CH408932A - Verfahren zur Herstellung von Pyrimidin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pyrimidin-Derivaten

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/24Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D239/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D239/32One oxygen, sulfur or nitrogen atom
    • C07D239/42One nitrogen atom

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Pyrimidin-Derivaten
Der Zweck des erfindungsgemϯen Verfahrens ist die Herstellung von neuen Pyrimidinverbindungen.



   In der Literatur wird das   Kondensatibnsprodukt    von Dicyandiamid mit Acetylaceton beschrieben.



  Dabei wird   folgendes substituiertes Pyrnmidm erhal-    ten :
EMI1.1     

Es ist bekannt, dass die   Cyangruppe    in dom eben beschriebenen heterocyclischen   Kondensationjspro-    dukt besonders reaktiv ist. So erhält man z. B. in bekannter Weise aus der Verbindung A und   p-Chlor-    anilin in saurem Milieu folgendes substituiertes Pyrimidin :
EMI1.2     

Die Verbindung A reagiert auch mit organischen sekundären Aminen genügend starker Basizität, das heisst mit organischen Verbindungen, welche   reak-      tionsfähige    NH-Gruppen enthalten.



   Erfindungsgemäss werden Verbindungen der Formel
EMI1.3     
 worin X   S,    o oder NH ist, derart mit Verbindungen   der Formel R-NHCN,    worin R einen n Pyrimidin-, Pyrimidon- oder Pyrimidindion-Rest bedeutet, umgesetzt, da¯ die primäre Aminogruppe der Hydrazine mit der -NHCN-Gruppe der Pyrimidine, Pyrimidone bzw. Pyrimidindione reagiert. Verbindungen der Formel C sind bekanntlich : Thiosemicarbazid, Semicarbazid, Aminoguanidin. F r das erfindungsgemϯe Verfahren finden aber auch Verbindungen der Formel C Verwendung, welche am   Amidrest,    das heisst an der   NH2-Gruppe,    in verschiedenster Weise, z. B. aliphatisch, isocyclisch wie aromatisch, heterocycliseh oder araliphatisch,   substituie. rt sind.

   Desgleichen fin-    den auch Verbindungen der Formel C Verwendung, welche am Hydrazidrest, das heisst an   der-NHNH2-    Gruppe, in verschiedenster Weise, z. B. aliphatisch, isocyclisch wie aromatisch, heterocyclisch oder   arali-    phatisch, substituiert sind, jedoch am NH2-Rest der Hydrazingruppe mindestens 1 freies H-Atom aufweisen. Ferner werden auch Verbindungen der Formel C verwendet, welche sowohl an der NH2-als auch an der   NHNH2-Gruppe substituielt    sind, sofern sie am   NH2-Rest    der   Hydrazingruppe    mindestens   1    freies H-Atom aufweisen. So kann man z.

   B. für das   erfindungsgemässe Verfahren das Tuberkulo-    statikum   1- (p-Acetaminobenzyl)-thiosemicarbazid der    Formel
EMI2.1     
 verwenden.



   Man kann das erfindungsgemässe Verfahren z. B. so durchführen, dass man die Reaktionen in Wasser oder organischen Lösungsmitteln unter Zusatz von Säuren organischer oder anorganischer Natur bei höheren Temperaturen durchführt, man kann die e Reaktionen aber auch ohne Anwendung von Lö  sungsmitteln    durchfiihren, z. B. im Schmelzfluss bei höheren Temperaturen unter Zusatz von schwer oder nichtflüchtigen Säuren organischer oder   anorga-    nischer Natur. Die in saurem Milieu erfindungsgemäss erhaltenen Reaktionsprodukte können anschliessend mit säurebindenden Mitteln in ihre freien Basen  bergef hrt werden.



   Beispiele von Pyrimidinen,   Pyrimidonen    bzw.



     Pyrimidindionen    als Ausgangsstoffe für das erfin  dungsgemässe    Verfahren sind :
EMI2.2     
 DRP Nr. 158 591, durch Kondensation von Dicyandiamid mit   Malonester      enhaltlich.   
EMI2.3     
   DRRP Nr.    158 591, durch Kondensation von Dicyandiamid mit Acetessigester erhältlich.
EMI2.4     




  DRP Nr. 158 591, durch Reaktion von Dicyandiamid mit   Cyanessigester    erhältlich.
EMI2.5     




  DRP   Nrn.    175 588, 175 589, durch Reaktion von Dicyandiamid mit Malonitril oder dialkylierten   Malonitrilen erhältlich.   



   Es sei in diesem engeren Zusammenhang auf die Tatsache hingewiesen, dass ganz bestimmte Reaktionsprodukte von organischen Verbindungen, welche reaktionsfähige NH2-oder NH-Gruppen enthalten, mit organischen Verbindungen, unter anderen auch Pyrimidinverbindungen, welche besonders   reaktions-      fähige      Cyangruppen    enthalten, in jüngerer Zeit als brauchbare, wertvolle und potente Heilmittel, z. B. als   Malaria-Heilmittel,    erkannt wurden.

   Es sei ferner auf die Tatsache hingewiesen, dass ganz bestimmte Reaktionsprodukte von organischen Verbindungen, welche reaktionsfähige NH2- oder NH-Gruppen   ent-    halten, mit organischen Verbindungen, welche besonders reaktionsfähige Cyangruppen enthalten, die Fähigkeit besitzen, den   Blutzucker-Spiegel    von Menschen und Tieren mehr oder weniger stark zu senken.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Pyrimidin Derivate können pharmakologischen, gegebenenfalls auch   kimischen    Versuchs-und Verwendungszwecken zugeführt werden.



   In den Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben ist, Gewichtsteile. Die Gewichtsteile verhalten sich zu den   Volumteilen    wie Gramm zu Kubikzentimeter.



   Beispiel 1
Herstellung des Kondensationsproduktes von Dicyandiamid mit Acetylaceton (Abkürzung KP) :
Man l¯st 1 Teil   Na-Hydroxyd    in 500 Volumteilen Wasser, setzt zu dieser L¯sung 50 Teile Dicyandiamid und 82, 5 Teile Acetylaceton zu und erwärmt unter Rückfluss. Man hält die Reaktionslösung g etwa 10 Stunden oder länger unter Rückfluss und dampft die Lösung auf ein kleines Volumen (etwa 80 Teile) ein. Das Kondensationsprodukt fällt beim Erkalten   der konzentrierten Lösung als Kristall-    brei aus.    a)    25 Volumteile Wasser werden mit 5   Volum-    teilen Salzsäure konz. versetzt.



   Anschliessend bringt man in diese salzsaure Lö  sung    5 Teile Thiosemicarbazid und 8, 15 Teile KP (Rohprodukt) und erwärmt unter Rückfluss. Dabei gehe die Reaktionspartner in Lösung. Nach etwa   la    bis 15 Minuten Rückfluss beginnt das Reaktionsprodukt, auszufallen. Man hält 45 Minuten oder   Linger    unter Rückfluss, lässt erkalten und filtriert.



  Ausbeute Rohprodukt 3, 8 Teile. Das Produkt ist gut l¯slich in Eisessig, schwer löslich in Alkohol und Wasser und kristallisiert schlecht aus Wasser und Alkohol. Bei 200  C beginnt Zersetzung unter Braunfärbung (Rohprodukt). b) Man bringt das salzsaure Filtrat von a) mit verdünnter Natronlauge auf ein pH von etwa 6 bis 7.



  Dabei fÏllt ein Niederschlag aus. Ausbeute Rohprodukt 2, 2 Teile. Das Produkt ist gut löslich in Eisessig, sehr schlecht löslich in Alkohol und Wasser.



  Smp. Rohprodukt   240-60  C    unter Zersetzung. Es dürfte sich dabei um das Rohprodukt der freien Base des   ReaMonsproduktes    a) handeln.



   Beispiel 2
3, 8 Teile Semicarbazid-Hydrochloridund 5 Teile KP (Rohprodukt) in 50 Volumteilen Wasser werden unter Rückfluss erwärmt. Dabei gehen die Reaktionspartner in Lösung. Nach etwa 30 Minuten Rückfluss beginnt das Reaktionsprodukt. auszufallen. Man hÏlt 5/4 Stunden oder lÏnger unter Rückfluss,   lUBt    erkalten und filtriert. Ausbeute   Rohpro-    dukt   1,    8 Teile. Das Produkt ist gut löslich in Wasser und kristallisiert daraus, sehr schlecht löslich in Alkohol und Eisessig. Smp. Rohprodukt 220 bis   225     C unter Zersetzung und Gasentwicklung.



   Beispiel 3
30   Volumteile    Wasser werden mit 10 Vol, umteilen Salzsäure konz. versetzt. Anschliessend bringt man in diese salzsaure Lösung 7, 5 Teile Amino  guanidincarbonat    in kleinen Portionen ein. Dabei geht das Carbonat unter starker CO2-Entwicklung in Lösung. Hierauf bringt man in diese Lösung 8, 1 Teile KP (Rohprodukt) ein und erwärmt unter Rückfluss.



  Nach etwa   1    Stunde Rückfluss fÏllt das Reaktionsprodukt aus. Man hÏlt 2 Stunden oder länger unter Rückfluss, lässt erkalten   und filtrierit. Ausbeute Roh-    produkt 1, 45 Teile. Das Produkt ist gut löslich in Eisessig, sehr schlecht bis unlöslich in Alkohol, sehr schlecht löslich in Wasser und kristallisiert daraus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Pyrimidin-Deri- vaten, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungen der Formel EMI3.1 worin X Sauerstoff, Schwefel oder NH bedeutet, oder an der NHa-Gruppe substituierte Verbindungen der Formel C oder an der-NHNH2-Gruppe substituierte, jedoch am NH2-Rest der Hydrazingmppe mindestens 1 freies H-Atom aufweisende Verbindungen der For mel C oder an der NH2-und NHNH2-Gruppe substi tuierte,'am NHs-Rest der Hydrazingruppe mindestens 1 freies H-Atom aufweisende Verbindungen der Formel C derart mit Verbindungen der Formel R-NHCN worin R einen Pyrimidin-,
    Pyrimidon-oder Pyrimidin- dion-Rest bedeutet, umgesetzt werden, dass die primÏre bzw. sekundÏre Aminogruppe der Hydrazine mit der-NHCN-Gr, u. ppe der Pyrimidine, Pyrimidone bzw. Pyrimidindione reagiert.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in saurem Milieu, z. B. wϯrig saurem Milieu, bei höheren Temperaturen durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter , anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dal3 die erhal- tenen Reaktionsprodukte mit säurebindenden Mitteln in ihre freien Basen übergeführt werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die NH2-oder/und die NHNH2- Gruppe der Formel C substituiert ist, z. B. aliphatisch, isocyclisch, wie aromatisoh, heterocyclisch oder araliphatisoh.
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