Elektrischer Brotröster Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Brotröster mit einem aus wärmeisolierendem Kunst stoff bestehenden Sockel und einem darüber mit Ab stand angeordneten, einen von oben beschickbaren, beiderseits beheizten und durch Gitter seitlich be grenzten Röstraum umschliessenden Gehäuse.
Bei bekannten Geräten dieser Art besteht das Ge häuse aus einem aus mehreren Blechformteilen zu sammengesetzten Chassis, das von einer topfartigen Haube, aus der die Einführschlitze für die Toast scheiben ausgestanzt sind, abgedeckt ist. Das Chassis bildet dabei das tragende Gerüst des Gehäuses und ist zu diesem Zwecke in sich steif und verwindungs- frei aus verhältnismässig dickem Blech hergestellt, während die zumeist im Tiefziehverfahren gefertigte Haube nur zur Abdeckung des Chassis dient und keine tragenden Funktionen erfüllt.
Dieser Gehäuseaufbau erfordert insbesondere für die Haube als Tiefziehteil teure Werkzeuge und insge samt einen relativ grossen Materialaufwand, der ein hohes Gewicht des Gerätes mit sich bringt. Durch die Vielzahl der Einzelteile ist der Brotröster ausser- dem nur mit erheblichem Zeitaufwand zu montieren.
Die Erfindung sucht diese Nachteile zu vermeiden und vereinfacht den Aufwand durch einen U-förmi- gen, den Boden und die beiden Stirnwände des Ge häuses bildenden Blechbügel, dessen Schenkel an ihren freien Enden mittels zweier Profilschienen ver bunden sind, und durch zwei am Bügeljoch lösbar befestigte und an je einer Schiene einhängbare Ab deckbleche als Aussenwände des Gehäuses.
Das Gehäuse besitzt demnach nur drei voneinan der verschiedene Teile, wobei der durch den Bügel und die beiden Schienen gebildete Rahmen aus dün nem Blech gefertigt sein kann, das zweckmässig erst durch die mittragenden Aussenwände zu einem ver- windungssteifen Gehäuse ergänzt wird. Diese Abdeck- bleche erfüllen z. B. eine Doppelfunktion (Tragen und Abdecken) und können zu diesem Zweck bis auf Abkantungen an zwei Längsseiten eben verbleiben. Teure Tiefziehvorgänge für die Gehäusewände sind nicht erforderlich.
Der Aufbau des Gehäuses lässt sich gemäss einer speziellen Ausführung der Erfindung vorteilhaft da durch weiter vereinfachen, dass jedes Abdeckblech mit einem der den Röstraum begrenzenden Gitter als ein gemeinsames Stanz- bzw. Biegeteil ausgebildet ist.
Die Gitter können auch vorteilhaft aus einzelnen U-förmig gebogenen Drahtteilen bestehen, die mit ihren Schenkeln von unten durch Langlöcher am Gehäuseboden und mit Abbiegungen an den Schen kelenden in durch eingerollte Blechlappen. an den Profilschienen gebildete Ösen einschiebbar sind, wobei ein zwischen zwei benachbarten Ösen abgewinkelter Blechlappen zwischen die Schenkelenden der Draht bügel greift und diese in der Einschublage sichert.
Da sich elektrische Brotröster nach einiger Be triebszeit so stark erwärmen, dass empfindliche Stell flächen, z. B. hölzerne Tischplatten und Tischdecken, leicht beschädigt werden können, ist es üblich, das Röstergehäuse zur Bildung eines Luftspaltes in be stimmtem Abstand vom Sockel anzuordnen, und durch geeignete Ausbildung möglichst weniger Verbindungs elemente die Wärmeübertragung von den heissen Teilen zum Sockel einzuschränken. Durch diesen Luftspalt saugt die im Röstraum erwärmte, nach oben steigende Luft von aussen Frischluft nach, die dabei über den Sockel streicht und diesen ständig kühlt.
Es hat sich aber herausgestellt, dass diese Mass- nahmen zur Wärmedämmung allein noch nicht aus reichen, da vor allem der durch Strahlung übertragene Anteil der Wärme damit nur unvollkommen erfasst wird.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Er findung ist daher zwischen dem Boden des Röster gehäuses und seinem Sockel mindestens eine Platine aus blankem, vorzugsweise hochglanzpoliertem Blech angeordnet. Dadurch wird erreicht, dass neben der erwähnten Wärmeübertragung durch Leitung auch die Wärmestrahlung weitgehend unterbunden wird, ohne den Brotröster konstruktiv unnötig zu komplizieren.
Zur Vereinfachung der Montage besitzt der Kunst stoffsockel vorteilhaft einen U-förmigen, unten ge schlossenen Querschnitt, zwischen dessen Schenkel die Blechplatine mit abgekanteten Längsseiten zur Bildung eines Hohlraumes eingeschoben ist.
Zweckmässig sind zur Halterung des leichten und in sich steifen Röstergehäuses auf der Platine nur zwei Abstandsbügel angebracht, wodurch der direkte Wärmedurchgang vom Gehäuse auf den Kunststoff sockel stark eingeschränkt wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht des Brotrösters, mit teil weise geschnittenem Gehäuse und Sockel; Fig. 2 einen Querschnitt gemäss der Schnittlinie 2-2 in Fig. 1; Fig. 3 und 4 Einzelheiten in zwei Ausführungs formen.
Wie Fig. 1 zeigt, besitzt der Brotröster ein Ge häuse 1, das den von oben beschickbaren Röstraum la (Fig. 2) umschliesst, und einen zur Wärmedäm mung aus Kunststoff bestehenden, U-förmigen, unten geschlossenen Sockel 2 mit Seitenwangen 3 und 4. Das Gehäuse ist an diesen Teilen mittels zweier Ab standsbügel 5 und 6 und zweier Anker 7 und 8 mit weitem Abstand befestigt, wie anschliessend noch näher erläutert wird.
Ein U-förmig gebogener Blechbügel 9 bildet mit seinem Joch 10 den Boden und mit seinen Schenkeln 11 und 12 die Stirnwände des Gehäuses 1. Die freien Schenkelenden sind durch zwei Profilschienen 13 und 14 verbunden, die beiderseits der Einführöffnung für die Toastscheiben zu liegen kommen.
An dem aus Bügel 9 und Schienen 13 und 14 gebildeten Rahmen sind zwei Abdeckbleche 15 und 16 lösbar befestigt, die diesen zu einem verwindungs- steifen Gehäuse ergänzen. Die oberen Kanten 17 der Bleche sind rinnenförmig abgekantet, und an den unteren Kanten sind gelochte Lappen 18 angebracht, so dass die Bleche an der zugeordneten Schiene ein gehängt und unten mit dem Bügeljoch verschraubt werden können.
An den Schienen 13 und 14 sind zu beiden Seiten des Röstraumes zwei Flächenheizkörper 19 und 20 befestigt, die mit Ansätzen 21 und 22 in Schlitze des Bügeljoches 10 einsteckbar sind.
Die Heizkörper sind gegen den Röstraum durch Gitter abgedeckt. Diese können entweder mit dem Abdeckblech aus einem gebogenen Stanzteil 23 be stehen (vgl. Fig. 2, linke Seite und Fig. 3) oder aus einzelnen U-förmigen Drahtbügeln 24 zusammenge setzt sein (vgl. Fig. 2, rechte Seite und Fig. 4). Zur Halterung dieser Bügel sind im Joch 10 Langlöcher 25 und an der zugehörigen Schiene 14 Gruppen von je drei Lappen angebracht, von denen die beiden äusseren zu Ösen 26 eingerollt sind, während der mittlere Lappen 27 rechtwinklig von der Schiene ab steht.
Bei der Montage des Gehäuses werden zunächst die Gitterteile von unten durch die Langlöcher 25 des Joches 10 gesteckt und mit Abbiegungen an den Schenkelenden in die Ösen 26 eingeschoben. Der mittlere Blechlappen 27 greift dabei zwischen die Schenkelenden des Drahtbügels 24 und sichert diese in der Einschublage. Erst nach der Montage des Gitters werden die Schienen 13 bzw. 14 mit den Schenkeln 11 und 12 des Blechbügels 9 z. B. durch Verlappen verbunden. Schliesslich werden die seit lichen Abdeckbleche 15 und 16 auf den Schienen ein gehängt und unten mit dem Joch 10 verschraubt.
Bei einteiligem Abdeckblech 15 und Gitter 15a verkürzt sich selbstverständlich die Montagezeit wesentlich, und die Schienen können schon vor dem Einhängen dieser Teile mit dem Blechbügel 9 verbunden werden.
Der Sockel 2 ist zur Bildung eines Hohlraumes nach oben durch eine Blechplatine 28 abgeschlossen, die mit ihren abgekanteten Längsseiten 29 zwischen die Schenkel 30 des Sockels eingeschoben ist. Die Oberseite der Blechplatine ist hochglanzpoliert. Auf dieser Oberseite sind die zwei Abstandsbügel 5 und 6 befestigt, die das Röstergehäuse 1 mit Abstand tragen.
Wie in Fig. 2 durch Pfeile 31 angedeutet ist, steigt im Röstraum la die erwärmte Luft nach oben und saugt Frischluft durch den Luftspalt zwischen dem Röstergehäuse und dem Sockel nach, die dabei über die Blechplatine 28 streicht und diese ständig kühlt. Der nach unten gerichtete Anteil der Wärmestrahlung aus dem Röstraum wird an der blanken Oberfläche der Blechplatine weitgehend reflektiert, so dass der Wärmeübergang auf den Kunststoffsockel gering bleibt. Das zwischen der Platine und dem Sockel boden eingeschlossene Luftvolumen trägt weiterhin dazu bei, den Wärmeübergang auf die Stellfläche gering zu halten, da Luftschichten, die mindestens auf einer Seite durch Oberflächen niedriger Strah lungszahl, z.
B. blanke Bleche, begrenzt sind, eine besonders niedrige, sogenannte gleichwertige Wärme leitzahl (in der die Wärmeübertragung aus Leitung, Konvektion und Strahlung zusammengefasst ist) be sitzen.
Falls im Röstraum sehr hohe Temperaturen ent stehen, können anstelle einer auch mehrere Platinen vorgesehen werden, die dann in Abständen über einander anzuordnen sind.