CH375721A - Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten

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CH375721A
CH375721A CH8063759A CH8063759A CH375721A CH 375721 A CH375721 A CH 375721A CH 8063759 A CH8063759 A CH 8063759A CH 8063759 A CH8063759 A CH 8063759A CH 375721 A CH375721 A CH 375721A
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CH8063759A
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Walter Dr Schindler
Hans Dr Blattner
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Geigy Ag J R
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Description


      Verfahren    zur Herstellung von neuen     Azepinderivaten       Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein     Verfahren     zur Herstellung von neuen     Azepinen,    die als Zwi  schenprodukte für Arzneimittelsynthesen, insbeson  dere auf dem Gebiet der     Antiallergica    und     Psycho-          therapeutica    geeignet sind.  



  Es wurde gefunden, dass man neue     Azepine    der  Formel  
EMI0001.0010     
    worin R einen niedermolekularen     Alkylrest,    X  Wasserstoff, ein Halogenatom oder einen nieder  molekularen     Alkyl-    oder     Alkoxyrest    und Y Wasser  stoff, ein Halogenatom oder einen niedermolekularen       Alkylrest    bedeuten, erhält, wenn man Verbindungen  der     Formel     
EMI0001.0016     
    worin     R1    einen niedermolekularen     Alkylrest    bedeu  tet,

   in Gegenwart eines basischen Kondensations-    mittels     mit    einem reaktionsfähigen Ester eines nie  dermolekularen     Alkanols    umsetzt und die Reaktions  produkte der Formel  
EMI0001.0021     
    worin R2 einen niedermolekularen     Alkylrest    bedeu  tet, vorzugsweise sauer zu Verbindungen der Formel  
EMI0001.0023     
         hydrolysiert,    diese mit einem niedermolekularen       Alkylmagnesiumhalogenid    nach     Grignard    umsetzt,  die entstandenen     Hydroxyverbindungen    der Formel  
EMI0001.0028     
      wasserabspaltenden Bedingungen aussetzt, die so er  haltenen Verbindungen der Formel  
EMI0002.0001     
    in     10,

  11-Stellung    hydriert und die Reaktionspro  dukte zur Abspaltung des Restes     R2    mit einer kon  zentrierten     Halogenwasserstoffsäure        erhitzt.     



  Als Ausgangsstoffe der Formel     II    kommen bei  spielsweise       10-Methoxy-5H-dibenzo[b,f]azepin,        Smp.    124';       10-Äthoxy-5H-dibenzo[b,f]azepin,          Smp.    132-133<B>0</B>;       10-n-Butoxy-5H-dibenzo[b,f]azepin,          Smp.    113-1140;       10-Methoxy-3,7-dichlor-5H-dibenzo[b,f]        azepin,          Smp.    182-183  und       10-Methoxy-3-chlor-5H-dibenzo[b,f]        azepin     in Frage.

   Diese Verbindungen können, ausgehend  von     gegebenenfalls        substituierten        5-Acyl-10,11-di-          hydro-5H-dibenzo[b,f]azepinen,    durch     Bromierung     in     10-Stellung    mit     Bromsuccinimid,        Abspaltung    von  Bromwasserstoff, z.

   B. durch Erhitzen mit tertiären  organischen Basen wie     Collidin,    oder Behandlung  mit     alkoholischer    Kalilauge in der Kälte, Anlagerung  von Brom an die entstandenen 5     Acyl-5H-dibenzo-          [b,f]azepine    und     Umsetzung    der erhaltenen     10,11-          Dibromverbindungen    mit mindestens der doppelt       molaren    Menge von     Alkalimetallverbindungen    von  niedermolekularen     Alkanolen,    wobei zugleich die       5-Acylgruppe    abgespalten wird, erhalten werden.  



  Als Beispiele von reaktionsfähigen Estern von  niedermolekularen     Alkanolen    zur Umsetzung mit  Verbindungen der Formel     1I    seien     Methyljodid,        Me-          thylbronüd,        Äthyljodid,        Äthylbromid,        n-Propyl-          bromid,        n-Butylchlorid,        Dlmethylsulfat,        Diäthyl-          sulfat,        p-Toluolsulfonsäure-methylester    und     2,

  4-Di-          nitro-b.-nzolsulfonsäure-methylester    genannt.  



  Als basische Kondensationsmittel eignen sich für  das erfindungsgemässe Verfahren insbesondere     Na-          triumamid,        Lithiumamid,        Kalrumamid,    Natrium oder  Kalium,     Butyllithium,        Phenyllithium    oder     Lithium-          hydrid.    Die     Umsetzung    kann in An- oder Abwesen  heit eines     inerten    Lösungsmittels, wovon als Beispiele  Benzol,     Toluol    und     Xylole    genannt seien, durchge  führt werden.  



  Die anschliessende Hydrolyse zu     Ketoverbindun-          gen    der Formel IV kann z. B. durch Erwärmen der  Verbindungen der allgemeinen Formel     II    in saurem  Medium, z. B. 0,5 bis 5n     Salzsäure,    erfolgen; die  Wahl von Reaktionsbedingungen, die zur Abspaltung  des Restes     R,    unter Erhaltung des Restes     R,    führen,    bietet keinerlei Schwierigkeiten.

   Infolge ihrer     Keto-          gruppe    und der     benachbarten    reaktionsfähigen     Me-          thylengruppe    sind die Verbindungen der Formel IV  nicht nur wertvoll als Zwischenprodukte in der er  findungsgemässen Reaktionsfolge, sondern z. B. auch  für andere Synthesen.  



  Bei der     Grignard-Reaktion    fügt man die umzu  setzenden     Ketoverbindungen    wegen ihrer schlechten  Ätherlöslichkeit vorzugsweise als Lösungen in einem       Benzolkohlenwasserstoff,    insbesondere Benzol, zur  vorgelegten Lösung des     Alkylmagnesiumhalogenids    in  Äther. Als     Alkylhalogenide    zur Bereitung der     Gri-          gnard-Lösungen    eignen sich z.

   B.     Methyljodid,        Me-          thylbromid,        Äthyljodid,        Athylbromid,        Äthylchlorid,          n-Propylbromid,        n-Butylbromid,        n-Butylchlorid,        Iso-          butylbromid,        n-Amylbromid,        Isoamylbromid    und       n-Hexylbromid.     



  Zur Umwandlung der primär entstehenden     Hy-          droxyverbindungen    der Formel V in Verbindungen  der     Formel        VI    genügt meist kurzes Kochen in ver  dünnter     Salzsäure.    Ferner kann die Wasserabspal  tung z. B. durch Destillation im Hochvakuum oder  durch Behandlung mit     Kaliumbisulfat,    Polyphosphor  säure usw. erfolgen.  



  Als     Hydrierungsmittel    für die in     10,11-Stellung     befindliche Doppelbindung hat sich     nascierender     Wasserstoff, z. B. durch Eintragen von Natrium in  eine absolut alkoholische Lösung einer Verbindung  der Formel     VI    freigesetzter Wasserstoff, bewährt.  Die Abspaltung des Restes R, kann z. B. durch Ko  chen der     Hydrierungsprodukte    von Verbindungen  der Formel     VI    in     480/aiger        Bromwasserstoffsäure     erfolgen.

   Die erfindungsgemässe Reihenfolge der bei  den letzten Massnahmen, Hydrierung und Abspal  tung, ist für die     schliessliche    Gewinnung von Verbin  dungen der Formel I unerlässlich, da an den in       10,11-Stellung    ungesättigten Verbindungen der For  mel     VI    unter den zur Abspaltung des Restes     R=     rotwendigen Reaktionsbedingungen Umlagerungen  eintreten würden.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten Teile Ge  wichtsteile, diese verhalten sich zu     Volumteilen    wie  g zu     cm3.    Die Temperaturen sind in Celsiusgraden  angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  a) Zu einer Lösung von 600 Teilen     5-Acetyl-5H-          dibenzo[b,f]azepin    in 1200     Volumteilen        Chloroform     werden unter Rühren bei 5-10  407 Teile Brom in  250     Volumteilen        Chloroform        zugetropft.    Hierauf  wird die entfärbte Lösung unter Rühren auf -10   abgekühlt, wobei Kristallisation des     5-Acetyl-10,11-          dibrom-10,11        -dihydro-5H-dibenzo[b,f]azepin    ein  tritt. Man saugt es ab und trocknet es im Vakuum,       Smp.:    136-138<B>0</B>.  



  b) In eine Lösung von 135 Teilen     Natrium-          methylat    in 1000     Volumteilen        dest.    Methanol werden  125 Teile des nach Beispiel a) hergestellten     5-Acetyl-          I        0,11-dibrom-10,11-dihydro-5H-dibenzo[b,f]azepin     eingetragen und das Ganze 16 Stunden unter Rühren  und     Rückfluss    gekocht.

   Hierauf destilliert man etwa      500     Volumteile    Methanol ab und kocht das     ver#     bleibende Reaktionsgemisch weitere 24 Stunden  unter     Rückfluss.    Nach dem Erkalten gibt man lang  sam 500 Teile Wasser zu, saugt die ausgefallenen  Kristalle ab, wäscht sie gründlich mit Wasser und  trocknet sie im Vakuum bei 60 . Hierauf     kristallisiert     man sie aus 350     Volumteilen        abs.    Äthanol um und  erhält das     10-Methoxy-5H-dibenzo[b,f]azepin    vom       Smp.    124 .  



  c)<B>111,5</B> Teile des so erhaltenen     10-Methoxy-          5H-dibenzo[b,f]azepin    und 95 Teile     Methyljodid     werden in 500     cm3        abs.        thiophenfreiem    Benzol ge  löst.

   Innerhalb     l1/2    Stunden wird bei     431.5     eine  Suspension von 26 Teilen     Natriumamid    in     Toluol          zugetropft.    Hierauf     erwärmt    man das Reaktions  gemisch eine Stunde auf 55  und anschliessend eine  Stunde zum Kochen unter     Rückfluss.    Nach dem Ab  kühlen wird es mit Wasser versetzt, die Benzol  schicht abgehoben und     gründlich    mit Wasser ge  waschen. Dann wird sie über Natriumsulfat getrock  net und eingeengt, wobei     Kristallisation    eintritt. Die  Kristalle werden abgesaugt und mit wenig kaltem  Benzol gewaschen.

   Das erhaltene     5-Methyl-10-meth-          oxy-5H-dibenzo[b,f]azepin        schmilzt    bei 145-146 .  



  d) 116 Teile     5-Methyl-10-methoxy-5H-dibenzo-          [b,f]azepin,    hergestellt wie unter c) beschrieben, wer  den in 500 Teilen 2n     Salzsäure    eine Stunde unter       Rückfluss    gekocht. Nach dem Abkühlen werden die  ausgeschiedenen     Kristalle    in Benzol aufgenommen.  Die     benzolische    Lösung wird mit Wasser gewaschen,  getrocknet und eingeengt, wobei das     5-Methyl-5H-          dibenzo[b,f]azepin-10(11H)-on    auskristallisiert. Es  wird abgesaugt und mit wenig Benzol gewaschen.       Smp.    104 .  



  e) Zu einer     Grignard-Lösung    aus 18,7 Teilen  Magnesium und<B>108</B> Teilen     Methyljodid    in 250     Vo-          lumteilen        abs.    Äther wird bei 5-8  eine     Lösung    von  85 Teilen des gemäss d) erhaltenen     5-Methyl-5H-          dibenzo[b,f]azepin-10(11H)-ons    in 200     Volumteilen          abs.    Benzol     zugetropft.    Man rührt das Ganze 24  Stunden bei Raumtemperatur und giesst dann die Re  aktionslösung auf ein Gemisch von 500     Teilen    Eis:

    und 300 Teilen     Ammoniumchlorid.    Die     benzolische     Phase wird abgehoben und die     wässrige    Phase noch  mals mit     Benzol    extrahiert. Die vereinigten     benzo-          lischen    Lösungen werden mit Wasser gewaschen,  getrocknet und eingedampft. Der zurückbleibende  ölige Rückstand wird mit     abs.    Äther übergossen,  wobei Kristallisation eintritt. Das so erhaltene 5,10       Dimethyl-10-hydroxy-10,11-dihydro-SH-dibenzo[b,f]-          azepin    wird abgesaugt und     mit    kaltem Äther gewa  schen.     Smp.    138 .  



       f)    65 Teile der obigen     Hydroxyverbindung    wer  den mit 325     Volumteilen    2n Salzsäure 15 Minuten  unter     Rückfluss    gekocht. Nach dem Abkühlen kri  stallisiert das     5,10-Dimethyl-5H-dibenzo[b,f]azepin     aus. Es wird abgesaugt und aus Benzol     umkristalli-          siert.        Smp.    96-97".  



  g) 30 Teile des so erhaltenen     5,10-Dimethyl-5H          dibenzo[b,f]azepins    werden in 1200     Volumteilen        abs.       Alkohol gelöst und     portionenweise    mit 100 Teilen  Natrium versetzt. Gegen Schluss muss zur vollstän  digen Lösung des Natriums noch erwärmt werden.  Man destilliert den Alkohol möglichst vollständig ab,  gibt Wasser zu und kühlt in einem Eisbad ab, wobei  das 5,10 -     Dimethyl        -10,11-dihydro-5H-dibenzo[b,f]-          azepin    auskristallisiert.     Smp.    79-81 .  



  Anstelle einer chemischen kann auch eine kata  lytische Hydrierung durchgeführt werden.  



  h) 24 Teile des obigen Reduktionsproduktes wer  den mit 150     Volumteilen    48      /o        iger    Bromwasserstoff  säure 3 Stunden unter     Rückfluss    gekocht. Man kühlt  ab, wobei das     Hydrobromid    des     10-Methyl-10,11-          dihydro-5H-dibenzo[b,f]azepins        auskristallisiert.    Es  wird abgesaugt und zwischen Wasser und Äther ver  teilt, wobei Hydrolyse eintritt. Die     ätherische    Lösung  der Base wird mit Wasser gewaschen, über     Kalium-          carbonat    getrocknet und eingedampft.

   Auf     Zusatz     von     Pentan        kristallisiert    die freie Base.     Smp.    72-73 .  



  Wenn man zur     Grignard-Reaktion    e)     Äthyljodid     anstelle von     Methyljodid    verwendet, erhält man eine  ölige     Hydroxyverbindung,    aus welcher analog     f),    g)  und h)       5-Methyl-10-äthyl-5H-dibenzo[b,f]azepin,     Kp.     0,0i    148-150 ,       5-Methyl        10-äthyl-10,11-dihydro-5H-          dibenzo[b,f]azepin,    Kp.

       o,oo,5    137-139  und       10-Äthyl-10,1        1-dihydro-5H-dibenzo[b,f]        azepin,          Smp.    57-58   erhalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinen der Formel EMI0003.0107 worin R einen niedermolekularen Alkylrest, X Wasserstoff, ein Halogenatom oder einen nieder molekularen Alkyl- oder Alkoxyrest und Y Wasser stoff, ein Halogenatom oder einen niedermolekularen Alkylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0003.0112 worin R1 einen niedermolekularen Alkylrest bedeu tet,
    in Gegenwart eines basischen Kondensations mittels mit einem reaktionsfähigen Ester eines nie dermolekularen Alkanols umsetzt und das Reaktions produkt der Formel EMI0004.0006 worin R2 einen niedermolekularen Alkylrest bedeu tet, zu einer Verbindung der Formel EMI0004.0009 hydrolysiert, diese mit einem niedermolekularen Alkylmagnesiumhalogenid umsetzt, die entstandene Hydroxyverbindung der Formel EMI0004.0013 wasserabspaltenden Bedingungen aussetzt, die so er haltene Verbindung der Formel EMI0004.0014 in der 10,
    11-Stellung hydriert und das Reaktions produkt zur Abspaltung des Restes R2 mit einer konzentrierten Halogenwasserstoffsäure erhitzt.
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