CH408988A - Doppelwandige Leichtbauplatte für Fahrzeugwände und -türen, insbesondere von Schienenfahrzeugen - Google Patents
Doppelwandige Leichtbauplatte für Fahrzeugwände und -türen, insbesondere von SchienenfahrzeugenInfo
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Description
Doppelwandige Leichtbauplatte für Fahrzeugwände und -türen, insbesondere von Schienenfahrzeugen Die Erfindung betrifft eine doppelwandige Leicht bauplatte, die vorzugsweise aus durch Glasfasern verstärktem Kunstharzwerkstoff besteht und zur Er stellung von Wänden und Türen, vor allem von Schienenfahrzeugen dient.
Vorgeschlagen wurde schon eine doppelwandige, aus Metall oder Kunst stoff bestehende Bauplatte zu diesem Zweck, bei welcher zwei Einzelplatten pfannenartig ineinander gesetzt und an ihren Rändern fest verbunden waren. Hierbei wurden auch schon Rippen nach Art von Sicken in einer oder in beiden Platten angebracht, um die Plattenfläche abzustreifen. .Die Rippen bzw. Rinnen liefen zwar über die Fläche der Platte weit gehend durch, sie liefen jedoch kurz von den an den Kantet der Platten angeordneten Rändern wieder in die Fläche der Platten aus.
Diese Platten waren weitgehend biegungsfest und konnten auch Verwin dungskräfte in gewissem Umfang aufnehmen. Sie bedurften jedoch, um grössere Wandflächen erstellen zu können, der Anordnung eines tragenden Gerippes, in welches diese Bauplatten einzusetzen waren. Be kannt ist es ferner auch, bei einer doppelwandigen Bauplatte die Rippen und Rinnen zweier Einzel platten einander rechtwinklig kreuzen zu lassen und an den Kreuzungspunkten miteinander zu ver binden.
Auch diese Platten bedurften der Anordnung eines Gerippes bzw. war es erforderlich, die Platten kanten mit einem Metallprofil einzufassen, welches dann bei der Vereinigung mehrerer Platten als Ge rippe des Waggons auftretende Schubkräfte aufnahm. Infolge der notwendigen Gerippekonstruktion konnte bei allen bekannten Bauplatten im Falle der Erstel lung grösserer Wandeinheiten ein zusätzliches Tot gewicht nicht vermieden werden. Zudem war die Erstellung grösserer Wandeinheiten grundsätzlich an die gleiche Anzahl von Arbeitsgängen wie üblich gebunden und damit hinsichtlich der Montage auch an gleiche erhöhte Kosten.
Vor allem war bei den bekannten Bauweisen die Aufnahme aller auftreten den Biege-, Verwindungs- und Schubkräfte nicht durch die ,Ausführung der Platte selbst gewährleistet, sondern es waren die erwähnte Gerippekonstruktion und zusätzliche Verstrebungen erforderlich.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung da durch vermieden, dass bei einer doppelwandigen Leichtbauplatte bestehend aus zwei je mit parallel zueinander verlaufenden und sich gegenseitig recht- winklig kreuzenden Rippen und Rinnen versehenen, an ihren Kreuzungspunkten fest miteinander ver bundenen Einzelplatten, die an ihren Kanten mit winklig zur Plattenebene gerichteten Rändern ver sehen und pfannenartig so ineinandergelegt sind,
dass ihre Ränder nach der gleichen Seite gerichtet und fest miteinander verbunden sind, die Ränder mit den Stirnkanten der ssenkrecht auf sie stossenden Rippen und Rinnen fest verbunden .sind und dadurch eine zusätzliche Versteifung der Ränder bilden, wobei die Ränder auch Verschraubungsflansche zur gegen seitigen Verbindung mehrerer solcher Leichtbau plätten darstellen. Eine Vereinfachung kann dadurch erzielt werden,
dass die Ränder nur an denjenigen Kanten jeder Einzelplatte angeordnet sind, die zu den Rippen und Rinnen dieser Einzelplatte parallel verlaufen. Um besonderen Beanspruchungsverhält- nissen oder Anforderungen an den Gesamteindruck der Fläche Rechnung zu tragen, können die Rippen der Platte gegenüber den Rinnen erforderlichenfalls eine geringere Breite aufweisen, und schliesslich ist es möglich, die zwischen den Rippen bzw.
Rinnen der Einzelplatten gebildeten Hohlräume mit einem Stützstoff auszufüllen, der mit den anliegenden Flächen der Einzelplatten fest verbunden ist. Durch den erfindungsgemässen Aufbau kann auch auf die Anordnung eines tragenden Gerippes beim Aufbau von Waggonwänden verzichtet werden, weil die durch die feste Verbindung der Stirnkanten der Rippen und Rinnen mit den Rändern der Platte gebildeten Ver steifung alle auftretenden Verwindungsbeanspruchun gen und auf die Ränder wirkenden Zugkräfte auf nimmt, ohne dass auf die Kanten der Platte Biege- beanspruchungen wirken.
Es ist daher ohne weiteres möglich, mehrere gleichartige Leichtbauplatten an ihren Rändern ohne ein Gerippe unmittelbar mit einander zu verschrauben, wobei die Verschraubun gen noch innerhalb der Rinnentiefe angeordnet werden können. Vor allem werden auch durch die mit den Stirnkanten der Rippen und Rinnen fest verbundenen Ränder alle infolge von Beschleuni- gungs- und Verzögerungskräften auftretenden Schub kräfte in einwandfreier Weise aufgenommen, ohne dass es hierzu zusätzlicher metallischer Verstrebun gen bedürfte.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 die schaubildliche Darstellung einer doppel wandigen Leichtbauplatte in teilweise geschnittenem Zustand, Fig. 2 einen Schnitt durch vier zu einer grösseren Wandeinheit an ihren senkrechten Seitenkanten zu sammengefügte Bauplatte.
Nach Fig. 1 besteht die doppelwandige Bauplatte aus zwei Einzelplatten 1, 2, die .aus Blech, vorzugs weise aber auch aus mit Glasfasern verstärktem Kunststoff hergestellt sein können. Beide Platten sind je mit parallel durchlaufenden Rippen 3 und Rinnen 4 versehen. Beide Einzelplatten besitzen ferner an ihren Seitenkanten winklig zur Platten ebene gerichtete Ränder 5 bzw. 6. Nach Fig. 1 sind diese Ränder an allen vier Seitenkanten jeder Platte vorgesehen.
Beide Platten sind pfannenartig so inein andergesetzt, dass die Ränder 5, 6 nach der gleichen Seite gerichtet sind und dass die Rippen und Rinnen 3 bzw. 4 beider Platten sich unter einem rechten Winkel kreuzen. .An den Kreuzungspunkten sind die Rippen bzw. Rinnen 3, 4 miteinander verbunden, was durch Schweissen, Kleben oder dergleichen er folgen kann. Auch die ineinandergeschobenen Ränder 5, 6 beider Platten sind in gleichartiger Weise mit einander verbunden. Erfindungsgemäss sind jedoch auch die einander gegenüberliegenden Ränder 5 bzw.
6 der Platten 1, 2 mit den senkrecht auf sie stossenden Stirnkanten 7 der in voller Höhe bis zu den Rändern 5, 6 durchgeführten Rippen 3 und Rinnen 4 fest verbunden, so dass diese die gegenüberliegenden Rän der in Längsrichtung der Rippen und Rinnen zusätz lich verbinden und versteifen. Die Ränder 5, 6 können daher beim Aneinanderreihen mehrerer gleichartiger Leichtbauplatten nach Fig. 2 ohne weite res Verschraubungsflansche 8 bilden, so dass sich auch grössere Wandeinheiten bei langen Waggons erstellen lassen, ohne dass es zu diesem Zweck der vorherigen Einrichtung eines Waggongerippes be dürfte.
Im Falle der Herstellung der Einzelplatten 1, 2 aus Kunststoff kann die Verbindung der Stirnkanten 7, der Rippen und Rinnen 3, 4 mit den Rändern 5 bzw. 6 der Einzelplatten auch dadurch erfolgen, dass diese Platten einschliesslich ihrer Ränder, Rippen und Rinnen im Pressverfahren hergestellt werden. Wie an sich bekannt, kann in den durch die Rippen bzw. Rinnen 3, 4 zwischen den Einzelplatten 1, 2 gebildeten Hohlräumen ein vorzugsweise aus Schaumstoff bestehender Stützstoff 9 vorgesehen sein, der nicht nur Dröhnerscheinungen vermindert, son dern wenn er mit den anliegenden Flächen der Einzelplatten z. B. durch Kleben verbunden ist, die Festigkeit noch weiter erhöht. Zugleich bewirkt der Stützstoff auch eine Wärmeisolierung.
Wie Fig. 1 zeigt, haben bei dem gewählten Aus führungsbeispiel die Rippen 3 eine grössere Breite als die Rinnen 4. Es werden in diesem Falle grössere Hohlräume zur Anordnung der Stützstoffe geschaf fen. Sollte es erwünscht sein, die Verbindungsfläche an den Kreuzungspunkten der Rinnen beider Platten zu vergrössern, könnten auch die Rinnen 4 gegenüber den Rippen 3 eine grössere Breite aufweisen. Selbst verständlich ist es auch möglich, die Rippen 3 in gleicher Breite wie die Rinnen 4 auszuführen. Eine Ausführung der Rippen und Rinnen in unterschied licher Breite kann auch aus Gründen der Festigkeit je nach den auftretenden Bedürfnissen gewählt wer den. So würde z.
B. bei einer breiteren Ausführung der Rippen eine grössere Werkstoffmenge in den Aussenzonen zur Aufnahme auftretender Zugkräfte bei Durchbiegungen zur Verfügung stehen.
Ein vereinfachter Aufbau ergibt sich, wenn die Ränder 5 bzw. 6 nur an den Kanten jeder Einzel platte 1, 2 angeordnet sind, die zu den Rippen und Rinnen 3, 4 dieser Einzelplatte parallel verlaufen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Doppelwandige Leichtbauplatte für Fahrzeug wände und -türen, insbesondere für Schienenfahr zeuge, bestehend aus zwei je mit parallel zueinander verlaufenden und sich gegenseitig rechtwinklig kreu zenden Rippen und Rinnen versehenen, an ihren Kreuzungspunkten fest miteinander verbundenen Ein zelplatten, die an ihren Kanten mit winklig zur Plat tenebene gerichteten Rändern versehen und pfannen- artig so ineinandergelegt sind,dass diese Ränder nach der gleichen Seite gerichtet und fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder (5, 6) mit den Stirnkanten (7) der senkrecht auf sie stossenden Rippen und Rinnen (3, 4) fest verbunden sind und dadurch eine zusätzliche Ver steifung der Ränder bilden, wobei die Ränder auch Verschraubungsflansche (8) zur gegenseitigen Ver bindung mehrerer derartiger Leichtbauplatten dar stellen. UNTERANSPRÜCHE 1.Doppelwandige Leichtbauplatte nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder (5, 6) nur an denjenigen Kanten jeder Einzelplatte (1 bzw. 2) angeordnet sind, die zu den Rippen und Rinnen (3, 4) dieser Einzelplatten parallel ver laufen. 2. Doppelwandige Leichtbauplatte nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, dass die Rippen (3) gegenüber den Rinnen (4) eine geringere Breite aufweisen. 3. Doppelwandige Leichtbauplatte nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die zwischen den Rippen (3) bzw.den Rinnen (4) der Einzelplatten (1, 2) gebildeten Hohlräume mit einem Stützstoff (9) ausgefüllt sind, der mit den anliegenden Flächen der Einzelplatten (1, 2) fest verbunden ist.
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