CH411040A - Dünnschichtspeicheranordnung und Verfahren für deren Betrieb - Google Patents

Dünnschichtspeicheranordnung und Verfahren für deren Betrieb

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CH411040A
CH411040A CH1054563A CH1054563A CH411040A CH 411040 A CH411040 A CH 411040A CH 1054563 A CH1054563 A CH 1054563A CH 1054563 A CH1054563 A CH 1054563A CH 411040 A CH411040 A CH 411040A
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CH
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layer
magnetization
carrier
axis
vibrations
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CH1054563A
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Endicott Lovell John
Carr Suits James
Michael Yelon Arthur
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Ibm
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Description


      Dünnschichtspeicheranordnung        und    Verfahren für deren Betrieb    Die Erfindung betrifft eine     Dünnschichtspeicher-          anordnung    mit einer streifenförmig ausgebildeten, auf  einen nichtmagnetischen Träger aufgebrachten Schicht  aus magnetischem Material.  



  Durch     Domänenwände    innerhalb der Schicht ge  bildete Zonen dienen zur Aufnahme von zu spei  chernden Daten, die unter dem Einfluss von im Träger  auftretenden mechanischen     Longitudinal-Schwingun-          gen    transportiert werden. Weiterhin ist ein     Verfahren     zum Betrieb der Speicheranordnung angegeben.  



  Es sind bereits Speicheranordnungen mit magne  tischen     Dünrnschichtfilmen    bekannt. Die Anordnun  gen dienen zur statischen Speicherung von Informa  tionen, indem jedes der     Dünnschichtelemente    durch  einen zugeordneten     Magnetisierungszustand    einen Bi  närwert so lange speichert, bis sein Abruf erfolgt.  Die Elemente sind auf einem nichtmagnetischen Trä  ger aufgebracht und weisen eine magnetische Vor  zugsachse, die sogenannte Achse leichter     Magnetisie-          rung    auf.

   Die in dieser Achse liegenden     Magnetisie-          rungsrichtungen,    in die die     Magnetisierungsvektoren     durch kohärentes Rotationsschalter geschaltet wer  den, dienen als Speicherkriterien für die Binärwerte.  Derartige Speicheranordnungen sind nicht ohne wei  teres als dynamische Umlaufspeicher benutzbar.  



  Es sind ferner     magnetostriktive    Speicheranord  nungen bekannt, die als Umlaufspeicher arbeiten.  Beispielsweise wird ein eingespannter Nickeldraht an  einem Ende dem Magnetfeld einer Sendespule aus  gesetzt, welches entsprechend der zu speichernden  Information impulsweise verändert wird. Entspre  chend seiner     Magnetisierung    dehnt sich der Draht  aus oder zieht sich zusammen, wodurch im Draht       Longitudinal-Schwingungen    induziert werden. Diese  erzeugen in einer Empfangsspule, die am anderen    Ende den an dieser Stelle vormagnetisierten Draht  umgibt, Impulse als Lesesignale. Diese Speicher sind  als statische Speicher nicht verwendbar.  



  Aufgabe der Erfindung ist es, - eine magnetische       Dünnschichbspeicheranordnung    aufzuzeigen, die als  dynamischer Speicher dienen kann. Hierbei wird eine       Dünnschichtspeicheranordnung    mit einer     streifenför-          mig    ausgebildeten Schicht aus magnetischem Material  verwendet, die auf einen nichtmagnetischen Träger  aufgebracht ist.

   Die erfindungsgemässe Anordnung ist  gekennzeichnet durch wenigstens einen elektromecha  nischen Wandler, der mit dem Träger     derart    gekop  pelt ist, dass auf den Träger übertragene Schwingun  gen in diesem mechanische     Longitudinal-Schwingun-          gen    hervorrufen, unter deren Einfluss sich     in.    der  Schicht durch     Domänenwände    begrenzte, mit den  Schwingungen wandernde Zonen ausbilden, durch  eine an einem Ende der Schicht     derart    angeordnete  Schreibleitung,

   dass     ihr    zugeführte Datensignale eine  Ausrichtung der     Magnetisierung    in der nächstgelege  nen Zone in Übereinstimmung mit den zu speichern  den Daten bewirken, und durch eine am anderen  Ende der Schicht vorhandene Leseleitung, in der  beim Richtungswechsel der     Magnetisierung    in der ihr  nächstgelegenen Zone eine Spannung induziert wird.  



  Die Merkmale der Erfindung sind aus der nach  folgend anhand von Zeichnungen erfolgenden Be  schreibung eines     Ausführungsbeispieles    ersichtlich.  Die Zeichnungen zeigen:       Fig.    1 die schematische Darstellung einer Spei  cheranordnung gemäss der Erfindung,       Fig.    2 eine schematische Darstellung der Wirkung  der mechanischen Schwingungen, denen der Träger  und die Schicht der Speicheranordnung nach     Fig.    1  ausgesetzt werden,           Fig.    3a bis 3 f die Datenverschiebung in der  Schicht der Anordnung nach     Fig.    1 bei Verwendung  der Darstellungsweise nach     Fig.    2.  



  Es folgt die Beschreibung des in     Fig.    1 gezeigten  Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Spei  cheranordnung.  



  Der nichtmagnetische Träger 10 weist die Eigen  schaft auf, sich unter der Einwirkung von mechani  schen     Longitudinal-Schwingungen    auszudehnen und  zusammenzuziehen und nur eine minimale Dämpfung  auf diese Schwingungen auszuüben. Er kann vorzugs  weise aus einem Einkristall oder aus geschmolzenem  Quarz bestehen. An einem Ende ist der Träger 10  mit einem     elektromechanischen    Wandler 12 verbun  den, der von einem Schwingungsgenerator gespeist  wird und     Longitudinal-Schwingungen    auf den Träger  10 überträgt. Die Schwingungen durchlaufen den  Träger     in    seiner Längsrichtung, die in     Fig.    1     als     X-Achse definiert ist.

   Am entgegengesetzten Ende  des Trägers 10 ist ein schwingungsabsorbierendes  Glied 16 für die Absorbierung der im Träger auf  tretenden Dehnungen und Schrumpfungen vorgese  hen. Anstelle der Verwendung des Gliedes 16 kann  der Träger 10 an diesem Ende zugespitzt werden,  um den gleichen Effekt zu erreichen. Auf der Ober  fläche des Trägers 10 ist eine dünne Magnetschicht  18 aufgetragen, die eine leichte     Magnetisierungsachse     besitzt, welche in Richtung der Querachse des Trä  gers 10 verläuft, die in     Fig.    1 durch den Doppel  pfeil Y angegeben ist. Die Magnetschicht 18 kann  auf den Träger 10 durch irgendeine bekannte Me  thode, wie z.

   B.     Vakuumaufdampfung,        Kathodenzer-          stäubung,        Elektroplattierung    usw., in Anwesenheit  eines magnetischen Feldes aufgetragen werden, das  die leichte Achse der     Magnetisierung    erzeugt. Die  Magnetschicht besteht aus einer     Nickel-Eisen-Legie-          rung    mit annähernd 85 % Ni und 15 % Fe oder aus  einer solchen mit 75 % Ni und 25 % Fe Gewichtsantei  len.

   Diese Kompositionen des     ferromagnetischen    Ma  terials wurden     gewählt,    um der Schicht 18 entweder  eine negative     Magnetostriktion    (85 % Ni und 15 % Fe)  oder eine positive     Magnetostriktion    (75 % Ni und  25     %    Fe) zu verleihen.  



  Die positive     Magnetostriktion    ist für ein magneti  sches Material, welches in seiner Längsrichtung me  chanischen Dehnungen und Schrumpfungen unter  worfen wird, folgendermassen definiert: Eine Deh  nung erzeugt eine     mechanisch    induzierte magnetische       Anisotropie        in.    Richtung der Dehnung, eine Schrump  fung dagegen eine mechanisch induzierte magnetische       Anisotropie    quer zur Schrumpfungsrichtung.

   Dem  entsprechend ist eine negative     Magnetostriktion    da  durch definiert, dass sich eine mechanisch induzierte       Schrumpfungsanisotropie    in Richtung der Schrump  fung !sowie eine mechanisch induzierte     Dehnungs-          anisotropie    quer zur Richtung der Dehnung einstel  len.

   Die     Anisotropien    erzeugen dabei jeweils eine  bevorzugte     Magnetisierungsachse.    Wird angenommen,  dass die Magnetschicht 18 eine positive     Magnetostrik-          tion        aufweist,    so wird sich bei einer Schrumpfung    des Trägers 10 eine     Schrumpfungsanisotropie    der  Schicht 18 parallel zur Y-Achse einstellen und bei  einer Dehnung des Trägers 10 eine     Dehnungs-          anisotropie    parallel zur X-Achse. Der Träger 10 und  daher auch die Schicht 18 werden durch den mit  dem Schwingungserzeuger 14 gekoppelten elektrome  chanischen Wandler 12 zu Dehnungen und Schrump  fungen     angeregt.     



  Eine Eingangsleitung 20 und eine Ausgangslei  tung 22 verlaufen über den beiden Enden der Schicht  18 in Richtung der Y-Achse. Die Leitung 20 ist  mit der     Dateneingabeschaltung    24 und die Ausgangs  leitung 22 mit der Ausgangsschaltung 26 verbunden.  



  Die     Fig.    2 zeigt die Schicht 18, für die positive       Magnetostriktion    angenommen wird. Sie ist in     sechs     Zonen unterteilt, die mit A bis F bezeichnet sind.  über der Schicht 18 ist eine Kurve 28 gezeichnet,  die eine zu einem gegebenen Zeitpunkt im Träger 10  wirksame     Longitudinal-Welle    darstellt. Die Welle ist       sinusförmig    und     ähnlich    den im Schwingungsgenera  tor 14 erzeugten Signalen.

   Sie besitzt die gegebene  Frequenz<B>f o.</B> Die Welle kann einer Serie von Deh  nungen und Schrumpfungen in der Schicht 18 gleich  gesetzt werden, wodurch eine     Längsanisotropie    in  den Zellen A, C und E parallel zur X-Achse und  eine     Queranisotropie    in den Zellen<I>B, D</I> und F par  allel zur Y-Achse induziert werden.  



  Die durch den Schwingungsgenerator 14 erzeug  ten und über den Wandler 12 auf den Träger 10  übertragenen Schwingungen sind so bemessen, dass  die induzierte     Dehnungsanisotropie    ausreicht, um eine  Drehung der     Magnetisierung    der Zonen wenigstens       angenähert    in eine der der X-Achse parallelen Rich  tungen zu bewirken.

   Nach Abklingen der Dehnung  drehen die     Magnetisierungen    unter dem Einfluss der       Schichtanisotropie    in Richtung der leichten Achse der  Schicht 18     zurück,    wobei durch geeignete Ausrich  tung der Speicheranordnung zum magnetischen     Erd-          feld    oder vorzugsweise durch Anlegen eines kon  stanten     Vormagnetisierungsfeldes,    das beispielsweise  durch eine nicht gezeigte     Helmholtz-Spule        erzeugt     werden     kann,    eine einheitliche Ausrichtung der Ma  gnetisierungen in eine Richtung erreicht wird.  



  Wie nachstehend ersichtlich wird, dient die Ein  gabeschaltung 24 dazu, der Eingangsleitung 20 je  weils dann positive oder negative Impulse zu liefern,  wenn der mit dem Leiter 20 gekoppelte Abschnitt  des Filmes 18 eine mechanisch induzierte     Längs-          anisotropie    zeigt. Es wird angenommen, dass zu einem  Zeitpunkt, an welchem der erste Abschnitt der  Schicht 18, die Zone A, einer Dehnung unterworfen  ist, das Signal von der Eingabeschaltung 24 die Lei  tung 20 so erregt, dass sie ein Magnetfeld parallel  der Längsachse der Schicht 18 in Richtung nach  rechts erzeugt.

   Da die durch die Dehnung erzeugte  induzierte     Longitudinal-Anisotropie    gross genug ist,  um eine Orientierung der     Magnetisierung    entlang der  X-Achse zu bewirken, stellt das vom Eingangssignal  erzeugte Feld die     Magnetisierungsvektoren    der  Zone A in die     Richtung    nach rechts. Dies ist aus           Fig.    3a ersichtlich. Die     Magnetisierungsvektoren    der  Zonen C und E liegen ebenfalls parallel zur X-Achse  der Schicht 18; sie sind jedoch durch Doppelpfeile  gekennzeichnet, womit angedeutet ist, dass die Ma  gnetisierung dieser Zonen sowohl nach links wie nach  rechts gerichtet sein kann.

   Die     Magnetisierungen    der  Zonen<I>B, D</I> und F liegen unter dem Einfluss der       Schichtanisotropie    und der hier wirkenden     Schrump-          fungsanisotropie    parallel zur Y-Achse, wobei das       Vormagnetisierungsfeld    die einheitliche Ausrichtung  nach oben bewirkt. Entsprechend der Fortpflanzung  der Schwingungen von einem Ende der Schicht 18  zum anderen Ende, bewegt sich auch die Welle 28  mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit nach rechts.  Die     Fig.    3b bis 3f zeigen die Lage der     Magnetisierun-          gen    der Zonen A bis F für jede der folgenden Halb  perioden der Welle 28.  



  Die     Fig.    3b illustriert die Lage der     Magnetisie-          rungen    der Schicht 18 nach der Wanderung der me  chanischen Schwingung um eine Zone nach rechts.  Die     Magnetisierung    der     Zonen    A,

   C und E ist hier  aufwärts parallel der leichten Achse der Schicht 18  gerichtet in Übereinstimmung mit der mechanisch in  duzierten     Schrumpfungsanisotropie.    Die     Magnetisie-          rung    der Zone B ist nach rechts orientiert parallel  zur Längsachse der Schicht 18 als Folge der induzier  ten     Longitudinal-Anisotropie    durch Dehnung dieses       Teiles    sowie durch die Beeinflussung durch die zuvor  in der Zone A vorhandene Ausrichtung der     Magneti-          sierung.    Die     Magnetisierung    der Zonen C und E  verläuft in Richtung der X-Achse der Schicht 18 und  ist mit Doppelpfeilen bezeichnet, woraus hervorgeht,

    dass die Orientierung dieser Zonen sowohl nach rechts  als auch nach links gerichtet sein kann.  



  Wird angenommen, dass die Zone A wieder einer  mechanischen Dehnung ausgesetzt wird, so erfolgt eine  Drehung der     Magnetisierung    parallel zur X-Achse,  bedingt durch die induzierte     Longitudinal-Anisotropie          (Fig.    3c). Zu diesem Zeitpunkt bewirkt die Eingabe  schaltung 24 einen     Stromfluss    in der Leitung 20,  beispielsweise derart, dass in der Zone A ein nach  links gerichtetes Feld erzeugt wird. Die     Magnetisie-          rung    der Zone A richtet sich dann parallel zur  X-Achse nach links aus.

   Die     Magnetisierung    der  Zonen<I>B, D</I> und F ist zu diesem Zeitpunkt     aufwärts     gerichtet parallel zur leichten Achse der Schicht 18.  Die     Magnetisierung    der Zone C ist nach rechts par  allel zur X-Achse ausgerichtet als Folge der induzier  ten     Dehnungsanisotropie    und des Einflusses der zuvor  in der Zone B vorhandenen Ausrichtung der Ma  gnetisierung. Die     Magnetisierung    der Zone E ist  wieder parallel zur X-Achse eingezeichnet.

   Ihre  Lage wird bestimmt durch die induzierte     Dehnungs-          anisotropie,    wobei jedoch gemäss dem eingezeichneten  Doppelpfeil die     Magnetisierungsrichtung    dieser Zone  sowohl nach rechts als auch nach links gerichtet sein  kann.  



  Mit der Ausbreitung der mechanischen Schwin  gungen in der Schicht 18 nach rechts, werden die  Zonen A, C und E     (Fig.    3d) einer     induzierten    Quer-         anisotropie    unterworfen, die als Folge einer Schrump  fung entsteht, während die Zonen<I>B, D</I> und F eine  induzierte     Längsanisotropie    erhalten, entsprechend  einer in diesen Bereichen wirksamen Dehnung.

   Die  Zonen A, C und E sind in ihrer     Magnetisierung     aufwärts orientiert in Übereinstimmung mit dem be  stehenden     Vormagnetisierungsfeld.    Die     Magnetisie-          rung    der Zone Bist nach links gerichtet als Folge  der zuvor vorhandenen Ausrichtung der     Magnetisic-          rung    der Zone A in diese Richtung, und die     Magneti-          sierung    der Zone D ist nach rechts gerichtet als Folge  der vorausgegangenen     Magnetisierung    der Zone C.

    Die Zonen A, C und E werden im weiteren einer  mechanisch induzierten     Längsanisotropie    unterworfen  als Folge einer Dehnung,     während    die Zonen<I>B, D</I>  und F eine mechanisch induzierte     Queranisotropie     durch eine Schrumpfung erhalten, wie es in     Fig.    3e  ersichtlich ist. In der     Fig.    3e wird angenommen, dass  durch die Eingangsleitung 20 ein nach rechts gerich  tetes Feld erzeugt wird, welches die Zone A parallel  zur X-Achse     in    Richtung nach rechts magnetisiert.  Die     Magnetisierung    der Zonen B, D und F ist auf  wärts gerichtet, die der Zone C nach links und die  der Zone E nach rechts.  



  Die     Fig.    3     f    zeigt die Ausrichtung der     Magneti-          sierungen    der Zonen A bis F für den während der  nächsten Halbperiode herrschenden Schwingungszu  stand, durch welchen die Zonen A, C und E einer  mechanisch induzierten     Queranisotropie    unterworfen  sind, während die Zonen B, D und F eine induzierte       Längsanisotropie    erhalten haben.

   Wird angenommen,  dass die Ausgangsleitung 22 über der Zone F liegt,  ist ersichtlich, dass durch den Wechsel der     Magneti-          sierungsrichtung    in -der Zone F von der in     Fig.    3e  angegebenen Lage in die in     Fig.    3     f    gezeigten Lage  in der Leitung ein Ausgangssignal induziert wird.  Dieser Wechsel besteht aus einer Drehung der Ma       gnetisierungsvektoren    im Uhrzeigersinn. Wäre die       Magnetisierung    der Zone F in die entgegengesetzte  Richtung gedreht worden, also entgegen dem Uhr  zeigersinn, hätte das     induzierte    Ausgangssignal ent  gegengesetzte Polarität.

   Unterschiedliche     Binärwerte     bewirken somit eine unterschiedliche Polarität der  Ausgangssignale in der Leitung 22.  



  In     Fig.    3 ist     für    jede Zone     ein    Pfeil angegeben,  um die Ausrichtung der     Magnetisierungsvektoren    an  zudeuten. Es liegt nun die Frage nahe, ob die Ma  gnetisierungen auch in den Grenzbereichen zwischen  zwei Zonen diese Richtung einnehmen.

   In den Zonen  treten jeweils zwei     Anisotropien    auf: die     in.    Richtung  der Y-Achse verlaufende     Schiohtanisotropie    und die  mechanisch induzierte     Dehnungs-    oder     Schrump-          fungsanisotropie,    wobei die     Dehnungsanisotropie    par  allel zur X-Achse, die     Schrumpfungsanisotropie    par  allel zur Y-Achse liegt. Bei im Schrumpfungsgebiet  liegenden Zonen liegt die resultierende leichte Achse  zweifellos parallel zur Y-Achse, d. h. auch die Ma  gnetisierung wird im ganzen Zonenbereich in diese  Richtung ausgerichtet werden.

   Im Fall einer im Deh  nungsbereich liegenden Zone, in der die beiden wirk-      sauren     Anisotropien        rechtwinklig    zueinander liegen,  liegt die resultierende leichte Achse in Richtung der  jeweils grösseren     Anisotropie;

      d. h. im Grenzbereich  einer solchen Zone wird, bei noch geringer Dehnung,  die leichte Achse und somit auch die Richtung der       Magnetisierung    zunächst noch parallel     zur    Schicht  anisotropie liegen, und erst wenn die     Dehnungsaniso-          tropie    die     Schichtanisotropie    überwiegt, parallel zur       Dehnungsanisotropie.    An den praktisch     sprunghaften     Änderungsstellen der     Magnetisierungsrichtung    bilden  sich     Domänenwände    aus,

   die mit den fortlaufenden       mechanischen    Schwingungen im Träger     ebenfalls    in  Richtung der X-Achse weiterwandern.  



  Aus dem Vorangegangenen ist ersichtlich, dass  binäre Datenwerte in die Speicheranordnung nach       Fig.    1 eingegeben werden können, wenn der mit  der Leitung 20 gekoppelte Teil der Schicht 18 einer  mechanisch induzierten     Längsanisotropie    als Folge  einer Dehnung bei positiver     Magnetostriktion    oder  einer Schrumpfung bei negativer     Magnetostriktion     ausgesetzt wird.

   Da dieser mit der     Eingangsleitung     20 gekoppelte Teil der Schicht 18 einer induzierten       Längsanisotropie    ausgesetzt wird, erfolgt bei Erregung  der Leitung 20 eine     Rotation    der     Magnetisierung;          Domänenwände    werden gebildet, die mit der mecha  nischen Schwingung in Richtung der X-Achse wei  terwandern.

   Wenn ein Schichtbereich nach Passieren  einer     Domänenwand    einer induzierten     Queranisotro-          pie    ausgesetzt wird, erfolgt eine Rückorientierung der       Magnetisierung    in diesem Bereich in Richtung der  leichten Achse der Schicht (Y-Achse); im beschrie  benen Beispiel werden alle     Magnetisierungsvektoren     unter dem Einfluss des erwähnten     Vormagnetisie-          rungsfeldes    aufwärts ausgerichtet.  



  Eine sehr vorteilhafte     Verbesserung    der Wirkung  der beschriebenen     Einrichtung    kann dadurch erreicht  werden, dass die Magnetschicht 18 neben ihrer leich  ten Achse in     Y-Richtung    eine zweite Achse leichter       Magnetisierung    in X-Richtung     erhält.    Methoden zur       Herstellung    dünner Magnetschichten mit     biaxialer          Anisotropie    sind bekannt.

   Durch das Vorhandensein  einer zweiten leichten Achse parallel zur X-Achse,  hat die mechanisch induzierte     Anisotropie    lediglich  ein Drehen der     Magnetisierung    von der einen leichten  Achse in die andere leichte Achse zu bewirken. Die  Amplitude der     Longitudinal-Schwingungen    im Träger  10 kann dadurch geringer gehalten werden, so dass  die Gefahr der Auslösung von Fehlschaltungen ver  mieden wird.  



  Unter Bezugnahme auf die     Fig.    2 und 3a bis 3 f  ergibt sich für die     Wirkungsweise    einer derartigen       Ausführungsform    folgendes: Es wird angenommen,  dass die Schicht 18 eine positive     Magnetostriktion     zeigt und dass     während    der Zeit, in der die Zone A  einer     Dehnung        unterworfen    wird, ein     Eingangssignal     in der Leitung 20     auftritt,    welches in der Zone A  ein mit der X-Achse     übereinstimmendes    und nach  rechts gerichtetes Magnetfeld erzeugt.

   Dieses Feld  besitzt eine Grösse, die ausreicht, eine Drehung der       Magnetisierung    der Schicht 18 im Bereich der Zone A    von der einen leichten Achse, die mit der Y-Achse  übereinstimmt, in die andere leichte Achse, die mit  der X-Achse übereinstimmt, zu bewirken. Das durch  die Erregung der Leitung 20     erzeugte    Magnetfeld  bestimmt somit in Koinzidenz mit der induzierten       Longitudinal-    oder     Dehnungsanisotropie    eine derar  tige     Magnetisierung    des Magnetmaterials der Zone A,  dass sich die     Magnetisierung    in dieser Zone von einer  Orientierung entlang der Y-Achse auf eine Orientie  rung entlang der X-Achse mit einer Ausrichtung nach  rechts einstellt.

   In entsprechender Weise findet eine  Drehung der     Magnetisierung    in umgekehrter Rich  tung aus der X-Achse in die Y-Achse statt, wenn die  betreffende Zone einer     Schrumpfungsanisotropie    un  terworfen wird. Hierbei bestimmt das     Vormagnetisie-          rungsfeld    die     Ausrichtung    der     Magnetisierungsvek-          toren    in der Y-Achse.  



  Die vorausgehend beschriebene Anordnung hat  die Funktion einer Verzögerungseinrichtung, in wel  cher eine Information eingegeben wird und nach  einem definierten     Zeitintervall    an     ihrem    Ausgang wie  der verfügbar     ist.    Bei einer Verwendung als Infor  mationsspeicher kann die Information in dauerndem  Kreislauf in der     Einrichtung    gehalten werden durch  Ausbildung einer geschlossenen Schleife, indem die  Ausgangsleitung 22 mit der Eingangsleitung 20 ver  bunden wird.  



  Nachstehend sind einige Angaben über die Her  stellung der vorausgehend erläuterten Anordnung ge  macht, ohne damit jedoch den Erfindungsgegenstand  auf diese Angaben zu beschränken. Der Träger 10  in     Fig.    1 ist aus einem geschmolzenen oder einkristal  linen Quarz in Längsrichtung geschnitten, und der  Wandler 12 kann aus in Dickenrichtung polarisierten       Blei-Zirkonat-Titanit    bestehen. Die Dicke des     Wand-          lers    12 wird bestimmt durch die gewünschte Schall  frequenz. Für     eine    Frequenz von einem Megahertz  kann die Dicke 2,1 mm betragen. Die vom Schwin  gungsgenerator 14. an den Wandler 12 gelieferte Span  nung kann dabei     annähernd      50 Volt sein.

   Das  Eingabefeld, welches bei Erregung der Leitung 20  durch die Eingabeschaltung 24 auf die Schicht 18  ausgeübt wird, kann 1,0     Oersted    und der Widerstand  der Leitung 20 kann bei der verwendeten     Frequenz     5 Ohm betragen. Die Impulslänge des Erregungs  stromes in der Leitung 20 beträgt dabei annähernd  10 bis 30     Nanosekunden    für eine Frequenz von einem  Megahertz und 3 bis 10     Nanosekunden    für eine Fre  quenz von 10 Megahertz. Wenn gewünscht, kann  entweder das erdmagnetische Feld oder ein von einer       Helmholtz-Spule    erzeugtes     Vormagnetisierungsfeld     von etwa 0,1 bis 0,3     Oersted    in Richtung der  Y-Achse angelegt werden.

   Bei     Benutzung    eines Ein  schreibfeldes von weniger als 1,0     Oersted    entfällt die  Notwendigkeit eines     Vorspannungsfeldes.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPROCHE I. Dünnschichtspeicheranordnung mit einer strei fenförmig ausgebildeten Schicht (18) aus magneti schem Material, die auf einen nichtmagnetischen Träger (10) aufgebracht ist, gekennzeichnet durch wenigstens einen elektromechanischen Wandler (12), der mit dem Träger derart gekoppelt ist, dass auf den Träger übertragene Schwingungen in diesem mecha nische Longitudinal-Schwingungen hervorrufen, unter deren Einfluss sich in der Schicht durch Domänen wände begrenzte, mit den Schwingungen wandernde Zonen ausbilden, durch eine an einem Ende der Schicht derart angeordnete Schreibleitung (20),
    dass ihr zugeführte Datensignale eine Ausrichtung der Magnetisierung in der nächstgelegenen Zone in Über einstimmung mit den zu speichernden Daten bewir ken, und durch eine am anderen Ende der Schicht vorhandene Leseleitung (22), in der beim Richtungs wechsel der Magnetisierung in der ihr nächstgelegenen Zone eine Spannung induziert wird. Il. Verfahren zum Betrieb der Dünnschichtspei- cheranordnung nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der elektromechanische Wandler dem Träger periodische Schwingungen zuführt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Speicheranordnung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einem Material mit negativer Magnetostriktion besteht. 2. Speicheranordnung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schicht aus einem Ma terial mit positiver Magnetostriktion besteht. 3.
    Speicheranordnung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Schicht neben der quer zur Ausbreitungsrichtung der im Träger wirksa men mechanischen Schwingungen verlaufenden Achse leichter Magnetisierung eine zweite leichte Magneti- sierungsachse aufweist, die in Ausbreitungsrichtung der im Träger wirksamen mechanischen Schwingun gen liegt. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die periodischen Schwingungen sinusförmig sind. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schreibleitung ein Magnet feld in Richtung der Längsachse der Schicht erzeugt und jeweils dann in der dem zu speichernden Daten wert entsprechenden Polarität erregt wird, wenn durch eine von einer mechanischen Schwingung verursach ten Dehnung bzw. Schrumpfung in der der Schreib leitung nächstliegenden Zone eine magnetostriktive Anisotropie parallel zur Längsachse der Schicht ent steht. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an die Schicht ein quer zu ihrer Längsachse wirkendes Vormagnetisierungsfeld an gelegt wird.
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