CH411552A - Verfahren zum Konservieren von Grünfutter - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von Grünfutter

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CH411552A
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CH811961A
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Feuermann Herbert
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Feuermann Herbert
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K30/00Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs
    • A23K30/10Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description


  Verfahren zum Konservieren von     Grünfutter       Die bisher bekannten Verfahren zum Konservie  ren von     Grünfutter    leiden alle mehr oder weniger an  verschiedenen Nachteilen.  



  Zu denjenigen Konservierungsverfahren, welche  lediglich     Trocknungsverfahren    sind, gehört in erster  Reihe das Trocknen auf dem Felde. Heu oder Emd  werden durch Wenden und Zetteln oder auf Gerüsten  wie Heinzen oder     Reutern,    getrocknet. Befriedigende  Ergebnisse erzielt man dabei nur in Schönwetter  perioden von mehreren Tagen, aber auch dann er  fordert diese     Trocknungsart    einen grossen Aufwand  an Handarbeit, und Nährwertverluste von 30 % und  mehr sind nicht zu vermeiden. Bei regnerischem  Wetter steigt der Verlust bis zu 100 %.  



  Bei     Unterdachtrocknung    wird das Grünfutter erst  in etwa 2 Tagen auf etwa 40 % Wassergehalt vorge  trocknet und dann unter Dach mit Ventilatoren  durchgelüftet. Unter Umständen muss feuchte Luft  durchgeblasen werden, damit sich das eingelagerte  Futter infolge Selbstoxydation nicht zu stark erhitzt.  Dabei wird aber das Futter wieder feucht, was sich  nachteilig auswirkt. Auch bei diesem Verfahren ent  stehen Nährwertverluste von 30 % und mehr.  



  Bei sogenannten     Grosstrocknungsanlagen    liegen  die Nährwertverluste bei 5     %,    aber solche Anlagen  sind teuer, sie müssen     zentral    angelegt werden, so  dass die Anfahrtswege sehr lang sind. Da die Land  wirte ihr Futter praktisch zur gleichen     Zeit    schnei  den müssen, ist der Andrang bei der     Grosstrocknungs-          anlage    sehr gross, und es     entsteht    ein grosser Arbeits  zeitverlust.  



  Die     Silage    erfordert auch einen grossen Arbeits  aufwand. Die Nährwertverluste betragen wohl     nur     15-20 %, aber die Qualität des Futters leidet, die  Milch der mit     Silofutter        gefütterten    Kühe ist für  Käsebereitung weniger geeignet. überwiegende       Silagefütterung    pflegt auch     Durchfall    zu verursachen.    Die bei diesen Verfahren entstehenden Nährwert  verluste sind auf verschiedene     Ursachen    zurückzu  führen.

   Abgesehen davon, dass durch spätes Mähen  überreifes     Futter        geschnitten    wird,     bröckeln    die Blü  ten und Blätter infolge der     mechanischen    Bewegung  ab und es     sind    dies gerade diejenigen Teile, welche  die meisten Nährstoffe enthalten. Beim Trocknen auf  freiem Feld nehmen Regenwasser und Tau die was  serlöslichen,     leichtverdaulichen        Nährstoffe    schnell auf  und schwemmen sie ab. Die Bodenfeuchtigkeit verur  sacht     Verschimmeln    und Verfaulen.  



  Allen bekannten Konservierungsverfahren ist es  gemeinsam, dass die Lebensvorgänge auch noch einige  Zeit nach dem Schnitt weiter gehen, Eiweiss und  Kohlenhydrate werden teilweise umgewandelt und  gehen verloren. Bei zentralen     Trocknungsanlagen    ent  stehen auch Transportverluste.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren vermeidet die  genannten Nachteile und ermöglicht es dem Land  wirt, das     Grünfutter    ohne Nährwertverluste und prak  tisch ohne Wetterrisiko und mit geringem     Arbeitsauf-          wand    zu konservieren. Das Verfahren macht es mög  lich, das Grünfutter in der günstigsten Vegetations  zeit zu schneiden und noch am gleichen Tage zu kon  servieren. Es eignet sich zum Konservieren von fri  schem, wie von     vorgetrocknetem,    wie auch von re  gennassem Grünfutter und vermeidet alle Nährstoff  verluste. Auch die Vitamine und Mineralstoffe blei  ben dabei erhalten.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zum Konser  vieren von Grünfutter ist dadurch gekennzeichnet,  dass man das     Grünfutter    bei einer Temperatur von  weniger als -15  C     einfrieren    lässt und darauffolgend  bei einer     Temperatur    von weniger als<B><I>-5'</I></B> C lagert.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann beispiels  weise     folgendermassen    durchgeführt werden: Grün  futter wird in der günstigsten Vegetationsperiode am      Morgen geschnitten. Man wählt für diesen Zweck  möglichst einen regenfreien Tag, was man am vor  hergehend2n Tag mit einiger Sicherheit voraussehen  kann.

   Das Futter hat beim Schneiden einen Wasser  gehalt von 80-85     %.    Es wird bis gegen Abend auf dem  Feld liegengelassen, wobei es     anwelkt    und bis auf  etwa     60,%,    Wassergehalt     heruntertrocknet.    Dabei ent  stehen noch keine     Nährstoffverluste,    auch ist     es    noch  zäh genug, dass bei mechanischem Aufnehmen keine       Bröckelverluste    entstehen. Das derart     angewelkte     Futter wird noch am selben Tag in bekannten Pres  sen zu Ballen, Blöcken oder anderen handlichen  Formen gepresst und in einen     Tiefkühlraum    einge  bracht.

   In diesem wird das gepresste Futter, das ein       spez.    Gewicht von etwa 0,5 und einen Wassergehalt  von 60     %    hat, bei einer Temperatur eingefroren, die  zwischen -15  C und -25  C liegt. Das Einfrieren  erfolgt über Nacht, da es keine Wartung erfordert  und dabei der billige Nachtstrom benützt werden  kann. Nach erfolgtem Einfrieren, also am nächsten  Tag, wird das Gut entweder im selben Raum oder       vorzugsweise    in einem abgetrennten Raum bei einer  Temperatur von     -5     C bis -10  C gelagert. Bei die  ser Lagerung schadet eine tiefere Temperatur dem  Gut nicht, scheint aber überflüssig zu sein.  



  Das rasche Einfrieren des     Grünfutters        bewirkt     den Stillstand der Lebensvorgänge und der Bakte  rientätigkeit, so dass keine     Nährstoff-    und Vitamin  verluste entstehen.  



  Das Übertragen der tiefgefrorenen Grünfutter  blöcke in den Lagerungsraum erfolgt vorzugsweise  derart, dass in der Zwischenzeit die Oberfläche der  Blöcke nicht auftaut, um zu vermeiden, dass diese  im Lagerungsraum     zusammenfrieren.    Es kann auch  zwischen die einzelnen Blöcke eine Trennschicht,  z. B. aus Brettern, eingelegt werden.  



  Aus dem Lagerraum kann nach Bedarf die für  eine Fütterung benötigte Menge entnommen und  durch kurzes Liegemassen an der Luft oder durch       künstlich--        Wärmezufuhr    aufgetaut werden.  



  Die Vorteile des     erfindungsgemässen    Verfahrens  lassen sich darin zusammenfassen, dass es von einer  Person - eventuell unter Zuhilfenahme einer     Hüfs-          kraft    - durchgeführt werden kann und dass die       Nährstoffverluste        minimal    sind. Dies hat zur Folge,  dass die gleiche     Nährstoffmenge    in Form von Grün-         futter    auf einer kleineren landwirtschaftlichen Nutz  fläche gewonnen werden kann.  



       Die        Vorrichtung    zum Durchführen des Verfah  rens enthält einen Kühlraum mit isolierenden Wän  den, der zweiteilig ausgebildet ist, wobei mindestens  der eine Teil, und zwar     zweckmässigerweise    der auf  höherer Temperatur gehaltene, auf dem     Heuboden     angebracht ist. Dies hat den Vorteil, dass nur die  Isolierung und die Kälteanlage erstellt werden müs  sen, und dass das konservierte Futter in nächster  Nähe der zu fütternden Tiere gelagert wird. Dabei  kann der Kühlraum auch zum Kühlhalten anderer  Gegenstände verwendet werden, was im Bauernhaus  halt besonders vorteilhaft ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Konservieren von Grünfutter, dadurch gekennzeichnet, dass man das Grünfutter bei einer Temperatur von weniger als -15 C einfrieren lässt und darauffolgend bei einer Temperatur von weniger als -5 C lagert. II. Kühlraum mit isolierenden Wänden zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er zweiteilig ausge bildet ist, und dass mindestens der eine Teil auf einem Heuboden angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass bis auf weniger als 65 % Wasser gehalt angetrocknetes Grünfutter konserviert wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Grünfutter vor dem Einfrie ren gepresst wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, gekennzeichnet durch mechanische För derung des gepressten Grünfutters in den Tiefkühl raum. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Verwendung von frischgeschnittenem oder regennassem Grünfutter. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Verwendung eines Grünfutters, das im Zustand seines höchsten Nährwertgphaltes ge schnitten wurde.
CH811961A 1961-07-11 1961-07-11 Verfahren zum Konservieren von Grünfutter CH411552A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL1018288C2 (nl) * 2001-06-14 2002-12-17 V O F Handelsonderneming Ruvo Voedingsmiddelen voor huisdieren en werkwijze voor het vervaardigen en ter verkoop aanbieden van de voedingsmiddelen.
EP1266579A1 (de) * 2001-06-14 2002-12-18 V.O.F. Handelsonderneming RUVO Haustierfutter und Verfahren zum Verpacken eines Tierfutters

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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NL1018288C2 (nl) * 2001-06-14 2002-12-17 V O F Handelsonderneming Ruvo Voedingsmiddelen voor huisdieren en werkwijze voor het vervaardigen en ter verkoop aanbieden van de voedingsmiddelen.
EP1266579A1 (de) * 2001-06-14 2002-12-18 V.O.F. Handelsonderneming RUVO Haustierfutter und Verfahren zum Verpacken eines Tierfutters

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