CH406404A - Elektrode für magnetohydrodynamische Generatoren - Google Patents
Elektrode für magnetohydrodynamische GeneratorenInfo
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Description
Elektrode für magnetohydrodynamische Generatoren Ein magnetohydrodynamischer Generator, im folgenden als MHD-Generator bezeichnet, arbeitet bekanntlich mit einem rasch strömenden Plasma hoher Temperatur, das durch einen Kanal geleitet wird.
Das oft 3000 C heisse Plasma kann aus gasför migen Verbrennungsprodukten bestehen, die unter Zusatz von Saatmaterial bei diesen Temperaturen thermisch dissoziiert sind. Senkrecht zu einem ange legten Magnetfeld und zur Plasmaströmung wird im Plasma eine elektrische Feldstärke induziert. Zwi schen Elektroden, die in dem Kanal in der Ebene dieser Feldstärke angeordnet sind, entsteht eine nutz bare elektromotorische Kraft. Die Kanalwände zwi schen den Elektroden müssen elektrisch isolierend ausgebildet sein. Die gesamte Baueinheit aus Kanal wänden und Elektroden wird als Generatorkanal bezeichnet.
Bei Generatorkanälen, die mit Verbrennungsga sen betrieben werden, sind an das Material wegen der hohen Temperaturen und der oxidierenden Atmo sphäre des Plasmas hohe Anforderungen zu stellen. Es ist möglich, den gesamten Kanal aus Edelstahl auszuführen und mit Wasserkühlung zu versehen, wobei die Kanalwände durch eine elektrisch isolie rende Kittschicht von den Elektroden getrennt sind. Dabei ist es zweckmässig, die Oberflächentemperatur der Elektroden mit einem durch die Kühlkanäle ge leiteten Medium, wie Wasser, so einzustellen, dass sie knapp unterhalb des Schmelzpunktes für das Elek- trodenmaterial bleibt.
Es ist jedoch schwierig, die Plasmatemperatur genau konstant zu halten. Steigt die Temperatur mo mentan etwas an, so kann die Elektrodenoberfläche schmelzen, und Perlen aus Elektrodenmaterial kön nen die elektrisch isolierende Kittschicht zwischen Elektroden und Wänden überbrücken. Sinkt dagegen die Temperatur für kurze Zeit ab, so kann der Siede punkt des Saatmaterials, z. B. Kaliumkarbonat, un terschritten werden. Dann schlägt sich Saatmaterial als flüssiger Film auf den Elektroden nieder und er schwert den Stromübergang durch erhöhten über gangswiderstand zwischen Elektroden und Plasma.
Die geschilderten Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass der Mittelbereich der Elektrode gegenüber den Randbereichen erhaben ausgebildet ist. Dazu ist es günstig, die Elektroden auf etwa % ihrer Oberfläche gegenüber den Rand bereichen um einen Wert erhaben zu machen, der etwa 10 % der Distanz gegenüberliegender Elektro den beträgt. Bei grösseren Kanälen mit Elektroden distanzen, die ausserhalb des Zentimeterbereiches liegen, kann dieser Wert prozentual kleiner sein.
Man kann dann. auch von mehrstufig ausgebildeten über gängen von den Randbereichen zum Mittelbereich günstiges Verhalten erwarten.
Eine rauhe Oberfläche des erhabenen Elektro- denteiles hat sich als günstiger erwiesen als eine glat te Oberfläche. Man kann daher vorteilhaft mittels Auftragsschweissen einige Schweissraupen aufbrin gen. Als Material eignen sich hochtemperaturbestän- dige und nichtmagnetische Edelstähle, wie die Chrom-Nickel-Stähle. Nichtmagnetisches Verhalten ist vorteilhaft, um Streuverluste des Magnetfeldes zu vermeiden.
Beobachtungen in einem Versuchskanal haben ergeben, dass die erhabenen Elelktrodenbereiche glü hend in das Plasma eintauchen, wogegen sich in den Randbereichen sogar Saatmaterial - beim Versuch war es Kaliumkarbonat - flüssig abgeschieden hat.
Das bringt mehrere Vorteile: Der Übergangswider stand zwischen Elektrode und Plasma ist niedrig, wo durch sich die Leistung des MHD-Generators um einen Betrag von 20 % gegenüber der bei flachen Elektroden erhöht. Die Temperaturen in den Rand bereichen der Elektroden können, so niedrig gehalten werden, dass keine Brückenbildung auftritt.
Das sich flüssig abscheidende Saatmaterial erhöht dabei die Isolationswirkung der Kittschicht zwischen den Elek troden und den übrigen Wänden. Dadurch wird der Generator bei optimalem Betrieb gegen Instabilitäten der Plasmatemperatur unempfindlicher. Die durch die Elektrode nach der Erfindung erzielte Leistungs steigerung wird vermutlich auch durch einen noch nicht bekannten Einfluss auf die Plasmaströmung verursacht.
Anhand eines in der Zeichnung schematisch dar gestellten Ausführungsbeispiels soll die Elektrode gemäss der Erfindung weiter erläutert werden. In der Zeichnung ist ein kastenförmiger Versuchskanal im Querschnitt gezeigt, wobei die äusseren Elektroden 1 und Wandteile 6 abgebrochen dargestellt sind. Sie schliessen den Strömungsraum 7 ein. Die Elektroden 1 bestehen aus einem Block 2 aus Chrom-Nickel- Stahl Thermax 11a, in dem ein Kühlkanal 3 vorge sehen ist. Der Abstand der gegenüberliegenden Blök Ike 2 beträgt z. B. 2 cm.
Die Elektrode ist auf etwa zwei Drittel der Oberfläche erhaben ausgebildet. Dazu können durch Auftragschweissen, z. B. mit Auftragselektroden: der Type Fox FFB mehrere Schweissraupen 4 in einer Stärke von 2 bis 3 mm auf den zum Strömungsraum 7 zugekehrten Elektroden seiten aufgebracht werden. Das entspricht etwa 10 % der Elektrodendistanz. Die Schweissraupen sind nicht nachbehandelt. Durch Kittschichten 5 von z. B. 2 mm Dicke werden die ebenfalls aus Stahl bestehenden Kanalwände 6 von den Elektroden elektrisch isoliert. Sind die Wände aus Isoliermaterial, so können die Kittschichten entfallen, und die Wände schliessen direkt an die Elektroden an.
Auch bei zylinderförmigen Elektroden sind unter Berücksichtigung der Lehre nach der Erfindung die schon geschilderten Vorteile zu erwarten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Elektrode für den Generatorkanal eines MHD- Generators, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Mit telbereich gegenüber den Randbereichen erhaben ausgebildet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Elektrode nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass sie auf etwa 2/s der Oberfläche bis etwa 10 % des Elektrodenabstandes gegenüber den Randbereichen erhaben ausgebildet ist. 2.Elektrode nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie auf etwa 2/g der Oberfläche bis etwa 10 II/o des Elektrodenabstandes gegenüber den Randbereichen erhaben ausgebildet ist und der erhabene Elektrodenbereich aus unmagnetischem Edelstahl besteht. 3.Elektrode nach Patentanspruch 1, gekenn zeichnet durch eine rauhe Oberfläche des erhabenen Elektrodenbereiches. PATENTANSPRUCH 1I Verfahren zur Herstellung einer Elektrode nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der erhabene Elektrodenhereich durch Auftragsschweis- sen hergestellt wird.
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