CH407605A - Zählwerk für Verbrauchsmessgeräte, insbesondere Elektrizitätszähler mit druckendem Maximumwerk - Google Patents
Zählwerk für Verbrauchsmessgeräte, insbesondere Elektrizitätszähler mit druckendem MaximumwerkInfo
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Description
Zählwerk für Verbrauchsmessgeräte, insbesondere Elektrizitätszähler mit druckendem Maximumwerk Die Erfindung betrifft ein Zählwerk für Ver- brauchsmessgeräte insbesondere Elektrizitätszähler mit druckendem Maximumwerk, bei dem ausser der Endstellung auch die Nullstellung des Zählwerkes zur Kontrolle abgedruckt wird, wobei die einzel nen Ziffernrollen lose und unverbunden auf einer Rückstellachse angeordnet und durch nacheinander zur Wirkung kommende Klinken weiterschaltbar sind.
Bei einem bekannten Druckzählwerk dieser Art werden die nebeneinanderliegenden und mit einem Klinken- oder Sperrad versehenen Ziffernrollen durch Stossklinken um eine ganze Zahl weitergeschaltet. Die einzelnen Klinken sind auf einer Stange gelagert, welche mit Hilfe eines Schwenkhebels unter Zwi schenschaltung eines entsprechenden Verstärkerge- triebes vom Messwerk des Zählers angetrieben wird. Damit die Weiterschaltung der Ziffernrollen ord nungsgemäss vor sich geht, sind die einzelnen Klinken gegeneinander in der Höhe versetzt, und zwar um et was mehr als eine volle Zahnhöhe des Sperrades.
An der Nullstelle besitzen die Sperräder der Ziffern rollen tiefere Kerben, damit die nächstfolgende Klinke in Eingriff kommen kann. Da man den Versatz der Klinken und die Tiefe der Kerben an den Sperrädern nicht beliebig klein machen kann, kann ein solches Zählwerk nur für wenige Ziffernrollen betriebssicher ausgeführt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zählwerk für Verbrauchsmessgeräte zu schaffen, das mit beliebig vielen Ziffernrollen ausgestattet sein kann, sehr schnell zu arbeiten in der Lage ist und eine gedrungene Bauweise zulässt. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Ziffern rollen von den Klinken nicht unmittelbar, sondern mittelbar über Zahnräder und ein Klinkenschalt- werk erfolgt. Vorzugsweise besteht das- Klinkenschalt- werk aus den einzelnen Ziffernrollen zugeordneten Sperr- bzw.
Klinkenrädern mit Hubklinken, welche lose auf je einer Achse gelagert sind, wobei die Hubklinke der niedrigsten Einheit in ständigem Ein- griff mit dem zugeordneten Klinkenrad ist, während die der niedrigsten Einheit folgenden Hubklinken durch Kurvenscheiben oder dergleichen derart ge steuert sind, dass sie nur in einer bestimmten Stel lung der Ziffernrollen einfallen können. Hierbei ist jedem Klinkenrad eine Kurvenscheibe zugeordnet und der Durchmesser der Kurvenscheibe etwas grösser als der Kopfkreis des Klinkenrades.
Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeich nung dargestellten Ausführungsbeispiels.
Als Ausführungsbeispiel ist ein Zählwerk mit drei Ziffernrollen gewählt. Es können aber beliebig viele sein. Die Ziffernrollen sind mit 1, 2 und 3 be zeichnet. Da das Zählwerk nach jeder Messperiode rückstellbar sein soll, werden zwischen den einzel nen Ziffernrollen keine Zehnertriebe verwendet. Sie sitzen also lose auf einer Achse 4, die gleichzeitig auch zur Rückstellung des Zählwerkes auf Null dient, was weiter unten näher erläutert wird.
Mit jeder Ziffernrolle ist ein Zahnrad 5, 6 bzw. 7 fest verbun den. Zweckmässigerweise werden sie zusammen mit den Ziffernrollen gefertigt und bestehen dann aus einem Stück. Vorzugsweise sind sie aus einem Kunst stoff hergestellt. Sofern das Zählwerk mit einer Druckvorrichtung ausgestattet ist, werden die ein zelnen Zahlen der Ziffernrollen in an sich bekannter Weise erhaben ausgeführt.
Mit den Rädern 5, 6 und 7 stehen Räder 8 bis 10 in Eingriff, die auf einer Achse 11 drehbar sind. Festverbunden mit den Rädern 8 bis 10 sind Sperr- oder Klinkenräder 12 bis 14 und Nockenscheiben 15 und 16. Da das Zählwerk nur dreistellig ausge führt ist, braucht das Rad 10 nicht mit einer Nocken scheibe ausgeführt zu sein. Die Räder bzw. Scheiben 8, 12, 15 bzw. 9, 13, 16 bzw. 10, 14 sind zweck- rnässigerweise ebenfalls aus einem Stück und aus Kunststoff gefertigt. Jeder Ziffernrolle 1 bis 3 bzw. jedem Sperrad 12 bis 14 ist eine Klinke 17, 18 bzw. 19 zugeordnet.
Sie sitzen drehbeweglich auf einer Achse 20, so dass sie unabhängig voneinander in die Sperräder einfallen können. Normalerweise ist nur die Hubklinke 17 mit dem Sperrad 12 im Ein griff, denn die Hubklinken 18 und 19 werden durch die Nockenscheiben 15 und 16 ausser Eingriff mit ihren zugehörigen Sperrädern 13 und 14 gehalten. Der Durchmesser dieser Kurvenscheiben ist also grösser als der Kopfkreis des Sperrades.
Die Nockenscheiben 15 und 16 besitzen an der Stelle der Ziffer 9 eine Kerbe, damit sie mit den Klinkenrädern der nächsthöheren Einheiten in Ein griff gebracht werden können. Da sich die Kerben sämtlicher Nockenscheiben decken, müssen Mittel vorgesehen sein, um zu verhindern, dass bei der Wei terschaltung die Klinke 19 nicht vor der Klinke 18 einfällt. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Ziffernrollen 1 und 2 auf 90 stehen und der nächstfolgende Hub die Ziffernrollen auf 91 bringen soll. Dann wird zwar die Ziffernrolle 1 auf die Ziffer 1 gedreht; auch kann die Klinke 18 das Sperrad 13 nicht mitnehmen, da dies die Kurvenscheibe 15 ver hindert.
Dafür kommt aber die Klinke 19 bei diesem Hub in Eingriff mit der Kurvenscheibe 16 und nimmt nicht nur das Sperrad 14 mit, sondern auch rückwirkend das Sperrad 13. Diese beiden Bewegun gen müssen also verhindert werden.
Zu diesem Zwecke sind die Klinken 18 und 19 mit Ansätzen 21 und 22 versehen, damit sich die beiden Klinken gegenseitig verriegeln. Die Achse 20 ist in einem Schwenkhebel 23 befestigt, der sich um die Achse 24 drehen kann. Der Hebel 23 ist hierbei fest mit der Achse 24 verbunden. Auf der Achse 24 sind den Sperrädern 12 bis 14 zugeordnete Sperrklinken befestigt. In der strichpunktiert einge tragenen Ruhelage des Schwenkhebels 23 sind die Sperrklinken 25 bis 27 ausser Eingriff mit den Sperr- rädern 12 bis 14. Sie kommen nur kurzzeitig am Ende des Vorhubes in Eingriff. Damit soll ein Wei terschleudern der Rollen verhindert werden. Beim Schalthub, also beim Vorwärtshub, schwenkt die Sperrklinke aus und kommt ausser Eingriff.
Der Schwenkhebel 23 steht über einen Lenker 28 und über ein entsprechendes Getriebe, das vorzugsweise ein Verstärkergetriebe ist, mit dem Zählwerkantrieb in Verbindung.
Mit 29 ist eine Sperrklinke bezeichnet, mit der ein Rückdrehen der Ziffernrollen beim Zurückgehen der Hubklinken verhindert werden soll. Ferner ist mit 30 eine Ziffernrollenraste bezeichnet, die um den Punkt 31 schwenkbar ist. Sie besitzt Schneiden 32, die vor einem Druckvorgang in Eingriff mit den Zahnrädern 5 bis 7 gebracht werden, um die Ziffern rollen beim Druckvorgang festzuhalten.
Auf der Achse 4 sitzt ein Zahnrad 33, das mit einem Zahnsegment 34 eines um die Achse 35 dreh baren Hebels 36 in Eingriff steht. Damit kann eine Drehbewegung zur Nullstellung des Zählwerkes auf die Welle 4 ausgeübt werden. Zu diesem Zwecke sind an den Scheiben 5 bis 7 Klinken 37 bis 39 angeord net, die mit einer in der Welle eingearbeiteten Rast 40 zusammenwirken. Beim Nullstellen der Druck rollen wird die Ziffernrollenwelle um eine Umdre hung zurück- und vorbewegt. Beim Rücklauf pas siert nichts; aber beim Vorlauf rasten die Klinken der Ziffernrollen je nach Winkelstellung ein und drehen die Ziffernrollen in Pfeilrichtung auf Null.
Nach Ablauf der Messperiode und nach der Null stellung der Ziffernrolle wird ein Druckvorgang aus gelöst. Dies erfolgt in an sich bekannter Weise und ist nicht Gegenstand der Erfindung. Mit Pfeil 41 ist der Vorwärtshub, mit Pfeil 42 der Arbeitshub und mit Pfeil 43 der Rückwärtshub bezeichnet.
Durch die getrennte Anordnung der Druckrol len von den Zählrollen wird eine sehr schmale Bau weise erzielt. Die Sperrklinken 25 bis 27 sichern ein Weiterschleudern der Rollen, so dass das Zähl werk mit hoher Zählfrequenz (bis 10 Einheiten pro Sekunde) zu arbeiten in der Lage ist. Alle beweglichen Teile (Klinken, Transporthebel, Zählrollen) werden vorteilhaft aus verschleissfestem Kunststoff gefertigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zählwerk für Verbrauchsmessgeräte, insbesondere Elektrizitätszähler mit druckendem Maximumwerk, bei dem ausser der Endstellung auch die Nullstellung des Zählwerkes zur Kontrolle abgedruckt wird, wo bei die einzelnen Ziffernrollen lose und unverbunden auf einer Rückstellachse angeordnet und durch nach einander zur Wirkung kommende Klinken weiter schaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der An trieb der Ziffernrollen von den Klinken nicht un mittelbar, sondern mittelbar über Zahnräder und ein Klinkenschaltwerk erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1.Zählwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Klinkenschaltwerk aus den einzelnen Ziffernrollen zugeordneten Klinkenrädern mit Hubklinken besteht, welche lose auf je einer Achse angeordnet sind, wobei die Hubklinke der niedrigsten Einheit in ständigem Eingriff mit dem zu geordneten Klinkenrad ist, während die der niedrig sten Einheit folgenden Hubklinken durch Kurven scheiben derart gesteuert sind, dass sie nur in einer bestimmten Stellung der Ziffernrollen einfallen kön nen. 2. Zählwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mit den Zahnrädern der Ziffern rollen ein Schneiden tragender Hebel zusammen wirkt, der die Ziffernrollen in der Druckstellung fixiert.3. Zählwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an jeder Ziffernrolle eine Klinke befestigt ist, die mit einer Rast in der Rückstell- welle zur Nullstellung des Zählwerkes zusammen wirkt. 4. Zählwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jedem Klinkenrad eine Sperr klinke zur Verhinderung des Rückdrehens der Zif fernrolle bei Zurückgehen der Hubklinke zugeordnet ist. 5. Zählwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ziffernrollen, Zahnräder, Klin kenräder und Klinken aus Kunststoff gefertigt sind. 6.Zählwerk nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass jedem Klinkenrad eine Kurven scheibe zugeordnet ist und der Durchmessser der Kurvenscheibe etwas grösser als der Kopfkreis des Klinkenrades ist. 7. Zählwerk nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die zweite und die folgenden Hub klinken sich gegenseitig verriegelnde Anschläge be sitzen, derart, dass die Hubklinke der nächsthöheren Einheit nur einfallen kann, wenn die der nächst niedrigeren Einheit eingefallen ist. B.Zählwerk nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Hubklinken tragende Welle an einem auf einer Schwenkachse befestigten Schwenkhebel angeordnet ist, und dass an der Schwenkachse den einzelnen Klinkenrädern zugeord nete Sperrklinken befestigt sind, die am Ende des Vorwärtshubes der Klinken mit den Klinkenrädern vorzugsweise kurzzeitig in Eingriff kommen,um ein Weiterschleudern der Klinkenräder bzw. Ziffernrol- len zu verhindern.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1963S0086534 DE1274832B (de) | 1963-08-03 | 1963-08-03 | Anordnung zur Wertstellenuebertragung in einem Zaehlwerk, insbesondere fuer Elektrizitaetszaehler mit druckendem Maximumwerk |
Publications (1)
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| CH407605A true CH407605A (de) | 1966-02-15 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH262964A CH407605A (de) | 1963-08-03 | 1964-03-02 | Zählwerk für Verbrauchsmessgeräte, insbesondere Elektrizitätszähler mit druckendem Maximumwerk |
Country Status (2)
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| DE (1) | DE1274832B (de) |
Families Citing this family (1)
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1964
- 1964-03-02 CH CH262964A patent/CH407605A/de unknown
Also Published As
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| DE1274832B (de) | 1968-08-08 |
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