Steuervorrichtung für den Vorschub von Bohrgeräten Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für den Vorschub von Bohrgeräten, insbesondere Bohr geräten, bei denen das Arbeitsgerät in das Bohrloch einfährt und der Bohrvorschub schrittweise durch einen Druckluftkolben erfolgt.
Bei den bekannten Vorschubeinrichtungen wird eine Spindel fallweise durch Einrücken einer Kupp lung von einem Drehkolbenmotor angetrieben. In die Spindel greift eine Mutter ein, die mit dem Vor schubgerät verbunden ist, so dass das Vorschubgerät beim Drehen der Spindel vorgeschoben wird. Wenn der Vorschubwiderstand grösser ist, als es der Ein stellung der Kupplung entspricht, dann dreht sich der Motor leer.
Der ständig laufende Drehkolben motor des Gerätes benötigt sehr viel Pressluft, wo durch das Gerät unwirtschaftlich wird.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, d'en Vorschub mittels eines Kolbens in einem Pressluftzylinder schrittweise vorzunehmen. Der schrittweise Vorschub wird hierbei dadurch er zielt, dass während des Vorschubvorganges der Zy linder an das Vorschubelement geklemmt wird. Nach dem der Kolben während des Kolbenvorganges sei nen Totpunkt erreicht hat, wird zur Einleitung des nächsten Schrittes der Zylinder entlang dem Vor schübelemnent vorgezogen. Hierbei gelangt der Kolben in seine neue Ausgangslage.
Anschliessend wird der Zylinder wieder mit dem Vorschubelement verbun den, und der Bohrvorgang kann fortgesetzt werden. Damit wird während der Arbeitsschritte der Vor schub und auch der Druck des Bohrers auf die Bohrsohle unterbrochen.
Bei grösseren Tiefen ist das Gewicht des Ge stänges so gross, dass die Bohrkrone nicht mit der ganzen Last auf die Bohrsohle drücken darf. Es muss daher der Bohrer zum Teil entlastet werden. Ebenso ist beim Zurückziehen des Bohrers aus dem Bohrloch nach dem Bohren über dem Kopf zu ver hindern, dass das Gestänge aus dem Bohrloch fällt. Es muss daher in diesem Teil während der Rück- ziehbewegung gegengehalten, d. h. ein Teil des Ge wichtes von der Vorschubeinrichtung getragen wer den.
Um die Arbeitsschritte nach allen Arbeitsrich- tungen selbsttätig ablaufen zu lassen, wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, die Vorschubkolben- stanige mit einem Kolben im Vorschubzylinder und einen zweiten Kolben im Hilfszylinder gleitbar zu lagern und:
zwei Druckluftbremsvorrichtungen vor zusehen, die einerseits beide mit dem Vorschubglied der Lafette und anderseits die eine Bremsvorrich tung mit dem Vorschubzylinder und die andere Bremsvorrichtung mit der Vorschubkolbenstange ver bunden ist und die Druckluft wechselweise über drei Zylinder den entsprechenden Räumen im Vorschub zylind!er und einer der Bremsvorrichtungen zufliessen zu lassen.
Der Gegenstand der Erfindung wird an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel er läutert.
Fig. 1 stellt den Vorschubzylinder mit dem Schlit ten und der Vorschubkette dar.
Fig. 2 stellt eine der Bremsvorrichtungen im Schnitt dar, mit denen der Vorschubzylinder oder die Kolbenstange an die Vorschubkette geklemmt werden kann.
Fig. 3 zeigt die Steuereinrichtung in der Lage während des Vorschiebens und Fig. 4 während des Rückziehens.
Fig. 5 zeigt die Lage der Steuereinrichtungen beim Rückziehen des Bohrers aus einem nach auf wärts gerichteten, Bohrloch und Fig. 6 diese Einrichtung beim Vorschieben des Bohrers während des Bohrens in grösseren Tiefen. über der Bohrstelle ist in Richtung des Vor triebes eine Kette 1 gespannt, in die ein Kettenrad 2 sowie ein Kettenrad 3 eingreifen.
Das eine Kettenrad 2 ist über eine Bremsvorrichtung 4 mit dem Vor schubzylinder 5 und das andere Kettenrad 3 über die Bremsvorrichtung 6 mit der Kolbenstange 7 fest verbunden. Die Kolbenstange 7 besitzt an ihrem einen Ende den Kolben 8, der in dem Vorschubzylinder 5, und am anderen Ende den Kolben 9, der in dem Hilfszylinder 10 gleitet. Der Hilfszylinder ist mit dem Bohrgerät 11 verbunden.
Aus den beiden Stirn flächen des Vorschubzylinders ragt in den Zylinder raum je ein Stift 12 und 13, die je mit einem Dorn gegen eine der Ventilkugeln 14, 15 drücken. Die Kugeln sind durch Federn auf ihren Sitz gepresst. Zum Vorschubzylinder 5 führen mehrere Pressluft- leitungen. Zu den beiden Bremsvorrichtungen 4 bzw. 6 und zum Hilfszylinder 10 führt je eine Pressluft leitung. Der Hilfszylinder bestitzt überdies an seiner oberen Stirnfläche eine Bohrung 16 zur Entlüftung, die ins Freie führt.
Jedes der beiden Kettenräder 2 und 3 ist mit seiner Bremstrommel 17 auf einer Welle 18 auf gekeilt. Die auf der Bremstrommel anliegenden Bremsbacken 19 sind mit dem Kolben 20 verbunden, der von: einer im Bremszylinder 21 angeordneten und dem Pressluftdruck entgegenwirkende Feder 22 in seine Totlage gedrückt wird.
Von dem Einlassventil 31 gelangt die Pressluft durch die Leitung 34 zum Regulierventil 32 und zum Druckreduzierventil 33. Mit diesem Reduzier ventil kann die Druckspannung in der angeschlos senen Leitung auf einen genau bestimmten Wert eingestellt werden. Das. Ventil ist derart ausgebildet, dass der eingestellte Wert weder über- noch unter schritten werden kann. Wenn der Druck in der an- geschlossenen Leitung über den Wert ansteigt, öff net sich ein Auslass, der so lange offen bleibt, bis der geforderte Wert wieder erreicht ist.
Zur Steuerung des Kolbens 8 zum Vorschieben oder Rückziehen während des Arbeitens in: allen Lagen sind ein Vorwähler 23 und drei Steuerzylinder 24, 25 und 26 vorgesehen, in denen die Kolben 27, 28, 29, die mehrere ringförmige Ausnehmungen be sitzen, verschiebbar angeordnet sind. Im Vorwähler 23 sind vier Kugelventile vorgesehen, die entspre chend der Stellung der mit dem Handrad 30 ver stellbaren Nockenwelle eine oder mehrere Ventil kugeln von ihrem Sitz abheben.
Mit diesem Vorwähler können folgende Arbeits gänge durch eine bestimmte Stellung des Handrades 30 befohlen werden: Vortrieb bei normaler Lage, Zurückziehen der Borstange bei normaler Lage, Vortrieb in tieferen Lagen, Zurückziehen der Bohrstange aus über Kopf- Bohrlöchern.
Hierbei gliedert sich jeweils der Arbeitsgang in: a) Vorschieben der Kolbenstange mit dem Bohr gerät, b) Nachziehen des Vorschubzylinders, Ausfahren der Bohrstange c) Rückziehen des Vorschubzylinders.
b) Rückziehen der Kolbenstange mit dem Bohr gerät.
Ausgehend von der Arbeitsstellung der Darstel lung in Fig. 3, dem <I>a) Vorschieben,</I> ist die Druckluftführung etwa folgende: Die dem Gerät aus dem Kompressor zugeführte Pressluft gelangt durch den Einlasshahn 31 mit un- vermindertem Druck durch die Leitung 36 in die Vorkammer 37. In diese Vorkammer reichen zwei Kanäle, die von Ventilen 38, 39 verschlossen sind.
Bei der durch das Handrad 30 eingestellten Schalter- stellun@g des Vorwählers 23 drückt die Nocke 42 der Nockenwelle die Ventilkugel des Ventils 38 ent gegen der Federspannung von ihrem Sitz und die Pressluft gelangt durch die Leitung 46 zum Steuer zylinder 24 und drückt den Kolben 27 entgegen der Spannung der Feder 64 in die gezeichnete rechte Totlage. Die im Druck unverminderte Pressluft ge langt nach dem Verlassen des Einlasshahnes 31 auch in die Leitung 47 und von dort einerseits zu den Kanälen 48 und 49,
kann aber von dort nicht weiter, weil diese Kanäle durch die Ventilkugeln 14 bzw. 15 versperrt sind. Anderseits gelangt die Pressluft aus der Leitung 47 durch den Kanal 50 zum Zylinder 25 und kann entsprechend der Lage des Ringkanals e im Kolben 28 in die Leitung 51 und zum Zylinder 26 gelangen. Durch die Feder 52 ist der Kolben 29 in die linke Totlage gedrückt, so dass durch die Lage der Kolbeneinschnürung p die Pressluft in die Lei tung 53 und damit zum Bremszylinder 21 der Brems vorrichtung 6 gelangt.
Dadurch wird der Kolben 20 entgegen der Feder 22 in die linke Totlage gebracht und die Bremsbacken 19 werden von der Bremstrom mel weggedrückt. Die Kolbenstange 7, die mit der Bremsvorrichtung 6 verbunden ist, ist daher nicht mehr blockiert und kann sich mit dem Kettenrad ent lang der Kette frei bewegen.
Im Gegensatz hierzu ist der Schlitten des Vor schubzylinders 5 durch die Bremsvorrichtung 4 fest gebremst, da die Leitung 59 zum Bremszylinder 21 der Vorrichtung 4 über die Einschnürung o im Kol ben 29 des Zylinders 26 mit der Leitung 60, die zum Zylinder 25 führt, verbunden ist. Infolge der Lage .der Einschnürung d des Kolbens 28 ist die Leitung 60 mit dem Auspuff A.# verbunden.
Die Druckluft, die den Vorschub verursacht, ge langt vom Ventil 33 mit vermindertem Druck einer seits zur Leitung 54, die in den Hilfszylinder 10 unter dem Kolben 9 mündet und anderseits in die Vorkam mer 35. Von dort gelangt sie zu den, Ventilen 40 und 41, die durch. Ventilkugeln entsprechend der Stellung der Nocken 44, 45 des Vorwähler-Hand- rades 30 versperrt bzw. geöffnet sind.
In der gezeichneten Lage des Vorschiebens ist die Ventilkugel im Kanal 41 entgegen der Feder- spannung durch die Nocke 45 aufgedrückt und die Pressluft gelangt mit dem durch das Regulierventil eingestellten Druck in die Leitung 55. Durch diese Leitung fliesst die Druckluft zum Steuerzylinder 25 und kann wegen der Lage der Einschnürung b des Kolbens 28 in die Leitung 56 und zum Steuer zylinder 24 gelangen.
Der Kolben 27 im Zylinder 24 ist entgegen der Spannung der Feder 64 in der rechten Totlage und daher der Kanal 56 durch die Einschnürung i im Kolben 27 geöffnet, so dass die Pressluft in den Kanal 57 und damit über den Kolben. 8 fliessen kann. Da durch wird der Kolben 8 mit stetem und gleichmässi gem Druck in die untere Totlage gedrückt. Da die Bremsbacken 19 der Bremsvorrichtung geöffnet sind, rollt das Kettenrad 3 hierbei entlang der Kette 1, und das Bohrgerät 11 wird tiefer in das Bohrloch ge schoben.
Während der Bewegung des Kolbens 8 im Vor schubzylinder 5 ist der Zylinderraum unter dem Kol ben über die Leitung 61, der Einschnürung h im Kolben 27 des Zylinders 24 und über die Leitung 62 und der Einschnürung a des Kolbens 28 im Zylinder 25 mit dem Auspuff A1 verbunden.
Um nach Erreichen der unteren Totlage des Kol bens 8 weiterbohren zu können, muss der Zylinder nachgezogen werden. <I>b) Nachholen des Zylinders</I> Mit Erreichen seiner unteren Totlage stösst der Kolben 8 den Ventilstift 13 ein und damit die Ven tilkugel 15 entgegen dem Federdruck von ihrem Sitz.
Dadurch gelangt die ungeregelte Pressluft aus dem Kanal 49 in der., Kanal 58 und drückt den Kolben 28 des Zylinders 25 in die linke Totlage. Durch die veränderte Lage der Einschnürungen des Kolbens 28 kann die ungeregelte Pressluft nicht mehr aus dem Kanal 47 und weiter in die Leitung 53 und, damit zur Bremsvorrichtung 6 fliessen, um die Bremsbacken dort offen zu halten. Die Leitung 53 ist nun über die Einschnürung p und die Leitung 51 und die Einschnürung f des Kolbens 28 im Zylinder 25 mit dem Auspuff A4 verbunden.
Dadurch ist der Brems zylinder 21 der Bremsvorrichtung 6 entlüftet und, damit sind die Backen 19 durch die Kraft der Feder 22 an der Bremstrommel zum Anliegen gekommen. Die Bremsvorrichtung 6 und die mit ihr fest ver bundene Kolbenstange 7 sind damit an einer Längs, bewegung entlang der Kette und dem Schlitten ge hindert.
Durch die Änderung der Lage des Kolbens 28 ist die Leitung 47 zur Leitung 50 und über die Einschnürung e mit der Leitung 60 und über die Einschnürung y im Kolben 29 des Zylinders 26 mit der Leitung 59 verbunden. Damit kann die Pressluft zur Bremsvorrichtung 4 gelangen und die Brems backen 19 von der Bremstrommel abheben. Das Kettenrad 2 und damit die Bremsvorrichtung 4 mit dem Vorschubzylind@er 5 können sich nun frei be wegen.
Durch die neue Lage des Kolbens 28 im Zylinder 25 kann aber nun auch die geregelte Pressluft aus der Leitung 55 über die Einschnürung b im Kolben 28 in die Leitung 62 und über die Einschnürung h des Kolbens 27 im Zylinder 24 in die Leitung 61 und damit unter den Kolben 8 des Vorschubzylind@ers 5 gelangen.
Während dieser Pressluftzuführung zum Zy linder ist der Raum über dem Kolben 8 über die Leitung 57, die Einschnürung i im Kolben 27 und die Leitung 56 sowie die Einschnürung o des Kolbens 28 mit dem Auspuff A2 verbunden.
Da die Kolbenstange durch die Bremsvorrichtung 6 festgebremst, der Zylinder 5 jedoch verschiebbar ist, wird durch den Pressluftdruck unter dem Kolben 8 im Vorschubzylinder 5 der Zylinder in Richtung zum Bohrloch nachgeschoben.
Da dieser Bewegung nur ein geringer Widerstand, nämlich nur die gleitende Reibung an den Führungen, entgegensteht, erfolgt die Nachholbewegung rasch. Aber selbst während dieser kurzen Zeit darf der Vorschubdruck auf den Bohrer nicht völlig aussetzen, wenn die Bruchgefahr vermieden werden soll. Um dies zu verhindern, ist der Hilfszylinder 10 vorgese hen.
Der Kolben 9 ist durch die Verbindung mit der festgebremsten Kolbenstange 7 unbewegbar. Die Fortsetzung der Vorschubbewegung kann daher nur durch eine Verschiebung des Hilfszylinders selbst erfolgen. Dies wird dadurch erreicht, dass die unter dem Kolben 9 zufliessende geregelte Pressluft der Leitung 54 den Zylinder 10 mit dem Bohrgerät 11 in der Bohrrichtung vorschiebt.
Es wird daher wäh rend der kurzen Nachholzeit des Vorschubzylinders 5 der Hilfszylinder 10 in Richtung des Bohrfortschrit tes, und zwar mit dem gleichen Pressluftdruckge- drückt, mit dem der Kolben 8 im Zylinder 5 wäh rend des Kolbenvorschubes beaufschlagt wird. Die vorgesehene geringe Höhe des Hilfszylinders genügt zur überbrückung der kurzen Nachholzeit des Vor schubzylinders.
Wenn der Vorschubzylind@er die Nachziehstrecke zurückgelegt hat, stösst der Kolben 8 den Ventilstift 12 am oberen Zylinderdeckel ein. Dadurch wird: die Ventilkugel 14 von ihrem Sitz gehoben und die Pressluft aus den Kanälen 47 und 48 gelangt in die Leitung 63 und stösst den Kolben 28 des Steuerzylinders 25 in die rechte Totlage und das Spiel beginnt von neuem.
Nach Beendung des Vortriebes muss der Bohrer aus dem Bohrloch gefahren werden. <I>c) Rückziehen des</I> Vorschubkolbehs Zur Durchführung des Arbeitsvorganges wird das Handrad 30 des Vorwählers 23 in jene Stellung gebracht, bei der die Ventile 38, 39 und 41 offen sind und nur das Ventil 40 geschlossen ist.
Durch diese Stellung der Nocken fliesst die ungeregelte Pressluft aus der Vorkammer 37 an dem Ventil 3,8 vorbei in die Leitung 46 und drückt den Kolben 27 des Zylinders 24 entgegen der Spannung der Feder 64 in die rechte Totlage und fliesst auch an dem Ventil 39 vorbei in die Leitung 65 und:
hält den Kolben 29 im Zylinder 26 entgegen der Spannung der Feder 52 in der rechten Totlage. Bei diesem Arbeitsvorgang kann wie beim Vorschieben die am Ventil 41 vorbeistreichende geregelte Pressluft ent- sprechend der Lage des Kolbens 28 im Rhythmus über und. unter den Vorschübkolben 8 gelangen.
Ausgehend von der Stellung, bei der der Kolben 8 die obere Totlage einnimmt und bei der im Zuge des Ausziehvorganges vorerst der Zylinder zurück gefahren wird, ist die Pressluftführung folgende: Durch die Lage des Kolbens 29 im Zylinder 26 ändert sich die Pressluftzufuhr zu den Bremszylindern, und zwar gelangt die ungeregelte Pressluft aus der Leitung 47 zur Leitung 50,
über die Einschnürung im Kolben 28 des Steuerzylinders 25 in die Leitung 51 und über die axiale Ausnehmung x im Kolben 29 des Steuerzylinders 26 in die Leitung 59 zur Bremsvorrichtung 4 des Vorschubzylinders und lüf tet dort die Bremsbacken, so dass die über dem Kolben 8 einströmende Pressluft den Zylinder rück ziehen kann. Die Leitung 53 zur Bremsvorrichtung 6 ist während dieser Zeit über eine axiale Ausnehmung y im Kolben 29 des Zylinders 26 mit der Leitung 60 und über die Einschnürung d im Kolben 28 des Zylinders 25 mit dem Auspuff A3 verbunden.
Da durch sind die Bremsbacken der Bremsvorrichtung 6 angezogen und: die mit ihr verbundene Kolben stange 7 ist festgebremst. Während dieses Zustandes der Bremsvorrichtungen fliesst die geregelte Pressluft aus der Vorkammer 35 über das Ventil 41, die Lei tung 55 und die Einschnürung i im Kolben 27 des Zylinders 24 und die Leitung 57 über den Kolben B.
Der Raum unter dem Vorschubkolben ist über die Leitung 61, die Einschrnürung h des Kol bens 27 im Zylinder 24 und die Leitung 62 und die Einschnürung a im Kolben 28 im Zylinder 25 mit dem Auspuff A1 verbunden, so dass sich tat sächlich nur der Vorschubzylind'er 5, und zwar ent gegen der Vortriebsrichtung 5, verschieben kann.
Schlägt im Verlauf der Zylinderrückbewegung der Kolben 8 beim Erreichen der unteren Totlage im Zylinder 5 den Ventilstift 13 auf, dann gelangt die Pressluft aus -der Leitung 49 in die Leitung 58, und der Kolben 28 im Zylinder 25 wird in die linke Tot lage geschoben.
<I>d) Rückziehen der</I> Kolbenstange <I>mit dem Bohrgerät</I> Wegen der neuen Lage der Einschnürungen im Kolben 28 ist einerseits die Bremsvorrichtung 4 über die Leitung 58, die axiale Ausnehmung x im Kolben 29, die Leitung 51 und die Einschnürurng f im Kolben 28 mit dem Auspuff A4 verbunden und entlüftet. Damit ist nun der Vorschubzyl'inder 5 festgebremst.
Anderseits erhält die Bremsvorrichtung 6 über die Leitungen 47 und 50, die Einschnürung e im Kolben 28, die Leitung 60 und die axiale Aus nehmung y im Kolben 29 des Zylinders 26 und über die Leitung 53 Druckluft, wodurch die Bremsbacken abgehoben werden. Dadurch ist die Bremsvorrichtung 6 verschiebbar und die mit ihr verbundene Kolben- stange 7 kann hochgezogen werden. Die geregelte.
Pressluft gelangt nun durch die geänderte Stellung des Kolbens 28 im Zylinder 25 aus der Kammer 35 über das Ventil 41 in die Leitung 55, über die Einschnürung b im Kolben 28 des Zylinders 25, die Leitung 62, die Einschnürung h im Kolben 27 des Zylinders 24 -in die Leitung 61 und damit unter den Vorschubkolben 8 und zieht diesen und damit die Bohrstange aus dem Bohrloch.
Während dieser Zeit ist der Raum über dem Vorschubkolben 8 über die Leitung 57, die Einschnürung i im Kolben 27 des, Zylinders 24 mit der Leitung 56 und über die Einschnürung c im Kolben 28 des Zylinders 25 mit dem Auspuff A2 verbunden. Während dieser Rück bewegung liegt der Kolben 9 des Hilfszylinders 10 an dem oberen Zylinderdeckel.
Schlägt in der Folge der Rückzugbewegung der Kolben 8 bei Erlangen des oberen Totpunktes den Ventilstift 12 ein, dann gelangt die Druckluft aus dem Kanal 48 in die Leitung 63 und der Steuer kolben 28 im Zylinder 25 wird in die rechte Totlage gedrückt. Dadurch wird die Pressl'uft über den Vor schubkolben geleitet und das Spiel beginnt von neuem. <I>Bohren nach aufwärts</I> Der Arbeitsvorgang und damit die Stellung des Handrades am Vorwähler ist beim Bohren senkrecht nach aufwärts völlig gleich wie beim Bohren nach abwärts.
Ungleich -sind aber die Arbeitsverhältnisse beim Rückziehen des Bohrers aus dem Bohrloch, nach dem erfolgten Bohren senkrecht nach aufwärts, weil beim Ausziehen des Werkzeuges das Gewicht des Bohrers in der Richtung der Ausziehbewegung wirkt und damit Gefahr besteht, dass das Bohr gestänge urgesteuert aus dem Bohrloch fällt. Es muss daher beim Herausziehen gegengehalten werden, um ein überstürztes Herunterfallen der Bohreinrich tung zu verhindern. Diese Art des Rückziehens wird mit Rückziehen <I>mit Gegenhalten</I> bezeichnet.
Hierbei (Fig. 5) ist mit dem Handrad 30 am Vorwähler jene Stellung einzunehmen, bei der die Ventile 30 und 40 offen und die. Ventile 38 und, 41 geschlossen sind. Die Druckluftführung ist daher fol gende: Die ungeregelte Druckluft gelangt aus der Lei tung 36 in die Kammer des Vorwählers 37 und streicht an dem Ventil 39 vorbei in die Leitung 65. Dadurch wird der Kolben 29 des Steuerzylinders 26 entgegen der Spannung der Feder 52 ständig in die rechte Totlage gedrückt.
In der gezeichneten Lage ist die Bremsvorrichtung 4 über die Leitung 59, die Ausnehmung x im Kolben 29, die Leitung 51 und die Einschnürung f mit dem Auspuff A4 ver bunden und entlüftet. Daher liegen die Bremsbacken auf der Bremstrommel auf und damit ist der Vor schubzylinder festgebremst. Die Bremsvorrichtung 6 und die Kolbenstange 7 hingegen sind verschiebbar, weil die Leitung 53 über die Kolbenausnehmun:g y, die Leitung 60, die Kolbeneinschnürung e und die Leitung 47 Druckluft erhält.
Die geregelte Pressluft gelangt aus der Leitung 34 über das Regulierventil 32 und das Druckreduzier- ventil 33 in die Kammer 35 und entsprechend der Stellung der Nocke 44 vorbei an dem Ventil 40 über die Leitung 66 zum Steuerzylinder 26. Durch die Lage der Einschnürung l im Kolben 29 fliesst die Druckluft weiter über die Leitung 70 zum Steuer zylinder 24.
Da nun das Ventil 38 des Vorwählers geschlossen ist, gelangt keine Pressluft zum Zylinder 24, wodurch sich der Kolben entsprechend dem Druck der Feder 64 in der linken Totlage befindet. Da sich an der Eintrittsstelle der Leitung 70 die Kolbeneinschnürung h befindet, kann die. Presslüft aus der Leitung 70 in die Leitung 57 und damit in den Vorschubzylinder über dem Kolben 8 gelangen.
Während dieses Vorganges ist der Raum unter dem Vorsehubkolben 8 über die Leitung 61, die Ein schnürung g im Kolben 27 des Zylinders 24, die Leitung 68 und die Einschnürung k im Kolben 29 des Zylinders 26 und über den Auspuss A11 entlüf tet. Der Kolben 8 des Vorschubzylinders 5 kann sich nun entsprechend dem Druck der Pressluft an derseits des Kolbens bewegen.
Das Druckreduzier- ventil ist derart eingestellt, dass die Druckluft, welche mit dem Eigengewicht des Bohrgerätes das Gleich gewicht hält, nur allmählich abfliesst und der Bohrer entsprechend langsam aus dem Bohrloch gleitet.
Mit dem Erreichen der unteren Totlage stösst der Kolben den Ventilstift 12 ein. Damit gelangt die ungeregelte Pressluft aus der Leitung 48 in die Lei tung 63 und drückt den Kolben 28 des Zylinders 25 in die rechte Totlage. Dadurch erhält nun die Brems vorrichtung 4 über die Leitung 59, die Ausnehmung x im Kolben 29, die Leitung 51, die Einschnürung e, die Leitung 50 und 47 Druckluft und der Vorschub zylinder ist verschiebbar, während die Bremsvor richtung 6 und die Kolbenstange 7 festgebremst sind,
weil die Leitung 53 über die Ausnehmu:ng y im; Kolben 29, die Leitung 60 und die Einschnürung d im Kolben 28 mit dem Auspuff A3 verbunden ist. An der Luftzuführung zum Vorschubzylinder 5 wird durch diese Umschaltung nichts geändert.
Auch bei diesem Verfahrensschritt gelangt Pressluft einerseits des Kolbens, und zwar mit dem vorgesehenen Press- luftdruck, so dass der Zylinder, wenn auch rasch., jedoch nicht überstürzt, zurückgezogen wird, bis der Kolben 8 den Ventilstift 13 aufstösst und der Steuer kolben durch die Pressluft der Leitung 58 in die linke Totlage geschoben wird. Damit beginnt das Spiel von neuem.
Ausser den bereits geschilderten Schaltungsvor gängen beim Bohren nach unten und beim Bohrren nach oben und beim Rückziehen des Bohrers aus den Vortriebsstellungen erfordert das Bohren nach abwärts in jenem Fall, in dem der Bohrfortschritt schon sehr gross ist, eine besondere Einstellung am Vorwähler. In diesem Fall kann nämlich das Ge wicht des Gestänges auf dem Bohrer so gross sein, dass dieser durch das auf ihm lastende Gewicht Schaden leidet.
Daher mass ein Teil des Gewichtes des Bohrgestänges und des Bohrgerätes zurückgehal- ten werden, um nicht die ganze Last auf den Bohrer zur Wirkung gelangen zu lassen. Bei diesem <I>rückhaltenden Vorschieben</I> ist im Vorwähler allein: das Ventil 40 offen und alle anderen Ventile, das sind 38, 39 und 41, sind ge schlossen. Dadurch sind der Kolben 27 sowie der Kolben 29, der Zylinder 24 bzw. 26 entsprechend dem Druck der Feder in die linke Totlage geschoben.
Ausgehend von -der Lage, in der sich der Vor schubkolben 8 im oberen Totpunkt befindet und. der Kolbenvorschub beginnt, ist die Bremsvorrich tung 4 und damit der Vorschubzylinder festgebremst und die Bremsvorrichtung 6 gelüftet, so dass sich die Kolbenstange mit der Bremnsvorrichtung entlang der Kette verschieben lässt.
Es gelangt nun die ge regelte Pressluft entsprechend der Stellung im Vor wähler aus der Vorkammer 35 durch die Stellung der Nocke 44 an dem Ventil 40 vorbei in die Lei tung 66. Sie gelangt weiter zum Zylinder 26 und durch den. Ringkanal der Einschnürang 1 im Kolben 29 in die Leitung 68. Von dort gelangt sie über die Einschnürung g im Kolben 27 des Zylinders 24 in die Leitung 61 und damit unter den Kolben des Vor schubzylinders.
Bei diesem rückgeschalteten Vor schieben ist der Pressluftdruck mit dem Regulier ventil<B>33</B> derart eingestellt, dass die Pressluft unter dem Kolben einen Teil des Gewichtes des Gestänges und des Bohrgerätes trägt, so dass das restliche Ge wicht gerade ausreicht; die erforderliche Vorschubkraft zu liefern.
Der Raum einerseits dem Vorschubkolben ist während des Vorganges über die Leitung 57, die Einschnürung h im Kolben 27 und die Leitung 70 sowie über die Einschnürung m im Kolben:
29 mit dem Auspuff A12 verbunden und damit entlüftet. Wenn der Kolben 8 den Ventilstift 13 und die Ventilkugel 15 eindrückt,
gelangt die Pressluft aus dem Kanal 49 in den Kanal 58 und schiebt den Kolben 28 des Zylinders 25 in die linke Totlage. Da durch gelangt die Pressluft über die Leitungen 47 und 50 sowie über die Einschnürung e im Kolben 28 und die Leitungen 60 über die Einschnürung o im Kolben 29 in die Leitung 59 und lüftet die Bremsbacken der Bremsvorrichtung 4, wodurch der Zylinder verschiebbar ist.
Gleichzeitig ist die Brems vorrichtung 6 über die Leitung 53, die Einschnü rang p im Kolben 29 mit der Leitung 51 und über die Einschnürung f in, Kolben 28 mit dem Aus puff A4 verbunden.
Der Raum unter dem Vor schubkolben 8 ist auch während dieses Verfahrens- schrittes mit der Leitung 61 verbunden, die die geregelte Pressluft zuführt, so dass der Zylinder .in die Vorschubrichtung nachgeschoben wird, bis der Kolben den Ventilstift 12 am oberen Zylinder auf. stösst und das Spiel von neuembeginnt.