CH407135A - Verfahren zur Herstellung von 1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxyden

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CH407135A
CH407135A CH422462A CH422462A CH407135A CH 407135 A CH407135 A CH 407135A CH 422462 A CH422462 A CH 422462A CH 422462 A CH422462 A CH 422462A CH 407135 A CH407135 A CH 407135A
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CH
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benzothiadiazine
disulfamylaniline
sulfamyl
dioxide
chloral
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CH422462A
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Maurice Sprague James
Original Assignee
Merck & Co Inc
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D285/00Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D275/00 - C07D283/00
    • C07D285/15Six-membered rings
    • C07D285/16Thiadiazines; Hydrogenated thiadiazines
    • C07D285/181,2,4-Thiadiazines; Hydrogenated 1,2,4-thiadiazines
    • C07D285/201,2,4-Thiadiazines; Hydrogenated 1,2,4-thiadiazines condensed with carbocyclic rings or ring systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von     1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxyden       Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Ver  fahren zur Herstellung von     1,2,4-Benzothiadiazin-          1,1-dioxyden    durch Reaktion zwischen     Chloral    und  einer     Disulfamylanilin-Verbindung,    mit mindestens  einer     Sulfamylgruppe    in der     ortho-Stellung    zu der       Aminogruppe.     



  Als ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist  überraschenderweise gefunden worden, dass falls       Chloral    mit einer     Disulfamylanilin-Verbindung,    vom  oben beschriebenen Typus, in Gegenwart eines basi  schen Katalysators, zur Reaktion gebracht     wird,    ein       Ringschluss,    unter Bildung des entsprechenden       1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxyds    in hohen Ausbeu  ten, erfolgt.  



  In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfin  dung, wird die gewählte     Disulfamylanilin-Verbindung     mit     Chloral,    in Gegenwart einer Spur einer schwa  chen Base, erhitzt.  



  Das im erfindungsgemässen Verfahren verwendete       Chloral    kann in jeder seiner aktiven Formen, wie       Chloral    selbst, oder     Chloralhydrat    oder     Chloral-          alkoholat,    verwendet werden.  



  Die Reaktion wird     vorteilhafterweise    in Gegen  wart eines Lösungsmittels     für    die     Disulfamylanilin-          Verbindung        durchgeführt.    Als für diesen Zweck ge  eignete Lösungsmittel können     Dimethylformamid     oder     Dimethylacetamide    genannt werden.  



  Die oben erwähnten basischen Bedingungen wer  den     vorteilhafterweise,    durch Zusetzen einer Spur  jeder konventionellen schwachen Base, erhalten. Als  für diesen Zweck insbesondere geeignet, wurden       Kaliumfluorid,    Natrium-     oder        Kaliumhydroxyd,    ter  tiäre Amine oder ähnliche, befunden.  



  An die Reaktion anschliessend kann das Reak  tionsgemisch in jeder konventionellen Weise, zwecks       Separierung    der 1,2,4-Benzothiadia7in-1,1-dioxyd-    Verbindung von dem Lösungsmittel, aufgearbeitet  werden.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren eignet sich ins  besondere gut zur Herstellung von     1,2,4-Benzo-          thiacliazinen,    welche einen     Sulfamylsubstituenten,    ge  bunden an den     Benzolteil    des Kernes enthalten, und  welche noch     zusätzlich        mindestens    einen     andern        Sub-          stituenten,    wie Halogen, einen     halogenähnlichen    Ra  dikal oder ein     Alkyl,        Alkoxy,        Nitro-    oder einen  ähnlichen,

   an den     Benzolteil    des Kernes gebundenen  Radikal, enthalten. Auch können     Substituenten    an  einen der Stickstoffatome, in entweder der 2- oder       4-Stellung    des     Benzothiadiazinkernes    der, gemäss dem  erfindungsgemässen, neuen Verfahren hergestellten  Produkte, gekettet sein.

   Die gemäss dem vorliegenden  Verfahren hergestellten     1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-          dioxyd-Verbindungen,    welche einen     Sulfamylsubsti-          tuenten    und mindestens einen andern, an den Benzol  teil der Struktur gebundenen     Substituenten    enthal  ten, sind, unter anderem,     als        diuretische    und/oder       saluretische    Mittel nützlich.

   Unter dieser Gruppe von  Verbindungen besitzen Verbindungen der Struktur  formel  
EMI0001.0060     
    einen besonders hohen Wirksamkeitsgrad; in     der    ge  nannten Strukturformel bedeutet     R1    Halogen oder  ein     halogenähnliches    Radikal, wie Chlor, Brom,  Fluor,     Trihalomethyl,    wie     Trifluoromethyl,        Trichloro-          methyl    und     ähnliche,    ein     Niederalkylradikal,        vorteil-          hafterweise    mit 1-5     Kohlenstoffatomen,    ein Nieder-           alkoxyradikal,

          vorteilhafterweise    mit 1-5 Kohlen  stoffatomen oder eine Nitrogruppe;     R2    ist entweder     in     der 2- oder     4-Stellung    am Stickstoffatom gebunden  und ist Wasserstoff oder ein     Niederalkylradikal,    vor  teilhafterweise mit 1-5     Kohlenstoffatomen;

      und RB  steht für Wasserstoff oder ein     Niederalkylradikal,    vor  teilhafterweise mit 1-5     Kohlenstoffatomen.       <I>Beispiel 1</I>    Eine Lösung bestehend aus 1,4 g, 0,04 Mole,       5-Chlor-2,4-disulfamylanilin    in 60 ml     Dimethyl-          formamid,    17,6 g, 0,12 Mole,     Chloral    und 4,6 g,  0;08 Mole wasserfreiem     Kaliumfluorid    wird auf einem  Dampfbad während 3 Stunden erhitzt.

   Danach setzt  man     1-00    ml Wasser zu und fällt das halbfeste Pro  dukt aus verdünntem     Ammoniumhydroxyd    wieder  aus und erhält, in 76     %        iger    Ausbeute,     6-Chlor-7-sulf-          amyl    - 1,2,4 -     Benzothiadiazin    - 1,1 -     dioxyd    mit       F=33'0     C.  



  <I>Beispiel 2</I>  Nach Ersetzen des im Beispiel 1 verwendeten       5-Chlor-2,4-disulfamylanilins    durch eine     äquimolare     Menge von     5-Trifluormethyl-2,4-disulfamylanilin    und  unter wesentlicher Befolgung der im Beispiel 1 be  schriebenen Arbeitsweise, erhielt man     6-Trifluor-          methyl-7-sulfamyl-1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxyd.       <I>Beispiel 3</I>    Eine Lösung von 0,04 Molen     5-Methyl-2,4-di-          sulfamylanilin    in 50 ml     Dimethylacetamid,    0,02  Molen     Chloralhydrat    und eine Spur,     ungefähr    0,08  Mole,

       Trimethylamin    werden auf einem Dampfbad  während 5 Stunden erhitzt. Nach Zugabe von 100 ml  Wasser wird     6-Methyl-7-sulfamyl-1,2,4-benzothia-          diazin-1,1-dioxyd    aus verdünntem Ammonium  hydroxyd wieder ausgefällt.  



  <I>Beispiel 4</I>  Eine Lösung von     5-Nitro-2,4-disulfamylanilin    in       60    ml     Dimethylformamid,    0,12 Mole     Chloralalkoho-          lat    und eine Spur     Natriumhydroxyd,        ungefähr    0,08  Mole, werden auf dem Dampfbad während 31/2  Stunden erhitzt. Nach Zugabe von 100 ml Wasser       wird    die     6-Nitro-7-sulfamyl-1,2,4-benzothiadiazin-          1,1-dioxyd-Verbindung,    aus verdünntem Ammonium  hydroxyd, wieder ausgefällt.  



  <I>Beispiele 5-11</I>  Nach Ersetzen des im Beispiel 1 verwendeten       5-Chlor-2,4-disulfamylanilin    durch eine     äquimoleku-          lare    Menge der folgenden Verbindung:    Beispiel  Nr.  5     5-Methoxy-2,4-disulfamylanilin,     6     5-Chlor-2-sulfamyl-4-(N-methylsulfamyl)-          anilin,     7     5-Chlor-2-(N-methylsulfamyl)-          4-sulfamylaniän,     8     2,4-Disulfamylanilin,     9     5-Chlor-6-methyl-2,4-disulfamylanilin,     10     5-Fluor-2,4-disulfamylanilin,     11     5-Brom-2,

  4-disulfamylanilin     und unter wesentlicher Befolgung der im Beispiel 1  beschriebenen Arbeitsweise, erhält man:  Beispiel  Nr.  5     6-Methoxy-7-sulfamyl-1,2,4-benzothiadia-          zin-1,1-dioxyd,     6     6-Chlor-7-(N-methylsulfamyl)-1,2,4-benzo-          thiadiazin-1,1-dioxyd,     7     2-Methyl-6-chlor-7-sulfamyl-1,2,4-benzo-          thiadiazin-1,1-dioxyd,     8     7-Sulfamyl-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-          dioxyd,     9     5-Methyl-6-chlor-7-sulfamyl-1,2,4-benzo-          thiadiazin-1,1-dioxyd,     1,0     6-Fluor-7-sulfamyl-1,2,

  4-benzothiadiazin          1,1-dioxyd,     11     6-Brom-7-sulfamyl-1,2,4-benzothiadiazin-          1,1-dioxyd.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 1,2,4-Benzothia- diazin-1,1-dioxyden, dadurch gekennzeichnet, dass man Disulfamylanilin-Verbindungen mit einer Sulf- amylgruppe in der ortho-Stellung zur Aminogruppe und gegebenenfalls weiteren an den Benzolring ge bundenen Substituenten und gegebenenfalls einem Substituenten an einem der Stickstoffatome der NH2- Gruppen,
    mit Chloral in Gegenwart eines basischen Katalysators erhitzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 5-Chlor-2,4-disulfamylanilin mit Chloral in Gegenwart von D'imethylformamid und Kaliumfluorid erhitzt und 6-Chlor-7-sulfamyl-1,2,4- benzothiadiazin-1,1-dioxyd erhält. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 5-Trifluormethyl-2,4-disulf- amylanilin mit Chloral in Gegenwart von Dimethyl- formamid und Kaliumfluorid, erhitzt und 6-Trifluor- methyl-7-sulfamyl-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyd er hält.
CH422462A 1961-04-07 1962-04-06 Verfahren zur Herstellung von 1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxyden CH407135A (de)

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