CH405189A - Verfahren zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden - Google Patents

Verfahren zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden

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CH405189A
CH405189A CH1372363A CH1372363A CH405189A CH 405189 A CH405189 A CH 405189A CH 1372363 A CH1372363 A CH 1372363A CH 1372363 A CH1372363 A CH 1372363A CH 405189 A CH405189 A CH 405189A
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Description


  
 



  Verfahren zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden
Es ist bekannt, Fadenenden durch Zusammenknüpfen miteinander zu verbinden. Obwohl die Verbindung durch Knoten im allgemeinen zufriedenstellend ist, hat sie auch Nachteile. Erstens ist die Zugfestigkeit eines Fadens, in dem sich ein Knoten befindet, geringer als diejenige eines   knoteniosen    Fadens. Zweitens kann bei Verarbeitung von Fäden mit Knoten in Textilmaschinen die Kontinuität des Verfahrens gestört werden, weil   Idie    Knoten z. B. in Knotenfängern festgehalten werden oder weil die Fäden beim Abziehen vom Garnwickel mit den Knoten hängenbleiben. Beim Kräuseln von dicken Fäden mit Hilfe einer Kräuselkammer, in welche der Faden durch zwei Walzen eingebracht wird, kann der Knoten den Durchgang des Fadens durch die Walzen behindern.



   Es wurde nun ein Verfahren zur Verbindung der Fäden gefunden, welches diese Nachteile nicht aufweist.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden kennzeichnet sich dadurch, dass mindestens zwei Fadenenden parallel nebeneinander gelegt werden und dass gegen das so erhaltene Fadenbündel, das an mindestens zwei Stellen eingeklemmt wird, zwischen den Klemmstellen in an sich bekannter Weise mindestens ein Gasstrahl gerichtet wird, während es sich in gespanntem Zustand befindet.



   In an sich bekannter Weise bewirkt das Blasen des   Gasstrahles    gegen das Fadenbündel eine Verfilzung (Verwicklung) der Filamente, die   infolge-    dessen aneinanderhaften. Dieser Prozess wird im folgenden mit    Verwicklung >     bezeichnet. In ebenfalls bekannter Weise kann der Faden, der verwickelt werden soll, sich in einem geschlossenen Raum befinden oder nicht.



   Das Fadenbündel kann durch den Gasstrahl hindurchgeführt werden, in welchem Falle es über seine ganze Länge verwickelt wird. Dies ist in den meisten Fällen jedoch nicht notwendig, um einen ge nügenden Zusammenhalt zu erzielen. Es kann nämlich eine ebenso feste Verbindung auch dadurch erzielt werden, dass man den Gasstrahl nacheinander an mehreren Punkten auf das Fadenbündel einwirken lässt, welches Verfahren im folgenden als  Punkt  verwicklung      bezeichnet wird.



   Diese  Punktverwicklung  kann auch in einer einzigen Arbeitsstufe durchgeführt werden, wenn man gleichzeitig mehrere Gasstrahlen gegen das Fadenbündel richtet. Die Festigkeit der Verbindung ist gleich oder grösser als diejenige der Fäden selbst, wenn die Zahl der Verwicklungspunkte genügend gross ist.



   Wenn die  Verwicklung  oder  Punktverwick  lung     vollendet ist, empfiehlt es sich, die freien Enden des Fadens, die während des Arbeitsvorganges eingeklemmt sind, abzuschneiden.



   Durch das Verfahren gemäss der Erfindung können mindestens zwei Fadenenden verbunden werden.



  Die Fadenenden können die Enden eines oder mehrerer Fäden sein. Die zu verbindenden Fäden können gezwirnt oder ungezwirnt sein. Unter   gezwirnt    ist im vorliegenden Fall gemeint, dass die Fäden keinen Zwirn besitzen, der höher ist als 40 Windungen pro   Meter.    Wenn die Fäden nämlich einen höheren Zwirn aufweisen, werden die Filamente durch den Gasstrahl nicht genügend aufgelöst und können daher überhaupt nicht miteinander verfilzt oder verwickelt werden.



   Durch das Verfahren gemäss der Erfindung ist es möglich, sowohl Fäden mit niedrigen Denier als auch solche mit hohem Denier zu verbinden. Das Einklemmen des Fadenbündels und die Aufrecht  erhaltung der Spannung während des Verbindens kann von Hand aus erfolgen.



   Obwohl während des Verwicklungsprozesses der Gasstrahl gegen das Fadenbündel in jedem beliebigen Winkel gerichtet werden kann, empfiehlt es sich, um den besten Verwicklungseffekt zu erzielen, den Gasstrahl senkrecht gegen den Faden zu richten.



  Die Spannung des Fadens während des Verwicklungsvorganges kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn man eine Fadenspannung von 0,05 bis 0,3 g je Denier anwendet.



   Für den Blasstrahl können alle Arten von Gasen Verwendung finden, wie z. B. Kohlendioxyd, Stickstoff, gesättigter oder ungesättigter Wasserdampf usw. Aus wirtschaftlichen Gründen wird die Verwendung von Luft vorgezogen.



   Die zu verbindenden Multifilamentfäden können z. B. aus regenerierter Zellulose, aus Zelluloseacetat, Polyamiden, Polyestern, Polyalkylenen, Polyacrylnitrilen usw. bestehen. Wenn Fäden aus regenerierter Zellulose verbunden werden sollen, empfiehlt es sich, diese vor der Verwicklung z. B. mit Wasser anzufeuchten.



   Die Verbindung der Fadenenden nach dem erfindungsgemässen Verfahren, welches nachfolgend beispielsweise erläutert wird, kann mit Hilfe einer Vorrichtung durchgeführt werden, die sich zur Verwicklung der Fadenfilamente eignet.



   Fig. 1 zeigt einen Teil einer solchen Verwicklungsvorrichtung schematisch im Schnitt, während Fig. 2 eine   azonometnsche    Darstellung einer beispielsweisen Ausführungsform der   GesamteinAch-    tung ist.



   Während des Betriebes wird ein Gas, z. B. Luft, unter Druck durch die Bohrung 31 der Düse 26 in eine Resonanzkammer 27 geblasen, deren Eintrittsöffnung 32 der Düsenbohrung 31 genau gegen überliegt. Zwei Fadenführer 28 sind so angeordnet, dass ein unter Spannung befindliches Fadenbündel, das in die Fadenführer eingelegt wird, die Mittellinie der Düsenmündung kreuzt. Die Enden 29 und 30 zweier Multifilamentfäden, die zueinander parallel sind, sind in den Klemmen 33 befestigt.



   Infolge des Blasens des Gases gegen die beiden Fäden werden die Filamente miteinander verwickelt, so dass eine Verbindungsstelle entsteht. Wird der Doppelfaden am Gasstrahl,   Ider    aus der Düse aus  tritt,    entlang bewegt, so wird eine längere Verbindung erhalten.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung eignet sich besonders zur Verbindung von zusammengesetzten Garnen, die durch Zusammenzwirnen von zwei oder mehreren kontinuierlichen Filamentfäden mit verschiedenen Farben hergestellt sind. Sie können erfindungsgemäss so miteinander verbunden werden, dass die Verbindungsstellen unsichtbar sind.



   Wie Fig. 2 erkennen lässt, werden auf Spindeln 2 und 3 der Vorrichtung 1 Hülsen 4 und 5 aufgesetzt, welche die Garnwickel 6 und 7 tragen. Die Garne 8 und   8' dieser    Garnwickel sind identisch und durch Zusammenzwirnen von drei Fäden verschiedener Farbe (z. B. rot, grün und weiss) und Stauchkammerkräuselung des so erhaltenen   Moulinegarnes    erzeugt worden.



   Die Spindel 3 ist auf einer Plattform 9 angebracht, die von Hand aus um eine Achse gedreht werden kann, welche zur Rotationsachse der Spindel 3 senkrecht steht und an der eine Garnklemme 10 befestigt ist. Die Vorrichtung 1 umfasst auch eine schwenkbare Garnklemme 11, die durch eine Hülse 12 in lotrechter Stellung gehalten wird. Wenn diese Hülse nach oben bewegt wird, wird die Garnklemme 11 unter dem Einfluss des Gewichtes 13 verschwenkt.



  Die   Vorrichtung    weist ferner eine aufrecht stehende Wand 14 auf, an der drei Stützen 15, 16 und 17 angebracht sind, an welchen eine abnehmbare Verwicklungsvorrichtung befestigbar ist.



   Die Verbindung der Fadenenden der Garne 8 und 8' wird wie folgt ausgeführt: Ein kurzes Garnstück des Garnes 8 wird von dem Garnwickel 6 abgewikkelt und in einem gewissen Abstand von seinem Ende in der Klemme 11 eingeklemmt. Der Zwirn wird von Hand aus aus diesem Garnstück entfernt, so dass drei getrennte Fäden 18, 19 und 20 erhalten werden (z. B. rot, grün und weiss). Auf gleiche Weise wird das Garn 8' abgewickelt, in der Klemme 10 eingeklemmt und von Hand aus aufgezwirnt, so dass drei getrennte Fäden 21, 22, 23 (die ebenfalls rot, grün und weiss sind), erhalten werden.



   Hierauf wird eine Verwicklungsvorrichtung an der Stütze 15 angebracht und sowohl der Faden 19 als auch der Faden 22 eingelegt. An den Enden dieser Fäden sind Gewichte 25 festgeklemmt, welche die Fäden unter Spannung halten.



   Mit Hilfe der   Verwicklungsvorrichtung    werden die Fadenenden 19 und 23 miteinander verwickelt.



  Nach der Entfernung der Gewichte 25 werden die miteinander verbundenen Fäden in ein federbelastetes Häkchen eingelegt und die losen Fadenenden abgeschnitten.



   Der oben beschriebene Vorgang wird mit dem roten Faden 18, 21 und dem weissen Faden 20, 23 wiederholt, so dass drei Verbindungen durch Verwicklung erhalten werden.



   Hierauf wird die Hülse 12 nach oben geschoben, wodurch die miteinander verbundenen Fäden gespannt werden. Diese Spannung ist vorzugsweise gleich der Spannung der Fäden beim Verzwirnen zu dem   Moulinegarn    8, 8'. Die Fäden werden aus dem Haken 24 herausgenommen und durch Rotation der Plattform 9 miteinander so verschlungen, dass die Verbindungsstelle die gleiche Anzahl von   Windun-    gen je cm aufweist, wie das ursprüngliche   Mouline-    garn.



   Durch aufeinanderfolgendes Anbringen der Verwicklungsvorrichtung an den Stützen 15, 16 und 17 lässt sich der Vorteil erzielen, dass die Verbindungsstellen unter allen Umständen unsichtbar werden.  



  Dagegen sind diese möglicherweise sichtbar, wenn die Verwicklungsvorrichtung nicht verschoben wird.



  Durch Verschiebung der Verbindungsstellen in den einzelnen Fäden wird erreicht, dass ausserdem die Zugfestigkeit des Garnes in der Regel höher ist, als wenn die Verbindungsstellen an der gleichen Stelle liegen.



   Wenn das   Moulinegarn    einen geringen Zwirn aufweist, ist es in der Regel nicht notwendig, die verbundenen Enden wieder miteinander zu verzwirnen, insbesondere wenn der Abstand zwischen den Fadenklemmen 10 und 11 klein gewählt wird.



   Auch wenn das   Moulinégarn    eine hohe Zwirnung aufweist, ist es nicht immer notwendig, die verbundenen Fäden miteinander zu verzwirnen. In diesem Fall soll das Aufzwirnen des   Moulinegarnes    von Hand aus in der Weise durchgeführt werden, dass die einzelnen Fäden auseinandergezogen werden, wodurch sich der Zwirn im Garn in Richtung des Garnwickels verschiebt. Nachdem die Verbindungen auf die oben beschriebene Weise hergestellt sind, werden die verbundenen Fäden automatisch miteinander verzwirnt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Fadenenden parallel nebeneinander gelegt werden und dass gegen das so erhaltene Fadenbündel, das an mindestens zwei Stellen eingeklemmt wird, zwischen den Klemmstellen mindestens ein Gasstrahl gerichtet wird, während es sich in gespanntem Zustand befindet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gas strahl im rechten Winkel gegen das Fadenbündel gerichtet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung im Fadenbündel 0,05-0,3 g pro Denier beträgt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Multifilamentgarne aus regenerierter Zellulose vor ihrer Verbindung angefeuchtet werden.
CH1372363A 1962-11-14 1963-11-07 Verfahren zur Verbindung mindestens zweier Enden von Multifilamentfäden CH405189A (de)

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