CH410889A - Verfahren zur Herstellung von Bromderivaten aromatischer Verbindungen, die nicht-kondensierte Benzolkerne und mehr als 3 Bromatome im Molekül enthalten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bromderivaten aromatischer Verbindungen, die nicht-kondensierte Benzolkerne und mehr als 3 Bromatome im Molekül enthalten

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CH410889A
CH410889A CH1336761A CH1336761A CH410889A CH 410889 A CH410889 A CH 410889A CH 1336761 A CH1336761 A CH 1336761A CH 1336761 A CH1336761 A CH 1336761A CH 410889 A CH410889 A CH 410889A
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Kalk Chemische Fabrik Gmbh
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Description


      Verfahren    zur Herstellung von Bromderivaten     aromatischer    Verbindungen,  die nichtkondensierte Benzolkerne und mehr als 3 Bromatome im Molekül enthalten    Die Erfindung bezieht sich auf die Bromierung  von aromatischen Verbindungen.  



  In Gegenwart von Halogenüberträgern, beispiels  weise Halogenverbindungen des Eisens, oder Alumi  niums, können aromatische Verbindungen durch di  rekte Einwirkung von Brom in Bromderivate über  geführt werden, die mehr als 3 Bromatome im Mole  kül enthalten. Die gewünschte Umsetzung lässt sich  jedoch nur erzwingen, wenn etwa das Drei- bis  Vierfache der zur Bildung des angestrebten Brom  derivats notwendigen Brommenge eingesetzt wird.  



  Es ist auch bereits ein Verfahren. zur Bromierung  von Benzol und bestimmten Benzolderivaten be  schrieben, nachdem Brom und Chlor im molaren  Verhältnis von 0,7 bis 1,3 bei Temperaturen von 0  bis 85  mit dem Benzol oder den Benzolderivaten  umgesetzt werden. Das     Chlor    oxydiert den bei der  Bromierung des Benzols bzw. des Benzolderivats  entstehenden Bromwasserstoff zu freiem Brom, das  erneut auf die zu bromierende aromatische Verbin  dung einwirkt. Auf diese Weise ist es möglich, die  zur Bromierung notwendige Brommenge nahezu auf  1,0 bis 1,5 g-Atom Brom pro g-Atom des durch  Brom zu ersetzenden Wasserstoffs zu vermindern.  



  In einem Verfahrensgang können nach diesem  Verfahren jedoch nur 1 bis 2 Bromatome in das  Molekül des Benzols bzw. des betreffenden Benzol  derivats eingeführt werden.  



  Weiterhin ist es bekannt, durch Einwirkung von  je 0,7 bis 0,8 g-Atom Brom und Chlor auf 1 Mol  eines aromatischen Kohlenwasserstoffs diesen in Ge  genwart geringer Mengen Wasser in sein Monobrom  derivat zu überführen. Auch nach diesem Verfahren  können in einem Verfahrensgang nur 1 oder 2 Brom  atome in das Molekül eines aromatischen Kohlen  wasserstoffs     eingeführt    werden.

      Während 1 oder 2 Bromatome auch in Ab  wesenheit von     Chlor    noch unter sehr milden Reak  tionsbedingungen und in kurzen Reaktionszeiten in       einem    Verfahrensgang in das Molekül einer aroma  tischen Verbindung eingeführt werden können, ge  lingt die Einführung von mehr als 3 Bromatomen  in einem Verfahrensgang in Abwesenheit von Chlor  nur unter erheblich schärferen Reaktionsbedingungen  und in     wesentlich    längeren Reaktionszeiten.

   Unter  derartig scharfen Reaktionsbedingungen wirken das  eingesetzte Brom und der entstehende Bromwasser  stoff, zumal sie in wesentlich grösseren Mengen, im  Reaktionsgemisch vorliegen als bei einer     Mono-          oder        Disubstitution-    auch noch zersetzend auf die  aromatische     Verbindung    und auf die daraus bereits  entstandenen Bromderivate ein. Es war demnach       anzunehmen,    dass die Einführung von mehr als 2  Bromatomen in einem     Verfahrensgang    in das. Mole  kül einer aromatischen Verbindung auch unter  gleichzeitiger Zuführung von Chlor nur bei hohen  Temperaturen und in sehr langen Reaktionszeiten  mit mässigen -Ausbeuten möglich sei.

   Ausserdem war  zu     erwarten,    dass unter derartig scharfen Reaktions  bedingungen, insbesondere in Gegenwart von     Halo-          genierungskatalysatoren,    neben dem Brom auch noch  das in das Reaktionsgemisch eingeführte     Chlor    als       Substituent    in die zu     bromierende    aromatische _ Ver  bindung eintritt.  



  Für die grosstechnische Herstellung von Brom  derivaten aromatischer Verbindungen mit mehr als  3 Bromatomen im Molekül in Gegenwart von     Chlor     mussten demnach Verfahrensbedingungen     gefunden     werden, unter denen die vorerwähnten Nachteil  nicht auftreten.  



  Die vorliegende     Erfindung        betrifft    nun ein Ver  fahren zur Herstellung von Bromderivaten aroma-      tischer Verbindungen, die nichtkondensierte Benzol  kerne und mehr als 3 Bromatome im Molekül ent  halten, durch     Umsetzung    der aromatischen Verbin  dungen in Gegenwart von     Halogenierungskatalysa-          toren    und Chlor in einem flüssigen Reaktions  medium, und ist dadurch     gekennzeichnet,    dass in  das die     aromatische    Verbindung enthaltende Reak  tionsgemisch bei Temperaturen von 10 bis 160'  unter intensiver Vermischung pro g-Atom des zu  substituierenden Wasserstoffes je 1,0 bis 1,5 g-Atom  Brom und Chlor eingeleitet werden,

   wobei     während     des Ablaufs der Bromierung gegenüber der eingelei  teten Chlormenge ein Bromüberschuss von wenigstens  0,2 g-Atom pro Mol der aromatischen Verbindung  aufrechterhalten und erst nach Beendigung der     Bro-          mierung    eine diesem Bromüberschuss zumindest  äquivalente Chlormenge in das Reaktionsgemisch  eingeleitet wird.  



  Da die Bromierungsprodukte unter den Reak  tionsbedingungen, die bei der Durchführung des er  findungsgemässen     Verfahrens    einzuhalten     sind,    meist  als feste Substanzen oder als Flüssigkeiten von hoher  Viskosität anfallen, nimmt die Viskosität des Reak  tionsgemisches während der Bromierung nach dem       erfindungsgemässen    Verfahren stark zu. Deshalb  muss das erfindungsgemässe Verfahren in einem  flüssigen     Reaktionsmedium    durchgeführt werden.  



  Als flüssiges Reaktionsmedium können für die  Durchführung des. erfindungsgemässen Verfahrens  alle organischen Flüssigkeiten verwendet werden,  die unter Reaktionsbedingungen gegen die Reak  tionsteilnehmer weitgehend inert sind. Diese Flüs  sigkeiten     sollen    ein möglichst gutes     Lösevermögen     für die zu bromfierende aromatische Verbindung und  für den während der Bromierung entstehenden  Bromwasserstoff haben. Die angestrebten Brom  derivate sollen vorteilhafterweise in diesen Flüssig  keiten möglichst schwer     oder    gar nicht löslich sein.

    Es kann     vorteilhaft    sein,     als    Reaktionsmedium Flüs  sigkeiten zu verwenden, deren Siedetemperatur mit  der während der Bromierung einzuhaltenden Reak  tionstemperatur     übereinstimmt    oder wenig darüber       liegt.    Anstelle der reinen     Flüssigkeiten    können auch       Flüssigkeitsgemische    als Reaktionsmedium verwendet  werden, die die vorgenannten Eigenschaften auf  weisen. Die Flüssigkeitsmenge ist vorzugsweise so  zu bemessen, dass die zu bromfierende aromatische  Verbindung möglichst weitgehend darin gelöst ist,  und dass das Reaktionsgemisch während des gesam  ten Verlaufs der Bromierung gut rührfähig bleibt.

    Geeignet sind im     erfindungsgemässen.        Verfahren    als  inerte Flüssigkeit beispielsweise Halogenkohlen  wasserstoff, wie Tetrachlorkohlenstoff oder     Tetra-          chloräthan,    oder niedere Carbonsäuren, wie Essig  säure.  



  Dem aus diesen Flüssigkeiten und der zu bromfie  renden aromatischen Verbindung bestehenden Re  aktionsgemisch können noch     Halogenierungskataly-          satoren,    beispielsweise Jod, Eisen oder Aluminium  oder deren Gemische, zugesetzt werden. Diese kata-    lytisch wirksamen Substanzen sollen dem Reaktions  gemisch in Mengen bis zu 5 g pro Mol der zu     bro-          mfierenden    aromatischen Verbindung zugesetzt wer  den. Unter intensiver Vermischung werden in das  auf diese Weise hergestellte Reaktionsgemisch bei  Temperaturen von 10 bis 160  nunmehr je 1,0 bis  1,5 g-Atom Brom und Chlor pro g-Atom des in der  aromatischen Verbindung zu substituierenden Wasser  stoffs eingeleitet.

   Wesentlich ist hierbei, dass in dem  Reaktionsgemisch während des Ablaufs der     Bromie-          rung    gegenüber der eingeleiteten Chlormenge ein  Bromüberschuss von wenigstens 0,2 g-Atom Brom  pro Mol der eingesetzten aromatischen Verbindung  aufrechterhalten wird. Diese Massnahme gewähr  leistet, dass in dem Reaktionsgemisch stets eine aus  reichende Menge des sich bei der Bromierung der  aromatischen Verbindung bildenden Bromwasser  stoffs vorhanden ist.

   Trotz der Anwesenheit von  Halogenerungskatalysatoren, die nicht nur die     Bro-          mierung,    sondern auch die Chlorierung der in dem  Reaktionsgemisch enthaltenen aromatischen Verbin  dung begünstigen, wird durch den in dem Reak  tionsgemisch vorhandenen Bromwasserstoff     jegliche     Umsetzung des Chlors mit der aromatischen Verbin  dung praktisch vollkommen. verhindert, da sich das  Chlor mit dem Bromwasserstoff leichter und schneller  umsetzt als mit der aromatischen Verbindung.

   Das  in das     Reaktionsgemisch    eingeleitete Chlor oxydiert  den während der Bromierung der aromatischen Ver  bindung entstehenden Bromwasserstoff sowohl in  der flüssigen Phase als auch in dem darüberliegenden  Gasraum zu freiem Brom, das erneut auf die zu       bromfierende    aromatische Verbindung einwirkt.  Ausserdem aktiviert das in das Reaktionsgemisch  eingeleitete Chlor den gesamten Reaktionsablauf so,  dass die     Einführung    von mehr als 3 Bromatomen in  das Molekül der     edngesetzten    aromatischen Verbin  dung in einem Verfahrensgang unter schonenden  Reaktionsbedingungen möglich .ist und mit ausrei  chender Geschwindigkeit zu guten Ausbeuten führt.

         Diese    Aktivierung des Reaktionsablaufs wird offen  bar durch die intermediäre Bildung von sehr reak  tionsfähigen     Chlor-Brom-Verbindungen    und durch  atomares Brom, das bei der Oxydation des Brom  wasserstoffs entsteht, bewirkt.  



  Die Herstellung von Bromderivaten des Benzols  mit mehr als 3 Bromatomen im Molekül wird nach  dem erfindungsgemässen     Verfahren        vorteilhaft    bei  Temperaturen von 50 bis l60  unter     Ausschluss    von  Wasser durchgeführt. Die Gegenwart von Wasser  im     Bromierungsgemnsch    verhindert zwar den Ab  lauf der     Bromierung    des Benzols wie auch der an  dern einkernigen aromatischen Verbindungen nicht,  sie ist aber die Ursache für eine erhebliche Vermin  derung der mit dem erfindungsgemässen Verfahren  zu erreichenden Ausbeute und der Qualität der er  haltenen Endprodukte.

   Die     Bromierung    von Benzol  und andern     einkernigen    aromatischen     Verbindungen     wird deshalb nach dem Verfahren der Erfindung  unter Ausschluss von Wasser     durchgeführt.         ausbeutemindernden Nebenreaktionen durchgeführt  werden kann.  



  <I>Beispiel 1</I>  In einem mit Rückflusskühler und     Rührvorrich-          tung    versehenen Reaktionsgefäss werden 58,8 kg  Tetrachloräthan mit 3,28 kg Benzol, 0,1 kg Jod  und 0,1 kg Eisenpulver vermischt und auf 80  vor  geheizt. Diesem     Gemisch    werden unter intensivem  Rühren im Verlauf von etwa 10 Stunden 26,2 kg  Brom und 11,5 kg Chlor zugesetzt, wobei die  Temperatur des Reaktionsgemisches bis auf 143   erhöht wird. In dem     Reaktionsgemisch    wird während  des gesamten Ablaufs der Bromierung ein entspre  chender Bromüberschuss über die in das Reaktions  gemisch eingeleitete Chlormenge aufrechterhalten.  Die Bromierung des, umgesetzten Benzols ist nach  15 Stunden beendet.

   Erst danach wird eine diesem  Bromüberschuss äquivalente Chlormenge in das Re  aktionsgemisch eingeführt. Nach Abkühlung des Re  aktionsgemisches auf Raumtemperatur     wird    das ge  bildete Hexabrombenzol von der Mutterlauge abge  trennt. Die Mutterlauge wird zu einem neuen An  satz verwendet. Nach     einer    Wäsche mit Methanol  wird das abgetrennte Hexabrombenzol mit verdünn  ter Salzsäure gut ausgekocht und nach Abtrennung  von der     Salzsäure    mit Wasser gewaschen und ge  trocknet.  



  Die Ausbeute an kristallinen Hexabrombenzol  mit einem Bromgehalt von 86,5 % und einem Fp.  von 315  beträgt 21,4 kg oder, bezogen auf Benzol,  92,5 % bzw. auf Brom 71 % der     Theorie.       <I>Beispiel 2</I>  In einem mit Rückflüsskühlung und     Rührvorrich-          tung    versehenen Reaktionsgefäss werden 79,6 kg  Tetrachloräthan mit 4,43 kg Benzol, 0,13 kg Jod  und 0,13 kg Eisenpulver     vermischt    und auf 80   vorgeheizt. Diesem Gemisch werden unter     intensi-          vem    Rühren im Verlauf von etwa 11 Stunden  32,6 kg Brom und 14,3 kg Chlor zugesetzt, wobei  die Temperatur des Reaktionsgemisches bis auf 137   erhöht wird.

   In dem Reaktionsgemisch wird während  des gesamten Ablaufs der Bromierung gegenüber  der eingeleiteten Chlormenge stets ein geringer  Bromüberschuss aufrechterhalten. Die Bromierung  des     eingesetzten    Benzols ist nach 16 Stunden been  det. Erst danach wird eine dem Bromüberschuss  äquivalente     Chlormenge    in das Reaktionsgemisch  eingeführt.  



  Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt  nach den Angaben des Beispiels 1.  



  Die Ausbeute an kristallinem Hexabrombenzol  mit 86,6 % Bromgehalt und einem Fp. von 315 bis  316  beträgt 29,5 kg oder, bezogen auf Benzol,  91,5 % bzw. auf Brom 78,5 % der Theorie.    <I>Beispiel 3</I>  In einem mit Rückflusskühlung und Rührvor  richtung versehenen Reaktionsgefäss werden 88,3 kg  Tetrachloräthan mit 5,25 kg Benzol, 0,15 kg Jod    und<B>0,15</B> kg Eisenpulver     vermischt    und auf 120   vorgeheizt. Diesem     Gemisch    werden unter intensi  vem Rühren     im    Verlauf von 12 Stunden 38,7 kg  Brom und 17,0 kg     Chlor    zugesetzt, wobei die Tempe  ratur des.     Reaktionsgemisches    auf 145  erhöht wird.

    In dem     Reaktionsgemisch    wird während des gesam  ten Ablaufs der Bromierung gegenüber der eingelei  teten Chlormenge stets ein geringer Bromüberschuss  aufrechterhalten. Die Bromierung des eingesetzten  Benzols ist nach 18 Stunden beendet. Erst danach  wird eine dem Bromüberschuss äquivalente Chlor  menge in das Reaktionsgemisch     eingeführt.     



  Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches     erfolgt     nach den Angaben des     Beispiels    1.  



  Die Ausbeute an kristallinem Hexabrombenzol  mit 86,5 % Bromgehalt und einem Fp. von 315 bis  316      beträgt    34,0 kg oder, bezogen auf Benzol,  91,5 % bzw. auf Brom 76,5 % der Theorie.    <I>Beispiel 4</I>  In einem mit Rückflusskühlung und     Rührvor-          richtung        versehenen    Reaktionsgefäss werden 24 kg  Tetrachlorkohlenstoff mit 3,7 kg Benzol, 0,2 kg Jod  und 0,2 kg Eisenpulver     vermischt    und auf 50  vor  geheizt. Diesem     Gemisch    werden unter intensivem  Rühren 18,2 kg Brom im Verlauf von 10 Stunden  zugetropft, wobei die Temperatur des Reaktions  gemisches auf 77  erhöht wird.

   Die Bromierung des  eingesetzten     Benzols    ist nach insgesamt 17 Stunden  beendet. Während     dieser    Zeit     werden    6,7 kg Chlor  zur Oxydation des. entstehenden     Bromwasserstoffs    in  das     Reaktionsgemisch    eingeleitet.  



  Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt  nach den Angaben des Beispiels 1.  



  Die Ausbeute an kristallinem Tetrabrombenzol  mit 81 % Bromgehalt und     einem        Fp.    von 178  be  trägt 15,5 kg oder, bezogen auf Benzol, 83 % bzw.  auf Brom 69 % der     Theorie.       <I>Beispiel 5</I>    1. Ansatz.

      In einem mit     Rückflusskühlung    und     Rührvorrich-          tung    versehenen Reaktionsgefäss werden 6,2 kg     Tetra-          chlbrkohlenstoff    mit 0,78 kg Benzol und 0,01 kg       Jod    und 0,1 kg Eisenpulver vermischt und auf 50        vorgeheizt.    Diesem Gemisch werden unter intensivem  Rühren 3,2 kg Brom im Verlauf von 5 Stunden       zugetropft,    wobei die Temperatur des Reaktions  gemisches auf 77  erhöht wird. Die     Bromierung    des  eingesetzten Benzols ist nach 8 Stunden beendet.

    Während dieser Zeit werden 1,4 kg Chlor zur Oxy  dation des entstehenden     Bromwasserstoffs    in das  Reaktionsgemisch     eingeleitet.     



  Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt  nach den Angaben des     Beispiels    1.  



  Die Ausbeute an     kristallinem        Tetrabrombenzol     mit 80,9 %     Bromgehalt    und einem     Fp.    von 179  be  trägt 2,2 kg oder, bezogen auf Benzol bzw. Brom,  55,5 % der Theorie.      Der Grad der Bromierung des Benzols, wie auch  der andern einkernigen aromatischen Verbindungen,  wird     wesentlich    von der Reaktionstemperatur be  einflusst, die während der Bromierung eingehalten  wird.

   Je höher die Reaktionstemperatur innerhalb  des     angegebenen    Bereichs gewählt wird, um so mehr  Bromatome werden in das Molekül der zu     bromfie-          renden    aromatischen Verbindung     eingeführt.    So führt  beispielsweise die nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren durchgeführte Bromierung des Benzols bei  Temperaturen von 55 bis 77  zu Tetrabrombenzol  und bei Temperaturen von 1011 bis 147  zu     Hexa-          brombenzol.    Um diese Temperaturen genau einzu  halten, ist es     vorteilhaft,    für die Herstellung von  Tetrabrombenzol Tetrachlorkohlenstoff mit einem  Siedepunkt von 76,9  als Reaktionsmedium zu ver  wenden,

   während für die Erzeugung von     Hexabrom-          benzol    Tetrachloräthan mit einem Siedepunkt von  l47  als Reaktionsmedium geeignet ist. über  raschenderweise hat sich gezeigt, dass     Tetrachlor-          äthan    unter den hierbei einzuhaltenden Reaktions  bedingungen kaum     angegriffen        wird.     



  Die Bromderivate des Benzols oder anderer  einkerniger aromatischer Verbindungen fallen als  kristalline Produkte an, die leicht von der Mutter  lauge getrennt werden     können.    Durch bekannte  Massnahmen, wie beispielsweise Kochen     in    verdünn  ter     Salzsäure,    wird das Endprodukt von den ihm  anhaftenden Resten der katalytisch wirksamen Sub  stanzen befreit. Nach Waschen mit Wasser sind  dann die erfindungsgemäss hergestellten Bromderivate  des     Benzols    oder der     andern.        einkernigen    aromati  schen Verbindungen für die meisten Anwendungs  zwecke rein genug.  



  Die nach Abtrennung des betreffenden Brom  derivats aus dem Reaktionsgemisch verbleibende       Mutterlauge    kann     in    einem neuen Ansatz wieder  mit verwendet werden. Diese Massnahme ist beson  ders dann von Vorteil, wenn das angestrebte Brom  derivat des zu bromfierenden     aromatischen    Kohlen  wasserstoffs zum Teil in der als     Reaktionsmedium          verwendeten    organischen Flüssigkeit löslich ist.  



  Während der erfindungsgemäss durchzuführenden  Bromierung von aromatischen Verbindungen, die  mehrere nichtkondensierte Benzolkerne enthalten,       sollen    Temperaturen von 10 bis 70  aufrechterhalten  werden. Auf diese     Weise    können unter     milden        Re-          aktionsbedingungen    die Bromderivate mit mehr als  3 Bromatomen im Molekül von     aromatischen    Ver  bindungen gewonnen werden, in denen beispielsweise  zwei Phenylreste nach der Art des Diphenyls oder  Diphenyläthers aneinander gebunden sind.

   Aber  auch die Bromderivate des Di-, Tri- oder Tetra  phenylmethans und von entsprechend aufgebauten  aromatischen Verbindungen, wie beispielsweise des  ssss'-Bis-(4-oxyphenyl)-propans mit mehr als 3 Brom  atomen im Molekül, lassen sich nach dem Verfahren  der     Erfindung    erzeugen.  



  Für die erfindungsgemässe Herstellung von Brom  derivaten mit mehr als 3 Bromatomen im     Molekül       aus aromatischen Verbindungen von der Art des     Di-          phenyls,    des Di- bzw. Tri- oder Tetraphenylmethans  oder des Diphenyläthers wird vorteilhaft Tetrachlor  kohlenstoff als. Reaktionsmedium verwendet. Die an  zuwendende Menge des Tetrachlorkohlenstoffs be  trägt in diesen Fällen etwa 2 bis 5 Mol pro Mol der  zu bromierenden aromatischen Verbindung. Während  der Bromierung dieser aromatischen Verbindungen  werden vorteilhaft Temperaturen von 10 bis 50  ein  gehalten.  



  Die auf diesem Weg hergestellten Bromderivate  von aromatischen Verbindungen, die mehrere nicht  kondensierte Benzolkerne und mehr als 3 Brom  atome im Molekül enthalten,     fallen    meist in glas  artiger Form oder als hochviskose Flüssigkeit an.  Diese Rohprodukte     sind    nach Isolierung aus dem  Reaktionsgemisch vorzüglich zur Einarbeitung in  Kunststoffe, wie Polyäthylen, geeignet und vermin  dern deren Brennbarkeit zusammen mit     Antimon-          trioxyd    oder andern für diesen Zweck bekannten  anorganischen Verbindungen beträchtlich.

   Nach be  kannten Verfahren, beispielsweise durch Destilla  tion im Vakuum oder durch Umkristallisieren aus  geeigneten     Lösungsmitteln,    können aus den Roh  produkten aber auch reine Endprodukts in kristalli  ner Form gewonnen werden.  



  Für     aromatische    Verbindungen von der Art des  ssss'-Bis-(4-oxyphenyl)-propans, wird vorteilhaft 70  bis 100%ige Essigsäure als Reaktionsmedium ver  wendet, wenn sie nach dem erfindungsgemässen Ver  fahren in ihre Bromderivate mit mehr als 3 Brom  atomen     firn,    Molekül übergeführt werden. Während  der Bromierung soll in dem Reaktionsgemisch eine  Temperatur von 20 bis 70  aufrechterhalten werden.

    Von der Mutterlauge, die nach Abtrennung des  Bromderivats, beispielsweise des     ssss'-Bis-(3,5-di-          brom        4-oxyphenyl)-propans,    aus dem Reaktions  gemisch verbleibt, können 70 bis     802o'    ohne vor  herige     Reinigung    unter Zusatz von 30 bis 20  frischer 70 bis 100%iger Essigsäure in den Ver  fahrensablauf zurückgeführt werden. Aus der rest  lichen Mutterlauge kann die Essigsäure durch Destil  lation wiedergewonnen     und    ebenfalls in den Ver  fahrensablauf     zurückgeführt    werden.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren  hergestellten Verbindungen sind wertvolle Zwi  schenprodukte für technische und pharmazeutische  Zwecke. Ausserdem können sie allein oder gemein  sam mit     Antimontrioxyd    oder Phosphorverbindungen  als     Hammhemmende    Substanzen in brennbare Kunst  stoffe, wie beispielsweise     Polyäthylen-    oder Polyester  kunststoffe,     eingearbeitet    werden.

   Gegenüber den  bekannten     Verfahren    hat das erfindungsgemässe Ver  fahren zur Herstellung von Bromderivaten aroma  tischer Verbindungen, die mehr als 3 Bromatome  und keine kondensierten     Benzolkerne    im Molekül  enthalten, die Vorteile, dass es bei nahezu vollstän  diger Ausnutzung des eingesetzten Broms zur Bil  dung des gewünschten Bromderivats in wesentlich  kürzeren Reaktionszeiten und unter Vermeidung von      2. Ansatz.  



  Die aus dem ersten. Ansatz verbliebene Mutter  lauge wird in das Reaktionsgefäss zurückgeführt und  dort mit 0,15 kg Tetrachlorkohlenstoff, 0,78 kg  Benzol und je 0,01 kg Jod und Eisenpulver     vermischt     und auf 50  vorgewärmt. Diesem     Gemisch    werden  unter intensivem Rühren 3,8 kg Brom im Verlauf  von 5,5 Stunden zugetropft, wobei die Temperatur  des     Reaktionsgemisches    auf 77  erhöht wird. Die  Bromierung des eingesetzten Benzols ist nach 8,5  Stunden beendet.  



  Während dieser Zeit werden 1,4 kg Chlor zur  Oxydation des entstehenden     Bromwasserstoffs    in  das Reaktionsgemisch     eingeleitet.     



  Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt  nach den Angaben des Beispiels 1.  



  Die Ausbeute an kristallinem Tetrabrombenzol  mit 81 % Bromgehalt und einem Fp. von 178 bis  179  beträgt 3,8 kg oder, bezogen auf     Benzol,    98  bzw. auf Brom 81,7 % der Theorie.    3. Ansatz.    Dieser Ansatz wird unter Verwendung der  Mutterlauge des zweiten Ansatzes durchgeführt. Die  Mengen an eingesetzten Ausgangsmaterialien und die  einzuhaltenden     Reaktionsbedingungen    sind die glei  chen wie im zweiten Ansatz.  



  Die Ausbeute an kristallinem Tetrabrombenzol  mit 81 % Bromgehalt und einem Fp. von 179 bis  180  beträgt 3,9 kg oder, bezogen auf Benzol, 99  bzw. auf Brom 82,6 % der Theorie.    <I>Beispiel 6</I>  77 Gewichtsteile Diphenyl werden in 385 Ge  wichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und dieser  Lösung 1 Gewichtsteil Eisenpulver zugesetzt. Unter  kräftigem Rühren werden in dieses Gemisch bei  einer Temperatur von 15 bis 22  220     Gewichtsteile     Brom und 81 Gewichtsteile     Chlor    gleichzeitig im  Verlauf von 60 Minuten eingeleitet.

   Nach beendeter  Reaktion wird das Reaktionsgemisch     mit    65 Ge  wichtsteilen ,einer 21 %igen Natriumbisulfitlösung  und nach Abdekantieren der wässrigen Schicht mit  100 Gewichtsteilen einer 20%igen     Natriumcarbonat-          lösung    durchgerührt. Die Natriumcarbonatlösung  wird von dem Reaktionsgemisch abgetrennt und  dieses anschliessend durch Verrühren mit 70 Ge  wichtsteilen Wasser gewaschen. Nach Abdekantieren  des Wassers wird das Reaktionsgemisch mit 20 Ge  wichtsteilen Kieselgel getrocknet und filtriert. Aus  dem Filtrat wird der Tetrachlorkohlenstoff abdestil  liert.  



  Als Destillationsrückstand verbleiben 295 Ge  wichtsteilen an Halogenderivaten des Diphenyls mit  68,7 % Brom und 3,5 % Chlor als     hellgelb    gefärbte,  amorphe Substanz. Durch Umkristallisieren in.  Äthanol können aus, diesem Rohprodukt 227 Ge  wichtsteile Pentabromdiphenyl in gelblichen Kristal  len gewonnen werden, die neben<B>71,6%</B> Brom nur  0,3 % Chlor enthalten. Diese Menge an Pentabrom-    diphenyl entspricht - bezogen auf eingesetztes     Di-          phenyl    - 82,5 % und - bezogen auf eingesetztes  Brom -     74,0%    der     Theorie.     



  <I>Beispiel 7</I>  77 Gewichtsteile Diphenyl werden in 385 Ge  wichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und dieser  Lösung 1 Gewichtsteil Eisenpulver zugesetzt. Unter  kräftigem Rühren werden in dieses Gemisch bei  einer Temperatur von 42 bis 47  220     Gewichtsteile     Brom und 81 Gewichtsteile     Chlor    gleichzeitig im  Verlauf von 60 Minuten     eingeleitet.    Nach beendeter       Reaktion    wird das     Reaktionsgemisch        mit    65 Ge  wichtsteilen einer 21 %igen Natriumbisulfitlösung  und nach Abdekantieren der wässrigen Schicht mit  100 Gewichtsteilen einer 20 % !gen     Natriumcarbonat-          lösung    durchgerührt.

   Die Natriumbicarbonatlösung  wird     ebenfalls    von dem     Reaktionsgemisch    abgetrennt  und dieses     anschliessend    durch Verrühren mit 70  Gewichtsteilen Wasser gewaschen. Nach Abdekan  tieren des Wassers wird das Reaktionsgemisch mit  20     Gewichtsteilen    Kieselgel getrocknet und filtriert.  Aus dem Filtrat wird der Tetrachlorkohlenstoff     ab-          destilliert.     



  Als Destillationsrückstand verbleiben 285 Ge  wichtsteile an Halogenderivaten des Diphenyls mit  68,9 % Brom und 2,7 % Chlor als     hellgelb    gefärbte,  amorphe Substanz. Durch Umkristallisieren in,  Äthanol können aus diesem Rohprodukt 238 Ge  wichtsteile Pentabromdiphenyl in gelblichen Kristal  len gewonnen werden, die neben 71,7 % Brom noch  0,2% Chlor enthalten. Diese Menge an     Tetrabrom-          diphenyl    entspricht - bezogen auf eingesetztes     Di-          phenyl    - 86,5 % und - bezogen auf eingesetztes  Brom - 85,4% der Theorie.

      <I>Beispiel 8</I>  238 Gewichtsteile Diphenyläther werden in 476  Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und die  ser Lösung 1,6     Gewichtsteile    Eisenpulver zugesetzt.  Unter kräftigem     Rühren    werden in dieses Gemisch  bei     einer    Temperatur von 22 bis 34  628 Gewichts  teile Brom und 296 Gewichtsteile Chlor im Verlauf  von 180     Minuten    eingeleitet. Nach beendeter Re  aktion wird das     Reaktionsgemisch    mit 190 Gewichts  teilen einer 21 %igen Natriumbisulfitlösung und nach  Abdekantieren der wässrigen Schicht mit 200 Ge  wichtsteilen einer 20 %igen Natriumcarbonatlösung  durchgerührt.

   Die Natriumcarbonatlösung wird von  dem Reaktionsgemisch abgetrennt und dieses an  schliessend durch Verrühren     mit    150     Gewichtsteilen     Wasser gewaschen. Nach Abdekantieren des Wassers  wird das     Reaktionsgemisch    mit 50 Gewichtsteilen  Kieselgel getrocknet und     filtriert.    Aus dem Filtrat  wird der Tetrachlorkohlenstoff abdestilliert.  



  Als     Destillationsrückstand    verbleiben 706     Ge-          wichtstelle    an     Halogenderivaten    des     Diphenyläthers     mit 61,3 % Brom und 6,7 % Chlor als     hellgelb    ge  färbte, amorphe Substanz. Das sind - bezogen auf  eingesetzten     Diphenyläther    - 89,4 % der     Theorie.         <I>Beispiel 9</I>  238 Gewichtsteile Diphenyläther werden in 476  Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und die  ser Lösung 3,0 Gewichtsteile Eisenpulver zugesetzt.

    Unter kräftigem Rühren werden in     dieses    Gemisch  bei einer Temperatur von 22 bis 34  695 Gewichts  teile Brom und 243 Gewichtsteile Chlor im Verlauf  von 180 Minuten eingeleitet. Nach beendeter Re  aktion wird das Reaktionsgemisch mit 240 Ge  wichtsteilen einer 21 %igen Natriumbisulfitlösung  und nach Abdekantieren der wässrigen Schicht mit  200 Gewichtsteilen einer 20%igen     Natriumcarbonat-          lösung    durchgerührt. Die Natriumcarbonatlösung  wird von dem Reaktionsgemisch abgetrennt und  dieses     anschliessend    durch     Verrühren    mit 150 Ge  wichtsteilen Wasser gewaschen.

   Nach Abdekantieren  des Wassers wird das Reaktionsgemisch mit 50 Ge  wichtsteilen     Kieselgel    getrocknet und filtriert. Aus.  dem Filtrat wird der Tetrachlorkohlenstoff abdestil  liert.  



  Als Destillationsrückstand verbleiben 695 Ge  wichtsteile an Halogenderivaten des Diphenyläthers  mit<B>61,2%</B> Brom und     7,0%    Chlor als hellgelb ge  färbtes, viskoses Produkt. Das     sind    - bezogen auf  eingesetzten Diphenyläther - 88 % der Theorie.    <I>Beispiel 10</I>  238 Gewichtsteile Diphenyläther werden in 476 Ge  wichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und dieser  Lösung 2,0 Gewichtsteile Eisenpulver sowie 1,5 Ge  wichtsteile Eisen-(III)-bromid zugesetzt. Unter kräfti  gem Rühren werden     in        dieses    Gemisch bei einer  Temperatur von 22 bis 28  619,4     Gewichtsteile     Brom und 266     Gewichtsteile    Chlor im Verlauf von  180 Minuten eingeleitet.

   Nach beendeter Reaktion  wird das Reaktionsgemisch mit 215 Gewichtsteilen  einer 21 %igen Natriumbisuifitlösung und nach Ab  dekantieren der wässrigen Schicht mit 200 Gewichts  teilen einer 20%igen Natriumcarbonatlösung durch  gerührt. Die Natriumcarbonatlösung wird von dem       Reaktionsgemisch    abgetrennt und dieses     anschlie-          ssend    durch Verrühren     mit    150     Gewichtsteilen     Wasser gewaschen. Nach Abdekantieren des Wassers  wird das     Reaktionsgemisch    mit 50 Gewichtsteilen       Kieselgel    getrocknet und filtriert. Aus dem     Filtrat     wird der Tetrachlorkohlenstoff abdestilliert.  



  Als Destillationsrückstand verbleiben 690 Ge  wichtsteile an Halogenderivaten des Diphenyläthers  mit     63,6%    Brom und<B>2,35%</B> Chlor als     hellgelbes,     viskoses Produkt. Das sind - bezogen auf einge  setzten Diphenyläther - 87,8% der Theorie.    <I>Beispiel 11</I>  298 Gewichtsteile Diphenyläther werden in 595  Gewichtsteilen Tetrachlorkohlenstoff gelöst und die  ser Lösung je 1,5     Gewichtsteile    Eisenpulver und  Eisen - (III) - bromid zugesetzt. Unter kräftigem       Rühren    werden in     dieses    Gemisch bei einer Tempe  ratur von 20 bis 30  853 Gewichtsteile Brom und  391 Gewichtsteile Chlor im Verlauf von 240 Minu-    ten eingeleitet.

   Nach beendeter Reaktion wird das  Reaktionsgemisch nach den Angaben des Beispiels  10 weiterverarbeitet.  



  Als Destillationsrückstand verbleiben nach Ab  treiben des Tetrachlorkohlenstoffs 890 Gewichtsteile  an Halogenderivaten des Diphenyläthers mit 65,1 %  Brom und     1,6%    Chlor als hellgelbes, viskoses Pro  dukt. Das sind - bezogen auf eingesetzten     Diphenyl-          äther    - 90 % der Theorie.    <I>Beispiel 12</I>  In .einem Gemisch aus 40 1 Mutterlauge von  einem vorherigen Ansatz und 25 1 Eisessig werden  15 kg ssss'-Bis-(4-oxyphenyl)-propan unter starkem       Rühren    gelöst.

   Im Verlauf von 2 bis 3 Stunden wer  den dieser Lösung bei Temperaturen von 20 bis 25  24,65 kg Brom und 3,74 m3 Chlor so zugefügt, dass       während    der     Umsetzung    stets etwas mehr Brom als  Chlor in dem Reaktionsgemisch vorhanden ist. Das  restliche Chlor (etwa 7,5 Mol) wird nach der Be  endigung der     Umsetzung        in    das Reaktionsgemisch  eingeleitet. Danach leitet man in das Reaktions  gemisch Luft und kühlt es gleichzeitig auf 15 bis 16   ab. Das entstehende     ssss'-Bis-(3,5-dibrom-4-oxy-          phenyl)-propan    wird anschliessend von der Mutter  lauge     abgetrennt    und mit 15 1 Eisessig gewaschen.

    Die Ausbeute beträgt 30,5 kg     oder    85 % der     Theorie     an ssss'-Bis-(3,5-dibrom-4-oxyphenyl)-propan, das bei  164 bis 165      schmilzt    und etwa     57,6%    Brom ent  hält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Bromderivaten aromatischer Verbindungen, die nichtkondensierte Benzolkerne und mehr als 3 Bromatome im Molekül enthalten, durch Umsetzung der aromatischen Ver bindungen in Gegenwart von Halogenierungskataly- satoren und Chlor in einem flüssigen Reaktions medium, dadurch gekennzeichnet, dass in das die aromatische Verbindung enthaltende Reaktions gemisch bei Temperaturen von 10 bis 160 unter intensiver Vermischung pro g -Atom des zu substi tuierenden Wasserstoffs je 1,0 bis 1,5 g-Atom Brom und Chlor eingeleitet werden,
    wobei während des Ablaufs der Bromierung gegenüber der eingeleiteten Chlormenge ein Bromüberschuss von wenigstens 0,2 g -Atom pro Mol der aromatischen Verbindung aufrechterhalten und erst nach Beendigung der Bro- mierung eine diesem Bromüberschuss zumindest äqui valente Chlormenge in das Reaktionsgemisch ein geleitet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass als Reaktionsmedium den Reak tionsteilnehmern gegenüber inerte Flüssigkeiten ein gesetzt werden, deren Siedetemperatur mit der wäh rend der Bromierung einzuhaltenden Reaktions temperatur übereinstimmt oder wenig darüberliegt und die insbesondere ein möglichst gutes Lösevermö gen für die zu bromfierende aromatische Verbindung und den entstehenden Bromwasserstoff besitzen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Bromierung von Benzol bei Temperaturen von 50 bis 160 , vorzugsweise unter Ausschluss von Wasser, durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass während der Bromierung von aromatischen Verbindungen, die mehrere nicht kondensierte Benzolkerne enthalten, Temperaturen von 10 bis 70 aufrechterhalten werden und insbe sondere in Tetrachlorkohlenstoff gearbeitet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die nach Abtrennung des herge stellten Bromderivats verbleibende Mutterlauge des Reaktionsgemisches in einem neuen Bromierungs- ansatz wenigstens teilweise wieder mitverwendet wird.
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EP0380363A3 (de) * 1989-01-26 1991-12-04 Tosoh Corporation Verfahren zur Herstellung von Tetrabrombisphenol A
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