anbringen, der beim Aufreissen als Handgriff dient.
Man kann auch die besondere An bringung eines Randgriffes ersparen, wenn man den Schweissrand an der Stelle, von wo aus das Aufreissen beabsichtigt ist, so breit gestaltet, dass der Teil des Schweissrandes zwischen den beiden Einschnitten selbst als Lasche benutzt werden kann.
Um eine gute Aufhängemöglichkeit zu schaffen, empfiehlt es sich, an einer Seite des Beutels eine feste Leiste aus Pappe, Karton oder dergleichen anzukle ben oder anzunieten, die mit einer Aufhängeöse ver sehen ist. Eine andere Ausführungsmöglichkeit be steht darin, dass durch den Schweissrand hindurch ein Niet mit einer Öse gezogen wird und dass unter halb des Nietes in dem Schweissrand ein zweck mässig keilförmig verlaufender Einschnitt angebracht ist. Zum Öffnen dieses Beutels ist so nur notwendig, an dem das Gerät enthaltenden, an der Öse auf gehängten Beutel einen kräftigen Zug auszuüben, so dass das Niet an der Stelle, wo der Einschnitt sich befindet, herausgerissen wird.
Dann ist eine Einrissstelle vorhanden, von der aus der Beutel in zwei Teile zerrissen werden kann.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsmöglich keiten der Erfindung dar. Fig. 1 zeigt einen aus zwei flachen Formstücken 1 und 2 aus Polyterephthal- säureester, mit dem geschützten Handelsnamen Hostaphan5>, die eine Polyäthylenauflage besitzen, zusammengeschweissten flachen Beutel, mit einem breiten umlaufenden Schweissrand 3. In diesem Beutel ist das als Mundstückgerät ausgebildete Atemschutz gerät 4 gas- und wasserdampfdicht eingebracht. Der Beutel ist an seinem oberen Rand mit einer aus gefaltetem Karton bestehenden Leiste 5 versehen, die an dem Schweissrand 3 angenietet oder angeklebt sein kann.
An den Nieten 6 kann eine Öse 7 zum Aufhängen des Beutels an einen Haken 8 festgelegt sein. In der Mitte hat die Leiste eine Aussparung. Innerhalb dieser Aussparung sind an zwei Stellen des Schweissrandes kleine Einkerbungen 9 angebracht, die aber den Schweissrand nicht überbrücken. Der zwischen diesen beiden Einkerbungen liegende Teil des Schweissrandes wird mit einer Lasche 10 ver sehen. Durch Ziehen an der Lasche 10 nach unten, wird an den Einkerbungen 9 der Einriss des ganzen Beutels möglich, so dass das Gerät, das mit offenen Luftwegen in den Beutel gelegt wurde, herausgenom men und sofort gebrauchsfertig angelegt werden kann.
Auch die Fig. 2 zeigt einen flachen aus den Form stücken 1 und 2 bestehenden Beutel mit dem breiten Schweissrand 3. In diesem Beutel kann wie in Fig. 1 ein Rettungs- oder Atemschutzgerät eingelegt wer den. Am oberen Teil des Beutels ist durch den Schweissrand ein Niet 11 gezogen. An diesem Niet befindet sich die Aufhängeöse 7, die an einem am Arbeitsort vorgesehenen Haken 8 aufgehängt wird. Unterhalb des Nietes ist ein kleiner keilförmiger Einschnitt 12 in den Schweissrand eingebracht. Soll das Gerät in Gebrauch genommen werden, so reisst der Geräteträger an dem hängenden Beutel nach unten.
Dadurch wird der Teil des Schweissrandes, der über dem Einschnitt 12 liegt, herausgerissen, und es ergibt sich an der Spitze des keilförmigen Ein schnittes die Möglichkeit, von hieraus den Beutel nach beiden Seiten auseinander zu reissen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Für die Aufnahme von Atemschutz- oder Ret tungsgeräten dienender, aus Kunststoff-Folie beste hender, an den Rändern verschweisster beutelförmiger Bereitschaftsbehälter, in dem das Gerät längere Zeit bis zu seinem Gebrauch aufbewahrt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Material für die Hülle eine Folie aus einer langkettigen Verbindung dient, de ren Inneres, zum Zwecke der :Möglichkeit des Ver- schweissens, mit einer Polyäthylen-Schicht belegt ist, und dass an dem Schweissrand ein oder mehrere den Schweissrand nicht überbrückende Einschnitte an geordnet sind, von denen aus die Folienhülle augen blicklich aufgerissen und dadurch das Gerät ent nommen werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Behälter nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die langkettige Verbindung aus Terephthalsäureester oder Polystyrol besteht. z.Behälter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass am Schweissrand zwischen den beiden Einschnitten eine Lasche, eine Zunge oder ein Ring angebracht ist, die beim Aufreissen als Handgriff dient. 3. Behälter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schweissrand an der Stelle, an der das Aufreissen beabsichtigt ist, so breit ge staltet ist, dass der Teil zwischen den beiden Ein schnitten selbst als Lasche zum Aufreissen benutzt werden kann. 4. Behälter nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass er zum Aufhängen an einer Seite eine feste angeklebte oder angenietete Leiste aus Pappe oder Karton aufweist, die mit einer Öse ver sehen ist. 5.Behälter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass durch den Schweissrand ein Niet mit einer Aufhängeöse gezogen ist, und dass unter halb dieses Nietes ein keilförmig verlaufender Ein schnitt im Schweissrand angebracht ist.
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