CH404112A - Matratze, insbesondere Federkernmatratze - Google Patents
Matratze, insbesondere FederkernmatratzeInfo
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Description
Matratze, insbesondere Federkernmatratze Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ma tratze, insbesondere Federkernmatratze, mit einer auf mindestens einer Auflagefläche angeordneten Lage aus Wolle.
Bei bisher gebräuchlichen Matratzen tritt der Mangel einer ungenügenden Wärmeisolation auf, so dass man dazu übergegangen ist, zusätzlich zu diesen Matratzen noch sogenannte Reformunterbetten oder -auflagen zu verwenden, die mit Schafschurwolle oder ähnlichen Füllungen versehen sind. Um derarti ge, zusätzliche Auflagen einzusparen, hat man die Matratzen so ausgebildet, dass in der Matratze, etwa zwischen Matratzenbezug und einer Schicht aus In dustriewatte, eine Schicht aus reiner Wolle vorgese hen wurde, die somit nach aussen durch den hierzu gebräuchlichen und als Matratzendrell bezeichneten Bezugsstoff überdeckt ist.
Da es sich bei Matratzen- drell um ein besonders dichtes und festes Gewebe handelt, welches für Gase und Wasserdampf nur eine sehr geringe Durchlässigkeit aufweist, macht sich bei derartig ausgebildeten Matratzen der Nachteil be merkbar, dass durch den Matretzendrell die vorteil haften Eigenschaften der Wollschicht nicht zur Aus wirkung gelangen können.
Nun bestehen die Vorteile einer Schicht aus Schafschurwolle gerade in einer besonders hohen Hygroskopizität, Feuchtigkeitsabgabefähigkeit und in einem guten Warmhaltungsvermögen, so dass Schaf schurwolle in der Lage ist, vor allem die während der Nacht gebildete Hautfeuchtigkeit und Absonderungs- stoffe der Haut aufzunehmen sowie zu binden und zu neutralisieren.
Während also die Verwendung von Schafschurwolle die physiologischen Bedürfnisse des ruhenden Körpers ausgesprochen befriedigt, kommen bei der bisher bekanntgewordenen Ausbildung von Matratzen die diesbezüglichen günstigen Eigenschaf- ten von Wollschichten nicht zur Auswirkung, weil dies die dichten und festen Bezugsstoffe aus Matrat- zendrell verhindern.
Es ist Aufgabe vorliegender Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen und eine Matratze zu schaf fen, die bei Benutzung ein gesteigertes Wohlbefinden während der Ruhe sowie ein angenehmes Wärmege fühl aufkommen lässt und in der Lage ist, Ausschei dungen der Haut in Form von Schweiss und Feuch tigkeit aufzunehmen, weitere Absonderungen zu bin den sowie zu neutralisieren und sie während des Nichtgebrauches der Matratze wieder abzugeben. Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss eine Ausbildung der Matratze vorgeschlagen, bei der eine Schafschurwollage zur äusseren Begrenzungsfläche hin durch einen hochporösen, luftdurchlässigen und lockeren, textilen Fadenverband übergriffen ist.
Durch die Verwendung eines hochporösen, luft durchlässigen und lockeren, textilen Fadenverbandes wird erreicht, dass eine ausreichend grosse Durchläs sigkeit für Gase und Wasserdampf gewährleistet ist und somit die erwähnten, an sich bekannten Eigen schaften einer Schafschurwollage zur vollen Auswir kung gelangen können.
Die Matratze kann in weiterer Durchbildung des Erfindungsgedankens so ausgebildet sein, dass auf der dem hochporösen, luftdurchlässigen und locke ren, textilen Fadenverband gegenüberliegenden Seite der Schafschurwollage letztere durch einen dem Fa denverband gegenüber unelastischeren Stoff, vor zugsweise durch ein festes und dichtes Gewebe aus Jute, Baumwolle oder Nessel überdeckt ist, wobei die Schafschurwollage zweckdienlich mit dem Fadenver band und dem ihm gegenüber unelastischeren Stoff verbunden, insbesondere versteppt ist.
Dieser Stoff übernimmt nunmehr die Aufgabe, die bisher dem Matratzendrell zufiel, insbesondere die Aufgabe, dem Federkern die erforderliche Vorspannung zu geben, die bekanntlich bewirkt, dass das Gewicht des Schlä fers zwar nachgiebig, aber mit der erforderlichen Sprungelastizität abgefangen wird.
Zweckdienlich wird auch die Schafschurwollage mit der Matratze verbunden. Eine günstige Ausbil dungsform ergibt sich dann, wenn eine vorzugsweise mit dem Fadenverband und/oder dem ihm gegenüber unelastischeren Stoff versteppte Schafschurwollage durch Vernähen mit dem Bezugsstoff der Matratze verbunden ist, wobei der Bezug der Matratze so aus gebildet werden kann, dass an den Breit- und/oder an den Seitenflächen des äusseren Bezuges der Matratze ein Reissverschluss vorgesehen ist, dessen Ausbii- gung es ermöglicht,
den äusseren Bezug nach Einfüh- rung des Federkernes mit seinen Polsterauflagen unter Zusammendrücken des Federkernes zu schlies- sen. Der die Einführungsöffnung des äusseren Bezu ges verschliessende Reissverschluss kann über die Länge der kürzeren Seitenfläche jeweils bis in die längeren Seitenflächen verlaufend angeordnet sein, zweckdienlich derart, dass die Einführungsöffnung der Kante des Überzuges benachbart verlaufend an geordnet ist. Die Kanten des Überzuges weisen hier bei vorteilhaft eine Paspel (Keder) auf.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 stellt eine Schnittansicht gemäss Linie I-1 der Fig.2 in grösserem Masstab dar, während die Fig.2 eine Seitenansicht auf die Matratze zeigt; in Fig.3 ist eine schaubildliche Ansicht der Matratze dargestellt, bei welcher eine durch den Reissver schluss verschliessbare Einführungsöffnung für den Federkern geöffnet und der äussere Bezug im Be reiche der Öffnung aufgeklappt ist.
Die Matratze 1 besteht, wie insbesondere aus Fig. 1 ersichtlich, aus dem mit einer Umpolsterung aus Palmfasern, Polsterwatte oder dergleichen verse- henen Federkern 2, auf dessen einer Auflagefläche eine Schurwollage angeordnet ist, die nach aussen hin durch einen luftdurchlässigen, hochporösen und lok- keren, textilen Fadenverband, im Falle des Ausfüh- rungsbeispieles durch einen Tricotstoff 4 überdeckt ist,
während zum umpolsterten Federkern 2 hin ein festes Gewebe 5 aus Jute, Baumwolle oder derglei chen angeordnet ist, wobei die Schafschurwolle 3 mit dem Gewebe 5 und dem Tricotstoff 4 mittels einer Naht 6 versteppt und Schafschurwollage 3, Gewebe 5 und Tricotstoff 4 mit dem Bezugsstoff des Bezuges 7 verbunden ist. Die Unterseite des Federkerns 2 ist durch einen Bezugsstoff aus Matratzendrell bekleidet, ebenso wie die schmalen Seitenflächen 8 und 9. Der den Federkern 2 umhüllende Bezug 7 ist dergestalt ausgebildet, dass er eine Einführungsöffnung 10 für den Federkern 2 aufweist, die durch einen Reiss- verschluss 11 verschliessbar ist.
Durch Anordnung einer durch den Reissverschluss 11 verschliessbaren Öffnung zur Ein- und Herausführung des Federker- nes 2 ergibt sich der Vorteil, dass das Zusammennä hen der Teile des Bezuges auf der linken, dem Be schauer gegenüber abgewandten Seite erfolgen kann, wodurch eine Haltbarkeit des Bezuges erzielt wird, die wesentlich grösser ist als diejenige, die bei bisher bekannten Verbindungsmöglichkeiten der Bezugteile verwirklicht werden konnte.
Im Bereiche der Kanten 12 der Matratze 1 ist eine Paspel 13 eingearbeitet. Die Öffnung 10 wird hierbei so angeordnet, dass die eine Hälfte 11' des Reissverschlusses 11 entlang der Paspel 13 verlau fend angenäht ist, derart, dass, sich der Reissver- schluss 11 über die kurze Schmalseite 8 des Feder kernes 2 jeweils bis in die längeren Schmalseiten 9 erstreckt.
Es soll noch erwähnt werden, dass statt des Reissverschlusses 11 auch eine andere Verschluss- möglichkeit gewählt werden kann. Beispielsweise kann die Einführungsöffnung 10 auch durch Schnüre oder durch Knöpfe, Druckknöpfe, Ösen und Haken oder dergleichen verschlossen sein.
Die Erfindung ist nicht auf die Verwirklichung bei Matratzen im engeren Sinne beschränkt. Sie kann auch bei Keilkissen, Klappbetten für das gesamte Bettpolster, bei Polstern für Sessel, Schlafliegen, Sofas usw. Anwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Matratze mit einer auf mindestens einer Auflage fläche angeordneten Lage aus Wolle, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Schafschurwollage (3) zur äusseren Begrenzungsfläche hin durch einen hochpo rösen, luftdurchlässigen und lockeren, textilen Fa denverband (4) übergriffen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Matratze nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schafschurwollage (3) durch den hochporösen, luftdurchlässigen und lockeren, textilen Fadenverband (4) völlig überdeckt ist. 2.Matratze nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass auf der dem hochporösen, luft durchlässigen und lockeren, textilen Fadenverband (4) gegenüberliegenden Seite der Schafschurwollage (3) letztere durch einen dem Fadenverband (4) gegen über unelastischeren Stoff (5) überdeckt ist. 3. Matratze nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der dem Fadenverband (4) gegen über unelastischere Stoff (5) ein festes und dichtes Gewebe, z. B. aus Jute, Baumwolle oder Nessel, ist. 4. Matratze nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaf- schurwollage (3) mit dem Fadenverband (4) und mit dem ihm gegenüber unelastischeren Stoff (5) verbun den ist. 5.Matratze nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schafschurwollage (3) mit dem Fadenverband (4) und mit dem ihm gegenüber unela- stischeren Stoff (5) versteppt ist. 6. Matratze nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schafschurwollage (3) mit dem übrigen Teil der Matratze (1) verbunden ist. 7. Matratze nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schafschurwollage (3) durch Vernähen mit dem Bezugsstoff der Matratze (1) ver bunden ist. B.Matratze nach Patentanspruch, mit Fadenkern und mit einem an den Begrenzungsflächen des äusse- ren Bezuges der Matratze vorgesehenen Verschluss, gekennzeichnet durch eine Bemessung des Bezuges im Verhältnis zur Raumbeanspruchung des Feder- kernes, bei der der Bezug nur unter Zusammendrük- ken des Federkernes verschliessbar ist. 9.Matratze nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verschlusseinrichtungen (11, 11') zur Öffnung und zum Wiederverschluss des Be zuges längs einer Kurzkante und eines Teiles der an die Kurzkante anstossenden Längskante des überzu- ges angeordnet sind. 10. Matratze nach Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kanten (12) des Bezuges eine Paspel (13) aufweisen.
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Also Published As
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