CH407906A - Vorrichtung zur Beschleunigung des Peitschenschlages an einem Webstuhl - Google Patents

Vorrichtung zur Beschleunigung des Peitschenschlages an einem Webstuhl

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CH407906A
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Schmid Heinrich
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Schmid Heinrich
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/24Mechanisms for inserting shuttle in shed
    • D03D49/26Picking mechanisms, e.g. for propelling gripper shuttles or dummy shuttles
    • D03D49/38Picking sticks; Arresting means therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Vorrichtung zur Beschleunigung des Peitschenschlages an einem Webstuhl    Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrich  tung zur Beschleunigung des Peitschenschlages an  einem Webstuhl.  



  Es sind schon     verschiedene        Vorrichtungen    bekannt  geworden, die der Peitsche eine zusätzliche Beschleu  nigung für den Schlag erteilen. Solche Vorrichtungen  weisen zum Beispiel Mittel auf, die in der Lage sind,  dem Schlagexzenter eine gegenüber der Antriebs  welle erhöhte     Winkelgeschwindigkeit    während des  Schlages zu vermitteln. Damit erhält der Schütze eine  grössere Schlagenergie und     eine    erhöhte Anfangsge  schwindigkeit, welche demselben gestattet, seinen  Weg in kürzerer Zeit zurückzulegen, bzw. noch mit  genügender Energie aus dem Fach auszutreten.  



  Die Erhöhung der Anfangsgeschwindigkeit des       Schützens    ist insbesondere dann wichtig, wenn es  darum geht, die Leistung des Webstuhles zu erhöhen.  Dabei .muss aber beachtet werden, dass der Peitsche  nach Auslösung des Schlages ein genügender Weg  zur     Abbremsung    zur     Verfügung    steht, d. h., dass     .die     Geschwindigkeitssteigerung nicht auf Kosten dieses  Bremsweges erfolgt, da infolge der grösseren Endge  schwindigkeit ohnehin eine grössere Energiemenge  vernichtet werden muss, oder aber es müssen     Mass-          nahmen    getroffen werden, welche gestatten, .die Peit  sche auf ihrem verkürzten Bremsweg zusätzlich zu  verzögern.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die  Schaffung einer Vorrichtung zur Beschleunigung des  Peitschenschlages, welche diesen Gegebenheiten Rech  nung trägt und trotzdem in der     Lage    ist, eine Lei  stungssteigerung herbeizuführen.  



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung an einem  Webstuhl, bei welchem die Peitsche über ein -Zug  glied     hetätigbar    ist, das mit einem Schlagexzenter in  Wirkungsverbindung steht, zeichnet sich dadurch aus,    dass     das    Stützlager .der Peitsche in     axialer    Richtung  relativ zur Lagerwelle gegen die Kraft von     Rückstell-          mitteln    in Gegenrichtung des Peitschenschlages ver  schiebbar angeordnet ist und über     übertragungsglie-          der    mit einem gegen die Wirkung eines Zugorgans       vorspannbaren    Hebel in     Wirkungsverbindung    steht,  dessen     Vorspannun,

  g    eine am Hebel     angreifende,    auf  der Antriebswelle angeordnete und mit dem Schlag  exzenter synchron laufende Steuerscheibe bewirkt  und der nach seiner Freigabe durch die Steuerscheibe  in einer ersten Phase des Peitschenschlages das Stütz  lager unter Wirkung des Zugorgans verschiebt, wobei  der     Angriffspunkt    des Zuggliedes an der Peitsche  einen temporären Drehpunkt der Peitsche     bildet.     



  In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh  rungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung dar  gestellt. Es zeigen:       Fig.    1 eine Teilansicht der Schlagvorrichtung von  der     Seite    in schematischer     Darstellung,    und       Fig.    2 einen Ausschnitt der     Schlagvorrichtung    in  Draufsicht in schematischer Darstellung.  



  In der     Fig.    1 ist mit 1 ein     Webstuhlschild    be  zeichnet, in welchem einerseits eine Antriebswelle 2  und anderseits     eine    Lagerwelle 3 gelagert ist. Auf der  Welle 2 sitzt ein Schlagexzenter 4, auf welchem eine  Schlagrolle 5, .die an einem Hebel 6 drehbar gelagert  ist, abläuft. Der Hebel 6 ist mit der Schlagwelle 7  verbunden, welche in nicht näher dargestellter Weise  am     Webstuhlschild    1 gelagert ist und einen Schlag  arm 8 trägt. Am Schlagarm 8 ist in bekannter Weise  eine Zugschlaufe 9 befestigt. Auf der Welle 3 ist ein  Peitschenträger 10 befestigt, welcher in bekannter  Weise die oszillierende Bewegung der Welle 3 mit  macht und eine     Abwälzfläche    für den Peitschenschuh  11 bildet.

   Die Peitsche 12 ist starr .mit dem Peit  schenschuh 11 verbunden und     mittels    Stützlager am      Peitschenträger 10 befestigt. Hierbei umgreift eine  fest mit der Peitsche verbundene Zunge 13 teilweise  den am Peitschenträger 10 angeordneten Lagerbolzen  14 des Stützlagers, wie das nachfolgend noch     näher          erläutert    wird. Die von der Zugschlaufe 9 umfasste  Peitsche 12 trägt an     ihrem    oberen Ende den     Picker     15, welcher auf den auf der     Webelade    16 bewegli  chen Webschützen 17 einwirkt.  



  Wie bereits erwähnt, ist die in ihrer Ausgangslage  dargestellte Peitsche 12 über     ein    Stützlager mit dem  Peitschenträger 10 verbunden. Dieses Stützlager ist  nun aus     nachfolgend    noch näher zu erläuternden  Gründen in axialer Richtung der Welle 3 relativ zu       dieser    verschiebbar angeordnet. Hierfür ist der       Lagerbolzen    14 des Stützlagers     in    länglichen Führun  gen 18 im Peitschenträger 10 gegen die     Wirkung     einer an der Zunge 13     angreifenden    Feder 19 in der  Darstellung nach rechts verschiebbar. Diese Feder 19  hält zudem die Zunge 13 ständig in Kontakt mit dem  Lagerbolzen 14.  



  Die Verschiebung des Lagerbolzens 14 wird von  einer parallel     zur    Welle 3 geführten Stange 20 über  nommen, die an     ihrem    einen Ende den     Lagerbolzen     14     beaufschlagt        (Fig.    1) und deren anderes Ende mit  einem     Mechnismus    zur     Erzeugung    der notwendigen  Verschiebungsenergie gegen die Kraft der     Rückstell-          feder    19 verbunden ist. Dieser Mechanismus ist im  einzelnen     in        Fig.2    dargestellt.

   Hiernach     greift    an  dem der Stange 20 am     Lagerbolzen    14 gegenüberlie  genden Ende ein Hebel 21 an, der um die Achse 22       verschwenkbar    an einem     Maschinenteil    23 gelagert  ist. Das freie Ende dieses Hebels 21 steht über eine  Klinke 24 mit einem Schlaghebel 25     in    Verbindung,  der ebenfalls am Maschinenteil 23     angelenkt    ist. Am  freien Ende dieses Schlaghebels 25     greift    ein Zugor  gan     in    Form einer Schraubenfeder 26 an, gegen  deren Wirkung der Schlaghebel 25     vorspannbar    ist.

    Das Vorspannen des Hebels 25 wird von einer auf  <I>diesen</I> über ein     Übertragungsglied    28     einwirkenden.     Steuerscheibe 27 verursacht, welche synchron mit  dem Schlagexzenter 4     (Fig.    1) umlaufend auf der An  triebswelle 2 angeordnet ist.  



  Wie schon     erwähnt,    ist die Schlagvorrichtung in  der Ausgangslage der Peitsche dargestellt, wobei  diese     bzw.    der     Picker    15 die Position A     einnimmt.     Bei der Drehung der Welle 2 läuft nun der Schlag  nocken am Exzenter 4 unter die Rolle 5 und     ver-          schwenkt    dabei die Hebel 6 und 8 um die Achse der  Schlagwelle 7.

   Hierdurch wird .die Zugschlaufe 9  nach links     bewegt.    Wird zunächst angenommen, dass  das Stützlager in der gezeigten Lage verharrt, so     wird     der     Picker    15 in die Position B gelangt sein, wenn die  Rolle 5 den höchsten Punkt der Kurve     am    Schlagex  zenter 4 erreicht hat, wobei der     Picker    15 auf seinem  Wege von<I>A</I> nach<I>B</I> eine vorbestimmte Beschleuni  gung erfahren hat.

   Innerhalb dieser ersten Phase des  Peitschenschlages verdreht sich aber     die    Steuer  scheibe 27     (Fig.    2) auf der Welle 2 soweit, dass der  vorgespannte Schlaghebel 25 freigegeben wird und  sich dieser unter     Wirkung    der Feder 26 in der Dar-    Stellung gemäss     Fig.    2 nach links bewegt. Hierdurch  wird der Hebel 21 über die Klinke 24     ebenfalls    aus  gelenkt, wobei das mit der Stange 20 verbundene  Ende selbstverständlich nach rechts ausschlägt und  die Stange 20 das Stützlager bzw. den     Lagerbolzen     14     (Fig.    1) ebenfalls nach rechts drückt.

   Wie der       Fig.    1 ohne weiteres entnommen werden kann, wirkt  in dieser Phase der Angriffspunkt C der Schlaufe 9  an der Peitsche 12 als temporärer Drehpunkt für  letztere, so     dass    der     Picker    15, wenn die Rolle 5 den  höchsten Punkt der Kurve am Schlagexzenter 4 er  reicht hat     (strichpunktierte        Linien    in     Fig.    1), über die  Position<I>B</I> hinaus zur Position<I>D</I> gelangt ist.

   Es ist  nun ohne weiteres klar, dass die Wegdifferenz     p    s  zwischen den Punkten<I>B</I> und<I>D</I> Ausdruck der mittle  ren grösseren Geschwindigkeit des     Pickers    15 und  somit auch des Webschützes 17 zwischen der Aus  gangslage A und des Endpunktes D der Beschleuni  gung ist. Da sich die Bewegung der Peitsche und des       Pickers    nach dem Passieren der Lage D verzögert,  löst sich     ider    Webschütze 17 vom     Picker    ab und be  ginnt seinen Lauf     über    die     Schusstrecke.     



  Innerhalb dieser zweiten, verzögernd     wirkenden     Phase des Peitschenschlages löst ein mit der Welle 2  umlaufender Nocken. 29     (Fig.    2) die Klinke 24 vom  Schlaghebel 25, worauf die Feder 19 das Stützlager  samt .der Stange 20 und dem Hebel 21 in die     gezeigte     Ausgangslage zurückbewegt.

   Diese Bewegung des  Peitschenschuhes in der Darstellung der     Fig.    1 nach  links bewirkt nun aber in analoger Weise der Be  schleunigung eine zusätzliche Verzögerung der Peit  sche, so     dass    die durch die zusätzliche Beschleuni  gung der Peitsche dieser     erteilte    zusätzliche Bewe  gungsenergie wieder abgebaut wird, ehe die Peitsche  auf den Anschlag 30     auftrifft,    in welcher Lage der  Pickel 17 die Position E einnimmt. Auf diese Weise  wird der um die Wegstrecke As verkürzte Auslauf  weg von B nach E genügend     kompensiert    und eine  Vergrösserung der Aufprallenergie trotz Geschwin  digkeitssteigerung der Peitsche vermieden.  



  Der Peitschenrücklauf in die Ausgangslage A er  folgt     in    bekannter Weise, wobei die Steuerscheibe 27  dem Schlaghebel 25 wieder gegen die Kraft ,der Feder  26 vorspannt, worauf auch der Nocken 29 die Klinke  24 am Hebel 21 wieder freigibt, welche darauf unter  Einwirkung einer Feder 31     (Fig.    2) in ihre Ausgangs  lage, in welche diese     in    Wirkungsverbindung mit dem  Schlaghebel 25 steht, zurückkehrt.  



  Es sei noch erwähnt, dass die Verschiebung des  Stützlagers zwischen Peitschenschuh und Peitschen  träger auch so erfolgen kann,     dass    man den Peit  schenträger selbst     verschiebbar    anordnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Beschleunigung des Peit schenschlages an einem Webstuhl, bei welchem die Peitsche über ein Zugglied betätigbar ist, das mit einem Schlagexzenter in Wirkverbindung steht, da durch gekennzeichnet, dass das Stützlager der Peit sche in axialer Richtung relativ zur Lagerwelle gegen die Kraft von Rückstellmitteln in Gegenrichtung des Peitschenschlages verschiebbar angeordnet ist und über Übertragungsglieder mit einem gegen die Wir kung eines Zugorgans vorspannbaren Hebel in Wir kungsverbindung steht, dessen Vorspannung eine am Hebel angreifende,
    auf der Antriebswelle angeord nete und mit dem Schlagexzenter synchron laufende Steuerscheibe bewirkt und der nach seiner Freigabe durch die Steuerscheibe' in einer ersten Phase des Peitschenschlages das Stützlager unter Wirkung des Zugorgans verschiebt, wobei der Angriffspunkt des Zuggliedes an der Peitsche einen temporären Dreh punkt der Peitsche bildet. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die der Verschiebung des Stütz lagers dienenden Übertragungsglieder lösbar mit dem Hebel verbunden sind, wobei ein mit der Antriebs welle umlaufender Nocken die übertragungsglieder vom Hebel trennt, solange sich dieser auf seiner Vor spannbewegung befindet. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das am Hebel angreifende Zug organ eine Schraubenfeder ist.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellmittel für das Stützlager eine am Peitschenschuh angreifende Feder umfasssen. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützlager der Peitsche am Peitschenschuhsupport relativ zu diesem verschieb bar angeordnet ist.
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