Spulmaschine
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Spulmaschine, insbesondere zum Wickeln von Fadenmaterial in der Textilindustrie.
Bei Spulmaschinen ist es üblich, Fadenmaterial von einer Vorratsspule abzuziehen und umzuspulen, wobei man den Faden in der Längsrichtung durch eine Reihe von Garnbehandlungs- und Brems-Elemente hindurchlaufen lässt, die zwischen der Vorratsspule und der zu bildenden Spule angeordnet sind. Die den Faden behandelnden Mechanismen umfassen üblicherweise einen Knotenfänger zum Feststellen des Durchlaufs abnormal dicker Stellen oder Krängel des Fadens und zum Trennen des Fadens bei solchen Stellen unter Belassung eines freien Endes von der Vorratsspule sowie eines freien Endes, welches auf die zu bildende Spule aufläuft.
Durch die Trennung des Garnes wird ein im Bogen sich bewegender Übertragungsarm in Form einer Saugvorrichtung in Tätigkeit gesetzt, wonach dieser Arm in einer Richtung um den Knotenfänger und weitere Mechanismen schwingt und sich dabei seitwärts über das Fadenende bewegt, das zwischen dem Knotenfänger und der Vorratsspule liegt. Er trennt hierauf den Knoten am besagten Fadenende ab und legt auf seinem Rückwärtshub das Fadenende der Vorratsspule sowohl seitwärts in den Knotenfänger als auch in eine zwischen dem Knotenfänger und der zu wickelnden Spule angeordneten Knüpfvorrichtung. Das Fadenende von der Vorratsspule wird dann durch die Knüpfvorrichtung automatisch mit dem Fadenende vereinigt, welches zuvor durch zweckmässige Mittel von der Spule aufgenommen und in die Knüpfvorrichtung eingelegt worden ist.
Beim Betrieb einer solchen Spulmaschine hat man erfahren, dass das Anhalten des Fadenlaufes durch den Knotenfänger beim Antreten eines Knotens und die daraus resultierende Trennung des gespannten Fadens zu einer Krängelbildung des Fadens zwischen Knotenfänger und Vorratsspule führen können unter möglicher Erzeugung von Knoten nahe beim Fadenende. Wenn dieses vom Übertragungs- arm zwecks Rückbewegung in den Knotenfänger und zur Knüpfvorrichtung aufgenommen wird, führt die bogenförmige Bahn des Übertragungsarmes eine Länge des Fadens ausserhalb des Knotenfängers an diesem vorbei, bevor der Faden wiederum in den Knotenfänger zurückgelangt. Diese besondere Länge, welche im allgemeinen etwa 45 cm beträgt, ist es, welche dem vorerwähnten Krängel unterworfen ist und naturgemäss ausserdem nicht festgestellte Knoten enthalten kann.
Im einen wie im andern Fall wird normalerweise jeder Knoten oder Krängel in dieser besonderen Fadenlänge, welche den Knotenfänger umgeht, auf die zu wickelnde Spule aufgewunden und möglicherweise zu Mängeln in jedem daraus erzeugten Textilmaterial führen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, den geschilderten Mangel der bekannten Spulmaschinen zu beseitigen. Die Spulmaschine gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Hilfs-Kno- tenfänger zur Aufnahme und zum Abfühlen jenes Teilstückes des Fadens vorhanden ist, das beim Arbeiten des Übertragungsorganes ausserhalb des erstgenannten Knotenfängers verläuft.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist nachstehend im einzelnen an Hand der beiliegenden Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 ist eine Draufsicht auf einen Teil einer Kreuzspulmaschine, der zwischen einer Vorratsspule und zu wickelnden Spule eingeschaltet ist und Mechanismen zum Spannen und Reinigen des Wickelfadens und zum Aufspüren und Ausmerzen von Knoten und Krängeln sowie einen Übertragungsarm aufweist, um das freie Fadenende nach Beseitigung des Knotens in eine Knüpfvorrichtung zu führen zwecks Vereinigung mit dem vom Garnkörper ausgehenden Fadenende, wobei der Übertragungsarm mit ausgezogenen Linien in einer mittleren Arbeitslage und mit gestrichelten Linien am Ende seines Vorwärtshubes unmittelbar vor Beginn seiner Rückwärtsbewegung gegen die Knüpfvorrichtung dargestellt ist.
Fig. 2 ist ein Aufriss der in Fig. 1 dargestellten Teile und zeigt ferner eine Teilansicht des Gehäuses, welches einen Drehsupport für den Übertragungsarm und dessen Betätigungsmechanismus bildet.
Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab eine Draufsicht auf den Hilfs-Knotenfänger allein.
Fig. 4 ist ein Aufriss des Knotenfängers von Fig. 3, und
Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Fadenreinigers von Fig. 4, von der linken Seite her gesehen.
Die Gesamtanordnung der in Fig. 1 und 2 veranschaulichten Elemente, und die Elemente an sich sind grösstenteils bekannt, weshalb die zeichnerische Darstellung meist schematischer und allgemeiner Art ist. Bei der dargestellten Konstruktion ist der Grossteil der Garnbehandlungselemente auf einem plattenförmigen Support 10 abgestützt, der die Deckplatte eines Gehäuses 11 bildet, welches die verschiedenen herkömmlichen Mechanismen und Verbindungen birgt, die zur Betätigung bestimmter Teile erforderlich sind. Da jedoch diese Mechanismen und Verbindungen im Gehäuse konventionell und daher dem Fachmann bekannt sind, sind sie nicht dargestellt und nicht weiter erörtert.
Der Support 10 und das Gehäuse 11 sind, wie erwähnt, zwischen einer Vorratsspule, von welcher der Faden in der Längsrichtung quer über die Platte 10 abgezogen wird, und einem zu bewickelnden, rotierenden Spulenkörper angeordnet, auf welchen der Faden mittels konventioneller Mittel gewickelt und gleichzeitig in üblicher Weise axial hin und her bewegt wird. Der Faden ist in Fig. 1 durch die gestrichelte Linie Y angedeutet, wobei die Laufrichtung des Fadens durch einen Pfeil angegeben ist. Man sieht, dass der Faden Y über der Platte 10 zunächst durch ein an der Vorderkante der Platte befestigtes Auge 14 hindurchgeführt ist, dann zwischen zweckmässigen Bremsscheiben 16 hindurchläuft.
Wie üblich ist ein verschiebbarer Fadenfühlerstift 17 axial durch die Scheiben angeordnet, welcher Stift sich normalerweise in einer angehobenen Stellung befindet, solange der Faden zwischen den Scheiben hindurchläuft, aber nach dem Auslaufen des Fadens infolge der Schwerkraft fallen kann, um den durch die Fallwirkung den übliches Mechanismus im Gehäuse 11 auszulösen, welcher das in der Zeichnung nicht dargestellte Spulenmagazin fortschaltet und dadurch eine neue Vorratsspule in Gebrauchsstellung bringt.
Von den Bremsscheiben 16 läuft der Faden Y durch einen allgemein mit 18 bezeichneten Knotenfänger, dessen Ausbildung ebenfalls konventionell ist. Der Knotenfänger 18 kann von jeder bekannten Ausführung sein, die geeignet ist, Fadenteile abnormal dicken Durchmessers oder Knoten, Krängel und dergleichen festzustellen und am Lauf gegen den zu bewickelnden Spulenkörper zu verhindern, wobei die durch den Spulvorgang ausgeübte Kraft einen Fadenbruch verursacht.
In der vorliegenden Ausbildung weist der Knotenfänger 18 zwei mit Zwischenraum angeordnete Führungen 19 und 20 auf, die parallel zueinander und quer zum Fadenlauf verlaufen und relatif glatte untere Kanten 19' und 20' aufweisen, die mit Abstand über der und parallel zur flachen Oberseite einer Platte 21 angeordnet sind (Fig. 2). Eine Knotenfängerklinge 22 ist schwenkbar in einem zurückgebogenen Teil 23 der Führung 20 gelagert und wird normalerweise in zurückgezogener Stellung über der Platte 21 gehalten mittels einer Federanordnung 24.
Die Anordnung ist derart getroffen, dass ein Knoten oder sonstwie verdickter Teil des Fadens Y, der zu dick ist, um zwischen der unteren Kante der Klinge 22 und der Platte 21 durchzulaufen, die untere Kante der Klinge erfasst und mitnimmt, wodurch die Klinge gegen die Platte 21 verschwenkt wird und nach der Art eines Messers den Faden auf der rechten Seite des Knotens (Fig. 2) trennt.
Man erkennt, dass zwischen den unteren Kanten der Klinge 22 und der Führungen 19 und 20 einerseits und der Platte 21 anderseits normalerweise Schlitze vorhanden sind, welche in Fig. 1 gegen unten offen sind, wobei die Gegenplatte 21 und die Schlitze von beträchtlicher Querabmessung sind, um den Faden zu führen, während er auf den Spulenkörper aufläuft und seitwärts hin und her bewegt wird. In Übereinstinunung mit der bisherigen Praxis ist die Anordnung derart, dass der Faden mittels des später zu beschreibenden Übertragungsarmes 25 seitwärts in die Schlitze unter den Führungen 19 und 20 durch deren offenes Ende eingeführt werden kann.
Um die Aufnahme des Fadens vom Übertragungsarm 25 zu erleichtern, können Mittel vorgesehen werden, um das in Fig. 1 untere Ende der ganzen Einheit der Führungen 19 und 20 und der Klinge 22 während der Tätigkeit des Übertragungsarmes aufwärtszuschwingen.
Um den Faden besser seitwärts in den Knotenfänger und dessen Schlitze einführen zu können, ist ausserdem ein ortsfester Führungsbügel 26 mit einem geneigten Kurventeil (Fig. 1) vorhanden, der in eine Niederhaltestange 27 übergeht, welche in der Laufrichtung des Fadens betrachtet hinter der Führung 20 mit Abstand hiervon, aber parallel dazu verläuft. Ein Auslösemittel zum Einleiten eines Arbeitszyklus des Fadenaufnahme- und Übertragungsarms 25 und der zugeordneten Knüpfvorrichtung kann die Form eines Fadenspannungs-Fühlerarms 28 aufweisen, welcher zwischen der Führung 20 und der Niederhaltestange 27 angeordnet ist. Der Faden läuft unter der unteren Kante der Führung 20 hindurch, von da über den Fühlerarm 28 und unter der Niederhaltestange 27 hindurch, von wo er auf den Spulenkörper aufläuft.
Der Fühlerarm 28 ist normalerweise durch Federwirkung gegen oben gedrückt, wird jedoch in der in Fig. 2 dargestellten Position niedergehalten, solange der Faden darüberläuft und gespannt ist. Wenn aber der Faden infolge der Tätigkeit des Knotenfängers, abgetrennt wird, wird der Arm 28 frei zur Aufwärtsbewegung und Einleitung des Fadenende-Aufnahme- und Verknüpfungszyklus durch konventionelle Verbindungen mit dem Übertragungsarm 25 und der in der Zeichnung nicht dargestellten Knüpfvorrichtung.
Wo es erwünscht ist, den zu spulenden Faden zu paraffinieren, kann dieser eine übliche Paraffiniervorrichtung durchlaufen, die im allgemeinen zwischen den Bremsscheiben 16 und dem Knotenfänger 18 placiert ist. Im vorliegenden Fall weist die Paraffiniervorrichtung eine Paraffinscheibe W mit zentraler viereckiger Öffnung auf, wobei die Paraffinscheibe durch eine Welle mit einem in die zentrale Öffnung der Paraffinscheibe eingesetzten Vierkant 30, drehbar gehalten und angetrieben wird und der Antrieb der Welle durch einen herkömmlichen Mechanismus im Gehäuse 11 erfolgt.
Man sieht, dass der Faden Y zwischen der rotierenden Paraffinscheibe und einer Unterlagsplatte 31 verläuft, gegen welche die Paraffinscheibe infolge der Schwerkraft gedrängt wird, wobei die Scheibe auf dem Faden aufliegt und infolge ihrer Drehbewegung sich beim Auftrag des Paraffins auf den Faden gleichmässig abnutzt.
Wenn der Faden durch die Tätigkeit des Knotenfängers 18 bricht und dann der Fadenende-Aufnahme- und Knüpfzyklus eingeleitet wird, erfolgt der Fadenbruch beinahe stets unmittelbar bei der Klinge 22 oder zwischen dieser Klinge und dem zu bewickelnden Spulenkörper, während der von der Vorratsspule kommende Faden zwischen den Bremsscheiben 16 und der Klinge 22 des Knotenfängers bleibt und sich in der Bewegungsbahn des Über- tragungsarmes 25 befindet.
Das Fadenende der Vorratsspule kann auf diese Weise vom Übertragungsarm 25 aufgenommen werden, dessen freies Ende sich bogenförmig unmittelbar hinter den Bremsscheiben 16 bewegt und dabei den Faden Y in einer zu seiner Längsrichtung quer verlaufenden Richtung kreuzt. Zu dieser Zeit kann die Lage des Fadens besser eingehalten oder gesichert werden durch die Tätigkeit eines Saugschlitzes 32, welcher mit einem in Fig. 2 teilweise angedeuteten Hauptsaugrohr 33 verbunden ist, wobei das Fadenende automatisch in den Schlitz 32 gesaugt wird.
Dieser Schlitz dient ausserdem zum Reinigen des Fadens vor dem Auflaufen auf den Spulenkörper.
Eine weitere Saugdüse 34 ist so angeordnet, dass die das Fadenende einer auf einem üblichen Drehmagazin angeordneten Reserve-Vorrats-Spule hält, derart, dass beim Fortschalten des Magazins zwecks Überführung der Reservespule in Gebrauchsstellung die zur Saugdüse 34 verlaufende Fadenpartie in das Auge 14 geleitet wird, um in die Bewegungsbahn des Übertragungsarmes 25 zu gelangen, wonach der Faden vom Übertragungsarm 25 aufgenommen und in üblicher Weise zum Knüpfer geführt wird zum Ersetzen des Fadens der ausgelaufenen Vorratsspule.
Der Übertragungsarm 25 ist beispielsweise in Form eines Saugrohrs ausgebildet, das einenends in einem Lager 35 gehalten ist für Drehung um eine feste Axe, die sich mit Abstand hinter dem Gehäuse 11 befindet, wobei das freie Ende des Armes 25 zwischen den Bremsscheiben 16 und einem üblichen Nocken 36 schwenkbar ist, der mit dem Tastglied 37 eines vom freien Ende des Armes 25 gehaltenen konventionellen Schneid- und Klemmechanismus zusammenarbeitet.
Wenn das freie Ende des Armes 25 über dem Weg des Fadens Y schwingt und diesen in die in Fig. 1 gestrichelt gezeichnete Lage Y1 führt, bevor der Arm seine Rückwärtsbewegung beginnt, wird die Schneidvorrichtung durch das Zusammenwirken des Nockens 36 und des Tastgliedes 37 betätigt im Sinne des Abtrennens des den Knoten führenden Teils des Fadens, wonach dieser abgetrennte Teil in den Schlitz 32 gesaugt wird, um durch das Hauptsaugrohr hindurch beseitigt zu werden, während das neu geschnittene Fadenende in der Schneidvorrichtung belassen und festgeklemmt wird zwecks Bewegung mit dem freien Ende des Übertragungsarmes 25.
Von der in Fig. 1 gestrichelt angedeuteten Lage am Ende seines Vorwärtshubes beginnt der Übertragungsarm 25 dann seinen durch die Linie A in Fig. 1 angedeuteten und einen Bogen beschreibenden Rückwärtshub, wobei der Faden seitwärts nach der in Fig. 1 unteren Seite des Knotenfängers in die Lage Y2 gebracht wird. Dabei wird ein beträchtlicher Teil des Fadens veranlasst, den Knotenfänger 18 vollständig zu umgehen, bevor der Faden durch die fortgesetzte Schwenkbewegung des Armes 25 seitwärts in den Knotenfänger zurückgeführt wird anlässlich des Einlegens des Fadenendes von der Vorratsspule in die Knüpfvorrichtung, welche dann in Wirkung tritt, um es mit dem Fadenende der bewikkelten Spule, welches zuvor ebenfalls aufgenommen und in die Knüpfvorrichtung geleitet wurde, zu verbinden.
Man erkennt, dass der Führungsbügel 26 den Faden in der letzten Phase der Schwenkbewegung des Übertragungsarmes zwar in den sich seitwärts öffnenden Schlitz des Knotenfängers 18 leitet, dass aber nichtsdestoweniger, nachdem der Übertragungsarm das Fadenende der Vorratsspule in die Knüpfvorrichtung eingelegt hat, eine beträchtliche Länge vorhanden sein wird - praktisch etwa 45 cm-, welche nicht durch den Knotenfänger 18 hindurchgegangen sein wird. In der Praxis hat sich gezeigt, dass dieser besondere Teil eine etwas über dem Durchschnitt liegende Anzahl Knoten und Krängel aufweist, welch letztere weitgehend durch den Fadenbruch oder die Trennung des Fadens durch den Knotenfänger und das nachfolgende Verdrehen und Befestigen des gespannten Garns verursacht werden.
Die vorstehend beschriebene Ausbildung und Arbeitsweise stimmen mit der konventionellen Praxis überein, sind aber trotzdem etwas detailliert beschrieben worden, um die Erfindung und die durch sie zu beseitigenden Mängel verständlicher zu machen. Diese Mängel bestehen in erster Linie im erwähnten Umgehen des Knotenfängers durch einen Teil des Fadens beim Knüpfprozess in einer solchen herkömmlichen Maschine.
Um das Auffinden und Eliminieren von Knoten und Krängeln in diesem speziellen Teil des Fadens zu gewährleisten, welcher normalerweise den Knotenfänger 18 während der Tätigkeit des tJbertragungs- armes 25 umgeht, ist erfindungsgemäss ein Hilfs Knotenfänger 40 vorgesehen, der in der Lage ist, die besagte Fadenlänge aufzunehmen und abzuführen, während sie infolge der Bewegung des Über- tragungsarms 25 ausserhalb des Knotenfängers 18 verläuft.
Während der Hilfs-Knotenfänger 40, der sich für die Zwecke der vorliegenden Erfindung eignet, im einzelnen verschieden ausgebildet sein kann, ergibt sich jedoch als erste Bedingung, dass der Hilfs Knotenfänger sich für die seitliche Aufnahme des Fadens eignen muss. So ist er denn im dargestellten Beispiel nach Fig. 4 mit einer Eintrittsöffnung 41 versehen, die seitlich in etwa horizontaler Richtung zugänglich ist, und zwar entgegengesetzt der Öffnung der Schlitze zwischen der Platte 21 und der zugeordneten Knotenfängerklinge 22 und den Führungen
19 und 20.
Auch ist wichtig, dass die Eintritts öffnung 41 dieses Hilfs-Knotenfängers derart angelegt ist, dass er den Faden aufnehmen und wirksam fassen kann, sobald der Fadenlauf durch die Rückzugsbewegung des Obertragungsarmes 25 ge ändert wird, jedoch nicht während des normalen Fadenlaufs durch den Haupt-Knotenfänger 18.
Die in Fig. 3, 4 und 5 gezeigte Ausführungsform des Hilfs-Knotenfängers ist besonders geeignet für den Gebrauch in Verbindung mit den in den Zeichnungen dargestellten weitern Mechanismen. Der Hilfs-Knotenfänger weist einen seitwärts verlaufenden einstellbaren Lehrenschlitz 42 auf, an dessen einem Ende die erwähnte Eintrittsöffnung 41 vorhanden ist. Diese ist während der Normalbehandlung des Fadens Y durch den Haupt-Knotenfänger 18, in der Laufrichtung des Fadens betrachtet, nach rechts versetzt, wie Fig. 1 zeigt. Der einstellbare Schlitz 42 liegt auf der Höhe der Zwischenfläche der beiden Bremsscheiben 16, die somit ihrerseits zur Führung des Fadens in den Schlitz während der Rückzugsbewegung des Ubertragungsarmes 25 beitragen können.
Diese Führung wird ferner ergänzt durch die Wirkung von Führungsfianschen 43 und 44, die gegen die Eintrittsöffnung des Schlitzes 42 konvergieren und einen aufgesperrten Schnabel bilden. Auch kann, wenn erwünscht, eine bogenförmig verlaufende Niederhalteplatte 45 vorgesehen sein, die vom freien Ende des Hilfs-Knotenfängers teilweise um die obere Bremsscheibe 16 verläuft.
Die Weite des Schlitzes 42 ist einstellbar, so dass er verschiedenen Garnnummern angepasst werden kann. Bei der vorliegenden Ausführung ist die Einstellbarkeit dadurch erreicht, dass der Schlitz 42 zwischen zwei schwenkbar verbundenen Gliedern 46 und 47 gebildet ist, von denen das untere ortsfest ist und einen horizontalen Grundflansch 48 aufweist, der durch Schrauben 49 am Support 10 befestigt ist. Das obere, bewegliche Glied 46 ist mit dem unteren Glied 47 durch einen Drehzapfen 50 verbunden, der an einer von der Eintrittsöffnung 41 möglichst abgewandten Stelle liegt. Die Lage des Drehzapfens 50 ist derart, dass die einander gegen überliegenden Kanten des Schlitzes 42 zwischen den Gliedern 46 und 47 möglichst parallel bleiben über deren Einstellbereich. Normalerweise wird das obere Glied 46 elastisch nachgiebig abwärtsgedrückt, z.
B. mittles der Feder 51, die den Drehzapfen 50 umgibt und einenends gegen einen Halter 52 am ortsfesten Glied 47 anliegt und andernends von oben gegen einen Seitenflansch 53 am oberen, beweglichen Glied 46 drückt. Die Feder 51 ist an ihrem letztgenannten Ende zweckmässig mit einem Förmigen Teil ausgebildet, wovon der eine Schenkel 54 sich quer über den Schlitz 42 erstreckt zum Bilden eines Anschlags für den Faden. Die Schlitzweite ist einstellbar mittels einer Stellschraube 55, die durch den Halter 53 hindurch abwärts eingelassen ist und am Grundflansch 48 des unbeweglichen Gliedes 47 anschlägt, wodurch das bewegliche Glied 46, wie erwünscht, gegen die nachgiebige Niederhaltewirkung der Feder 51 gehoben wird.
Auch ist die Anordnung eines Handgriffes 56 an der obern Kante des beweglichen Gliedes zweckmässig, wodurch dieses Glied von Hand entgegen der Wirkung der Feder 51 gehoben werden kann, um Fremdstoffe vom einstellbaren Schlitz 42 beseitigen zu können. Der relative Einstellbereich der Glieder 46 und 47 ist mit Hilfe einer am Glied 47 befestigten Niete 57 und eines Schlitzes 58 des Gliedes 46 begrenzt, wobei die Niete 57 im Schlitz 58 gleitet.
Arbeitsweise
In der gesamten Arbeitsweise des vorbeschriebenen Mechanismus entspricht die Arbeitsweise des Haupt-Knotenfängers 18, des Obertragungsarmes 25, der Knüpfvorrichtung und weiterer sekundärer Elemente der herkömmlichen Praxis, die weiter oben beschrieben ist. So läuft der Faden Y beim Spulvorgang durch den Haupt-Knotenfänger 18 hindurch in der in Fig. 1 durch den Pfeil angedeuteten Rich tung. Dabei läuft er unter den Führungen 19 und 20 und gleichzeitig zwischen der untern Kante der Knotenfängerklinge 22 und der Platte 21 hindurch. Der Abstand zwischen der Klinge 22 und der Platte 21 wird so gewählt, dass dazwischen der freie Durch gang von Fadenmaterial normalen Durchmessers und von etwas grösserem als normalem Durchmesser innerhalb eines bestimmten Toleranzbereiches möglich ist.
Wenn jedoch dickere Teile oder Knoten von grösserem als normalem Durchmesser zwischen der Klinge 22 und der Platte 21 durchzulaufen versuchen, stossen sie gegen die untere Kante der Klinge 22 und schwingen diese gegen die Platte 21, wobei der Knoten erfasst und dessen Durchgang unter der Klinge 22 verhindert wird. Die Spannung des Fadens beim Spulprozess sowie die Klemmwirkung der Klinge 22 gegen die Platte 21 verursachen einen Fadenbruch an oder nach diesem Punkt. Der Bruch und die daraus resultierende Aufhebung der Niederhaltewirkung des gespannten Fadens auf den Fühlerhebel 28 ermöglichen diesem, aufwärtszuschwingen und den Knüpfprozess einzuleiten.
Dies bewirkt eine kreisförmige Bewegung des Saug-Übertragungsarmes 25 um dessen Schwenkaxe, so dass sein freies Ende das Fadenstück kreuzt, welches zwischen den Bremsscheiben 16 und dem Haupt-Knotenfänger 18 verläuft, wobei es sich versteht, dass zu dieser Zeit das getrennte Fadenende normalerweise in dem in Fig. 1 dargestellten Saugschlitz 32 aufgenommen und gehalten wird. Wenn der Übertragungsarm 25 den Faden überfährt, nimmt das freie Ende des Über- tragungsarmes den Faden nahe bei den Bremsscheiben 16 auf und trennt es an der Aufnahmestelle durch das Zusammenarbeiten des Nockens 36 mit dem Messer-Betätigungselement 37, während das so gebildete neue Fadenende durch den Arm 25 erfasst und festgehalten wird. Das abgetrennte, den Knoten enthaltende Fadenende wird dann in den Schlitz 32 gesaugt.
Falls der Faden lediglich von der Vorratsspule restlos ausgelaufen ist, bewirkt die darauf folgende Tätigkeit des Fühlerstiftes 17 eine Fortschaltung des Magazins zur Bereitstellung einer neuen Vorratsspule, um deren Faden in das Auge 14 zu bringen, wobei der Fadenanfang in der Düse 34 gehalten wird und sich der Faden dann quer über die Bewegung bahn des Armes 25 erstreckt, so dass dieser ihn aufnimmt und damit zur Knüpfvorrichtung zurückkehrt. Ob also der Übertragungsarm 25 das Fadenende, welches zuvor durch die Einwirkung des Haupt Knotenfängers 18 getrennt wurde, oder ob er den Fadenanfang von der Reservevorratsspule aufnimmt, wird das Fadenende im einen wie im andern Fall durch den Übertragungsarm 25 bei seiner Rückwärtsbewegung um den Haupt-Knotenfänger 18 herum und nach der rechten Seite desselben geführt, wie in Fig. 1 dargestellt.
Bei dieser Umgehungsbewegung wird ein Teilstück des Fadens beträchtlicher Länge angrenzend an das Fadenende, veranlasst, den Haupt-Knotenfänger 18 vollständig zu umgehen.
Indessen wird nun, ausser einem kleinen Teil des Fadenendes, das erwähnte Teilstück des Fadens auf Grund der seitlichen Bewegungskomponente des Übertragungsarmes 25 in die Eintrittsöffnung 41 und dann in den Schlitz 42 des Hilfs-Knotenfängers 40 geleitet. Das äusserste Fadenende, welches den Hilfs Knotenfänger nicht durchläuft, wird auf alle Fälle an der Knüpfvorrichtung vorbeigeführt und bei der Tätigkeit der Knüpfvorrichtung vom Rest des Fadens getrennt, so dass in der Tat der ganze in die zu wickelnde Spule laufende Faden dem Einfluss des einen oder andern Knotenfängers 18 oder 40 ausgesetzt wird.
Man erkennt, dass während der zweiten Hälfte der kreisbogenförmigen Bewegung des Übertragungsarmes 25 der Faden wieder annähernd seine ursprüngliche Bahn annimmt, wenn das Fadenende der Knüpfvorrichtung zugeführt wird, wobei der Faden vom Hilfs-Knotenfänger 40 in den Hauptknotenfänger 18 zurückgeführt wird, so dass nach dem Knüpfprozess wieder allein der Hauptknotenfänger 18 in der üblichen Weise auf den Faden einwirkt.
Falls ein Krängel oder Knoten sich beim Vorbereiten des Knüpfprozesses im Hilfs-Knotenfänger 40 verfängt, führt dies entweder zu einem Fadenbruch oder der Faden wird vom Übertragungsarm 25 abgezogen, der dann gemäss bisheriger Praxis automatisch betätigt wird im Sinne eines erneuten Vorwärtshubes und eines zweiten Versuchs, das Fadenende aufzunehmen und in die Knüpfvorrichtung einzulegen.
Damit der Übertragungsarm 25 zu dieser Zeit den Krängel oder Knoten nicht aus der Eintritts öffnung 41 des Schlitzes 42 herausziehen kann, stehen die Flanschen 43 und 44 von den Aussenflächen der Glieder 46 und 47 ab, derart, dass die Flanschen 43 und 44 an der Eintrittsöffnung 41 wie Widerhaken zum Ergreifen und Zurückhalten des sich seitwärts gegen aussen bewegenden Krängels oder Knotens, so dass der mit dem Krängel oder Knoten behaftete Fadenteil nicht aus der Öffnung 41 herausgezogen und von da zur Knüpfvorrichtung geleitet werden kann.
Auf diese Weise wird das Umgehen des Hilfs-Knotenfängers vereitelt. Üblicher- weise kommt der Übertragungsarm 25 nach seinem zweiten Aufnahmeversuch, der soeben beschrieben wurde, zur Ruhe, und der Spulvorgang setzt aus, bis die Spulerin den Umstand bemerkt und ihn auf eine dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannte Weise behebt.