CH407131A - Verfahren zur Herstellung von N,N-disubstituierten 4-Aminomethylen-pyrazolonen-(5) - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von N,N-disubstituierten 4-Aminomethylen-pyrazolonen-(5)Info
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- C07D231/02—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
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- C07D231/14—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
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Description
Verfahren zur Herstellung von N,N-disubstituierten 4-Aminomethylen-pyrazolonen-(5) Es wurde gefunden, dass man 4-N,N-Dialkyl- aminomethylen-pyrazone-(5) und 4-N-Alkyl-N-aryl- aminomethylen-pyrazolone-(5) auf technisch einfache Weise und in meist ausgezeichneten Ausbeuten da durch herstellen kann, wenn man auf Pyrazolone der Formel
EMI0001.0009
in welcher R1 = Wasserstoff, einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-, Cycloalkyl-,
Aralkyl- oder Arylrest, z. B. den 4 Methoxyphenylrest, oder die freie oder eine funktionelle abgewandelte Carboxyl- gruppe, z. B. die Carbmethoxygruppe, und R2 = Wasserstoff oder einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder substituierten oder unsubstituierten Arylrest, z. B. die p-Tolylgruppe, sowie die freie oder eine funktionell abgewandelte Carboxylgruppe, z.
B. die Amidinylgruppe, bedeutet, N,N-Dialkyl- oder N-Aryl- N-alkyl-formamide in Gegenwart von chlorhaltigen sauren Kondensationsmitteln und in Anwesenheit oder Abwesenheit von Lösungs- oder Verdünnungs- mitteln einwirken lässt und das so erhaltene Reak tionsgemisch mit Wasser unter Zusatz säurebindender Mittel zersetzt.
Dabei erhält man die genannten Verbindungen besonders leicht, wenn man die Zersetzung der Re aktionsgemische bei tiefer Temperatur und in neu tralem Medium, vornimmt.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann, man beispielsweise das bisher unbekannte 1-Phenyl- 3-carbäthoxy-4-dimethylaminomethylen-pyrazolon-(5) der Formel
EMI0001.0040
erhalten, indem man Dimethylformamid in Gegen wart von Phosphoroxychlorid auf 1 Phenyl-3-carb- äthoxy-pyrazolon-(5) einwirken lässt und das so er haltene Reaktionsgemisch bei Zimmertemperatur in eine Natriumcarbonatlösung einträgt.
Geeignete Pyrazolone der oben angegebenen For mel I sind z. B.
1-Phenyl-3-methyl-pyrazolon-(5), 1-(2'-Chlor-phenyl)-3-methyl-pyrazolon-(5), 1-(3'-Chlor-phenyl)-3-methyl-pyrazolon-(5), 1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-methyl-pyrazolon-(5), 1-(3' Nitrophenyl)-3-methyl-pyrazolon-(5), 1-(4'-Nitro-phenyl)-3-methyl-pyrazolon-(5), 1-(3'-Carboxy-phenyl)-3-methyl-pyrazolon-(5), 1-Amidino-3-methyl-pyrazolon-(5), 1,3-Diphenyl-pyrazolon-(5), 1 Phenyl-3-(4'-methoxy phenyl)-pyrazolon-(5),
1-Phenyl-pyrazolon (5)-carbonsäure-(3), 1-Phenyl-pyrazolon-(5)-carbonsäureäthylester-(3), 1-Phenyl-pyrazoton-(5)-carbonsäuredimethyl- amid-(3), 1-Phenyl-pyrazolon-(5)-carbonsäurediäthyl- amid-(3). Geeignete Formamide der gekennzeichneten Art sind z. B.
Dimethylformamid, Diäthylformamid, Dibutylformamid, N-Methyl-N phenyl-formamid. Als chlorhaltige saure Kondensationsmittel kön nen beispielsweise Phosphoroxychlorid oder Phosgen verwendet werden.
Als Lösungs- und Verdünnungsmittel eignen sich solche Verbindungen, die sich unter den Reaktions- bedingungenindifferent verhalten und die Reaktions partner in hinreichendem Masse zu lösen vermögen, z. B. aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol und chlorierte aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzol und o@Dichlor-benzol.
Die Reaktion wird im allgemeinen vorteilhaft im Temperaturbereich von etwa 10-130 durchgeführt. Die erfindungsgemäss erhaltenen N,N-disubsti- tuierten 4-Aminomethylen-pyrazolone-(5) sind wich tige Ausgangsstoffe zur Herstellung pharmazeutischer Produkte.
<I>Beispiel 1</I> Herstellung von 1-Phenyl-3-methyl-4-dimethyl- aminomethylen-pyrazolon-(5) Zu 420 Gewichtsteilen Dimethylformamid werden bei 5-15 unter Rühren und Kühlen langsam 507 Gewichtsteile Phosphoroxychlorid zugegeben. Nach dem Abklingen der Wärmetönung werden in, das so erhaltene Gemisch langsam 522 Gewichtsteile 1- Phenyl - 3 -methyl-pyrazolon-(5) eingetragen. Man lässt dabei die Temperatur langsam von 15 auf 70 steigen. Man erhält eine klare Lösung, die noch 60 Minuten bei 70 und 45 Minuten bei 80 nachge rührt wird.
Das viskose Reaktionsgemisch lässt man dann. unter Rühren in ein Gemisch von 1260 Ge- wichtsteiIen Natriumbicarbonat in 4000 Volumteilen Wasser einfliessen. Erforderlichenfalls wird durch Zugabe von Eis dafür gesorgt, dass die Temperatur nicht über 35 steigt. Man rührt noch 30 Minuten bei 30 nach, saugt ab, wäscht den Rückstand mit Wasser und trocknet ihn. Man erhält ein fast farb loses Pulver.
Ausbeute: 595 Gewichtsteile. Schmelzpunkt: 127-132 .
Das Produkt ist weitgehend rein und kann für die meisten Zwecke in dieser Form weiterverwendet werden.
<I>Beispiel 2</I> Herstellung von 1-Phenyl-3-(4'-methoxy-phenyl)- 4-dimethylaminomethylen-pyrazolon-(5) 17,5 Gewichtsteile Dimethylformamid und 20,2 Gewichtsteile Phosphoroxychlorid werden in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise zusammengegeben. In das so erhaltene reaktionsfähige Gemisch werden, unter Rühren 32,0 Gewichtsteile 1 Phenyl-3-(4'- methoxy-phenyl)-pyrazolon-(5) in kleinen Portionen eingetragen. Die Temperatur steigt dabei rasch auf 70 .
Sie wird durch Kühlen bis zum Ende des Ein- tragens auf dieser Höhe gehalten. Anschliessend heizt man langsam auf 120 auf und rührt noch 60, Minuten bei dieser Temperatur nach. Man lässt dann auf 90 abkühlen und giesst das viskose Reaktions gemisch in 1500 Volumteile kaltes Wasser ein, wo bei man durch gleichzeitige Zugabe von Natronlauge dafür sorgt, dass die Hauptmenge der freiwerdenden Säure neutralisiert wird.
Die Temperatur wird, falls erforderlich, durch Zugabe von Eis unterhalb etwa <B>250</B> gehalten. Man rührt etwa 10 Minuten nach, saugt ab und wäscht den Rückstand mit Wasser und trocknet. Man erhält ein fast farbloses Pulver.
Ausbeute: 33,7 Gewichtsteile.
Schmelzpunkt: 155-162 , nach Umkristallisation, aus Benzol'/Methylcyclohexan: 164-166,5 . <I>Beispiel 3</I> Herstellung von 1-Phenyl-3-carbäthoxy- 4-dimethylaminomethylen-pyrazolon-(5) 84,5 Gewichtsteile Phosphoroxychlorid werden unter Rühren, bei<B>10-15'</B> zu 65 Gewichtsteilen Di- methylformamid getropft. In dieses Gemisch trägt man unter weiterem Rühren<B>116,0</B> Gewichtsteile 1-Phenyl-3-carbäthoxy-pyrazolon-(5) in kleinen Por tionen ein. Die Temperatur steigt dabei rasch auf 70 und wird auf dieser Höhe gehalten, bis die Wärmetönung abgeklungen ist.
Man rührt noch 60 Minuten bei 70 und 60 Minuten bei 80 nach und lässt dann das viskose ,Reaktionsgemisch langsam in 2000 Volumteile kaltes Wasser einfliessen. Die Hauptmenge der dabei freiwerdenden Säure wird durch gleichzeitige Zugabe von Natriumcarbonat neutralisiert. Die Temperatur wird durch Zusatz von Eis auf 15-20 gehalten. Man rührt kurz nach, saugt ab und wäscht den Rückstand mit Wasser und trocknet ihn. Man erhält ein fast farbloses Pulver. Ausbeute: 129,7 Gewichtsteile.
Schmelzpunkt: 114-120 , nach Umkristallisation aus Methylcyclohexan: 125-126 .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von N,N-disubstituier- ten 4 Aminomethylen-pyrazolonen-(5) der Formel EMI0002.0079 in welcher R3 einen Alkylrest und R.4 einen Alkyl- oder Arylrest, R1 = Wasserstoff oder einen gege benenfalls substituierten Alkyl-,Cycloalkyl- Aralkyl- oder Arylrest oder die freie oder eine funktionell abgewandelte Carboxyl'gruppe und R2 = Wasser stoff, einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder einen substituierten oder unsubstituierten Arylrest sowie die freie oder eine funktionell abgewandelte Carboxyl- gruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet,dass man N,N-Dialkyl- oder N-Aryl-N-alkyl-formamide in Gegenwart von chlorhaltigen sauren Kondensations mitteln in Anwesenheit oder Abwesenheit von Lö- sungs- oder Verdünnungsmitteln auf Pyrazolone der Formel EMI0003.0003 einwirken lässt und das so erhaltene Reaktions gemisch mit Wasser unter Zusatz säurebindender Mittel zersetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF27222A DE1220858B (de) | 1958-12-09 | 1958-12-09 | Verfahren zur Herstellung von N, N-dialkyl- oder N-alkyl-N-aryl-substituierten 4-Aminomethylenpyrazolonen-(5) und von 4-Formyl-pyrazolonen-(5) mit unsubstituierter 2-Stellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH407131A true CH407131A (de) | 1966-02-15 |
Family
ID=7092343
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH392965A CH408028A (de) | 1958-12-09 | 1959-10-13 | Verfahren zur Herstellung von 4-Formyl-pyrazolonen-(5) mit unsubstituierter 2-Stellung |
| CH7934259A CH407131A (de) | 1958-12-09 | 1959-10-13 | Verfahren zur Herstellung von N,N-disubstituierten 4-Aminomethylen-pyrazolonen-(5) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH392965A CH408028A (de) | 1958-12-09 | 1959-10-13 | Verfahren zur Herstellung von 4-Formyl-pyrazolonen-(5) mit unsubstituierter 2-Stellung |
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- 1958-12-09 DE DEF27222A patent/DE1220858B/de active Pending
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Also Published As
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