CH404704A - Verfahren zum Aufkleben von Unterlagplatten auf teerölimprägnierten Holzschwellen - Google Patents
Verfahren zum Aufkleben von Unterlagplatten auf teerölimprägnierten HolzschwellenInfo
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- E01B9/00—Fastening rails on sleepers, or the like
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Description
Verfahren zum Aufkleben von Unterlagplatten auf teerölimprägnierten Holzschwellen Die Befestigung von Eisenbahnschienen auf Holz schwellen wird meist mit der Hilfe von Unterlag platten aus Stahldurchgeführt, die durch Schrauben an der Holzschwelle festgehalten werden.
Diese Be festigungsart hat den Nachteil, dass sich im Laufe der Zeit :die die Schrauben aufnehmenden Bohrun gen der Schwellen ausweiten, .wodurch sich die Be festigungsschrauben, die .ausserdem noch dem Rost angriff ,ausgesetzt sind, lockern.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile der Schraubverbindung dadurch zu ver meiden, dass,die Unterlagplatten ,an der Holzschwelle durch Aufkleben befestigt werden. Dieses Aufkleben stösst jedoch :
deshalb auf Schwierigkeiten, weil die zur Verwendung .kommenden Holzschwellen durch weg mit Teerölen imprägniert sind und diese Im- prägnierung eine haltbare Klebeverbindung, die zu dem wetterfest sein muss, auch bei Verwendung von sonst für das Verkleben von Metall und Holz geeigneten Klebstoffen, sehr erschwert oder ganz ausschliesst.
Diese ,Schwierigkeiten werden gemäss der Er findung dadurch überwunden, dass beim Aufkleben der Unterlagplatten .auf teerölimprägnierte Holz schwellen jeweils die zu verklebende Holzfläche vor dem Aufbringen des Klebstoffes :durch Anbohren oder Anstechen .mit einer grösseren Zahl von kleine ren Löchern versehen wird und dass danach ein flüssiger Klebstoff aufgebracht und in die so vorbe reitete Holzfläche eingepresst wird.
Dadurch wird nicht nur eine bessere Tiefenwirkung :der Haftfestig keit im Holz erzielt, sondern es wird zugleich die gesamte Oberschicht des Holzes in beträchtlicher Tiefe von dem Flüssigen Klebstoff durchtränkt und gewissermassen vergütet. Die erfindungsgemäss er zielte Wirkung geht also weit über die bei Holz- verleimungen un sich bekannte Massnahme des Auf rauhens der zu verleimenden Oberflächen hinaus.
.Das Verfahren lässt sich erfindungsgemäss mit besonders guten Ergebnissen durchführen, wenn das Aufkleben :der Unterlagplatte erst nach einer lauf die Imprägnierung oder Holzschwelle folgenden Lagerungszeit von mehr als vier Wochen erfolgt.
Nach einer .weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann in Kombination mit dem flüssigen Klebstoff eine Kelbstoffolie zur Verwendung kommen, die zwischen Unterlagplatte und Holzschwelle eingelegt wird.
Als besonders vorteilhaft hat .sich idie Verwendung von Klebstoffen (auf der Basis von Phenolharzen mit Vinylpolymerisaten oder dergleichen erwiesen, die für andere Zwecke bekannt waren.
Unter den ver- ;schiedenen Vertretern dieser :bekannten Gruppe von Klebstoffen ist für die Zwecke der Erfindung der unter dem Handelsnamen < @@Redux bekannte Kleb- stoff hervorragend geeignet.
Vorzugsweise wird zwischen die Unterlagplatte und die Holzschwelle eine Zwischenlage auf einem Glasfasergewebe von z. B. 0,1 :bis 0,2 mm Dicke eingelegt.
Die in der zu verklebenden Holzfläche ange brachten Löcher können in einer Tiefe von etwa 20 bis 30 mm gebohrt werden. Der Durchmesser der Löcher kann 3 bis 5 mm, die Anzahl von etwa 100 (bei Lochdurchmesser 4 mm) oder 60 bei Loch durchmesser 5 mm) pro Auflagefläche (34 X 16 cm) :betragen.
Bei Verwendung des Klebstoffes Rzdux wird in allen Fällen die Verlefimung bei Temperaturen zwischen 145 und 155 C bei gleichzeitiger Anwen dung von Druck, z. B. unter einer hydraulischen Presse, vorgenommen, wobei zweckmässigerweise fauch das Hochfrequenzverfahren zur Anwendung kommen kann. Das Einpressen des Klebstoffes in ,die an .der Holzoberfläche vorgesehenen Löcher er folgt dabei bei Raumtemperatur, z.
B. ,durch Druck von 20 bis 25 atü. Bei Verwendung von Redux-Film geschieht dies in Kombination mit dem flüssigen Klebstoff Redux.
Gegenstand der Erfindung ist auch eine nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte teer ölimprägnierte Holzschwelle mit Stahlunterlageplat- ten, dadurch gekennzeichnet, dass sie an der Ober seite Ausnehmungen für je eine Unterlageplatte auf weist, deren Grundflächen durch Einstechen oder Anbohren ;der Löcher vorbereitet und in welchen die Auflageplatten eingesetzt und verleimt sind.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung bei spielsweise erläutert.
Füg. 1 zeih teilweise im Schnitt ,die Aufsicht einer Schwelle mit beiderseitig eingeleimten Auflage platten für die (nicht dargestellten) Eisenbahnschie nen.
Fig. 2 .zeigt die zugehörige Draufsicht.
Wie die Zeichnung ,erkennen lässt, sind in der teerölimprägnierten Holzschwelle für die Auflage platte 2 bzw. 2' jeder Schiene je eine rechteckige Ausnehmung 3 bzw. 3' gegebenenfalls mit abgerunde ten Ecken ausgefräst. Die Tiefe der Ausfräsung kann etwa 7 bis 8 mm betragen. Die Abmessungen der Rechteckform entsprechen den Abmessungen der verwendeten Auflageplatten. Für die Auflageplatten mit den Abmessungen von z.
B. 160 X 345 nun werden die Abmessungen ider Ausfräsung etwa 162 X 347 mm gewählt, so ;dass die Auflageplatte in die Ausnehmung mit .geringem Spielraum einge setzt werden kann.
Vor dem Einsetzen der Auflageplatten wird die ausgefräste Ausnehmung mit :demKlebstoff bestri chen, der gegebenenfalls vorher in die -Grundfläche der Ausnehmung eingepresst ,werden kann. Die Grundfläche der Ausnehmung kann auch durch An stechen oder Anbohren vorbehandelt werden. Wie oben beschrieben, können zu :diesem Zweck in das Holz kleine Löcher in ,einer Tiefe von etwa 20 bis 30 mm gebohrt werden, deren Lochdurchmesser 3 bis 5 mm betragen kann.
Die Anzahl der Löcher kann etwa 100 (bei Lochdurchmesser 4 mm) oder 60 (bei Lochdurchmesser 5 mm) pro Auflagefläche betragen.
Die Erfindung erstreckt ,sich jedoch ,auch auf .eine Ausführungsform, :bei welcher an der Unterseite der Auflageplatten Stege oder Leisten vorgesehen sind, die in entsprechende Nuten eingreifen, die in den Ausnehmungen ,der Schwelle vorgesehen sind. Ausführungsbeispiele dieser Art sind in Fig. 3, 4, und 5, 6 veranschaulicht.
Fig.3 ist eine Ansicht auf die Unterseite der Auflageplatte 4, welche in eine an der Oberseite der Schwelle 1 vorgesehene .Ausnehmung (Fig. 4) eingesetzt wird. Wie ersichtlich, sind an der Unter seite der Auflageplatte 4 .mehrere Stege oder Lei sten 4' vorgesehen, die in entsprechende Nuten 1' in der Ausnehmung der Schwelle 1 eingreifen. Die Stege oder Leisten 4' können eine Breite von etwa 10 bis 15 mm und eine Tiefe von 10 bis 25 mm haben.
Die Nuten 1' müssen dann etwas grössere Abmessungen haben, damit ein kleiner Spielraum für @die eingreifenden Leisten oder Stege verbleibt. Ausserdem wird durch die in die Nuten der Schwelle eingreifenden Leisten eine zusätzliche Sicherheit ge gen seitliches Verschieben der Auflageplatte erreicht.
Auch bei dieser Ausführung wird der Klebstoff zweckmässig in die zu verleimende Oberfläche der Schwelle eingepresst. ,Bei der in Fig. 5 und 6 ge zeigten Ausführungsform verlaufen die an der Unter seite der .Auflageplatte 5 vorgesehenen Stege oder Leisten 5' nicht parallel, sondern geneigt in etwa VV-Form.
Die gleiche Anordnung zeigen auch die in Fig. 6 ,dargestellten Nuten 6' in der Ausnehmung 6 der Schwelle 1. Durch die schräg verlaufenden Lei sten oder Stege gemäss Fig. 5, 6 .soll die Sicherheit gegen seitliches Verrutschen der Auflageplatte in allen Richtungen verstärkt werden.
Nach einer Ausgestaltung des Verfahrens kann bei Verwendung von flüssigen Klebstoffen auch zwi schen ider Holzoberfläche und der Auflageplatte eine Zwischenlage .aus einem Gl.asfasergewebe eingebracht werden, wodurch eine festere und gleichmässigere Verbindung erzielt wird.
Die Stärke :des Gewebes, Maschenzahl und Maschenweite müssen so aufeinan- der abgestimmt sein, dass bei grösstmöglicher Festig keit der Klebstoff die Maschen gut durchdringt und so eine einwandfreie Benetzung erfolgt.
Selbstverständlich müssen die @bei Metallverlei- mungen allgemein üblichen Massnahmen wie Ent fetten und Entrosten durchgeführt werden; man kann ,die zu verbindenden Oberflächen aufrauhen und die Klebverbindung nachträglich mit einem wetterfesten Kunstharzlack schützen.
Die vorstehenden ran Hand der Zeichnung be- schriebenen Massnahmen zur Verbesserung der Leim- venbindung sind bei allen flüssigen Klebstoffen an wendbar, die im übrigen die Voraussetzungen bezüg lich Haltbarkeit und Wetterfestigkeit der Verbindung erfüllen.
Die in Fig.4 bis 6 gezeigten Nuten 1' bzw. 6' und ebenso die entsprechenden Stege oder Leisten 4' ,bzw. 5' brauchen nicht :bis zum Rande der Fläche zu verlaufen, es genügt vielmehr, wenn sie sich nur auf einen :erheblichen Teil :der Fläche erstrecken.
Schliesslich kann es zweckmässig sein, :beider Anord nung nach Fig. 5 und 6 die Leisten und zugehörigen Nuten ,des einen Paares derart um 180 verdreht anzuordnen, dass das eine der beiden V auf der Spitze. steht.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Aufkleben von Unterlagplat- ten --auf teerölimprägnierte Holzschwellen, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die zu verklebende Holz fläche vor dem Aufbringen des Klebstoffs durch An- bohren oder ,Anstechen mit einer grösseren Zahl von kleineren Löchern versehen wird und dass danach ein flüssiger Klebstoff aufgebracht und in die so vorbereitete Holzfläche eingepresst wird.II. Teerölimprägnierte Holzschwelle mit Stahl unterlageplatten, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, idadurch gekennzeichnet, dass sie an der Oberseite Ausnehmungen für je eine Unterlageplatte iaufweist,deren Grundflächen durch Einstechen oder Anbohren der Löcher vorbereitet und in welchen ,die Auflageplatten eingesetzt und verleimt sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren .nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufkleben der Unterlag platte erst nach einer auf die Imprägnierung der Holzschwelle folgenden Lagerungszeit von mehr als vier Wochenerfolgt. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass in Kombination mit dem flüssigen Klebstoff eine Klebstoffolie, die zwischen Unterlag platte und Holzschwelle eingelegt wird, ,zur Ver wendung kommt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Klebstoffen auf ,der Basis von Phenolharzen mit Vinylpolymerisaten. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen die Unterlagplatte und die Holzschwelle eine Zwischenlage aus einem .Glas- fasergewebe von z.. B. 0,1 bis 0,2 mm Dicke eingelegt wird.5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Unterlagplatten in an der Oberseite der Schwelle vorgesehene Ausnehmungen, deren Grundflächen durch Einstechen oder Anboh ren der Löcher vorbereitet werden, eingesetzt und verleimt werden.6. Holzschwelle nach Patentanspruch 1I, ,dadurch gekennzeichnet, @dass die Abmessungen jeder im ,Grundriss rechteckigen Ausnehmung die Abmessun gen der Unterlagplatte nur wenig, z.B. 1 bis 2 mm, überschreiten. 7. Holzschwelle nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagplatten an ihrer Unters; ite Stege .aufweisen, die in entsprechende, an ,der Grundfläche der Ausnehmung angebrachte Nuten eingreifen. B.Holzschwelle nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Unter- lagplatte mehrere geneigt zueinander verlaufende Stege ,und ,an ider Grundfläche der Ausnehmung oder Schwelle entsprechend verlaufende Nuten vor gesehen sind. 9. .Holzschwelle nach Unteranspruch 8, :dadurch gekennzeichnet, dass die Stege sowie die Nuten paar weise .angeordnet sind, wobei je zwei Stege bzw.Nuten in V-Form verlaufen.
Applications Claiming Priority (1)
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| DER30063A DE1235353B (de) | 1961-04-07 | 1961-04-07 | Verfahren zum Aufkleben von Unterlagsplatten auf teeroelimpraegnierten Holzschwellenund Holz-schwelle zur Verwendung bei diesem Verfahren |
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Family Applications (1)
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| CH422362A CH404704A (de) | 1961-04-07 | 1962-04-06 | Verfahren zum Aufkleben von Unterlagplatten auf teerölimprägnierten Holzschwellen |
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Cited By (1)
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| GB699336A (en) * | 1951-03-17 | 1953-11-04 | Sidervia S A | Improvements in or relating to tie-plates for railway sleepers |
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1961
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- 1962-04-06 CH CH422362A patent/CH404704A/de unknown
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| AT501984A1 (de) * | 2005-03-08 | 2006-12-15 | Bernd Gapp | Verfahren und anordnung zum verbinden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT244375B (de) | 1966-01-10 |
| DE1235353B (de) | 1967-03-02 |
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