CH402905A - Elektrothermische Vorrichtung zur Erzielung von Kühl- oder Wärmewirkungen oder thermoelektrische Vorrichtung zur Stromerzeugung - Google Patents
Elektrothermische Vorrichtung zur Erzielung von Kühl- oder Wärmewirkungen oder thermoelektrische Vorrichtung zur StromerzeugungInfo
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Description
Elektrothermische Vorrichtung zur Erzielung von Kühl- oder Wärmewirkungen oder thermoelektrische Vorrichtung zur Stromerzeugung Die Erfindung betrifft eine elektrothermische Vorrichtung zur Erzielung von Kühl- oder Wärme- wirkungen oder :eine thermoelektrische Vorrichtung zur Stromerzeugung, bei der ein mit Verdampfung und Kondensation eines Hilfsmediums arbeitendes.
Wärmeübertragungssystem zur Wärmezufuhr.. oder Wärmeabfuhr dient bzw. mehrere solche Wärme übertragungssysteme zur Wärmezufuhr und Wärme- abfuhr dienen, und bei welcher Vorrichtung die die einzelen Elemente miteinander stromleitend verbin denden Kupferbrücken auf ihrer von den Elementen abgewendeten Seite eine Wärmeaustauschfläche :
auf weisen, die direkt von dem flüssigen bzw. dampfför migen Hilfsmedium bespült wird.
Bei elektrothermischen und thermoelektrischen Vorrichtungen ist es bekannt, die Elemente zu einem Block zusammenzufassen, der dazu dienen kann, Kühl- oder Wärmewirkungen bei entsprechender Stromzufuhr oder umgekehrt elektrischen Strom bei Anordnung des Elementenblocks zwischen entspre chenden Temperaturniveaus zu erzeugen.
Die zu einem Block zusammengefassten. Elemente gestatten es, entsprechende Leistungen auf verhältnismässig kleinem Raum zusammenzudrängen. Ein besonders schwieriges Problem besteht dabei darin, :an der Wärmeaustauschfläche des, Elementenblocks auf der warmen und auf der kalten Seite den hinreichenden Wärmeaustausch sicherzustellen.
Wenn man einen derartigen Elementenblock bei spielsweise zur Kälteerzeugung in einem Kühlschrank anwenden will, muss man auf der alten Seite für einen hinreichenden Wärmeaustausch mit der Kühl- raumluft sorgen,
und .auf der warmen Seite der Ele mente muss die freiwerdende Wärme an die Luft der Umgebung abgeführt werden. Der Wärmeaus- tausch mit der Luft erfordert, sofern man mit direk ter Luftkühlung der Wärmeaustauschfläche arbeiten will,
die Anwendung einer grossen Wärmeaustausch- fläche, deren Unterbringung im guten Wärmekontakt mit dem Blementenblock erhebliche Schwierigkeiten macht.
Es ist bekannt, die Wärmezufuhr und die Wärme- abfuhr bei Peltiereinheiten durch Anwendung in direkter Wärmeübertragungssysteme, die mit Ver dampfung und Kondensation eines Hilfsmediums er beiten, günstiger zu gestalten. Diese Wärmeübertra- gungssysteme gestatten es, die wärmeaufnehmende,
luftberührte Oberfläche .auf der kalten Seite und die wärmeabgebende, luftberührte Oberfläche auf der warmen Seite räumlich von dem Peltienblock hinrei chend zu trennen und an den WäTmeaustauschflä- chen des Peltierblockes selbst kleinere, .als Konden sator bzw. als Verdampfer arbeitende Wärmeaus- tauscher anzuwenden.
Um diese Systeme hireichend wirksam zu machen, muss für einen besonders inten siven Wärmeaustausch der Wärmedurchgangsfläehe des Peltierblockes, mit den .genannten Wärmeaus- tauschern der Systeme gesorgt werden.
In dieser Hin- sieht ist eine Anordnung bekannt, bei der die ein- zelnen im elektrischen Isoliermaterial angeordneten Elemente durch Kupferbrücken verbunden werden,
die direkt von Wasser umspült werden. Wasser ist aber als Medium eines mit Verdampfung und Kon densation eines Hilfsmediums arbeitenden Sekundär- systems aufgrund seiner physikalischen Daten unge- eignet. Darüber hinaus werden .auch noch .andere Fragen durch die bekannte Anordnung nur sehr un befriedigend gelöst.
Würde man nämlich die Wärmebrücken direkt in dem Boden eines Gefässes, das das Hilfsmedium aufnimmt, anordnen, so würden erhebliche Schwie rigkeiten bei der Isolierung dieser Brücken auftreten. Verwendet man eine Glaseinschmelzung der im .all gemeinen aus Kupfer bestehenden Wärmebrücken, so müssen sie zur Anpassung .an die aus Gründen der Festigkeit relativ dicke Glasplatte ebenfalls re lativ dick gewählt werden, wodurch der Wärmeüber gang innerhalb der Brücken erschwert wird.
Bettet man dagegen die Wärmebrücken in einem organi- schen Isolierstoff, wie z. B. Giessharz, ein, so ist man bei der Auswahl des Hilfsmediums sehr eingeengt, da viele geeignete Substanzen :die organischen Isolier stoffe angreifen.
Durch die Erfindung wird eine Anordnung vorge schlagen, bei der die genannten. Schwierigkeiten nicht auftreten. Gemäss der Erfindung weisen der Verdamp fer bzw. der Kondensator des Wärmeübertragungs- systems in einer unteren bzw. in einer oberen, als Flanschteil ausgebildeten Wand kurze Rohrstücke :
auf, die zur Isolierung voneinander mit Glas in entspre chende Bohrungen. der Flunschteile @eingeschmolzen und auf die Kupferbrücke dicht aufgelötet sind!, so dass sie ,die direkte Verbindung der Oberfläche der Kupferbrücken mit den Innenräumen :des Wärme übertragungssystems bilden.
Auf diese Weise wird eine praktisch ausführbare Anordnung für ein Wärmeübertragungssystem ge schaffen, bei der die zur Kontaktierung der Elemente dienenden Wärmebrücken direkt von einem flüssigen oder dämpfförmigen Medium bespült werden. Bei der neuen Anordnung kann man nämlich die Rohr stücke aus einem Material herstellen, das sich dem Wärmeausdehnungsverhalten des Glases gut anpasst,
und man kann ausserdem die zur Kontaktierung die nenden Kupferbrücken als eine relativ dünne Schicht ausführen. Zudem wird mit der neuen Anordnung der Vorteil erreicht, dass selbst dann oberhalb jeder Brücke mit Sicherheit Flüssigkeit zurückbleibt, wenn die ganze Anordnung vorübergehend stark geneigt wird.
Als Hilfsmedium werden vorzugsweise elektrisch gut isolierende Kältemittel (z. B. die zur Gruppe der Fluorkarbone gehörenden Verbindungen F 12 (CF2 CL2, F 21 (CHFCL2) oder dergleichen verwendet, Wenn es sich um Anordnungen handelt, bei denen sowohl auf der kalten Seite eines Peltierblocks die Wärmezufuhr,
als auch auf der warmen Seite die Wärmeabfuhr durch Vermittlung eines Hilfsmediums erfolgen soll, werden vorzugsweise zwei verschiedene Hilfsmedien verwendet, wobei die Wahl der beiden Hilfsmedien vorzugsweise so getroffen wird, dass im Betrieb nicht zu grosse Druckunterschiede auftreten. Zu= diesem Zweck kann auf der warmen Seite ein Hilfsmedium mit niedrigerem Dampfdruck,
beispiels- weise-F-21, -=und -auf der kalten Seite ein solches mit höherem Dampfdruck, beispielsweise F 12, zur An wendung kommen.
Ein besonders wirksamer Wärmeaustausch wird bei einer bevorzugten Ausführungsform der- Erfin- dung dadurch erzielt, dass jeder Kupferbrücke zwei zu den zugehörigen Elementen koaxial liegende Ver bindungsrohre zugeordnet werden.
Die Wärmeaus tauscher, die den: Kondensator bzw. den Verdampfer zweier verschiedener Wärmeübertragungs.systerne bil den, lassen sich besonders einfach aus wenigen Bau teilen herstellen, indem man sie aus einer ebenen, die Verbindungsrohre aufnehmenden Platte und einer am Rande damit vorzugsweise durch Löten dicht ver bundenen Kappe herstellt, die ihrerseits die beiden Enden der Umlaufleitungen für das Medium auf nimmt.
Diese Umlaufleitungen selbst wird man vor zugsweise als Rohrstummel ausführen, so dass man den Elementenblock selbst mit den Wärmeaustau- schern als eine Baueinheit ausführen kann, an die nachträglich die Umlaufsysteme mit den zugehörigen äusseren Wärmeaustauschern anzuschliessen sind. Die gesamte Baueinheit kann beispielsweise .aus einem Elementenblock bestehen, der :
auf der warmen Seite einen Verdampfer und auf der kalten Seite einen Kondensator je eines Wärmeübertragungs- systems aufweist, wobei die Kappen dieser beiden Teile durch zwei oder mehrere Schrauben und Iso- lierstützen zur mechanischen Entlastung der Löt stellen der Elemente miteinander verbunden sind.
Für den Elementenblock wird man vorzugsweise einen rechteckigen oder quadratischen Grundriss an wenden und diesen Block .auf mindestens einer Seite mit einem im Grundriss kreisrunden Wärmeaustau- sche,r eines Wärmeübertragungssystems kombinieren.
Anschliessend wird die Erfindung anhand der Zeichnung schematisch in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Fig. 1 zeigt einen Querschnitt und die Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung.
Mit 1 sind die einzelnen Elemente, die als kurze zylindrische Körper ausgeführt sind, bezeichnet. Diese Elemente sind mit Hilfe von Kupferbrücken 2 zu einem Block mit quadratischer Grundrissform zu- sammengefasst. In die Kupferbrücken 2 sind auf der oberen wärmeabgebenden Seite Rohre 3 und auf der unteren wärmeaufnehmenden Seite Rohre 4 hart ein gelötet.
Diese Rohre sind aussen mit Glas, dessen Ausdehnungskoeffizient denn der Rohre 3 ange passt ist, umwickelt und werden mit dem ebenen Flanschteil 5 auf der warmen Seite und mit dem ebenen Flanschteil 6 auf der kalten Seite im Ofen druckdicht verschmolzen, so dass zwischen den Roh ren 3 bzw. 4 die Glaseinschmelzung 7 den Ab schluss bildet.
Nach diesem Einsehmelzungsvorgang werden die Kupferbrücken an den den Elementen zugekehrten Seiten 8 und 9 plangeschliffen, und die Elemente 1 selbst werden dann mit Hilfe eines Weichlotes an die Brücken angelötet. Nachdem also die Elemente 1 beispielsweise an die Brücken 2 an gelötet sind, die ihrerseits mit der Platte 5 zusam- nengeführt sind, werden die Elemente auf der kalten Seite plangeschliffen und gemeinsam kontaktiert.
Der Gegenflansch 6, der ebenfalls wie beschrieben behan delt ist, wird auf die Stirnseite :der Elemente 1 auf gelötet, wobei die bereits gelötete, dem Flansch 5 zugeordnete Seite in Wasser getaucht wird, um einen thermischen Schutz zu erreichen. Anschliessend wer den die Kappen 10 und 11, die bereits mit Rohr stummeln 12, 13 bzw. 14, 15 versehen sind, druck dicht mit ihren kreisrunden Rändern mit den Rän dern der Flansche 5 und 6 verlötet.
Die Lötstellen an den Elementen werden mit Hilfe von Isolierstützen 16 und Schrauben 17 mecha nisch entlastet. Wie aus dem Grundriss der Fig. 2 zu entnehmen ist, sind ;beispielswiesedrei solche Schrauben 17 vorhanden, die die gesamte Bauein heit starr zusammenfassen. An die Rohrstummel 12 und 13 werden nachträglich die Umlaufleitungen 18, 19 mit dem direkt luftgekühlten Kondensator 20 des Wärmeübetra:gungssystems angeschlossen und das entsprechende Wärmeübestragungs:medium einge füllt.
In ähnlicher Weise werden an die Rohrstummel 14, 15 die Umlaufleitungen 21, 22 mit dem Ver dampfer 23 angeschlossen und auch hier das entspre chende Hilfsmedium eingefüllt. Der Anschluss der Rohrstummel 12 bis 15 ist, wie die Fig. 1 erkennen lässt, so gewählt, dass ein eindeutiger Umlauf der beiden Hilfsmedien in Richtung der Pfeile 24 und' 25 sichergestellt ist.
Die in der Fig. 1 dargestellte Baueinheit kann beispielsweise in die obere Isolierwand 26 eines Kühlschrankes eingebaut werden. Der Verdampfer 23 und der Kondensator 20 der Wärmeübertragungs- systeme können eine den jeweiligen Erfordernissen a:ngepas ite Form und Lage innerhalb des Kühlrau mes oder aussen am Kühlschrank bekommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrothermische Vorrichtung zur Erzielung von Kühl- oder Wärmewirkungen oder thermoelektri- sche Vorrichtung zur Stromerzeugun :g, bei der ein mit Verdampfung und Kondensation eines Hilfs- mediums arbeitendes Wärmeübertragungssystem zur Wärmezufuhr oder Wärmeabfuhr dient bzw. mehrere solche Wärmeübertragungssysteme zur Wärmezufuhr und Wärmeabfuhr dienen, und bei welcher Vorrich tung die einzelnen Elemente miteinander strom- leitend verbindenden Kupferbrücken auf ihrer von den Elementen abgewendeten Seite eine Wärmeaus:tauschfläche aufweisen, die direkt von dem flüssigen beziehungsweise dampfförmigen Hilfsmedium bespült wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdampfer bzw. der Kondensator des Wärmeübertragungssystems in einer unteren bzw.in einer oberen als Flanschbeil (5, 6) ausgebildeten Wand kurze Rohrstücke (3, 4) aufweist, die zur Iso lierung voneinander mit Glas (7) in @entsprechende Bohrungen der Flanschteile (5, 6) eingeschmolzen und auf die Kupferbrücken (8, 9) dicht aufgelötet sind, so dass sie die direkte Verbindung der Ober flächen der Kupferbrücken (8, 9) mit den Innen räumen des Wärmeüber tragungssystems bilden. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kupferbrücke (8, 9) zwei zu den zugehörigen Elementen koaxial liegende Rohrstücke (3, 4) zugeordnet sind. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator bzw. der Ver dampfer jedes Wärmeüb.ertragungssystems aus je einem der ebenen, die Rohrstücke (3, 4) aufnehmen den Flansch-teile (5, 6) und aus je einer am Rand mit dem zugehörigen Flans@chteil (5, 6)vorzugsweise durch Löten dicht verbundenen Abdeckkappe (10, 11) besteht, die die Enden der Umlaufleitungen (18, 19, 21, 22) für das Hilfsmedium aufnimmt. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Umlaufleitungen (18, 19, 21, 22) als Rohrstummel (12, 13, 14, 15) ausgeführt sind, .an die nachträglich die zu den zu gehörigen Wärmeaustauschem (20, 23) führenden Umlaufleitungen (18, 14, 21, 22) anschliessbar sind. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elementenblock mit recht eckiger oder quadratischer Grundrissform -auf min destens einer Seite mit einem im Grundriss kreis- runden Wärmeaustauscher des Wärmeüb:ertragungs- systems kombiniert ist. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch, bei der der Peltierblock auf der warmen Seite als Verdampfer und auf der kalten Seite als Kondensator je eines mit Verdampfung und Kondensation eines Hilfsmediums arbeitenden Wärmeüberbragungssystems dient, da durch gekennzeichnet,dass zur mechanischen Ent lastung der Lötstellender Elemente die Abdeckkap- pen (10, 11) dieser beiden Teile durch zwei oder mehr Schrauben (17) und Isolierstützen (16) ver bunden sind.
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