CH403451A - Vorrichtung zur aluminothermischen Zwischengussschweissung - Google Patents
Vorrichtung zur aluminothermischen ZwischengussschweissungInfo
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Description
Vorrichtung zur aluminothermischen Zwischengussschweissung Im Hauptpatent ist ein aluminothermisches Zwi schengussschweissverfahren sowie eine Vorrichtung für die Durchführung dieser Schweissung unter Schutz gestellt. Dabei wird durch Verkürzen der Vorwärm zeit die früher für eine Schweissung notwendige Zeit erheblich verkürzt. Die Vorwärmung der Schienenenden erfolgt ge mäss dem Hauptpatent durch von oben in den über dem Schienenkopf angeordneten Steigerkanal und damit zwangläufig in die Zwischengusslücke schla gende Flammen. Die bei dem Zwischengussschweissverfahren ver wendeten, andernorts gefertigten Giessformen besit zen ebenso wie auch bei anderen bekannten an Ort und Stelle gefertigten Giessformen im Bereich der Schweissstelle über das Schienenprofil hinausgehende grosse wulstförmige Aussparungen, die in Verbin dung mit der Zwischengusslücke den Giessformhohl raum bilden. Diese wulstförmigen Aussparungen sind für die Giessformen zur Durchführung der bekannten aluminothermischen Zwischengussschweissung kenn zeichnend, ebenso wie die dabei nach dem Einguss des aluminothermisch erzeugten Stahles an der Schweissstelle gebildeten Stahlwülste. Es hat sich gezeigt, dass, bedingt durch den gro ssen Giessformhohlraum, die im Verhältnis zum Schienenkopf schwachen Steg- und Fusszonen der Schienen viel mehr als die Kopfzonen erhitzt werden, so dass in Verbindung mit der starken Wulst in den Stegen und Füssen breite Aufschmelzungszonen ent stehen, die sich auf die Festigkeitseigenschaften un günstig auswirken können. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur aluminothermischen Zwischenguss schweissung von Werkstücken, insbesondere von Schienen, bei deren Anwendung der Nachteil einer grossen Steg- und Fussaufschmelzung vermieden wird. Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Giessform verwendet wird, die keine oder die Zwischengusslücke nur unwesentlich vergrössernde Aussparungen besitzt. Bei Anwendung dieser vorzugsweise aus Form hälften bestehenden Giessform schlägt das vom Bren ner kommende Flammenband auf die die Lücke unterhalb des Schienenkopfes abdeckenden Formteile, so dass entsprechend dem von der Zwischengusslücke und den die Zwischengusslücke an Stegen und Füssen abdeckenden Formteilen gebildeten engen Raum nur ein kleiner Teil der Flammen bis zu den Schienen füssen gelangt. Hierdurch wird eine dem Schienen profil angepasste Wärmezufuhr erzielt. Durch An wendung dieser Giessform wird ferner eine Massen anhäufung aluminothermisch erzeugten Stahles, be sonders in der Stegzone, vermieden, so dass man eine erwünschte schmale gleichmässige Aufschmel- zungszone über dem ganzen Schienenquerschnitt er hält. Um eine Zerstörung der die Lücke unterhalb des Schienenkopfes abdeckenden Formteile, die von dem vom Brenner ausgehenden Flammenband sehr stark beaufschlagt und beansprucht werden, zu vermeiden, werden bei Verwendung eines dieser Wärmebean spruchung nicht standhaltenden Formstoffes für die übrigen Teile der Giessform diese Formteile vor zugsweise aus Formstoffen hergestellt, die gegenüber dem eigentlichen Formstoff feuerfester sind. Es hat sich gezeigt, dass in diesem Falle z. B. Magnesit allen Anforderungen genügt. Da die die Lücke unterhalb des Schienenkopfes abdeckenden Formteile durch die direkte Flammen einwirkung wesentlich stärker erwärmt werden als die übrigen Formteile, können diese Teile z. B. zur Ver- meidung von Wärmespannungen innerhalb der Form auch aus feuerfesten und gleichzeitig die Wärme gut ableitenden Formstoffen bestehen. Es wurde gefun den, dass z. B. Siliciumkarbid hierfür gut geeignet ist. An Hand einer Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe, aus zwei Formhälften bestehende Giessform 1 mit eingeformter Schiene 2, wobei nur die die Lücke unterhalb des Schienenkopfes abdeckenden Formteile 3 gegenüber dem restlichen Formstoff der Form aus feuerfesterem Material, z. B. Magnesit, bestehen. Fig. 2 stellt einen Schnitt durch eine andere erfindungsgemässe Giessform 1 mit eingeformter Schiene 2 dar, wobei die die Lücke abdeckenden Formteile 3 unterhalb des Schienenkopfes am Steg und am Oberteil des Fusses aus feuerfestem Material hoher Wärmeleitfähigkeit, wie z. B. Siliciumkarbid, bestehen. Durch die vorliegende Erfindung wird die For derung nach einer wesentlich verringerten Aufschmel zung der Schienenstege und -füsse voll erfüllt. Ferner hat sich ergeben, dass durch die erfindungsgemäss bedingten Massnahmen weitere mit dem bekannten Verfahren verbundene Nachteile, die durch die star ken Schweisswülste bedingt sind, vermieden werden. Durch das erfindungsgemässe Weglassen der Wül ste wird bei der Schweissung die bisher für die Stahlwülste am Steg bestehende Gefahr des An reissens ausgeschaltet. Dieses Anreissen wurde her vorgerufen durch die ungleiche Massenverteilung des eingegossenen Stahles und der damit verbundenen zeitlich und örtlich unterschiedlichen Abkühlung der Schweissung in der Stegzone. Weiterhin wird die Dauerfestigkeit der Verbin dungsschweissung infolge Vermeidung krasser Quer= schnittsübergänge, wie sie durch die starken Wülste bedingt waren, erhöht. Auch wird durch die erfin dungsgemässe äussere Form der Schweissung eine satte Auflage der Schienenfüsse im Bereich der Schweiss stelle nicht beeinträchtigt, so dass die aluminothermi- sche Schweissung nicht wie bisher zwischen zwei Schwellen liegen muss, sondern auch auf Unterlags platten oder auf der Schwelle angeordnet werden kann. Ein Abarbeiten des Wulstes oder Heraus schneiden der Schweissung vor Aufarbeitung alt brauchbarer Schienen durch Rollenrichtmaschinen entfällt ebenfalls, was -eine Arbeitsverminderung und eine Stoffeinsparung mit sich bringt. Durch die Erfindung wird also nicht nur eine wesentliche Gütesteigerung der Schweissung, sondern auch eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit er zielt, so dass sie gegenüber den bekannten Verfahren einen wesentlichen Fortschritt darstellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Durchführung von alumino- thermischen Zwischengussschweissungen von Werk stücken nach Patentanspruch II des Hauptpatentes, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Giess form, die keine oder die Zwischengusslücke nur un wesentlich vergrössernde Aussparungen besitzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Formteile, die die Lücke unter halb des Schienenkopfes abdecken, gegenüber den anderen Formstoffen aus feuerfesterem bzw. die Wärme besser leitendem Material bestehen. 2.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lücke unterhalb des Schienenkopfes abdeckenden Formteile aus Magnesit bestehen. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Lücke unterhalb des Schienenkopfes abdeckenden Formteile aus Stoffen hoher Wärmeleitfähigkeit, wie z. B. aus Silicium karbid, bestehen.
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