CH410138A - Uberspannungsableiter für Mittelspannung in Freiluftausführung - Google Patents

Uberspannungsableiter für Mittelspannung in Freiluftausführung

Info

Publication number
CH410138A
CH410138A CH1092964A CH1092964A CH410138A CH 410138 A CH410138 A CH 410138A CH 1092964 A CH1092964 A CH 1092964A CH 1092964 A CH1092964 A CH 1092964A CH 410138 A CH410138 A CH 410138A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
fastening clip
insulating tube
arrester
earth
surge arrester
Prior art date
Application number
CH1092964A
Other languages
English (en)
Inventor
Schmalz Gustav
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Publication of CH410138A publication Critical patent/CH410138A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T1/00Details of spark gaps
    • H01T1/14Means structurally associated with spark gap for protecting it against overload or for disconnecting it in case of failure
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T1/00Details of spark gaps
    • H01T1/15Details of spark gaps for protection against excessive pressure

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Überspannungsableiter   für    Mittelspannung   in    Freiluftausführung   Die Erfindung betrifft einen    überspannungsab-      leiter   für Mittelspannung in Freiluftausführung. Solche    überspannungsableiter   besitzen    bekanntlich   als Gehäuse, das die    Ableiterelemente,   wie    Löschfunken-      strecke   und spannungsabhängige Widerstände, enthält, ein    Isolierstoffrohr,   das an den Stirnseiten mit metallischen Armaturen verschlossen ist. Das Isolierstoffrohr besteht üblicherweise aus Porzellan.

   Zum Tragen des    Ableitergehäuses   hat man Befestigungsschellen vorgesehen, die an dem    Isolierstoffrohr   angreifen. Die Schellen weisen Erdpotential auf. Sie sind in der Nähe der Metallarmatur angebracht, an der der erdseitige Anschluss des Ableiters erfolgt. Dieser Anschluss ist vielfach    abtrennbar.   Er kann z. B. mit Hilfe eines Lotes oder mit Bruchnieten befestigt sein und unter der Wirkung einer Feder stehen. Wird der Ableiter überlastet, so schmilzt das Lot bzw. die Bruchnieten reissen bei einem    überdruck   und die Feder drückt die    Anschlussleitung   vom Gehäuse weg. Dadurch entsteht    eine   Trennstrecke, die den Stromkreis über den Ableiter unterbricht (Trennsicherung). 



  Es ist bekannt, das    Isolierstoffrohr   mit Vorsprüngen, z. B. Schirmen oder Rippen, zu versehen, um die    überschlagsfestigkeit   zu steigern. Bisher hat man solche Vorsprünge aber nur zwischen der hochspannungsseitigen Armatur des Ableiters und der Befestigungsschelle mit Erdpotential vorgesehen. Der andere Teil des    Isolierstoffrohres   zwischen der Schelle und der erdseitigen Metallarmatur wurde glatt gelassen, offenbar in der Ansicht, dass eine grosse elektrische Festigkeit nicht erforderlich ist, weil sowohl die Armatur als auch die Befestigungsschelle normalerweise Erdpotential aufweisen. 



  Nach der Erfindung ist dagegen das Isolierstoffrohr auch in dem Bereich zwischen der Befestigungsschelle und der erdseitigen Armatur mit Vor- Sprüngen zur Erhöhung der elektrischen Festigkeit versehen. Dies ist deshalb vorteilhaft, weil nach dem Ansprechen der vorgenannten Trennsicherung, die den    Ableiterstromkreis   unterbricht, am    erdsei-      tigen   Ende des    Isolierstoffrohres   Hochspannungspotential vorliegen kann. Die Vorsprünge sorgen dann für eine ausreichende Isolierung zwischen diesem Ende und der geerdeten Befestigungsschelle. Dadurch werden    überschläge   von dem normalerweise Erdpotential    führenden   Ende zur Schelle hin vermieden, die für das Netz einen    Erdschluss   bedeuten würden. 



  Die Befestigungsschelle ist bei einer bevorzugten    Ausführungsform   der Erfindung so angebracht, dass sie die Länge des    Isolierstoffrohres   etwa im Verhältnis 1 :2,5 teilt. Wie gefunden wurde, ist dann bei den üblichen Abmessungen der    Isolierstoffge-      häuse   einerseits eine ausreichende Länge    zwischen   der hochspannungsseitigen Metallarmatur und der    Befestigungsschelle      vorhanden,   um dauernd, also auch bei der im Betrieb unvermeidlichen Verschmutzung,

   den    möglichen   Spannungen gegen Erde    stand-      zuhalten.   Anderseits ergibt sich    eine   bisher unerreichte elektrische Festigkeit zwischen der Befestigungsschelle und der erdseitigen Metallarmatur, die für die kurze Zeit zwischen dem Ansprechen der Trennsicherung und dem Auswechseln des Ableiters allen Beanspruchungen gewachsen ist. 



  An der    Befestigungsschelle   können eine oder mehrere    stabförmige      Lichtbogenelektroden   angeordnet sein, die auf die hochspannungsseitige Metallarmatur gerichtet sind. Man kann dadurch erreichen, dass ein Lichtbogen, der bei einem Versagen des    übersapannungsableiters   ausserhalb des Gehäuses entsteht, nicht ständig über die ganze Länge des Gehäuses brennt,    sondern      nur   längs des    Teiles   zwischen dem    Befestigungsflansch   und der hochspannungs- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    seitigen   Metallarmatur stehenbleibt.

   Die    Isolierstoff-      strecke      zwischen   der Befestigungsschelle und der erdseitigen Metallarmatur wird deshalb durch den Lichtbogen kaum beansprucht. Sie besitzt dann nach dem Erlöschen des Lichtbogens, das beispielsweise durch    Abschalten   der Leitung erreicht wird, trotz ihrer    verhältnismässig   geringen Länge eine so grosse    elektrische   Festigkeit, dass der Betrieb der Leitung weitergeführt werden kann. 



  Zur Steigerung der elektrischen Festigkeit gegenüber bekannten Ableitern kann ferner eine    Iso-      lierstoffschicht   auf der der erdseitigen Armatur zugekehrten Seite der Befestigungsschelle beitragen. 



  Weitere    Einzelheiten   und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines    Ausführungs-      beispieles   anhand der Zeichnung. 



  Der in der Figur dargestellte    Mittelspannungs-      ableiter   in    Freiluftausführung   besteht aus den üblichen    Ableiterelementen,   wie Löschfunkenstrecken 1 und Widerstandsscheiben 2 mit spannungsabhängiger Kennlinie. Die Elemente sind in einem Hartpapierrohr 3 angeordnet. Sie werden durch eine Feder 4 gegeneinander gepresst, damit ein guter Stromübergang möglich ist. 



  Das    Hartpapierrohr   ist von einem Porzellanrohr 7 umgeben, das, wie die Zeichnung zeigt, über seine ganze Länge mit Rippen 8 zur Erhöhung der elektrischen Festigkeit versehen ist. Es ist lediglich ein etwa zwei Rippenteilungen breiter Bereich bei 10 ausgespart, in dem eine Befestigungsschelle 11    angreift,   die mit einer Schraube 12 auf das Rohr 7 geklemmt wird. 



  Die Stirnseiten des    Ableitergehäuses   sind durch zwei Metallarmaturen verschlossen. Zu der    hoch-      spannungsseitigen   Metallarmatur gehört ein mit Zement 15    aufgekitteter   Flansch 16. Der Flansch ist im Bereich des Rohrinneren mit    Ausnehmungen   17 versehen, so dass sternförmige Arme entstehen. Gegen die Arme stützt sich die Feder 4 ab. 



  Mit dem Flansch 16 ist ein Metalldeckel 18 durch Nieten 19 einer vorgegebenen    mechanischen   Festigkeit verbunden, so dass mit    Hilfe   von zwei Dichtungsringen 20 und 21 ein gasdichter Abschluss des    Ableitergehäuses   erreicht wird. Ferner ist am    Flansch   16 bei 24 ein sogenannter    Umlenkteller   23 angebracht, der an seiner Aussenseite ein    Anschluss-      blech   25 trägt. 



  Die untere Armatur, die als Ganzes mit 29 bezeichnet ist, ist im wesentlichen ebenso aufgebaut wie die obere Armatur. Statt eines    Anschlussbleches   ist jedoch ein Leiter 30 an einer Platte 31 befestigt, die von Nieten 32 gehalten wird. Der Gasumlenkteller 33 besitzt eine Aussparung 34. Der Durchmesser der Aussparung 34 ist grösser als der Durchmesser der Platte 31. 



  Mit dem    Umlenkteller   23 und der Befestigungsschelle 11 sind    stabförmige      Lichtbogenelektroden   36 und 37 verbunden, die unter einem Winkel von etwa 30  gegenüber der Gehäuseachse verlaufend aufeinander zugerichtet sind. Wird der Ableiter, der bei 25 an eine Hochspannungsleitung angeschlossen ist, während die Leitung 30 nach Erde    führt,   im Betrieb überlastet, so entsteht im    Ableiterinneren   ein Überdruck durch Verdampfen und Vergasen der    Ableiterelemente.   Dieser Überdruck löst die Platten 18 und 31, da die Nieten 20 und 32 bei einem vorgegebenen Druck zerbrochen werden. Durch die freiwerdenden    öff-      nungen   können die Gase und Dämpfe entweichen.

   Sie werden durch die Teller 23 bzw. 33 umgelenkt, so dass sie längs des    Ableitergehäuses   gegeneinander strömen. Da sie sehr heiss sind, bilden sie einen ionisierten Pfad, auf den der über den Ableiter fliessende Strom übergeht, so dass sich ein Lichtbogen    ausserhalb   des Gehäuses bildet. Auf Grund der    Lichtbogenelektroden   36 und 37 bleibt der Lichtbogen, der längs des ganzen    Ableiterge-      häuses   entstanden ist, nur zwischen der Befestigungsschelle 11 und der hochspannungsseitigen Armatur stehen. Das Gehäuse zwischen der Schelle und der erdseitigen Armatur wird somit nur kurzzeitig beansprucht. 



  Mit dem Lösen der Platte 31 trennt sich die Erdleitung 30 vom unteren    Ableiterende.   Es ist somit eine    Trennstrecke   gegen Erde vorhanden, sobald der Lichtbogen z. B. durch das Ansprechen eines vorgeschalteten    Hochspannungschalters   zum Erlöschen kommt. 



  Nach dem Erlöschen des Lichtbogens kann die Hochspannungsleitung wieder eingeschaltet werden. Wenn dabei auch durch beschädigte    Ableiterelemente   oder leitende Ablagerungen, z. B. Russ, im Gehäuseinneren Hochspannungspotential bis an die erdseitige Armatur getragen wird, so sorgen doch die Rippen 8 im Bereich zwischen der Befestigungsschelle 11 und der unteren Armatur für eine ausreichende elektrische Festigkeit gegen Überschläge nach Erde. Der Betrieb der Leitung kann deshalb weitergeführt werden, bis    derAbleiter   ausgewechselt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Überspannungsableiter für Mittelspannung in Freiluftausführung mit einem durch metallische Armaturen an den Stirnseiten verschlossenen Isolierstoffrohr, das als Ableiterelemente wenigstens eine Löschfunkenstrecke und einen Widerstand enthält, und mit einer an dem Isolierstoffrohr angreifenden Befestigungsschelle mit Erdpotential, wobei der an der einen Armatur angebrachte erdseitige Anschluss ablösbar ist, um den Ableiterstromkreis bei einer Überlastung aufzutrennen, und auf der Aussenseite des Isolierstoffrohres zwischen der hochspannungs- seitigen Armatur und der Befestigungsschelle Vorsprünge zur Vergrösserung der elektrischen Festigkeit vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Isolierstoffrohr auch in dem Bereich zwischen der Befestigungsschelle und der erdseitigen Armatur mit Vorsprüngen zur Vergrösserung der elektrischen Festigkeit versehen ist. <Desc/Clms Page number 3> UNTERANSPRÜCHE 1. Überspannungsableiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschelle die Länge des Isolierstoffrohres im Verhältnis 1 :
    2,5 teilt. 2. überspannungsableiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Befestigungs- schelle eine oder mehrere stabförmige Lichtbogenelektroden angeordnet sind, die auf die hochspan- nungsseitige Armatur gerichtet sind. 3. Überspannungsableiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschelle auf ihrer der erdseitigen Armatur zugekehrten Seite eine Isolierstoffschicht trägt.
CH1092964A 1963-09-27 1964-08-20 Uberspannungsableiter für Mittelspannung in Freiluftausführung CH410138A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES0046529 1963-09-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH410138A true CH410138A (de) 1966-03-31

Family

ID=7486031

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1092964A CH410138A (de) 1963-09-27 1964-08-20 Uberspannungsableiter für Mittelspannung in Freiluftausführung

Country Status (2)

Country Link
BE (1) BE652473A (de)
CH (1) CH410138A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4463405A (en) * 1981-02-19 1984-07-31 Electric Power Research Institute, Inc. Fail safe surge arrester

Also Published As

Publication number Publication date
BE652473A (de) 1964-12-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69017853T2 (de) Blitzschutzvorrichtung für Hochspannungsturm.
DE2902006C2 (de)
EP0905840B1 (de) Blitzstromtragfähige Funkenstrecke
DE3228471C2 (de) Überspannungsschutzgerät
DE1193568B (de) Durchfuehrung fuer elektrische Geraete, insbesondere Leistungsschalter, die ein gas-foermiges Isoliermittel enthalten
DE739248C (de) UEberspannungsableiter
DE60021685T2 (de) Überspannungsableiter mit kriechstromentladung
DE102007056165A1 (de) Überspannungsableiter mit thermischem Überlastschutz
DE1538501A1 (de) UEberspannungsschutz fuer Hochspannungsanlagen
DE69216195T2 (de) Ultra-Hochspannungsschalter
EP1075064B1 (de) Blitz- und Überspannungsschutzeinrichtung
DE2025120C3 (de) Mehrphasen-Vakuumschalteranordnung
EP2064787A1 (de) Funkenstreckenanordnung für höhere bemessungsspannungen
DE102021102819A1 (de) Überspannungsschutzvorrichtung
DE3829650A1 (de) Kombinierte loeschfunkenstrecke
CH410138A (de) Uberspannungsableiter für Mittelspannung in Freiluftausführung
EP0071956A1 (de) Installationsgerät
DE69731381T2 (de) Transformator mit schutzeinrichtung
DE428546C (de) UEberspannungsschutzvorrichtung
EP0183873A1 (de) Ueberspannungsableiter für eine Gleichstrom-Freileitung
DE640301C (de) UEberspannungsableiter
CH152067A (de) Vorrichtung zur Begrenzung und Ableitung von Überspannungen in Leitungsnetzen.
DE1108777B (de) Lufttrennschalter
DE1896183U (de) Ueberspannungsableiter.
DE873268C (de) Blasrohrueberspannungsableiter fuer Betriebsspannungen ueber etwa 30 kV