Verfahren zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden
Es ist bekannt, Fadenenden durch Zusammenknüpfen miteinander zu verbinden. Obwohl die Verbindung durch Knoten im allgemeinen zufriedenstellend ist, hat sie auch Nachteile. Erstens ist die Zugfestigkeit eines Fadens, in dem sich ein Knoten befindet, geringer als diejenige eines knoteniosen Fadens. Zweitens kann bei Verarbeitung von Fäden mit Knoten in Textilmaschinen die Kontinuität des Verfahrens gestört werden, weil Idie Knoten z. B. in Knotenfängern festgehalten werden oder weil die Fäden beim Abziehen vom Garnwickel mit den Knoten hängenbleiben. Beim Kräuseln von dicken Fäden mit Hilfe einer Kräuselkammer, in welche der Faden durch zwei Walzen eingebracht wird, kann der Knoten den Durchgang des Fadens durch die Walzen behindern.
Es wurde nun ein Verfahren zur Verbindung der Fäden gefunden, welches diese Nachteile nicht aufweist.
Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden kennzeichnet sich dadurch, dass mindestens zwei Fadenenden parallel nebeneinander gelegt werden und dass gegen das so erhaltene Fadenbündel, das an mindestens zwei Stellen eingeklemmt wird, zwischen den Klemmstellen in an sich bekannter Weise mindestens ein Gasstrahl gerichtet wird, während es sich in gespanntem Zustand befindet.
In an sich bekannter Weise bewirkt das Blasen des Gasstrahles gegen das Fadenbündel eine Verfilzung (Verwicklung) der Filamente, die infolge- dessen aneinanderhaften. Dieser Prozess wird im folgenden mit Verwicklung > bezeichnet. In ebenfalls bekannter Weise kann der Faden, der verwickelt werden soll, sich in einem geschlossenen Raum befinden oder nicht.
Das Fadenbündel kann durch den Gasstrahl hindurchgeführt werden, in welchem Falle es über seine ganze Länge verwickelt wird. Dies ist in den meisten Fällen jedoch nicht notwendig, um einen ge nügenden Zusammenhalt zu erzielen. Es kann nämlich eine ebenso feste Verbindung auch dadurch erzielt werden, dass man den Gasstrahl nacheinander an mehreren Punkten auf das Fadenbündel einwirken lässt, welches Verfahren im folgenden als Punkt verwicklung bezeichnet wird.
Diese Punktverwicklung kann auch in einer einzigen Arbeitsstufe durchgeführt werden, wenn man gleichzeitig mehrere Gasstrahlen gegen das Fadenbündel richtet. Die Festigkeit der Verbindung ist gleich oder grösser als diejenige der Fäden selbst, wenn die Zahl der Verwicklungspunkte genügend gross ist.
Wenn die Verwicklung oder Punktverwick lung vollendet ist, empfiehlt es sich, die freien Enden des Fadens, die während des Arbeitsvorganges eingeklemmt sind, abzuschneiden.
Durch das Verfahren gemäss der Erfindung können mindestens zwei Fadenenden verbunden werden.
Die Fadenenden können die Enden eines oder mehrerer Fäden sein. Die zu verbindenden Fäden können gezwirnt oder ungezwirnt sein. Unter gezwirnt ist im vorliegenden Fall gemeint, dass die Fäden keinen Zwirn besitzen, der höher ist als 40 Windungen pro Meter. Wenn die Fäden nämlich einen höheren Zwirn aufweisen, werden die Filamente durch den Gasstrahl nicht genügend aufgelöst und können daher überhaupt nicht miteinander verfilzt oder verwickelt werden.
Durch das Verfahren gemäss der Erfindung ist es möglich, sowohl Fäden mit niedrigen Denier als auch solche mit hohem Denier zu verbinden. Das Einklemmen des Fadenbündels und die Aufrecht erhaltung der Spannung während des Verbindens kann von Hand aus erfolgen.
Obwohl während des Verwicklungsprozesses der Gasstrahl gegen das Fadenbündel in jedem beliebigen Winkel gerichtet werden kann, empfiehlt es sich, um den besten Verwicklungseffekt zu erzielen, den Gasstrahl senkrecht gegen den Faden zu richten.
Die Spannung des Fadens während des Verwicklungsvorganges kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn man eine Fadenspannung von 0,05 bis 0,3 g je Denier anwendet.
Für den Blasstrahl können alle Arten von Gasen Verwendung finden, wie z. B. Kohlendioxyd, Stickstoff, gesättigter oder ungesättigter Wasserdampf usw. Aus wirtschaftlichen Gründen wird die Verwendung von Luft vorgezogen.
Die zu verbindenden Multifilamentfäden können z. B. aus regenerierter Zellulose, aus Zelluloseacetat, Polyamiden, Polyestern, Polyalkylenen, Polyacrylnitrilen usw. bestehen. Wenn Fäden aus regenerierter Zellulose verbunden werden sollen, empfiehlt es sich, diese vor der Verwicklung z. B. mit Wasser anzufeuchten.
Die Verbindung der Fadenenden nach dem erfindungsgemässen Verfahren, welches nachfolgend beispielsweise erläutert wird, kann mit Hilfe einer Vorrichtung durchgeführt werden, die sich zur Verwicklung der Fadenfilamente eignet.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer solchen Verwicklungsvorrichtung schematisch im Schnitt, während Fig. 2 eine azonometnsche Darstellung einer beispielsweisen Ausführungsform der GesamteinAch- tung ist.
Während des Betriebes wird ein Gas, z. B. Luft, unter Druck durch die Bohrung 31 der Düse 26 in eine Resonanzkammer 27 geblasen, deren Eintrittsöffnung 32 der Düsenbohrung 31 genau gegen überliegt. Zwei Fadenführer 28 sind so angeordnet, dass ein unter Spannung befindliches Fadenbündel, das in die Fadenführer eingelegt wird, die Mittellinie der Düsenmündung kreuzt. Die Enden 29 und 30 zweier Multifilamentfäden, die zueinander parallel sind, sind in den Klemmen 33 befestigt.
Infolge des Blasens des Gases gegen die beiden Fäden werden die Filamente miteinander verwickelt, so dass eine Verbindungsstelle entsteht. Wird der Doppelfaden am Gasstrahl, Ider aus der Düse aus tritt, entlang bewegt, so wird eine längere Verbindung erhalten.
Das Verfahren gemäss der Erfindung eignet sich besonders zur Verbindung von zusammengesetzten Garnen, die durch Zusammenzwirnen von zwei oder mehreren kontinuierlichen Filamentfäden mit verschiedenen Farben hergestellt sind. Sie können erfindungsgemäss so miteinander verbunden werden, dass die Verbindungsstellen unsichtbar sind.
Wie Fig. 2 erkennen lässt, werden auf Spindeln 2 und 3 der Vorrichtung 1 Hülsen 4 und 5 aufgesetzt, welche die Garnwickel 6 und 7 tragen. Die Garne 8 und 8' dieser Garnwickel sind identisch und durch Zusammenzwirnen von drei Fäden verschiedener Farbe (z. B. rot, grün und weiss) und Stauchkammerkräuselung des so erhaltenen Moulinegarnes erzeugt worden.
Die Spindel 3 ist auf einer Plattform 9 angebracht, die von Hand aus um eine Achse gedreht werden kann, welche zur Rotationsachse der Spindel 3 senkrecht steht und an der eine Garnklemme 10 befestigt ist. Die Vorrichtung 1 umfasst auch eine schwenkbare Garnklemme 11, die durch eine Hülse 12 in lotrechter Stellung gehalten wird. Wenn diese Hülse nach oben bewegt wird, wird die Garnklemme 11 unter dem Einfluss des Gewichtes 13 verschwenkt.
Die Vorrichtung weist ferner eine aufrecht stehende Wand 14 auf, an der drei Stützen 15, 16 und 17 angebracht sind, an welchen eine abnehmbare Verwicklungsvorrichtung befestigbar ist.
Die Verbindung der Fadenenden der Garne 8 und 8' wird wie folgt ausgeführt: Ein kurzes Garnstück des Garnes 8 wird von dem Garnwickel 6 abgewikkelt und in einem gewissen Abstand von seinem Ende in der Klemme 11 eingeklemmt. Der Zwirn wird von Hand aus aus diesem Garnstück entfernt, so dass drei getrennte Fäden 18, 19 und 20 erhalten werden (z. B. rot, grün und weiss). Auf gleiche Weise wird das Garn 8' abgewickelt, in der Klemme 10 eingeklemmt und von Hand aus aufgezwirnt, so dass drei getrennte Fäden 21, 22, 23 (die ebenfalls rot, grün und weiss sind), erhalten werden.
Hierauf wird eine Verwicklungsvorrichtung an der Stütze 15 angebracht und sowohl der Faden 19 als auch der Faden 22 eingelegt. An den Enden dieser Fäden sind Gewichte 25 festgeklemmt, welche die Fäden unter Spannung halten.
Mit Hilfe der Verwicklungsvorrichtung werden die Fadenenden 19 und 23 miteinander verwickelt.
Nach der Entfernung der Gewichte 25 werden die miteinander verbundenen Fäden in ein federbelastetes Häkchen eingelegt und die losen Fadenenden abgeschnitten.
Der oben beschriebene Vorgang wird mit dem roten Faden 18, 21 und dem weissen Faden 20, 23 wiederholt, so dass drei Verbindungen durch Verwicklung erhalten werden.
Hierauf wird die Hülse 12 nach oben geschoben, wodurch die miteinander verbundenen Fäden gespannt werden. Diese Spannung ist vorzugsweise gleich der Spannung der Fäden beim Verzwirnen zu dem Moulinegarn 8, 8'. Die Fäden werden aus dem Haken 24 herausgenommen und durch Rotation der Plattform 9 miteinander so verschlungen, dass die Verbindungsstelle die gleiche Anzahl von Windun- gen je cm aufweist, wie das ursprüngliche Mouline- garn.
Durch aufeinanderfolgendes Anbringen der Verwicklungsvorrichtung an den Stützen 15, 16 und 17 lässt sich der Vorteil erzielen, dass die Verbindungsstellen unter allen Umständen unsichtbar werden.
Dagegen sind diese möglicherweise sichtbar, wenn die Verwicklungsvorrichtung nicht verschoben wird.
Durch Verschiebung der Verbindungsstellen in den einzelnen Fäden wird erreicht, dass ausserdem die Zugfestigkeit des Garnes in der Regel höher ist, als wenn die Verbindungsstellen an der gleichen Stelle liegen.
Wenn das Moulinegarn einen geringen Zwirn aufweist, ist es in der Regel nicht notwendig, die verbundenen Enden wieder miteinander zu verzwirnen, insbesondere wenn der Abstand zwischen den Fadenklemmen 10 und 11 klein gewählt wird.
Auch wenn das Moulinégarn eine hohe Zwirnung aufweist, ist es nicht immer notwendig, die verbundenen Fäden miteinander zu verzwirnen. In diesem Fall soll das Aufzwirnen des Moulinegarnes von Hand aus in der Weise durchgeführt werden, dass die einzelnen Fäden auseinandergezogen werden, wodurch sich der Zwirn im Garn in Richtung des Garnwickels verschiebt. Nachdem die Verbindungen auf die oben beschriebene Weise hergestellt sind, werden die verbundenen Fäden automatisch miteinander verzwirnt.
Process for connecting at least two ends of multifilament threads
It is known to connect thread ends to one another by knotting them together. Although node interconnection is generally satisfactory, it also has disadvantages. First, the tensile strength of a thread with a knot in it is lower than that of a knot-free thread. Second, when processing threads with knots in textile machines, the continuity of the process can be disturbed because the knots e.g. B. be held in knot catchers or because the threads get stuck with the knot when pulling off the thread package. When crimping thick threads with the help of a crimping chamber, into which the thread is introduced by two rollers, the knot can hinder the passage of the thread through the rollers.
A method for connecting the threads has now been found which does not have these disadvantages.
The method according to the invention for connecting at least two ends of multifilament threads is characterized in that at least two thread ends are placed parallel to each other and that against the thread bundle thus obtained, which is clamped in at least two places, between the clamping points in a known manner at least one Gas jet is directed while it is in a cocked state.
In a manner known per se, the blowing of the gas jet against the thread bundle causes the filaments to tangle (entangle), which consequently adhere to one another. This process is referred to below as Entanglement>. As is also known, the thread to be entangled may or may not be in a closed space.
The thread bundle can be passed through the gas jet, in which case it will be entangled over its entire length. In most cases, however, this is not necessary in order to achieve sufficient cohesion. In fact, an equally firm connection can also be achieved by allowing the gas jet to act on the thread bundle at several points one after the other, which method is referred to below as point entanglement.
This point entanglement can also be carried out in a single work step if several gas jets are directed against the thread bundle at the same time. The strength of the connection is equal to or greater than that of the threads themselves if the number of entanglement points is sufficiently large.
When the entanglement or point entanglement is complete, it is advisable to cut off the free ends of the thread that are pinched during the process.
At least two thread ends can be connected by the method according to the invention.
The thread ends can be the ends of one or more threads. The threads to be connected can be twisted or untwisted. In the present case, twisted means that the threads do not have a twist that is higher than 40 turns per meter. If the threads have a higher twist, the filaments are not sufficiently dissolved by the gas jet and therefore cannot be felted or entangled with one another at all.
By means of the method according to the invention it is possible to join both threads with low denier and those with high denier. The clamping of the thread bundle and maintaining the tension during the connection can be done by hand.
Although the gas jet can be directed against the thread bundle at any angle during the entangling process, it is recommended to aim the gas jet perpendicularly against the thread for the best entangling effect.
The tension of the thread during the entangling process can vary within wide limits. The best results are obtained using a thread tension of 0.05 to 0.3 grams per denier.
All types of gases can be used for the blow jet, such as B. carbon dioxide, nitrogen, saturated or unsaturated water vapor, etc. For economic reasons, the use of air is preferred.
The multifilament threads to be connected can, for. B. from regenerated cellulose, cellulose acetate, polyamides, polyesters, polyalkylenes, polyacrylonitriles, etc. consist. If threads made of regenerated cellulose are to be connected, it is advisable to use them before entangling e.g. B. moisten with water.
The connection of the thread ends according to the method according to the invention, which is explained below for example, can be carried out with the aid of a device which is suitable for entangling the thread filaments.
1 shows a part of such an entangling device schematically in section, while FIG. 2 is an azonomic representation of an exemplary embodiment of the overall arrangement.
During operation, a gas, e.g. B. air, blown under pressure through the bore 31 of the nozzle 26 into a resonance chamber 27, the inlet opening 32 of the nozzle bore 31 is exactly opposite. Two thread guides 28 are arranged in such a way that a thread bundle which is under tension and which is inserted into the thread guide crosses the center line of the nozzle mouth. The ends 29 and 30 of two multifilament threads, which are parallel to one another, are fastened in the clamps 33.
As a result of the gas being blown against the two threads, the filaments become entangled with one another, creating a joint. If the double filament is moved along the gas jet emerging from the nozzle, a longer connection is obtained.
The method according to the invention is particularly suitable for joining composite yarns which are produced by twisting together two or more continuous filament threads of different colors. According to the invention, they can be connected to one another in such a way that the connection points are invisible.
As can be seen in FIG. 2, sleeves 4 and 5 are placed on spindles 2 and 3 of the device 1 and carry the yarn packages 6 and 7. The yarns 8 and 8 'of these yarn packages are identical and have been produced by twisting together three threads of different colors (e.g. red, green and white) and crimping the mouline yarn obtained in this way.
The spindle 3 is mounted on a platform 9 which can be rotated by hand about an axis which is perpendicular to the axis of rotation of the spindle 3 and to which a yarn clamp 10 is attached. The device 1 also comprises a pivotable twine clamp 11 which is held in a vertical position by a sleeve 12. When this tube is moved upwards, the twine clamp 11 is pivoted under the influence of the weight 13.
The device further comprises an upright wall 14 on which three supports 15, 16 and 17 are attached to which a detachable entangling device is attachable.
The connection of the thread ends of the yarns 8 and 8 'is carried out as follows: A short piece of yarn 8 is unwound from the yarn package 6 and clamped in the clamp 11 at a certain distance from its end. The twine is removed from this piece of yarn by hand so that three separate threads 18, 19 and 20 are obtained (e.g. red, green and white). In the same way, the yarn 8 'is unwound, clamped in the clamp 10 and twisted on by hand so that three separate threads 21, 22, 23 (which are also red, green and white) are obtained.
A tangling device is then attached to the support 15 and both the thread 19 and the thread 22 are inserted. At the ends of these threads weights 25 are clamped, which keep the threads under tension.
With the help of the entangling device, the thread ends 19 and 23 are entangled with one another.
After removing the weights 25, the interconnected threads are placed in a spring-loaded hook and the loose thread ends are cut off.
The process described above is repeated with the red thread 18, 21 and the white thread 20, 23, so that three connections are obtained by entanglement.
Then the sleeve 12 is pushed upwards, whereby the interconnected threads are tensioned. This tension is preferably equal to the tension of the threads when twisting into the mouline yarn 8, 8 '. The threads are removed from the hook 24 and, by rotating the platform 9, intertwined with one another in such a way that the connection point has the same number of turns per cm as the original mouline yarn.
By successively attaching the entangling device to the supports 15, 16 and 17, the advantage can be achieved that the connection points become invisible under all circumstances.
Conversely, these may be visible if the entangler is not moved.
By shifting the connection points in the individual threads it is achieved that the tensile strength of the yarn is generally higher than if the connection points are at the same point.
If the mouline yarn has a small amount of twist, it is generally not necessary to twist the connected ends together again, especially if the distance between the thread clamps 10 and 11 is chosen to be small.
Even if the mouliné yarn has a high degree of twist, it is not always necessary to twist the connected threads together. In this case, the twisting of the mouline yarn should be carried out by hand in such a way that the individual threads are pulled apart, as a result of which the thread in the yarn shifts in the direction of the yarn package. After the connections are made in the manner described above, the connected threads are automatically twisted together.