Vorrichtung zum Verschliessen von beutels oder schlauchförmigen Packungen und zu deren Abtrennung von strangförmigem Verpackungsmaterial
Für die Verpackung von insbesondere stückigen Gütern in strangförmiges bzw. schlauchförmiges Verpackungsmaterial sind Verfahren und Vorrichtungen bekannt, bei denen nach Einfüllen des Gutes, z. B. in einen Netzschlauch, dieser nach Umschliessen des zus ammengerafften Endes mit einer Metallklammer vom Verpackungsmaterial abgetrennt wird.
Derartige Vorrichtungen bestehen aus einem Verschliesskopf, in dem Vortreiber verschiebbar geführt sind, die die von einem absatzweise zugeführten Metallstreifen abgetrennten Verschlusstücke mittels U-förmiger Umbiegebolzen formen und die Wenden der U-förmigen Klammern auf einer -Matrize um den eingeschnürten Beutelhais- herumlegen. Zum Abtrennen der gegebe- ebenfalls an beiden Enden verschlossenen und gefüll- ten Packungen vom laufenden Verpackungsmaterial ist ein Trennmesser vorgesehen.
Der Antrieb der Verschlussmittel erfolgt mittels eines Kurbelantriebes unter Verwendung von Gegen- matrizen, wobei eine Anpassung an die jeweilige Stärke des gerafften Verschlusses nicht möglich ist; die Verschlussklammern bieten deshalb nicht immer einen sicheren -Verschluss
Um die Anpassungsmöglichkeit an Packungen verschiedener Art und Grösse unter gleichzeitiger Ausbildung eines sicherhaltenden Verschlusses- zu ermöglichen,
ist-erfindungsgemäss als Antriebsmittel fEr die Schlagmatrizen unddie mit diesen zeitweilig über Kupplungsstücke gekuppelten Vortreiber ein mittels eines Motors angetriebenes- in einem Maschi- nengehäuse gelagertes hubverstellbares Kniehebelge-- lenk vorgesehen, das mit Steuervorrichtungen zum Bin- und Aschwenkew der Biegebolzen in Vetbhae dung steht. Die. Ausbildung des Maschinengehäuses erfolgt in der Weise, dass der Verschliesskopf aus -der Frontplatte des Maschinengehäuses herausragt und die Frontplatte mit seitlich ausschwenkbaren Arbeitsplatten versehen ist.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung zum Schliessen und Trennen von schlauchförmigen Verpackungen dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines etwa dreieckförmig ausgebildeten Maschinengehäuses von oben und Fig 2 dei gleiche Ansicht, jedoch mit seitlich ausgeschwenkten Arbeitsplatten und Gehäuseseitenwandungen.
Fig. 3 ist eine schematische räumliche Darstellung des Versehliesskopfes mit Kniehebelgelenk und Steuervorrichtung für die Biegebolzen. In
Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch das Kniehebelgelenk mit einer Feststellvorrichtung wiedergegeben.
Fig: 5 zeigt eine schematische räumliche Darstellung des Verschliesskopfes mit Grundplatte und Führungsstange für den Gelenkschlitten des Kniehe belgelenkes und
Fig. 6 eine schematische räumliche Darstellung des Gelenkschlittens mit Steuerarmen. In
Fig. 7 ist eine Steuerscheibe in einer schaubildlichen! Änsicht-wiedergegeben.
Fig. 8 veranschaulicht in einer schematischen räumlichen Darstellung den - Verschliesskopf mit der Schlagmatrize und den Vortreibern. In
Fig. 9 ist eine plattenförmige Schlagmatrize mit Trennmesser, in
Fig. 10 ein plattenförmiger Vortreiber und in
Fig. 11 die zwischen zwei Vortreiben geführte Schlagmatrize in einer Ansicht von oben wiedergegeben.
Fig. 12 zeigt eine schematische räumliche Darstellung der Steuerung des Biegebolzens in der Ausgangsstellung unter Weglassung des Antriebs.
Fig. 13 entspricht Fig. 12, jedoch bei seitlich abgeschwenkter Stellung des Biegebolzens.
Fig. 14 ist eine schaubildliche Darstellung des gabelförmigen freien Endes der Schlagmatrize und
Fig. 15 zeigt die Matrize mit eingeführtem Trennmesser in einer Ansicht von oben. In
Fig. 16 ist in schematischer Ansicht von oben eine mit der Verschliessvorrichtung verbundene Vorrichtung zum Bedrucken und Anbringen von Preisschildern in der Verschlussklammer wiedergegeben.
Das auf der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel gibt eine Vorrichtung wieder, mittels der gleichzeitig zwei Verschlüsse auf dem Verpackungsmaterial angebracht werden, zwischen denen die Trennung des schlauchförmigen Verpackungsmate riais erfolgt. Der Antrieb für das Kniehebelgelenk ist auf der Zeichnung nur schematisch dargestellt.
Der Verschliesskopf 10 ragt gem. Fig. 1 und 2 aus einer Frontplatte 11 eines Maschinengehäuses 12 von etwa dreieckförmigem Grundriss frei heraus. Die Frontplatte 11 ist mit seitlich ausschwenkbaren Arbeitsplatten 13, 14 versehen. Die Platte 13 ist waage recht an der Frontplatte 11 angeordnet, während die Platte 14 zum Ableiten der gefüllten und ver schlossen en Einzelpackungen leicht abwärts geneigt ausgebildet ist. Die Seitenwände des Maschinengehäuses 12 sind vorteilhaft mit ausschwenkbaren Klappen 15, 16 versehen.
Der Verschliesskopf 10 ist auf einer Grundplatte 20 angeordnet, die seitlich Abdeckungen 21, 22 aufweist. Mit der Grundplatte 20 sind eine Matrize 23 und ein Lagerbock 24 mit einer Durchbrechung 25 verbunden, durch die ein zylindrischer Teil 27 gleitend hindurchgeführt ist. Das durch den Lagerbock 24 hindurchgeführte Ende des zylindrischen Teiles 27 ist mit einer Feststellvorrichtung 28 versehen, die eine Stellmutter 29 mit einem Gewindebolzen 30 aufweist, der in ein entsprechendes Gegengewinde des zylindrischen Teiles 27 eingreift. Der Gewindebolzen 30 ist von einer Feder 31 umgeben, die sich am Lagerbock 24 und an der Innenseite der Stellmutter 29 abstützt.
Das vordere freie Ende des zylindrischen Teiles 27 ist an ein Hebelsystem 32, 33, 34 angeschlossen, das das Kniehebelgelenk bildet. Die Hebel 32, 33, 34 sind untereinander in der Weise verbunden, dass je ein freies Ende der Hebel 32, 33, 34 in einem Punkt zusammengeführt sind. Der Hebel 34 ist exzentrisch an einer Kurbelscheibe 26 (Fig. 1 und 16) befestigt, die wiederum über eine Magnetkupplung mit dem Antrieb eines Elektromotors in Verbindung steht.
Die Kurbelscheibe 26 dient gleichzeitig zur Steuerung des Vorschubs der Verschlusstreifen und der Magnetkupplung. Anstelle des aus Elektromotor und Magnetkupplung bestehenden Antrieb es kann auch ein Bremsmotor Verwendung finden. Die Antriebs richtung der Kurbelscheibe ist durch den Pfeil X angedeutet.
Das freie Ende des Hebels 33 des Kniehebelgelenks ist mit einem Gelenkschlitten 35 mittels eines Bolzens 36 gelenkig verbunden. Der Bolzen 36 ist nach oben hin verlängert ausgebildet.
Zur Führung des Gelenkschlittens 3-5 auf der Grundplatte 20 weist der Schlitten 35 einen Zapfen 37 auf, der in eine in der Grundplatte 20 ausgefräste und dem Zapfen 37 entsprechend ausgebildete Nut 38 eingreift. Ferner ist der Gelenkschlitten 35 durch den verlängerten Bolzen 36 zusätzlich in einem Längsschlitz 39 einer Fülhrungsstange 40 geführt. Die freien Enden der Führungsstange 40 sind auf dem Lagerbock 24 und auf dem Gehäuse des Verschliesskopfes 10 angeschlossen. In der Bewegungsbahn des Bolzens 36 ist auf der Führungsstange 40 eine einund ausschwenkbare Sperre 41 angeordnet, deren Steuerung durch den Antriebsmechanismus des Kniehebelgelenks erfolgt.
Der Gelenkschlitten 35 ist mit einer Schlagmatrize 42 verbunden, die plattenförmig ausgebildet und mit einer angeformten Steuerfläche 43 versehen ist.
Das freie Ende der Schlagmatrize 42 ist gabelförmig ausgebildet, und die prismatischen gabelförmigen Teile 44, 45 tragen an ihren freien Enden je eine Matrize 46, die zusätzliche Profilierungen, wie eingefräste Nuten od. dgl. gem. Fig. 14 aufweisen können.
Zwischen den gabelförmigen Teilen 44, 45 ist ein Trennmesser 47 gehalten, das in der Schneidkante 48 eine rechtwinklige Ausnehmung 49 aufweist.
Ober- und unterhalb der Schlagmatrize 42 sind Vortreiber 50, 5'1 angeordnet, die ebenfalls, wie die Schlagmatrize 42 plattenförmig ausgebildet sind. Die vordere untere Kante des auf der Grundplatte 20 gleitend geführten Vortreibers 51 ist als auswechselbare Schneidkante 52 ausgebildet, während die Grundplatte 20 selbst in der Bewegungsbahn des Vortrei bers 51 1 ein auswechselbares Gegenmesser 53 auf- weist.
Die Schneidkante 52 des Vortreibers 51 gleitet auf der Grundplatte 20 über vor dem Gegenmesser 513 vorgesehene Führungsschlitze für die Zuführung von Metallbändern 54, 55 und trennt vor Beginn der Verformung der Verschlusstreifen das Verschlussmaterial jeweils in der vorbestimmten Länge ab.
Die zeitweilige Kupplung der Schlagmatrize 42 mit den Vortreibern 50, 51 erfolgt mittels eines Kupp lungsbolzens 56, der ein etwa rechteckförmig ausge bildetes verstärktes Mittelteil 57 aufweist, dessen Höhe etwa der Stärke der Schlagmatrize 42 entspricht. Der Kupplungsbolzen 56 ist mit seinen bolzenförmigen freien Enden in Ausnehmungen 58, 59 gelagert, die in seitlichen Verstärkungen 60, 61 an den der Matrize 23 entgegengesetzten freien Enden der Vortreiber 50, 51 angeformt sind. Die Kupplung der Schlagmatrize 42 mit den Vortreibern 50, 51 erfolgt dann durch Anlegen des verstärkten Mittelteils 57-des Kupplungsbolzens 516 an die Steuerfläche 43 der Schlagmatrize 42.
Die Verriegelung der aufeinander gleitenden Teile bleibt solange lerhalten, bis die Vortreiber 50, 51 die Anschlagflächen der Matrize 23 beaufschlagt haben. Gleichzeitig mit dieser Beaufschlagung erfolgt die Entkupplung durch Ausschwenken des Kupplungsbolzenmittelteils 57 in eine entsprechend ausp gebildete Ausnehmung in sder seitlichen iAbdeckplatte 21 des Verschliesskopfes 10.
In der Gleitbahn der Schlagmatrize 42 sind zwei horizontale Biegebolzen 62, 63 angeordnet, die beim Vorschnellen der Schlagmatrize 42 über einen Steuermechanismus ausgeschwenkt werden. Hierzu sind an dem Gelenkschlitten 35 zwei rechtwinklige Steuerarme 64, 65 vorgesehen, deren abgewinkelte Arme an ihren freien Enden 66, 67 unter Einschaltung einer rechtwinkligen Stufe verbreitert ausgebildet sind. Die Steuerarme 64, 65 gleiten in Ausfräsungen 68, 69 der Grundplatte 20 und der seitlichen Abdeckplatten 21, 22 des Verschliesskopfes 10.
Beidseits des Verschliesskopfes 10 ist im Be reich der Bewegungsbahn, der Steuerarme 64, 65 je eine Steuerscheibe 70, 71 exzentrisch und frei fliegend auf einer Achse 72, 73 gelagert. Jede Steuerscheibe 70, 711 weist je zwei Steuernocken 74, 75 und 76, 77 auf, von denen die oberhalb des-Drehpunktes der Steuerscheiben 70, 71 angeordneten Steuernokken 74, 76, Führungsflächen 80 von in den seitlichen Abdeckplatten 21, 22 des Verschliesskopfes 10 geführten Steuerstangen 78, 79 beaufschlagen, während die Steuernocken 75, 77 auf der Oberfläche der rechtwinklig abgebogenen Steuerarme 64, 65 gleitend geführt sind. Die Steuerstangen 78, 79 beaufschlagen ihrerseits die Biegebolzen 62, 63, welche drehbar in Ausnehmungen der seitlichen Abdeckplatten 21, 22 gelagert sind.
Die Biegebolzen 62, 63 sind etwa kreuzförmig ausgebildet und mit Armen 62a versehen.
Mit dem Hebel 34 des Kniehebeigelenkes 32, 33, 34 ist zusammen auf der Kurbelscheibe 26 ein Hebel 90 angelenkt, dessen freies Ende mit einem in seitlichen Begrenzungen geführten Gleitschlitten 91 verbunden ist, der die Kreisbewegung der Kurbelscheibe 26 in eine geradlinige Bewegung umwandelt. Am Gleitschlitten 91 ist ein Druckwerk 92 angeschlossen, das auswechselbar und in an sich bekannter Weise ausgebildet ist. Im Bereich des Druckwerkes 92 ist ein Band 93 vorbeigeführt, das von einer im Maschinengehäuse 12 der Verschliessvorrichtung angeordneten Vorratsspule mittels ZuführrolLen 94, 95 entnommen und dem Verschliesskopf 23 zugeführt wird. Das Druckwerk 92 kann mittels des Haltearms 92a in die jeweils geeignete Stellung gegenüber dem Band 93 gebracht werden.
Die Zuführrollen 94, 95 werden wie auch die Zuführrollen für den Vorschub des Bandmaterials 54, 55 vom Antrieb des Kniehebelge- lenkes abgeleitet, und zwar in Anpassung an den Verschliessvorgang, so dass jeweils ein bedrucktes Preisschild kurz vor dem Umlegen eines der Verschlusstücke 52, 83 in den zusammengerafften Beutelhals zwischen Verschlusstück und Verpackungsmaterial eingeführt wird. Um ein zur Laufrichtung der Schlagmatrize 42 senkrechtes Einführen des Bandes 913 in den Verschliesskopf 23 zu erzielen, ist das Band 93 3 in einer kurvenförmigen Leitrinne 9-6 geführt.
Parallel zur Laufrichtunglder Schlagmatrize 42 ist ein in Führungen gleitend d gelagertes Schneidmesser 97 angeordnet, das von einem am Schlitten 35 des Knie- hebeigeienkes 32, 33, 34 angeformten Mitnehmer 98 beaufschlagt wird. Das Zurückholen des Schneidmessers 97 aus der Schneidstellung in die Ausgangsstel- lung kann mittels einer Feder 99 erfolgen.
Die erfindungsgemäss ausgebildete Verschliess und Trennvorrtchtung arbeitet wie folgt :
Nach dem Einschalten des Antriebes 26 wird bei Einlegen des gefüllten und zusammengerafften schlauchförmigen Verpackungsmaterials in die Nut 81 der Matrize 23 des Verschliesskopfes 10 ein auf der Zeichnung nicht dargestellter im Bereich des Verschliesskopfes angeordneter Auslösehebel zwangsläufig berührt und über einen am Umfang der Antriebs kurbelscheibe für das Kniehebelgelerlk vorgesehen nen Schalter die Magnetkupplung betätigt, wodurch die Verbindung zwischen dem Antriebsmotor und der Kurbelscheibe 26 hergestellt wird. Die Kurbelscheibe 26 rotiert um 360 und kommt dann durch den die Magnetkupplung wiederum betätigten Schalter zum Stillstand.
Eine entsprechende Rotationsbewegung führt das an der Kurbelscheibe 26 exzentrisch angeschlossene freie Ende des Hebels 34 aus, der die rotierende Bewegung auf das Kniehebelgelenk 32, 33, 34 derart überträgt, dass der auf der Grundplatte 20 geführte und mit dem Hebel 33 verbundene G:e- lenkschlitten 35 unter Zusammenwirken mit dem am zylindrischen Teil 27 angelenkten Hebel 32 eine lineare Hin- und Herbewegung ausführt, wobei die Winkelstellung der Hebel 32, 33 in eine lineane Stellung übergeht, da der zylindrische Teil 27 mit dem angelenkten Hebel 32 sich einendig mittels der Stellmutter 29 der Feststellvorrichtung 28 am Lagerbock 24 abstützt.
Beim Vorschnellen des Gelenkschlittens 35 schnellt auch die mit ihm verbundene Schlagmatrize 42 unter der Wirkung des Antriebs 26 vor und nimmt unter der Wirkung des Kupplungsbolzens 56 die Vortreiber 50, 51 mit. Diese sind der Schlagmatrize 42 voreilend angeordnet und erfassen das zur Ausbildung der Verschlüsse dienende Bandmaterial 54, 55, das mittels der Messer 52, 53 abgeschert wird. Die Verschlusstücke 82, 83 werden durch die Vortreiber 50, 51 um die Biegebolze-62, 63 unter Ausbildung eines U-förmigen Profils gelegt.
Hierzu sind die Biegebolzen 62, 63 in die Bewegungsbahn der Vortreiber 50, 51 eingeschwenkt; sie treten unter der Wirkung einer noch weiter unten zu behandelnden Steuervorrichtung aus der Bewegungsbahn der Vortreiber 50, 51 heraus. Diese Vortreiber eilen bis zur Beaufschlagung der Matrize 23 der Schlagmatrize 42 voran.
Dann erfolgt die Entkupplung der- Schlagmatrize- 42 gegenüber den Vortreibern 50, 51 durch Ausschwenken des Kupplungsbolzenmittelteiles 57 in eine Aus nehmung in der seitlichen Abdeckplatte 21. Die vor schnellende Schlagmatrize 42 beaufschlagt in der jetzt erreichten grössten Strecklage des Kniehebeigeienkes 32, 33, 34 die Matrize 23, so dass durch die Wucht des Vorschubes der Schlagmatrize 42 die vorgeformten Verschlusstreifen 82, 83 um das geraffte Verpakkungsmaterial geschlagen werden. Hierbei werden die freien Enden der Verschlusstreifen 82, 83 unter Führung der Matrize 23 um das Verpackungsmaterial herumgelegt und in die Matrize 23 hineingeschla- gen.
Durch die zusätzliche Profilierung 46a der Matrizen 4-6 der beiden Gabelteile 44, 45 der Schlag matrize 42 wird die Sicherheit des Verschlusses unabhängig von der Stärke des Verpackungsmaterials gesteigert.
Mit der vorschnellenden Schlagmatrize 42 schnellt gleichzeitig das zwischen den beiden Matrizengabelteilen 44, 45 gehaltene Trennmesser 47 vor und trennt während des Verschliessvorganges das Verpackungsmaterial zwischen den beiden Klammerverschlüssen, wobei durch die spezielle Ausbildung der Schneidkante 48 des Trennmessers 47 mit einer rechtwinkligen Ausnehmung 49, die in eine entsprechende Gegenschneidkante 48a in der Matrize 23 eingreift, ein sauberes Trennen auch von sehr dünnem Verpackungsmaterial ermöglicht wird.
Die Steuerung der Biegebolzen 62, 63 wird zur Vereinfachung der Darstellung nur für den Biegebolzen 62 anhand der Fig. 12 und 13 beschrieben, jedoch erfolgt die Steuerung des Biegebolzens 63 in gleicher Weise.
In der Ausgangsstellung des Gelenkschlittens 35 stützt sich der Steuernocken 77 der Steuerscheibe 71 auf dem verbreiterten freien Ende 66 des Steuerarmes 64 ab, während der Steuernocken 76 die Steuerstange 79 an deren Führungsfläche 80 beaufschlagt.
Das andere freie Ende der Steuerstange 79 stützt sich auf dem Arm 62a des Biegebolzens 62 ab und hält diesen in der in die Bewegungsbahn der Schlagmatrize 42 eingeschwenkten Stellung (Fig. 12).
Der Biegebolzen 62 bleibt solange in eingeschwenkter Stellung, bis die Vortreiber 50, 51 das Verschlusstück 82 durch Umlegen um den Biegebolzen 62 U-förmig geformt haben, dann ernst erfolgt das Ausschwenken aus der Bewegungsbahn der gleitenden Teile. Hierzu gleitet der Steuernocken 77 beim Vorschnellen des Gelenkschlittens 35 in der mit dem Pfeil Y gekennzeichneten Richtung vom verbreiterten freien Ende 66 des Steuerarmes 64- auf den weniger verbreiterten Abschnitt über, wobei gleichzeitig die exzentrisch und auf der Achse 73 freifliegend ge lagerte Steuerscheibe 71 1 eine Drehbewegung in Rich- tung des Pfeiles Z ausführt.
An der Bewegung der Steuerscheibe 71 nimmt gleichzeitig der Steuernokken 76 teil, so dass der vom Steuernocken 76 zurückgelegte Weg etwa der Länge des Lagerbolzenarmes 62a entspricht.
Die in Richtung des in Fig. 12, 13 gestrichelt dargestellten Pfeiles vorschnellende Schlagmatrize 42 gleitet an dem Biegebolzen 62 vorbei und drückt diesen gleichzeitig in die Ausnehmung der seitlichen Abdeckplatte 22. Der Arm 62a des Biegebolzens 62 schwenkt hierbei in eine parallele Stellung zur Schlagmatrize 42 und beaufschlagt gleichzeitig die Steuerstange 79 derart, dass diese entgegengesetzt der Vorschubrichtung der Schlagmatrize 42 bis zur Beaufschlagung der Führungsfläche 80 durch den Steu- ernocken 76 gleitet (Fig. 13).
Beim Rückgang des Gelenkschlittens 35 mit der Schlagmatrize 42 und den Vortreibern 50, 51 gleitet der Steuernocken 77 auf das verbreiterte freie Ende .66 des Steuerarmes 64, so dass durch die erzwungene Drehbewegung der Steuerscheibe 71 der Biegebolzen 62 mittels des Steuernockens 76 und der Steuerstange 79 wiederum in die Bewegungsbahn der Schlagmatrize 42 eingeschwenkt wird.
Die Schlagmatrize 42 nimmt beim Zurückgehen das Trennmesser 47 und nach erfolgter Kupplung mit den Vortreibern 50, 51 diese in die Ausgangsstellung mit, wobei der Kupplungsbolzen 56 mittels eines nicht dargestellten Aushebers die Verbindung zwischen Schlagmatrize 42 und den Vortreibern 50, 51 durch Einschwenken in die Bewegungsbahn der aufeinander gleitenden Teile herstellt.
Beim Rückgang des Gelenkschlittens 35 wird dieser von der in der Bewegungsbahn des Bolzens 36 angeordneten Sperre 41 angehalten, um ein Durch fahren des Haltepunktes der Kurbelscheibe 26 zu vermeiden. Vor Beginn eines erneuten Vorschnellens des Gelenkschlittens 35 mit der Schlagmatrize 42 wird die Sperre 41 aus der Bewegungsbahn des Bolzens 36 ausgeschwenkt, so dass der Gelenkschlitten 35 in seine Ausgangsstellung zurückgehen kann. Die Steuerung der Sperre 41 erfolgt ebenfalls durch die Kurbelscheibe 26.
Die Antriebskurbelscheibe 26 für das Kniehebelgelenk 32, 33, 34 ist ausserdem mit einer nicht dargestellten halbkreisförmigen, verstellbaren Steuerfläche versehen, durch die bei einer Umdrehung der Kurbelscheibe 26 der schrittweise Bandvorschub für die Verschlusstreifen 54, 55 gesteuert wird. Die Magazintrommeln für die Verschlusstreifen 54, 55 sind im Maschinengehäuse 12 gelagert.
Die in Fig. 16 dargestellte, vom Antrieb der Kurbelscheibe 26 abgeleitete Vorrichtung zum Bedrukken und Anbringen von Preisschildern arbeitet wie folgt: Das schrittweise zugeführte Band 93 wird jeweils in Abschnitten vorgeschoben, deren Länge der Länge eines Preisschildes entspricht. Der schrittweise Vorschub erfolgt mittels der Rollen 94, 95 im gleichen Rhythmus wie der Vorschub der Bänder 54, 55. Die entsprechend den Abmessungen der späteren Preisschilder bei 92 bedruckten Abschnitte werden mittels des Schneidmessers 97 vom Band 93 abgetrennt. Das Schneidmesser 97 schnellt unter der Wirkung des Anschlags 98 unter Spannung der Feder 99 vor und kehrt bei der Rückkehr des-Kniehebelgelen- kes 32, 33, 34 in die Knicklage unter der Wirkung der Feder 99 in die Ausgangsstellung zurück.
Da auch der Antrieb des Druckwerkes 92, 92a von der Kurbelscheibe 96 abgeleitet ist, wird der Gleichlauf: Verschliessvorgang/Anbringen je eines Preisschildes zwangsläufig herbeigeführt.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Schliess- und Trennvorrichtung mit einem Kniehebel- gelenk 32, 33, 34 als Antrieb für die Schlagmatrize 42 und die mitihr gekuppelten Vortreiber 50, 51 wird ein sicherer Schliessvorgang auch bei einer unterschiedlichen Stärke des Verpackungsmaterials ermöglicht. Die Stärke des Schlages durch die Schlagmatrize 42 ist immer gleichbleibend; sie wird jedoch mittels der mit dem Kniehebelgelenk 3Q, 33, 34 verbundenen Stellvorrichtung 23, 29 unterschiedlichem Verpackungsmaterial angepasst. Alle bewegten Teile und insbesondere das Knieheb-elgeienk arbeiten wartungsfrei.
Die plattenförmige Ausbildung der Vortreiber 50, 51 und der Schlagmatrize 42 ermöglicht ein leichtes Auswechseln dieser Teile insbesondere dann, wenn anderes Verschlussmaterial, wie beis, pielsweise Draht, zur Anwendung kommt, oder wenn das zwischen den gabelförmigen Enden 44, 45 der Schlagmatrize 42 gehaltene Trennmesser 47 ausgewechselt werden soll. Die spezielle Ausbildung des Trennmessers 47 und der entsprechenden Schneidekante 49 in der Matrize 23 gewährleistet ein sauberes Trennen des Verpackungsmaterials zwischen den beiden, auf dem zusammengerafften Verpackungsmantel angebrachten Klammern.
Ein weiterer Vorteil besteht in der erfindungsgemäss ausgebildeten Steuerung der Biegebolzen 62, 63 und der Kupplung der Schlagmatrize 42 mit den Vortreibern 50, 51. Die Steuerung der Biegebolzen erfolgt mittels eines einfachen Steuermechanismus, der ein Verklemmen der einzelnen Teile ausschliesst. Die Kupplung mittels des Kupplungsbolzens 56 erfolgt nur einseitig. Die beiden Vortreiber 50, 51 sind dann über den Kupplungsbolzen 56 gleichzeitig miteinander verbunden.
Durch die ausschwenkbare Ausbildung der Arbeitsplatten 13, 14 an der Frontplatte 11 des Maschinengehäuses 12 wird erreicht, dass alle Maschinenteile leicht zugänglich sind. Ein Auswechseln der Magazine für die Verschlusstreifen 54, 55 kann dann in einfachster Weise erfolgen.