CH408461A - Verfahren und Einrichtung zur analytischen Bestimmung von Gasen in Metallen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur analytischen Bestimmung von Gasen in MetallenInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zur analytischen Bestimmung von Gasen in Metallen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur analytischen Bestimmung von Gasen in Metallen, bei welchem eine :Metallprobe geschmolzen wird und ,die aus der Probe freiwendenden Gase mittels Va kuum oder Trägergas zur Gasanalyse weitergeführt werden.
Es ist bekannt, zur analytischen Bestimmung von Gasen in Metallen eine Metallprobe in den Tiegel eines Vakuum-Ofens einzuwerfen und durch Erhitzung,dos Tiegels die Metallprobe zu schmelzen und durch Steigerung der Temperatur die in der Metallprobe enthaltenden Gase zu extrahieren und einem Gasanalysegerät zuzuführen. Bei der Durch führung von Heissextraktionen von Proben im Kohle tiegel, sei es im Vakuum oder im Inertgasstrom, zeig ten sich ,bei den :bisher verwendeten Geräten gewisse Nachteile. So -ist z.
B. nach ,dem Einwurf einer Mehr zahl von Proben schwierig, Aden Leerwert der ganzen Anlage auf dem Ausgangspunkt zu halten. Die Er fahrung zeigt, dass beim bisherigen Tiegelverfahren der Leerwert immer schlechter wird, je mehr Proben eingeworfen wurden, weil die .zuletzt eingeworfene Probe ihren Gasgehalt auf ein verhältnismässig grosses Volumen der schon vorhandenen Schmelze überträgt.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Verfahren be steht in der Erfassung der Stickstoffabgabe, weil aus ,der geschmolzenen Probe ein mehr oder weniger grosser Anteil des Stickstoffs entweicht, welcher sich der Analyse entzieht.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die oben erwähnten Nachteile der bisherigen Verfahren zu vermeiden. .Dies wird verfahrensmässig dadurch er reicht, dass die Metallprobe in den oberen Teil eines rohrförmigen Schmelzraumes eingebracht., darin fest gehalten und geschmolzen wird, und dass die Schmelze über mindestens zwei übereinander angeord nete Einsätze mit gegeneinander versetzten Durchlass öffnungen im Boden dieser Einsätze geleitet wird. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Ein- richtung zur Durchführung des Verfahrens.
Diese Einrichtung .ist dadurch gekennzeichnet, dass ein heizbarer, rohrartiger Körper übereinander angeord nete Einsätze mit gegeneinander versetzten Durch- lassöffnungen im Boden dieser Einsätze aufweist.
Die Zeichnungen zeigen drei Ausführungsbei spiele der Einrichtung, und zwar: Fig. 1 einen Querschnitt durch den Heissextrak tions-Ofen mit schematischer Darstellung der übrigen Apparate einer ersten Ausführungsform.
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Heissextrak tions-Ofen mit schematischer Darstellung der übri gen Apparate einer zweiten Ausführungsform, Fig. 3 einen Schnitt durch den Graphitkörper ,des Heissextraktions-Ofens einer dritten Ausführungs form.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Graphit Widerstandsofen mit Einsätzen 2 .und einem Auslauf 3 dargestellt. Das rohrförmige Widerstandselement 5 zeigt im Bei spiel von Fig. 1 stufenförmige Querschnittsverände- rungen, um verschiedene Temperaturbereiche in ver schiedenen Zonen des Widerstands-Ofens zu erhalten.
Mit 6 ist ein Mantel bezeichnet, :der die Isolier- masse 7 vor dem Herausfallen schützt. 8 ist ein Wassermantel mit Anschlüssen 26 und 27 für den Zu- und Wegfluss von :
Kühlwasser. Am Fuss ides Wassermantels 8 ist ein Boden 9 wegnehmbar an- geordnet. Der Boden 9 wird durch den Bügel 10 und die Schnaube 11 an den Wassermantel 8 ange- presst und durch Iden Dichtungsring 12 gegen idie äussere Atmosphäre
abgedichtet. 13 ist eine Auffang- schale, in welcher die geschmolzenen und entgasten Proben nach der Heissextraktion aufgefangen werden.
In den Wassermantel 8 ist ein Zwischenbaden 14 ,eingesetzt, welcher den unteren Pol bzw. Stromzu- führung für Idas Widerstandselement 5 bildet. Der Deckel 20 des Widerstandsofens 1 ist ebenfalls wasser gekühlt und durch Schrauben 17 sowie Isolierhülsen 16 und den Isolierring 15 .auf den Wassermantel 8 .aufgesetzt.
Der Deckel 20 bildet obere Stromzu- führung zum Widerstandselement 5 und besitzt eine Anschlussschraube 18. Im Wassermantel 8 ist eine zweite Anschlussschraube 19 für die Stromzufuhr des Heizstromes angeordnet. Das Heizen erfolgt in bekannter Weise mit Wechselstrom niederer Span nung und hoher Stromstärke.
Das Einbringen von Metallproben 3.1 erfolgt durch die Schleuse 33, :abgedichtet durch den Dich tungsring 32. Mit 34 ist ein Abschlusshahn bezeich net, welcher zu einem Absaugstutzen zum Evakuieren ,der Schleuse 33 dient. In ;
schematischer Weise ist eine ,Schraube 30 dargestellt, mit welcher man die Abdichtung 5.3 gegen die Schleuse 33 bewegen kann, um den Widerstandsofen während der Einführung neuer Proben 31 unter Vakuum zu halten. Die Schleuse 3'3 und die Rohrleitung 36 sind am Wider standsofen durch das Anschlussstück 28 mit Abdich tung 29 angeschlossen.
Die Diffusionspumpe 3.8 saugt die im Wider standsofen freiwerdenden Gase durch die Rohrlei tung 36 ab und führt dieselben durch die Leitung 40 zum Einlassventil 54 der Sammelpumpe 41. Mit 26 und 27 sind bei der Diffusionspumpe 38 die Kühlwasseranschlüsse ,angedeutet.
Mit 39 ist die Heizung der Diffusionspumpe 38 bezeichnet. Aus dem Kopf 56 :der Sammelpumpe 41 führen die Lei tungen 42 und 43 Trägergas und die zu anessende Gasmenge aus dem Widerstandsofen zum Gaschro- matograph 44 und wieder zurück. Ein Schreibgerät 46 zeichnet die vom Gaschromatograph 44 ermittel ten Werte, übertragen durch die Leitung 45, auf ein dauernd ablaufendes Band in bekannter Weise auf.
Im dargestellten ,Beispiel von Fig. 1 ist ein Nadelventil 49 ersichtlich, regelbar durch eine Schrau be 50, um Spülgas über das Ventil 48 und die Zu leitung 47 in den Innenraum des Widerstandsofens 1 einzuleiten.
Die .erste Ausführungsform gemäss Feg. 1 zeigt als Besonderheit noch einen Schmelzeinsatz 63, cum eingeschleuste Proben 60 im Hohlraum 59 aufzu- fangen und zu schmelzen. Das abschmelzende Metall gelangt durch die Öffnung 65 nach unten in die Einsätze 2.
Der :Schmelzeinsatz 63 weist Bohrungen 64 .auf, um eine Verbindung zwischen dem unteren und dem oberen Teil des Widerstandsofens auch wäh rend des Schmelzvorganges zu gewährleisten. Die tropfenweise herabfallanden geschmolzenen Teile 6,1 der Probe gelangen aus dem untersten Einsatz 2 in den Auslauf 3 durch letzteren hindurch in die Schale 13.
Die Gesamtheit :aller Probenreste bildet in der Schale 13 einen Klumpen 67, welcher nach Entfernung des Bodens 9 aus Odem Ofen weggeführt werden kann.
Im zweiten Ausführungsbeispiel :gemäss Fig. 2 sind die Einsätze 2 in ein Heizrohr 66 eingesetzt. Das Heizrohr 66 kann durch die Spule 23 induktiv erhitzt werden. Die Spule 23 besteht aus einem Kupferrohr, durch welches Kühlwasser -.,leitet wer ,den kann. Mit 24 und 25 sind der Zufluss und der Wegfluss des Kühlwassers für die Spule 23 angedeutet. Der Mantel 22 muss in diesem Fall aus einem :nicht magnetischen Material bestehen. Der Bodenteil 2.1 und der Deckel 20 des Heissextraktionsofens sind ebenfalls wassergekühlt.
Zu- und Wegfluss .des Kühl wassers für die Teile 20 und 21 sind mit 26 und 27 bezeichnet. Der unterste Einsatz ist mit 4 bezeich net und bildet einen Tiegel, in welchem die her- ,abfallenden Tropfen 61 der Proben 60 in einem Sumpf 62 gesammelt werden. 37 ist ein Dichtungs ring zwischen :dem Deckel 20 und dem Mantel 22. Alle übrigen Teile und Apparate von Fig. 2 weisen dieselben Bezugszeichen auf wie die entsprechenden Teile und Apparate von Fig. 1.
In Fig. 3 ist eine dritte Ausführungsform eines Heissextraktionsofens dargestellt. Ein Graphitkörper 58 ist so ausgebildet, dass er mehrere Einsätze 57 aufnehmen kann. Der Graphitkörper 58 ist auf sei ner Unterseite geschlossen und kann infolgedessen :die !geschmolzenen Proben :in einem Sumpf 68 auf- fangen. Im obersten Einsatz 57 wird eine Probe 60 eingesetzt, welche durch die versetzt gegeneinan der angeordneten Öffnungen 69 kaskadenartig in Tropfen 61 herunterfällt.
Die Wirkungsweise der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten drei Ausführungsformen ist folgende: Im Gegensatz zu bisher verwendeten Heissextrak tionsofen, in denen die Metallproben im untersten Teil eines Tiegels geschmolzen :und in diesem Tiegel auch entgast werden, wird bei dem Heissextraktions ofen gemäss oder vorliegenden Erfindung die Probe im obersten Teil eines geheizten rohrförmigen Kör persaufgefangen und geschmolzen. Die Proben 60 gelangen nun in Form von Tropfen<B>61</B> in die Ein sätze 2 mit gegeneinander versetzten Durchlassöff nungen 69.
Das Herabfliessen der Tropfen 61 erfolgt kaskad'enartig, so dass die Tropfen 61 der Atmo sphäre im Innern des Heissextraktionsofens die grösst mögliche Oberfläche bieten und dadurch eine rasche Abgabe der im Metallenthaltenen Gase bewirken. Wird mit einem Spülgas gearbeitet, wie dies in den Ausführungsformen von Fig. 1 und 2 vorgesehen ist, ,so gelangen -die ,aus den Metallproben austretenden Gase zusammen mit dem Spülgas durch die Diffu sionspumpe 38 in die .Sammelpumpe 41.
Aus der Sammelpumpe 41 werden die extrahierten Gase in bekannter Weise dem Gaschrom.atagraph 44 zuge führt. Das Messergebnis der Analyse durch den Gas- chromatograph 44 kann ebenfalls in bekannter Weise durch einen Schreiber 46 schriftlich aufgezeichnet werden.
Der ,ganze Vorgang der analytischen Bestim mung von der Diffusionspumpe 38 bis zum Schreiber 46 ist bereits früher beschrieben und angewendet worden. Die Wirkungsweise des vorliegenden Ver- fahrens und der Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens unterscheidet sich in der Art .und Weise der Erhitzung und der Gasentnahme aus oder Metall probe.
Das Verfahren und die Einrichtung gemäss vor- liegenderErfind'ung bringt folgende Vorteile: Raschere und vollkommenere Entgasungs über dünne Schmelz schichten und grosse Oberflächen gegenüber der Ent gasung in ebnem Tiegel mit verhältnismässig gerin ger Oberfläche. Die rasche und vollkommene Ent gasung bewirkt eine sehr schnelle und gründliche Kohlenstoff aufnahm-" so dass eine gute quantitative Umwandlung der Metalloxyde .in Kohlenmonoxyd erfolgt.
Besonders hervorzuheben ist bei dem neuen Verfahren .die gute ,Stickstoffabgabe in einem Aus mass, das bei einer Entgasung m einem Tiegel nicht erreichbar ist. Da der Stickstoff hauptsächlich durch Diffusion abgegeben wird, bewirkt die grosse Ober fläche der geschmolzenen Metallprobe eine rasche quantitative Diffusion kies ;Stickstoffes :aus dem flüs sigen Metall heraus.
Die Entgasung erfolgt während des kaskadenartigen Heruntertropfens der Metall probe rasch und vollkommener als bisher, so, dass auch nach der Einschleusung vieler Proben noch niedrige Leerwert- der ,ganzen Apparatur erreicht werden. Beim Entgasen von Metallproben in einem Tiegel nach dem bisherigen Verfahren wird der ,Leerwert nach der Eingabe einer Mehrzahl von Proben immer schlechter, da die zuletzt leingegebenen Proben ihren Gasgehalt auf das verhältnismässig grosse Volumen der schon vorhandenen Schmelze überträgt.
Die Messwerte der analytischen Bestimmung von Gasen sind bei =dem vorliegenden Verfahren genauer und besser reproduzierbar, weil jede frisch eingegebene Probe den .gleichen Entgasungsbedingungen ausge setzt ist wie die erste Probe. .Die .Schmelze der vorher entgasten Proben kann den Entgasungsprozess neu eingegebener Proben nicht mehr stören.
Zur Durchführung dieses Verfahrens kann mit einem Extraktionsofen ,gearbeitet werden, welcher einfacher im Aufbau und billiger in der Herstellung ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur analytischen Bestimmung von Gasen in Metallen, bei welchem eine Metallprobe geschmolzen wird und die paus der Probe freiwerden den Gase mittels Vakuum oder Trägergas zur Gas analyse weitergeführt werden, dadurch gekennzeich- net,dass die Metallprobe in den oberen Teil eines rohrförmigen Schmelzraumes eingebracht, darin fest gehalten und geschmolzen wird, und dass die Schmelze über mindestens zwei übereinander angeord nete Einsätze mit gegeneinander versetzten Durchlass öffnungen im Boden dieser Einsätze geleitet wird. II.Einrichtung zur Durchführung kies Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch .gekennzeichnet, dass ein heizbarer, rohrartiger Körper (5, 66, 58) übereinander angeordnete Einsätze (57) mit gegen- einander versetzten Durchlassöffnungen 1(69) im Bo den idieser Einsätze aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (5) verschiedene Wandstärken aufweist, um bei Widerstandsheizung Zonen verschiedener Temperaturen zu erhalten.2. Einrichtung nach Patentanspruch III, ldadurch gekennzeichnet, dass der rohrartige Körper (58) un ten geschlossen ,ist, um,die herabfliessende Schmelze ,aufzufangen.
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