CH412836A - Verfahren zur Herstellung von Dinitro-Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dinitro-Verbindungen

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CH412836A
CH412836A CH519461A CH519461A CH412836A CH 412836 A CH412836 A CH 412836A CH 519461 A CH519461 A CH 519461A CH 519461 A CH519461 A CH 519461A CH 412836 A CH412836 A CH 412836A
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Klager Karl
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Aerojet General Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/08Preparation of nitro compounds by substitution of hydrogen atoms by nitro groups

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Description


      Verfahren        zur   <B>Herstellung von</B>     Dinitro-Verbindungen       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel  lung von     Dinitro-Verbindungen,    bei welchem das       Reaktionsprodukt    ohne     vorherige    Isolierung des       Zwischenprodukts    aus     der    Reaktionsmischung erhal  ten wird.  



  Bisher wurden     Dinitro-Verbindungen    im Labora  torium     durch        oxydierende        Nitrierung        hergestellt.    Die  ses     Verfahren    gibt für kleine Mengen     ausgezeichnete     Ausbeuten und ist sehr einfach in der Durchführung.  Soll das Verfahren jedoch mit     grösseren    Mengen       durchgeführt        werden,    so sinkt die Ausbeute bereits  bei Mengen von z.

   B. 250 g weit     unter    die für     eine     Anwendung des Verfahrens     in    der Praxis erforderli  chen     Werte.     



  Für die     Herstellung    von     Dinitro-Verbindungen     wurde bisher im wesentlichen das folgende     Verfahren     angewendet: Eine     Mononitro-Verbindung    wird mit       Alkali-hydroxyd,    beispielsweise Natrium- oder     Ka-          lium-hydroxyd    in ihr     Aci-Salz    verwandelt, das mit       Natriurnnitrit    einen Komplex bildet.

   Zu diesem Kom  plex wird so schnell wie     möglich    eine Lösung von       Silbernitrat    zugegeben und nach     Entfernung    des aus  gefallenen metallischen Silbers das     Reaktionsprodukt     von der     Reaktionsmischung    getrennt. Die     Reaktions-          produktausbeuten    sinken jedoch sehr stark, sobald  die Reaktionsmengen     vergrössert    werden.

   Dies ist auf  die physikalische Begrenzung     in    der     Zugabege-          schwindigkeit    des     Silbernitrats        zurückzuführen.        In     der vorliegenden Erfindung wurde nun gefunden,       dass        zufriedenstellende        Ausbeuten        erhalten        werden,     die weit über den bisherigen liegen,     wenn    das nach  folgende     abgeänderte    Verfahren     angewendet    wird.  



  Es wurde festgestellt, dass zur Erreichung     besse-          rer        Ausbeuten    die Reaktion des     Nitritkomplexes    mit  dem     Silbernitrat    in einem     begrenzten        pH-Bereich          durchgeführt        werden    muss,

       und.    zwar     muss    der         pH-Bereich    zwischen 4 und 5     liegen.    Bei dem bisher  verwendeten     Verfahren    waren solche     Reaktionsbe-          dingungen    besonders bei Durchführung des Verfah  rens     in    grossem     Massstab        unierreichbar.    Der     pH-Wert     des     Aci-Salzes    der     Nitro-Verbindung    lag bei den bis  herigen,

       Verfahren    zu     Beginn    der     Reaktion    gewöhn  lich zwischen 8     und    10, und er wurde auch. durch die  Zugabe von     Natriumnitrit    nicht wesentlich herabge  setzt.

   Die Zugabe von     Silbernitrat-Lösung,    die     nor-          malerweise    einen     pH    Bereich von 4 bis 5 aufweist,       bewirkt    eine     fortschreitende        Änderung    des     pH-Wer-          tes    von einem hohen auf     einen        niederen    Wert;

   es sei  denn, dass das     Silbernitrat    auf einmal zugegeben  wenden kann, wodurch ein     schnelles        Absinken    des       pH-Wertes    auf     einen        niederen        Wert    eintreten würde.  Dies war bei dem älteren     Verfahren    nicht möglich.

    Die Reaktion verlief     vielmehr        in    ,dem     pH=Bereich     zwischen 5 und 10, woben nur     ein        geringer    Teil der  Reaktion     in    dem unteren     pH-Bereich        verlief,    so dass  unter diesen     Bedingungen    naturgemäss nur eine ge  ringe Ausbeute     erzielt    wurde.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    zur     Herstel-          lung    von     Dinitroverbindungen    der Formel  
EMI0001.0114     
    worin R und R'     Wasserstoffatome,    niedere     Alkyl-,          monocyclische        Alkylgruppen    oder niedere     Hydroxy-          alkylradikale    bedeuten und gleich oder verschieden  sind, ist dadurch     gekennzeichnet,

          dass    man zu einer       äquimolaren    Mischung von     einer        Verbindung    der       Formel     
EMI0001.0127     
           und        Alkalihydroxyd    1     Mol        Natriumnitrit    pro     Mol    der  obigen Verbindung zusetzt und den erhaltenen Nitrit  komplex bei einem     pH-Wert    von 4 bis 5 zu einer  Lösung von 2     Mol        Silbernitrat        zusetzt.     



  Gemäss der vorliegenden Erfindung bestehen die       Verbesserungen        des    Verfahrens darin, den     pH-Wert     während der zweiten Reaktionsstufe zwischen 4 und 5  zu halten. Bei diesem     Verfahren    wird die komplexe  Mischung aus dem     Aci-Nitro-Salz    und dem Natrium  nitrit zu     der        Silbernitrat    Lösung gegeben, die einen       pH-Wert    zwischen 4 und 5 aufweist.

       Stattdessen     wurde bei den bisherigen     Verfahren    die     Silbernitrat-          Lösung    zu der Komplexmischung aus     Aci-Salz    und       Natriumnitrit    gegeben, wobei das System     naturge-          mäss        ausserhalb    des bestimmten     pH-Bereiches    lag.  Bei dem neuen Verfahren wird die Reaktion     bereits     bei einem     pH-Bereich    von 4 bis 5     begonnen    und  vollständig in diesem     pH    Bereich durchgeführt.

    Durch den niederen     pH-Wert        wird.    die Reaktion in  relativ kurzer Zeit zu Ende geführt, und es werden  dabei Ausbeuten erhalten, die um vieles grösser sind  als bei den bisher     durchgeführten    Verfahren.  



  Die bei diesen Verfahren     durchgeführte    Reaktion  besteht     darin,    dass     eine        nitro-alipathische    Verbin  dung mit     Alkalihydroxyd,    z. B. Natrium- oder     Ka-          liumhydroxyd,        unterBildung    des     entsprechendenAci-          Metalinitrosalzes        reagiert.    Durch die zugegebene       Natriumnitrit-Lösung        wird    eine komplexe Mischung       mit    dem     Natrium-acinitrosalz    gebildet.

   Die     Na-          triumnitrit        Natriumacinitrosalz-Mischung    wird dann       zweckmässig    unter fortgesetztem Rühren zu einer  Lösung von     Silbernitrat    gegeben.

   Die Reaktion wird  am besten durch die nachfolgende Gleichung wieder  gegeben:  
EMI0002.0055     
    Beispiele     für    die in der vorliegenden Erfindung  verwendeten Nitroverbindungen sind:     2-Nitroäthan,          2-Nitropropan,        2-Nitrobutan,        2-Nitroäthanol,        2-Ni-          tropropanol,    2     Nitrobutanol,    1     Nitroeyelopentan,        1-          Nitrocyclohexan,

          Endo-methylen-2-nitrocyclohexan     und     Endo-nitroäthylen-antracen.    Wenn diese Verbin  dungen für die     oben        beschriebene    Reaktion verwen  det werden, werden folgende Reaktionsprodukte     ge-          bildet:

      2-2     Dinitroäthan,    2-2     Dinitropropan,        2-2-Di-          nitrobutan,    1-1     Dinitrocyclopentan,        1-1-Dinitrocyclo-          hexan,        Endo-2-2-Dinitrocyclohexan,        Endo-dinitro-          äthylen-antracen,    2 2     Dinitroäthanol,    2-2     Dinitropro-          panol    und 2     2-Dinitrohutanol.       <I>Beispiel</I>  <I>Herstellung von</I>     2-2-Dinitropropan          Ein:

          mit        Rührer    und Thermometer versehenes       Dreihalsreaktionsgefäss        wird:    mit einer Lösung von  1     Mol        Natriumhydroxyd        .in    Wasser versetzt und zu  dieser Lösung 1     Mol    2 -Nitropropan gegeben. Die  Mischung     wird    so lange auf 70  C erwärmt, bis voll-    ständige Lösung     eingetreten    ist. Nach dem Abkühlen  auf Raumtemperatur werden 500 ml Wasser und  dann die Lösung von 1     Mol        Natriumnitrit        in    Wasser  zugegeben.  



  Ein zweites mit     Rührer    und     Thermometer        verse-          henes        Dreihalsreaktionsgefäss    wird mit einer Lösung  aus 2     Mol    Silbernitrat in etwa 1200 ml Wasser ver  setzt und die Lösung auf etwa 6  C abgekühlt. In  diese kalte     Silbernitrat-Lösung,    die einen     pH-Wert     zwischen 4     und    5     aufweiset,        wird    die durch starkes  Rühren im ersten     Reaktionsgefäss    erhaltene  Mischung zugegeben.

   Es fällt ein     weisser    Nieder  schlag aus, der sich bald als, metallisches. Silber ab  scheidet. Man lässt     dann    die Temperatur auf 24  C  ansteigen. Der     pH-Wert    der Lösung beträgt am Ende  der Reaktion etwa 5. Nach 30 Minuten starken     Rüh-          rens    wird der Niederschlag     abfiltriert    und mit Wasser  gewaschen. Das abgetrennte Silber wird mit     Äther     extrahiert und die wässerige Lösung     ebenfalls    mehr  mals mit     Äther    gewaschen.

   Die vereinigten Ätherlö  sungen werden     überNatriumsulfat    getrocknet und der  Äther     dann        ,abgedampft.    Die Ausbeute an     2-2-Dini-          tropropan    beträgt nach diesem     Verfahren    121 g,     ent-          sprechend        90,5        %        der        Theorie.        Der        Schmelzpunkt     des so erhaltenen     2-2-Dinitropropans    liegt zwischen  50 und<B>53'</B> C.  



  Ein     Vorteil    dieses Verfahrens besteht darin, dass  während des. Prozesses     kein        wesentlicher    Verlust an  teurem Silber auftritt, da es nicht notwendig     ist,    das  ausgefällte Silber wieder     in        kristallisiertes    Silbernitrat  zu     verwandeln.    Das ausgefällte     Silber    wird vielmehr  in einem     Überschuss    von     HNO3    gelöst und dann der       pH-Wert    durch Zugabe eines geeigneten     Hydroxyds     .auf 4     eingestellt.    Auf diese Weise kann das  <RTI  

   ID="0002.0151">   Silber    in  der nächsten Charge erneut verwendet werden.  



  Es ist     ersichtlich,        dass    nach den neuen     Verfahren     eine Verbindung wie     2-2-Dinitropropan    in grossen  Mengen und mit guten Ausbeuten     hergestellt    werden       kann.    Bisher     erforderten    alle Versuche zur Herstel  lung dieser Verbindung     ein    umständliches Verfahren,  und die     Endausbeute    war     gewöhnlich    für eine wirt  schaftliche Durchführung zu niedrig.  



  Durch die vorliegende     Erfindung    werden alle  oben     angeführten    Schwierigkeiten beseitigt, und es  wird ein leicht     durchführbares    und schnelles Verfah  ren vorgeschlagen, wodurch     Dinitro-Verbindungen     im grossen Massstab bei geringen Kosten hergestellt  werden     können.        Weiterhin    zeigt das neue     Verfahren     einen Weg, um eine grosse Zahl von     Verbindungen     herzustellen, die bisher nur unter grossen Schwierig  keiten erhalten werden konnten, wie z.

   B. der  4,4     Dinitroheptansäuremethylester        (Methyl-4,4-dini-          troheptanoat).    Diese     Verbindung    kann auch darge  stellt werden, indem     direkt    von     Nitromethan    in der  oben beschriebenen Weise ausgegangen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Dinitro-Verbin- dungen der Formel: EMI0003.0001 worin R und R' Wasserstoffatome, niedere Aikyl-, monocyclische Alkylgruppen oder niedere Hydroxy- alkylradikale bedeuten und gleich oder verschie den sind, dadurch gekennzeichnet, dass man zu einer äquimolaren Mischung von einer Verbindung der Formel:
    EMI0003.0012 und Alkalihydroxyd 1 Mol Natriumnitrit pro Mol der obigen Verbindung zusetzt und den erhaltenen Nitrit- komplex bei einem pH-Wert von 4 bis 5 zu einer Lösung von 2 Mol Silbernitrat zusetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Verbindungen nach Formel II verwendet, worin R und R' Methylgruppen bedeu ten.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Nitritkomplex der Silbernitratlösung bei einer Tem peratur von etwa 6 C zugibt.
CH519461A 1952-10-01 1961-05-03 Verfahren zur Herstellung von Dinitro-Verbindungen CH412836A (de)

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