CH407142A - Verfahren zur Herstellung neuer Reserpsäurederivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Reserpsäurederivate

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CH407142A
CH407142A CH819561A CH819561A CH407142A CH 407142 A CH407142 A CH 407142A CH 819561 A CH819561 A CH 819561A CH 819561 A CH819561 A CH 819561A CH 407142 A CH407142 A CH 407142A
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salts
dependent
hydrogen
esterified
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CH819561A
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Mullen Robison Michael
Armistead Lucas Robert
Original Assignee
Ciba Geigy
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Description


      Verfahren    zur Herstellung neuer     Peserpsäurederivate       Gegenstand der Erfindung ist     ein        Verfahren    zur  Herstellung der neuen     17a-R-18a-Hydroxy-3-epi-          alloyohimban-16ss-carbonsäuren    mit dem     Kern    der       Formel    1  
EMI0001.0009     
    worin R für Wasserstoff,     Niederalkoxy    oder Cyan  steht, Derivaten davon mit im Ring A     ankondensier-          ten    Ringen,

   ihrer Ester mit     gegebenenfalls        cyclisch     substituierten     aliphatischen    oder     cycloaliphatischen     Alkoholen oder     der    Salze davon.  



  Die neuen Verbindungen können im obigen Ring  system weitere     Substituenten    enthalten,     beispielsweise          unsubstituierte    oder substituierte     aliphatische    Kohlen  wasserstoffreste,     verätherte    oder     veresterte        Hydroxyl-          gruppen,        verätherte        Mercaptogruppen,        Nitro-    oder       Aminogruppen.    Diese     Substituenten    kommen vor  nehmlich für die freien Stellungen des aromatischen  Ringes A in Frage,

   für jene an den     übrigen    Ringen,       vornehmlich    in den Stellungen 5 oder 6, speziell     ali-          phatische    Kohlenwasserstoffreste.  



  Die Erfindung     betrifft    vor allem ein     Verfahren     zur Herstellung von Verbindungen der Formel<B>11</B>  
EMI0001.0037     
    worin     Ri    Wasserstoff oder einen     unsubstituierten     oder substituierten,     aliphatischen    oder     cyeloaliphati-          sehen        Kohlenwasserstoffrest        bedeutet,        R2    für Wasser  stoff,     Niederalkoxy        oder    Cyan steht und     R4    bis     Rs    je  ein Wasserstoffatom,

   einen     aliphatischen    Kohlenwas  serstoffrest, eine     verätherte    oder     veresterte        Hyd'roxyl-          gruppe,        eine        verätherte        Mercaptogruppe,    eine     Nitro-          oder        Aminogruppe    oder eine     Halogen-niederalkyl-          gruppe    bedeuten,

   wobei zwei der Reste     R4    bis     Rfl    in  benachbarten Stellungen zusammen auch für     Nieder-          alkylendioxy    stehen können und     R7    in einer der Stel  lungen 5 oder 6 Wasserstoff oder einen     Niederalkyl-          rest        darstellt,    oder Salzen dieser     Verbindungen.     



       Als    Beispiele für den     Alkoholrest    der veresterten       16-Carboxylgruppe,        besonders    für den Rest     R1    in       Formel    Il, seien folgende Gruppen angeführt:

       Alkyl          mit    1-10.,     vornehmlich    mit 1=4     Kohlenstoffatomen,     wie     Methyl,    Äthyl, n- oder     i-Propyl,        -Butyl    oder       -Pentyl,    sek.- oder     tert.        Butyl,        n-Hexyl    oder     n-Heptyl,          Phenylalkyl    mit     1-4        Kettenkohlenstoffatomen,    wie       Benzyl,    1- oder     2-Phenyl-äthyl,

      wobei die Phenyl-           reste        unsubstituiert    oder     beispielsweise    durch Nieder  alkyl, wie     Methyl    oder Äthyl,     Niederalkoxy,    wie       Methoxy    oder     Äthoxy,    Halogen, wie Fluor, Chlor  oder Brom, substituiert     sein    können.

   Weiters kann  der obige Alkoholrest auch     veräthertes        Hydroxy-nie-          deralkyl,        vornehmlich        Alkoxy-niederalkyl,        worin    der       Alkoxyrest        1-4.        Kohlenstoffatome        enthält    und zum  Beispiel     Methoxy,        Äthoxy,    n- oder     i-Propoxy    oder       n-Butoxy    bedeutet,     tert.        Amino-niederalkyl,

      worin die       tert.        Aminogruppe        vornehmlich        Dialkylamino        mit    2-8       Kohlenstoffatomen,    wie     Dimethylamino,        Methyl-          äthylamino,        Diäthylamino,        Di-n-    oder     -i-propylammo     bedeutet oder     Alkylenamino-niederalkyl    mit vornehm  lich     4-6        Ringkohlenstoffatomen,

      worin der     Alkylen-          rest    auch durch     Heteroatome,    wie Sauerstoff, Schwe  fel: oder     Stickstoff,    unterbrochen sein     kann,    darstel  len.

   Solche     cyclische        Aminogruppen    sind zum Bei  spiel     Pyrrolidino,        Piperidino,        Hexamethylenhnino,          Oxaalkylenamino,    wie     Morpholino,        Thiaalkylen-          amino,    wie     Thiamorpholino,        Azaalkylenamino,    vor  zugsweise     4-Niederalkyl-piperazino,    wie     4-Methyl-          oder        4-Äthyl-piperazino.     



  Der die oben genannten     substituierten        Hydroxyl-          oder        Aminogruppen    tragende     Niederalkylrest        enthält          zumindest    2, vornehmlich 2-3     Kohlenstoffatome,    und  trennt diese Gruppe vom     Estersauerstoffatom    durch  mindestens 2     Kohlenstoffatome;

      er bedeutet     somit          beispielsweise        1,2-Äthylen,    1,2-, 2,3- oder     1,3-Pro-          pylen    oder     1,4-Butylen.     



  Steht der eingangs genannte     Substituent    R bzw.  der Rest     R2    in Formel     II    für     Niederalkoxy,    so     enthält     dieses vorzugsweise 1-4     Kohlenstoffatome.     



       Substituenten    des Ringes A, vornehmlich die  Reste     R4    bis     RE    in Formel     II,    sind     beispielsweise    die  folgenden: niedere     aliphatische    Kohlenwasserstoff  reste,     speziell        Alkyl    mit     1-4        Kohlensitoffatomen,    z. B.  das oben erwähnte,     verätherte        Hyd'roxy,    z.

   B. das  oben genannte     Alkoxy    mit 1-4     Kohlenstoffatomen,          Niederalkenyloxy,    wie     Allyloxy,        Cycloalkoxy    oder       Cycloalkyl-niederalkoxy    mit 3-8,     vorzugsweise    5-6       Ringkohlenstoffatomen,    wie     Cyclopentoxy,        Cyclo-          hexoxy,        Cyclopentyl-methoxy,        2-Cyclopentyl-äthoxy          oder        Cyclohexyl        methoxy,        Aryloxy,

      wie     Phenoxy,          Aralkoxy,    z. B.     Phenyl-niederalkoxy,    wie     Benzyloxy,          Diphenyl-methoxy    oder     2-Phenyl-äthoxy.    Weiters       verestertes        Hydroxy,    z. B.

   Halogen, wie Fluor, Chlor  oder Brom,     Niederalkoxy-carbonyloxy,    wie     Methoxy-          carbonyloxy    oder     Äthoxy-carbonyloxy,        Niederalka-          noyloxy,    wie     Acetoxy-    oder     Propionyloxy,        veräther-          tes        Mercapto,    z.

   B.     Alkylmercapto    mit 1-4     Kohlen-          stoffatomen,    wie     Methyl-    oder     Äthylmercapto,        Nitro,          Amino,    z. B. das oben genannte     Di-.niederalkylamino,     oder     Halogen-niederalkyl,    wie     Trifluormethyl.    Zwei  benachbarte     Substituenten,    z. B.     zwei    der     Reste        R4     bis     Rc,    können zusammen auch einen     cyclischen    Rest  bilden, z.

   B.     Niederalkylendioxy,    wie     Methylendioxy     oder     1,1-Äthylendioxy.        Vorzugsweise    stehen jedoch  die     Substituenten        R"    und     Rs    für Wasserstoff und     R4     speziell in     11-Stellung    für     Wasserstoff    oder     Nieder-          alkoxy.       Als     Substituenten    in den nicht eigens     angeführten     Stellungen des Moleküls,

   speziell in jenen des     hetero-          cyclischen    Ringes C, seien beispielsweise     aliphatische     Kohlenwasserstoffreste, besonders     Alkyl    mit 1-4       Kohlenshoffatomen,        angeführt.    Der Rest     Rs    in For  mel     II    steht vornehmlich für Wasserstoff; er kann  aber auch     Niederalkyl,    speziell     Methyl    oder     Athyl,     bedeuten.  



  Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle phar  makologische Eigenschaften. So     zeichnen    sie sich ganz  allgemein durch sedative bzw.     Tranquillizer-Eigen-          schaften    aus. Sie zeigen ausserdem noch     antifibriliato-          rische    Effekte.  



  Die neuen     Verbindungen    können daher als Medi  kamente in der Human- und     Veterinärmedizin    ver  wendet werden. In der     Humanmedizin    können sie zum  Beispiel als Sedativa bzw.     Tranquillizer    zur Behand  lung von     Hyperaktivität,        Spannungs-,        Aufregungs-,     Angst- oder Verwirrungszuständen dienen. Die     anti-          fibrillatorisch    wirksamen Verbindungen können auch  zur Behandlung von     Herzarrhythmien,    wie Extra  systolen oder Herzflimmern,     verwendet    werden.  



  In der Veterinärmedizin eignen sich die neuen  Verbindungen zum Beispiel zur Besänftigung von  Versuchstieren, wie Affen, Katzen oder Hunden, vor  der jeweiligen     Behandlung.    Weiters zur     Beruhigung     von Haustieren, vornehmlich Federvieh, wie Hühner  oder     Truthühner,    um das Umgehen mit ihnen, bei  spielsweise bei Impfungen, beim     Transport    oder beim  Töten, zu erleichtern. Auch als Zwischenprodukte für  die Herstellung anderer     wertvoller    Stoffe können die  eingangs genannten Verbindungen dienen.

   So können  zum Beispiel die     17a-R-18a-Hydroxy-3-epi-alloyohim-          ban-16ss-carbonsäureester    zu den pharmakologisch  hochwirksamen     18a-O-R'-Verbindungen        veräthert     werden, worin R die eingangs genannte Bedeutung  hat und R' für einen gegebenenfalls substituierten     ali-          phatischen    oder     cycloaliphatischen    Kohlenwasser  stoffrest steht.  



  Besonders wertvolle Verbindungen sind solche  der Formel     III     
EMI0002.0200     
    und ihre     Säureadditionssalze,    worin n eine Zahl von  0-7, vorzugsweise von 0-3, darstellt und     R4        Alkoxy     mit     1-4        Kohlenstoffatomen,    vorzugsweise     Methoxy,         bedeutet, wobei sich R4 speziell in einer der Stellun  gen 10 oder 11 befindet.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man entsprechende, in     18-Stellung          m;t    organischen     Sulfonsäuren        veresterte    Verbindun  gen     hydrolysiert.    Wenn erwünscht, können in an sich  bekannter Weise erhaltene Ester gespalten und/oder  erhaltene Basen in Salze umgewandelt und/oder er  haltene     Salze    in die Basen überführt werden.  



  In den Ausgangsstoffen steht der organische Rest  der     Sulfonyloxygruppe    beispielsweise für einen Koh  lenwasserstoffrest, z. B. einen     Niederalkylrest,    vor  zugsweise jedoch für einen     unsubstituierten    oder sub  stituierten     Phenylrest.    Letzterer kann einen oder meh  rere, gleiche oder verschiedene     Substituenten    aufwei  sen, und zwar vorzugsweise elektronegative Reste, wie  zum Beispiel die folgenden:     Nitro,    Halogen, wie  Chlor oder Brom, freies oder     funktionell    abgewandel  tes     Carboxy,    z.

   B.     Carbomethoxy    oder     Carbäthoxy,          Carbamyl    oder Cyan, aber auch     Niederalkyl,    .speziell       Methyl.    Die Hydrolyse, bei der gleichzeitig     Epimeri-          sierung    zur     18a-Hydroxyverbindung        erfolgt,    kann in  Abwesenheit, vorzugsweise jedoch in Anwesenheit  eines     Katalysators,    durchgeführt werden.

   Als Kata  lysatoren eignen sich beispielsweise Basen mittlerer  Stärke, wie tertiäre     Amine,    speziell tertiäre     alipha-          tische        Amine,    z. B.     Tri-niederalkylamine,    wie     Tri-          methylamin    oder     Triäthylamin,        Tetra-niederalkyl-nie-          deralkylendiamine,    wie     N,N,N',N'-Tetramethyl-penty-          len-(1,5)-diamin,    oder     cyclische    Basen,

   wie     Pyridin     oder     Collidin.    Gleichzeitig können noch geeignete     inerte          Lösungs-    bzw. Verdünnungsmittel     verwendet    werden,  um vollständige Lösung der Reaktionspartner zu er  reichen. Die Hydrolyse kann zur     Beschleunigung    vor  zugsweise     bzi        erhöhter    Temperatur,     falls    erforderlich,  in geschlossenem     Gefäss    unter Druck und/oder unter  einem     Inertgas,    z. B. Stickstoff, durchgeführt werden.  



  Die     als    Ausgangsstoffe herangezogenen, in     18-          Stellung    mit organischen     Sulfonsäuren    veresterten       18i:-Hydroxy-3-epialloyohimban-16ss-carbon-          säureester     können nach an sich bekannten Methoden hergestellt  werden.

   Beispielsweise geht man so vor,     d'ass    man die  entsprechenden     18ss-Hydroxyverbindungen    mit einem  organischen     Sulfonsäurehalogenid,        insbesondere    einem       unsubstituierten    oder     substituierten        Benzolsulfonyl--          halogenid,    wie 3- oder     4-Nitro-benzol,sulfonylchlorid     oder     4-Brom-benzolsulfonylchlorid,    in     Gegenwart     einer Base, speziell einer tertiären organischen Stick  stoffbase, wie     Pyridin    oder     Collidin,    umsetzt.

   Bei die  ser     Veresterung    kann entweder die genannte Base  gleichzeitig auch als     Verdünnungs-    oder Lösungsmit  tel dienen oder es können, falls erforderlich, noch an  dere     inerte    Lösungsmittel zugesetzt werden. Die Um  setzung wird     gewöhnlich    unter Kühlung oder bei  Raumtemperatur, vorzugsweise unter Ausschluss von  Feuchtigkeit, durchgeführt.  



  Die gegebenenfalls als Ausgangsstoffe verwende  ten     18ss-Sulfonyloxy-3-epi-alloyohimban-16ss-carbon-          säuren        können    beispielsweise durch     Hydrogenolyse       aus den entsprechenden, wie oben hergestellten     Ben-          zylestern        erhalten    werden. Die     Hydrogenolyse    wird  vorteilhaft mit Wasserstoff in Gegenwart     eines        Palla-          d'iumkatalysators    durchgeführt.  



  Erhaltene Ester können in an     sich        bekannter     Weise gespalten, z. B.     hydrolysiert    oder     hydrogenoly-          siert    werden. Ersteres erfolgt     beispielsweise    durch  Einwirkung eines     Allcalimetallhydroxyds,    wie Na  trium- oder     Kaliumhydroxyd,    vorzugsweise     in    Gegen  wart von     Niederalkanolen,    wie Methanol oder     Ätha-          nol    und Wasser.

       Stellt    der die     Carboxylgruppe        ver-          esternde    Rest einen     Phenylalkylrest,    z. B. den     Ben-          zyl-    oder den     1-Phenyl-äthylrest,    dar, so kann die       Oberführung    des Esters in die     freie    Säure vorteilhaft       durch    Einwirkung von Wasserstoff     in    Gegenwart eines  ein Metall der B.

   Gruppe des periodischen Systems       enthaltenen        Katalysators,    wie     Palladiumkohle,    vor  genommen werden.  



  Hinsichtlich der Tatsache, dass mehrere asym  metrische     Kohlenstoffatome    am Aufbau der neuen  Verbindungen     beteiligt    sind, können     letztere    als     Ra-          cematgemische,    reine     Racemate    oder als optische  Antipoden vorliegen.  



       Racematgemische    der Ausgangs- oder Endpro  dukte können auf Grund     der        physikalisch-chemischen     Unterschiede der     Bestandteile    in bekannter Weise     in     reine     Racemate    getrennt werden, beispielsweise durch       fraktionierte        Kristallisation.     



       Racemische    Ausgangs- bzw. Endprodukte lassen  sich ebenfalls nach     bekannten    Methoden in die opti  schen Antipoden zerlegen.  



  Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen  Verbindungen     in    freier Form oder in Form ihrer  Salze. So     können        beispielsweise    basische, neutrale,  saure oder gemischte Salze, gegebenenfalls auch       Hemi-,    Mono-,     Sesqui-    oder Polyhydrate, davon er  halten werden. Die Salze der neuen Verbindungen  können in an sich bekannter Weise in die freien Basen  übergeführt werden, z. B. durch Reaktion mit einem  basischen     Mittel,    z.

   B.     wässrigem        Ammoniak,    feuchtem       Silberoxyd    oder einem     Ionenaustauscher.    Die freien  Basen anderseits lassen sich in     Säuread'ditionssalze,     von anorganischen oder     organischen,    z.

   B. therapeu  tisch anwendbaren Säuren, überführen, wenn er  wünscht, in Gegenwart eines geeigneten     Lösungs-          oder        Verdünnungsmittels.    Säuren der genannten Art  sind beispielsweise Mineralsäuren, wie Salzsäure,       Bromwasserstoffsäure,    Schwefel- oder Phosphorsäu  ren,     Salpetersäure    oder     Perchlorsäure,    oder     alipha-          tische,        alicyclische,    aromatische oder     heterocyclische          Carbon-    oder     Sulfonsäuren,    wie Ameisen-, Essig-,       Propion-,

          Oxal-,        Bernstein-,    Glykol-, Milch-, Äpfel-,  Wein-, Zitronen-,     Ascorbin-,        Malein-,        Hydroxy-          malein-,        Dihydroxymalein-    oder     Brenztraubensäure;          Phenylessig-,        Benzoe-,        p-Amino-benzoe-,        Anthranil-,          p-Hydroxy-benzoe-,        Sa        dcyl-    oder     p-Amino-salicyl-          säure;

          Methansulfon-,        Äthansulfon-,        Hydroxyäthan-          sulfon-    oder     Äthylensulfonsäure;        Toluolsulfon-,    Naph-           thalinsulfonsäuren    oder     Sulfanilsäure;        Methionin,          Tryptophan,        Lysin    oder     Arginin.     



  Erhaltene Säuren können auch Metallsalze, vor  zugsweise     Alkali-    oder     Erdalkalimetallsalze,    wie       Lithium-,    Natrium-, Kalium-,     Magnesium-    oder Cal  ciumsalze,     Ammoniumsalze    oder Salze mit organi  schen Aminen     bilden.     



  Die folgenden Ausgangsstoffe     sind:    neu:  In     18-Stellung    mit organischen     Sulfonsäuren        ver-          esterte        17a-R-18i3-Hydroxy-3-epi-alloyohimban-16ss-          carbonsäuren    und Salze     dieser    Verbindungen, worin  R     Wasserstoff,        Niederalkoxy    oder Cyan bedeutet,  vornehmlich Verbindungen der Formel IV  
EMI0004.0023     
    worin     R3    für einen     Nitro-    oder     Halogenbenzolsulfo-          nylrest,

      speziell den 3- oder     4-Nitro-    oder     4-Brom-          benzol-sulfonylrest    steht und die Reste     R2    und     R.1    bis       R7    die für Formel<B>11</B> angegebene Bedeutung haben.  



  Die neuen, eingangs genannten Verbindungen  können als     Heilmittel,    z. B. in     Form    von pharmazeu  tischen Präparaten, verwendet werden,     welche    diese  Verbindungen zusammen mit     pharmazeutischen,    or  ganischen oder     anorganischen,    festen oder flüssigen  Trägerstoffen, die für     enterale,    z. B. orale,     oder        par-          enterale    Gabe     geeignet    sind, enthalten.  



  Die eingangs genannten Verbindungen können  aber auch zusammen mit gebräuchlichen Futter- bzw.  Trägerstoffen in der Veterinärmedizin Verwendung  finden.  



  Die Temperaturen sind in den folgenden Beispie  len in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Mischung von 6,34 g     18-0-(4-Brom-benzol-          sulfonyl)-reserpsäuremethylester,    100     cm3    Wasser,  300     cm3        p-Dioxan    und 1,2 g     Triäthylamin    erhitzt man  im geschlossenen     Gefäss    unter einer Stickstoffatmo  sphäre 41 Stunden auf 100 . Das Reaktionsgemisch  wird unter vermindertem     Druck    eingeengt, wobei ein  Niederschlag ausfällt.

   Diesen     filtriert    man ab, löst ihn  in     Methylenchlorid,    extrahiert die Lösung so oft mit  5 %     iger    Salzsäure, bis die sauren     Extrakte    bei Zusatz  von     wässrigem    Ammoniak keinen Niederschlag mehr  geben. Die auf diese Weise     erhaltenen        Niederschläge     werden filtriert, mit     Wasser    gewaschen und getrock  net; sie stellen das     18-epi-Reserpsäuremethylester-          monohydrat    vom F. 220-222      (Zersetzung)    dar.

      Trocknet man dieses bei 140  unter     vermindertem     Druck, so erhält man die wasserfreie Verbindung vom  gleichen Schmelzpunkt; [a] D = -80,5  (Chloroform).  



  Das Ausgangsprodukt kann wie folgt erhalten       werden:     Eine Mischung von 10,0 g     Reserpsäuremethyl-          ester,    70     cm3        Pyridin    und 15,8 g     4-Brom-benzolsul-          fonylehlorid        l'asst    man     bei    Raumtemperatur     21/2    Tage  stehen. Das Reaktionsgemisch leert man hierauf in  Eiswasser, extrahiert das organische Material mit  Chloroform und wäscht den Extrakt erst mit 5 %     iger     wässriger Natronlauge und dann bis zur     Neutralreak-          tion    mit Wasser.

   Die organische Phase wird zur  Trockne eingedampft und der verbleibende     18-0-(4-          Brom-benzolsulfonyli)-reserpsäuremethylester    aus Ace  ton kristallisiert; F. 209-212 .  



  <I>Beispiel 2</I>  Zu 4     cm3        äthanolischer    Salzsäure fügt man 0,8 g       18-epi-Reserpsäuremethylester    und lässt hierauf unter  Rühren 200     cm3        Diäthyläther        zutropfen.    Den ausge  fallenen flockigen     Niederschlag    wäscht man durch  Dekantieren dreimal mit     Diäthyläther,    filtriert rasch  und trocknet den Filterkuchen unter vermindertem  Druck. Man erhält so das     18-.epi-Reserpsäuremethyl-          ester-hydrochlorid    vom F.     220-225'    und [a117  =  -89      (Chloroform).     



  <I>Beispiel 3</I>  Eine Mischung von 1,0 g     18-epi-Reserpsäure-          methylester-hydrochlbrid,    14     cm3        1n    wässriger Natron  lauge, 43 cm" Methanol und 7,2 cm-' Wasser lässt  man 11/2 Stunden am     Rückflüsskühler    sieden, kühlt  ab und engt unter vermindertem Druck auf ein Vo  lumen von 16     cm3    ein.     Der    Rückstand wird sodann  mit 5     cm3        konzentrierter        äthanolischer    Salzsäure ver  setzt und das Gemisch weiter auf ein kleines Volumen  eingeengt.

   Zum Rückstand fügt man Aceton und engt  neuerlich ein, wobei sich ein kristalliner Niederschlag  bildet. Diesen     kristallisiert    man aus     wässrigem        Aceton     und mehrmals aus     Methylenchlorid-Methanol,

      und  man erhält das 18 -     epi    -     Reserpsäure    -     hydrochlorid-          hemihydrat        vom        F.        243-252         [a]        D        =    -     36         (Chloro-          form-Methanol).     <I>Beispiel 4</I>  Das Gemisch von 2,75 g     18-0-(4-Brom-benzolsul-          fonyl)-deserpidinsäuremethylester,    0,57 g     Triäthyl-          amin,

      71     cm3        Dioxan    und 24     cm3    Wasser lässt man  unter einer Stickstoffatmosphäre 6 Tage am Rück  flusskühler sieden. Nach dem Abdampfen der Lö  sungsmittel unter vermindertem Druck erhält man  einen zähflüssigen Rückstand, der in 5     %        iger    Salz  säure     digeriert    wird. Nach dem     Abfiltrieren    von un  löslichem Material macht man das Filtrat mit     wässri-          gem    Ammoniak alkalisch, filtriert den Niederschlag  ab, wäscht mit Wasser nach und trocknet ihn.

   Nach  dem Kristallisieren aus     Diäthyläther    erhält man den       18-epi-Deserpid'insäuremethylester    vom F. 139-143   und [a] D = -103      (Chloroform).     



  Das Ausgangsprodukt kann wie folgt     hergestellt     werden:      Die Mischung von 5,67 g     Deserpidihsäuremethyl-          ester,    9,6 g     4-Brom-benzolsulfonylchlorid    und 80     cm3     trockenem     Pyridin    lässt man im Dunkeln bei Raum  temperatur 2 Tage stehen. Hierauf leert man sie in  Eiswasser, extrahiert das organische Material mit  Chloroform, wäscht den Extrakt mit 5 %     iger        Natrium-          carbonatlösung,        zweimal    mit Wasser und einmal mit  gesättigter Kochsalzlösung, trocknet ihn über wasser  freiem Natriumsulfat und dampft zur Trockne ein.

    Der Rückstand wird aus     Benzol-Methylenchlorid    un  ter teilweisem Abdampfen des     Methylenchlorids    kri  stallisiert, und man erhält den     gewünschten        18-0-(4-          Brom-benzolsulfonyl)-deserpidinsäuremethylester    vom       F.        198-200         und        [a]        Beispiel        D        =        -90    <I>5</I>     (Chloroform).     



  Das Gemisch von 5,0 g     18-0-(3-Nitro-benzolsul-          fonyl)-reserpsäure-(2-methoxy-äthyl)-ester,    1,2 g     Tri-          äthyl'amin,    40     cm3    Wasser und 118     cm3        p-Dioxan    lässt  man unter Stickstoff 5 Tage am     Rückflusskühler    sie  den.

   Nach dem Eindampfen des Reaktionsgemisches  löst man den Rückstand in 200     cm3    5 %     iger    Salz  säure, fügt zur Lösung     wässrigen    Ammoniak, filtriert  den     gebildeten    Niederschlag ab, wäscht ihn     mit    Was  ser und     kristallisiert    ihn nach dem Trocknen     zweimal     aus     Essigsäureäthylester.    Man erhält den     18-epi-Re-          serpsäure-(2-methoxy-äthyD)-ester    vom F.

   168-170        und        [a]        D        =        -69         (Chloroform).     



  0,7 g der erhaltenen Base löst man in 1,8     cm3        1n     Salzsäure und 15     cm3        Wasser,    unterzieht die Lösung  der     Gefriertrocknung    und trocknet den erhaltenen  Rückstand noch bei Raumtemperatur unter vermin  dertem Druck nach. Das gebildete 18-epi-Reserp       säure-,(2-methoxy-äthyl,)-ester-hydrochlorid#-pesquihy-          drat    schmilzt bei 182-188 .  



  Das Ausgangsprodukt kann wie folgt erhalten  werden:  Zu einer in einem Eisbad auf 5-10  gekühlten  Mischung von 226 g 33 %     iger    wässriger     2-Methoxy-          äthylaminlösung    und 150     cm3        Diäthyläther    tropft  man unter Rühren 54 g     Chlorameisensäureäthylester,     hierauf 100 g kalte 40%ige Natronlauge und noch  mals 54 g     Chlorameisensäureäthylester    und rührt  eine Stunde weiter.

   Die ätherische Phase wird abge  trennt, die     wässrige    Phase mit 100     cm3        Diäthyläther     extrahiert, beide Ätherlösungen vereinigt     und'    über  wasserfreiem     Kaliumcarbonat    getrocknet. Der Äther  wird     sodann    unter     vermindertem    Druck abgedampft  und der verbleibende     N-(2-Methoxy-äthyl)-carbamin-          säureäthyllester    destilliert; Kp 17-20 105-106 .  



  Zu einer Lösung von 33 g des erhaltenen     Carb-          aminsäureesters    in 200     cm3        Diäthyläther    gibt man  25 g zerkleinertes Eis und eine Lösung von 81 g       Natriumnitrit    in 125     cm3    Wasser, kühlt auf eine Tem  peratur unter 15  ab und fügt vorsichtig innert einer  Stunde 150 g 35%iger     Salpetersäure    zu. Die Äther  schicht wird abgetrennt,     mit    Wasser und wässriger       Kaliumcarbonatlösung    gewaschen, über     Kaliumcarbo-          nat    getrocknet und unter vermindertem Druck ein  gedampft.

   Der verbleibende N-(2-Methoxy-äthyl)-N-         nitroso-carbaminsäureäthylester    kann ohne weitere  Reinigung verwendet werden.  



  Zu einer gelinde am     Rückflusskühler    siedenden  Lösung von 5 g     Kaliumhydroxyd    in 15g     Methanol     und 150     cm3        Diäthyläther    tropft man     innerhalb    einer  Stunde eine Lösung von 15,5 g der oben erhaltenen       Nitrosoverbindung    in 50     cm3        Diäthyläther.    Nach wei  teren 5 Minuten     Rückfluss    fügt man 100     cm3    Wasser  zu und trennt die gelbe     2-Methoxy-diazoäthan    ent  haltende Ätherlösung ab.

   Diese fügt man in     kleinen     Portionen so lange zu einer Suspension von     Reserp-          säure    in Methanol zu, bis keine Gasentwicklung mehr  beobachtet     wird.    Einige Tropfen     Essigsäure    beseiti  gen allenfalls überschüssige     Diazoverbindung,    wor  auf das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck  eingedampft wird.

   Das verbleibende Öl löst man in       Essigsäureäthylester,    fügt     Petroläther    zu,     filtriert    den  gebildeten Niederschlag ab, löst ihn in     Mebhylenchlo-          rid,    wäscht die Lösung mit     wässrigem    Ammoniak und  filtriert diese durch eine kurze     Säule    von     Kieselgur.     Das Filtrat wird eingedampft und der erhaltene     Re-          serpsäure    -     (2-methoxy    -     äthyl)

      -     ester    aus     Essigsäure-          äthylester        kristallisiert;    F. 183-185 .  



  Das auf 0  gekühlte Gemisch von 9,6 g     Reserp-          säure-(2-methoxy-äthyl)-ester,    6,0 g     3-Nitro-benzol-          sulfonyl'chlorid    und 15     cm3        Pyridin    lässt man 3 Stunden  bei     Raumtemperatur    stehen und     leert    es hierauf in  eine Mischung von 600     cm3    Wasser, 4,5     cm3        Triäthyl-          amin    und 10     cm2        wässrigem    Ammoniak.

   Der granu  lierte Niederschlag wird     abfiltriert,    gewaschen und  in     Methylenchlorid    gelöst. Die Lösung     filtriert    man  durch     Kieselgur,    dampft das Filtrat     ein    und kristalli  siert den Rückstand aus     Methylenchlorid-Diäthyl-          äther.    Man erhält so den gewünschten     18-0-(3-Nitro-          benzolsulfony2)-reserpsäure-(2    -     methoxy    -     äthyl)-ester     vom F. 152-156 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung der neuen 17a-R-18a- Hydroxy - 3 - epi-alloyohimban-16ss-carbonsäuren mit dem Kern der Formel I EMI0005.0145 worin R für Wasserstoff, Niederalkoxy oder Cyan steht, Derivate davon mit im Ring A ankondensierten Ringen, ihrer Ester mit gegebenenfalls cyclisch sub stituierten aliphatischen oder cycloaliphatischen Al koholen oder der Salze davon, dadurch gekennzeich- net, dass man entsprechende,
    in 18-Stellung mit orga nischen Sulfonsäuren veresterte Verbindungen hydro- lysiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Anwesenheit eines Kataly sators hydrolysiert. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein tertiäres Amin als Kata lysator verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, dass man als Ausgangsstoffe in 18-Stellung mit organischen Sulfonsäuren veresterte Derivate von Verbindungen der Formel Il a EMI0006.0015 oder ihre Salze verwendet, worin R,
    Wasserstoff oder einen unsubstituierten oder substituierten aliphati- schen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, R2 für Wasserstoff, Niederalkoxy oder Cyan steht und R4 bis Rs je ein Wasserstoffatom, einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, eine verätherte oder veresterte Hydroxylgruppe,
    eine verätherte Mer- captogruppe, eine Nitro- oder Aminogruppe oder eine Halogen-niederalkylgruppe bedeuten, wobei zwei der Reste R4 bis RE in benachbarten Stellungen zusam men auch für Niederalkylendioxy stehen können und R7 in einer der Stellungen 5 oder 6 Wasserstoff oder einen Niederalkylrest darstellt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, dass man als Ausgangsstoffe in 18-Stellung mit organischen Sulfonsäuren veresterte Derivaten von Verbindungen der Formel III a EMI0006.0050 oder ihre Säureadditionssalze verwendet, worin n eine Zahl von 0-7 darstellt und R.4 Alkoxy mit 1-4 Kohlenstoffatomen bedeutet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I oder nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, dass man erhaltene Salze in die freien Verbindun gen überführt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I oder nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene freie Verbindungen in Salze überführt.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach Patentanspruch I erhal tenen Ester zur Herstellung entsprechender freier Carbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, dass man in den genannten Verbindungen die Estergruppe durch Hydrolyse oder Hydrogenolyse spaltet.
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