CH411552A - Verfahren zum Konservieren von Grünfutter - Google Patents
Verfahren zum Konservieren von GrünfutterInfo
- Publication number
- CH411552A CH411552A CH811961A CH811961A CH411552A CH 411552 A CH411552 A CH 411552A CH 811961 A CH811961 A CH 811961A CH 811961 A CH811961 A CH 811961A CH 411552 A CH411552 A CH 411552A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- green fodder
- less
- fodder
- temperature
- cut
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 21
- 235000016709 nutrition Nutrition 0.000 claims description 7
- 239000004459 forage Substances 0.000 claims description 5
- 238000007710 freezing Methods 0.000 claims description 5
- 230000008014 freezing Effects 0.000 claims description 5
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 8
- 235000015097 nutrients Nutrition 0.000 description 7
- 239000004460 silage Substances 0.000 description 3
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 235000013343 vitamin Nutrition 0.000 description 2
- 229940088594 vitamin Drugs 0.000 description 2
- 229930003231 vitamin Natural products 0.000 description 2
- 239000011782 vitamin Substances 0.000 description 2
- 241000283690 Bos taurus Species 0.000 description 1
- 206010012735 Diarrhoea Diseases 0.000 description 1
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 230000001580 bacterial effect Effects 0.000 description 1
- 235000014633 carbohydrates Nutrition 0.000 description 1
- 150000001720 carbohydrates Chemical class 0.000 description 1
- 235000013351 cheese Nutrition 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 235000013305 food Nutrition 0.000 description 1
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 1
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 1
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 1
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 1
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 238000004321 preservation Methods 0.000 description 1
- 102000004169 proteins and genes Human genes 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 238000005057 refrigeration Methods 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23K—FODDER
- A23K30/00—Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs
- A23K30/10—Processes specially adapted for preservation of materials in order to produce animal feeding-stuffs of green fodder
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Zoology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Fodder In General (AREA)
Description
Verfahren zum Konservieren von Grünfutter Die bisher bekannten Verfahren zum Konservie ren von Grünfutter leiden alle mehr oder weniger an verschiedenen Nachteilen.
Zu denjenigen Konservierungsverfahren, welche lediglich Trocknungsverfahren sind, gehört in erster Reihe das Trocknen auf dem Felde. Heu oder Emd werden durch Wenden und Zetteln oder auf Gerüsten wie Heinzen oder Reutern, getrocknet. Befriedigende Ergebnisse erzielt man dabei nur in Schönwetter perioden von mehreren Tagen, aber auch dann er fordert diese Trocknungsart einen grossen Aufwand an Handarbeit, und Nährwertverluste von 30 % und mehr sind nicht zu vermeiden. Bei regnerischem Wetter steigt der Verlust bis zu 100 %.
Bei Unterdachtrocknung wird das Grünfutter erst in etwa 2 Tagen auf etwa 40 % Wassergehalt vorge trocknet und dann unter Dach mit Ventilatoren durchgelüftet. Unter Umständen muss feuchte Luft durchgeblasen werden, damit sich das eingelagerte Futter infolge Selbstoxydation nicht zu stark erhitzt. Dabei wird aber das Futter wieder feucht, was sich nachteilig auswirkt. Auch bei diesem Verfahren ent stehen Nährwertverluste von 30 % und mehr.
Bei sogenannten Grosstrocknungsanlagen liegen die Nährwertverluste bei 5 %, aber solche Anlagen sind teuer, sie müssen zentral angelegt werden, so dass die Anfahrtswege sehr lang sind. Da die Land wirte ihr Futter praktisch zur gleichen Zeit schnei den müssen, ist der Andrang bei der Grosstrocknungs- anlage sehr gross, und es entsteht ein grosser Arbeits zeitverlust.
Die Silage erfordert auch einen grossen Arbeits aufwand. Die Nährwertverluste betragen wohl nur 15-20 %, aber die Qualität des Futters leidet, die Milch der mit Silofutter gefütterten Kühe ist für Käsebereitung weniger geeignet. überwiegende Silagefütterung pflegt auch Durchfall zu verursachen. Die bei diesen Verfahren entstehenden Nährwert verluste sind auf verschiedene Ursachen zurückzu führen.
Abgesehen davon, dass durch spätes Mähen überreifes Futter geschnitten wird, bröckeln die Blü ten und Blätter infolge der mechanischen Bewegung ab und es sind dies gerade diejenigen Teile, welche die meisten Nährstoffe enthalten. Beim Trocknen auf freiem Feld nehmen Regenwasser und Tau die was serlöslichen, leichtverdaulichen Nährstoffe schnell auf und schwemmen sie ab. Die Bodenfeuchtigkeit verur sacht Verschimmeln und Verfaulen.
Allen bekannten Konservierungsverfahren ist es gemeinsam, dass die Lebensvorgänge auch noch einige Zeit nach dem Schnitt weiter gehen, Eiweiss und Kohlenhydrate werden teilweise umgewandelt und gehen verloren. Bei zentralen Trocknungsanlagen ent stehen auch Transportverluste.
Das erfindungsgemässe Verfahren vermeidet die genannten Nachteile und ermöglicht es dem Land wirt, das Grünfutter ohne Nährwertverluste und prak tisch ohne Wetterrisiko und mit geringem Arbeitsauf- wand zu konservieren. Das Verfahren macht es mög lich, das Grünfutter in der günstigsten Vegetations zeit zu schneiden und noch am gleichen Tage zu kon servieren. Es eignet sich zum Konservieren von fri schem, wie von vorgetrocknetem, wie auch von re gennassem Grünfutter und vermeidet alle Nährstoff verluste. Auch die Vitamine und Mineralstoffe blei ben dabei erhalten.
Das erfindungsgemässe Verfahren zum Konser vieren von Grünfutter ist dadurch gekennzeichnet, dass man das Grünfutter bei einer Temperatur von weniger als -15 C einfrieren lässt und darauffolgend bei einer Temperatur von weniger als<B><I>-5'</I></B> C lagert.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann beispiels weise folgendermassen durchgeführt werden: Grün futter wird in der günstigsten Vegetationsperiode am Morgen geschnitten. Man wählt für diesen Zweck möglichst einen regenfreien Tag, was man am vor hergehend2n Tag mit einiger Sicherheit voraussehen kann.
Das Futter hat beim Schneiden einen Wasser gehalt von 80-85 %. Es wird bis gegen Abend auf dem Feld liegengelassen, wobei es anwelkt und bis auf etwa 60,%, Wassergehalt heruntertrocknet. Dabei ent stehen noch keine Nährstoffverluste, auch ist es noch zäh genug, dass bei mechanischem Aufnehmen keine Bröckelverluste entstehen. Das derart angewelkte Futter wird noch am selben Tag in bekannten Pres sen zu Ballen, Blöcken oder anderen handlichen Formen gepresst und in einen Tiefkühlraum einge bracht.
In diesem wird das gepresste Futter, das ein spez. Gewicht von etwa 0,5 und einen Wassergehalt von 60 % hat, bei einer Temperatur eingefroren, die zwischen -15 C und -25 C liegt. Das Einfrieren erfolgt über Nacht, da es keine Wartung erfordert und dabei der billige Nachtstrom benützt werden kann. Nach erfolgtem Einfrieren, also am nächsten Tag, wird das Gut entweder im selben Raum oder vorzugsweise in einem abgetrennten Raum bei einer Temperatur von -5 C bis -10 C gelagert. Bei die ser Lagerung schadet eine tiefere Temperatur dem Gut nicht, scheint aber überflüssig zu sein.
Das rasche Einfrieren des Grünfutters bewirkt den Stillstand der Lebensvorgänge und der Bakte rientätigkeit, so dass keine Nährstoff- und Vitamin verluste entstehen.
Das Übertragen der tiefgefrorenen Grünfutter blöcke in den Lagerungsraum erfolgt vorzugsweise derart, dass in der Zwischenzeit die Oberfläche der Blöcke nicht auftaut, um zu vermeiden, dass diese im Lagerungsraum zusammenfrieren. Es kann auch zwischen die einzelnen Blöcke eine Trennschicht, z. B. aus Brettern, eingelegt werden.
Aus dem Lagerraum kann nach Bedarf die für eine Fütterung benötigte Menge entnommen und durch kurzes Liegemassen an der Luft oder durch künstlich-- Wärmezufuhr aufgetaut werden.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens lassen sich darin zusammenfassen, dass es von einer Person - eventuell unter Zuhilfenahme einer Hüfs- kraft - durchgeführt werden kann und dass die Nährstoffverluste minimal sind. Dies hat zur Folge, dass die gleiche Nährstoffmenge in Form von Grün- futter auf einer kleineren landwirtschaftlichen Nutz fläche gewonnen werden kann.
Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfah rens enthält einen Kühlraum mit isolierenden Wän den, der zweiteilig ausgebildet ist, wobei mindestens der eine Teil, und zwar zweckmässigerweise der auf höherer Temperatur gehaltene, auf dem Heuboden angebracht ist. Dies hat den Vorteil, dass nur die Isolierung und die Kälteanlage erstellt werden müs sen, und dass das konservierte Futter in nächster Nähe der zu fütternden Tiere gelagert wird. Dabei kann der Kühlraum auch zum Kühlhalten anderer Gegenstände verwendet werden, was im Bauernhaus halt besonders vorteilhaft ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Konservieren von Grünfutter, dadurch gekennzeichnet, dass man das Grünfutter bei einer Temperatur von weniger als -15 C einfrieren lässt und darauffolgend bei einer Temperatur von weniger als -5 C lagert. II. Kühlraum mit isolierenden Wänden zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er zweiteilig ausge bildet ist, und dass mindestens der eine Teil auf einem Heuboden angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass bis auf weniger als 65 % Wasser gehalt angetrocknetes Grünfutter konserviert wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Grünfutter vor dem Einfrie ren gepresst wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 2, gekennzeichnet durch mechanische För derung des gepressten Grünfutters in den Tiefkühl raum. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Verwendung von frischgeschnittenem oder regennassem Grünfutter. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Verwendung eines Grünfutters, das im Zustand seines höchsten Nährwertgphaltes ge schnitten wurde.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH811961A CH411552A (de) | 1961-07-11 | 1961-07-11 | Verfahren zum Konservieren von Grünfutter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH811961A CH411552A (de) | 1961-07-11 | 1961-07-11 | Verfahren zum Konservieren von Grünfutter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH411552A true CH411552A (de) | 1966-04-15 |
Family
ID=4335468
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH811961A CH411552A (de) | 1961-07-11 | 1961-07-11 | Verfahren zum Konservieren von Grünfutter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH411552A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1018288C2 (nl) * | 2001-06-14 | 2002-12-17 | V O F Handelsonderneming Ruvo | Voedingsmiddelen voor huisdieren en werkwijze voor het vervaardigen en ter verkoop aanbieden van de voedingsmiddelen. |
| EP1266579A1 (de) * | 2001-06-14 | 2002-12-18 | V.O.F. Handelsonderneming RUVO | Haustierfutter und Verfahren zum Verpacken eines Tierfutters |
-
1961
- 1961-07-11 CH CH811961A patent/CH411552A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1018288C2 (nl) * | 2001-06-14 | 2002-12-17 | V O F Handelsonderneming Ruvo | Voedingsmiddelen voor huisdieren en werkwijze voor het vervaardigen en ter verkoop aanbieden van de voedingsmiddelen. |
| EP1266579A1 (de) * | 2001-06-14 | 2002-12-18 | V.O.F. Handelsonderneming RUVO | Haustierfutter und Verfahren zum Verpacken eines Tierfutters |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| Reeves et al. | Forage quality of kikuyu (Pennisetum clandestinum): the effect of time of defoliation and nitrogen fertiliser application and in comparison with perennial ryegrass (Lolium perenne) | |
| Thomas et al. | Comparisons between alfalfa silage and hay | |
| Rotz | Economics of chemically conditioned alfalfa on Michigan dairy farms | |
| Ozanne et al. | Preference of grazing sheep for pasture of high phosphate content | |
| Cline et al. | Calcium accumulation in Delicious apple fruit | |
| CH411552A (de) | Verfahren zum Konservieren von Grünfutter | |
| Macpherson | Changes in nitrogen distribution in crop conservation. II—protein breakdown during wilting | |
| Gonske et al. | Effect of Fertilizer Nitrogen, Variety and Maturity on the Dry Matter Yield and Nitrogen Fractions of Corn Grown for Silage 1 | |
| Dijkstra | The conservation of grass for feeding purposes in agriculture. | |
| DE1601882A1 (de) | Kuehltunnel fuer Gruenfutter oder Blattgemuese u.dgl. | |
| Huffman | Summer feeding of dairy cattle. A review | |
| AT237427B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Konservierung von Grünfutter | |
| Reed | Alfalfa silage | |
| Monroe et al. | The loss of nutrients in hay and meadow crop silage during storage | |
| Lukuyu et al. | Use of crop residue as feed for ruminant livestock: A guide for smallholder farmers | |
| Muller et al. | The drying rate and chemical composition of field and artificially dried lucerne hay | |
| Hodgson et al. | Measuring the yield of nutrients of experimental pastures | |
| Catchpoole | Effects of season, maturity and rate of nitrogen fertilizer on ensilage of Setaria sphacelata | |
| Fribourg | Fertilization of summer annual grasses and silage crops | |
| Kiesselbach et al. | Quality of alfalfa hay in relation to curing practice | |
| DE2019972A1 (de) | Vorwelken von Futterpflanzen | |
| Machado et al. | Dehydration curve, gas exchange, and nutritional value of Bermuda grass hay under different conditions of storage | |
| Montgomery et al. | Effect of maturity of corn on silage quality and milk production | |
| Van Schalkwyk, A. & Lombard | The influence of phosphorus supplementation on body function and growth of young steers | |
| DE2648648A1 (de) | Verfahren zum behandeln von heu- und/ oder alfalfafutterpflanzen |