CH407162A - Verfahren zur Herstellung von halogenierten Dioxydinitroanthrachinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von halogenierten Dioxydinitroanthrachinonen

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CH407162A
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dioxy
dioxydinitroanthraquinones
halogenated
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dinitroanthraquinone
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CH527361A
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Paul Dr Rhyner
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/50Amino-hydroxy-anthraquinones; Ethers and esters thereof
    • C09B1/503Amino-hydroxy-anthraquinones; Ethers and esters thereof unsubstituted amino-hydroxy anthraquinone

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     halogenierten        Dioxydinitroanthrachinonen       In der deutschen Patentschrift Nr. 102 532 ist ein  Verfahren zur Herstellung von     halogenierten        Dioxy-d'i-          nitroanthrachinonen    beschrieben, wonach     1,5-Dioxy-          anthrachinon    zuerst zur     Disulfonsäure    sulfoniert und  diese zur     1,5-Dioxy-4,8-dinitroanthrachinondisulfon-          säure    nitriert wird und in letzterer durch     Einwirkung     von Brom die     Sulfonsäuregruppen    durch Bromatome  ersetzt werden.

   Es ist bisher jedoch nicht gelungen,  durch direkte     Halogenierung    von     Dioxydinitro-          anthrachinonen    zu     halogenierten        Dioxydinitroanthra-          chinonen    zu gelangen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man in einer Stufe  zu     halogenierten        Dioxydinitroanthrachinonen    ge  langt, wenn man     1,5-Dioxy-4,8-dinitro-    oder     1,8-          Dioxy-4,5-dinitroanthrachinone    oder ihre Alkali  salze der Einwirkung von Halogenen     unterwirft.     



  Die als Ausgangsstoffe zu verwendenden     Dioxy-          dinitroanthrachinone    können durch     Dinitrieren    von  1,5- oder     1,8-Dioxyanthrachinon    erhalten werden.  Anstelle der reinen     Dioxydinitroanthrachinone    kann  man auch ein Gemisch des     1,5-Dioxy-4,8-dinitro-          anthrachinons    und des     1,8-Dioxy-4,5-dinitroanthra-          chinons    verwenden. Als Halogene seien Chlor und  insbesondere Brom     genannt.     



  Die Reaktion wird zweckmässig in einem gegen       Halogenierung        inerten    Verdünnungsmittel, beispiels  weise in Methanol oder insbesondere Wasser, durch  geführt. Bei der     Halogenierung    von 1     Mol        Dioxy-          di:nitroanthrachinon    verwendet man zweckmässig  1-2,5     Mol    eines     Alkalihydroxyds,    vorzugsweise als       wässrige    Lösung.  



  Zweckmässig beginnt man die     Halogenierung    in  der Weise,     dass    auf 1     Mol    des     Dioxydinitroanthra-          chinons    1-2,5     Mo'1    des     Alkahhydroxydes    vorliegen.  Man kann auch vom     Alkalisalz    des     Dioxydinitro-          anthrachinons    ausgehen. Im Verlaufe der     Halogenie-          rung    sinkt der     pH-Wert    in der Regel rasch ab und    die Reaktion geht bei relativ niederen     pH-Werten    zu  Ende.  



  Da die Reaktion stark     exotherm    ist, ist Wärme  zufuhr von aussen in der Regel     nicht    nötig. Es kön  nen 1-2 Halogenatome eingeführt werden, je nach  dem ob man 1 .oder 2 Äquivalente des Alkali  hydroxydes verwendet.  



  Das Verfahrensendprodukt kann durch     Abfi'1-          trieren    vom     wässrigen    Reaktionsmedium isoliert wer  den. Es wird in grosser Reinheit und ausgezeichneter  Ausbeute erhalten.  



  Bei der Reduktion der verfahrensgemäss erhal  tenen Produkte gelangt man zu     halogenierten        Diamino-          dioxyanthrachinonen,    welche auf     Celluloseacetat-    und  Polyesterfasern wertvolle blaue Töne ergeben.  



       In    den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente  und die Temperaturen sind in Celsiusgraden ange  geben.  



  <I>Beispiel 1</I>  33 Teile 1,5     Dioxy-4,8-dinitroanthrachinon,        8(a0     Teile Wasser, 1-00 Teile     2n-Natronlauge    werden unter  Rühren     mit    32 Teilen Brom bei Raumtemperatur  versetzt. Die Farbe wechselt von orange nach braun  schwarz. Nach einigen Minuten setzt     die    Reaktion  ein, wobei die Temperatur bis 50  ansteigen     kann.          Gleichzeitig    ändert sich die Farbe, das Reaktions  produkt wird gelborange. Der     pH-Wert        sinkt    ab auf  zirka 2.

   Dann wird     während    2 Stunden bei 40 bis       5O     gerührt.     Anschliessend    wird     abgenutscht,        mit     Wasser ausgewaschen und getrocknet. Die Ausbeute  an     1,5-Dioxy-2,6-dibrom-4,8-dinitroanthrachinon    be  trägt     zirka        90%    der Theorie. Analyse:     gef.    31,2  Brom,     ber.    32,75515 Brom.  



  Anstelle des     1,5-Dioxy-4,8.di'nitroanthrachinons     kann mit gleichem     Erfolg    1,8-Dioxy-4,5-dinitro-           anthrachinon    oder ein Gemisch aus     1,5-Dioxy-4,8-          dinitroanthrachinon    und     1,8-Dioxy-4,5-dinitroanthra-          chinon    verwendet werden.  



  Durch     Reduktion    nach üblichen Verfahren, bei  spielsweise mit     Hydrazinhydrat,    erhält man wertvolle  blaue     Farbstoffe,    welche sich zum Färben von Acetat  seide und Polyester eignen.    <I>Beispiel 2</I>  33 Teile     1,5-Dioxy-4,8-dinitroanthrachinon,    800  Teile Methanol, 100 Teile     2n-Natronlauge    werden  unter Rühren mit     32    Teilen Brom bei Raumtempera  tur versetzt. Die Farbe     wechselt    von orange nach  braunschwarz. Nach einigen Minuten setzt die Reak  tion ein, wobei die Temperatur bis     50     ansteigen  kann. Gleichzeitig ändert sich die Farbe, das Reak  tionsprodukt wird gelborange.

   Dann wird während 2  Stunden bei 40 bis 50  gerührt. Anschliessend wird       abgenutscht,    mit Wasser ausgewaschen und getrock  net. Die Ausbeute an     1,5-Dioxy-2,6-dibrom-4,8-di-          nitroanthrachinon    beträgt     zirka    90     %    der Theorie.  



  <I>Beispiel 3</I>  In 33 Teile     1,5-Dioxy-4,8-dinitroanthrachinon,    in.  800 Teilen Wasser und 100 Teilen     2n-Natronlauge     wird unter Rühren     während    3,0 Minuten bei     25-30      Chlor eingeleitet, dann nochmals 100 Teile     2n-          Natronlauge    zugegeben und bei 25-30      weiter    Chlor  eingeleitet, bis die     Farbe    nach gelb umschlägt und     die     Gewichtszunahme zirka 30 Teile beträgt. Anschlie  ssend wird     abgenutscht,        mit    Wasser ausgewaschen  und getrocknet.

   Man erhält das     1,5-Dioxy-2,6-          d'ichlor-4,8-dinitroanthrachinon    in guter Ausbeute.  



  Anstelle des     1,5-Dioxy-4,8-dinitroanthrachinons     kann mit gleichem Erfolg     1,8-Dioxy-4,5-di'nitro-          anthrachinon    oder ein Gemisch aus 1,5-Dioxy-4,8-         dinitroanthrachinon    und     1,8-Dioxy-4,5-dinitroanthra-          ch'ino'n    verwendet werden.  



  Durch Reduktion nach üblichen Verfahren er  hält man wertvolle blaue Farbstoffe, welche sich zum  Färben von     Acetatseide    und Polyester eignen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von halogenierten Dioxydinitroanthrachinonen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,5-Dioxy-4,8-d'initro- oder 1,8-Dioxy-4,5- dinitroanthrachinone oder Alkalisalze dieser Verbin dungen der Einwirkung von Halogenen unterwirft. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man bei der Halogenierung von 1 Mol des Dioxydinitroanthrachinons 1 bis 2,5 Mol eines Alkalihydroxydes verwendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Halogenierung des Dioxy- dinitroanthrachinons in Gegenwart von zirka 2 Mol eines Alkalihydroxydes beginnt, bzw. dass man das Dialkalisalz des Dioxydinitroanthrachinons mit Halo genen behandelt. 3,. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Wasser arbeitet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man bei einem pH-Wert von 4 bis 7 arbeitet. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man 1 bis 3 Mol Halogen auf 1 Mol des Dioxydinitroanthrachinons verwendet. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Halogen Brom verwendet.
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