CH412538A - Verfahren zum Mischen von pulverförmigem, körnigem und spanartigem Mischgut in einem stehenden Druckbehälter mit Austragkonus und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Mischen von pulverförmigem, körnigem und spanartigem Mischgut in einem stehenden Druckbehälter mit Austragkonus und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Mischen von pulverförmigem, körnigem und spanartigem Mischgut in einem stehenden Druckbehälter mit Austragkonus und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Mischen von pulverförmigem, körnigem und spanartigem Mischgut in einem stehenden Druckbehälter mit Austragkonus, an dessen unterem Teil Druckluftdüsen angeschlossen sind und bei dem die eingeblasene Druckluft durch das den Behälter zum Teil füllende Mischgut in den ungefüllten Raum oberhalb des Mischgutes strömt, ferner nach Abschalten der Druckluftzufuhr von der Luft mitgerissenes Mischgut abgesetzt wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Mit der Erfindung wird einmal eine Verbesserung des Mischvorganges bezweckt, indem verhütet werden soll, dass ein zur Verarbeitung kommendes Mischgut mit Restbestandteilen eines vorhergehenden Mischvorganges in Verbindung kommt. Zum anderen soll der Überdruck im Behälter möglichst gering gehalten werden, was den Vorteil hat, dass dann der Behälter selbst wie auch sämtliche Zubehörteile schwächer bemessen sein können. Ein bekannter Mischer arbeitet in der Weise, dass die Druckluft durch die Düsen kurzzeitig mit hohem Druck eingeblasen wird, wodurch das im Behälter befindliche Mischgut durcheinandergewirbelt und homogen gemischt wird. Die Druckluftstösse sind von sehr kurzer Dauer mit dazwischenliegenden Pausen von etwas längerer Dauer. Die in den Mischbehälter durch die Düsen eintretende Luft soll staubfrei abgeführt werden, um die Verluste an Mischgut möglichst gering zu halten und auch die Umgebung vor Verstaubung zu schützen. Zum Filtrieren der aus dem Behälter austretenden Luft sind auf dem Deckel des Behälters Filterschläuche angebracht, die durch irgendein geeignetes Rüttelsystem laufend gesäubert werden, so dass das durch diese Schläuche zurückgehaltene Mischgut wieder in den Behälter zurückfällt. Trotz dieser laufenden Reinigung der Filterschläuche bleibt mit der Zeit Restgut an den Filterschläuchen haften, das bei nachfolgenden Mischprozessen in das Mischgut gelangt und dieses verunreinigt. Dieser Zustand macht das aufeinanderfolgende Mischen von verschiedenem Mischen gut praktisch unbrauchhar, oder es müssen beim Wechseln des Mischgutes nicht nur der Behälter gereinigt, sondern auch die Filterschläuche ausgetauscht werden. Aber gerade das Auswechseln der Filter ist eine sehr umständliche, zeitraubende und kostspielige Angelegenheit. Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, das Verfahren in solcher Weise durchzuführen, dass die eingeblasene Druckluft durch das den Behälter zum Teil füllende Mischgut in den ungefüllten druckdichten Raum oberhalb des Mischen gutes strömt und sich in diesem sammelt, dann nach Abschalten der Druckluftzufuhr von der Luft mitgerissenes Mischgut ; abgesetzt wird, hierauf das Abblasen der gesammelten Druckluft erfolgt. Mit diesem Verfahren wird die erstrebte Verbesserung des Mischvorganges hinsichtlich der Reinhaltung des Mischgutes von Restbestandteilen erreicht. Im Behälter entsteht jedoch hierbei ein höherer Überdruck als bei dem vorbekannten Verfahren. Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, diesen höheren Überdruck auch noch zu vermeiden. Zu diesem Zwecke wird nach der vorliegenden Erfindung so verfahren, dass vor dem Einblasen der Druckluft durch das in dem Behälter befindliche Mischgut in den dichten ungefüllten Luftraum oberhalb des Mischgutes die Luft aus diesem In der Zeichnung ist an einem Ausführungsbeispiel eines Druckbehälters mit Austragkonus veranschaulicht, wie das Verfahren nach der Erfindung durchgeführt wird. Die Fig. l bis 5 zeigen den Druckbehälter jeweils in einem Vertikalschnitt. Fig. 1 zeigt den zylinderförmigen Druckbehälter 1, nachdem das Mischgut 2 durch den Einfüllstutzen 3 bei geöffneter Einfüllöffnung 4 in den Behälter 1 eingefüllt worden ist. In dieser Ausgangsstellung ist die halbkugelförmige Membrane 5 in die gleichfalls halbkugelförmige Haube 6 nach oben zurückgestülpt und liegt an der Innenfläche der Haube 6 an. Das Entlüftungsventil 7 und das Ventil 8 für den Eintritt der Druckluft in den Innenraum der Haube 6 sind in dieser Stellung geschlossen. Ausserdem sind in dieser Ausgangsstellung die Ventile 9 und 10 für den Austritt der zu verdrängenden Luft und für die Spülluft des Filters 11 geschlossen. In Fig. 2 nun ist gezeigt, wie nach Öffnen des Ventils 8 Druckluft in den Innenraum der Haube 6 einströmt und die Membrane 5 nach unten durch sttilpt, so dass die Membrane 5 mit der Haube 6 eine volle Kugel bildet. Da in dieser Stellung auch das Luftaustrittsventil 9 geöffnet ist, kann die über dem Mischgut 2 im Behälterraum 12 befindliche Luft durch die Membrane 5 aus diesem Raum verdrängt werden und über den Filter 11 durch das Ventil 9 ins Freie austreten. Dies ist also der eigentliche Verdrängervorgang. An diesen Verdrängervorgang schliesst sich der Mischvorgang an, der in Fig. 3 gezeigt ist. Das Luftaustrittsventil 8 und das Luftaustrittsventil 9 wie auch das Spülluftventil 10 sind geschlossen, während das Entlüftungsventil 7 und das Ventil 13 für den Eintritt der Druckluft durch die Düsen 14 in den Austragkonus 15 geöffnet sind. Durch das Druckluftventil 13 und die Düsen 14 wird ein kurzer Druckluftstoss in das Mischgut 2 hineingeblasen. Infolge der hinzutretenden Druckluft wird die Membrane 5 in den Innenraum der Haube 6 zurückgestülpt. Hierbei wird die in dem von der Membrane 5 und der Haube 6 gebildeten kugelförmigen Raum befindliche Luft durch das Entlüftungsventil 7 ausgeblasen. Die Membrane 5 kommt dabei wieder zum Anliegen an die Innenfläche der Haube 6. In Fig. 4 ist gezeigt, wie das Mischgut nach dem kurzen Druckluftstoss wieder zur Beruhigung kommt, nachdem sämtliche Ventile 7, 8, 9, 10 und 13 gesohlossen sind. Hiernach wird das Ventil 10 geöffnet, durch das Spülluft durch den Filter 11 in den Behälter 1 eingeblasen wird und hierbei den Filter 11 reinigt. Diese Stellung ist aus Fig. 5 ersichtlich. Je nach der Beschaffenheit des Mischgutes kann der Mischvorgang mehrere Male wiederholt werden, so wie er in den Fig. 1 bis 4 dargestellt ist und vor sich geht. Wenn der Mischvorgang beendet ist, dann kann das Mischgut nach Öffnen des Kegelverschlusses 16 Raum ganz oder teilweise verdrängt und hierauf dieser Raum zum Aufnehmen der eingeblasenen Druckluft wieder freigegeben wird. Da bei diesem Verfahren die Druckluft in den freigegebenen luftleeren Verdrängungsraum einströmt, entsteht in diesem Raum bei sonst gleichen Abmessungen und Druckluftmengen ein geringerer Überdruck als bei einem ohne Verdrängung der Luft arbeitenden Behälter. Das Verfahren kann dabei in an sich bekannter Weise so durchgeführt werden, dass auf kurzzeitige Druckluftstösse jeweils Pausen folgen, während derer von der in dem ungefüllten Raum oberhalb des Mischgutes gesammelten Druckluft mitgerissenes Mischgut abgesetzt wird, worauf erneut das Verdrängen der Luft aus dem ungefüllten Luftraum erfolgt. Auf kurzzeitige Druckluftstösse können jeweils Pausen von längerer Dauer als die Druckluftstösse folgen. Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Vorrichtung zu Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aus einem stehenden zylinderförmigen Behälter mit einem Austragkonus besteht, an den die Druckluftdüsen ringsherum angeschlossen sind, dessen oberes Ende durch eine dichte, die Vorrichtung zum Verdrängen der Luft enthaltene Haube abgeschlossen ist, unterhalb der sich der Einfüllstutzen für das Mischgut und der Austragstutzen für die aus dem ungefüllten Raum verdrängte Luft befindet. Der oberhalb dem für das Mischgut bestimmte Raum vorhandene Luftsammelraum ist zweckmässig derart bemessen, dass zur Aufnahme mehrerer aufeinanderfolgender Druckluftstösse ausreicht, auf die eine Pause längerer Dauer folgt, während das mitgerissene Mischgut abgesetzt wird. Die Verdrängereinrichtung besteht zweckmässig aus einer Membran, einer Blase oder einem Balg oder einem ähnlichen Mittel. Zum Betätigen dieser Verdrängereinrichtung können pneumatische, hydraulische, mechanische oder elektrische Mittel vorgesehen sein. Zweckmässig sind hinter dem Luftaustrittsstutzen ein Filter, ein Abscheider sowie eine Beruhigungskammer oder eine Wasservorlage angeordnet. Wenn auch noch Vorsorge getroffen werden soll, dass kein Mischgut ausserhalb des Behälters gelangt, dann kann hinter dem Luftauslass ein Filter, ein Abscheider, eine Beruhigungskammer oder eine Wasservorlage angeordnet sein. Ebenso können ausser am Austragkonus auch am zylindrischen Mantel des Behälters oberhalb des Austragkonus zusätzliche Druckluftdüsen angeschlossen sein. Dies kann, je nach dem zu verarbeitenden Mischgut, zu einer Verbesserung der Vermischung beitragen. Je nach dem zu verarbeitenden Mischgut kann auch eine andere Anordnung der Druckluftdüsen, und zwar radial oder tangential oder eine Kombination solcher Anordnungen zweckmässig sein. Ebenso können die Druckluftdüsen verstellbar angeordnet sein. (1) mit einem Austragkonus (15) besteht, an den die Druckluftdüsen (14) ringsherum angeschlossen sind, dessen oberes Ende durch eine dichte, die Vorrichtung zum Verdrängen der Luft enthaltene Haube (6) abgeschlossen ist, unterhalb der sich der Einfüllstutzen (3) für das Mischgut und der Austragstutzen (9, 10) für die aus dem ungefüllten Raum verdrängte Luft befinden.
Claims (1)
- UNTERANSPRÜCHE 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der oberhalb dem für das Mischgut bestimmten Raum vorhandene Luftsammelraum derart bemessen ist, dass er zur Aufnahme der Druckluft mehrerer aufeinanderfolgender Druckluftstösse ausreicht.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängervorrichtung aus einer Membran besteht.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängervorrichtung aus einer Blase besteht.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängervorrichtung aus einem Balg besteht.7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängervorrichtung mittels pneumatischer und/oder hydraulischer und/oder mechanischer und/oder elektrischer Mittel betätigt wird.8. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Luftaustrittsstutzen ein Filter, ein Abscheider sowie eine Beruhigungs kammer oder eine Wasservorlage angeordnet sind.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ausser am Austragkonus (15) auch am Mantel des Behälters (1) oberhalb des Aus tragkonus (15) zusätzlich Druckluftdüsen angeschlossen sind.10. Vorrichtung nach Patentanspruch II oder einem der Unteransprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftdüsen radial oder tangential oder in dieser Anordnung kombiniert angebracht sind.11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftdüsen verstellbar angeordnet sind. aus dem Behälter 1 durch das Ablaufrohr 17 abgeführt werden.Der Durchmesser des Druckbehälters 1 kann grösser oder kleiner als der Durchmesser der Verdrängereinrichtung gehalten sein. In Fig. 5 ist ein Druckbehälter 1 gezeigt, dessen Membrane 5 und Haube 6 grösser gehalten sind als bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4. Die sonstige Ausbildung und Arbeitsweise des Druckbehälters 1 nach Fig. 5 ist im übrigen die gleiche wie bei dem Druckbehälter 1 nach den Fig. 1 bis 4. Bei dem Druckbehälter 1 nach Fig. 5 kann im Vergleich zu dem Druckbehälter 1 nach den Fig. 1 bis 4 der Verdrängungsraum im Verhältnis zum Mischgut vergrössert werden.PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Mischen von pulverförmigem, körnigem und spanartigem Mischgut in einem stehenden Druckbehälter mit Austragkonus, an dessen unterem Teil Druckluftdüsen angeschlossen sind, und bei dem die eingeblasene Druckluft durch das den Behälter zum Teil füllende Mischgut in den ungefüllten Raum oberhalb des Mischgutes strömt, ferner nach Abschalten der Druckluftzufuhr von der Luft mitgerissenes Mischgut abgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einblasen der Druckluft durch das in dem Behälter befindliche Mischgut in den dichten ungefüllten Luftraum oberhalb des Mischgutes die Luft aus diesem Raum ganz oder teilweise verdrängt und hierauf dieser Raum zum Aufnehmen der eingeblasenen Druckluft wieder freigegeben wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf kurzzeitige Druckluftstösse jeweils Pausen folgen, während derer von der in dem ungefüllten Raum oberhalb des Mischgutes ge gesammelten Druckluft mitgerissenes Mischgut abgesetzt wird, worauf erneut das Verdrängen der Luft aus dem ungefüllten Luftraum erfolgt.2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf kurzzeitige Druckluftstösse jeweils Pausen von längerer Dauer als die Druckluftstösse folgen.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem stehenden zylinderförmigen Behälter
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