CH401309A - Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen

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CH401309A
CH401309A CH386061A CH386061A CH401309A CH 401309 A CH401309 A CH 401309A CH 386061 A CH386061 A CH 386061A CH 386061 A CH386061 A CH 386061A CH 401309 A CH401309 A CH 401309A
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CH386061A
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Roland Dr Entschel
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Sandoz Ag
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    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C09B62/006Azodyes
    • C09B62/01Disazo or polyazo dyes

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Polyazofarbstoffen       Es wurde gefunden, dass man neue     Polyazover-          bindungen    mit wertvollen Eigenschaften erhält, wenn  man eine Verbindung der Formel  
EMI0001.0004     
    in der R den Rest einer Kupplungskomponente be  deutet,     diazotiert    und mit einer Kupplungskomponente  umsetzt, die gleich R oder von R verschieden sein  kann.  



  In vielen Fällen wird man besonders     zweckmässig     so vorgehen, dass man eine     Aminogruppe    von     2,5-          Diamino-1,3,4-thiadiazol        diazotiert    und mit einer be  liebigen Kupplungskomponente umsetzt und     anschlies-          send    die zweite, jetzt     diazotierbar    gewordene     Amino-          gruppe    des     Thiadiazols        diazotiert    und ebenfalls mit  einer     beliegiben    Kupplungskomponente umsetzt.  



  Als Kupplungskomponenten können z. B.     Phe-          nole    oder     aromatische    Amine dienen. Ausser Phenol  selbst lassen sich z. B.     Alkylphenole    verwenden.  



  Besonders geeignete aromatische Amine sind z. B.       Aminobenzol    und die im Kern substituierten     Amino-          benzole,    wie z. B.     Alkylaminobenzole    oder     Alkoxy-          aminobenzole,    wobei die     Alkylgruppen    vorzugsweise  1 bis 4     Kohlenstoffatome    enthalten,     Halogenamino-          benzole,    besonders Chlor- oder     Bromaminobenzole,          Trifluormethylaminobenzole,        Trifluoracyl-aminoben-          zole,

          Acylaminoaminobenzole,    wobei der     Acylrest    bis  zu etwa 18 und vorzugsweise bis zu 4 Kohlenstoff  atome enthält, sowie     Aminobenzole,    deren mit Stick  stoff verbundene Wasserstoffatome     ganz    oder teilweise  ersetzt sind, z. B. durch     Alkyl-,        Hydroxyalkyl-,        Acyl-          oxyalkyl-,        Cyanalkyl-,        Carbalkoxyalkyl-    oder     Carba-          minsäurealkylesterreste.    Die Kupplungskomponenten  haben z.

   B. die Formel  
EMI0001.0049     
    darin bedeuten     R,        R2        (gleich    oder verschieden) Was  serstoff, einen     Alkyl-,    einen     Hydroxyalkyl-,    einen     Di-          hydroxyalkyl,    einen     Al'koxyalkyl-,    einen gegebenen  falls weitersubstituierten     Acetoxyal'kyl-,    einen     Cyanal-          kyl-,    den     Difluormethyl-,    den     Trifluormethyl-,        einen     fluorierten     Cyanalkyl-,

      einen     Carbalkoxyalkyl-    oder       Carbaminsäurea1kylesterrest,     Y     Wasserstoff,    Halogen,     einen        niedrigmolekularen          Alkyl-    oder     Al'koxyrest,    den     Trifluormethyl-,    oder       Trifluoracetylrest    oder einen     Alkanoylaminorest    mit  höchstens 18     C-Atomen    .und  Z Wasserstoff,     Methyl    oder     Methoxy,    oder zusam  men mit     -N-R,

      und dem angrenzenden Benzol  kern ein     Tetrahydrochinolingerüst.     



  Die Kupplungskomponente     kann    jedoch wie der  Rest R mehrkernig sein. So     können    weitere Kerne       ankondensiert    oder gegebenenfalls über Brückenglie  der, z. B.     Azobrücken,    mit einem aromatischen Rest  verbunden sein, so dass auch     Farbstoffe    mit mehr als  zwei     Azogruppen        hergestellt    werden     können.     



  Die neuen Verbindungen sind, wenn sie keine       wasserlöslich    machenden Gruppen enthalten, vorzüg  liche     Dispersionsfarbstoffe    für     hydrophobe        Fasern,     Fäden und Textilerzeugnisse aller Art, z. B. für sol  che aus     Celluloseacetat,        Cellulosetriacetat,        linearen     aromatischen Polyestern, z. B. aus     Terephthalsäure     und     Aethylenglykol,    sowie synthetischen Polyamiden,      z.

   B.     Poly-±-caprolactam    oder     Polykondensations-          produkten    aus     w-Aminoundecansäure    oder aus     Di-          carbonsäuren    und Diaminen, insbesondere     Adipinsäu-          re    und     Hexamethylendiamin.     



  Die neuen     Farbstoffe    werden dann vorteilhaft in  wässeriger Dispersion angewandt. Oft ist es besonders  günstig, wenn diese Dispersionen eine organische,  lösungsvermittelnde Flüssigkeit, z. B.     Aethanol    oder  andere mit Wasser mischbare Alkohole, oder     Ketone     oder     Amide    enthalten oder wenn die Färbung unter  erhöhtem Druck vorgenommen wird. Man erhält vio  lette, blaue, grünblaue, graugrüne oder graue Färbun  gen mit guten     Echtheiten.    Besonders gut ist ihre     Nass-          und        Rauchgasechtheit.     



  Auch natürliche stickstoffhaltige Fasern, z. B. aus  Wolle oder Seide, oder auch Fasern aus natürlicher  oder regenerierter     Cellulose    können mit den genannten       Farbstoffen    gefärbt werden, besonders wenn sie was  serlöslich machende Gruppen, wie     Sulfonsäure-    oder       Carboxylgruppen,    enthalten. Enthält wenigstens eine  Kupplungskomponente eine basische Gruppe, z. B.  ein     equaternäre        Ammoniumgruppe,    so sind die Farb  stoffe für     Polyacrylnitrilfasern    geeignet, bei Anwesen  heit von Gruppen, die mit der Faser zu reagieren ver  mögen, z.

   B. von     Halogentriazin-    oder     Halogenpyri-          midingruppen    oder     aliphatischen        Reaktivkomponen-          ten,    für     Cellulose    und Wolle. Ebenso ist es möglich,  solche reaktiven Gruppen, ebenso wie andere in     Farb-          stoffenübliche    Gruppen, nachträglich in das durch       Diazotieren    und     Kuppeln    der Verbindung     (I)    erhaltene  Molekül     einzuführen.    So kann man z.

   B von einer  Verbindung     (1)    ausgehen und/oder diese mit einer  Kupplungskomponente umsetzen, die eine geschützte       Aminogruppe    oder einen in eine     Aminogruppe    über  führbaren     Substituenten    enthalten, und nach beendeter  Kupplungsreaktion und anschliessender Bildung einer  freien     Aminogruppe    diese weiter umsetzen.  



  Die     Diazotierungs-    und Kupplungsreaktion werden  in üblicher Weise durchgeführt, die Kupplungsreaktion  je nach     Beschaffenheit    der Kupplungskomponente in    schwach alkalischem, neutralem oder saurem Mittel  und vorzugsweise in der Kälte.

   In vielen Fällen wird  man besonders zweckmässig so vorgehen, dass man  eine     Aminogruppe    von     2,5-Diamino-1,3,4-thiadiazol          diazotiert    und mit einer beliebigen Kupplungskompo  nente umsetzt und anschliessend die zweite, jetzt       diazotierbar    gewordene     Aminogruppe    des     Thiadiazols          diazotiert    und ebenfalls mit einer beliebigen Kupp  lungskomponente umsetzt.  



  Die in den Beispielen genannten Teile sind Ge  wichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente. Die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  90 Teile     Nitrosylschwefelsäure    aus 83 Teilen kon  zentrierter Schwefelsäure und 7 Teilen     Natriumnitrit     werden unter Kühlen mit 75 Teilen eines Gemisches  aus Eisessig und     Propionsäure    im Gewichtsver  hältnis 85:15 verdünnt. Hierzu fügt man langsam bei  0-5  15,2 Teile     2,5-Diamino-1,3,4-thiadiazol-hydro-          chlorid    und weitere 75 Teile des     Eisessig-Proprionsäu-          regemisches    und rührt 2 Stunden bei 0-5 .

   Nach Zu  gabe von 0,5 Teilen Harnstoff gibt man das Gemisch  langsam zu einer kalten Lösung von 20 Teilen N  Aethyl-N-cyanäthyl-m-toluidin in 150 Teilen 20%iger  Schwefelsäure, bringt den     pH-Wert    mit     Natriumacetat     oder Ammoniak auf etwa 5, filtriert die erhaltene Mo  noazoverbindung ab und wäscht und trocknet sie.  



  31,5 Teile der erhaltenen Verbindung werden mit  500 Teilen eines Gemisches aus Eisessig und     Propion-          säure        vermischt.    Dazu gibt man 90 Teile     konzentrierte     Schwefelsäure und anschliessend bei 0-5  180 Teile       Nitrosylschwefelsäure    aus 173 Teilen konzentrierter  Schwefelsäure und 7,4 Teilen     Natriumnitrit    und rührt  3 Stunden bei 0 . Nach Zugabe von 0,5 Teilen     Ami-          dosulfonsäure    wird eine Lösung von 28 Teilen     N-Bis-          (acetoxy-äthyl)-anilin    in 100 Teilen Eisessig langsam  zugegeben.

   Man giesst das Gemisch in Eiswasser und  neutralisiert. Der ausgefallene blaue Farbstoff wird       abfiltriert,    gewaschen und getrocknet. Er hat wahr  scheinlich die Formel  
EMI0002.0072     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Polyazoverbindun- gen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbin dung der Formel EMI0002.0075 in der R den Rest einer Kupplungskomponente be- deutet, diazotiert und mit einer Kupplungskompo nente umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine von wasserlöslich machenden Gruppen freie Verbindung der Formel (I) diazotiert und mit einer von wasserlöslich machenden Gruppen freien Kupplungskomponente umsetzt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2024042961A1 (ja) * 2022-08-26 2024-02-29 住友化学株式会社 化合物、組成物、膜、積層体および表示装置

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WO2024042961A1 (ja) * 2022-08-26 2024-02-29 住友化学株式会社 化合物、組成物、膜、積層体および表示装置

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