CH405319A - Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten

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CH405319A
CH405319A CH1575164A CH1575164A CH405319A CH 405319 A CH405319 A CH 405319A CH 1575164 A CH1575164 A CH 1575164A CH 1575164 A CH1575164 A CH 1575164A CH 405319 A CH405319 A CH 405319A
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CH1575164A
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Walter Dr Schindler
Blattner Hans
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Geigy Ag J R
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      Verfahren    zur Herstellung von neuen     Azepinderivaten       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von neuen     Azepinderivaten,    die als  Zwischenprodukte für Arzneimittelsynthesen, insbe  sondere auf dem Gebiet der     Antia#llergica    und     Psycho-          therapeutica    geeignet sind.  



  Es wurde gefunden, dass man neue     Azepinderivate     der Formel  
EMI0001.0008     
    herstellen kann,  worin     R1    einen     Aryl-    oder     Aralkylrest,    worin die     Ben-          zolkerne    z.

   B. durch Halogen     substituiert    sein können,  und       Y1    u.     Y2        unabhängig    voneinander Wasserstoff, Ha  logenatome oder niedere     Alkylreste    und eines     der     Symbole auch einen niederen     Alkoxyrest    bedeuten,  indem man Verbindungen der Formel     II,     
EMI0001.0022     
    worin     R2    einen niederen     Alkylrest    bedeutet,

   in Ge  genwart eines basischen     Kondensationsmittels        mit          reaktionsfähigen    Estern von     Arylmethanolen        umsetzt,     die Reaktionsprodukte der Formel     III,     
EMI0001.0031     
    worin     R3    einen     Arylmethylrest    bedeutet, vorzugsweise       sauer    zu Verbindungen der Formel     IV,     
EMI0001.0036     
         hydrolysiert,    diese mit Verbindungen der Formel V,       R1    - Mg -     Hal    (V)

    worin     Hal        Chlor,    Brom oder Jod bedeutet,     umsetzt,         die entstandenen     Hydroxyverbindungen    der Formel       VI,     
EMI0002.0003     
    wasserabspaltenden Bedingungen     aussetzt,    die so er  haltenen Verbindungen der Formel     VII     
EMI0002.0006     
    in 10,     11-Stellung    hydriert und die so erhaltenen 10,       11-Dihydro-derivate    zur Abspaltung des Restes     R,     mit einer konzentrierten     Halogenwasserstoffsäure    be  handelt.  



  Als Ausgangsstoffe der Formel     I1    kommen bei  spielsweise das     10-Methoxy-5H-dibenz[b,f]azepin,        Smp.     124 ; 10 -     Aethoxy    - 5H -     dibenz[bf]azepin,        Smp.     132-133 ;     10-n-Butoxy-5H-dibenz[b,f]azepin,        Smp.     113-114 ;     10-Methoxy-3,7-dichlor-5H-dibenz[bfjaze-          pin,        Smp.    182-183  und     10-Methoxy-3-chlor-5H-dibenz          [b,f]azepin    in Frage.

   Diese Verbindungen können aus  gehend von gegebenenfalls substituierten     5-Acyl-10,11-          dihydro-5H-dibenz[bf]azepinen    durch     Bromierung     in     10-Stellung    mit     Bromsuccinimid,    Abspaltung von  Bromwasserstoff, z.

   B. durch     Erhitzen    mit tertiären  organischen Basen, wie     Collidin,    oder Behandlung mit  alkoholischer Kalilauge in der Kälte, Anlagerung von  Brom an die entstandenen     5-Acyl-5H-dibenz[bf]        azepi-          ne    und Umsetzung der     erhaltenen        10,11-Dibromver-          bindungen    mit mindestens der doppelt     molaren    Menge  von     Alkalimetallverbindungen    von     niedermolekularen          Alkanolen,    wobei zugleich die     5-Acylgruppe    abgespal  ten wird, erhalten werden.

    



  Als Beispiele von reaktionsfähigen Estern von     Aryl-          methanolen    zur     Umsetzung    mit Verbindungen der  Formel     1I    seien     p-Toluolsulfonsäure-methylester,        2,4-          Dinitrobenzolsulfonsäure    -     methylester,        Benzylchlorid     und     Benzylbromid    genannt.  



  Als basische Kondensationsmittel eignen sich insbe  sondere     Natriumamid,        Lithiumamid,        Kaliumamid,    Na  trium oder Kalium,     Butyllithium,        Phenyllithium    oder         Lithiumhydrid.    Die Umsetzung kann in An- oder Ab  wesenheit eines     inerten    Lösungsmittels, wovon als Bei  spiele Benzol,     Toluol    und     Xylole    genannt seien, durch  geführt werden.  



  Die     anschliessende    Hydrolyse zu     Ketoverbindun-          gen    der Formel IV kann z. B. durch Erwärmen der  Verbindungen der Formel     III    in saurem Medium, z. B.  0,5-n bis 5-n. Salzsäure erfolgen; die Wahl von Reak  tionsbedingungen, die zur Abspaltung des Restes R  unter Erhaltung des Restes     R3    führen, bietet keinerlei  Schwierigkeiten.

   Infolge ihrer     Ketogruppe    und der     be-          nachbartenreaktionsfähigen        Methylgruppe    sind die Ver  bindungen der Formel IV nicht nur wertvoll als Zwi  schenprodukte in der     erfindungsgemässen    Reaktions  folge, sondern z. B. auch für andere Synthesen.  



  Bei der     Grignard-Reaktion    fügt man die umsetzen  den     Ketoverbindungen    wegen ihrer schlechten     Aether-          löslichkeit    vorzugsweise als Lösungen in einem     Ben-          zolkohlenwasserstoff,    insbesondere Benzol zur vorge  legten Lösung der organischen     Magnesiumhalogenid-          verbindung    der Formel V. Als     Halogenide    zur Be  reitung der     Grignard-Lösungen    eignen sich z. B.

   Brom  benzol,     Benzylchlorid,        ss-Phenyläthylbromid    und     -(-Phe-          nyl-propylbromid.     



  Zur Umwandlung der primär entstehenden     Hydro-          xy-Verbindungen    der Formel     VI    in Verbindungen der  Formel     VII    genügt meist     kurzes    Kochen in     verdünnter     Salzsäure. Ferner     kann    die Wasserabspaltung z. B.  durch Destillation im Hochvakuum oder     durch    Be  handlung mit     Kaliumsulfat,        Polyphorphorsäure    oder  durch Kochen mit     Toluolsulfonsäure    in Benzol     etc.          erfolgen.     



  Als Reduktionsmittel für die in     10,11-Stellung    be  findliche Doppelbindung hat sich     nascierender    Wasser  stoff, z. B. durch Eintragen von Natrium in eine     abso-          lutalkoholische    Lösung einer Verbindung der Formel       VII    freigesetzter Wasserstoff bewährt.  



  Die Abspaltung eines niederen     Aralkylrestes        R3     kann z. B. durch leichtes Erwärmen der     Reduktions-          bzw.        Hydrierungsprodukte    von Verbindungen der For  mel     VII    .n     48%iger        Bromwasserstoffsäure    erfolgen.  Bei der Herstellung von Verbindungen der Formel 1  mit einer Doppelbindung in     10,11-Stellung    verwendet  man deshalb zweckmässig Zwischenprodukte mit einem       Benzylrest    R3.  



  Im     nachfolgenden    Beispiel     bedeuten    Teile Ge  wichtsteile, diese verhalten sich zu     Volumteilen    wie  g zu     cm3.    Die Temperaturen sind in Celsiusgraden an  gegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  a) Zu einer Lösung von 600 Teilen     5-Acetyl-5H-          dibenz        [b,f]azepin    in 1200     Volumteilen    Chloroform  werden unter Rühren bei 5-10  407 Teile Brom in 250       Volumteilen    Chloroform     zugetropft.    Hierauf wird die  entfärbte Lösung unter Rühren auf -10  abgekühlt,       wobei    Kristallisation des     5-Acetyl-10,11-dibrom-10,11-          dihydro-5H-dibenz[b,f]azepin    eintritt. Man saugt es ab  und trocknet es im Vakuum,     Smp.    136-138 .  



  b) In eine Lösung von 135 Teilen     Natriumthylat    in  1000     Volumteilen        dest.    Methanol werden 125 Teile des      nach Beispiel la) hergestellten     5-Acetyl-10,11-dibrom-          10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f]azepin        eingetragen    und  das Ganze 16 Stunden unter Rühren     und        Rückfluss     gekocht.

   Hierauf destilliert man ca. 500     Volumteile     Methanol ab und kocht das verbleibende Reaktionsge  misch weitere 24 Stunden unter     Rückfluss.    Nach dem  Erkalten gibt man langsam 500 Teile Wasser zu, saugt  die ausgefallenen Kristalle ab, wäscht die gründlich mit  Wasser und trocknet sie im Vakuum bei 60 . Hierauf  kristallisiert man sie aus 350     Volumteilen        abs.        Aetha-          nol    um und erhält das     10-Methoxy-5H-dibenz        [b,f]          azepin    von     Smp.    124 .  



  c) 268 Teile     10-Methoxy-5H-dibenz(b,f)azepin    und  192 Teile     Benzylchlorid    werden in 1340     Teilen        abs.     Benzol gelöst. Unter starkem Rühren wird bei 50-55   innerhalb 2 Stunden eine Suspension von 62 Teilen     Na-          triumamid    in     Toluol        zugetropft.    Hierauf wird das  Reaktionsgemisch noch eine Stunde bei dieser Tempe  ratur weitergerührt, dann eine Stunde unter     Rückfluss     gekocht. Nach dem Abkühlen wird es mit Wasser ver  setzt und die     Benzolschicht    abgehoben.

   Die wässrige  Phase wird mit Benzol extrahiert, die     vereinigten        Ben-          zollösungen    getrocknet und     eingedampft.    Auf Zusatz  von     Aether    zum Rückstand     kristallisiert    das     5-Benzyl-          10-methoxy-dibenz[b,f]azepin    aus.     Smp.    121'.  



  d)<B>318</B> Teile des Produktes von c) werden mit 1000  Teilen 2-n. Salzsäure eine Stunde unter Rühren ge  kocht. Bei 95  schmilzt die Substanz zu einem     Öl    zu  sammen, das aber im Verlauf des     Kochens    bald er  starrt. Nach dem Abkühlen .saugt man die ausgeschie  denen Kristalle ab, wäscht sie mit Wasser neutral. Nach  dem Trocknen werden sie aus Benzol umkristallisiert,  wobei     man        5-Benzyl-5H-dibenz[b,f]azepin-10(11H)on     vom     Smp.        152 erhält.     



  e) Zu einer     Grignard:lösung    aus 14,7 Teilen Ma  gnesium und 94,2 Teilen Brombenzol in 180     Volum-          teilen        Aether    tropft man bei -2  bis 0  90,0     Teile          5-Benzyl-5H-dibenz        [b,f]azepin-10(11H)-on    :in 160     Vo-          lumteilen    Benzol zu und rührt das Ganze 36     Stunden          bei    Raumtemperatur.

   Dann giesst     man    es auf Eis und  verdünnte Salzsäure und extrahiert das Zersetzungs  produkt gründlich mit     Aether.    Die organische Phase  wird gewaschen, getrocknet und eingeengt,     wobei    etwas  Ausgangsmaterial auskristallisiert. Dieses wird abge  saugt und das Filtrat vollständig eingedampft. Die zu  rückbleibende ölige     Hydroxyverbindung    wird mit 245       Valumteile    2-n. Salzsäure 30 Minuten unter     Rückfluss     und Rühren gekocht. Beim     Abkühlen        kristallisiert    das       5-Benzyl-10-phenyl-5H-dibenz[b,f]azepin    aus. Es wird  abgesaugt und mit Wasser neutral gewaschen.  



  f) 51 Teile des rohen Produktes von e) werden in  1500     Volumteilen        abs.        Aethanol    gelöst und in die Lö  sung rasch<B>135</B> Teile     kleingeschnittenes    Natrium einge  tragen. Wenn alles Natrium gelöst .ist, wird das     Aetha-          nol    soweit als möglich im Vakuum abgedampft und  der Rückstand mit 500 Teilen Wasser versetzt. Das       ausgeschiedene    öl wird in     Aether    gelöst, die ätherische  Lösung mit Wasser gründlich gewaschen und über Na  triumsulfat getrocknet.

   Nach dem Abdampfen des       Aethers        hinterbleibt    das 5-Benzyl-10-phenyl-10,11-d-         hydro-5H-dibenz        [b,f]azepin    als<B>Öl.</B> Dieses wird     mit     190     Volumteilen        45a/oiger        Bromwasserstoffsäure    zwei  Stunden unter     Rückfluss        erwärmt.    Nach dem Abküh  len saugt man das ausgeschiedene     Hydrobromid    des       10-Phenyl-10,11-d:ihydro-5H-dibenz[b,f]azepins    ab.

   Es       wird    solange mit Wasser und     Aether        geschüttelt,    bis  alle Substanz in Lösung ist. Die ätherische Lösung  wird gewaschen, getrocknet und     eingedampft.        Das    zu  rückbleibende     10-Phenyl-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,          f)azepin        kristallisiert    aus     Aethanol.        Smp.    154 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderi- vaten der Formel 1, EMI0003.0096 worin R1 einen Aryl- oder Aralkylrest, und Y, u.
    Y"unabhängig voneinander Wasserstoff, Ha logenatome oder niedere Alkylreste und eines der Sym bole auch einen niederen Mkoxyrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel IL EMI0003.0112 worin R2 einen niederen Alkylrest bedeutet,
    in Ge genwart eines basischen Kondensationsmittels mit einem reaktionsfähigen Ester eines Aryhnethanols um setzt und das Reaktionsprodukt der Formel HI, EMI0003.0122 worin R3 einen Arylmethylrest bedeutet, zu einer Ver bindung der Formel IV, EMI0004.0003 hydrolysiert, diese mit einer Verbindung der Formel V, R1 - Mg - Hal (V) worin Hal Chlor, Brom oder Jod bedeutet, umsetzt,
    die entstandene Hydroxyverbindung der Formel VI, EMI0004.0011 wasserabspaltenden Bedingungen aussetzt, die so er haltene Verbindung der Formel VII EMI0004.0013 in der 10,11-Stellung hydriert und die so erhaltenen 10,11-Dihydro-derivate zur Abspaltung des Restes R3 mit einer konzentrierten Halogenwasserstoffsäure be handelt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine Verbindung der Formel III zu einer Verbindung der Formel IV sauer hydrolysiert.
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