Magnetkreisanordnung als Schienenkontakt an einer Eisenbahnschiene, insbesondere zum Zwecke der Achszählung Die Erfindung betrifft eine Magnetkreisanord nung als Schienenkontakt, bestehend aus einem ma gnetischen Haupt- und Kompensationskreis, an einer Eisenbahnschiene, insbesondere zum Zwecke der Achszählung.
Bekannt sind bereits verschiedene Lösungsvor schläge, z. B. die horizontale Anordnung eines Haupt- und Kompensationskreises parallel zur Schiene. Durch das vorbeigleitende Rad wird dabei der Arbeitsluftspalt des Hauptkreises verändert und damit eine Flussänderung im Umwandlungsorgan er zeugt. Der Kompensationskreis wird praktisch nicht beeinflusst.
Weiterhin ist bekannt, den Hauptmagnet unter halb des Spurkranzes anzuordnen, wobei der Kom pensationskreis wie vorstehend beschrieben liegt. Durch die Radeinwirkung erfolgt eine Flussablenkung des Hauptkreises vom Umwandlungsorgan zum Rad. Der Kompensationskreis wird ebenfalls praktisch nicht beeinflusst. Schliesslich ist noch eine Anordnung gebräuchlich, die senkrecht zur Schiene wirkt, und zwar derart, dass das Rad den Hauptfluss zum Rad und dann zur Schiene lenkt, zugleich wird aber der Kompensationskreis durch das Rad beeinflusst. Die Wirkungen von Haupt und Kompensationskreis ad dieren sich. Allen genannten Lösungen sind folgende Nachbeile gemeinsam: 1.
Die im Eisenbahnbetrieb auftretende Verschie bung des Radsatzes gegenüber den Schienen bewirkt eine erhebliche Steigerung bzw. Verkleinerung der erzeugten Flussänderung, d. h. die Länge der erzeug ten Impulse verändert sich sehr stark, wodurch sich bei der Ausnutzung der Überlappung zur richtungs abhängigen Zählung Schwierigkeiten ergeben, die so gar zu Fehlimpulsen führen können. 2. Die Anordnung geht mindestens bis Schienen oberkante, in der praktischen Ausführung sogar dar über.
Dadurch ist eine Beschädigung durch herab hängende Teile möglich und ein Einsatz im Gruben betrieb unmöglich.
Die Erfindung -stellt sich zur Aufgabe, eine Ma gnetkreisanordnung mit grösserer und gleichmässigerer Empfindlichkeit zu schaffen. Die erfindungsgemässe Anordnung, die die Mängel des Bekannten behebt, löst die vorstehend genannte Aufgabe in der Weise, dass das aus zwei quermagnetisierten Magnetstäben bestehende und den Kompensationsmagnetfluss erzeu gende Magnetsystem innerhalb und neben den Enden eines den Hauptmagnetfluss erzeugenden hufeisenför migen Magnetsystems angeordnet ist,
dass die Magnet kreisanordnung seitlich unterhalb des Schienenkopfes und parallel zur Schiene liegt und dass Haupt und Kompensationsmagnetfuss den Spurkranz eines auf der Schiene zu laufen bestimmten Rades gleich sinnig, das Umwandlungsorgan dagegen entgegenge setzt durchsetzen.
Der wesentliche, sich erfindungsgemäss ergebende Vorteil ist insbesondere darin zu erblicken, dass ausser der Erhöhung der Empfindlichkeit der Magnetkreis- anordnung eine seitliche Verschiebung des Radsat zes sich nur noch geringfügig auf die Grösse der er zeugten Flussänderung auswirkt.
Nachstehend wird eine beispielsweise Ausführung der Magnetanordnung anhand der Zeichnung näher beschrieben: Parallel zur Schiene 1 und unterhalb des Spur kranzes 2 (Fig. la) ist ein kombiniertes. Magnetsystem (3 bis 9) zur Erzeugung des Haupt- und Kompen- sationsmagnetflusses angeordnet.
Der Hauptmagnet- fluss OH (Fig. <B>l b)</B> führt über die beiden ein hufeisen förmiges Magnetsystem bildenden Dauermagnete 3 und 4 und die Weicheisenstücke 5 und 6, zwischen denen sich das Umwandlungsorgan 7 befindet. Das Kom pensationsmagnetsystem besteht aus zwei quermagne tisierten Magnetstäben 8 und 9, dem Kompensations luftspalt 10 und den vorgenannten Weicheisenstücken.
Im Ruhezustand hat der Magnetfluss im Haupt kreis OH folgenden Verlauf: Nordpol Magnet 3, Arbeitsluftspalt 11 in Fig. 1a, Schienenkopf, Arbeitsluftspalt 12, Südpol Magnet 4, Weicheisenstück 6, Umwandlungsorgan 7, Weich eisenstück 5, Südpol Magnet 3.
Der Kompensationsfluss OK besteht aus zwei Tei len, der erste Teil verläuft folgendermassen: Nordpol Magnet 8, Weicheisenstück 5, Umwand lungsorgan 7, Weicheisenstück 6, Südpol Magnet 9, Luftspalt 10, Südpol Magnet B.
Der zweite Teil geht vom Nordpol Magnet 8 über Luftspalt 11 zum Schienenkopf und weiter über Luft- spalt 12, Magnet 9 und Luftspalt 10 zum Südpol des Magneten B.
Im Umwandlungsorgan wirkt die Flussdifferenz OH-OK. Befindet sich der Spurkranz über der Ma gnetanordnung, so wird Luftspalt 11 und 12 kleiner und damit OH um d AOH grösser. Ausserdem wird durch die Verkleinerung von Luftspalt 11 und 12 Oh im Umwandlungsorgan um AOK kleiner. Es ergibt sich also insgesamt eine Flussänderung von AO = AOH + AOK. Bei seitlichen Verschiebungen des Rades 2 ergibt sich eine geringe Vergrösserung von AO, bis der Spurkranz die gesamte Magnetbreite überdeckt. Weitere Ver schiebung führt zu einer Verkleinerung von AO. Es entsteht also der in Fig.2 gezeigte Verlauf. Durch eine seitliche Verschiebung der Magnetanordnung ge- genüber dem Schienenkopf, kann man die Lage des Maximums beliebig verändern.
Wird der Arbeitspunkt in das Maximum gelegt, so ergibt sich der Vorteil, dass bei gegenüber ange ordneten Geräten (richtungsabhängige Auswertung) eine seitliche Verschiebung des Radsatzes bei beiden Geräten eine gleichsinnige Veränderung von AO zur Folge hat, d. h. die Länge der erzeugten Impulse ist praktisch unabhängig von seitlichen Verschiebungen (z. B. auch Spurerweiterungen) des Radsatzes. Die erzeugte Flussänderung kann mit einem der bekannten Umwandlungsorgane, z. B. Flachschutz kontakt, Magnetverstärker, Förstersonde, in eine elek trische Grösse zur Verwendung als Schienenkontakt oder zum Zwecke der Achszählung umgewandelt werden.