CH406052A - Aus einem faltbaren Gebilde hergestellter Behälter - Google Patents
Aus einem faltbaren Gebilde hergestellter BehälterInfo
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Description
Aus einem faltbaren Gebilde hergestellter Behälter
Die Erfindung bezieht sich auf einen aus einem faltbaren Gebilde hergestellten Behälter, insbesondere aus Karton, Pappe, Wellpappe, Spanholz oder Spanholz-Korbgeflecht, bestehend aus einem Boden und vier Seitenwänden, die mlit dem Boden verbunden sind, und in den Ecken angeordneten Stützen, welche die Wandoberkanten überragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfachen, billigen und seinen Zweck in ausreichendem Masse erfüllenden, aus einem faltbaren Gebilde hergestellten Behälter zu schaffen, der raumsparend transportiert und mühelos mit wenigen Handgriffen zusammengesetzt werden kann, zu einem Behälter mit entsprechendem Rauminhalt. Es sind bereits derartige Behälter vorgeschlagen worden, die aus Karton- oder Wellpappe-Zuschnitten bestehen und die bereits als flacher Zuschnitt transportiert und zusammengesetzt werden können. Diese Behälter bieten bereits den bekannten gegenüber beträchtliche Vorteile, doch erfordern sie einen mehr oder weniger grossen Material- bzw.
Arbeitsaufwand zu ihrer Herstellung.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird gemäss der Erfindung nunmehr vorgeschlagen, aus einem faltbaren Gebilde hergestellte Behälter der in Betracht kommenden Art in der Weise auszubilden, dass die Stützen aus zwei Teilen bestehen, von denen je ein Teil an jeweils einer Kante zweier benachbarter Kanten der Seitenwände befestigt ist und die fest oder lösbar mit- einander verbunden sind.
Die oberen Enden der Stützenteile können durch einen Ring oder eine Drahtschleife oder eine Schnur zusammengehalten werden. Weiterhin können die Stützteile auch durch einen Nagel, eine Heftklammer oder eine S-förmige Bandstahlklammer zusammengehalten werden. Auch können die Stützteile durch eine auf ihre einander berührenden Flächen aufgebrachte Klebstoffschicht, vorzugsweise eines Kontaktklebers, zusammengehalten werden. Für die Verbindung der beiden Stützenteile, die ausser aus Holz auch aus anderen geeigneten Materialien, z. B.
Pappe, Kunststoff usw. bestehen können, können ausser den bereits erwähnten Verbindungselementen auch winkelförmig gebogene Bandstahlklammern mit einem Schenkel verwendet werden, mit dem sie an dem Stützenteil befestigt sind, während ihr freier Schenkel an seinem Ende umgebogen, insbesondere eingerollt ist und mit diesem Schenkel und dessen Ende den anderen Stützenteil, insbesondere eine vertikale Kante, umfasst. Ferner können lösbare Schnellverbindungen, wie z. B. Druckknöpfe, Splinte, kegelig geformte Stifte, Kappen, Niete oder dergleichen für die Verbindung der beiden Stützenteile miteinander verwendet werden.
Vorzugsweise sind die Ecken des Behälters dadurch verstärkt, dass dreieckige Lappen an den Schmalseiten der Seitenwände umgebogen und an diesen befestigt sind; diese dreieckigen Lappen entstehen durch einen schrägen Schnitt von den vier Ecken des Zuschnittes gegen die vier Ecken der Bodenfläche.
Um den Behälter weiterhin zu versteifen, können an der Innen- und bzw. oder Aussenseite der Seitenwände und bzw. oder des Bodens Verstärkungen, vorzugsweise in Streifenform, angeordnet sein, die aus Holz, Karton, Pappe oder Wellpappe bestehen können.
In den Figuren 1-7 der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die nachstehend im einzelnen näher beschrieben sind. Es zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Zuschnitt aus Karton oder Wellpappe.
Fig. 2 eine Ansicht eines nahezu zusammengesetzten Behälters, der aus einem Zuschnitt gemäss Fig. 1 gebildet ist,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den flach auseinandergebreiteten Behälter einer anderen Ausführungsform vor dem Zusammensetzen zu einem räumlichen Behälter,
Fig. 4 eine Ansicht des in Fig. 3 im auseinandergebreiteten Zustand dargestellten Behälter während des Zusammensetzens,
Fig. 5 eine Ansicht einer oberen Ecke des in Fig. 2 dargestellten Behälters mit über die Oberkante der Seitenwände aufragenden Stütze,
Fig. 6 eine Ansicht einer oberen Ecke des Behälters, wie in Fig. 5 dargestellt, mit abweichender Befestigung der Stützenteile und
Fig. 7 einen Ausschnitt aus einer weiteren Ausführungsform des Behälters im Schnitt durch seine Wand und Grundfläche.
Der den eigentlichen Behälter ergebende Teil des Behälters ist der Zuschnitt gemäss Fig. 1, der aus einem rechteckigen Stück Karton, Pappe, Wellpappe, Spanholz, insbesondere Spanholz- oder Korbgeflecht od. dgl. Material 11 besteht, der die vier parallel zu den Aussenkanten verlaufenden Knicklinien 12 aufweist, die den Boden 13 gegenüber den Seitenwänden 14 abgrenzen. Von den vier Ecken 15 sind Einschnitte 16 zu den Kreuzungspunkten 17 der Knicklinien 12 angebracht. Die mit den Seitenwänden 14 verbundenen dreieckigen Lappen 18 sind gegen diese umgelegt und an ihnen befestigt; beispielsweise mittels Klebstoff oder Heftklammern od. dgl.
An den Schmalseiten der Seitenwände 14 sind Stützenteile 19 angebracht. Diese Stützenteile 19 können aus Holz, Pappe, Kunststoff oder einem anderen geeigneten Werkstoff von ausreichender Festigkeit bestehen. Sie können an die Innenseiten der Seitenwände angeklebt, angenagelt, angeheftet oder auch angeklammert sein. Die Querschnittsform der Stützenteile 19 ist derart, dass diese bei zusammengesetztem Behälter mit einer Fläche 20 satt aneinander anliegen, so dass eine aus zwei Teilen zusammengesetzte kompakte Eckstütze entsteht, die als Auflager an dem jeweils unteren Behälter für den aufgesetzten Behälter dienen.
Die beiden Stützenteile 19 werden nach dem Zusammensetzen, d. h. nach dem Aufklappen der Seitenwände 14, gegenüber dem Boden 13 miteinander verbunden, und zwar durch einen auf die oberen Enden aufgesetzten bzw. diesen umfassenden Ring 21, der z. B. aus einem elastischen Werkstoff bestehen kann oder der ein Drahtstück ist, dessen Enden miteinander verdrillt sind.
An Stelle des Ringes 21 gemäss Fig. 5 kann für die Verbindung der beiden Stützenteile 19 auch die in Fig. 6 dargestellte Klammer 23 Verwendung finden, die aus einem winkelförmig gebogenen Federstahlband besteht. Bei dem zusammengesetzten Behälter umfasst der Schenkel 23' der Klammer 23, insbesondere mit seinem eingerollten Ende 23", das obere Ende der Leiste 19b an der benachbarten Seitenwand 14, wodurch ein fester sicherer Zusammenhalt des Behälters gewährleistet ist. Der Schenkel 23' der Klammer 23 liegt an der Aussenseite des oberen Endes der Leiste 19b an, und das eingerollte Ende 23" hintergreift deren Kante 19b.
Beim Zusammensetzen des Behälters, was einfach, schnell und mühelos erfolgt, werden die vier Seitenwände hochgeklappt, wobei durch einen Handgriff die je zwei Leisten 19a und l9b zu einer Eckstütze des Behälters zusammengefügt werden, wobei die Federklammer 23 selbsttätig die sichere Verbindung der Seitenwände herstellt. Ebenso einfach lässt sich der Behälter wieder auseinandernehmen, da nur die freien Schenkel 23' der Federklammern 23 zurückgebogen zu werden brauchen, so dass dann die Seitenwände wieder in eine ebene Fläche umgelegt werden können.
Zum Zwecke der Verstärkung des Behälters können an den Seitenwänden 14, gegebenenfalls auch am Boden 13, und zwar sowohl an der Innen- als auch an der Aussenseite, Verstärkungsstreifen 22 aus beliebigem Werkstoff, z. B. Holz, Karton, Pappe oder Wellpappe od. dgl. zusätzllich angebracht sein.
Um ein Eindringen von Feuchtigkeit, insbesondere Luftfeuchtigkeit, in die offenen Wellen der Wellpappe oder in die Poren des Holzes bzw. die Fasern von Karton oder Pappe zu verhindern, kann an dem oberen Rand der Behälterseitenwände 14 ein Falzstreifen 30 angebracht werden, der gemäss Fig. 2 ringsumlaufend die obere Kante der genannten Seitenwände 14 abdeckt. Der Abdeckstreifen 30 besteht vorzugsweise aus einem auf seiner einen Seite mit Klebstoffauftrag versehenen Material, das wasserundurchlässig und biegsam ist, wie z. B. imprägniertem Papier, Kunststoffolie od. dgl.
Um die Haltbarkeit des Behälters zu verbessern, kann als Werkstoff für die Herstellung der sie bildenden Zuschnitte Wellpappe verwendet werden, die in beliebiger bekannter Weise, z. B. durch Spritzen, Tauchen, Walzen od. dgl., mit einer ihre Festigkeit, Lebensdauer und Feuchtigkeitsunempfindlichkeit erhöhenden Imprägnierung versehen ist.
An Stelle von Wellpappe kann für die den Behälter bildenden Zu schnitte auch ein Spanhoizmaterial verwendet werden, das an den zur Herstellung des Behälters erforderlichen Falzstellen durch besondere bekannte Verfahren biegsam gemacht wird.
Die Befestigung der Verstärkungen 22 sowie der Stützenteile 19 an den entsprechenden Teilen des Flachmaterialszuschnitts 13 erfolgt vorzugsweise mit Hilfe einer Heftmaschine durch Heften mittels Drahtklammern.
Wie aus Fig. 3 und 4 hervorgeht, kann der Behälterkörper auch aus einem von dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel abweichend gestalteten ebenen Zuschnitt bzw. Gebilde 13 aus Karton, Pappe, insbesondere Wellpappe oder auch aus Spanholz bzw.
Spanholz- oder Korbgeflecht, bestehen. Der Boden 13 ist auch hier mit den Seitenwänden 14 längs der Knicklinien 12 verbunden. Die Randstreifen 35 der Schmalseiten der Seitenwände 14 sind umgeklappt und mit der Innenseite der Seitenwände 14 z. B. durch Klebung oder Heftung verbunden. An der Innenseite der Seitenwände 14 sind entlang der Kanten der Schmalseiten Leisten 19 mit dreieckigem Querschnitt befestigt. An den Leisten 19 zweier einander gegenüberliegender Seitenwände 14 sind an den die Oberkante 37 der Seitenwände überragenden Enden Klammern 23, 23" angebracht, die aus einem winkelförmig gebogenen Federstahlbandstück bestehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Aus einem faltbaren Gebilde hergestellter Behälter, insbesondere aus Karton, Pappe, Wellpappe, Spanholz oder Spanholz-Korbgeflecht, bestehend aus einem Boden und vier Seitenwänden, die mit dem Boden verbunden sind, und in den Ecken angeordneten Stützen, welche die Wandoberkanten überragen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen aus zwei Teilen bestehen, von denen je ein Teil an jeweils einer Kante zweier benachbarter Kanten der Seitenwände befestigt ist und die fest oder lösbar miteinander verbunden sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützenteile (19), wie auch die aus zwei Teilen zusammengesetzten Stützen einen rechteckigen oder dreieckigen Querschnitt aufweisen.2. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Enden der Stützenteile durch einen Ring oder eine Drahtschleife oder eine Schnur zusammengehalten werden.3. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützenteile durch einen Nagel, eine Heftklammer oder eine S-förmige Bandstahlklammer zusammengehalten werden.4. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützenteile durch eine auf ihre einander berührenden Flächen aufgebrachte Klebstoffschicht, vorzugsweise eines Kontaktklebers, zusammengehalten werden.5. Behälter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der ebene Zuschnitt von den vier Ecken bis zu den Knicklinien zwischen dem Boden und den Seitenwänden eingeschnitten ist und die dreieckigen Lappen an den Seitenwänden umgelegt und an diesen befestigt sind.6. Behälter nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden und bzw. oder die Seitenwände durch Verstärkungsstreifen auf den Aussen- und bzw. oder Innenflächen versteift sind.7. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an je einem Teil der zweiteiligen Eckstütze eine winkelförmig gebogene Bandstahlklammer mit einem Schenkel befestigt ist und der freie Schenkel an seinem Ende umgebogen, insbesondere eingerollt ist, und mit diesem Schenkel eine vertikale Kante umfasst.8. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Rand der Seitenwand durch eine Leiste verstärkt ist, die sich von einem Eckstützteil zum anderen erstreckt und mit diesen und der oberen Kante der Seitenwand fest verbunden ist 9. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite an den vier Ecken flache Zuschnitte bzw. Leisten (22) aus Flachmaterial, wie z. B. Karton, Pappe, Wellpappe, oder Holz, derart befestigt sind, dass der Behälterboden an den Ecken in einer dem Querschnitt der Eckstützen entsprechenden Form und Grösse freibleibt.10. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkanten der Seitenwände (13) durch feuchtigkeitsbeständige Falzstreifen (30) abgedeckt sind.11. Behälter nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Falzstreifen (30) aus wasserundurchlässigem Papier, Gewebe oder Kunststoffolie bestehen und auf der Innenseite einen Klebstoffauftrag aufweisen.12. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützenteile (19) aus Pappe, Karton, Kunststoff, Pressspan, Kunstholz oder Metall bestehen.13. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Zuschnitt aus einem durch Spritzen, Tauchen oder Walzen mit einer festigkeitserhöhenden und/oder feuchtigkeitsabweisenden bzw.-abdichtenden Imprägnierung versehenem Flachmaterial, wie z. B. Wellpappe, Karton, Kunststoffolie oder Spanholz besteht.14. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass seine Stützenteile (19) durch lösbare Schnellverschlüsse, wie z. B. Druckknöpfe, Splinte, Kappen, Kegelstifte, miteinander verbunden sind.
Applications Claiming Priority (2)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN113525852A (zh) * | 2021-07-30 | 2021-10-22 | 陕西保利华英包装有限公司 | 一种抗挤压防变形的瓦楞纸箱 |
-
1960
- 1960-11-02 CH CH1227160A patent/CH406052A/de unknown
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