Verfahren und Vorrichtung zum Vereinzeln und Auflegen von gefalzten Bogen oder Bogenlagen auf einen dachförmigen Sattel Die Erfindung betrjjfft ein Verfahren zum Vereim- zeln von gefalzten Bogen oder Bogemageo) vont einem Stapel durch mehrere, auf einer Kurven-oder Kreisbahn unter dem Stapel hinwegbewegte Tragelemente mit mindestens einem zwischengelagerten, den jeweils untersten Bogen, oder die unterste Bogenlage abschÏlenden Vereinzelungselement, sowie zum Offnen und Auflegen der Bogen oder Bogenlagen auf'einen dach- förmigen Sattel, und eine Vormchtung zur Durchf h rung dieses Verfahrenis.
Zum Vereinzeln und Aufleigen von Bogenlagen auf einen dachförmigen Sattel sind Verfahren, und Vorrichtungen) bekanmt, die die gefalzten Bogemagen mit ihrer offenen oder. geschlossenen Seite voran mittels Sauger oder Greifer von einem aufrecht stehenden oder flachliegenden Stapel abziehen und mit Hilfe von Trommeln, Gre. iferzangen oder anderen Mitteln auf einen dachförmigen Sattel auflegen. Alle derartigen Vorrichtungen sind jedoch in ihrer Lei- stung begrenzt, da die Vereinzelung an schwingende Bewegungsvongänge der Vereinzelungsmittel und an andere Steuerelemente gebunden ist.
Zur Umgehung dieser Nachtetle wurden Vorrich tungen entwickelt, die mittels. unterhalb dies Stapels abrollender Tragelemente, z. B. Tragwalzen oder Bänder und und zwischengelagerter, entgegengesetzt angetriebener Vereinzelungselemente, z. B. Vereinzelungswalzen oder-Scheiben arbeiten. Letztere erfassen den jeweils untersten Bogen an seiner geschlossen neu Kante mittels Saugdüsen und Gneifer und schälen ihn durch die an der Unterseite des Stapels abrol- lende Bewegung von diesem ab. Die Vereinzelumg geschieht dadurch, unabhängig von der Stapelhöhe völlig gleichmässig, ohne dass eine besondere Zugkraft auf den gefalzten Bogen ausge bt wird.
Ausserdem kann der Stapel von oben laufend'ergänzt wer- den. Da es möglich ist,. die Trag-und Veneinzelun'gs- elemente auf einer Kreisbahn stÏndig umlaufen zu lasse,, bietet dieses Verfahren weiterhm, den Vorteil einer hohen Vereinfzelunfgsgaschwindigkeit und damit einer hochez Leistung.
Andererseits ergibt sich jedoch die Schwierigkeit, dass s die F¯rderrichtung der mit der geschlossenen Kante voran vom Stapel abgeschälten Bogen oder Bogenlagen umgekehrt wenden muss. Andemifalls ist ein Offnen und Auflagern der Bogensägen auf einem nebengeordneten dachf¯rmigen Auflagesattel nicht m¯glich. Dieser Wechsel der F¯rdernichtung erfolgt bei den bekannten Vorrichtungen durch Umkehr der Drehrichtung der Vereinze1lungselemente. Der tuber- gang der Bogen oder Bogenlagen von den Vereinzelungselementen zum Auflegesattel kann hierbei sowohl währenddesLaufsdesElementemaggregates als auch während ieines Stillstandes desselben erfolgen.
In beiden FÏllen wird jedoch der auf djss Leistung sichsogünstigauswirkendekontinuierlicheBogen)- transport unterbrochen. Ausserdem sind zum Erzeugen der. genannben Beweguntgsvorgänge besontdere Antriebsmechanismen notiwendig, die die Konstruk- tion komplizieren.
Bei einer andenon Ausführung wird die. einsaitige Drehrnchtung der Veroinzeliungselements sowie der gleichmäaaige Umlauf der Tragelemente beibehalten.
Dis Umkehr der Bogenförderrichtunjg erfoilgt hierbei dadurch, dass die abgeschÏlten Bogen oder Bogenla gon von den Vereinzelungselementen an eine ortsfeste Greifervorrichtung übertragen werden. Die Über- gabe geschieht in dem Augenblick, in dem die geschlossene Käme des jeweils vereinzelten Bogens die von den Tnagelementen gebildete Ïussere Kreisbahn eriieicht bat, d. h. wem das den Bogen am der ge schlossenen Kante haltende Voneinzelungselement eine volle Umdrehung vollführt hat.
Die ortsfeste Greifervorrichtung erfasst den gefalzten Bogen ebenfalls an der geschlossenen Kante und hÏlt ihn solange fest, bis seine gesamte Länge aus dem umlaufenden Elementenaggregat henausgezogen ist. Hierbei wird er durch Bürsten an idie äussere Bahn der Tragele me. nte leicht angedrückt. Befindet seh der Bogen m seiner ganzen Länge zwischen den umlaufenden Trag elementen und den Bürsten, so wird er von der G. reifervornichtung freigegelben und durch hakenför- mige Mitnehmer mit seiner offemien Seite vonan dem öffnuntgsmechanismus zugeführt. Dieser ¯ffnet den Bogen und legt ihn auf den unterhalb angeordneten dachförmigen Sattel auf.
Wie bereits erwähnt, wird bei dieser Arbeitsweise die Laufrichtung der Tragelemente und Vereinzelungselemente ohne Unterbrechung beibehalten. Zur Übergabe der geschlossenen Bogenkante von dem jeweiligen Vereinzelungselement an die ortsfeste Greifeiworrichtung steht folglich nur ein sehr geringer Zeitraum zur Verf gung. Dies gefÏhrdet, selbst bei genauer Abstimmung der Steuerzeiten, die sichere Ubergabe der gefalzten Bogen oder Bogenlagen.
Aussendem wird auch hier durch die ortsfeste Grei- fervorrichtung dsr. kontinuierliche Förderfluss der Bogen unterbrochen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugmmde, gefalzte Bogen oder Bogenlagen von einem Stapel durch ein Elementenaggregat, bestehend aus mehre- ren, auf einer Kurvenibahn unter dem Stapel hinwegbewegter Tragelemente, z. B. Walzen oder Bänder, mit einer oder mehreren zwischenngelagerten, den jeweils untersten Bogen oder die unterste Bogenlage abschälenden Vereinzelungselementen, z. B. Saugwalzen oder Scheiben, zu vepeinzem, sowie zum Offnen und Auflegen der Bogen oder Bogenlagen auf einen dachförmigen Sattel.
Die Aufgabe wird erfindungsgemÏss dadurch gel¯st, dass der jeweils unterste Bogen oder die unterste Bogenlags des Stapels durch das ihn bzw. sie an der 'geschlossenen Kante erfassende und vom Stapel ab schälends Vereinzelungselement ohne Unterbrechung des Förderflusses an den äusseren Umfang des in entgegengesetzer Richtung umlaufenden Elementenaggregates geleitet, beim Ubergang der offenen Bogen-oder Bogenlagenseite vom Vereinzelungsele- ment zur äusseren Kreisbahn ; des Elementenaggrega- tes durch Abspreizen der äusseren Bogen-oder Bogenlagenhälfte geöffnnt und. durch Triebmittel auf den, dachf¯rmigen Sattel aufgelegt wind.
Hierbei ist es mögtich, die Vereinzelungselemente nach dem Ab- schälen des jeweils untersten Bogens oder der untersten Bogenlage mit. ungleichförmiger Geschwindigkeit derart anzutreiben, dass der Bogen oder die Bogen- lage zunächst mit erhöhter Geschwindigkeit an den äusseren Umfang des Elementenaggregates gefördert und anschliessend so verlangsamt wird, dass die Umfangsgeschwindigkeit der jeweiligen Vereinzelungselemente geringer. ist als die Umfangsgeschwindigkeit des Elementenaggregates und dadurch der geöffnete Bogen oder die ge¯ffnete Bogenlage durch die Dreh bewegung des Elementenaggregates auf dem dachför- migen Sattel gezogen wird.
Die zusätzlichen Triebmittel beschleunigen däesen Vorgang.
Die ebenfalls Gegensta. nfd der Erfindung bildende Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass die Vereinzelungsele- mente mit auf ihnem Umfang auf das jeweilige Format einstellbaren vorderen Greifmitteln, z. B. Saugd sen und/oder Greifer, sowie mit hinteren Schub- mitteln ausgerüstet und über ihren Umfang mit Bogen- oder Bogenlagenleiteinrichtungen versehen sind und an der äusseren Kreisbahn des Elementenaggregates eine äussere Bogen-oder Bogenlagenleiteinrichtung angeordnet ist. Die Vereinzelungsele mente selbst könneni über den grössten Tail ihres Umfanges mit an sich bekannten BogenMteinfich- tungen versehen sein.
Diese können aus Btechen, Stäben, Bürsten oder ähnlichen Mitteln bestehen.
Zwischen die Bogenleiteinrichtungen und die Verein- zelungselemente ist es auch m¯glich, Blasluft einzu führen oder die Bogenleitemrichtungen ganz durch Blasluft zu ersetzen, die die Bogen an den Vereinzelungselementen festhält. Auch können die Bogenleiteinrichtungen durch angetriebene oder trieblose Walzen oder RolJ+en teilweise oder ganz erse= sein.
All diese Mittel dienten dazu, die Bogen schiebend, ohne zu knittern, zu fördern. Bei der Verarbeitung von Bogen mit Ubsrfalz ist es auch m¯glich, als hinteres Schubmittel an sich bekannte verlängerte Grei- fer zu verwenden, die über den Überfalz hinwegfas- sen und (kurz vor, dem Offnen der Bogen die äusseren Bogenkanten freigeben. Am Ausgang der Bogenleiteinrichtungen k¯nnen Klemmittel, z. B. Bürsten oder Schleppfedem, zum Halten eines Uberfalzes vorgese- hen sein.
Auch ist es möglich, zum Gewährleisten eines einwandfreien Überganges von den Vereinzex lungselementen zu der Ïusseren Bahn der Tragele- mente ein oder mebere Überleitbleche anzuordnen, die in die Veneinzelungs- und Tragelemente eingreifen und zweckmässig mit der Formatverstellung der ber dem Elementenaggregat angeordneten Stapeleinrichtung in Verbindung stehen.
Um die äussere Kreisbahn des Elementenaggre- gates kann eine äussere Bogenleiteinrichtung befestigt sein, an derem Ende sich der dachförmige Auflegesat- bel oder eine tberleitvorrichtung, idie zum dachför- migen Auflegesattel führt, befinden kann. In den dachf¯rmigen Auflegesattel k¯nnen gesteuerte Schieber eingelassen sein. Auch ist es möglich, an der Sattelspitze oder in deren NÏhe Blasd sen anzuordnen.
Durch die Bogenleiteinrichtung können eine oder mehrere ständig umlaufende, im Takt der Vorrich- tung an-und abschwenkbare Triabrollen greifen.
Diese arbeiten mit in die Tragelemente eingelassenen Gleitblechen zusammen. An deren Stelle k¯nnen jedoch auch eine oder mehrere Gegenrollen, angeord- net sein. Auch ist es möglich, die Triebrollen ber dem m oder im dachf¯rmigen Auflegesattel anzuordnen.
Es können jedoch auch jegliche ibeliebige andere Föermittel, z. B. mittels Koppeltnsb gesteuerte Sauger, im Auflegesattel steuerbar gelagerte Saugerstangen oder SaugbÏnder Verwendung finden.
In der Zeichnung sind Ausführunlgsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung darjgestellt. Es zeigen :
Fig. 1 die Vorrichtunjg zur Durchführung des Verfahrens mit gleichförmig umlaufenden Vereinzelungswalzen oder-scheiben in der Stellung des Ab platzens der oberen Bogeinhälfte des an dem äusseiren Umfang des Elementenaggregates angelegten Bogens,
Fig. 2 die gleiche Vomchtung bei Fcedgabe der inneren Bogenhälfte,
Fig. 3 die Vorrichtung mit seitlich angeordnetem Stapel,
Fig. 4 einen über dem Auflegesattel angeordne- ten, in den geöffneten Bogen eingreifendem Bogenteiler,
Fig.
5 einen Ausschnitt aus dem Elementena. ggre- gat mit verspÏteter Freigabe der inneren BogenhÏlfte,
Fig. 6 einen Ausschnitt aus der Vereinzelungs- walze oder -scheibe beim Festhalten des ¯berfalzes mittels B rste,
Fig. 7 die Vorrichtung mit ungleichförmig ange triebenen Vereinzelungswalzen oder -scheiben in der Stellung des Überganges des Bogens von der Vereinzelungswalze oder-scheibe zum äusseren Umfang d'es Elementenaggregabes und seitlich angeordneten Saugband,
Fig. 8 die gleiche Vorrichtung im Moment des Abplatzens der Ïusseren BogenhÏlfte,
Fig. 9 die gleiche Vorrichtung während der Freigabe der inneren Bogenhälfte.
Auf einer Welle 1 (Fig. 1) sind in einem Gestell 2 Vereinzelungselemente, in diesem Fall Vereinzelungswalzen oder-scheiben 3 und Tragwalzen 4 derart gelagert, dass ihr äusserer Umfiang eine Kreisbahn 11 beschreilbt. Die genannte Anordnung bildet ein Elementenaggregat. Die einzelnen Vereinzelungs- und Tragwalzen werden auf in der Zeichnung nicht dargestellte Weise im Uhrzeigersinn angetrieben, während das gesamte Elementenaggregat auf der Welle 1 entgegen dem Uhrzeigersinn. umläuft. Die Umfangsgeschwindigkeiten der Vereinzelungswalzen 3, der Tragwalzen 4 und des Elementenaggregates l bis 4 sind hierbei einander gleich.
Oberhalb des Ele memtenaggr & gates ist ein Bogenstapel 5 gelagert, der an der Seite der offenen Bogenkanten durch einen festen Halber 6 und an der Seite der geschlossenen Bogenkanten durch einen einstellbaren Halter 7 begrenzt ist. Um jede Vereinzelungswalze 3 ist eine Bogenleiteinrichtung 8 angeordnet. Die Vereinzelungswalzen 3 selbst sind mit vorderen Saugdüsen 9 ausgerüstet. Zusätzlich können hier noch in der Zeichnung nicht dargestellte Greifer angeordnet sein.
Diese die Bogen an ihrer geschlossenen Kante erfassenden Haltemittel sind entsprechend dem jeweiligen ! Bogenformat auf dem Umfang der Vereinzelungswalzen 3 einstellbar, und zwar für die Verarbeitung län- gerer Bogen in Drehrichtung, d. h. im Uhlizeigersinn, und für die Verarbeitung kürzerer Bogen entgegen der Drehrichtung. Ausserdem sind die Vereinzelungswalzen 3 mit hinteren Schubmitteln 10 versehen, die im vorliegenden Beispiel aus gesteuerten Greifern bestehen.
Diese k¯nnen jedoch auch aus Anschlagstiften, dulie fest oder im Takt der Vorrichtung steuer- bar, auf dem Umfang'der Vereinzehmgstrommeln an- geordnetsind,oderamsSaugdüs'enbestehen.All terse Mittel können über die Breite und den Umfang der Vereinzelungswalzen 3 einstellbar sein. Um die Ïussere Kreisbahn 11 des Elementenaggregates ist eine ausseheBogemeitein'richtung12(befestigt.Seit- lich unterhalb des W. alzenaggregates ist em dachför- miger Auflegesattel 13 angeordnet. Dieser ist in Fig. 1 mit einem gesteuerten Schieber 14 ausgerüstet.
Seitlich nebendemAuflegesattel 13 ist ein Sauger 15 gelagert, der, mit einem Koppelgetriebe verbunden, sich tauf einer Kurvenbahn) 16 bewegt.
Das gesamte Elementenaggregat 1 bis 4 Idreht sich, w)Lebereitserwähnt,entgegendemUhrzeiger- sinn. Hierbei wird durch die Vereinzelungswalze 3 mit vorderen !Saugdüsem 9 der jeweils unterste Bogen 17 an seiner geschlossenen Kante erfasst und vom Bo. gensbapel 5 abgeschält (Fig. 1). Ist dies erfolgt, so greifen die hinteren Schubmittel 10 am Bogen 17 an, richten diesel an seiner offenen Hinterkante aus und haltn ihn auf der Verainzehmgswalze 3 fest. Die vorderen Saugd sen 9 geben den Bogen 17 inzwi- schen frei, so dass er nur noch von hinten geschoben wird.
Zur Schonung der hinteren Bogenkante, d. h. um ein Einknicken dieser an den Anschlagstellen zu ve < rmeiden, können über den gesamten) Trommel- mantel der Vereimzelungswalze 3 in der Zeichnung nicht dargestellte, taktgesteuerte oder taktlos arbei tendeSaugdüsenanjgeordnetsein',diedenBogenauf der Veremizelungswalze 3 festhalten. Auch ist es möglich,einen!Anschlagzuverweinden,derüber die ganze Bogenbreibe reicht. Nach aussen wird der Bogen 17 durchdie Bogenleibeimichtung 8 an der Vereinzelungswalze3angehalten.
Hat der vereinzelte Bogen 17 mit seiner, geschlossenen Kante die äussere Kreisbahn 11 des Elementenaggregates erreicht, so legt er sich an die äussere Bogenleiteinnichtung 12 an. Die Tragwalzen 4 gleiten nun durch die Drehung des Elementenaggregates entgegen dem Uhrzeigersinn ber ihn hinweg, so dass er zwischen'die Bogenleiteinrichtung 12 und die Tragwalzen 4 zu liegen kommt. Ein Wwedereinführen der geschlossenen Bogenkante zwischen die Vereinzelungswalze 3'und die Bogenleiteinrichtung 8 wird durch die sich im Uhrzeigersinn drehende vorderste Tragwalze 4'vermieden.
Zur Gewährleistung absolu- ter Sicherheit können jedoch auch ¯berleitbleche 18 angeordnet sein (Fig. 7), die in Einstiche der Vereinzelungs- und Tragwalzen 3, 4 eingreifen und mit der Stapelformatverstellung verbunden sind.
Befindet sich dasElememtemaggregatinder Stellung nach Fig. 1, so platzt die äussere offenle Bogenkante 19 von'derVereinzelungswalze 3'ab. Dieser Vorgang kann durch Blasluft unterstützt werden (Fig. 1), die unmittlebar aus dem Greifer 10 oder durch zusÏtzliche D sen zugef hrt wird. Hieraiuf bewegt sich der im dachf¯rmigen Sattel 13 gelagerte Schieber 14 nach oben und greift zwischen die Bogenhälften ein. Der Schieber 14 kann auch mit Blasluft kombiniert sein (Fig. 2). Die Vereinzelungswalze 3' bewegt sich nun weiter in die in Fig. 2 dargestellte Lage und gibt die innere Bogenhälfte 20 frei, während die äussere Bogenkante 19 von dem Sauger 15 erfasst wird.
Während dieses Arbeitsspieles befindet sich der Bogen 17 in Ruhestellung, da sich die gegenläufigen Umfangsgeschwindigkeiten von Vereinzelungswalze. und Elementenaggregat aufheben. Der Sauger 15 hat folglich genügend Zeit, die Bogenlage 17 sicher zu ergreifen. AnscMiessendzieht er diese auf den dachförmigen Sattel 13, während der Schieber 14 in seine Ausgangsstellung zurückkehrt.
Vom Sattel 13 wird der Bogen 17 durch nicht dargestellte Mitnehmer abgeschoben. Das Elementenaggregat lÏuft weiter gleichförmig um, wobei die Vereinzelungswalze 2" eine Leerumdrehung ausführt. DurchdiebeschriebeneArbeitsweisewird der Bogen mit Hilfe des Elementenaggregates mit seiner geschlossenen Kante voran vom Stapel vereinzelt, gewendet, geöffnet und auf den dachförmigen Sattel aufgelegt,ohnedassdieVereinzelungswalzen 3 ihre Drsbrichtung ändern oder der Bogen 17 einer zeitbe- grenzten ¯bergabe ausgesetzt ist.
In Fig. 3 ist ein Elementenaggregat mit seitlich angeordnetemStapeldargestellt. Der dachförmige Auflegesattel 13 ist hierbei an seiner Spitze mit Blas- düsen 29 ausgerüstet,sodassdergeöffnete Bogen 17 durch Blasluft in seiner offenen Stellung gebalten wird. Die gleiche Wirkung kann auch in bekannter Weise durch gesteuerte Bogenteiler 23 (Fig. 4) erzielt werden.
Oberhalb des dachförmigen Sattels 13 ist eine Triebrolle 21 gelagert, die, wenn der Bogen 17 geöffnet ist, auf diesenaufsetzt und ihn in Zusam menwirken mit einem in die Tragwalzen 4 eingelas- senen Gleitblech 22 auf den dachförmigen Sattel 13 fördert.
Ein einwandfreies leichtes Abplatzen der äusse- r. n Bogenkante 19 von der Vereinzelungswalze 3'ist auch durch eine verspätete Freigabe der inneren Bogenhälfte 20 (Fig. 5) möglich. Bei Verwendung von Saugdüsen an der offenen Hinterkante des Bogens wird dieser Effekt erzielt, indem die Saugluft so lange wirkt, bis die innere Bogenhälfte 20 von selbst von der Saugdüse abplatzt.
Fig. 6 zeigt eine Möglichkeit, den Überfalz, d. h. das überragendeEnde der inneren Bogenhälfte 20 während des Abplatzens der äusseren offenen Bogenkante 19 an der Vereinzelungswalze 3'mit Hilfe einer Bürste 24 zu halten. Als hinteres Schubmittel kann in diesem Fall ein einfacher Anschlag 25 zur Aniwendung kommen..
In den Fig. 7 bis 9 ist eine Ausfübrungsform des Elementenaggregates mit ungleichförmig angetriebe- nen Vereinzelungswalzen dargestellt. Die Umfangs- geschwindigkeit der gerade einen Bogen abschälen- den Vereinzelungswalze 3 stimmt t hierbei ber die Zeitdauer des Vereinzelungsvorganges (Walze 3 in Fig. 7 bis 9) mit der Umfangsgeschwindigkeit des Elementsnaggregateslbis 4 überein.
Nach dem Vereinzeln des Bogens 17 erhöht sich dann die Um fangsgeschwindigkeit dieser Vereinzelungswalze (Walze 3'in Fig. 7), so dass der vereinzelte Bogen 17 zwischen der äusseren Bogenleiteinrichtung 12 und den unter ihm einlaufenddm Tragwalzen 4 nach oben geschoben wird.
Die Geschwindigkeitscharakteristik ist in Fig. 7 bis 9 so gewählt,dassaufVUmdrehung des Elementenaggregates4Umdrehungder Vereinzelun ! gssalze 3'erfolgt ist und in dieser Stel- lung die Umfangsgeschwindigkeit der Vereinzelungswalze 3'wieder der Umfangsgeschwindigkeit des Elementenaggregates entspricht. Nun verlangsamt sich die Umdrehung der Vereinzolungswal'ze 3'so, dass sie auf 116 Umdrehung des Elementenaggregates nur V Umdrehung ausführt.
Der inzwischen geöff- nete Bogen 17 (Fig. 8) wird dadurch vom Elementenaggregat in Richtung des unterhalb angeordneten dachförmigen Auflegesattels 13 mitgenommen und auf diesen aufgelegt (Fig. 9). Auch hier kann der Auflegevorgang durch zusätzliche bekannte Trieb mittel, z. B. ein umlaufendesSaugband26(Fig. 7), eine am Sattel angeordnete Triebrollc 27 ohne oder mit Gegenrolle 28 (Fig. 8) oder eine am Elementenaggregat angeordnete Triebrolle 21 mit Gleitblech 22 (Fig. 9) beschleunigt werden. Die Triebrolle 21 kann auch mit einer inder Zeichnung nicht darge stellten Geigenrolle zusammenarbeiten, die zwischen dem Elementenaggregat gelagert ist.
Alle beschriebenen Möglichkeiten können beliebig miteinander kombiniert werden.
Auch ist es möglich, den dachförmigen Sattel 13 unterhalb des Elementenaggregatesoder an anderer Stelle der ausseren Kreisbahn 11 des Elementenag- gregates anzuordnen. Hieraus ergibt sich die M¯glichkeit der Verlagerung des Stapels an eine beliebige Stelle der äusseren Kreisbahn 11. An die Stelle des Auflegesattels kann auch eine Vorrichtung treten, die den geöffneten Bogen auf einen abseits angeorneten dachförmigen Sattel weiterleitet.
Die Vereinzelungswalzen 3 können durch Scheiben, Segmente, umlaufende Schwingen oder andere an sich bekannte Mittel ersetzt werden. Die vorderen Bogenhaltemittel und hinteren Schubmittel können hierbei auf getrennten, auf einer Achse gelagerten Trommeln, Scheiben oder Segmenten angeordnet sein, so dass bei Formatverstellung nur diese Ele mentezueinanderverdreht zu werden brauchen.
Das Elemenbenlaggrtegat dst nicht, wie im Ausfüh- rungsbeispiel dargestellt, an die Verwendung von drei auf den Umfang verteilte Vereinzelungselemente ge bunden. Auch kann das Elementenaggregatin an sich bekannter Weise aus einer Schwinge'bestehen.
Die Tragwalzen 4 können in bekanntr Weise durch beliebige andere Tragelemente, z. B. über Walzen geführte Bänder oder auch polierte Gleitschic- nen, ersetzt werden. Bei der Verwendung von Gleitschienen entfallen zusätzliche Gleitbleche 22.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde davon ausgegangem, die Formatverstellung durch Verschieben des einstellbarem Halters 7 sowie der hinteren Schubmittel 10 zu bewirken. Es ist jedoch auch möglich, den Halter 6 und die Bogenhaltemittel 9 zu verstellen. Hierbei muss das Elementenaggregat 1 bis 4 auf den dachförmigen Sattel 13 so eingerichtet werden, dass kurz nach dem Bogenöffnen die tuber- gabe an den dachförmigen Sattel erfolgt. Letzteres kann auch durch entsprechend gewählten ungleich- förmigen Lauf der Vereinzelungswalzen 3 erreicht werden.