Hydraulischer Kraftheber für Bodenbearbeitungsgeräte ziehende Schlepper
Die Erfindung betrifft einen hyraulischen Kraftheber für Bodenbearbeitungsgeräte ziehende Schlepper mit einer Regeleinrichtung, welche wahlweise schaltbar ein Beeinflussen des Steuergeräts durch die Lage des Bodenbearbeitungsgeräts oder durch die am Bodenbearbeitungsgerät angreifende Zugkraft bewirkt, wobei der Einfluss der Lage von der Hubwelle des Krafthebers, der Einfluss der Kraft von einem federnd abgstützten Geber abgeleitet wird und beide Einflüsse über Gestänge auf das Steuergerät einwirken.
Es ist bekannt, dem Kraft-und dem Lageeinfluss je einen mit einem Handhebel einstellbaren Getriebezug zuzuordnen und beide Getriebezüge über eine Wippe gemeinsam auf einen das Steuergerät bewegenden Hebel einwirken zu lassen. Einer der Ge triebezüge kann durch einen Anschlag blockiert werden. Das verlangt verhältnismässig viel Platz für beide Getriebezüge, zahlreiche Einzelteile einschliesslich der beiden Handhebel und viele Lager-und Gelenkstellen, so dass störende Reibung auftritt und durch Herstellung oder Abnützung auftretendes Spiel die Genauigkeit der Steuerung beeinträchtigen kann.
Ausserdem ist einer der Getriebezüge nicht ausschaltbar, was bei manchen Anwendungen stört und die Zusammenhänge in der Bewegung zwischen Geber oder Hubwelle und Gestänge sind wegen der ausschliesslichen Benützung von Hebeln auf proportionales Verhalten beschränkt.
Es ist auch bekannt, das lageabhängige und das kraftabhängige Gestänge wechselweise mit dem Steuergerät zu kuppeln. Dieser Kuppelvorgang ist verhältnismässig umständlich, nicht in jeder Stellung der Getriebezüge durchzuführen und verbietet oder erschwert es, die Teile der Getriebezüge spielfrei unter Kraftschluss in Verbindung zu halten.
Schliesslich ist es auch bekannt, Kraft-und Lageeinfluss auf einen Hebel einwirken zu lassen, von dem die Regelbewegung des Steuergeräts abgenommen wird. Das Unterbringen der Hebel mit verschiedenen festen und beweglichen Drehpunkten im Krafthebergehäuse ist vielfach umständlich, und man braucht eine gewisse Mindestentfernung zwischen den auf die Hebel einwirkenden Mitteln. Ausserdem ist man auch hier auf lineare Zusammenhänge zwischen den Bewegungen festgelegt.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, dass in das Gestänge zwei gelenkig verbundene. Kurvenscheiben eingefügt sind, die wahlweise gegeneinander verstellbar sind und von denen eine ein Kurvenstück trägt, das bei Verstellung der Kurvenscheiben zur Lageregelung eine von der Drehung der Hubwelle abhängige Verschiebung des Ge stänges bewirkt, nach Verstellen der Teile zur Zugkraftregelung dagegen unwirksam ist, und dass die Kurvenscheiben ständig über ein gemeinsames Kop pelstück mit dem Steuergerät verbunden sind.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung wiedergegeben. Es zeigen
Fig. 1 einen Kraftheber im Schnitt, auf Lageregelung eingestellt, mit dem vereinfacht wiedergegebenen Anhängegerät,
Fig. 2 einen Schnitt des Krafthebers, auf Kraftregelung eingestellt,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform eines Krafthebers in der Ansicht, auf Kraftregelung eingestellt,
Fig. 4 einen Ausschnitt dieses Krafthebers, auf Lageregelung eingestellt.
Die wesentlichen Teile des in Fig. 1 und 2 dargestellten Krafthebers sind in ein Gehäuse 1 eingebaut. Dieses bildet zugleich einen Sammelbe- hälter, der über eine Saugleitung 2 mit der ausser halb des Gehäuses I liegenden Pumpe 3 des Krafthebers verbunden ist. Von der Pumpe führt eine Leitung 4 zu dem Steuergerät 5 des Krafthebers.
An dieses ist eine Rücklaufleitung 6 angeschlossen, die über ein Filter 7 und ein Fallrohr 7'in das Innere des Behälters 1 mündet. Von dem Steuergerät 5 führt ausserdem eine Arbeitsleitung 8 zu dem Hubzylinder 9 des Krafthebers, in dem sich der Arbeitskolben 10 bewegt. Dessen Kolbenstange 11 ist über eine Schwinge mit einer im Gehäuse 1 gelagerten Hubwelle 12 verbunden, welche ausserhalb des Gehäuses Hubarme 13 trägt.
Das Gehäuse 1 ist am Fahrgestell eines Schleppers befestigt, das auch Lager 14 für die unteren Lenker 15 hat, durch die ein angehängter Pflug 16 mit dem Schlepper verbunden ist. Ein ebenfalls mit dem Schlepper verbundener oberer Lenker 17 ist an einen Geber 18 angelenkt, der an dem Gehäuse 1 befestigt ist. Er besteht aus einem Stützteil 19, das gelenkig mit einem Lagerteil 20 verbunden ist ; das Lagerteil stützt sich mit Hilfe einer gekrümmten Blattfeder 21 elastisch gegen das Gehäuse 1 ab und nimmt in einer Bohrung 22 ein Ende des oberen Lenkers 17 auf. Mit dem Lagerteil ist fest ein Geberhebel 23 verbunden. Die Hubarme 13 sind durch Zugstangen 24 gelenkig an die unteren Lenker 15 angeschlossen.
Auf der Hubwelle 12 ist als Kurvenscheibe ein Lagerring 25 befestigt, der auf seiner in Fig. 1 rechts liegenden Seite ein Kurvenstück 26 hat. Durch einen Bolzen 27 ist mit diesem Lagerring ein als Kurvenscheibe dienender Hubring 28 gelenkig verbunden, der auf etwa der Hälfte seines Aussenumfangs ein Kurvenstück in der Form einer kreiszylindrischen Leitfläche 29 hat. Sie setzt sich in einer Grenzfläche 30 fort, welche von dieser Kreisfläche zur Mitte des Ringes hin zurückweicht.
Der Hubring enthält einen kreisbogenförmigen Schlitz 31. In diesen greift ein Bolzen 32 eines Winkelhebels 33, der auf einer im Gehäuse 1 gelagerten Welle 34 drehbar gelagert ist. In einen Schlitz 35 am anderen Schenkel des Winkelhebels greift ein Stift 36, der an einem Hebel 37 sitzt. Dieser Hebel ist auf einer Stellwelle 38 befestigt, welche ausserhalb des Gehäuses 1 einen Schalthebel 39 trägt.
Auf einem in dem Gehäuse 1 befestigten Bolzen 40 ist ein Hebel 41 gelagert, der an einem Ende mit einer Rolle 42 am Umfang der Ringe 25, 28 anliegt, am entgegengesetzten Ende durch einen Bolzen 43 gelenkig mit einem Zwischenhebel 44 verbunden ist. Dieser Zwischenhebel liegt an einem Ende über eine Rolle 45 ebenfalls an den Ringen an und ist am entgegengesetzten Ende an eine als Koppelstück dienende Stange 46 angelenkt, welche zu einem Überlagerungshebel 47 führt. Dieser ist gelenkig einerseits mit einem Schieber 48 des Steuergeräts 5, anderseits über eine Lasche 49 mit einem Handhebel 50 verbunden, der feststellbar am Ge häuse 1 gelagert ist. Eine Druckfeder 51 sucht den Schieber 48 nach rechts zu bewegen, d. h. bei feststehendem Handhebel 50 die Stange 46 nach rechts zu ziehen.
Das hält die Rollen 42 und 45 stets an den Flächen der Kurvenringe 25, 28.
An einem Punkt des Zwischenhebels 44 ist über eine aus einem Stift 52 und einem Langloch 53 bestehende Stift-Schlitz-Verbindung eine Stange 54 angeschlossen, welche an einen mit der Welle 34 verbundenen Doppelhebel 55 angelenkt ist. An dessen zweitem Arm befindet sich ein Stift 56, gegen den sich das freie Ende des Geberhebels 23 legt.
Bei der Stellung der Teile nach Fig. 1 ist der Kraftheber auf Lageregelung eingestellt. Der Schalthebel 39 ist nach links geschwenkt, so dass der Bolzen 32 die untere Grenzlage einnimmt. Der Hubring 28 wird nun an diesem Bolzen mit Hilfe des als Stützkurve dienenden Schlitzes 31 so geführt, dass die Leitfläche 29 exzentrisch zur Achse der Hubwelle 12 verläuft. Die Rolle 45 liegt an dieser Leitfläche an, die Rolle 42 dagegen an dem Kurvenstück 26 des Lagerrings 25, da in dessen Bereich die Leitfläche 29 hinter dieses Kurvenstück in Rich- tung auf die Hubwelle zurücktritt.
Die Hubarme 13 befinden sich nach Fig. I in ihrer höchsten Lage, der Pflug ist in Transportstellung ausgehoben. Das Steuergerät ist in Neuralstellung, d. h. von der Pumpe 3 gelieferte Flüssigkeit wird unmittelbar durch die Rücklaufleitung 6 zum Behälter im Gehäuse 1 zurückgeleitet.
Soll der Pflug gesenkt werden, so verschwenkt man den Handhebel 50 entgegen dem Uhrzeigersinn.
Der Oberlagerungshebel 47 dreht sich daher entgegen dem Uhrzeigersinn um das Ende der zunächst noch feststehenden Stange 46 und bewegt den Schieber 48 nach rechts. Das hat zur Folge, dass das Steuergerät auf an sich bekannte Weise Druckmittel über die Leitung 8 aus dem Hubzylinder 9 entweichen lässt, wodurch sich der Arbeitskolben 10 nach rechts bewegt, die Hubwelle 12 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht und der Pflug mit Hilfe der Hubarme 13 und der Zugstangen 24 gesenkt wird. Bei dieser Drehung der Hubwelle wirkt die Leitfläche 29 so auf die Rolle 45, dass sich der Zwischenhebel 44 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht und die Stange 46 daher nach links verschiebt. Der Schieber 48 des Steuergeräts wird dadurch wieder nach links bewegt.
Entspricht die Senkbewegung dem durch das Verschwenken des Handhebels 50 gewählten Wert, so ist der Schieber 48 wieder in die neutrale Stellung zurückgekehrt, bei der das Druckmittel drucklos umläuft und der Hubzylinder 9 abgesperrt ist. Die Rolle 42 macht während dieser Bewegung nur einen kleinen, von dem Kurvenstück 26 gesteuerten Ausgleichshub, der es erlaubt, den Zusammenhang zwischen den Bewegungen des Steuerschiebers 48 und des Pfluges 16 über das von der Leitfläche 29 gegebene Gesetz hinaus so abzuändern, wie es einer sicheren Handhabung des Krafthebers entspricht.
Soll der Pflug angehoben werden, so schwenkt man den Handhebel 50 im Uhrzeigersinn, wodurch der Steuerschieber 48 nach links bewegt wird. Das Steuergerät 5 leitet daher in an sich bekannter Weise von der Pumpe 3 gefördertes Druckmittel durch die Arbeitsleitung 8 in den Hubzylinder und schiebt den Arbeitskolben 10 nach links, so dass sich die Hubwelle 29 im Uhrzeigersinn dreht und der Pflug angehoben wird. Die Rollen 45 und 42 werden dabei von der Leitfläche 29 und dem Kurvenstück 26 so bewegt, dass sich die Stange 46 nach rechts verschiebt. Sie führt daher den Steuerschieber 48 ebenfalls nach rechts, bis er in die neutrale Lage zurück- gekehrt ist und der angehobene Pflug in einer Lage stehenbleibt, die der Einstellung des Handhebels 50 entspricht.
Während dieser Vorgänge wird der Stift 52 von dem Langloch 53 mit Spiel umfasst, so dass von dem Geberhebel 23 ausgehende Steuerbewegungen, welche die Stange 54 hin und her schieben, nicht auf den Zwischenhebel 44 einwirken. Lediglich wenn sich der Geberhebel 23 ausserordentlich stark bewegen sollte, wie es beim Anstossen des Pfluges 16 an ein Hindernis oder beim Zunehmen des Zugwiderstandes über das zulässige Mass hinaus auftritt, wird das Spiel in der Stift-Schlitz-Kupplung 52, 53 aufgezehrt und der Zwischenhebel 44 zusätzlich entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, so dass die Stange 46 den Schieber 48 in Hubstellung bringt und der Pflug angehoben wird, bis dieser ausserordentliche Einfluss des Gebers aufhört. Die Regelung führt dann den Pflug 16 wieder in die Lage zurück, die der Einstellung des Handhebels 50 entspricht.
Bei der Stellung nach Fig. 2 sind die Teile auf Kraftregelung geschaltet. Der Schalthebel 39 ist nach rechts geschwenkt, der Winkelhebel 33 entgegen dem Uhrzeigersinn so gedreht, dass der Bolzen 32 seine obere Grenzlage einnimmt. Er hält nun mit Hilfe des als Stützkurve dienenden Schlitzes 31 den Hubring 28 in einer solchen Lage, dass die Leitfläche 29 konzentrisch zur Achse der Hubwelle 12 liegt. Die auf der Leitfläche liegende Rolle 42 wird daher beim Drehen der Hubwelle 12 nicht beeinflusst, so dal3 der Hebel 41 seine Lage beibehält, solange der Pflug 16 nicht ganz angehoben wird (vgl. weiter unten).
Die an dem Schlepper angreifende Zugkraft des Pfluges wirkt sich gewöhnlich in den unteren Lenkern 15 als Zug-, in dem oberen Lenker 17 als Druckkraft aus. Diese Druckkraft verschwenkt den Lagerteil 20 des Gebers 18 und mit ihm den Geberhebel 23 im Uhrzeigersinn ; dadurch wird die Stange 54 nach rechts geschoben. Ein Ende des Langlochs 53 nimmt den Stift 52 mit, dreht den Zwischenhebel 44 um den Bolzen 43 und hebt die Rolle 45 von der Leitfläche 29 ab.
Befindet sich der Handhebel 50 in einer Stellung, welche der herrschenden Zugkraft entspricht, so steht der Schieber 48 des Steuergeräts in Neutralstellung und die von der Pumpe 3 geförderte Druckflüssigkeit kehrt unmittelbar durch die Rücklaufleitung 6 in den Behälter zurück. Nimmt der Bodenwiderstand zu, so schwenkt der Geberhebel 23 weiter im Uhrzeigersinn und verschiebt die Stange 54 nach rechts.
Sie zieht über den Zwischenhebel 44 die Stange 46 weiter nach links, wodurch der Schieber 48 in Hubstellung kommt und Druckmittel in den Hubzylinder 9 leitet. Dadurch wird der Arbeitskolben 10 nach links verschoben und der Pflug 16 so lang angehoben, bis die im oberen Lenker 17 wirksame Kraft wieder auf den gewünschten Wert abgenommen hat und der Geberhebel 23 in die ursprüngliche Lage zurückgekehrt ist. Dabei wurde die Stange 54 nach links, die Stange 46 nach rechts geführt, und der Schieber 48 ist nach rechts in die Neutralstellung zurückgekehrt.
Wird umgekehrt durch Verstellen des Handhebels 50 ein anderer Kraftwert eingestellt, so verschiebt sich zunächst der Schieber 48 und der Pflug wird gehoben oder gesenkt, bis die sich ändernde Kraft über den Geberhebel 23 und den Zwischenhebel 44 den Schieber 48 wieder in die Neutralstellung zurückgeführt hat.
Kommt der Pflug 16 bzw. der Hubarm 13 in die Nähe seiner oberen Endlage, so läuft die Rolle 42 nicht mehr auf der Leitfläche 29, sondern auf der Grenzfläche 30. Da diese auf einen kleineren Durchmesser zurückweicht, wird der Hebel 41 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, so dass der Zwischenhebel 44 mit dem Stift 52 als Drehpunkt im Uhrzeigersinn geschwenkt wird, die Stange 46 nach rechts rückt und der Schieber 48 aus einer links liegenden Hubstellung in die Neutralstellung zurückgeführt wird. Dadurch wird verhindert, dass bei in oberer Grenzlage anstossenden Hubarmen die Pumpe ständig weiterfördert und das geförderte Druckmittel durch ein tYberströmventil ständig unter Vernichtung der erzeugten Energie abströmt.
Bei der beschriebenen Ausführungsform eignen sich die Gestängeteile besonders gut zum Einbau in das Gehäuse 1, welches auch als Kraftheberblock bezeichnet wird. Die Durchführungen von aussen sind sämtliche als Drehlager ausgebildet, die leicht dicht gehalten werden können (Welle 34, Stellwelle 38 und Hubwelle 12).
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 eignen sich die Teile besonders zum Anbau an einem Kraftheberblock von aussen. Dessen Ge häuse ist mit 60 bezeichnet. Es enthält einen Hubzylinder 61 mit einem Arbeitskolben 62, der über eine Kolbenstange 63 und eine Schwinge 64 die im Gehäuse 60 gelagerte Hubwelle 65 bewegt. Die Hubwelle trägt an ihren ausserhalb des Gehäuses liegenden Enden Hubarme 66, an denen die Zugstangen 24 angelenkt sind. An dem Gehäuse 60 bzw. dem dieses tragenden Fahrgestell 67 des Schleppers ist wieder der Geber 18 befestigt, an dem der obere Lenker 17 angelenkt ist, und der einen Geberhebel 68 hat.
An dem Gehäuse 60 ist ein Steuergerät 69 befestigt, das durch eine Arbeitsleitung 70 mit dem Hubzylinder 61 und durch Leitungen 71, 72 mit der Pumpe 73 des Krafthebers und dem Vorratsbehälter 74 verbunden ist. Auf einem aussen liegenden Teil der Hubwelle 65 ist ein Steuerring 75 befestigt, der mit seinem konzentrischen Umfang eine Lagerfläche 75'bildet und eine Aussparung 76 hat. Die Aussparung ist auf einer Seite durch eine Nase 77 begrenzt.
Um den Steuerring ist eine Kurvenscheibe in Form eines Lagerrings 78 gelegt. Ein Teil seines inneren Umfangs bildet eine Stützfläche 79, die aus Teilen eines Kreiszylinders besteht und auf die La gerfläche 75'passt. Ein anderer Teil des inneren Umfangs bildet eine als auswärts gerichtete Aussparung ausgebildete Grenzfläche 80. Rechts seitlich hat der Ring Spiel gegenüber dem Steuerring, so dass er aus der gezeichneten Lage nach links bewegt werden kann.
Mit dem Lagerring 78 ist durch einen Bolzen 81 gelenkig verbunden ein als Kurvenscheibe dienender Hubring 82, der an seinem inneren Umfang eine Steuerfläche 83 in Form eines etwa spiralig verlaufenden Kurvenstücks hat, im übrigen den Steuerring 75 mit Spiel umgreift.
In dem Lagerring 78 ist schwenkbar ein Schalthebel 84 gelagert, der mit einer Hilfskurvenscheibe 85 verbunden ist. Die Hilfskurvenscheibe greift spielfrei in eine Aussparung 86 des Hubrings. Durch Verschwenken des Schalthebels 84 stellt sich die Kurvenscheibe 85 so ein, dass sie selbsthemmend eine von zwei bestimmten Lagen in der Aussparung 86 einnimmt und dadurch den Lagerring und den Hubring in zwei bestimmten Stellungen zueinander festlegt.
Der Lagerring 78 ist mit einem Fortsatz 87 auf einem verstellbaren, an dem Gehäuse 60 befestigten Anschlag 88 abgestützt. An dem Hubring 82 sitzt ein Stift 89, der in ein Langloch 90 einer Stange 91 greift, die an dem Geberhebel 68 angelenkt ist. An dem Bolzen 81 ist drehbar eine als Koppelstück dienende Stange 92 befestigt, welche zu einem Aber- lagerungshebel 93 führt. Dieser ist wie bei dem Aus führungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 über eine Lasche 94 mit einem Handhebel 95 und unmittelbar mit dem Steuerschieber 96 des Steuergerätes 69 verbunden. Eine Druckfeder 97 sucht den Steuerschieber nach rechts zu drücken. Dadurch wird an der Stange 92 ein Zug ausgeübt und der Lagerring 78 oder der Hubring 82 anliegend an dem Steuerring 75 gehalten.
In der Stellung nach Fig. 3 sind die Teile auf Kraftregelung geschaltet. Der Schalthebel 84 ist in seiner oberen Endlage ; der Hubring 82 ist gegen über dem Lagerring 78 so festgehalten, dass sich der Stift 89 über dem Fortsatz 87 befindet. Dadurch ist die Steuerfläche 83 aus dem Bereich des Steuerrings 75 insbesondere seiner Nase 77 gerückt. Der Stift 89 liegt an einem Ende des Langlochs 90 an.
Wird am Geber 18 eine Kraft ausgeübt, die der eingestellten Lage des Handhebels 95 entspricht, so befindet sich der Steuerschieber in seiner Neutrallage und das von der Pumpe 73 geförderte Druckmittel läuft drucklos um. Steigt die Kraft auf den Geber 18, so schwenkt der Geberhebel 68, schiebt die Stange 91 nach rechts und dreht die miteinanderverbundenen Ringe 78 und 82 um den Steuerring 75, da beide mit der Stützfläche 79 auf diesem gleiten. Dadurch wird die Stange 92 nach links gezogen und der Steuerschieber 96 auf Heben gestellt. Er lässt Druckmittel über die Leitung 70 in den Hubzylinder 71 strömen, bis der Kolben 61 über die Hubarme 66 den angehängten Pflug so weit angehoben hat, dass die am Geber 18 auftretende Kraft wieder der Stellung des Handhebels 95 entspricht.
Nimmt die Kraft am Geber 18 ab, so verlaufen die Bewegungen und Vorgänge in umgekehrter Richtung. Wird der Handhebel 95 auf eine grössere Kraft eingestellt, d. h. entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt, so wird der Steuerschieber 96 in Senkrichtung verschoben. Dadurch strömt Druckmittel aus dem Hubzylinder 61 ab, der Kolben 62 dringt tiefer in den Zylinder ein und lässt den Pflug sinken.
Die ausgeiibte Kraft steigt ; der Geberhebel 68 schiebt die Stange 92 nach links. Dadurch wird der Steuerschieber 96 in die Neutralstellung zurückgebracht, sobald die am Geber angreifende Kraft die mit dem Handhebel 95 gewählte Grösse hat. Wird der Handhebel auf eine geringere Kraft eingestellt, so laufen die entsprechenden Vorgänge in umgekehrter Richtung ab.
Bei diesen Vorgängen hat die Drehlage der Hubwelle 65 keinen Einfluss auf die Lage der Kurvenringe 78, 82, da sich ihr Steuerring 75 innerhalb der kreisförmigen Stützfläche 79 des Lagerrings 78 dreht. Lediglich wenn der Hubarm 66 in die Nähe seiner oberen Grenzstellung kommt, wie das in Fig. 3 dargestellt ist, tritt die Nase 77 in die Grenzfläche 80 ein. Dadurch schwenken die Kurvenringe um den Stift 89 im Uhrzeigersinn und schieben die Stange 92 nach rechts, bis der Steuerschieber 96 aus der Hubstellung hinaus in die Neutralstellung gerückt ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind die Teile des Krafthebers auf Lagesteuerung eingestellt. Der Schalthebel 84 ist in seiner unteren Grenzlage ; die Hilfskurvenscheibe 85 hält den Hubring 82 so gegen den Lagerring 78 fest, dass sich der Stift 89 ein Stück rechts von dem Fortsatz 87 befindet. Da beide Ringe gegen den Anschlag 88 abgestützt sind, greift das Langloch 90 mit Spiel um den Stift 89 ; von dem Geber über die Stange 91 kommende Bewegungen bleiben daher ohne Einfluss auf die Kurvenringe.
Die Steuerfläche 83 des Hubrings 82 liegt nunmehr im Bereich der Nase 77 des Steuerrings 75.
Die Hubarme 66 befinden sich in der dargestell- ten Lage in ihrer höchsten Stellung. Soll der mit den Hubarmen verbundene Pflug gesenkt werden, so wird der Handhebel 95 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Der Steuerschieber 96 wird dadurch nach rechts in die Senkstellung verschoben, die Hubwelle 65 dreht sich entgegen dem Uhrzeigersinn und die Hubarme schwingen abwärts. Gleichzeitig gleitet die Nase 77 entlang der Steuerfläche 83 und schwenkt die Kurvenscheiben in zunehmendem Masse entgegen dem Uhrzeigersinn um den Anschlag 88. Die Stange 92 wird dadurch nach links gezogen und führt den Steuerschieber 96 in die Neutralstellung zurück, wenn der Pflug und die Hubwelle 65 die gewünschte Lage erreicht haben. Soll der Pflug angehoben werden, so verlaufen die entsprechenden Vorgänge in umgekehrter Richtung.
Sinkt, z. B. solange der Schlepper mit angehobenem Pflug fährt, der Pflug etwas herunter, weil der abstützende Druckmittelkreis nicht ganz dicht ist, so verschwenkt die Nase 77 über die Steuerfläche 83 die Kurvenringe und schaltet über die Stange 92 den Steuerschieber 96 auf Heben , bis wieder der vorige Zustand erreicht ist.
Die beschriebenen Regeleinrichtungen haben ver hältnismässig wenige Teile, die nur geringen Raum einnehmen, leicht zu betätigen und sicher in der Wirkungsweise sind.
Zwischen den beschriebenen Grenzlagen der Schalthebel 39, 84 lassen sich auch für manche Fälle zweckmässige Zwischenstellungen einrichten, bei denen Kraft-und Lageregelung je zu einem Teil wirksam sind.